DE1531335C - Hubwagen zur Lastabnahme von der Transportbahn einer automatischen Krankenhaus-Sterilisierungsanlage - Google Patents
Hubwagen zur Lastabnahme von der Transportbahn einer automatischen Krankenhaus-SterilisierungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hubwagen zur Lastabnahme von der Transportbahn einer automatischen
Krankenhaus-Sterilisieranlage, mit einem zum seitlichen Unterfahren der Transportbahn ausgebildeten
Fahrgestell und daran angebrachtem, aus zwei Säulen gebildeten Hubmast zur Vertikalführiing
eines mittels eines Hubantriebes höhenverschiebbaren Hubschlittens mit einem dem Abheben eines mit
Sterilisiergut bdadenen Transportwagens von der Transportbahn dienenden Gabelzinkenpaar als Lastträger.
Bekannt ist das seitliche Abnehmen von Lasten von einer Transportbahn mittels eines als Hubstapler
ausgebildeten Hubwagens, dessen Gabelzinken zwischen -die Rollen der Transportbahn greifen (Zeitschrift
»Fördern und neben«, 1 '-»56, S. 494).
Hubwagen ähnlicher Art mit einem Fahrgestell mit vorkragenden Stützarmen für die Vorderräder und
einem Gabelzinkenpaar zum Aufnehmen einer Last an einem höhenverschiebbaren, an einem Hubmast
geführten Hubschlitten sind schon bekanntgeworden, beispielsweise durch die schweizerische Patentschrift
246 077. Die hochzuhebende Last ruht hierbei auf dem Boden und besteht insbesondere aus liegenden
Fässern, die von dem Gabelzinkenpaar in der Längsrichtung unterfahren werden. Mittels einer von Hand
bedienbaren und entsprechend der großen Last mit kleiner Übersetzung versehenen Seilwinde wird der
Hubschlitten mit der Last angehoben und diese alsdann an den gewünschten Ort gefahren und abgesetzt.
Mit diesem bekannten Hubwagen kann die Last praktisch über die gesamte Höhe des von zwei Säulen
gebildeten Hubmastes abzüglich der Baulänge des Hubschlittens verstellt werden. Es ist dabei unbeachtlich,
ob im Laufe des Gebrauches Seillängungen auftreten, da diese ohne weiteres von der Seilwinde
aufgenommen werden können. Auch kann es unberücksichtigt bleiben, daß die sich hierdurch für eine
bestimmte Höhe ergebenden Kurbelstellungen immer andere sind und daß die Bedienung infolge der kleinen
Übersetzung einer Seilwinde einen erheblichen Zeitaufwand erfordert. Diese Nachteile entfallen
zwar bei dem ersatzweise dort vorgesehenen Spindeloder Zahnstangenhubwerk, doch sind diese aufwendig
und erbringen ebenfalls einen großen Hubweg, der nicht benötigt wird, wenn es nur um die Lastabnahme
geht. Diese Eigenschaften eines derartigen Hubwagens machen diesen aber gerade für die
• Lastabnahme von der Transportbahn einer automatischen Krankenhaus-Sterilisieranlage wenig geeignet.
Hierbei verbindet eine beispielsweise in Tischhöhe verlaufende Transportbahn die praktisch in jedem
modernen Krankenhaus vorgesehene automatisch arbeitende Sterilisieranlage mit einer Endstation, von
welcher das Sterilisiergut weiterbefördert wird. Der Transport zur gewünschten Station bzw. zur Endstation
erfolgt mittels Transportwagen, die in einer verhältnismäßig dichten Aufeinanderfolge anrollen und
ein erhebliches Gewicht aufweisen. Da bisher die mit fertig behandelten Sterilisiergut gefüllten Transportwagen
immer nur einzeln in Längsrichtung von der Transportbahn abgezogen und dann beispielsweise
. auf andere fahrbare Wagen zur Weiterbeförderung an die gewünschte Stelle übergesetzt wurden, so war
es notwendig geworden, an der Endstation eine Staustrecke vorzusehen, auf welcher sich die in dichter
Aufeinanderfolge anrollenden Transportwagen in feiner Reihe stauten. Eine auf diese bisher bekannte
Weise durchgeführte Abnahme der einzelnen Transportwagen von der Transportbahn war somit langwierig
und dementsprechend unwirtschaftlich, ganz abgesehen davon, daß dadurch die Kapazität der
automatischen Krankenhaus-Sterilisieranlage erheblieh
beeinträchtigt wurde.
