DE1527799A1 - Einrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangfoermigem metallischem Gut - Google Patents
Einrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangfoermigem metallischem GutInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
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- B21C35/02—Removing or drawing-off work
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Description
Einrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangförmigem
metallischem Gut
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangförmigem metallischem
Gut, wie Rohre, Stangen und dgl. Die Einrichtung besteht aus einer Horizontalpresse mit einem verschieb- oder
schwenkbaren Werkzeughalter, der die Matrize und eine Druckplatte
enthält und dessen Verschieb- oder Schwenkbarkeit zum Entfernen des Preßrestes aus dem Rezipienten notwendig ist,
und einem hinter der Presse angeordneten Behälter, der das verpreßte Gut aufnimmt und mit einer Flüssigkeit gefüllt ist,
die eine l;tydation des verpreßten metallischen Gutes verhindert.
iiex diesen Einrichtungen ist zwischen der Matrize und dem
Flüssigkeitsbehälter ein relativ großer Raum, in dem das verpreßte strangförmige Gut leicht oxydieren kann, so daß,
obwohl der Behälter mit einer eine Oxydation des Guten verhindernden Flüssigkeit vorhanden ist, kein vollständig oxydationsfreies
Gut erhalten werden kann. Dies ist nur dann möglich, wenn die eine Oxydation verhindernde Flüssigkeit
unmittelbar oder nahezu unmittelbar bis an den Matrizenausgang gelangen kann, so daß das verpreßte Gut sofort, ohne mit
Sauerstoff in Verbindung zu kommen, in die oxydationsverhindernde Flüssigkeit eintauchen kann. Dies ist aber bei verschieb-
oder schwenkbaren Werkzeughalterungen nur möglich, wenn die gesamte Werkzeughalterung mit der Flüssigkeit ge-.füllt
wird, was jedoch nahezu nicht zu realisieren ist, da die Flüssigkeit rasch durch Undichtigkeiten zwischen Werkzeughalterung
und Maschine wegfließen und mit der Zeit, nach mehreren Preßvorgängen, Maschine und Halle unter Flüssigkeit stehen kann.
Auch ein Abdichten dieser undichten Stellen führt nur zu einem Teilerfolg: die in der Werkzeughalterung befindliche Flüssig-
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keitsmenge fließt nach jedem Preßvorgang durch den Rezipienten
weg. So hat man bei den bekannten Horizontalpreßeinrichtungen mit verschieb- oder schwenkbarem Werkzeughalter
eine geringe Oxydation des Gutes in Kauf genommen, um
so mehr als eine Verringerung der Oxydationsbildung durch den nachfolgenden Flüssigkeitsbehälter gegenüber früher
gegeben war.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin,
den noch vorhandenen Oxydationsprozeß zwischen der Matrize und dem Flüssigkeitsbehälter bei ilorizontalpreßeinrichtungen
mit. verschieb- oder schwenkbarem Werkzeughalter vollends zu
eliminieren.
Die Lösung besteht erfindungsgemäß darin, daß zwischen dem
Behälter und der Matrize ein achsial verschiebbares, mit der
eine Oxydation des Gutes verhindernden Flüssigkeit gefülltes
Rohr angeordnet ist, das unmittelbar oder nahezu unmittelbar an seinem der Matrize zugewandten Ende ein Absperrventil besitzt.
Auf diese Weise ist es nunmehr möglich, liehälter und Matrize während des Preßvorganges flüssigkeitsdicht Z' verbinden
und jeglichen, eine Oxydation des Gutes hervorrufenden Sauerstoff vom Gut fernzuhalten, da ja das verpreßte Gut
sofort nach dem Austritt aus dem Rezipienten bzw. der I-iatrize
vollkommen von der Flüssigkeit umgeben Wird. Am Ende des Preß-.vorganges
und nachdem das verpreßte Gut durch das Rohr gezogen
worden ist^ wird dann das Rohr durch das Absperrventil geschlossen
und ebenfalls zurückgezogen, bis es nicht mehr im Werkzeughalter liegt, so daß der Werkzeughalter nunmehr verschoben oder
geschwenkt und der Preßrest dem Rezipienten entnommen werden
kann. Die zwischen Absperrventil und Matrizenanfang vorhandene
und nach dem Preßvorgang wegfließende Flüs"sigkeitsmenge ist äußerst gering - bei großen Strangdurchmessern höchstens 1 bis
2 Liter - und kann leicht in Behältern aufgefangen werden.
Das achsial verschiebbare Rohr kann aus einem Stück bestehen
BAD ORIGSMAt '
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oder, aus mehreren, teleskopartig ineinander angeordneten
i'iohrstiiclcen aufgebaut sein. Wenn der sich zwischen dem Behälter
und der Matrize befindliche Raum sehr lang ist, ist
es zweckmäßiger, ein Rohr aus teleskopartig ineinander angeordneten
Rohrstücken zu verwenden, während bei relativ kurzen
Räumen ein aus einem Stück bestehendes Rohr vorteilhafter ist.
