DE1526582B - Einrichtung zum selbsttätigen Ergänzen des Schmieröls in der Kurbelwanne einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Einrichtung zum selbsttätigen Ergänzen des Schmieröls in der Kurbelwanne einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum selbsttätigen Ergänzen des Schmieröls in der Kurbelwanne
einer Brennkraftmaschine, mit einem zumindest während des Ergänzens nach außen geschlossenen Nachfüllbehälter
und einer von diesem mit Gefälle abgehenden in Höhe des Kurbelwannenölspiegels in
einem diesen Ölspiegel aufweisenden Schmierölraum mündenden Leitung, die durch ein erstes Ventil beherrscht
ist, das selbsttätig bei laufender Maschine geschlossen und bei stillstehender Maschine mindestens
zeitweilig geöffnet ist, wobei ein zweites Ventil dem ersten vorgeschaltet ist.
Es ist eine selbsttätige Schmierölnachfülleinrichtung für Brennkraftmaschinen bekannt (USA.-Patentschrift
1 936 778), bei der von einem Nachfüllbehälter eine Leitung in einen Zwischenbehälter führt, der mit
der Kurbelwanne einer Brennkraftmaschine in Verbindung steht. Die Leitung mündet im Zwischenbehälter
in Höhe des sich von der Kurbelwanne her einstellenden Ölspiegels. Der Mündungsquerschnitt
der Leitung wird dabei von einem Ventil beherrscht, das auf einem Hebel angeordnet ist, von dem ein
Ende im Gehäuse des Zwischenbehälters gelagert und das andere Ende mit der Kolbenstange eines
Steuerkolbens verbunden ist, wobei der Arbeitsraum des Steuerkolbens über eine Verbindungsleitung an
die Ansaugleitung der Brennkraftmaschine angeschlossen ist. Bei laufender Brennkraftmaschine wird
durch den dabei in der Ansaugleitung herrschenden Unterdruck der Steuerkolben angehoben und verschließt
über das Ventil den Mündungsquerschnitt der in den Zwischenbehälter mündenden Leitung,
während im Stillstand der Brennkraftmaschine der Steuerkolben von einer Feder in eine solche Stellung
gebracht wird, in der das Ventil den Mündungsquerschnitt der Leitung freigibt. Ist nun der Ölspiegel bis
unterhalb der Leitungsmündung abgesunken, so läuft aus dem Vorratsbehälter über die Leitung so lange
Öl in den Zwischenbehälter, bis der Ölspiegel den Mündungsquerschnitt der Leitung verdeckt.
Diese nach dem Prinzip der Vogeltränke arbeitende selbsttätige Nachfülleinrichtung hat den Nachteil, daß
der Ölvorratsbehälter im Betriebszustand nach außen dicht verschlossen sein muß, da sich sonst der ganze
Inhalt des Ölvorratsbehälters während des Stillstandes der Brennkraftmaschine in die Kurbelwanne entleert.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten selbsttätigen Nachfülleinrichtung ist der, daß die in Höhe
des Ölspiegels mündende Verbindungsleitung nicht in die Kurbelwanne selbst eingeführt ist, sondern in
einen im Abstand daneben mit der Kurbelwanne kommunizierenden Behälter. Dadurch ergeben sich
Fehler in der Höhe des einzuhaltenden ölspiegels bei Schrägstellung der z. B. bei einem Fahrzeug eingebauten
Brennkraftmaschine. Außerdem ist im Fährzeug in Höhe des Ölspiegels der Kurbelwanne neben
dem Motor meist kein Platz zur Unterbringung eines solchen zusätzlichen Behälters vorhanden, da der
Motor in der Regel den Raum zwischen den Hauptlängsträgern des Fahrgestellrähmens ausfüllt.
Weiterhin ist eine selbsttätige Nachfülleinrichtung bekannt, (französische Patentschrift 1 432 339), bei
der in der Verbindungsleitung vom Ölvorratsbehälter in das Kurbelgehäuse zwei Ventile eingebaut sind, von
denen eines vom Druck der Schmierölpumpe und das andere von einem auf dem Ölspiegel in der Kurbelwanne
ruhenden Schwimmer beaufschlagt wird. Das von der Schmierölpumpe betätigte Ventil verschließt
während des Betriebes der Brennkraftmaschine die Öffnung des in die Kurbelwanne führenden Leitungsteiles,
so daß kein Schmieröl vom Ölvorratsbehälter in die Kurbelwanne gelangen kann. Erst im Stillstand
der Maschine öffnet das von der Schmierölpumpe betätigte Ventil den zur Kurbelwanne führenden Teil
der Leitung. Je nach Tiefe des Ölspiegels in der Kurbelwanne gelangt so viel Öl vom Vorratsbehälter
in die Kurbelwanne, bis die vorbestimmte Höhe des Ölspiegels in der Kurbelwanne erreicht ist. In diesem
Augenblick schließt der von dem ansteigenden Ölspiegel mit angehobene Schwimmer das Schwimmerventil.
