DE1518251C - Verfahren zur Herstellung von Saccharo seestern von Fettsauren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Saccharo seestern von FettsaurenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Saccharoseestern von Fettsäuren mit
12 bis 22 Kohlenstoffatomen durch Umesterung von Saccharose mit einem niedermolekularen Alkylester
einer Fettsäure bei erhöhter Temperatur in einem heterogenen System-, das ein inertes Lösungsmittel enthält.
Gemäß den britischen Patentschriften 809 815 und 826 801 erfolgt die Herstellung von Saccharoseestern
von Fettsäuren durch Umesterung von niederen Alkylestern
der Fettsäure mit Saccharose in einem polaren Lösungsmittel. Das Molverhältnis von Fettsäurealkyl- ■
ester zu Zucker beträgt hierbei etwa 3:1 und mehr. Als
Katalysatoren werden vor allem alkalische Verbindungen, insbesondere Kaliumcarbonat, verwendet.
Nach Beendigung der Umesterung wird der überwiegende Teil des Lösungsmittels im Vakuum entfernt.
Anschließend muß ein anderes geeignetes Lösungsmittel zugegeben werden, um eine Zersetzung der
Zuckerester durch zu langes Erwärmen zu verhindern, und den überschüssigen Zucker auszufällen. Die dann ao
erhaltene Lösung des Zuckeresters muß noch gewaschen werden, und nach Abdampfen des Extrak-,
tionsmittels bleibt der Zuckerester in reiner Form zurück. Diese bekannten Verfahren haben jedoch den
Nachteil, daß sie außerordentlich kompliziert sind und as einen großen Überschuß an Saccharose sowie große
Mengen des polaren Lösungsmittels erfordern. Sowohl der überschüssige Zucker als auch das Lösungsmittel
müssen zurückgewonnen und wieder eingesetzt werden, wenn diese Verfahren wirtschaftlich sein sollen.
Das wiederum erfordert für beide Substanzen zusätzliche Reinigungsmaßriahmen mit dem entsprechenden
apparativen Aufwand.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von Saccharoseestern von Fettsäuren
mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen zu schaffen, das eine besonders einfache und wirtschaftliche Umesterung
von Saccharose mit einem niedermolekularen Alkylester einer Fettsäure ermöglicht. Diese Aufgabe
wird dadurch gelöst, daß man die Umesterung mit äquimolaren Mengen Saccharose und Fettsäurealkylester
in einem System aus zwei flüssigen Phasen durchführt, dessen eine Phase zu Beginn der Reaktion aus
einer Lösung des Fettsäurealkylesters in einem aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoff besteht
und dessen andere.Phase die Saccharose und gegebenenfalls den Katalysator in einem polaren Lösungsmittel,
vorzugsweise Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid, gelöst enthält, wobei das Gewichtsverhältnis
von polarem Lösungsmittel zu Kohlenwasserstoff so
0,5:1 bis 5:1, vorzugsweise 2:1 bis 2,5:1, beträgt.
Bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
werden zweckmäßig die Saccharose und der Katalysator zunächst bei mäßig erhöhter Temperatur,
z. B. 70 bis 900C, im polaren Lösungsmittel gelöst. Anschließend
wird der niedermolekulare Alkylester der Fettsäure, deren Saccharoseester erzeugt werden soll,
insbesondere der Methyl- oder Äthylester, in dem flüssigen Kohlenwasserstoff gelöst, und die beiden Phasen
werden unter Rühren im Vakuum bei Temperaturen zwischen etwa 40 und 18O0C, insbesondere zwischen
etwa 80 und 900C, zur Reaktion gebracht. Der Alkylester
verbleibt zunächst fast vollständig in der Kohlenwasserstoffphase. Der während der Umesterung frei
werdende niedere Alkohol destilliert ab und zugleich verarmt die Kohlenwasserstoff-Phase an Alkylester, da
der sich bei der Umesterung bildende Saccharoseester in dem polaren Lösungsmittel besser löslich ist als in
dem Kohlenwasserstoff: Nach einer Reaktionszeit von 5 bis 12 Stunden, im allgemeinen etwa 8 bis 9 Stunden,
ist die Umesterung beendet und durch Erhöhung der Temperatur im Reaktionsgemisch oder des
angelegten Vakuums oder durch beide Maßnahmen werden dann die beiden Lösungsmittel abdestilliert,
und der erzeugte Zuckerester verbleibt im Rückstand. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden
im Vergleich zu den bisher bekannten Verfahren nachfolgende verfahrenstechnische und wirtschaftliche
Vorteile erzielt: ■
Saccharose mit einem niedermolekularen Alkylester der Fettsäure können im Molverhältnis 1:1 eingesetzt
werden. Das erfindungsgemäße Verfahren wird also nicht durch überschüssigen Zucker belastet und die
Abtrennung und Reinigung des überschüssigen Zuckers entfällt. Die für die Umesterung erforderliche gesamte
Lösungsmittelmenge beträgt weniger als die Hälfte der bisher üblichen Menge. Ferner kann durch die wesentlich
einfachere Aufarbeitung und den Fortfall aller zusätzlichen Reinigungsverfahren die Ausbeute an
Zuckerester im Vergleich zu bekannten Verfahren im Durchschnitt um etwa 10°/o erhöht werden.
