DE1529205C - Flamm- oder Schneidbrenner - Google Patents
Flamm- oder SchneidbrennerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flamm- oder Schneidbrenner
mit Leitungen für Brenngas, Heizsauerstoff und Flamm- oder Schneidsauerstoff.
Es ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem während
des Anwärmens mit in an sich bekannter Weise vorgemischtem Brenngas und Sauerstoff aber danach
beim Flämmen oder Schneiden mit der ebenfalls an sich bekannten Außenmischung der Gase gearbeitet
wird. Es werden die Vorzüge der Innenmischung, insbesondere hohe Wärmekonzentration, mit den
Vorzügen der Außenmischung, insbesondere weitgehende Rückzündsicherheit, optimal kombiniert, da
bei diesen Arbeitsgängen die jeweiligen Mängel der beiden Mischungsarten, Zündgefahr bei der Innenmischung
und geringe Wärmekonzentration bei der Außenmischung, in Kauf genommen werden können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Brenner zu verwirklichen, bei dem nach Beendigung
des Anwärmvorganges der für die Innenmischung bestimmte Heizsauerstoff beim Ingangsetzen der Außenmischung
automatisch abgeschaltet wird. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Schließventil
in einer Verbindungsleitung zwischen Heizsauerstoff- und Flamm- oder Schneidsauerstoffleitung"
angeordnet ist, dessen Schließkörper auf der einen Seite vom Heizsauerstoff und auf der anderen Seite
vom unter einem höheren Druck als der Heizsauerstoff stehenden Flamm- oder Schneidsauerstoff beaufschlagt
wird, wobei nur zum Anwärmen des zu bearbeitenden Werkstückes innerhalb des Brenners
der Heizsauerstoff mit dem Brenngas gemischt wird und der Schließkörper so ausgebildet ist, daß dieser
beim Öffnen des Flamm- oder Schneidsauerstoffventils
die Heizsauerstoffleitung abschließt.
Die echten Unteransprüche betreffen weitere Ausgestaltungen des Gegenstandes des Anspruchs 1.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung in vereinfachter Form dargestellt,
und zwar zeigt
F i g. 1 einen Brenner mit drei getrennten Zuführungen für Brenngas, Heizsauerstoff und Schneidbzw.
Flämmsauerstoff,
F i g. 2 einen Brenner mit zwei Zuführungen für Brenngas und Sauerstoff,
F i g. 3 eine Ausführungsform eines in der Heizsauerstoffleitung liegenden Membranschließventils.
Der Brenner nach FM g. 1 und 2 besteht aus einem
Brennerkörper 1 mit Heizgaskanal 2 und Schneidbzw. Flämmsauerstoffkanal 3, der Innenmischdüse 4,
den Einstellventilen 5 und 6 bzw. 7, dem Absperrventil 8 und dem Membrananschließventil 9. Der
Schlauchanschluß für das Brenngas ist in F i g. 1 mit 10, für den Heizsauerstoff mit 11 und für den
Schneid- bzw. Flämmsauerstoff mit 12 bezeichnet. Bei dem Brenner nach Fi g. 1 sind also drei Schlauchanschlüsse
vorhanden, während der Brenner nach F i g. 2 nur zwei Schlauchanschlüsse, nämlich den
Anschluß 10 für das Brenngas und den Anschluß 13 für den Sauerstoff besitzt, wobei der Heizsauerstoff
durch die Bohrung 14 vom Schneid- bzw. Flämmsauerstoff innerhalb des Brenners abgezweigt
wird. Die Außenmischung des Brenngases mit dem Schneid- bzw. Flämmsauerstoff erfolgt am Mundstück
15 des Brenners. Die Membran 16 des Schließventils 9 wird auf ihrer einen Seite von Heizsauerstoff
und auf ihrer anderen Seite von einer Feder 17 und dem ' Schneid- bzw. Flämmsauerstoff beaufschlagt.
Wird das Absperrventil 8 für den Schneid- bzw. Flämmsauerstoff geöffnet, so legt sich die Membran
16 gegen das hintere rohrförmige Ende der Düse 4 an und spent den Heizsauerstoff ab.
Ein weiterer Unterschied zwischen der Brennerausführung nach F i g. 1 und 2 besteht darin, daß
beim Brenner nach F i g. 2 das Membranschließventil 9 eine auf der Membran aufsitzende Stellschraube
18 hat, so daß das Schließventil 9 auch gleichzeitig von Hand betätigt werden kann und dann als Einstellventil
arbeitet.
ao Bei der Ausführungsform nach F i g. 3 liegt das Schließventil 9 mit seinen Membran 16 direkt in der
Heizsauerstoffleitung 22, während der Schneidsauer^
stoff aus der Leitung 21 bei geöffnetem Ventil 8 durch die Abzweigleitung 30 der anderen Membranseite
zugeführt wird. Auch hier ist-dijs Ventil 9 gleichzeitig
Einstellventil, wozu die Stellschraube 23 vorgesehen ist.
Claims (4)
1. Flamm- oder Schneidbrenner mit Leitungen für Brenngas, Heizsauerstoff und Flamm- oder
Schneidsauerstoff, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schließventil (9) in einer Verbindungsleitung (30) zwischen Heizsauerstoff (11,
13, 14, 22) und Flamm- oder Schneidsauerstoffleitung
(12, 13, 21) angeordnet ist, dessen Schließkörper (16) auf der einen Seite vom Heizsauerstoff
und auf der anderen Seite vom unter einem höheren Druck als der Heizsauerstoff stehenden Flamm- oder Schneidsauerstoff beauf-
* schlagt wird, wobei nur zum Anwärmen des zu bearbeitenden Werkstückes innerhalb des Brenners
der Heizsauerstoff mit dem Brenngas gemischt wird und der Schließkörper so ausgebil-
det ist, daß dieser beim öffnen des Flamm- oder Schneidsauerstoffventils (41) die Heizsauerstoffleitung
(11,13,14, 22) abschließt.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkörper eine Membran
(16) ist, die am hinteren Ende einer Innenmischdüse (4) angeordnet ist.
3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch „gekennzeichnet, daß auf die Membran(16) des
Schließventils (9) eine Stellschraube (7, 23) wirkt, damit das Ventil (9) auch von Hand geöffnet oder
geschlossen bzw. eingestellt werden kann.
4. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkörper
des Schließventils (9) ein Kolben ist.
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