DE1522553C - Elektrophotographisches Durchlauf kopiergerat - Google Patents
Elektrophotographisches Durchlauf kopiergeratInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Durchlaufkopiergerät für blattförmiges Aufzeichnungsmaterial
mit einer Eingabe- und einer Vorschubeinrichtung für das Aufzeichnungsmaterial, durch welche dieses nacheinander durch eine Lade-,
eine Belichtungs- und eine Entwicklungsstation befördert wird, und mit einem hin- und hergehenden
Schlitten zur Aufnahme der Kopiervorlage sowie mit einer Einrichtung zur Synchronisierung der Bewegung,
von Schlitten und Aufzeichnungsmaterial zum Zwecke der bildmäßigen Belichtung mit von dem
Aufzeichnungsmaterial betätigbaren Fühlerschaltern.
Ein derartiges Kopiergerät ist im wesentlichen bekannt (USA.-Patentschrift 2 959 095). Das bekannte
Kopiergerät hat eine diskontinuierlich betätigte Vorschubeinrichtung in Form einer Trommel, die
bei Betätigung eines Auslöseschalters jeweils eine einzige Umdrehung macht und dann zum Stillstand
kommt. Nachdem die Trommel zum Stillstand gekommen ist, muß das Aufzeichnungsmaterial von
Hand eingelegt und der Schlitten für die Vorlage von Hand zurückgezogen werden. Die darauffolgende
Vorschubbewegung .des Schlittens wird von der Bewegung der Trommel abgeleitet. Dieses Kopiergerät
hat eine Reihe von Nachteilen, insbesondere den, daß seine Arbeitsweise langsam und umständlich
ist. Ferner ist es nicht möglich, die Länge des Schlittenweges an die Länge des Aufzeichnungsmaterials anzupassen. Durch das Aufzeichnungsmaterial
betätigte Fühlerschalter sind ebenfalls an sich bekannt (USA.-Patentschrift 3 083 622).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Durchlaufkopiergerät zu schaffen, das zur automatischen
Herstellung einer Mehrzahl von Kopien der gleichen Vorlage sowie insbesondere zur Herstellung
von Kopien verschiedener Länge geeignet ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Vorschubeinrichtung kontinuierlich laufend
ausgebildet ist und durch einen Steuerimpuls von der Eingabeeinrichtung mit einem Blatt Aufzeichnungsmaterial
gespeist wird, daß ein erster Fühlerschalter am Eingang der Belichtungsstation angeordnet und
durch die voreilende Kante des Aufzeichnungsmaterials betätigbar ist, derart, daß er die-synchrone
Vorwärtsbewegung des Schlittens mit der Vorlage einschaltet, wenn das Aufzeichnungsmaterial in das
Belichtungsfeld eintritt, und daß ein zweiter Fühlerschalter am Ausgang der Belichtungsstation angeordnet
und durch die nacheilende Kante des Aufzeichnungsmaterial
betätigbar ist, derart, daß er die Vorwärtsbewegung des Schlittens stoppt und dessen Rückführung in die Ausgangsstellung einleitet,
sobald die nacheilende Kante des Aufzeichnungsmaterials das Belichtungsfeld verläßt.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß neben der Bewegungssynchronisation von Schlitten
und Aufzeichnungsmaterial die Länge des Schlittenweges an die Länge des Aufzeichnungsmaterials
angepaßt wird.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung steuert der erste und der zweite Schalter am Ein- bzw.
Ausgang der Belichtungsstation außer der Schlittcnbewegung
auch die Ein- bzw. Ausschaltung der Bclcuchtungslampen.
Weitere Ausbildungen der Erfindung betreffen einen bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens
betätigbaren Schalter, der den Steuerimpuls für die Eingabeeinrichtung liefert, einen mit diesem Schalter
in Reihe angeordneten, nur in der Ruhestellung eines Zählers geöffneten Schalter und einen Grenzschalter,
bei dessen Betätigung die Vorwärtsbewegung des Schlittens ausgeschaltet wird, um unzulässige Schlittenwege
zu verhindern.
Einzelheiten der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines ίο Kopiergerätes nach' der Erfindung;
Fig. 2 ist ein Teilschnitt nach 2-2 der Fig. 1, mit einem aufgelegten Buch;
F i g. 3 ist eine Seitenansicht bei abgenommener Deckplatte, im wesentlichen nach 3-3 der Fig. 1;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach 4-4 der Fig. 1;
Fig. 4a zeigt schematisch das Original mit dem optischen System und dem Kopierpapier in der
Stellung gegen Ende der Belichtung;
Fig. 4b zeigt eine Einzelheit der Steuerung;
F i g. 5 ist eine schematische perspektivische Darstellung der Antriebselemente;
F i g. 5 ist eine schematische perspektivische Darstellung der Antriebselemente;
F i g. 6, 7, 8 und 9 zeigen schematisch die Stellung der Steuerorgane zu verschiedenen Zeiten des
Arbeitsablaufes;
F i g. 10 ist ein Schaltbild des Kopiergerätes.
F i g. 10 ist ein Schaltbild des Kopiergerätes.
Das in F i g. 1 dargestellte Kopiergerät enthält ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse 20, dessen
tragendes Gestell an beiden Seiten angeordnete Chassisplatten 21 (F i g. 2) und 22 (F i g. 1) enthält,
welche die verschiedenen Räder und Scheiben des Antriebsmechanismus tragen. Im Abstand hiervon
sind abnehmbare Deckplatten 23 und 24 angeordnet. Hierdurch entsteht ein Zwischenraum 25 (F i g. 2) für
den Motor, die Antriebsscheiben, Zahnräder usw. sowie für die elektrischen Steuerorgane. Die Bedienungsknöpfe
sind auf einem Armaturenbrett 26 vereinigt.
Horizontal an der Oberseite des Gerätes ist ein verschiebbarer Schlitten 30 zur Aufnahme der
Kopiervorlage angordnet, der einen Rahmen 31 von schmalem Querschnitt mit seitlich vorspringenden
Leisten 32 und 33 enthält. Der Rahmen und die Leisten bestehen aus einem Stück, vorzugsweise
einem Alur.iiniumgußstück. Der Rahmen trägt oben eine Glasplatte 34 (F i g. 2), auf welche die Kopiervorlage
35 (F i g. 1) mit der Schriftseite nach unten gelegt wird, wenn eine Kopie angefertigt werden soll.