Nachteilig bei dieser Nachfülleinrichtung ist einmal die Schwierigkeit einer räumlichen Anordnung
des Schwimmers an geeigneter Stelle der Kurbelwanne und zum andern die dadurch bedingte aufwendige
Bauart des vom Schmieröldruck beaufschlagten Ventils zur Ausschaltung der Nachfüllvorrichtung
bei Schräglagen der Brennkraftmaschine. Schließlich ist noch eine selbsttätige Schmierölnachfülleinrichtung
bekannt (deutsches Gebrauchsmuster 1 883 225), bei der von einem Schmierölvorratsbehälter eine Leitung
mit Gefalle in das Innere der Kurbelwanne einer Brennkraftmaschine führt. Die Leitung mündet im
Innern der Kurbelwanne im Bereich des vorbestimmten Ölspiegels und ist dabei von einem siebartig ausgebildeten
Schutzrohr umgeben. Diese Einrichtung hat jedoch den Nachteil, daß der Schmierölvorratsbehälter
nach außen hin absolut dicht abgeschlossen sein muß, da sich sonst während des Nachfüllvorganges
der ganze Inhalt des Schmierölvorratsbehälters in die Kurbelwanne entleert. Ein weiterer Nachteil ist,
daß auch im Betrieb der Brennkraftmaschine infolge des sich dauernd hin- und herbewegenden Ölspiegels
ein nicht erwünschtes Nachfüllen von Schmieröl eintritt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, die Nachteile der bisher bekannten Nachfülleinrichtungen
zu vermeiden.
Diese Aufgabe ist bei der eingangs geschilderten Einrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
dem Nachfüllbehälter über das zweite Ventil ein Ölvorratsbehälter vorgeschaltet ist, das zweite Ventil
geschlossen ist, wenn das erste Ventil geöffnet ist und umgekehrt, und daß in an sich bekannter Weise die
Nachfülleitung in der Kurbelwanne selbst mündet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind im wesentlichen folgende: Der Nachfüllbehälter braucht
nur kleine Abmessungen zu haben, so daß er ohne Schwierigkeit unmittelbar an der Brennkraftmaschine
angebracht werden kann, was wegen der Steuerung des ersten Ventils erwünscht ist. Der normalerweise
wesentlich größere Vorratsbehälter kann an einer am besten geeigneten Stelle des Motorraumes angebracht
werden, möglicherweise so, daß der Ölstand dem Fahrer sichtbar gemacht wird. Darüber hinaus wird
durch das zwischen den Behältern vorgesehene zweite Ventil die Schwierigkeit beseitigt, daß während der
Ergänzung des Vorrats, d. h. bei geöffnetem Ölvorratsbehälter, Öl in die Kurbelwanne auslaufen kann.
Schließlich ergibt sich durch das Zwischenschalten des absolut dichten Nachfüllbehälters noch der Vorteil
einer Sicherheit gegen einen zu hohen Ölstand im Kurbelgehäuse, d.h., das nur bei Stillstand der Brennkraftmaschine
und damit ruhendem Ölspiegel vorgenommene Ergänzen des Schmieröls kann nur bis zur
Höhe der Mündung der Nachfülleitung erfolgen.
Um das Öffnen und Schließen des zweiten Ventils
in einfacher Form vornehmen zu können, sind in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung das erste
Ventil im Ablauf des Nachfüllbehälters und das zwischen dem Nachfüllbehälter und dem Ölvorratsbehälter
vorgesehene zweite Ventil innerhalb des Nachfüllbehälters gleichachsig übereinander angeordnet.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben. Es zeigt
A b b. 1 eine Fahrzeug-Brennkraumaschine mit V-Anordnung der Zylinder und der erfindungsgemäßen
Einrichtung in einer Stirnansicht der Brennkraftmaschine,
A b b. 2 und 3 in größerer Darstellung den Nachfüllbehälter mit den Ventilen in einem senkrechten
Schnitt.
In der A b b. 1 ist die Brennkraftmaschine 1 mit den beiden Zylinderreihen 2, 3, dem stirnseitig angeordneten
Kühlluftgebläse 4 und der Kurbelwanne 5 dargestellt. Der Ölvorratsbehälter 6 ist oberhalb des
Kühlluftgebläses 4 befestigt. Er hat einen Einfüllstutzen 7 und ist über eine einzige Leitung 8 mit dem
Nachfüllbehälter 9 verbunden, der seitlich in der Nähe der Kurbelwanne angeordnet ist. Eine Steuerleitung
11 ist an die Druckseite der nicht gezeichneten Schmierölpumpe angeschlossen, während eine Nachfülleitung
12 den Nachfüllbehälter mit dem Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine verbindet. Diese
Leitung hat in Höhe des Ölspiegels eine nach unten offene Mündung.
