DE1530831C - Muldenkippfahrzeug - Google Patents
MuldenkippfahrzeugInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Muldenkipp- Fig. 1 eine Seitenansicht eines Muldenkippfahr-
fahrzeug mit einem vorderen und einem hinteren zeugs nach der Erfindung und
Rahmenteil, deren jeder von einem Radpaar getragen F i g. 2 eine Draufsicht auf das Fahrzeug nach
ist und die um eine zwischen den Radachsen liegende Fig. 1. .
senkrechte Lenkachse schwenkbar miteinander ver- 5 Das Muldenkippfahrzeug besteht aus einem vordebunden
sind, und mit einem vom vorderen Rahmen- ren Rahmenteil 10 und einem hinteren Rahmenteil
teil getragenen Antriebsmotor und einer am hinteren 12, die über senkrechte Zapfen 14 und 15 miteinander
Rahmenteil kippbar gelagerten Lademulde. gelenkig verbunden sind. Die Zapfen 14 und 15 be-
Bei einem derartigen Fahrzeug ist bekannt, nur stimmen eine Lenkachse Λ. Am vorderen Ende des
den vorderen Rahmenteil anzutreiben, während der io hinteren Rahmens 12 sind nach vorn ragende Arme
andere, die Lademulde tragende Rahmenteil als An- 16 und 18 (F i g. 2) beiderseits der Lenkachse A vorhänger
gezogen wird. Beim Hochkippen verringert gesehen. An ihnen sind gelenkig doppeltwirkende
sich der Achsabstand der beiden Rahmenachsen be- hydraulische Kolben-Zylinder-Einheiten 20 bzw. 22
trächtlich. Zwischen den Rädern und dem zugeord- an Punkten 23 bzw. 24 angeschlossen. Die hydrauneten
Rahmenteil befinden sich auch keine nach- 15 lischen Einheiten 20 und 22 sind an ihren anderen
giebigen Aufhängungen. Ein derartiges Fahrzeug Enden bei 25 bzw. 26 schwenkbar an dem vorderen
weist daher für die Arbeit in schwergängigem Rahmenteil 10 angeschlossen. Durch Betätigen der
Gelände Nachteile auf. hydraulischen Einheiten 20 und 22 können die Rah-
Es ist bei Frontschaufelladern mit zwei um eine menteile 10 und 12 zum Lenken um die Lenkachse A
senkrechte Lenkachse schwenkbaren einachsigen ao verdreht werden (F i g. 2).
Rahmen zwar bekannt, einen Vierradantrieb vorzu- Die Rahmenteile 10 und 12 haben Radachsen 28
sehen. Dies ist ohne Behinderung durch die Lade- bzw. 30, die je ein Paar gummibereifte Räder tragen,
einrichtung auch durchführbar. Derartige Lader Jede Radachse 28 und 30 ist mit dem zugeordneten
haben infolge ihres Grundaufbaues aber eine be- Rahmenteil 10 bzw. 12 durch ein Aufhängungssystem,
grenzte Ladefähigkeit, die eine Problematik, wie sie 35 das Schraubenfedern 32 enthält, verbunden, so daß
bei Muldenkippern besteht, ausschließt. jede Radachse als Ganzes um eine in Längsrichtung
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, des zugeordneten Rahmenteils liegende Achse
ein Muldenkippfahrzeug der eingangs erwähnten Art schwingen kann.
so weiter auszugestalten, daß eine beträchtliche Er- ' In der Längsmittelebene ist auf dem vorderen
höhung der Leistungsfähigkeit insbesondere bezug- 30 Rahmenteil 10 ein Motor 34 gelagert, der über eine
lieh der aufzunehmenden Last unter guter Stabilitäts- Antriebswelle 36 und einen Achsstummel 37 mit
und Manövriereigenschaften in schwergängigem Ge- einem Getriebe 38 verbunden ist, das auf dem hintelände
erzielt wird. Da solche Geräte abseits von ren Rahmenteil 12 gelagert ist. Der Motor 34 liegt
normalen Straßen eingesetzt werden und mit einem vor der Achse des vorderen Rahmenteils, so daß die
schlechten Greifen der Räder gerechnet werden muß, 35 Belastung durch die Antriebseinrichtung auf alle
ist Wert auf eine optimale Zugkraft zu legen. Fahrzeugräder gleichmäßig verteilt wird. Das Ge-
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe dadurch triebe 38 ist über Abtriebswellen 40 und 42 mit
gelöst worden, daß sich die Lademulde in der Normal- Differentialgetrieben 44 bzw. 46 der Vorder- bzw.