Um die Kopiervorlage an ihrem Platz zu halten und gleichzeitig unerwünschten Lichteinfall zu verhindern,
ist oberhalb der Glasplatte ein biegsamer Deckel 36 (Fig. 1) aus Gummi oder elastischem Kunststoff
angeordnet, der gewünschtenfalls noch mit Blei beschwert sein kann. Das eine Ende des Deckels ist
mittels einer Befestigungsleiste 37 mit dem Rahmen verbunden; sein anderes Ende hat eine vorspringende
Griffleiste 138 (F i g. 3 und 4), die bequem mit den Fingern erfaßt werden kann.
Zur Lagerung des Schlittens 30 sind im Abstand voneinander zwei Laufschienen 41 und 42 (F i g. 1)
angeordnet, die aus dem Gehäuse herausragen und deren Enden durch die vorspringenden Stützen 43
und 44 gehalten werden. Wenn ein Stcuerknopf 45 gedrückt wird, wird eine Reihe von Arbeitsgängen
ausgelöst, wobei ein Bogen Aufzeichnungsmaterial innerhalb des Gerätes vorrückt und gleichzeitig der
Schlitten sich nach außen (nach links der Fig. 1) vorschiebt, währenddessen die Kopiervorlage abgetastet und das Aufzeichnungsmaterial belichtet,
3 4
anschließend entwickelt und auf einer Ablegeschale Belichtungsstation kommt das Aufzeichnungsmaterial
46 abgelegt wird, die unterhalb der Stützen 43 und 44 zwischen die Walzen 101 und 102 und darauf in Üie
angeordnet ist. Wie weiter unten dargelegt, kann von Entwicklungsstation 110. Bei dem dargestellten Auseiner
Kopiervorlage eine Mehrzahl von Kopien führungsbeispiel enthält diese einen offenen Behälter
angefertigt werden, wobei die gewünschte Anzahl 5 111, der mit einer Entwicklungsflüssigkeit 112 gefüllt
der Kopien auf einer Nummernscheibe 47 des ist; diese besteht beispielsweise aus feinverteilten
Armaturenbrettes gewählt wird. Tonerteilchen in kolloidaler Lösung in einer Flüssig-
F i g. 4 zeigt die innere Anordnung des Kopier- keit, die ein gutes Dielektrikum darstellt. Nach Vergerätes.
Eine flache Vorratsschale 50 enthält einen lassen der Entwicklungsstation gelangt das Aufzeich-Stapel
Aufzeichnungsmaterial mit der Schichtseite io nungsmaterial zwischen zwei Quetschrollen 121 und
nach unten. Das Aufzeichnungsmaterial hat in be- 122, durch die überschüssige Flüssigkeit ausgedrückt
kannter Weise eine photoleitfähige Schicht, die auf- wird, welche in den Behälter 111 zurückläuft. Die
geladen und dann belichtet wird, wodurch ein obere Quetschrolle 122 hat einen Abstreifer 123, der
Ladungsbild entsteht, das später entwickelt und sich über ihre ganze Länge erstreckt,
fixiert wird. Die Vorratsschale 50 für das Aufzeich- 15 Beim weiteren Vorrücken kommt das Aufzeichnungsmaterial enthält vorn (rechts in Fig. 4) eine nungsmaterial mit einer Ablenkeinrichtung 125 in schräge Wand 51 und hinten eine schräge Wand 52. Eingriff, die vorzugsweise aus einer Mehrzahl von Die letztere ist verstellbar und wird durch eine im Abstand voneinander angeordneten Drähten beSchraube mit Flügelmutter 53 gehalten. Die Verstell- steht und die die Vorderkante des Papiers nach barkeit hat den Zweck, die Vorratsschale 50 ver- ao unten auf einen Rost 126 ablenkt. Hinter diesem schiedenen Formatlängen anpassen zu können. Die sind zwei Ausgangswalzen 131 und 132 angeordnet, Vorratsschale ist auf Schienen 55 angeordnet und die das entwickelte Aufzeichnungsmaterial auf die zum Zwecke des Nachfüllens herausziehbar. Der Ablegeschale 46 ausstoßen. Hierbei wirkt ein Strom Vorratsstapel ist mit dem Bezugszeichen 60 bezeich- von Heißluft auf das Aufzeichnungsmaterial ein, der net. Der oberste Bogen des Aufzeichnungsmaterials, 35 durch ein Gebläse 140 mit einem Gebläsemotor 141 der bereits vorgeschoben ist, trägt das Bezugs- und ein Heizelement 142 erzeugt wird,
zeichen 61. Die Einzelheiten des Antriebes der verschiedenen
fixiert wird. Die Vorratsschale 50 für das Aufzeich- 15 Beim weiteren Vorrücken kommt das Aufzeichnungsmaterial enthält vorn (rechts in Fig. 4) eine nungsmaterial mit einer Ablenkeinrichtung 125 in schräge Wand 51 und hinten eine schräge Wand 52. Eingriff, die vorzugsweise aus einer Mehrzahl von Die letztere ist verstellbar und wird durch eine im Abstand voneinander angeordneten Drähten beSchraube mit Flügelmutter 53 gehalten. Die Verstell- steht und die die Vorderkante des Papiers nach barkeit hat den Zweck, die Vorratsschale 50 ver- ao unten auf einen Rost 126 ablenkt. Hinter diesem schiedenen Formatlängen anpassen zu können. Die sind zwei Ausgangswalzen 131 und 132 angeordnet, Vorratsschale ist auf Schienen 55 angeordnet und die das entwickelte Aufzeichnungsmaterial auf die zum Zwecke des Nachfüllens herausziehbar. Der Ablegeschale 46 ausstoßen. Hierbei wirkt ein Strom Vorratsstapel ist mit dem Bezugszeichen 60 bezeich- von Heißluft auf das Aufzeichnungsmaterial ein, der net. Der oberste Bogen des Aufzeichnungsmaterials, 35 durch ein Gebläse 140 mit einem Gebläsemotor 141 der bereits vorgeschoben ist, trägt das Bezugs- und ein Heizelement 142 erzeugt wird,
zeichen 61. Die Einzelheiten des Antriebes der verschiedenen
