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Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung geschichteter Werkstücke,
Die Erfindung betrifft algemein die Herstellung geschichteter Werkstück und insbesondere
ein neuartiges Verfahren und eine neuartirre Vorrichtung zur Herstellung geschichteter
Werkstücke aus ein-r Grundschicht aus Iiolz und einer freiliegenden Deckschicht
aus Kunststoff-Furnier, die mit der Grundschicht haftend verbunden ist, wobei der
Kunststoff bei Raumtemperatur starr, jedch bei erhöhten Temperaturen biegsam ist;
das hergestellte Werkstück kann eine
vorgeformte konturierte Deckplatte
sein, wie sie beispielsveise in Wohnküchen verwendet werden und die Kunststoffdeckschicht
kann aus dekorativem "Formiea" oder aus einem ähnlichen Schichtpreßstoff oder Material
bestehen, obwohl die Erfindung nicht auf die Ausbildung oder die Verwendung eines
solchen Deckschichtmaterials beschränkt ist.
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Bisher war fUr die Herstellung von geschichteten Werkstücken mit einer
Kunststoff-Furnier-Deckschicht normalerweise die Verwendung einer vergleichsweise
massiven Druckausübungs-und Wärmeanwendungseinrichtung mit mehreren Stationen notwendig.
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Eine solche Einrichtun hat den Nachteil, daß sie sehr teuer in der
Anschaffun und darn in der Wartung ist, eine ziemlich grosso Bodenfläche beansprucht
und für sie keine vielseitige Verwendbarkeit besteht. Die Verwendung einer Einrichtung
der erwähnten Art zur Fertigung auf Vorrat ist grundsätzlich auf die automatisierte
Herstellung benusterter geschicnteter Werkstücke von genormter Gestaltung beschränkt,
wenn hohe Fertigungszahlen erzielt werden sollen. Die Verwendung einer solch teueren
und sperrigen Einrichtung zur Anfertigung auf Bestellung von verschiedenen Arten
und Mengen ist in den Fällen, in denen sie möglich ist, ungünstig und nicht wirtschaftlich
durchführbar, besonders bei verhältnismässig kleinen Unternehmen, die sich auf Auftragsarbeit
spezialisiert haben oder auf unregelmGissirer und begrenzter Fertigungsbasis arbeiten.
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Hauptaufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines neuartigen
Verfahrens und einer neuartigen Vorrichtung zur Herstellung geschichteter Werkstücke,
bei denen die vorerwähnten Mängel im wesentlichen vermieden sind.
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Ein weiteres Ziel der rfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung
zur Herstellung geschichteter Merkstücke, die von vielseitiger Verwendbarkeit und
gedrängter Bauart ist, vergleichsweise billig in der Anschaffun, und in der Wartung
sowie einfach zu bedienen ist.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer aus einer
einzigen Station bestehenden Vorrichtung zur Herstellung seschichteter Werkstücke,
deren Wärmezufuhrteil baulich von dem druckausübenden Teil gesondert ist und leicht
zu der einen oder der anderen vor. zwei entgegengesetzt angeordneten Betriebsstellungen
während des Gebrauchs und zu entfernten Stellungen während des Nichtgebrauchs verlagert
werden kann.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens
zum Aufschichten eines Kunststoff-Furniers auf eine Grundschicht, bei welchem Verfahren
in neuartiger Weise gewählte Teile des Kunststoff-Furniers durch Wärme erweicht
werden können, um eine bleibende haftende Verbindung und eine genaue Ubereinstimmung
in der Form zwischen der Grundschicht und dem Kunststoff-Furnier ohne RissebildunC
oder das Entstehen von Armebrüchen
od. dgl. zu ermöglichen.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines neuartigen
Systems aus einem Verfahren und einer Vorrichtung zur Herstellung eines sehr kleinen
Krümmungshalbmessers zwischen im Winkel zueinander stehenden Elementen eines geschichteten
Werkstückes, Die vorstehenden und weitere Ziele und Merkmale der Erfindung ergeben
sich mit naheren Einzelheiten aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit
den beiliegenden Zeichnungen und zwar zeigen : Fig. 1 eine schematische Ansicht
in schaubildlicher Darstellung der gegenwärtig bevorzugten erfindungsgemässen Vorrichtung
zur Herstellung geschichteter Werkstücke ; Fig, 2 eine Ansicht im Schnitt nach der
Linie 2-2 in Fig. l ; Fig. 3 eine Teilansicht in Draufsicht nach der Linie 3-3-in
Fig. 2 ; Fig. 4 eine Ansicht im Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 1 ; Fig, 5 eine
Teilansicht in schematischer Darstellung im Schnittnach
der Linie
5-5 in Fig. 1; Fig, 6 eine Teilansicht in schematischer Darstellung und im Aufriß
nach der Linie 6-6 in Fig, 5 und Fig. 7-17 Teilansichten in schematischer Darstellung
und im Schnitt der aufeinanderfolgenden Stufen eines gegenwärtig bevorzugten erfindungsgemassen
Verfahrens zur Herstellung einer Wohnküchenabdeckplatte mit einer freiliegenden
Deckschicht aus Kunststoff-Furnier ; Fig. 18 und 19 Teilansichten in schematischer
Darstellung und im Schnitt, welche eine schwenkbare Schraubzwinge zeigen, die zur
Herstellung bzw, zum"Wölben"des Spritzwasserablaufteils (backsplash portion) eines
Werkstückes verwendet werden kann ; Fig. 2o eine Teilansicht in schaubildlicher
und schematischer Darstellung einer weiteren gegenwartig bevorzugten Vorrichtung
zur Herstellung geschichteter Werkstücke zur Verwendung für die Herstellung eines
kleinen Krümmungshalbmessers im Kunststoff-Furnier an einer Stelle, wo der Spritzwasserablauf
mit dem HauptkUrper des Werkstückes verbunden ist ;
Fig. 21 eine
Teilansicht im Schnitt nach der Linie 21-21 in Fig. 2o ; Fig. 22 und 23 Teilansichten
in schematischer Darstellung und im Schnitt welche die bevorzuCten aufeinanderfolgenden
Stufen zur Herstellung eines kleinen Krümmungshalbmessers unter Verwendung der Vorrichtung
nach Fig. 2o zeigt ; Fig. 24 eine Teilansicht in schematischer Darstellung und im
Schnitt, welche die Herstellung eines Werkstückes mit einem vollen oder langen Spritzwasserablauf
sowie die Anordnung zur Freigabe des benachbarten Arms des Verriegelungsmechanismus
aus seiner normalen Stellung in eine entfernte bzw. Ruhestellung zeigt und Fig.
25 eine Ansicht nach der Linie 25-25 in Fig. 24.
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Die Vorrichtung nach Fiv. 1-6.
