DE1518010B - Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von aromatischen KohlenwasserstoffsulfonsäurenInfo
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Description
in welcher R1, R2, R3 und R4 einen Alkylrest mit
1 bis 5 Kohlenstoffatomen, R3 Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen
und η eine Zahl von i bis 4 bedeuten, wobei die Gesamtzahl von Kohlenstoffatomen in den
(R5)„-Alkylresten 1 bis 20 beträgt, dadurch
gekennzeichnet, daß man ein aromatisches Alkylsulfonat mit einer wäßrigen 20- bis
50gewichtsprozentigen Lösung eines Trialkylamins in molarem Überschuß umsetzt und aus der
wäßrigen Salzlösung nicht umgesetztes Trialkylamin durch Verdampfen entfernt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Trialkylamin in einem molaren
Überschuß von mehr als 5% einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit
Trimethylamin oder Triäthylamin durchführt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von quaternären Alkylammoniumsalzen
von bestimmten aromatischen Sulfonsäuren und besonders auf ein Verfahren zur Herstellung von
quaternären Alkylammoniumsalzen von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren in wäßriger Lösung.
Quaternäre Alkylammoniumsulfonate stellen eine Verbindungsklasse dar, welche im allgemeinen wasserlösliche
kristalline Feststoffe umfaßt. Diese Salze sind für eine Reihe von technischen und landwirtschaftlichen
Zwecken brauchbar, beispielsweise als Dispergiermittel in der Textilfärbe- und Textilverarbeitungs-
oder Textilbehandlungsindustrie, allgemein als biologische toxische Mittel und Bactericide
und als Virenbekämpfungsmittel (Viricide). Sie können auch in vorieiihafter Weise in wäßriger Lösung für
elektrolytische Verfahren oder Behandlungsweisen, bei welchen organische Verbindungen mit beschränkter
Wasserlöslichkeit vorhanden sind, zur Anwendung gelangen.
Es sind Arbeitsweisen zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen
von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren bekannt, bei welchen ein Alkylester
einer benzoiden Kohlenwasserstoffsulfonsäure mit einem Trialkylamin umgesetzt wird Jedoch werden
diese bekannten Arbeitsweisen unter wasserfreien Bedingungen in Gegenwart eines inerten organischen
Lösungsmittels ausgeführt. Wenn außerdem Versuche zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von
aromatischen einkernigen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren aus Alkylbenzolsulfonaten und Trialkylaminen
freien Bedingungen ausgeführt werden, ergeben sich dabei viele Schwierigkeiten. Die Reaktionsgeschwindigkeiten
sind niedrig; 5 bis 10 Gewichtsprozent des Esters bleiben im allgemeinen unumgesetzt in dem
5 organischen Lösungsmittel zurück, selbst wenn auch ein großer Überschuß an Amin in der Reaktionsmasse
vorhanden ist. Die organischen Lösungsmittel besitzen außerdem ein niedriges. Lösungsvermögen für
Tetraalkylammoniumsalze, wodurch deren Kristallisation in der Reaktionsvorrichtung veranlaßt wird.
Eine derartige Kristallisation bringt Verfahrensschwierigkeiten mit sich, z. B. Verstopfung der Leitungen
und Bildung von Kristallen an Kühlflächen. Bei elektrolytischen Verfahren zur Synthese von
bestimmten organischen Verbindungen, bei welchen wäßrige Elektrolyse verwendet werden, gelangen quaternäre
Alkylammoniumsulfonate zur Anwendung, um die Löslichkeit von organischen Verbindungen in
dem wäßrigen Elektrolyten zu erhöhen. Bei der Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von benzolaromatischen
Kohlenwasserstoffsulfonsäuren gemäß der bekannten Arbeitsweisen für den Gebrauch in
wäßrigen Elektrolyten, müssen die Salze zuerst aus den nicht wäßrigen Lösungen durch Kristallisation oder
Filtration gewonnen und dann weiterbehandelt werden, um Salze mit der zum Gebrauch in der Herstellung
von geeigneten wäßrigen Elektrolyten erforderlichen, hohen Reinheit zu erhalten. Diese Gewinnungs-
und Reinigungsstufen sind nicht allein unbequem und zeitraubend, sondern sie sind auch kostspielig
und bewirken eine Produktionserniedrigung. Obgleich es allgemein bekannt ist, daß Trialkylamine
wasserlöslich sind, war die erfolgreiche Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von aromatischen
Kohlenwasserstoffsulfonsäuren unmittelbar in wäßriger Lösung mit praktisch theoretischen Ausbeuten
völlig unerwartet. Es ist allgemein bekannt, daß Wasser Alkylester von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren
hydrolysiert. Daher wird im allgemeinen und normalerweise Wasser bei jeglicher
Reaktion, bei welcher diese Verbindungen vorhanden sind, ausgeschlossen.