Eine Eingabe- oder Vorschubeinrichtung 70 dient Vorschubwalzen usw. gehen aus F i g. 5 hervor. Der
dazu, ein Blatt nach dem anderen aus dem Stapel Hauptantriebsmotor, der auch in F i g. 3 dargestellt
vorzuschieben. Die Vorschubeinrichtung enthält 30 ist, ist mit dem Bezugszeichen 150 bezeichnet. Der
einen Rahmen 71, der bei 72 um eine horizontale Motor 150 hat eine Welle 151, die ein Zahnrad 152
Achse schwenkbar gelagert ist und an seinem unteren trägt. Das Zahnrad 152 kämmt mit einem Zahnrad
Ende eine Gummirolle 73 trägt, die sich durch die 153 einer Welle 154. Die Welle 154 trägt an ihrem
Wirkung der Schwerkraft gegen den obersten Bogen anderen Ende eine Riemenscheibe 155. Mit dem
des Stapels legt. Zum Antrieb der Gummirolle ist 35 Zahnrad 153 steht ein zweites Zahnrad 156 einer
ein Motor 75 für die Vorschubeinrichtung vorgesehen, Welle 157 im Eingriff, die eine Riemenscheibe 158
der die Gummirolle über eine Reihe von Zahnrädern trägt. Über die Riemenscheibe 158 läuft ein geriffelter
76 antreibt. Wenn der Motor Strom erhält, wird Riemen 160. Dieser treibt die Riemenscheiben 161,
daher die Gummirolle 73 in Drehung versetzt und 162 und 163 an, wodurch alle vier Walzenpaare der
schiebt das oberste Blatt 61 vor, dessen Vorderkante 40 Vorschubwalzen mit genau der gleichen Geschwindig-
über eine Führung 77 zwischen zwei vertikale Füh- keit angetrieben werden. An der anderen Seite des
rungsplatten 78 geleitet wird. Die Innenfläche der Gerätes ist ein ähnlicher Riemen 170 angeordnet,
Schrägwand 51 ist aufgerauht, um die folgenden der durch die Riemenscheibe 155 angetrieben wird.
Bögen an ihrem Platz zu halten. Durch eine weiter Er treibt die Riemenscheiben 171 und 172 an, weiche
unten beschriebene Steuereinrichtung wird erreicht, 45 die Quetschrollen 121 und 122 sowie die Ausgangs-
daß der Bogen zunächst in eine Bereitschaftsstellung walzen 131 und 132 antreiben. Um einen genauen
gebracht wird, die mit dem Bezugszeichen 80 be- Antrieb der beiden Walzen eines jeden Walzenpaares
'zeichnet ist, wo er zum Stillstand kommt. sicherzustellen, sind die Walzen an ihren Enden mit
Wird der Motor 75 danach abermals kurzzeitig Zahnrädern versehen, die miteinander im Eingriff
angetrieben, gelangt der Bogen zwischen zwei Ein- 50 stehen und mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet
gangswalzen 81 und 82 und von dort zwischen die sind wie die Walzen, jedoch unter Zusatz des Buchvertikalen Führungsplatten 83. Auf seinem weiteren stabens a.
Weg gelangt das Aufzeichnungsmaterial zwischen die Um den Schlitten vor- und zurückzuschieben, sind
Walzen 85 und 86 und zwischen zwei gekrümmte zwei verschiedene, durch den Motor 150 bediente
Führungsplatten 87, in welchen das Aufzeichnungs- 55 Antriebe vorgesehen, deren jeder eine elektrisch
material um 180° gewendet wird. Nach Verlassen einrückbare Kupplung enthält. Zunächst soll die
der Führungsplatten 87 gelangt das Aufzeichnungs- Einrichtung zum Antrieb des Schlittens in Vorwärtsmaterial
in eine Ladestation 90 mit den Korona- richtung betrachtet werden, wobei auf F i g. 3 und 5
Entladungsdrähten 91 und 92, die auf eine hohe verwiesen wird. Ein Riemen 180 läuft über eine
Spannung gebracht werden, und die durch die Ge- 60 Riemenscheibe 181, die auf der Welle 151 des
häuseteile93 und 94 abgeschirmt sind. Nach Ver- Motors 150 angeordnet ist. Der Riemen 180 treibt
lassen der Ladestation gelangt das Aufzeichnungs- eine Riemenscheibe 182, die mit einer Eingangswelle
material zwischen die Walzen 95 und 96 und darauf 183 verbunden ist. Die Welle 183 trägt ein Zahnzwischen,
zwei Führungsplatten 97, deren eine ein rad 184, welches mit einem Zwischenzahnrad 185
glasloses Fenster in Form eines Ausschnittes 98 hat, 65 im Eingriff steht. Dieses treibt ein Zahnrad 186 von
welches die BejichtungsstationiOO bildet. . doppeltem Durchmesser wie die Zahnräder 184 und
Die Beschreibung der,optischen Einrichtungen soll 185 an. Das Zahnrad 186 kann durch die elektrische
zunächst zurückgestellt werden. Nach Verlassen der Kupplung mit einem Zahnrad 187 in Eingriff gebracht
werden, welches mit einem Zahnrad 188 kämmt. Das Spalt für die Beleuchtung zu erzielen, ist der Schlitten
Zahnrad 188 steht mit einer Zahnstange 189 an der von den übrigen Teilen des Gerätes durch eine
Unterseite des Schlittens im Eingriff. Blende 230 (Fig. 4) getrennt, die eine Kante 231
Durch die elektrische Kupplung werden die Zahn- enthält. Ein Austreten von Licht wird durch eine
räder 186 und 187 in Eingriff miteinander gebracht. 5 feststehende Abschirmleiste 232 verhindert, welche
Zu diesem Zweck sind die Zahnräder 184, 185 und die Lichtquelle überdeckt und mit einer beweglichen
186 in einem Schwenkrahmen 190 (Fig. 3) gelagert, Leiste 233 zusammenarbeitet. Diese ist an der'
der um die Eingängswelle 183 verschwenkt werden Vorderkante des Schlittens 30 angeordnet und überkann.