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Es sei zunEchst auf Fig. 1-6 der Zeichnungen Bezug genommen, welche
die gegenwärtig bevorzugte erflndungsgemässe Vorrichtung zur EIerstellung geschichteter
Werkstileke zeigt, die allgemein mit 2o bezeichnet ist.. Die Vorrichtung 2b ist
ausserordentlich
vielseitig verwendbar und von gedrängter Bauart und weist eine einzige Station zur
Herstellung eines geschichteten Wrkstückes aus einer Grundschicht und einer Kunststoff-Furnier-Deckschicht
auf. Die Vorrichtung 2o umfaßt eine Druckausübungseinrichtung und eine Wärmeanwendungseinrichtung,
die voneinander baulich getrennt sind.
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Das Werkstück, das in Fig. 7 in einem teilweise fertiggestellten Zustand
gezeigt ist, ist eine Wohnküchen-Deckplatte und allgemein mit 22 bezeichnet.
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Das Werkstück bzw, die Deckplatte 22 besitzt eine freiliegende Abdeckung
24 aus Kunststoff-Furnier, die bei Raumtemperatur. starr, jedoch nach der Erwärmung
auf höhere Temperaturen biegsam ist. Das Furnier 24 kann ein Kunststoff vom Typ"Formica"
od. dgl, sein und bildet eine harte, gewOhnlich dekorativ wirkende Arbeitsfläche
von hoher Verschleißfestigkeit.
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Zur vollen Fertigstellung des Werkstückes 22 wird das Furnier 24 durch
ein geeignetes Bindemittel bzw. durch einen Klebstoff mit einer länglichen Grundschicht
26 von der gewünschten Länge und Querschnittsform haftend verbunden. Die Grundschicht
ist aus Holz oder einem anderen geeigneten Material hergestellt.
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Die längliche Grundschicht 26 umfaßt drei Bestandteile, d. h. einen
mittigen, im wesentlichen ebenen Abschnitt 28, einen abgerundeten vorderen Randteil
30, der mit dem mittleren Abschnitt
eine Überlapptverbindung 32
hat, und einen hinteren Spritzwasserablaufteil 34, der in der Querrichtung einen
bestimmten Abstand 36 von der Hinterkante des mittleren Abschnitts 28 hat. Bei der
fertigen Deckplatte erstreckt sich der Spritzwasserablauf 34 mit einern Winkel von
etwa 9o° mit Bezug auf den Mittelabschnitt 28 nach oben, wie dies gegenwärtig Ublich
ist.
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In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß die Abdeckplatte 22 nur
als Beispiel dienen soll. Es kbnnen auch andere geschichtete Werkstücke mit einer
Grundschicht und einer auf f diese haftend aufgebrachten Kunststoff-Furnierabdeckung
mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemEß der-Erfindung in geeigneter Weise gestaltet
oder geformt werden.
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Die Presse.
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Die'in Fig. 1-6 dargestellte Presse, die allgemein mit 4o bezeichnet
ist, dient zur Druckausübung auf das Werkstück, um dieses gegen eine Verlagerung
zu halten, wenn die Ränder des Turniers in geeigneter Weise gestaltet und mit der
Grundschicht haftend verbunden werden, Die Presse 4o besitzt einen unteren -feststehenden
Pressentisch 42 und einen oberen auf-und abbeweglichen Pressentisch 44,
Die
parallelen ebenen Teile des unteren Pressentisches und des oberen Pressentisches
sind zusammengesetzt und weisen gegenüberliegend angeordnete Stirnplatten 46 auf,
die aus einem Hochdruck-Kunststoff-Furnier, einem geeigneten Metall od. dgl. sein
können. Gegen jede Stirnplatte 46 liegen zwei einander überlagerte flache Sperrholz-oder
Shnliche Streife. n 48 und 5o an. Die Jeweiligen Stirnplatten 46 und die Streifen
48 und 5o sind in geeigneter Weise aneinander durch eine haftende Verbindung, Schrauben
od. dgl, befestigt, so daß sie ein zusammenhängendes Ganzes bilden, wie in Fig.
2 gezeigt.
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Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der untere Pressentisch
42 mit vier Holmaufnahmeöffnungen 52 versehen, von denen zwei miteinander ausgefluchtet
benachbart jedem Ende der Vorrichtung 2b angeordnet sind. Ferner ist der untere
feststehende Pressentisch 42 mit Winkelprofilversteifungen 54 versehen, die längs
des vollen Umfangs an der Unterseite des unteren Streifens 5o angeordnet und starr
durch Schrauben oder andere geeignete Mittel so befestigt sind, daß die Schenkel
der Winkelprofilversteifungen nach innen und unten gerichtet sind.
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Vier Führungahülsen 56 sind in geeigneter Weise am unteren Pressentisch,
beispielsweise an dem nach innen gerichteten Schenkel der Winkelprofilversteifung
54, durch Schweissen od. dgl. so befestigt, daß sie sich nach unten im wesentlichen
konzentrisch
zu den benachbarten Holmaufnahmeöffnungen 52 erstrecken
(siehe Fig, 2), In ahnlicher Weise sind mit dem unteren Pressentisch, bei dem dargestellten
Beispiel an den Winkelprofilversteifungen 54, SchenkelaufnahmehUlsen 58 verbunden.
Vorzugsweise ist jede Hülse 58 ein mit einem Innengewinde versehener Hohlzylinder-.
Ein hohlzylindrischer Schenkel 60, der einen Teil des StUtzrahmens der Vorrichtung
2o bildet, ist mit einem Aussengewinde versehen, und je in eine Hülse 58 eingeschraubt.
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Auf diese Weise können die dargestellten acht Schenkel je einzeln
eine Veranderung in ihrer wirksamen Gesamtlänge durch Einwärts- bzw. Auswärtsschrauben
um den gewünschten Betrag mit Bezug auf die jeweilige Hülse 58 aufnehmen.
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Wie ersichtlich, ist jeder Schenkel 6o mit einer auf dem Boden aufstehenden
verstellbaren Stütze 61 versehen, die mit dem Fuß des zugehörigen Schenkels eine
Gewindeverbindung hat, so daß die Vorrichtung 2o nivelliert werden kann.
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Der obere auf-und abbewegliche Pressentisch 44 ist durch zwei sich
in der Längsrichtung erstreckende, einander gegendberliegende Versteifungen 62 versteift,
die bei der dargestellten Aus£hrungarorm im Querschnitt ein Winkelprofil haben.