Neben den bereits erwähnten polaren Lösungsmitteln, wie Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid,
können bei dem Verfahren gemäß der Erfindung auch N-Methylmorpholin, Triäthylamine, Pyridin,- Chinolih,
· Pyrazin, N-Methylpyrazin, N-N-Dimethylpiperazin, 2-Pyrrolidon, N-Methylpyrrolidon · eingesetzt
werden. Als Lösungsmittel für die niedermolekularen Alkylester der Fettsäuren eignen sich unpolare Lösungsmittel,
die zwischen 100 und 2000C sieden; insbesondere
können aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, Äthylbenzol, Benzin,
Cyclohexylbenzol, Nonylbenzol und Ligroin verwendet werden. Das Gewichtsverhältnis von polarem Lösungsmittel zu dem flüssigen Kohlenwasserstoff beträgt
0,5:1 bis 5:1, vorzugsweise 2:1 bis 2,5:1.
Ausführungsbeispiele:
1. 51,5 g Saccharose (0,15 Mol) wurden mit 0,5 g Kaliumcarbonat in 120 g Dimethylsulfoxyd bei 85° C
gelöst. Gleichzeitig wurde eine Lösung von 0,15 Mol 12-Hydroxystearinsäuremethylesterin 50 g Cyclohexylbenzol
hergestellt und die beiden Phasen dann bei 85° C unter Vakuum 9 Stunden lang kräftig gerührt.
Dann wurden die beiden Lösungsmittel unter Vakuum abdestilliert. Der Rückstand besteht aus dem Saccharojseester
der 12-Hydroxystearinsäure. Die Ausbeute liegt über 95 °/0. Das Produkt ist als solches unmittelbar
als waschaktive Komponente von Waschmitteln verwendbar und senkt die Oberflächenspannung von
Wasser 10° deutscher Härte auf 38 dyn/cm.
2. Ein Gemisch aus 90 g Dimethylsulfoxyd, 50 g
Benzin eines Siedebereiches von 100 bis 140° C, 30 g Saccharose, 27,6 g 12-Hydroxystearinsäuremethylester
und 0,5 g Kaliumcarbonat als Katalysator wird bei 850C unter einem Vakuum von 100 mm Hg 9 Stunden
lang kräftig gerührt. Nach Abdestillieren der Lösungsmittel bleibt Saccharose-12-Hydroxystearat mit einer
Oberflächenspannung von 38 dyn/cm zurück. Die Ausbeute beträgt 96 °/0.
Entsprechende Ausbeuten werden bei der Umesterung von Myristinsäure- oder Laurinsäuremethylester
mit Saccharose erhalten.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann ganz allgemein zur Herstellung von Saccharoseestern von Fettsäuren
vorteilhaft eingesetzt werden. Es hat sich als be-
sonders vorteilhaft zur Herstellung von technisch wichtigen Saccharoseester von Fettsäuren mit mindestens
einer schwach hydrophilen Gruppe, wie einer Hydroxyl-, Carbonyl-, Oxim- oder Alkoxygruppe erwiesen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Saccharoseestern von Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen durch Umesterung von Saccharose mit einem niedermolekularen Alkylester einer Fettsäure bei erhöhter Temperatur in einem heterogenen System, das ein inertes Lösungsmittel enthält, dadurch gekennzeichηet, daß man die Umesterung mit äquimolaren Mengen Saccharose und Fett-. säurealkylester in einem System aus zwei flüssigen Phasen durchführt, dessen eine Phase zu Beginn der Reaktion aus einer Lösung des Fettsäurealkylesters in einem aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoff besteht und dessen andere Phase die Saccharose und gegebenenfalls den Katalysator in einem polaren Lösungsmittel, vorzugsweise Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid, gelöst enthält, wobei das Gewichtsverhältnis von polarem Lösungsmittel zu Kohlenwasserstoff 0,5:1 bis 5:1, vorzugsweise 2:1 bis 2,5:1, beträgt.
Family
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