Die Aufgabe der Erfindung war es daher,_e.in Ver-.
fahren zur Herstellung von Tetraalkylammoniun> salzen von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfön" '
säuren in wäßriger Lösung mit praktisch theoretischen Ausbeuten zur Verfügung zu stellen, das es ermöglicht,
die erhaltenen wäßrigen Lösungen direkt als Elektrolyte für elektrolytische Verfahren zu verwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von aromatischen
Kohlenwasserstoffsulfonsäuren der allaemeinen Formel
R2
R1 —N —R3
R1 —N —R3
R4
(R5)„
in welcher R1, R2, RJ und R4 einen Alkylrest mit 1 bis
5 Kohlenstoffatomen, R5 Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und η eine Zahl
von 1 bis 4 bedeuten, wobei die Gesamtzahl von Kohlenstoffatomen in den (R5)„-Alkylresten 1 bis 20
beträgt, besteht darin, daß man ein aromatisches Alkylsulfonat mit einer wäßrigen 20- bis 50gewichts-Drozentisen
Lösuns eines Trialkvlamins in molarem
i bib υ iu
Überschuß umsetzt und aus der wäßrigen Salzlösung nicht umgesetztes Trialkylamin durch Verdampfen
entfernt.
Vorzugsweise wird die Umsetzung mit Trimethylamin oder Triäthylamin durchgeführt.
Bei dem Verfahren zur Herstellung eines gewünschten Tetraalkylammoniumsulfonats einer aromatischen
Kohlenwasserstoffsulfonsäure aus einem Trialkylamin und einem Alkylester der aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäure
kann so ausgeführt werden, daß man den Ester mit einer wäßrigen Lösung von Trialkylamin
bei Raumtemperatur, erniedrigten oder erhöhten Temperaturen umsetzt, bis die Addition des Sulfonats
an das Amin nahezu vollständig ist. Kein inertes organisches Lösungsmittel, wie Äthanol, Isopropanolbenzol,
Dichlorbenzol, Hexan, Dioxan oder Äther, ist erforderlich. Das aromatische Alkylkohlenwasserstoffsulfonat
kann der wäßrigen Trialkylaminlösung unter Rühren und bei einer Geschwindigkeit und
unter solchen Bedingungen von Temperatur und Druck zugegeben werden, daß der Dampfdruck des
Systems nicht übermäßig hoch wird. Die Menge an Trialkylamin in der wäßrigen Lösung soll größer als
die für die Umsetzung erforderliche theoretische Menge sein. Vorzugsweise wird ein molarer überschuß
von Amin von wenigstens 5% angewandt. Die Reaktion verläuft sehr rasch und ist nahezu
vollständig, wenn die Zugabe des Esters zu der wäßrigen Lösung von Amin aufhört. Die Reaktionstemperatur wird von dem Trialkylamin bestimmt.
Die Reaktion ist im allgemeinen exotherm. Bei übermäßig hohen Temperaturen findet eine Verdampfung
des Alkylamins statt; dann muß entweder gekühlt oder unter Druck gearbeitet werden. Beispielsweise
reagiert Trimethylamin bei 0° C, es wäre jedoch erforderlich, eine Kühleinrichtung vorzusehen. Bei 100° C
wäre bei Verwendung von Trimethylamin ein Druckgefäß erforderlich, um die Verdampfung der reagierenden
Substanzen zu verhindern. Temperaturen bei oder in Nähe von Raumtemperaturen sind im Fall von
Trimethylamin zweckmäßig. Triäthylamin erfordert im allgemeinen die Anwendung von Wärme, um die
Reaktion einzuleiten, und in einigen Fällen wird eine erhöhte Temperatur beibehalten.
Eine Änderung der Temperatur der'wäßrigen Lösung
von Amin zwischen 20 und 60° C besitzt nur wenig oder gar keinen Einfluß auf die Ausbeute von Tetramethylammoniumbenzolsulfonat,
das durch die Zugabe von Methylbenzolsulfonat zu einer wäßrigen Lösung mit einem Gehalt an 10% theoretischem
Überschuß von Trimethylamin hergestellt wird. Die Herstellung von Tetraäthylammonium-toluolsulfonat
aus Triäthylamin und Äthyi-p-toluolsuifonat kann zweckmäßig bei einer Reaktionstemperatur von 70
bis 90° C durchgeführt werden.