Das ist aber auch bei Verwendung des vorstehend erläuterten bekannten Hubwagens zum seitlichen
Abheben eines Transportwagens von der Transportbahn der Fall, weil das zum Unterfahren eines
Transportwagens dienende Gabelzinkenpaar immer erst sorgfältig auf die Höhe der Transportbahn eingestellt
werden muß, und zwar so, daß es hemmungsfrei zwischen die Transportbahn und den jeweiligen
3 4
Transportwagen eingreifen kann. Alsdann bedarf es 323 703). Bekannt ist ferner ein Hubschlitten, beste-
noch mehrerer Umdrehungen der Handkurbel, damit hend aus zwei vertikalen, durch Querverbindungen
der Transportwagen über die höchste Erhebung der verbundenen Kastenkonstruktionen, an denen jeweils
Transportbahn gelangt, um seitlich weggefahren und eine Gabelzinke biegesteif befestigt ist (USA.-Patent-
gegebenenfalls auf einen anderen Wagen abgesetzt 5 schrift 2 843 280).
werden zu können. Selbst bei einem elektromotor!- Außerdem sind bei Lastgabelhubwerken Schrau-
schen Antrieb des Hubschlittens, z. B. nach dem ben als Einstellanschläge bekannt, und zwar für ein
deutschen Gebrauchsmuster 1 869 374 wird die not- Kettenhubwerk (USA.-Patentschrift 2 354 178).
wendige sorgfältige Bedienung und der zum Umset- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
zen eines Transportwagens erforderliche Zeitauf- io einen Hubwagen der eingangs erwähnten Art derart
wand praktisch nicht geringer, dagegen der Kon- auszugestalten, daß er ohne aufwendige maschinelle
struktionsaufwand durch die elektrische Antriebsvor- Ausrüstung einer Bedienungsperson in bequemer,
richtung erheblich größer und damit der gesamte schneller und betriebssicherer Weise das Abheben
Hubwagen lediglich in der Herstellung teurer. des Transportwagens von der in konstanter Höhe
Zum einfachen und schnellen Abheben der Last ist 15 verlaufenden Transportbahn und das Wegfahren
es bei Hubwagen gebräuchlich, Kurzhubwerke mit oder anderweitige Absetzen des Transportwagens in
konstantem Hub vorzusehen, z. B. Winkelhebelhub- gleicher Höhe ermöglicht, wobei besonderer Wert auf
werke oder, als deren räumlich komprimierte Ab- Stabilität, eine einfache Gestaltung und guten Berühwandlung,
Exzenterhubwerke. rungsschutz bei der Vertikalführung und dem Hub-So würde sich zur Lastabnahme von Transport- 20 antrieb gelegt wird.