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Ferner ist der obere Pressentisch 44 mit einem allgemein mit 68 bezeichneten
beweglichen Randteil an jeder Seitenkante des Pressentisches 44 versehen. Diese
Randteile 68 sind am besten in Fig. 1, 2, 3 und 5 dargestellt. Jeder bewegliche
Randteil 68 ist bei 7o durch ein geeignetes Scharnier 72 an der Oberseite des StreiZens
5o des oberen Pressentisches 74 in der Nahe der Kante desselben angelenkt. Der gegenüberliegende
Schenkel jedes Scharniers 72 trägt einen länglichen Abstandsblock 74 aus geeignetem
Material, der für nachstehend näher beschriebene Zwecke vorzugsweise ein beträchtliches
Gewicht hat. An der Oberseite des Abstandsblockes 74 ist in geeigneter Weise ein
sich in der L§ngsrichtung erstreckendes Winkelprofilstück 76 befestigt, wie in Fig.
2 gezeigt.
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Obwohl nicht dargestellt, enthalt das Innere des Winkelprofilstücks
76 vorzugsweise geeigneteDruckstellen,um den Rand des Furniers in Anpassung an die
Ausbildungsform der benachbarten Grundahicht des herzutellenden Werkstückes zu presse.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist jedoch in Fig. 2 kein Eintz
dargestellt. Vielmehr ist ein Gummistreifen 78 mit einer überlagerten schmäleren
Holzleiste 80 an dem sich waagrecht erstreckenden Schenkel des WinkelprofilstUcks
76 durch eine Metalleiste 82 angebracht, die durch eine Anzahl voneinander in Abstand
befindlicher Schrauben befestigt ist.
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Die gleiche Konstruktion kann an dem sich senkredt erstreckenden
Schenkel
des Winkelprofilstücks 76 vorgesehen sein. Das freiliegende Holz oder Shnliche Material
ist wUnschenswert, da es eine Reibungsverlagerung des WinkelprofilstUcks 76 über
die Flache des Kunststoff-Furniers wShrend der Beschichtung aufnimmt, wie sich aus
dem Nachfolgenden näher ergibt.
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Der sich nach oben erstreckende Schenkel des Winkelprofilstücks 76
trägt, wie in Fig. 2 ersichtlich ist, einen oder mehrere U-förmige Handgriffe 84
(siehe Fig. 2 und 3) in geeigneter Anordnung und eine oder mehrere quergerichtete
Klinkenplatten 860 die mit dem nach oben gerichteten Schenkel des Winkelprofilstücks
76 fest verbunden sind (siehe Fig, 2 und 3). Jede Klinkenplatte 86 arbeitet mit
einem allgemein mit 9o bezeichneten Klinkenmechanismus zusammen (siehe Fig. la 5
und 6).
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Der Klinkenmechanismus 9o besitzt sich entgegengesetzt quererstreckende
Arme 92, die einzela durch einen Verankerungsträger 94 gelagert sind, der mit einem
Schlitz 96 versehen ist, durch den der Arm 92 hindurchgeführt ist. Der Verankerungstrier
94 ist mit dem nach unten gerichteten Schenkel der Winkelprofilverstrebung 54, beispielsweise
durch Schweissung, fest verbunden.
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Ein Zughaken 98 eines verstellbaren Spannschlosses loo ist durch einen
Gelenkzapfen lo2 mit dem abgelegenen Ende 164 jedes Armes 92 verbunden. Das Spannschloß
loo ist daher um den Zapfen lo2
frei schwenkbar. Das freie Ende
des Spannschlosses trägt eine längliche Use 106, die so geformt ist, daß sie leicht
über die Klinkenplatte 186 paßt, wie mit gestrichelten Linien in Fig. 5 dargestellt.
Die nach innen gerichteten Enden der beiden Arme 92 übergreifen einander und sind
durch einen Zapfen loB miteinander gelenkig verbunden, der die Arme 92 ferner mit
einer Gabel llo verbindet. Die Gabel llo ist ihrerseits mit einer Kolbenstange 112
eines hydraulischen Einweg-Zylinders 114 fest verbunden.
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Der hydraulische Zylinder 114 dient dazu, die Arme 92 zwischen der
mit voll ausgezogenen Linien und der mit gestrichelten Linien in Fig 5 gezeichneten
Stellung zu verlagern. Der Zylinder 114 wird von der Unterseite des unteren Pressentisches
42 durch einen mittels Schrauben befestigten U-formigen Bügel 116 getragen. Die
Betätigung des Zylinders 114 kann durch ein nicht gezeigtes von Hand bedienbares
hydraulisches Ventil ; eschehen, das einen Teil eines nicht gezeigten hydraulischen
Systems beliebiger an sich bekannter Art bilden kann.
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Während des Beschlchtungsvorgangs wird, wenn die Use lo6 aus der in
Fig. 5 mit voll ausgezogenen Linien gezeichneten Stellung in die gestrichelt gezeichnete
Stellung bewegt und die Kolbenstange 112 des Zylinders ausgefahren wird, um die
Arme 92 aus der in=Fig, 5 mit voll ausgezogenen Linien dargestellte
in
die gestrichelt gezeichnete Stellung zu verlagern, durch die Use lo6 eine nach unten
gerichtete Kraft von betSchtlicher Grosse auf die Klinkenplatte 86 ausgeübt, was
zur Folge hat, daß jeder bewegliche Randteil 68 bei der dargestellten Ausführungsform
um etwa 180° verschwenkt wird, wodurch der Rand des Kunststoff-Furniers verlagert
und mit der Grundschicht der Deckplatte fest verbunden wird.
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Obwohl in den Zeichnungen nur ein einziger Klinkenmechanismus 9o dargestellt
ist, können so viele Klinkenmechanismen als fUr einen genauen Beschichtungsvorgang
gewünscht verwendet werden.
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Der obere Pressentisch kann natürlich zwischen einer allgemein in
Fig. 1 und 2 gezeigten Offenstellung und einer in Fig. 8 -13 und 16 und 17 gezeigten
Schließstellung auf-und abbewegt werden. Diese Auf-und Abbewegung, bei welcher der
obere Pressentisch zum unteren Pressentisch im wesentlichen parallel gehalten wird,
geschicht mit Hilfe des in Fig. 2 gezeigten, allgemein mit 13o bezeichneten hydraulisch
betgtigbaren Kraftmechanismus, An jedem Ende der Vorrichtung ist ein Kraftmechanismus
13o vorgesehen, der zwei StUtzen 132 aufweist, die ausgefluchtet an jedem Ende der
Vorrichtung 2o angeordnet sind.
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Jede Stütze 130 ist durch geeignete Mittel mit einem Brückenteil 134
fest verbunden, der bei der dargestellten Ausführungsform einen U-fOrmigen Querschnitt
hat. Jede Stütze 132 erstreckt sich durch eine der Führungshülsen 56 und durch die
konzentrische Öffnung 52 im unteren Pressentisch 42 nach oben, und ist mit dem oberen
Pressentisch 44, beispielsweise durch eine Verschraubung, fest verbunden. Jede Stütze
132 hat Abstand von der FührungshUlse 56 und der Offnung 52, so daR bei der Auf-und
Abbewegung der Stütze kein Verklemmen mit der Hülse oder mit dem unteren Pressentisch
42 erfolgen kann. Infolge dieser Auf-und Abbewegung hat die Bedienungsperson der
Vorrichtung 2o leichten Zugang zur Presse von jeder Seite derselben.