lage über beide Radachsen erstreckt und der Schwer- Hinterachse verbunden. Der vordere Rahmenteil 10
punkt der Lademulde im wesentlichen in der Mitte 40 trägt ein Fahrerhaus 48, das in der Nähe des Motors
zwischen den Radachsen liegt, daß der Antriebs- liegt, wobei sich der Sitz des Fahrers, eine gute Übermotor
beide Radpaare antreibt und daß die- Rad- · sieht gewährend, vor den Vorderrädern befindet,
paare mit den zugeordneten Rahmenteilen über eine Das Fahrzeug trägt eine Lademulde 50 (F i g. 1)
paare mit den zugeordneten Rahmenteilen über eine Das Fahrzeug trägt eine Lademulde 50 (F i g. 1)
nachgiebige Aufhängung verbunden sind. Hierdurch zur Aufnahme einer Ladung aus großem Gestein, Erz,
wird eine beträchtliche Länge der Lademulde und 45 Schiefer od. dgl. oder einer Mischung aus Schüttgut
damit ein großes Ladegewicht mit einer niedrigen und sperrigem Gut. Die Länge der Lademulde 50 ist
Lage des Schwerpunkts erreicht. Durch die nach- größer als der Abstand zwischen der Vorderachse
giebige Aufhängung der Räder erhält das Fahrzeug und der Hinterachse. Die Lademulde 50 trägt im Bedie
Möglichkeit, in schwergängigem Gelände gut zu reich des Fahrerhauses 48 eine Schutzkappe 52 und
arbeiten, da jedes Rad um eine Längsachse zum 50 hat ferner zwei Lagerschilde 54, in deren Bereich sie
Rahmen schwingen kann. Gleiches ist auch der Fall, um eine querliegende Achse B hochkippbar ist. Dies
wenn in abgewandelter Bauweise jedes Rad unab- erfolgt durch zwei hydraulische Kolben-Zylinder-Einhängig
nachgiebig aufgehängt ist. Alle Räder haben heiten 56 und 58. Diese hydraulischen Einheiten 56
unter allen Bedingungen eine einwandfreie Beruh- und 58 sind mit ihren oberen Enden an der Laderung
mit der Fahrbahn, ohne daß hierdurch eine 55 mulde 50 ungefähr in deren Mitte angelenkt, wähwesentliche
Verlagerung des Schwerpunkts der La- rend ihre unteren Enden an Sfützplatten 60 bzw. 62
dung eintritt. Durch den vorgesehenen Vierradan- am hinteren Rahmenteil 12 gelenkig angeschlossen
trieb wird eine vorteilhafte Zugkraft ausgeübt, die sind.
ein Fahren über eine schlechte Fahrbahn auch bei Der Schwerpunkt der die Last aufnehmenden
schlechtem Greifen der Reifen ermöglicht. Nach 60 Lademulde 50 befindet sich in deren Normallage
einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorge- (F i g. 1) etwa im Punkt C, der im wesentlichen in der
sehen, daß der die kippbare Lademulde tragende Mitte zwischen der Vorder- und Hinterachse liegt.
Rahmenteil ein Getriebe trägt, dessen Eingangswelle Auf diese Weise werden die Räder des Fahrzeugs im
mit dem auf dem anderen Rahmenteil gelagerten wesentlichen gleichbelastet, so daß sich eine an-Antriebsmotor
verbunden ist und über Abtriebswellen 65 nähernd gleiche Zugkraft an allen Rädern ergibt. Es
die Räder des Fahrzeugs antreibt. wird hierdurch ein einwandfreier Lauf des Fahrzeugs
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel ge- auch unter schweren Betriebsbedingungen erreicht,
maß der Erfindung dargestellt. Es zeigt beispielsweise beim Befahren großer Steigungen oder
beim Fahren über weichen Boden bzw. durch tiefen Sand.
In abgewandelter Weise können die Achsen auch durch unabhängig voneinander angeordnete Aufhängungssysteme
für jedes Rad ersetzt werden.
Claims (3)
1. Muldenkippfahrzeug mit einem vorderen und einem hinteren Rahmenteil, deren jeder von
einem Radpaar getragen ist und die um eine zwisehen den Radachsen liegende senkrechte Lenkachse
schwenkbar miteinander verbunden sind, und mit einem vom vorderen Rahmenteil getragenen
Antriebsmotor und einer am hinteren Rahmenteil kippbar gelagerten Lademulde, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Lademulde (50) in der Normallage über beide
Radachsen (28 und 30) erstreckt und der Schwerpunkt (C) der Lademulde im wesentlichen in der
Mitte zwischen den Radachsen liegt, daß der Antriebsmotor (34) beide Radpaare antreibt und daß
die Radpaare mit den zugeordneten Rahmenteilen (10 bzw. 12) über eine nachgiebige Aufhängung
(32) verbunden sind.
2. Muldenkippfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder unabhängig
voneinander nachgiebig mit den zugeordneten Rahmenteilen (10 bzw. 12) verbunden sind.
3. Muldenkippfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die kippbare
Lademulde (50) tragende Rahmenteil (12) ein Getriebe (38) trägt, dessen Eingangswelle (36)
mit dem auf dem anderen Rahmenteil (10) gelagerten Antriebsmotor (34) verbunden ist und
über Abtriebswellen (40 bzw. 42) die Räder'des Fahrzeugs antreibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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