bahnen eine Transportkarre für Blechkasten (deut- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß
sches Gebrauchsmuster 1713 470) eignen, die ein der Hubschlitten aus zwei jeweils das freie Ende
solches Winkeihebelhubwerk aufweist. Nachteilig einer Säule überfangenden Kastenkonstruktionen mit
sind dabei die nur für entsprechend ausgebildete je einer daran biegesteif befestigten Gabelzinke be-
Blechkästen, insbesondere Flaschenkästen geeigne- 25 steht und daß jede Kastenkonstruktion als Huban-
ten, als kurze Greifhaken ausgebildeten Lastträger trieb einen Exzenter mit der Exzentrizität des halben
und das Einachsfahrwerk, das beim Fahren Körper- Hubes der Gabelzinke enthält, der auf einer gemein-
Kraft und Geschicklichkeit zum Ausbalancieren der samen, mittels Handantrieb drehbaren Antriebswelle
Last erfordert. Außerdem benötigt das Winkelhebel- mit Lagerungen in den Kastenkonstruktionen befe-
hubwerk relativ viel Raum und ist ebenso wie die 30 stigt ist und sich, in den Hubendlagen mit ebenen
Hubführung nicht gekapselt. Exzentermantelendflächen, auf einem jeweils oben
Niedriger bauen die gebräuchlichen Exzenterhub- ' auf dem Ende der Säule mittels einer Halterung höwerke
(USA.-Patentschriften 1027 612, 1056729, heneinstellbar befestigten Anschlag abstützt.
1 196 638, französische Patentschrift 574 923). Dabei Im einzelnen kann hierbei die Ausbildung so werden meist vier Exzenter zum Heben des rahmen- 35 durchgeführt werden, daß die Kastenkonstruktionen förmigen Lastträgers benutzt, die auf gemeinsamen am oberen Ende jeder Säule durch ein die Antriebsbzw, durch Kraftübertragungsgetriebe verbünde- achse für die Exzenter aufnehmende Schutzrohr bzw. nen Wellen gelagert und mittels Handantriebs dreh- Schutzrohrabschnitte starr miteinander verbunden bar sind. Dabei sind auch Exzenter mit ebenen sind. Dabei weist jede mit einer Gabelzinke ver-Exzentermantelendflächen bekannt (USA.-Patent- 40 schweißte und die Lagerung für die Antriebsachse Schriften 1 027 612, 1196 638). des Hubantriebes aufnehmende Kastenkonstruktion
1 196 638, französische Patentschrift 574 923). Dabei Im einzelnen kann hierbei die Ausbildung so werden meist vier Exzenter zum Heben des rahmen- 35 durchgeführt werden, daß die Kastenkonstruktionen förmigen Lastträgers benutzt, die auf gemeinsamen am oberen Ende jeder Säule durch ein die Antriebsbzw, durch Kraftübertragungsgetriebe verbünde- achse für die Exzenter aufnehmende Schutzrohr bzw. nen Wellen gelagert und mittels Handantriebs dreh- Schutzrohrabschnitte starr miteinander verbunden bar sind. Dabei sind auch Exzenter mit ebenen sind. Dabei weist jede mit einer Gabelzinke ver-Exzentermantelendflächen bekannt (USA.-Patent- 40 schweißte und die Lagerung für die Antriebsachse Schriften 1 027 612, 1196 638). des Hubantriebes aufnehmende Kastenkonstruktion
Doch handelt es sich dabei durchweg um Nieder- ein auf der zugeordneten Säule axial verschiebbares
hubwagen, die sich ihrer ganzen Bauart nach nicht Führungsrohr auf, dem auf der Säule ein die untere
zum Abheben einer Last von einer Transportbahn Hubendstellung begrenzender Auflagering zugeord-
eignen, da sie für diese keinen Raum freilassen zwi- 45 net ist. Jeder in der Höhe einstellbare Anschlag wird
sehen Fahrgestell und Lastträger. von einer in die Halterung einschraubbaren und
Bei handbedienten Hubwagen für Sterilisieranla- durch eine Gegenmutter sicherbaren Schraube gebil-
gen ist die Sauberkeit und Betriebssicherheit wichtig, det.