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Die Kolbenstange 136 jedes Zweiweg-Zylinders 138 hat mittels Verankerungslaschen
14o eine Zapfenverbindung mit dem Brückenteil 134, Daher hat das gemeinsame Ausfahren
und Zurückziehen der beiden Kolbenstangen 136 zur Folge, daß die beiden Brückenteile
134 und die vier Stützen 132 gemeinsam verlagert werden, da die ausgefluchteten
Stützenpaare mit jedem Brückenteil 134 verbunden sind.
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Das obere Ende des Zylinders 132 trägt eine Lasche 142, die mittels
eines Zapfens 146 und zwei voneinander in Abstand befindliche Verankerungslaschen
144 mit der Winkelstrebe 54 verbunden
ist. Obwohl andere Arten
von Verbindungen zum Verbinden des Zweiwegzylinders 138 mit dem unteren Pressentisch
42 und mit dem Brückenteil 134 verwendet werden können, haben die beschriebenen
Zapfenverbindungen den Vorteil, daß jedes Verklemmen, das sonst auftreten konnte,
im wesentlichen vermieden wird, Ein nicht gezeigtes von Hand regelbares Ventil dient
zur Regelung des Zustroms bzw. des Abflusses des hydraulischen Arbeitsmittels zwischen
dem Zweiwegzylinder 38 und einem nicht gezeigten geeigneten hydraulischen System,
Die Heizeinrichtung.
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Der StUtzrahmen der Vorrichtung 2o weist ausser den verstellbaren
Schenkeln 6o an jedem Ende eine dreieckige allgemein mit 15o bezeichnete StUtze
auf. Jede dreieckige Stütze 15o wird durch miteinander fest verbundene Teile gebildet,
die aus einem U-querschnittförmlgen unteren Teil 152, der auf einem frei'tragenden
Vorsprung 154 des oberen Pressentisches 44 (Fig. 1) aufruht und mit diesem fest
verbunden ist, und aus zwei U-querschnittformigen Seitenteilen 156 bestehen, die
nach oben zu einem Scheitel konvergieren, an welchem ein sich nach oben erstreckender
Teil
158 von rechteckigem Querschnitt angeordnet ist, Obwohl eine dreieckige Stütze gewAhlt
worden ist, können natürlich auch StUtzen von anderer geeigneter Form verwendet
werden, Die Heizeinrichtung, welche allgemein mit 160 bezeichnet ist, und einen
Trägerrahmen 162 aufweist, ist am Rahmen der Vorrichtung an den gegenüberliegenden
Teilen 158 der dreieckigen Stützen 15o schwenkbar gelagert. Wie Fig. l, 2 und insbesondere
Fig, 4 zeigen, wird die schwenkbare Lagerung bei der dargestellten Ausführungsform
durch die Verwendung eines Bolzens oder eines anderen geeigneten Schaftes 166 erleich@ert,
der an seinem einen Ende 168 mit einem Gewinde versehen ist und an seinem entgegengesetzten
Ende einen Kopf 17o trEgt. Der Bolzen 166 ist drehbar durch nicht gezeigte Offnungen
im Tramerrahmen 162 geführt, in welchen Offnungen er gegebenenfalls durch geeignete
WElzlager drehbar gelagert sein kann. Der Bolzen 166 ist ferner durch Öffnungen
im StUtzenteil 158 geführt, mit dem er mittels Gegenmuttern 172 und 174 fest verbunden
ist, Zwischen dem Trägerrahmen 162 und dem Stützenteil 158 ist ein Abstandsstüclc
176 zwischengeschaltet.
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Die Heizeinrichtung 160 ist daher von der Druckausübungseinrichtung
4o baulich unabhängig und gesondert (obwohl dem oberen oder dem unteren Pressentisch
oder beiden eine zusfltzliche Heizeinrichtung zugeordnet sein kann, um das Formen
und
haftende Verbinden zu unterstützen), Die Einrichtung 160 ist
in jeder Richtung bogenförmig um volle oder nahezu volle 360° schwenkbar. Wie sich
aus dem Nachfolgenden naher ergibt, ermöglicht die Heizeinrichtung 160 eine genaue
haftende Verbindung der Rader des Kunststoff-Furniers mit dem benachbarten Grundschichtteil
des Werkstückes, besonders wenn die Grundschicht an einer Kante bzw, an beiden Kanten
unregelmässig geformt ist.
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Der Trägerrahmen 162 befindet sich im wesentlichen in einer einzigen
Ebene und weist zwei Endquerglieder 18o sowie drei Längsglieder 182, 184 und 186
auf, welche durch geeignete Verbindungsstücke 188 und 19o fest miteinander verbunden
sind, Die Querglieder und die Längsglieder 180, 182, 184 und 186 können beispielsweise
rohrförmig sein, Die beiden Längsglieder 182 und 184 sind exzentrisch nach der einen
Seite der Schwenkachse des Tragerrahmens, welche durch die Mittel-. linieachsen
der ausgefluchteten SchEfte 166 bestimmt wird, versetzt. Das andere Längsglied 186
ist-nach der anderen Seite des TrEgerrahmens mit Bezug auf die Schwenkachse exzentrisch
versetzt.
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Eine geeignete, allgemein mit 192 bezeichnete Wärmequelle ist durch
ihr Eigengewicht an dem Längsglied 186 durch voneinander in Abstand befindliche
Halterungen 194 aufgehangt.
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Die Warmequelle 192 ist von herkömmlicher Art und weist ein oder mehrere
Heizelemente 196 (Fig. 2) einen Reflexionsschirm 198 und Endplatten 2oo auf. Die
Wlarmequelle 192 ist in den Zeichnungen als-elektrische Warmequelle dargestellt,
deren elektrische Zuleitung 2o2 an eine Spannungsquelle von 22o Volt angeschlossen
werden kann. Die Zuleitung 2o2 ist an den Halterungen 194 in geeigneter Weise unmittelbar
benachbart jeder Trägerklemme 204 befestigt, welche Klemmen die Halterungen 194
mit der Aussenseite des Reflexionsschirms 198 verbinden.
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Unabhangig von der Richtung, in welcher der TrSgerrahmen 162 angeordnet
wird, hängt die Wärmequelle 192, da sie mit ihrem Eigengewicht aufgehängt ist, von
ihrem exzentrischen Träger, dem Längsglied 186, nach unten. Beispielsweise kann
die Wärmequelle 192 ein Strahlungsheizer sein. Ein geeigneter solcher Heizer ist
der"Chromalax"Radiant Heater Catalog No. RAD.