Mit dem in Fig. 3 rechten Ende des Schwenk- deckt die Abschirmleiste, wenn der Schlitten sich
rahmens 190 ist ein Anker 191 verbunden, der durch io in der dargestellten Ruhestellung befindet,
.eine »Vorwärts«-Spule 193 betätigt wird. Wenn die Um das Aufzeichnungsmaterial in der Belichtungs-
.eine »Vorwärts«-Spule 193 betätigt wird. Wenn die Um das Aufzeichnungsmaterial in der Belichtungs-
Spulc 193 Strom erhält, wird der Anker 191 entgegen station vor unerwünschtem Lichteinfall zu schützen,
der Kraft einer Rückholfeder 192 nach unten bewegt, ist der Weg der Strahlen oben und an den Seiten
so daß der Schwenkrahmen 190 im Uhrzeigersinn von einer Abschirmung 241 umgeben. Die Breite des
verschwenkt wird und die Zahnräder 186 und 187 15 Lichtbandes, das auf das Aufzeichnungsmaterial
in Eingriff kommen, um den Schlitten in Vorwärts- auftrifft, wird durch eine bewegliche Blende 242
richtung zu verschieben. geregelt, die sich über die ganze Breite der Belich-
Eine ähnliche Kupplung ist an der anderen Seite tungsstation erstreckt und an beiden Seiten mit
des Gerätes angeordnet, um den Schlitten in Rück- Seilen 243 verbunden ist, die über Rollen 244 geführt
wärtsrichtung zu verschieben. Ein Zahnrad 194 der ao sind, welche an einer Führungsplatte 245 befestigt
Eingangswcllc 193 steht im Eingriff mit einem Zahn- sind. Die Seile 243 stehen mit einem Einstellknopf
rad 196. Dieses kann durch die elektrische Kupplung 246 in Verbindung, der an einer Seite des Gerätes
in Eingriff mit einem Zahnrad 197 gebracht werden. angeordnet ist und eine Verschiebung der Blende
Das Zahnrad 197 kämmt mit einem Zahnrad 198, gestattet, d. h. eine Änderung der Breite des Bewelches
in eine Zahnstange 199 an der anderen Seite 35 lichtungsbandes.
des Schlittens eingreift. Ein Schwenkrahmen 200, der Fig. 10 zeigt die Schaltung des Kopiergerätes,
um die Welle 183 verschwenkt werden kann, ist mit Das Wechselstromnetz ist durch die Leiter 250 und
einem Anker 201 verbunden und hat eine Rückhol- 251 dargestellt. Es ist ein Hauptschalter 51 vorfeder
202. Der Anker 201 wird durch eine »Rück- gesehen, der zwischen dem Leiter 250 und einer
\värts«-SpuIe 203 betätigt. Wenn die Spule 203 Strom 30 Stromschiene 252 angeordnet ist. Durch den Schalerhält,
wird der Schwenkrahmen 200 derart ver- ter Sl werden diejenigen Teile des Gerätes einschwenkt,
daß die Zahnräder 196 und 197 in Eingriff geschaltet, die erforderlich sind, um das Gerät
kommen und der Schlitten in Rückwärtsrichtung arbeitsbereit zu machen. Wenn der Hauptschalter 51
verschoben wird. Um den Schlitten in beiden Rieh- geschlossen ist, werden, wie aus Fig. 10 ersichtlich,
tungen gleichmäßig und ohne Verkanten zu ver- 35 sowohl der Gebläsemotor 141 als auch der Hauptschieben,
sind die Zahnräder 187 und 197, wie in antriebsmotor 150 unter Strom gesetzt, der die ver-F
i g. 5 dargestellt, durch eine Welle 205 miteinander schiedenen Vorschubwalzen antreibt. Ein Transverbunden.
Die elektrische Steuerung der Spulen formator 253, dessen Primärwicklung mit der Stromwird
weiter unten erläutert. schiene 252 verbunden ist, erhält ebenfalls Strom
Wenn der Hauptantriebsmotor 150 unter Strom 40 und legt eine hohe Spannung an die Koronadrähte 91
gesetzt wird, werden daher alle Vorschubwalzen des und 92 (Fig. 4 und 10) der Ladestation 90 an. Das
Gerätes mit genau der gleichen Umfangsgeschwindig- Heizelement 142 des Gebläses erhält über den norkeit
angetrieben, um das Aufzeichnungsmaterial malerweise geschlossenen Kontakt 255 eines Relais
durch die Ladestation. Belichtungsstation und Ent- 256 Strom. Die Soffittenlampen 221 und 222, die in
wicklungsstation hindurch auf die Ablegeschale 46 45 Reihe mit einem normalerweise geöffneten Kontakt
zu befördern, wobei der Schlitten mit der gleichen 257 des gleichen Relais geschaltet sind, sind anfäng-Geschwindigkeit
verschoben wird. lieh ausgeschaltet, werden jedoch eingeschaltet,
Um das Bild der auf dem Schlitten 30 befindlichen sobald das Kopierpapier die Belichtungsstation
Kopiervorlage auf das Aufzeichnungsmaterial zu erreicht.