die sich durch geeignete Kapselung des Hubwerks er- Durch diese Maßnahmen wird eine biegesteife und
reichen läßt. 50 praktisch verwindungsfreie Konstruktion des Hubwa-
Bei Hubwagen verschiedener Art sind Kastenkon- gens gewährleistet, mittels dessen der jeweilige
struktionen gebräuchlich, die das Ende einer Säule Transportwagen leicht und bequem durch Ver-
überfangen und dabei den Hubantrieb enthalten. schwenken des Handhebels um etwa 180° angeho-
Bei einem Krankenhubwagen mit derartigem Hub- Ji>en, von der Transportbahn weg unmittelbar zu der
werk enthält die einzige Kastenkonstruktion die Sau- 55 gewünschten Stelle gebracht oder auf einen anderen
Ie mit hydraulischem Hubantrieb und einem Spindel- fahrbaren Wagen aufgesetzt werden kann, ohne daß
Verstellantrieb für den Lastträger (deutsche Patent- hierbei das Sterilisiergut berührt werden muß. Durch
schrift 836 236). den Hubantrieb mittels Exzenter kann das Anheben
Bei einem Hubwagen mit zwei wechselseitig auf- und Absetzen eines stets in gleicher Höhe anrollen-
und abbewegbaren Lastträgern sind zwei Säulen mit 60 den Transportwagens nicht nur leicht und bequem,
hydraulischem Hubantrieb vorhanden, deren jede sondern insbesondere schnell durchgeführt werden,
von einer separaten Kastenkonstruktion überfangen so daß ein Stau der anrollenden Transportwagen und
wird, an der biegesteif je zwei Gabelzinken befestigt damit die Anlage einer besonderen Staustrecke versind
(schweizerische Patentschrift 432371). mieden wird. Die Anordnung des Hubantriebes und
Bei einem anderen Hubwagen ist die gemeinsame 65 des Hubschlittens am oberen Ende des Hubmastes
Ladeplattform biegesteif an zwei Kastenkonstruktio- ermöglicht bei kleinstmöglicher Bemessung eine gronen
befestigt, die je eine Säule mit hydraulischem ße Bodenfreiheit des unter einem Transportwagen zu
Hubantrieb überfangen (schweizerische Patentschrift fahrenden Fahrgestelles, wobei die Anordnung und
Einstellung von Hubantrieb und Hubschlitten so durchgeführt ist, daß das Gabelzinkenpaar des Hubwagens
gerade noch oberhalb der Transportbahn und knapp unterhalb des Bodens der zu unterfahrenden
Transportwagen verläuft. Die Einstellung am verstellbaren Anschlag wird praktisch nur einmal vorgenommen,
so daß ohne jeden Zeitverlust sofort nach dem Unterfahren der betreffende Transportwagen
mit einem einzigen Handgriff abgehoben und verfahren werden kann. Jede Kastenkonstruktion des Hub-Schlittens
mit der angeschweißten Gabelzinke befindet sich in der Seitenansicht gesehen außerhalb des
Fahrgestells und ist daher hinsichtlich ihrer Bemessung keiner Begrenzung unterworfen, so daß an den
am höchsten beanspruchten Stellen die Bemessung und die Ausführungsform beliebig durchführbar ist.
Der Hubwagen ist daher bei einem verhältnismäßig kleinen Konstruktionsaufwand auch außerordentlich
betriebssicher und läßt daher eine wirtschaftliche Arbeitsweise und Ausnutzung der Kapazität von automatisch
arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlagen zu.
Weder beim Abheben eines Transportwagens noch beim Aufsetzen desselben auf die Transportbahn
muß von der jeweiligen Bedienungsperson eine nennenswerte körperliche Arbeit aufgewendet werden,
da der Hubantrieb aus den beiden Exzentern ein großes Untersetzungsverhältnis ermöglicht, so daß am
Handantrieb nur kleine Kräfte aufgewendet werden müssen. Außerdem ist mit Hilfe des erfindungsgemäß
ausgebildeten Hubwagens bei genügender Anzahl von Gabelzinken auch ein gleichzeitiges Abheben
mehrerer Transportwagen von der Transportbahn möglich. Dadurch wird die Durchlaufzeit in einer
automatisch arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlage
noch mehr verringert und die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage entsprechend noch mehr beträchtlich
erhöht.