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D 7604 X9A, der von der Edwin L, Wiegard Company, Pittsburgh, Pennsylvania,
USA., hergestellt wird. Natürlich kann, wenn gewunscht, ein geeigneter Leitungsheizer
gegenAber einem Strahlungsheizer bevorzugt verwendet werden.
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Eines oder beide der Längsglieder 182 und 184 enthalten nicht gezeigte
Gegengewichte, die das exzentrisch angeordnete Gewicht der Wärmequelle 192 ausgleichen,
so daß der TrEgerrahmen 162
jede Lage, in die er gebracht wird,
beibehält. Jede Heueinstellung des Tragerrahmens kann jedoch durch eine freie Schwenkbewegung
leicht von der Bedienungsperson der Vorrichtung 2o vorgenommen werden. In ihrer
Fun-ktion ist die Heizeinrichtung 160 insofern neuartig, als sie in jeder Richtung
frei bogenförmig verlagert werden kann, Beispielsweise kann die Heizeinrichtung
in eine von zwei wirksamen WErmeaustauschstellungen benachbart einer der beiden
Seitenränder der DruckausUbungseinrichtung 4o gebracht werden.
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Die Ränder des Kunststoff-Furniers können daher leicht biegsam gemacht
und der Formgebung der Oberfläche der Grundschicht eines Werkstückes angepaßt werden,
worauf die Qärmequelle 192 leicht in eine entfernte Stellung nach dem Erweichen
des Furniers durch Wärme bewegt werden kann, so daß das Biegen, Formen oder Verlagern
des Furniers ohne Störung durch die Heizeinrichtung. l6o vorgenommen werden kann,
Natürlich kann ein geeigneter herkömmlicher Temperaturregler (nicht gezeigt) zur
Regelung der Temperatur der WErmestrahlung von der WErmequelle 192 vorgesehen werden.
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Die-Anordnung nach Fig. 18 und 19.
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Es können eine oder mehrere Schraubzwingen 22o in Reihe ausgefluchtet
verwendet werden, um die Verlagerung des Spritzwasserablaufs
in
die volle 9o°Stellung der Fig. 18 zu unterstützen und/oder die richtige Anordnung
und haftende Verbindung der Wölbungsleiste 222 mit dem Kunststoff-Furnier 24 zwischen
dem Grundschichtabschnitt 28 und dem Grundschicht-Spritzwasserablaufteil 34, wie
in Fig, 19 gezeigt, zu ermöglichen, wenn der Spritzwasserablauf in die volle 9o°Stellung
gebracht worden ist.
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Jede Schraubzwinge 22o ist in geeigneter Weise mit der Unterseite
des unteren Pressentisches 42 gelenkig verbunden, wie durch den Zapfen 224 in Fig.
18 und 19 dargestellt. Der Zapfen 224 ist durch den Unterrahmen des Pressentisches
42 gelagert und durch eine geeignet geformte und bemessene Öffnung im Ende 226 des
Armes 228 geführt. Das andere Ende 23o des Armes 228 dient zur drehbaren oder nicht
drehbaren Aufnahme des unteren Endes des Jochs 234, wie in Fig 18 und 19 dargestellt,
Das Joch 234 ist entweder drehbar oder nicht drehbar durch das Ende 236'eineszweiten
Armes 238 gefUhrt, Ein Gewindeschaft 24o ist durch eine mit einem entsprechenden
Gewinde versehene Bohrung 242 im anderen Ende 244 des Armes 238 geführt. Die relative
Stellung des Schaftes 24o und des Armes 238 kann von Hand dadurch verEndert werden,
daß der Schaft 24o durch die Bohrung 242 unter Verwendung des Griffes 244
vor-und
zurUckgeschraubt wird, welcher Griff mit dem einen Ende des Schaftes 240 fest verbunden
ist. Das andere Ende des Schaftes 24o trait ein flächiges Endstück 246 zur Anlage
am WerkstUck. Daher kann, wenn die Schraubzwinge 22o wie in Fig. 18 und 19 gezeigt,
angeordnet ist, der Gewindeschaft 24o vorbewegt werden, um (a) den Spritzwasserablauf
in die volle 9o°Stellung zu drücken und/oder in dieser zu halten, (Fig. 18) oder
(b) die Wölbungsleiste 222 fUr deren haftende Verbindung mit dem Kunststoff-Furnier
24 richtig anzuordnen (Fig. 19).
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Wenn (a) der Arm 238 mit dem Joch 234 drehbar verbunden ist, und (b)
der Gelenkzapfen 224 sich im wesentlichen in der Mitte zwischen den Kanten des unteren
Pressentisches 42 befindet, kann die Schraubzwinge rasch zur Verwendung an jedem
Rand der Presse eingestellt werden.
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Um die unbequeme und manchmal zeitraubende Arbeit für das Einsetzen
und Wegnehmen des Spritzwasserablauf-ZwischenstUcks 212 (Fig. 17) zu vermeiden,
kann die in Fig. 18 und 19 gezeigte Kantenkonstruktion far den unteren Pressentisch
zur Bildung einer W81bung im WerkstUck verwendet werden. FAr diesen Zweck dient
eine Leiste 28o aus Harzholz od. dgl, die eine offene Ausnehmung 252 ausPAllt, welche
an einer oder an beiden Längskanten des unteren Pressentisches 42 an dessen Oberseite
vorgesehen
ist. Die Hartholzleiste 28o weist eine gekrümmte Aussenflache 282 von geeignetem
Halbmesser auf und wird durch voneinander in Abstand befindliche Schrauben 284 od.
dgl. in ihrer Lage gehalten. Wenn die Herstellung der Wölbung das Biegen des Kunststoff-Furniers
mit Halbmessern von verschiedener Grosse erfordert, kann eine Vielfalt solcher Hartholzleisten
in Vorrat gehalten werden. Wenn die angebrachte Leiste nicht mehr zufriedenstellend
ist, kann sie nach dem Lösen der Schrauben 284 entfernt und durch eine geeignete
Leiste ersetzt werden, die durch die erwähnten Schrauben festgezogen wird, Die Anordnung
nach Fig. 2o und 21.
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Nachfolgend wird die in Fig. 2o und 21 dargestellte Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Sofern nicht anders angegebena ist der Aufbau der Ausführungsform
nach Fig. 20 und 21 demjenigen der vorangehend beschriebenen Vorrichtung 2o identisch,
so daß gleiche Teile in Fig. 2o und 21 mit den gleichen Bezugsziffern versehen sind.