projizieren, ist ein optisches System 210 (F i g. 4) 5° Gemäß der Erfindung weist das Kopiergerät Einancebracht,
das einen Spiegel 211 und ein Objektiv richtungen auf, um den Schlitten aus seiner Ruhe-212
enthält. Diese Teile sind auf einem Gestell 2*3 stellung in Vorwärtsrichtung zu verschieben, sobald
angeordnet, das an den seitlichen Chassisplatten 21 ein Blatt Aufzeichnungsmaterial die Belichtungsund
22 des Gestells befestigt ist. Das optische station erreicht, und um den Schlitten in die Ruhe-System
gehört zur Beleuchtungsstation 220, in der 55 stellung zurückzuführen, wenn die Hinterkante des
die Kopiervorlace durch ein Lichtband abgetastet Aufzeichnungsmaterial die Belichtungsstation verwird,
wenn der Schlitten 30 sich in Vorwärtsrichtung lassen hat. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
verschiebt. Zur Beleuchtung der Kopiervorlage ist wird dies durch einen Schalter 52 bewirkt, der bei
eine Lichtquelle vorgesehen, die zwei Soffittenlampen Eintreffen der Vorderkante in der Belichtungsstation
221 und 222 (vgl. auch Fig. 10) enthält, welche im 6° anspricht und die »Vorwärts«-Spule 193 unter Strom
Abstand 223 voneinander angeordnet sind. Dieser setzt, und einen zweiten Schalter 55, der beim Aus-Abstand
sichert eine gleichmäßige Lichtverteilun» treten der Hinterkante des. Aufzeichnungsmaterials
auf dem Aufzeichnungsmaterial und kompensiert die aus der Belichtungsstation anspricht und dabei die
Tendenz des Objektivs 212. das L'cht in der ontis^hen »Vorwärts«-Spule stromlos macht und die »RückAchse
zu konzentrieren. Hinter den beiden Soffitten- 65 wärts«-Spule unter Strom setzt, so daß der Schlitten
lampen ist ein Reflektor 275 angeordnet, der sich in Rückwärtsrichtung verschoben wird. Diese Schalzwischen
den Chassisplatten 21 und 22 erstreckt. ter sind vorzugsweise einfache Umschalter mit »Vor-
Um in der Bclcuchtungsstation einen abgegrenzten wärts«- und »RiickwärtSÄ-Kontakten, die in Fig. 10
7 8
mit F, Fl bzw. R, Rl bezeichnet sind; die Schalter Spule 193 stromlos, so daß der Schwenkrahmen 190
haben Schaltarme 258 und 259. Die beiden »Vor- unter der Wirkung der Rückholfeder 192 in seine
wärts«-Kontakte sind, wie in Fig. 10 dargestellt, Ruhestellung zurückkehrt und die Zahnräder 186
durch eine Verbindung 260 miteinander verbunden, und 187 (F i g. 5) außer Eingriff kommen. Da gleichso
daß die »Vorwärts«-Spule 193 unter Strom gesetzt 5 zeitig der Kontakt Rl Strom erhält, erhält auch die
wird, wenn einer dieser beiden Kontakte Strom »Rückwärts«-Spule 203 Strom, und zwar über den
erhält. Schalter 52 und den Schalter 54. Hierdurch kommen Wenn daher die Vorderkante eines Bogens den die Zahnräder 196 und 197 (F i g. 5) in Eingriff mit-Schaltarm
258 betätigt, wie in F i g. 7 dargestellt, einander, so daß der Schlitten mit der doppelten
wird der Schalter 52 aus der ausgezogenen Stellung io Vorschubgeschwindigkeit nach rückwärts verschoben
der Fig. 10 in die punktierte Stellung gebracht, so wird. Da der Schlitten bei seiner Vorwärtsbewegung
daß die »Vorwärts«-Spule 193 Strom erhält und nicht bis in seine Endstcllung verschoben werden
bewirkt, daß die Zahnräder 186 und 187 miteinander mußte, wird erhebliche Zeit bei der Vorwärts- und
in Eingriff kommen. Da das Zahnrad 186 so lange Rückwärtsbewegung des Schlittens gespart. Wenn
rotiert, wie der Hauptantriebsmotor 150 Strom erhält, 15 der Schlitten 30 seine Ruhestellung wieder erreicht
verschiebt der Schlitten sich aus seiner Ruhestellung hat, betätigt der Vorsprung 266 (Fig. 4) des Schlitnach
vorn, d. h. nach links der F i g. 4. Da die Zahn- tens den Arm 265 des Grenzschalters 54, so daß
räder 187 und 197 durch die Welle 205 (F i g. 5) dieser öffnet und die »RückwärtSÄ-Spüle 203 stromlos
miteinander verbunden sind, werden ein Schrägstellen macht, wodurch der Schlitten zum Stillstand kommt,
und Festklemmen des Schlittens mit Sicherheit ver- 20 Da die Vorschubwalzen für das Aufzeichnungshindert.
material so lange in Betrieb bleiben, wie der Schal-Wenn kurz danach die Vorderkante des Aufzeich- ter 51 eingeschaltet ist, wird das Aufzeichnungsnungsmaterials
den Schaltarm 259 betätigt, gelangt material durch den Behälter 111 und die Quetschdieser
aus der ausgezogenen Stellung der F i g. 10 rollen 121 und 122 an dem Heißluftstrom des Gein
die punktierte Stellung. Hierdurch übernimmt as biases 140 vorbeigeschoben und durch die Ausgangsdieser
Schalter die Steuerung, wenn die Hinterkante walzen 131 und 132 auf die Ablegeschale 46 ausdes
Aufzeichnungsmaterials, wie in Fig. 8 dar- gestoßen.
gestellt, den Schaltarm 258 des Schalters 52 freigibt; Das Kopiergerät nach der Erfindung ist derart
hierdurch wird sichergestellt, daß der Schlitten sich ausgebildet, daß stets automatisch der oberste Bogen
weiter in Vorwärtsrichtung bewegt, solange auch 30 des Vorratsstapels in die Bereitschaftsstellung genur
ein Teil des Aufzeichnungsmaterials sich in der bracht wird, von wo er durch eine weitere kurzzeitige
Belichtungsstation befindet. Während der Schlitten Betätigung des Vorschubmotors 75 zwischen die
mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Aufzeich- Walzen 81 und 82 (F i g. 4) gebracht werden kann,
nungsmaterial verschoben wird, wird die auf dem was entweder von Hand bewerkstelligt wird, wenn
Schlitten befindliche Kopiervorlage fortschreitend 35 nur eine einzige Kopie hergestellt werden soll, oder
abgetastet und schrittweise auf die Schichtseite des- automatisch bei Rückkehr des Schlittens in seine
Aufzeichnungsmaterials projiziert, während dieses Ausgangsstellung, wenn eine Mehrzahl von Kopien
sich durch die Belichtungsstation bewegt. gewünscht wird. Der Motor75 der,Vorschubeinrich-Wenn
die Hinterkante des Aufzeichnungsmaterials tung wird vorzugsweise mit Gleichstrom gespeist, und
(s. F i g. 8) in die Belichtungsstation eintritt, wird der 40 zwar über einen Abwärtstransformator 270, dessen
Schaltarm 258 des Schalters 52 freigegeben, so daß Sekundärwicklung eine Mittelanzapfung enthält, woder
Schalter 52 in die ausgezogene Stellung der bei durch die Dioden 271 und 272 eine Vollweg-Fig.