Nachstehend soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles noch näher erläutert werden.
in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines unter einem Transportwagen gefahrenen Hubwagens,
F i g. 2 die Rückansicht des Hubwagens nach Fig. 1,
F i g. 3 die Draufsicht auf den teilweise dargestellten
Hubwagen,
F i g. 4 einen Schnitt durch einen Teil des von zwei Kastenkonstruktionen gebildeten Hubschlittens nach
der Linie IV-IVin Fig. 1,
F i g. 5 einen Schnitt durch einen Teil des Hub-Schlittens nach der Linie V-V in F i g. 3 und
F i g. 6 eine Seitenansicht einer teilweise dargestellten Kastenkonstruktion des Hubschlittens nach der
Linie VI-VT in F i g. 2.
Bei dem in den F i g. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel eines zur Lastabnahme von der Transportbahn
einer automatisch arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlage
vorgesehenen Hubwagens weist dieser ein von einer geschweißten Rohrkonstruktion gebildetes Fahrgestell 1 von so geringer Höhe auf,
daß es mittels seiner vier Räder 22 unter die in F i g. 1 in strichpunktierten Linien angedeuteten
Transportbahn gerollt werden kann. An einer Querseite des Fahrgestelles 1 ist ein sich nach oben erstreckender
Hubmast befestigt, der von zwei lotrecht auf dem Fahrgestell angeordneten Säulen 3 gebildet
wird. Diese Säulen 3 bestehen aus je einem Rohr, das mit dem Fahrgestell 1 jeweils starr verschweißt ist.
Die Säulen 3 sind untereinander durch Querstreben 4 verbunden und außerdem durch Diagonalstreben 5
gegen das Fahrgestell 1 abgestützt.
An jeder Säule ist eine sich parallel zum Fahrgestell 1 und im Abstand von diesem erstreckende tragarmartige Gabelzinke 6 an einem Ende biegesteif an einer Kastenkonstruktion 8 befestigt, die an der zugeordneten Säule höhenverschiebbar geführt wird.
An jeder Säule ist eine sich parallel zum Fahrgestell 1 und im Abstand von diesem erstreckende tragarmartige Gabelzinke 6 an einem Ende biegesteif an einer Kastenkonstruktion 8 befestigt, die an der zugeordneten Säule höhenverschiebbar geführt wird.
ίο Hierzu wird gemäß F i g. 4 im oberen Bereich jeder
Säule 3 ein als Führung dienendes passendes Rohr verschiebbar gelagert, wobei jedes Rohr in die insgesamt
mit 8 bezeichnete Kastenkonstruktion einbezogen ist, wie aus der Fig. 1 hervorgeht. Die beiden
Kastenkonstruktionen 8 bilden einen höhenverschiebbaren Hubschlitten und überragen das jeweils
freie Ende der zugehörigen Säule 3. Sie sind außerdem mit der jeweils zugeordneten tragarmartigen Gabelzinke
6 zu einer biegesteifen Einheit verbunden.
Die beiden Gabelzinken 6 des Hubschlittens dienen als Lastträger beim Abheben eines mit Sterilisiergut
beladenen Transportwagens 9 von der Transportbahn 2 einer automatisch arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlage.
Sie sind als parallel zueinander verlaufende Profilträger ausgebildet und haben einen
L-förmigen Querschnitt mit je einem hochkant zum Fahrgestell 1 stehenden und mit einem flachliegenden
Schenkel 6'. Letztere sind gegeneinander gerichtet. Die hochkant stehenden Schenkel haben einen gegenseitigen
Abstand, der geringfügig größer ist als der Länge eines abzuhebenden Transportwagens 9 entspricht,
vgl. F i g. 2. Jede Kastenkonstruktion 8 weist zwei Seitenbleche 8' auf, welche mit der jeweiligen,
L-förmig profilierten Gabelzinke 6 verschweißt sind.
Gleichzeitig ist in jeder Kastenkonstruktion 8 das zugehörige, zur Vertikalführung des Hubschlittens auf
den Säulen 3 dienende Rohr 7 eingeschweißt, vgl. Fig. 4.