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Der bauliche Hauptunterschied zwischen der Vorrichtung 2o und der
Ausführungsform nach Fig, 2o und 21 besteht, abgesehen von der Leiste 28o aus Hartholz
od. dgl., darin, daß eine Hilfsheizeinrichtung vorgesehen ist, die allgemein mit
25o
bezeichnet ist und dazu verwendet wird, eine 9o°-Biegung zwischen
dem Hauptteil und dem Spritzwasserablauf des Werkstückes bzw, der Deckplatte von
sehr kleinem Halbmesser von 3 mm oder weniger herzustellen.
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Die Hilfsheizeinrichtung 25o befindet sich in der offenen Ausnehmung
252. Die offene Ausnehmung ist winkelrecht im wesentlichen gefullt mit einer Matte
254 aus Asbest oder einem anderen geeigneten Isoliermaterial, die einen Teil der
Hilfseinrichtung 25o bildet. Die Einrichtung 25o weist ferner ein langgestrecktes
Heizelement bzw. einen Heizstab 256 von kleinem Halbmesser auf, der im Asbest 254
im wesentlichen eingebettet, jedoch an der rechten oberen Ecke des Asbests teilweise
freiliegt,-wie in den Zeichnungen gezeigt.
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Das Heizelement 256 wird vorzugsweise von einem nicht gezeigten Stromnetz
von llo Volt gespeist und für die Regelung seiner Temperatur ist ein nicht gezeigter
geeigneter Regler vorgesehen, Das Heizelement 256 wird in der dargestellten Stellung
durch die Verwendung von voneinander in Abstand befindlichen Blocken 26o aus einem
hitzehErtbaren Kunststoff, vorzugsweise Phenolharz od, dgl., gehalten. Die Blöcke
sind bei 262 zur passenden Aufnahme des Heizelements bogenförmig ausgespart und
in ihrer Grosse so bemessen, daß sie durch die Asbestmatte 254 jede Gewichtsbelastung
oder andere Kraft, die auf das Heizelement ausgeübt wird, ohne wesentliche Verformung
oder
Verlagerung verteilen. Trotzdem erreichen die relativ hohen Temperaturen, af welche
das Element 256 gebracht wird, den unteren Pressentisch 42 infolge der Isolierung
durch die Matte 254 nicht.
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Die Anordnung nach Fig. 24 und 25.
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Wie Fig, 24 und 25 zeigen, kann die Vorrichtung 2o dadurch abgeändert
werden, daß der Tramer 94 nach Fig. 5 und 6 durch einen Träger 27o ersetzt wird.
Der Rager 27o hat die Form eines umgekehrten"U". Normalerweise ruht der Arm 92 durch
sein Eigengewicht auf einem Stift 272 auf, wie in Fig. 24 mit gestrichelten Linien
dargestellt, Der Stift 272 kann jedoch aus seiner dargestellten Stellung herausgezogen
werden, so daß der Arm 92 in die in Fig. 24 mit voll ausgezogenen Linien gezeichnete
Stellung fällt. Daher kann, wenn ein Werkstock mit reinem"vollen"oder verhältnismassig
langen Spritzwasserablauf hergestellt werden soll, der Arm 92 zum Absinken gebracht
werden, um das Problem der Störung zwischen dem Spritzwasserablauf und dem Spannschloß
llo zu vermeiden.
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Das Verfahren nach Fig. 7-19.
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Die Stufen eines gegenwärtig bevorzugten erfindungsgemässen Verfahrens
sind in ihrer Aufeinanderfolge in Fig 7-19 gezeigt, welche Stufen ein Einzelstations-Beschichtungsverfahren
darstellen, durch welches ein fertiges geschichtetes Werkstück ms einer Kunststoff-Furnierabdeckunga
beispielsweise 24, und einer Grundschicht, beispielsweise 26, hergestellt wird.
Zur leichteren Beschreibung ist die dargestellte Ausführungsform auf die Herstellung
einer WohnkUchenabdeckplatte 22 abgestellt.
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Bei in ihren zurAckgezogenen Stellungen befindlichen beiden Zylindern
138 und der Presse 4o in der Offenstellung wird ein geeignetes Bindemittel zur haftenden
Verbindung des Kunststoff-Furniers 24 mit den ebenen Gegenflächen von gleicher Erstreckung
der Gruhdschichtabschnitte 28 und 34 verwendet. Dies geschieht entweder vor oder
nach dem Einsetzen der Abdeckplattenbestandteile zwischen dem oberen und dem unteren
Preßtisch 44 bzw, 42 oder nachdem die Grundschichtteile richtig auf dem unteren
Pressentisch 212 angeordnet worden sind. In jedem Falle ist die Abdeckplatte 22
zu diesem Zeitpunkt imwesentlichenwie in Fla* 7 dargestellt gestaltet und angeordnet.
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Wenn die teilweise fertiggestellte Abdeckplatte 22 richtig in der
Presse 4o so so ausgerichtet ist, daß die Vorderkante der Abdeckplatte sich mit
der einen Seitenkante der Presse in Ausfluchtung befindet (siche Fig. 7), werden
die hydraulischen
Zylinder 138 gemeinsam ausgefahren (vorzugsweise
durch die Betätigung eines Regelventils). Hierdurch wird der obere Pressentisch
44 in Auflage auf der Oberseite des Furniers 24 gebracht und die ganze Abdeckplatte
der Druckkraft eines Haltedrucks ausgesetzt, die im wesentlichen quer zur Verbindungsfläche
zwischen dem Furnier und der Grundschicht gerichtet ist. Es kann daher keine Verlagerung
der Abdeckplatte mit Bezug auf die Presse stattfinden.
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Hierauf wird die Heizeinrichtung 16o verschwenkt (normalervdse im
Uhrzeigersinn, gesehen in Fig. 7-17) und zwar aus der Stellung der Fig. 7 in die
WErmeaustauschstellung der Fig. 8.
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Sodann erweicht die WErmequelle 192, welche zu einem geeigneten Zeitpunkt
erregt wird, die Vorderkante des Kunststoff-Furniers gegenüberliegend der benachbarten
OberflGche des Tropfschutz-bzw. Abrundungsteils 3o der Grundschicht bis der Kunststoffrand
biegsam ist. Manche Bindemittel werden neu aktiviert, wenn sie durch eine solche
ErwErmung teilweise erhErtet sind, was das Erzielen einer kraftigen bleibenden Verbindung
erleichtert.
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Wenn der vordere Rand des Kunststoff-Furniers 24 durch Erwelches infolge
der Wärmewirkung ausreichend biegsam ist, wird der Tragerrahmen 162 verschwenkt,
bis das Heizelement der
Wärmequelle 192 von dem-vorderen Rand des
Furniers entfernt wird. Unmittelbar darauf wird der. rechte bewegliche Randteil
68 um das Scharnier 172 so weit als möglich um etwa 180° aus der Stellung in Fig.