Die achsiale Verschiebung des Rohres kann von Hand, beispielsweise
mittels eines Handrades, vorgenommen werden, jedoch ist
es, insbesondere im Hinblick auf eine Programmierung des Prozesses, von Vorteil, wenn zur Verschiebung des Rohres hydraulische
Uittel in bekannter Weise vorgesehen sind.
Die im Behälter und im Rohr Vorhandene, eine Oxydation des - g
Gutes verhindernde Flüssigkeit besteht aus auf 90 C, vorzugsweise
auf 95 ^ erwärmtes Wasser, ,wobei der Sauerstoffanteil im Wasser desto geringer wird, je höher die Wassertemperatur
ist» Da auch bei kochendem Wasser jedoch noch liestsauerstoff
im Wasser vorhanden ist, empfiehlt es sich, einen sauerstoffbindeiiexx
Zusatz zu verwenden, am vorteilhaftesten Hydrazinhydrat,
da bei diesem Zusatz keine das Metall angreifenden Basen und
Säuren anfallen. .
Das Absperrventil, das an dein der Matrize zugewandten Rohrende
angeordnet ist, kann beliebig aufgebaut sein; es ist lediglich darauf zu achten, daß das Absperrventil fernbedienbar
ist, da es ja bei ausgefahrenem Rohr an einer nur schwer zugänglichen Stelle liegt. Als besonders '.vorteilhaft und einfach
im Aufbau und sichex im Betrieh hat sich dabei als Absperrventil
eine Druckflüssigkeitssperre erwiesen-. Bei Verwendung einer
solchen üruckfliissigkeitS3peiTG kann nämlich durch die Saugwirkung eier unter Druck schräg in das Rohr einströmenden Flüssigkeit
die zwischen !'.atrizenausgang und Flüssigkeitssperre vorhandene
Flüssigkeit abgesondert werden, so daß beim Ende des Preii.vorganges keinerlei Flüssigkeit aus dem Rohr flieüen kann.
Die verwendete Druckflüssigkeit kann dabei dieselbe sein wie
Me oben erwähnte-, eine Oxydation verhindernde Flüssigkeit, also
• ' k
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beispielsweise auf 90 bis 95° C erwärmtes, gegebenenfalls
mit einem Zusatz versehenes Wasser, Ebenso ist jedoch auch die Verwendung von normal ein, d. h. , kaltem und ohne Zusätze
versehenem Wasser möglich· ' '
Weitere Einzelheiten und Vorteile seien anhand von zwei Figuren erläutert, die in teilweiser echematiecher Darstellung
Aueführungsbeispiele enthalten. So zeigen die
Fig. 1 eine' Gesamtansicht der Einrichtung,die jedoch
auf das wesentliche beschränkt ist und
In Fig. 1 ist mit 1 die Werkzeughalterung bezeichnet, die die
Matrize 2 und ein· Druckspalte 3 enthält. An die Werkzeughalterung 1, die verschieb- oder schwenkbar ist, schließt sich
der Rezipient 4 an, der den zu verpressenden Metallblock auf-'
nimmt. Zwischen dem Behälter 3 und der Matrize 2 befindet sich
das achsial verschiebbare Rohr 6 - das Rohr ist in Preßstellung gezeichnet -, das an seinem der Matrize 2 zugewandten Ende ein
Absperrventil besitzt, in diesem Fall eine Druckflüssigkeitssperre. Diese DruckflUssigkeitssperre wird über ein festes
Rohr 8 und ein daran befestigtes, flexibles Rohr.9 in Bedarfsfall, also wenn nicht gepreßt wird, mit der notwendigen Druckflüssigkeit versorgt. Zur besseren Führung und Halterung kann
das Rohr über eine Rolle 10 oder auch über mehrere Rollen geführt werden. Zwischen Behälter 5 und Rohr 6 ist schließlich
noch eine Dichtungsmanschette 11 mit Dichtungen 12 angeordnet, die bewirkt, daß die eine Oxydation verhindernde Flüssigkeit 13,
die im Behälter 5 und im Rohr 6 ist, zwischen dem verschiebbaren Rohr ,und dem Behälter nicht entweichen kann.
Im Ruhezustand befindet sich also das Rohr 6 zurückgeschoben
im Behälter und das Absperrventil 7 bzw. die Druckflüssigkeitseperre ist geschlossen, so daß keine Flüssigkeit aus dem Rohr
entweichen kann. Nach Einlegen das Metallblockes in den Razi- '
planten k wird dieser eit den Pressenstempel gegen dia Matrize
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gedrückt. Nunmehr fährt man das Rohr 6 ggegen die Matrize 2
•und öffnet, wenn das Rohr 6 an der Matrize 2 fest anliegt
die Druckflüssigkeitssperre, so daß die eine Oxydation verhindernde Flüssigkeit 13 bis zum Rezipienten 4 fließen kann.