10 zurückkehrt, in welcher der Kontakt/? gleichrichtung erfolgt, die durch einen Kondensator
Strom erhält. Der Kontakt/? des Schalters52 ist 273 unterstützt wird. Um das Aufzeichnungsmaterial
durch einen Leiter 263 mit einem Schalter 54 ver- 45 automatisch in die Bereitschaftsstellung zu bringen,
bunden, der seinerseits mit dem Kontaktarm 259 des ist unterhalb der Eingangswalzen 81 und 82 ein
Schalters55 verbunden ist. Der Schalter54 ist ein Schalter57 (vgl. Fig. 4 und 6) mit einem Schaltarm
einfacher Grenzschalter, dessen Schaltarm 265 durch 274 (Fig. 10) vorgesehen, der durch das Aufzeicheinen
Vorsprung 266 (F i g. 4) des Schlittens betätigt nungsmaterial geöffnet wird, wenn die Vorderkante
wird. Der Schalter 54 ist normalerweise geschlossen 50 des Blattes die Bereitschaftsstellung 80 erreicht hat.
und wird nur dann geöffnet, wenn der Schlitten sich Um das Aufzeichnungsmaterial weiter zwischen die
in seiner Ruhestellung befindet. Wenn die Hinter- Eingangswalzen 81 und 82 vorzuschieben, kann ein
kante des Aufzeichnungsmaterials den Schalter 52 Handschalter MS mit Hilfe eines Steuerknopfes 45
(Fig. 8) verläßt, ist daher der Schalter54 geschlos- kurzzeitig betätigt werden, der zu dem Schalter57
sen, so daß die »Vorwärts«-Spule 193 weiter Strom 55 parallel geschaltet ist. Da das Aufzeichnungsmaterial
erhält, und zwar über den Leiter 251, den Kontakt R sich in seiner Bereitschaftsstellung in nur geringer
des Schalters 52, den geschlossenen Schalter 54 und Entfernung von den Eingangswalzen 81 und 82 beden
Kontakt Fl des Schalters 55 sowie über die findet, genügt eine kurzzeitige Betätigung des Druck-Verbindung
260. knopfes 45. Sobald das Aufzeichnungsmaterial von Infolgedessen wird der Schlitten 30 so weit nach 60 den Eingangswalzen 81 und 82 erfaßt ist, laufen die
vorn in die Stellung der F i g. 4 a verschoben, wie beschriebenen Arbeitsgänge automatisch ab, einerforderlich
ist, um die ganze Kopiervorlage abzu- schließlich der Verschiebung des Schlittens, sobald
tasten. Sobald dies geschehen ist, verläßt die Hinter- die Vorderkante des Aufzeichnungsmaterials in die
kante des Aufzeichnungsmaterials, wie in Fig. 9 Belichtungsstation eintritt.
dargestellt, den Schaltarm 259 des Schalters 55, so 65 Um das Aufzeichnungsmaterial automatisch aus
daß dieser in die ausgezogene Stellung der Fig. 10 der Bereitschaftsstcllung vorzuschieben, wenn eine
zurückkehrt. Dies hat zwei Wirkungen. Erstens wird, Mehrzahl von Kopien angefertigt werden soll, ist
da der Kontakt Fl stromlos wird, die »Vorwärts«- ein weiterer Schalter parallel zu dem Schalter MS
angeordnet, der . kurzzeitig geschlossen wird, wenn der Schlitten sich seiner Ruhestellung nähert. Wie
aus Fig. 4 und 4b zu, ersehen, ist dies der Schalter 59, dessen Schaltarm 280 nur betätigt wird, wenn
der Schlitten sich in einer, der beiden Richtungen verschiebt. Der Schaltarm 280 enthält einen Hebel
281, der durch eine Feder 282 gegen einen Anschlag 283 gedruckt wird. Ein Vorsprung 284
(F i g. 4) des Schlittens 30 kann mit dem Hebel 281. in Eingriff kommen. Wenn, der Schlitten sich in
Vorwärtsrichtung bewegt, wobei der Vorsprung 284 sich nach links der Fig. 4b verschiebt, wird der
Hebel 281 ohne besondere Wirkung aus seiner Ruhestellung verschwenkt. Bei der Rückwärtsbewegung
des Schlittens jedoch legt der Hebel 281 sich gegen den Anschlag 283, so daß der Schaltarm 280 nach
unten gedruckt wird und den Schalter 59 kurzzeitig schließt, wodurch das in der Vorratsstellung befindliche
Blatt Aufzeichnungsmaterial zwischen die Eingangswalzen 81 und 82 gebracht wird.
Bei der beschriebenen Ausführungsform ist ein Zähler mit einem Steuerschalter vorgesehen, der in
der Ruhestellung den Schalter 59 unwirksam macht, der jedoch, wenn er in eine Zählstellung gebracht
wird, diesen Schalter wirksam macht. Der Zähler ist mit dem allgemeinen Bezugszeichen 290 (Fig. 10)
bezeichnet. Er ist in an sich bekannter Weise derart ausgebildet, daß er von Hand in eine Zählstellung
gebracht werden kann und daß er bei jedem Zählvorgang um eine Stufe zurückgeschaltet wird, bis er
wieder seine Ruhe- oder Ausgangsstellung erreicht hat. Der Zähler hat eine durch die Nummernscheibe
47 betätigte Welle, die zwei Nockenscheiben und ein Klinkenrad trägt. Die Nockenscheibe 292 betätigt
einen Kontakt 293, der geöffnet ist, wenn die Nummernscheibe sich in der Ruhestellung, d. h. in der
Stellung für die Anfertigung einer einzelnen Kopie, befindet. Die Rückstellung des auf eine gewünschte
Zahl eingestellten Zählers erfolgt durch ein Rückstellrelais mit einer Spule 294, die eine Klinke 295 zur
Verstellung eines Klinkenrades 296 betätigt. Die Spule 294 ist über den Kontakt 293 mit dem Kontakt
Λ1 des Schalters 55 verbunden, der die Rückwärtsbewegung
des Schlittens einleitet. Jedesmal, wenn der Schlitten nach Anfertigung einer Kopie
in seine Ruhestellung zurückkehrt, erhält daher die Spule 294 Strom und bewirkt, daß die Klinke 295
das Klinkenrad 296 um einen Zahn zurückschaltet.