8 in die Stellung der Fig. 9 oder lo verschwenkt. Hierdurch wird der biegsame Furnierrand
so gebogen, oder geformt, daß er an der Gestaltung der OberflEche des vorderen Randes
des Grundschichtteils 3o eng anliegt, wodurch die haftende Verbindung des Randes
des Furniers unterstützt wird.
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In den Fällen, in denen das Gewicht des Randteils 68 zusammen mit
einer durch die Bedienungsperson der Vorrichtung 2o ausgeubten Kraft nicht ausreicht,
den rechten Randteil um die zulässigen im wesentlichen l8o° zu verschwenken, kann
der vorangehend beschriebene Klinkenmechanismus 9o dazu verwendet werden, den Randteil
zur vollen Schwenkbewegung aus der Stellung nach Fig. 9 in diejenige nach Fig. lo
zu ziehen. Dies wird, wie vorangehend beschrieben, dadurch erreichte daß jede Ose
1Q6 tber die benachbarte Klinkenplatte 86 (Fig. 5) gelegt und dann der Zylinder
114 hydraulisch ausgefahren wird (normalerweise durch die Betätigung eines hydraulischen
Regelventils), so daß die Arme 92 aus der mit voll ausgezogenen Linien gezeichneten
Stellung in die gestrichelt gezeichnete Stellung in Fig. 5 verlagert wird. Auf diese
Weise wird eine
ausreichende Zugkraft in Richtung nach unten ausgeübt,
wie durch den Pfeil 21o in Fig. lo angegeben, um den ganzen vorderen Rand des KunststoffTFurniers
in haftenden Kontakt mit der Oberflache des Grundschichtteils 3o zu verlagern.
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Wenn die Breite des herzustellenden Werkstückes entweder graisser
oder kleiner als die Breite der Presse ist, wie dies gewöhnlich der Fall ist, muß
die Presse geöffnet und der hintere Rand des Werkstückes muß dann mit dem einen
oder anderen Rand der Presse in Ausfluchtung gebradt werden. Bei einem Werkstück
von beträchtlicher Breite, beispielsweise bei der Abdeckplatte 22, kann die Aüsfluchtung
leichter an der Kante der Presse erzielt werden, die in Fig. 7-19 auf der linken
Seite gezeigt ist. Wenn jedoch das Werkstück verhältnismässig schmal ist, beispielsweise
eine Fensterbank, lEBt sich das Werkstück bei geöffneter Presse leichter kantenweise
umkehren, um die zu konturierende Werkstückkante in Ausfluchtung mit . der Kante
der Presse zu bringen, die in Fig. 7 - 19 auf der rechten Seite gezeigt ist. Auf
diese Weise wird der Vorteil erzielt, daß weder die Vorrichtung noch das Verfahren
gemäß der Erfindung auf ein Werkstück von genormter Grösse oder von festen Abmessungen
beschränkt ist.
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Als nächstes wird bei geschlossener Presse und bei in der in Fig.
11 gezeigten Weise angeordneter Abdeokplatte der Trägerrahmen l62 der Heizeinrichtung
in die in Fig. 11 gezeigte
Wärmeaustauschstellung verschwenkt,
so daß die Wärmequelle 192, wenn sie erregt wird, den hinteren Rand des Kunststoff-Furniers
erweicht.
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Wenn der hintere Rand des Kunststoff-Furniers durch das Erweichen
infolge Wärmewirkung ausreichend biegsam ist, wird der Trägerrahmen 162 bewegt,
wodurch die Wdrmequelle 192 aus der in Fig. 11 gezeigten wirksamen Stellung in eine
vom hinteren Rand entfernte Stellung gebracht wird. Unmittelbar hierauf wird der
linke bewegliche Randteil 68 aus s der in Fig. 11 gazeigten in die inFig. 12 oder
13 gezeigte Stellung verschwenkt, wodurch der hintere Rand des Furniers in enge
Anpassung und in haftende Verbindung mit dem Spritzwasserablauf-Grundschichtteil34verlagertodergebogenwird.
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Wenn das Gewicht des Randteils 68 zusammen mit der von der Bedienungsperson
der Vorrichtung 2o ausgeübten Kraft nicht ausreicht, d den Randteil voll zu verschwenken,
kann der Klinkenmechanismus 9o verwendet werden, Nachdem der Zylinder 114 zurückgezogen
worden ist und gegebenenfalls die rechte Use lo6 in die in Fig. 5 mit voll ausgezogenen
Linien gezeigte nach unten hängende Stellung gebracht worden ist, wird die linke
Öse 106 aufgelegt, wie in Fig. 5 mit gestrichelten Linien go , worauf der Zylinder
114 hydraulisch ausgefahren
wird. Hierdurch wird der linke Randteil
68 mit seiner vollen zulässigen Schwenkbewegung von etwa 18o° in die in Fig. 13
gezeigte Stellung gezogen.
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Nachdem das Kunststoff-Furnier am hinteren Rand geformt und dem Grundschichtteil
26 angepaßt und mit diesem haftend verbunden worden ist, können zum Wölben des Werkstückes
zwei Verfahren angewendet werden. Bei dem ersten Verfahren wird die Presse 4o hydraulisch
ge6ffnet und die Abdeckplatte 22 aus dieser herausgenommen. Ein Hilfsteil bzw. Spritzwasserablauf-Zwischenstück
212 (Fig. 14) wird sodann auf die Oberseite des unteren Pressentisches 42 aufgelegt.
Der Hilfsteil 212 kann entweder L-förmig sein, wie in Fig. 14 dargestelltellt, oder
im wesentlichen U-förmig, (nicht dargestellt), und eine oder zwei gekrümmte Flächen
214 von geeigneter Form und Grbsse aufweisen, Bei dem zweiten Verfahren wird die
bereits erwähnte Hartholzleiste 28o mit-einem geeigneten Krümmungshalbmesser 262
zur Herstellung der W6lbung verwendet.
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Unter Anwendung eines der beiden letztbeschriebenen Verfahren und
bei geöffneter Presse 4o wird die Deckplatte wieder in die Presse 4o gelegt, Jedoch
in umgekehrter Stellung und zwar entweder auf den Hilfsteil 212 in der Weise, daß
sich der Kunststoff am Zwischenraum 56 oberhalb des gekrümmten Teils 214 befindet,
wie in Fig. 15 gezeigt, oder unmittelbar auf die
Oberseite des
unteren Pressentisches 42 derart, daß das Kunststoff-Furnier am Zwischenraum 36
sich oberhalb des gekrUmmten Teils 282 befindet. Die Deckplatte 22 wird dann in
der erwShnten umgekehrten Stellung durch-das Schliessen der Presse gehalten, wodurch
ein seitlicher Druck auf die Deckplatte ausgeübt wird.