Nun beginnt der eigentliche Preßvorgang. Nach Beendigung des Preßvorganges wird die Druckfliissigkeitssperre wieder
geschlossen, wobei gleichzeitig das verpreßte Gutedurch das Rohr 6 gezogen wird und die zwischen Matrize 2 und Druckwassersperre
vorhandene Flüssigkeit durch die Saugwirkung der Druckflüssigkeitssperre abgesaugt wird. Das Rohr 6 kann
schließlich zurückgezogen werden, so daß die Werkzeughalterung 1 verschoben oder geschwenkt und der im Rezipienten k liegende
Preßrest entnommen werden kann. Nach der Entnahme des Preßrestes wird die Werkzeughalterung wieder in Preßstellung gebracht
und der Vorgang wiederholt sich.
In Fig. 2 ist nun im Schnitt eine Druckflüssigkeitssperre dargestellt.
Diese besteht am zweckmäßigsten aus einer ringförmigen, koaxial zum Rohr 6 angeordneten Schlitzdüse lk pit von der Matritze
weggerichteter Auspreßrichtung und einem mit den Zuführungsleitungen 15 verbundenen Vorraum l6. Der Vorraum l6 ist dabei
mit der Schlitzdüse lk über Kanäle 17 verbunden, die gleichmäßig in einer Umfangsebene verteilt sind und vorzugsweise schräg zur
Düsenachse. verlaufen« Diese Anordnung der Kanäle 17 bewirkt
einen gleichmäßigen Austritt der Flüssigkeit aus der Schlitzdüse, so daß man einen kegelähnlichen Flüssigkeitsschirm ipit
einem nahezu konstanten Druckgrad^ienten auf jeder Mantel linie
des kegelähnlichen Schirms erhält4»
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Claims (1)
- PatentansprücheEinrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangformigem, metallischen Gut, wie Rohre, Stangen und dgl·, bestehend aus einer Horizontalpresse mit einem zum Entfernen des Preßrestes verschieb- oder schwenkbaren,die Matrize und eine Druckplatte enthaltenden Werkzeughalter und einem das verpreßte Gut aufnehmenden, mit einer eine Oxydation des Gutes verhindernden Flüssigkeit gefüllten Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Behälter und der Matrize ein achsial verschiebbares, mit der eine Oxydation des Gutes verhindernden Flüssigkeit gefülltes Rohr angeordnet ist, das unmittelbar oder nahezu unmittelbar an seinem der Matrize zugewandten Ende ein Absperrventil besitzt.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Absperrventil eine Druckflüssigkeitssperre vorgesehen ist.3· Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckflüssigkeitssperre aus einer ringförmigen, koaxial zum Rohr angeordneten Schlitzdüse mit einer von der Matrize weggerichteten Ausapreßrichtung und einem mit den Zuführungsleitungen verbundenen Vorraum besteht und die Verbindung zwischen^ Vorraum und Schlitzdüse durch vorzugsweise schräggeatellte Kanäle erfolgt·4, Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 .bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Rohr und im Behälter vorhandene Flüssigkeit auf ungefähr 90° C, vorzugsweise auf 95° C, erwärmtes Wasser mit einem Zusatz von Hydrazinhydrat ist.009815/060?5· Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis *t, dadurchgekennzeichnet, daß das verschiebbare Rohr aus einem ' Stück besteht.6. Einrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis kt dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr aus mehreren, teleskopartig ineinander angeordneten Rohrstücken besteht.7· Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des Rohres hydraulische Mittel vorgesehen sind* ·
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0059582 | 1966-06-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1527799A1 true DE1527799A1 (de) | 1970-04-09 |
Family
ID=7160596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661527799 Pending DE1527799A1 (de) | 1966-06-03 | 1966-06-03 | Einrichtung zum oxydationsfreien Verpressen von strangfoermigem metallischem Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1527799A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2435977A1 (fr) * | 1978-09-15 | 1980-04-11 | Wean United Inc | Procede et dispositif pour refroidir et manier des pieces metalliques a la sortie d'une presse a filer a chaud |
| WO2004098806A3 (de) * | 2003-05-05 | 2005-01-27 | Sms Eumuco Gmbh | Verfahren zum betreiben einer kühleinrichtung und kühleinrichtung an strangpressen |
-
1966
- 1966-06-03 DE DE19661527799 patent/DE1527799A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2435977A1 (fr) * | 1978-09-15 | 1980-04-11 | Wean United Inc | Procede et dispositif pour refroidir et manier des pieces metalliques a la sortie d'une presse a filer a chaud |
| WO2004098806A3 (de) * | 2003-05-05 | 2005-01-27 | Sms Eumuco Gmbh | Verfahren zum betreiben einer kühleinrichtung und kühleinrichtung an strangpressen |
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