Um den Schalter 59 instand zu setzen, die Anfertigung einer Mehrzahl von Kopien zu steuern, enthält
die Welle des Zählers eine zweite Nockenscheibe 298 mit einem normalerweise geöffneten Kontakt 297, der
in Reihe mit dem Kontakt des Schalters 59 geschaltet ist. Da der Kontakt 297 stets dann geschlossen ist,
wenn die Nummernscheibe sich nicht in ihrer Ruhestellung befindet, und da der Schalter 59 durch den
Vorsprung 284 des Schlittens geschlossen wird, kurz bevor dieser bei der Rückwärtsbewegung in seine
Ruhestellung zurückkehrt, wird bei jeder Rückführung des Schlittens der Motor 75 der Vorschubeinrichtung
kurzseitig eingeschaltet, um das nächste Blatt Aufzeichnungsmaterial zwischen die Eingangswalzen
81 und 82 zu bringen. Bei der automatischen Anfertigung einer Mehrzahl von Kopien wird die Spule
294 mehrfach betätigt, um die Welle des Zählers mit der Nockenscheibe 298 in die Ruhestellung zurückzuführen,
in welcher der Kontakt 297 öffnet und den Motor 75 der Vorschubeinrichtung stromlos macht.
Nach der Herstellung der vorherbestimmten Anzahl von Kopien entsprechend der Einstellung der Nummernscheibe
47 verhindert der Zähler daher die Herstellung weiterer Kopien.
Das Kopiergerät enthält eine Einrichtung, durch die verhindert wird, daß der Antrieb in Vo.rwärtsrichtung
den Schlitten über die Grenze seines Hubes hinaus verschiebt, was beispielsweise eintreten könnte,
wenn ein überlanges Blatt Aufzeichnungsmaterial verwendet wird oder wenn aus irgendeinem Grunde
zwei Blätter zugleich vorgeschoben werden, die sich teilweise überlappen. Zu diesem Zweck ist im Stromkreis
der »Vorwärts«-Spule 193 ein Grenzschalter 53 vorgesehen, der durch den Schlitten betätigt wird;
sein Schaltarm kann durch den gleichen Vorsprung 284 des Schlittens betätigt werden wie der Schalter 59.
Wenn sich ein derartiges überlanges Blatt in dem Gerät befindet, dessen Hinterkante den Kontakt Fl des
Schalters 55 noch unter Strom hält, nachdem der
so Schlitten seinen vollen Hub zurückgelegt hat, öffnet der Grenzschalter 53 am Ende des Schlittenhubes
und macht die »Vorwärts«-Spule 193 sowie das Relais 257 stromlos, welches die Lichtquelle steuert.
Der Grenzschalter 53 bringt jedoch nicht die Vorschubwalzen des Transportsystems zum Stillstand, so
daß das Aufzeichnungsmaterial weiterwandert, wobei es in der üblichen Weise entwickelt und ausgestoßen
wird. Das Gerät nimmt daher keinen Schaden, und das überlange Blatt wird automatisch ohne Zutun
der Bedienungsperson ausgestoßen, wobei der einzige Nachteil darin besteht, daß der das Normalformat
überschreitende Teil des Aufzeichnungsmaterials kein Bild trägt und wertlos ist.
Zusammenfassung der Arbeitsweise
Obwohl die Arbeitsweise des Kopiergerätes bereits aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, soll
sie nachstehend kurz zusammengefaßt werden. Nachdem die Vorratsschale 50 mit einem Stapel von
Kopierpapier beschickt wurde, wird der Hauptschalter 51 geschlossen, um das Gebläse und die
Antriebsmotore in Betrieb zu setzen und das Heizelement einzuschalten. Darüber hinaus setzt der
Hauptschalter den Motor 75 der Vorschubeinrichtung über den geschlossenen Schalter 57 in Betrieb, so daß
das oberste Blatt 41 des Kopierpapierstapels derart in die Bereitschaftsstellung 80 vorgeschoben wird, daß
seine Vorderkante sich vor den Eingangswalzen 81 und 82 befindet. In dieser Stellung betätigt das Kopierpapier
den Schaltarm 274 des Schalters 57 und schaltet den Motor 75 ab.
Nachdem ein Original auf den Schlitten aufgelegt wurde, der sich in seiner Ruhestellung befindet, wird der Steuerknopf 45 kurzzeitig gedrückt, so daß der Motor 75 das Kopierpapier aus der Bereitschaftsstellung zwischen die Eingangswalzen 81 und 82 vorschiebt. Das Kopierpapier wird jetzt durch die Ladestation 60 in die Belichtungsstation 100 geführt, wo seine Vorderkante den Schalter 52 betätigt. Hier-. durch erhält der Kontakt F Strom und schaltet die »Vorwärts«-Spule 193 und das Relais256 ein, welches die Lampen der Beleuchtungsstation unter Strom setzt, so daß der Schlitten nach vorn verschoben wird. Diese Bewegung dauert an, bis die Hinterkante des Kopierpapiers die Belichtungsstation verläßt, wobei die »Vorwärts«-Spule 193 stromlos gemacht und die
Nachdem ein Original auf den Schlitten aufgelegt wurde, der sich in seiner Ruhestellung befindet, wird der Steuerknopf 45 kurzzeitig gedrückt, so daß der Motor 75 das Kopierpapier aus der Bereitschaftsstellung zwischen die Eingangswalzen 81 und 82 vorschiebt. Das Kopierpapier wird jetzt durch die Ladestation 60 in die Belichtungsstation 100 geführt, wo seine Vorderkante den Schalter 52 betätigt. Hier-. durch erhält der Kontakt F Strom und schaltet die »Vorwärts«-Spule 193 und das Relais256 ein, welches die Lampen der Beleuchtungsstation unter Strom setzt, so daß der Schlitten nach vorn verschoben wird. Diese Bewegung dauert an, bis die Hinterkante des Kopierpapiers die Belichtungsstation verläßt, wobei die »Vorwärts«-Spule 193 stromlos gemacht und die
»Rückwärtse-Spule 203 unter Strom gesetzt und
gleichzeitig das Heizelement eingeschaltet wird, so daß der Schlitten sofort seine Rückwärtsbewegung beginnt.
Diese Rückwärtsbewegung erfolgt infolge des · höheren Übersetzungsverhältnisses mit der doppelten
Geschwindigkeit wie die Vorwärtsbewegung des Schlittens. Das Kopierpapier setzt seine Bewegung
fort und passiert die Entwicklungsstation, die Quetschrollen, die Ausstoßrollen und den Heißluftstrom, worauf
es auf der Ablegeschale 46 abgelegt wird. Der Schlitten setzt seine Rückwärtsbewegung fort, bis der
Schalter 54 in der Ruhestellung des Schlittens öffnet und die »Rückwärts«-Spule stromlos macht.