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Als ndchstes wird der Trägerrahmen 162 in die in Fig. 16 gezeigte
Wärmeaustauschstellung verschwenkt, so daß die Armequelle 192 nach ihrer Erregung
denjenigen Teil des Kunststoff-Furniers durch Wärme erweicht, der am Zwischenraum
36 zwischen den Grundschichtteilen 28 und 34 freiliegt.
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Wenn das freiliegende Furnier am Zwischenraum 36 ausreichend biegsam
ist, wird es um die gekrtzmte Flache 214 an der gekrUmmten Fläche 282, je nach Lage
des Falles, aus der in Fig, 16 gezeigten in die in Fig. 17 oder in die in Fig. 18
gezeigte Stellung gebogen, Dieser Biegevorgang kann von Hand, durch die Verwendung
des benachbarten Randteils 68, durch die Verwendung der Schraubzwinge 22o, wie in
Fig. 18 gezeigt, oder durch eine Kombination dieser drei MaRnahmen geschehen.
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Zu diesem Zeitpunkt wird die Wölbungsleiste 222 (Fig. 19) fest in
dem Zwischenraum 36 zwischen den Grundschichtteilen 28 und 34 in herkömmlicher Weise,
beispielsweise durch haftende Verbindung vorzugsweise unter Verwendung der Schraubzwinge
22o, angeordnet. Auf diese Weise ist nun die Deckplatte voll vorgefertigt,
so
daß sie sich fAr den Einbau in eine Wohnküche od. dgl. eignet. Hierauf wird die
Deckplatte 22 aus der Presse entnommen, nachdem diese geöffnet worden ist.
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Das Verfahren nach Fig. 22 und 23.
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Wenn ein sehr kleiner Krümmungshalbmesser von beispielsweise 3mm oder
weniger zwischen dem Spritzwasserablauf und den hauptteilen einer Deckplatte oder
eines ähnlichen Werkstücks hergestelt werden soll, gewahnlich nachdem das Kunststoff-Furnier
24 konturiert und mit der Grundschicht voll haftend verbunden worden ist, können
die in Fig. 22 und 23 dargestellten VerfahrensmaRnahmen am Werkstück unter Verwendung
einer Anordnung von der in Verbindung mit Fig. 2o und 21 beschriebenen Art durchgefuhrt
werden.
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Anfänglich wird bei geöffneter Presse das Werkstück in umgekehrter
Lage auf dem unteren Pressentisch 42 so aufgelegt, daß sich das Furnier am Zwischenraum
36 in Ausfluchtung mit dem Heizelement 256 und unmittelbar oberhalb des letzteren
befindet, Das Zwischenstück 212 und die Leiste 28 werden nicht verwendet. Sodann
wird die Presse geschlossen und die Heizeinrichtung 160 so verschwenkt, daß die
erregte Wärmequelle 192 in die richtige WSrmeaustauschstellung zur RUckseite des
Furniers
am Zwischenraum 36 gebracht wird,, wie in Fig. 22 gezeigt.
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Das Heizelement 256, wird ebenfalls in der erforderlichen Weise erregt,
so daß das Kunststoff-Furnier am Zwischenraum 36 durch Wärme von beiden Seiten erweicht
wird. Wenn das Kunststoff-Furnier ausreichend biegsam ist und die Wärmequelle 192
in eine entfernte Stellung verschwenkt wird, wird der Spritzwasserablauf mit dem
erwähnten sehr kleinen Halbmesser in die volle 9o°Stellung, wie in Fig. 23 dargestellt,
von Hand mit e der Schraubzwinge 22o, durch den Randteil 68 und den Klinkenmechanismus
9o bzw, durch eine Kombination der genannten drei Organe gebogen. Hierauf wird eine
Wdbungsleiste, wie bei 222 dargestellt, in der erforderlichen Weise aufgebracht
und mit dern Furnier zwischen den Grundschichtteilen 28 und 34 haftend verbunden,
wie in Fige 19 gezeigt. Gegebenenfalls oder gleichzeitig können Schrauben, Nägel
od. dgl. dazu verwendet werden, die Wolbungsleiste in ihrer Lage zu halten.
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Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Innenhalbmesser von drei mm oder
kleiner leicht an der freiliegenden Fläche des Furniers am Zwischenraum 36 unter
Anwendung des vorangehend beschriebenen Verfahrens gebildet werden kann. Ausserdem
besteht infolge der vergleichsweise hohen Spannung, die im Furnier bei der Herstellung
eines solch kleinen KrUmmungshalbmessers erzeugt wird, die Neigung, daß das Furnier
von den Grundschichtteilen
28 und 34 unmittelbar benachbart dem
Zwischenraum 36 weggezogen wird. Es hat sich jedoch erg--ben, daß die restliche
oder zusätzliche Wärme, die dem Furnier durch das Heizelement 256 mitgeteilt wird,
das Bestreben hats das Bindemittels beispielsweise einen Kontaktkleber, zu reaktivieren,
so daß eine solche gegebenenfalls auftretende Abl6sung wieder rückgängig gemacht
wird. Das Furnier wird daher wieder in seinen voll haftenden Zustand mit den Grundschichtteilen
gebracht.
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Wenn ein Krümmungshalbmesser gewünscht wird, der grösser als s derjenige
der freiliegenden Fläche des Heizstabes 256 ist, kann ein Wölbungszwischenstück
von der bei 212 dargestellten Art an der Oberseite des unteren Preßtisches 42 verwendet
werden.
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Aus der vorangehenden Beschreibung ergibt sicha daß die erfindungsgemEssen
Beschichtungsverfahren und-Vorrichtungen die vollständige Herstellung eines fertigen
Werkstückes ermöglichen, wobei alle Verfahrensstufen an einer einzigen Station stattfinden.
Die bauliche Gestaltung der Presse und insbesondere die neuartige Anordnung der
Heizeinrichtung erleichtert die bequeme Herstellung des Werkstückes, dessen Abmessungen
keinerlei Beschränkungen unterliegen. Die Erfindung hat u. a. die Vorteile eines
geringen Raumbedarfs, grosser Beweglichkeit, eines vergleichsweise geringen Kapitalaufwands
und vergleichsweise geringer Betriebskosten. Die Vorrichtung und das Verfahren
gemEß
der Erfindung sind ausserordentlich vielseitig anwendbar, so daß WerkstUcke von
beliebiger Breite hergestellt werden können, ohne daß eine Verstellung der Machine
erforderlich ist, und ferner, wenn gewunscht, kleine Halbmesser von etwa 3 mm des
Kunststoff-Furniers an der Rückwölbung gebildet werden können.
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Die Erfindung ist natArlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen
Ausführungsformen beschränkt, sondern kann innerhalb ihres Rahmens verschiedene
Abänderungen erfahren.