Das Gabelzinkenpaar aus den beiden Gabelzinken 6 ist mittels des am Hubmast geführten Hubschlittens
von einer in F i g. 2 in ausgezogenen Linien dargestellten unteren Endlage, in welcher das Gabelzinkenpaar
zwischen die Oberseiten der Transportbahn 2 und der Unterseite des darauf befindlichen, {.
abzuhebenden Transportwagens 9 eingefahren ist, in eine in F i g. 2 mit strichpunktierten Linien dargestellte
obere Endlage anhebbar, in welche der untere Scheitel der Räder 10 des auf dem Gabelzinkenpaar
aufruhenden Transportwagens 9 sich in größeren Höhen befinden als der höchsten Erhebung der
Oberseite der Transportbahn entspricht. Aus der oberen Endlage ist alsdann der Transportwagen 9
wieder in die untere Endlage absenkbar. Als Hubantr.ieb enthält jede, an der jeweiligen Säule geführte
Kastenkonstruktion 8 einen Exzenter 11 mit der Exzentrizität des halben Hubes der Gabelzinken 6 bzw.
des Gabelzinkenpaares. Die Exzenter 11 sind auf einer gemeinsamen Antriebswelle 12 z. B. mittels
Stifte 14 drehfest befestigt, wobei die Enden der Antriebswelle in je einer Lagerung 13 jeder Kastenkonstruktion
8 drehbar gelagert sind. Das eine Ende der Antriebswelle 12 ist aus der dazugehörigen Lagerung
13 herausgeführt und weist einen Handantrieb 15 auf, der mittels eines Stiftes 16 mit dem Wellenende
drehfest verbunden wird. Wie aus F i g. 4 hervorgeht, wird jede Lagerung 13 von einer starken Platte gebildet,
welche in der jeweils äußeren Seitenwand 8' der dazugehörigen Kastenkonstruktion 8 eingelassen und
eingeschraubt ist. Die Lagerung 13 ist gleichzeitig über Teile der Kastenkonstruktion 8 mit dem oberen
Ende des Führungsrohres 7, z. B. durch Schweißen, verbunden, vgl. F i g. 4 und 5. Die Antriebswelle 12
ist in einem Schutzrohr 17 angeordnet, durch welches zugleich auch die beiden Kastenkonstruktionen 8 und
damit auch die beiden Gabelzinken 6 starr miteinander verbunden werden. Außerdem wird durch das
Schutzrohr 17 eine Verdrehung der Gabelzinken 6 gegeneinander um die Säulen 3 verhindert.
Jeder Exzenter 11 stützt sich in einer Hubendlage mit je einer ebenen Exzentermantelendfläche 11'
bzw. 11" auf einem jeweils oben auf dem Ende der Säule 3 angeordneten Anschlag 8 ab. Beim Ausführungsbeispiel
ist jeder Anschlag von einer am oberen Ende der jeweiligen Säule 3 angeschweißten Halterung
18 mit einer einschraubbaren Schraube 19 gebildet, vgl. F i g. 4 und 5 und kann durch Verdrehen
der Schraube 19 in der Höhe eingestellt werden. Damit ist der Anschlag für jeden Exzenter 11 genau auf
die Höhe einjustierbar, in welcher das Gabelzinkenpaar als Lastträger hemmungsfrei zwischen die Oberseite
der Transportbahn und der Unterseite des abzuhebenden Transportwagens eingefahren werden
kann. Durch eine Gegenmutter 20 ist jede Schraube 19 in der einjustierten Lage festlegbar.