Wenn eine Mehrzahl von Kopien angefertigt werden soll, ist die Arbeitsweise die gleiche, außer daß
vorher die Nummernscheibe 47 entsprechend der Anzahl der gewünschten Kopien betätigt wird, so daß
der Kontakt 293 schließt und einen Stromkreis für das Relais 294 vorbereitet, welches während jeder
Rückführbewegung des Schlittens unter Strom gesetzt ao wird. Bei Betätigung der Nummernscheibe wurde
auch der Kontakt 297 geschlossen, der in Reihe mit dem Schalter 59 liegt, so daß der Schalter 59 am
Ende einer jeden Rückführbewegung des Schlittens den Motor 75 für die Vorschubeinrichtung kurzzeitig as
unter Strom setzt, um das nächste Blatt Kopierpapier aus der Bereitschaftsstellung zwischen die Eingangswalzen 81 und 82 zu bringen. Bei jeder Betätigung
der Spule 294 des Rückstellrelais schaltet die Klinke 295 das Klinkenrad 296 um einen Zahn zurück, bis
der Zähler nach Herstellung der gewünschten Anzahl von Kopien wieder seine Null- oder Ruhestellung erreicht
hat, in welcher der Kontakt 297 öffnet, so daß der Schalter 59 wirkungslos wird und keine weiteren
Blätter Kopierpapier zwischen die Eingangswalzen 81 und 82 vorgeschoben werden können. Wenn eine
größere Anzahl von Kopien hergestellt werden soll als auf der Nummernscheibe vorgesehen, kann eine
zusätzliche Anzahl gewählt werden, sobald die Nummernscheibe in ihre Ruhestellung zurückgekehrt ist.
Falls die Möglichkeit der Herstellung einer besonders großen Anzahl von Kopien des gleichen Originals
vorgesehen sein soll, kann die Nummernscheibe auch eine besondere Stellung C für Dauerbetrieb haben,
wobei die Nockenscheibe 292 mit einem zusätzlichen Ausschnitt 299 versehen ist, so daß in der Stellung C
der Kontakt 293 geöffnet ist. Das öffnen des Kontakts 293 hat zur Folge, daß die Spule 294 des Rückstellrelais
nicht betätigt wird, so daß fortlaufend neue Kopien gemacht werden. Gewünschtenfalls kann die 5»
Maschine jetzt unbeaufsichtigt arbeiten, bis der Vorratsstapel an Kopierpapier erschöpft ist. Sobald dies
der Fall ist, kann der Schlitten nicht mehr betätigt werden, so daß er in seiner Ruhestellung zum Stillstand
kommt und dadurch anzeigt, daß der Vorrat an Kopierpapier ergänzt werden muß.
Mannigfache Abänderungen des beschriebenen Ausführungsbeispiels sind möglich, so können beispielsweise
statt der Vorschubwalzen endlose Bänder od. dgl. verwendet werden oder eine Walze und ein
Riemen, der gegen eine polierte Fläche arbeitet. Weiter kann statt der einzelnen Bögen eine Vorratsrolle
mit einer endlosen Bahn von Kopierpapier verwendet werden, die in einer automatischen Schneidvorrichtung
in Bögen der gewünschten Länge zerteilt wird.
Claims (6)
1. Elektrophotographisches Durchlaufkopiergerät für blattförmiges Aufzeichnungsmaterial mit
einer Eingabe- und einer Vorschubeinrichtung für das Aufzeichnungsmaterial, durch weiche dieses
nacheinander durch eine Lade-, eine Belichtungsund eine Entwicklungsstation befördert wird, und
mit einem hin- und hergehenden Schlitten zur Aufnahme der Kopiervorlage sowie einer Einrichtung
zur Synchronisierung der Bewegung von Schlitten und Aufzeichnungsmaterial zum Zwecke
der bildmäßigen Belichtung mit von dem Aufzeichnungsmaterial betätigbaren Fühlerschaltern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung kontinuierlich laufend ausgebildet
ist und durch einen Steuerimpuls von der Eingabeeinrichtung mit einem Blatt Aufzeichnungsmaterial
gespeist wird, daß ein erster Fühlerschalter (52) am Eingang der Belichtungsstation
angeordnet und durch die vorleilende Kante des Aufzeichnungsmaterials betätigbar ist, derart, daß
er die synchrone Vorwärtsbewegung des Schlittens mit der Vorlage einschaltet, wenn das Aufzeichnungsmaterial
in das Belichtungsfeld eintritt, und daß ein zweiter Fühlerschalter (55) am Ausgang
der Belichtungsstation angeordnet und durch die nacheilende Kante des Aufzeichnungsmaterials
betätigbar ist, derart, daß er die Vorwärtsbewegung des Schlittens stoppt und dessen Rückführung
in die Ausgangslage einleitet, sobald die nacheilende Kante des Aufzeichnungsmaterials
das Belichtungsfeld verläßt.
2. Kopiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (52) und der zweite
(55) Schalter am Ein- bzw. Ausgang der Belichtungsstation außer der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
des Schlittens auch die Ein- bzw. Ausschaltung der Beleuchtungslampen steuert (Relais 256, Kontakt 255).
3. Kopiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn des Schlittens ein
nur bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens betätigbarer Schalter (59) vorgesehen ist, der den
Steuerimpuls zum Vorschieben eines weiteren Blattes des Aufzeichnungsmaterials liefert.
4. Kopiergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zähler (290} mit einem nur
in der Ruhestellung des Zählers geöffneten Schalter (Nockenscheibe 298, Kontakt 297) vorgesehen
ist, der in Reihe mit dem Schalter (59) zur Erzeugung des Steuerimpulses für den Vorschub eines
weiteren Blattes Aufzeichnungsmaterial geschaltet ist.
5. Kopiergerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Schlittenweges
ein Grenzschalter (53) vorgesehen ist, bei dessen Betätigung die Vorwärtsbewegung des Schlittens
ausgeschaltet wird, um unzulässige Schlittenwege bei Verwendung eines überlangen Aufzeichnungsblattes zu verhindern.
6. Kopiergerät nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Vorwärts-
und Rückwärtsbewegung des Schlittens verschiedene Übersetzungen haben, so daß der
Schlitten mit einer höheren als der Vorschubgeschwindigkeit zurückgeführt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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