Der in den A b b. 2 und 3 wiedergegebene Nachfüllbehälter 9 umschließt ein Ventilgehäuse 15 mit
oberhalb und unterhalb des Nachfüllbehälters herausgeführten Anschlußstutzen für die Ölleitungen 8,11
und 12. Der untere Teil des Ventilgehäuses 15 bildet einen Steuerzylinder, der über die Steuerleitung 11
an die Druckseite des Schmierölkreislaufs der Brennkraftmaschine angeschlossen ist. Das erste Ventil 16
bildet mit seinem dem Nachfüllbehälter zugewandten Teil einen Steuerschieber, mit dem ein Ablauf 17
des Nachfüllbehälters während des Betriebes der Brennkraftmaschine geschlossen gehalten (A b b. 2)
und beim Stillsetzen der Brennkraftmaschine durch die Schraubenfeder 18 in die Offenstellung (A b b. 3)
verschoben wird, wenn der Öldruck der Umlauf-Schmierung beim Stillsetzen der Brennkraftmaschine
absinkt.
Das Ventilgehäuse 15 enthält in seinem dem Steuerzylinder gegenüberliegenden Ende ein als Rückschlagventil
mit Ventilkugel ausgebildetes zweites Ventil 19. In der Stellung nach A b b. 2, also während des Betriebes
der Maschine, wird das zweite Ventil 19 durch eine Schaftverlängerung 20 des ersten Ventils 16
offengehalten, so daß der Nachfüllbehälter 9 aus dem Ölvorratsbehälter 6 aufgefüllt wird. Nach dem Stillsetzen
der Maschine wird das zweite Ventil 19 geschlossen (A b b. 3) und der Ablauf 17 geöffnet, damit
der Ölvorrat in der Kurbelwanne der Brennkraftmaschine nach dem Prinzip der Vogeltränke bis zur
Höhe der Mündung der Nachfülleitung 12 in der Kurbelwanne nachgefüllt werden kann.
Die Erfindung ist nicht auf eine Steuerung der Ventile durch den Druck der Ölumlaufschmierung beschränkt.
Es ist vielmehr möglich, die Ventile auch durch irgendeine andere Funktion zu steuern, die sich
mit dem Inbetriebsetzen oder Stillsetzen der Maschine ändert. Beispielsweise könnte das erste Ventil
im Ablauf 17 des Nachfüllbehälters 9 durch einen Magnet offengehalten werden, der während des Anlaß-Vorganges
im Stromkreis einer elektrischen Anlaßmaschine liegt.
Claims (2)
1. Einrichtung zum selbsttätigen Ergänzen des Schmieröls in der Kurbelwanne einer Brennkraftmaschine,
mit einem zumindest während des Ergänzens nach außen geschlossenen Nachfüllbehälter
und einer von diesem mit Gefälle abgehenden in Höhe des Kurbelwannenölspiegels in einem
diesen Ölspiegel aufweisenden Schmierölraum mündenden Nachfülleitung, die durch ein erstes
Ventil beherrscht ist, das selbsttätig bei laufender Maschine geschlossen und bei stillstehender Maschine
mindestens zeitweilig geöffnet ist, wobei ein zweites Ventil dem ersten vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Nachfüllbehälter
(9) über das zweite Ventil (19) ein Ölvorratsbehälter (6) vorgeschaltet ist, das zweite
Ventil (19) geschlossen ist, wenn das erste Ventil (16) geöffnet ist und umgekehrt und daß in an
sich bekannter Weise die Leitung (12) in der Kurbelwanne (5) selbst mündet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Ventile (16,19) innerhalb
des Nachfüllbehälters (9) gleichachsig übereinander angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3129119C1 (de) * | 1981-07-23 | 1982-11-11 | Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München | Vorrichtung zum Ergänzen des Schmieröls einer Brennkraftmaschine |
| DE19942266A1 (de) * | 1999-09-04 | 2001-03-15 | Porsche Ag | Trockensumpfschmierung für eine Brennkraftmaschine |
| DE20215258U1 (de) * | 2002-10-04 | 2004-02-19 | Hengst Gmbh & Co.Kg | Ölmodul für eine Brennkraftmaschine |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3129119C1 (de) * | 1981-07-23 | 1982-11-11 | Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München | Vorrichtung zum Ergänzen des Schmieröls einer Brennkraftmaschine |
| DE19942266A1 (de) * | 1999-09-04 | 2001-03-15 | Porsche Ag | Trockensumpfschmierung für eine Brennkraftmaschine |
| DE20215258U1 (de) * | 2002-10-04 | 2004-02-19 | Hengst Gmbh & Co.Kg | Ölmodul für eine Brennkraftmaschine |
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