Durch Verdrehen des Handantriebes 15 um 180° werden die Exzenter 11 ebenfalls gedreht. Sie gleiten
dabei über den Kopf der Schraube 19 und heben dabei entweder die Kastenkonstruktion 8 und somit die
Gabelzinken 6 aus der in F i g. 4 bis 6 dargestellten. unteren Hubendlage in die obere Hubendlage oder
umgekehrt. Wie insbesondere aus F i g. 6 ersichtlich ist, sind die beiden oberen Exzentermantelendflächen
11' und 11" zueinander parallel. Ihr gegenseitiger Abstand entspricht der Hubhöhe des Gabelzinkenpaares,
so daß der Handantrieb 15 genau um 180° geschwenkt werden muß, um die Gabelzinken 6 aus
ihrer unteren Hubendlage in ihre obere Hubendlage zu bringen oder umgekehrt. Infolge der ebenen Exzentermantelendflächen
liegen die Exzenter 11 sicher auf den Anschlägen 19 auf und können sich nicht in
unbeabsichtigter Weise von selbst in eine andere Lage zurückdrehen..
Des weiteren ist an jeder Säule 3 ein Auflagering 21 angebracht, beispielsweise angeschweißt, auf welchem
das mit der zugeordneten Kastenkonstruktion 8 verbundene Führungsrohr 7 in der unteren Hubendlage
des Gabelzinkenpaares aufliegt.
Das Fahrgestell 1 ist mit um lotrechte Achsen allseitig
verschwenkbar gehalterten Rädern 22 ausgerüstet, die sich von selbst in die jeweils gewählte Fahrrichtung
einstellen. Zum Schieben des Hubwagens ist ein Handgriff 23 vorgesehen, welcher als Rundstange
ausgestaltet sein kann. Die Rundstange ist mit ihren beiden Enden an den beiden Kastenkonstruktionen 8
ίο angeschraubt und erhöht dadurch ebenfalls die Steifigkeit
des Hubschlittens. Zur Erhöhung der Griffigkeit kann eine Gummimanschette über die Rundstange
bzw. über den Handgriff 23 gezogen werden.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäß ausgebildeten Hubwagens ist ohne weiteres verständlich. Zum Abheben eines in der gewünschten Station angekommenen Transportwagens 9 einer automatisch arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlage wird der Hubwagen seitlich unter die Transportbahn in die in F i g. 1 dargestellte Stellung geschoben. Zur Festlegung seiner richtigen Stellung unter der Transportbahn ist im Wurzelbereich an jeder Gabelzinke 6 ein Anschlag 25 vorgesehen, vgl. Fig. 1, der nach dem Unterfahren der Transportbahn an der zugekehrten Seitenkante dieser Transportbahn 2 anliegt. Die Gabelzinken 6 verlaufen dann oberhalb der Transportbahn und unterhalb der Unterseite des Transportwagens 9, ohne jedoch diesen zu berühren, vgl. F i g. 1 und 2. Anschließend wird der Handantrieb 15 aus der in F i g. 2 und 4 mit ausgezeichneten Linien dargestellten Stellung um 180° von Hand nach unten geschwenkt. Dadurch werden die Exzenter 11 ebenfalls um 180° gedreht und heben so den Hubschlitten bzw. die Kastenkonstruktionen 8 mit den Gabelzinken 6 aus der unteren Hubendlage in die obere Hubendlage. Hierbei gleiten die Führungsrohre 7 der Kastenkonstruktionen 8 bzw. des Hubschlittens mit den Gabelzinken 6 entlang der Säulen 3 nach oben. In der oberen Endlage haben die Gabelzinken 6 den Transportwagen 9 von unten her erfaßt und von der Transportbahn so weit abgehoben, daß die unteren Scheitel der Räder des Transportwagens höher als die höchsten Erhebungen der Transportbahn 2 liegen. Der Hubwagen mit dem Transportwagen 9 kann dann seitlich von der Transportbahn 2 weggezogen werden. Das Absenken eines Transportwagens auf die Transportbahn erfolgt in der umgekehrten Weise.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäß ausgebildeten Hubwagens ist ohne weiteres verständlich. Zum Abheben eines in der gewünschten Station angekommenen Transportwagens 9 einer automatisch arbeitenden Krankenhaus-Sterilisieranlage wird der Hubwagen seitlich unter die Transportbahn in die in F i g. 1 dargestellte Stellung geschoben. Zur Festlegung seiner richtigen Stellung unter der Transportbahn ist im Wurzelbereich an jeder Gabelzinke 6 ein Anschlag 25 vorgesehen, vgl. Fig. 1, der nach dem Unterfahren der Transportbahn an der zugekehrten Seitenkante dieser Transportbahn 2 anliegt. Die Gabelzinken 6 verlaufen dann oberhalb der Transportbahn und unterhalb der Unterseite des Transportwagens 9, ohne jedoch diesen zu berühren, vgl. F i g. 1 und 2. Anschließend wird der Handantrieb 15 aus der in F i g. 2 und 4 mit ausgezeichneten Linien dargestellten Stellung um 180° von Hand nach unten geschwenkt. Dadurch werden die Exzenter 11 ebenfalls um 180° gedreht und heben so den Hubschlitten bzw. die Kastenkonstruktionen 8 mit den Gabelzinken 6 aus der unteren Hubendlage in die obere Hubendlage. Hierbei gleiten die Führungsrohre 7 der Kastenkonstruktionen 8 bzw. des Hubschlittens mit den Gabelzinken 6 entlang der Säulen 3 nach oben. In der oberen Endlage haben die Gabelzinken 6 den Transportwagen 9 von unten her erfaßt und von der Transportbahn so weit abgehoben, daß die unteren Scheitel der Räder des Transportwagens höher als die höchsten Erhebungen der Transportbahn 2 liegen. Der Hubwagen mit dem Transportwagen 9 kann dann seitlich von der Transportbahn 2 weggezogen werden. Das Absenken eines Transportwagens auf die Transportbahn erfolgt in der umgekehrten Weise.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
209 514/40
Claims (4)
1. Hubwagen zur Lastabnahme von der Transportbahn einer automatischen Krankenhaus-Sterilisieranlage,
mit einem zum seitlichen Unterfahren der Transportbahn ausgebildeten Fahrgestell
und daran angebrachtem, aus zwei Säulen gebildeten Hubmast zur Vertikalführung eines mittels
eines Hubantriebes höhenverschiebbaren Hubschlittens mit einem dem Abheben eines mit Sterilisiergut
beladenen Transportwagens von der Transportbahn dienenden Gabelzinkenpaar als
Lastträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubschlitten aus zwei jeweils das freie
Ende einer Säule (3) überfangenden Kastenkonstruktionen (8) mit je einer daran biegesteif befestigten
Gabelzinke (6) besteht und daß jede Kastenkonstruktion (8) als Hubantrieb einen Exzenter
(II) mit der Exzentrizität des halben Hubes der Gabelzinken (6) enthält, der auf einer gemeinsamen,
mittels Handantrieb (15) drehbaren Antriebswelle (12) mit Lagerungen (13) in den
Kastenkonstruktionen (8) befestigt ist und sich in den Hubendlagen mit ebenen Exzentermantelendflächen
(H', 11") auf einem jeweils oben auf dem Ende der Säule (3) mittels einer Halterung
(18) höheneinstellbar befestigten Anschlag (18, 19, 20) abstützt.
2. Hubwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kastenkonstruktionen (8)
am oberen· Ende jeder Säule (3) durch ein die Antriebswelle (12) für die Exzenter (11) aufnehmendes
Schutzrohr (17) bzw. Schutzrohrabschnitte starr miteinander verbunden sind.
3. Hubwagen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede mit einer Gabelzinke
(6) verschweißte und die Lagerung (13) für die Antriebswelle (12) des Hubantriebes aufnehmende
Kastenkonstruktion (8) ein auf der zugeordneten Säule (3) axial -verschiebbares Führungsrohr
(7) aufweist, dem auf der Säule (3) ein die untere Hubendstellung begrenzender Auflagering
(21) zugeordnet ist.
4. Hubwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in der Höhe einstellbare
Anschlag von einer in die Halterung (18) einschraubbaren und durch eine Gegenmutter (20)
sicherbaren Schraube (19) gebildet ist.
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