Nach der Zugabe des Esters zu der wäßrigen Lösung wird überschüssiges Amin aus der Lösung
verflüchtigt und für die Wiederverwendung durch Absorption in Wasser oder in irgendeinem anderen
geeigneten Mittel zurückgewonnen. Die Konzentration der verbleibenden wäßrigen Lösung von quaternärem
Alkylammoniumsulfonat der aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäure kann bedarfsmäßig in
Abhängigkeit von der jeweiligen Verwendung eingeregelt werden. Es findet in gewissem Ausmaß eine
Phasenbildung statt, wenn Triäthylamin mit einem Sulfonat umgesetzt wird, das als reaktionsfähigen
Alkylrest eine Äthylgruppe aufweist. Wenn die reaktionsfähige Alkylgruppe eine Methylgruppe ist, ist
die Reaktion so rasch, daß keine unterscheidbare Phasenbildung vorhanden ist. Bei Anwendung von
Hitze auf eine Phasen aufweisende Lösung verschwinden im allgemeinen die Phasen bei Fortschreiten
der Reaktion.
Gemäß einem Anwendungsbeispiel der wäßrigen, quaternären Alkylammoniumsalzlösung als Lösungsmittel
und Elektrolyt bei der Elektrohydrodimerisation von Acrylnitril zu Adipinsäuredinitril kann
eine nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte 70%ige Salzlösung, bezogen auf Gewicht,
unmittelbar ohne eine weitere Reinigung oder Behandlung zur Anwendung gelangen. Eine 70gewichtsprozentige
Salzlösung entspricht etwa der für das Elektrohydrodimerisationsverfahren benötigten Konzentration.
Bei niedrigen Wasserkonzentrationen findet die Reaktion gemäß der Erfindung noch statt.
Um jedoch ein wirksames Fortschreiten der Reaktion zu erhalten, muß ausreichend Wasser für die
Bildung einer gesättigten oder nicht vollständig gesättigten Lösung vorhanden sein. Andererseits bewirkt "*
eine zu große Menge Wasser die Erzeugung von Ver^~
unreinigungen. Wie vorstehend angegeben, gehen ■ aromatische Alkylsulfonate die Hydrolyse ein, wie ;'
dies nachstehend erläutert ist: ■
O
S — O — CH3 + H,O
Il
ο
- OH + CH3OH
In Gegenwart eines Amins, beispielsweise von
N-CH3
CH3
CH3
findet dann die folgende Umsetzung statt:
,CH3
- S — OH + N-CH3
CH3
CH3
CH3
Bei Zunahme der Menge oder Konzentration des Wassers findet die vorstehend angegebene Umsetzung
bis zu einem unerwünschten Ausmaß statt. Die Kon-
1 5 18 O1ü
zentration des Trialkylamins in wäßriger Lösung
hängt von der Menge oder Konzentration an Verunreinigung, welche im Endreaktionsprodukt annehmbar
ist und von der Menge an Salz, welche in der Produktlösung gewünscht oder verlangt wird, ab.
Zweckmäßig wird eine Konzentration von 20 bis 50 Gewichtsprozent Trialkylamin in Wasser verwendet.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist sowohl kontinuierlich als auch ansatzweise ausführbar. Bei
einer kontinuierlichen Arbeitsweise können Amin und Wasser in einem Absorber in Berührung gebracht
werden, und die sich ergebende wäßrige Aminlösung kann mit einem gewählten Ester in einem Reaktor
zur Erzeugung des Salzes umgesetzt werden. Das Salzprodukt wird dann einem Verdampfer zugeführt,
um überschüssiges Amin zu entfernen und erneut im Kreislauf dem Aminabsorber zurückzuführen. Abänderungen
der kontinuierlichen Arbeitsweise, wie die kontinuierliche Entfernung und Rückführung von
Amin in einer Reaktionsapparatur, können vorgenommen werden. Die Erfindung wird nachstehend
an Hand der Beispiele näher erläutert.
Eine 29,6%ige wäßrige Lösung von Trimethylamin wurde durch Zusatz von 325 g (5,50 Mol) Trimethylamin
zu 771 g Wasser hergestellt.. Zu dieser wäßrigen Aminlösung wurden 861 g (5,0 Mol) Methylbenzolsulfonat
unter stetem Rühren während einer Dauer von 3,3 Stunden zugegeben. Die wäßrige Aminlösung ergab einen molaren Trimethylaminüberschuß
von 10%. Während der Zugabe des Methylbenzolsulfonats zu der wäßrigen Aminlösung wurde
die Temperatur der Aminlösung bei 2O0C mittels eines Eisbades beibehalten.
Nach der Zugabe des Methylbenzolsulfonats wurde die sich ergebende wäßrige Lösung bei einer Rückflußtemperatur
von etwa 107° C, um den Überschuß oder das nicht umgesetzte Amin abzutreiben. Die
verbleibende Salzlösung enthielt 1156 g Tetramethylammoniumbenzolsulfonat
entsprechend einer Konzentration von 58,7% und einer Reaktionsausbeute von 99,8%. Lediglich 0,08% Trimethylammoniumbenzolsulfonat,
gemessen auf Trockenbasis, wurden in dem Produkt als Verunreinigung festgestellt.
Eine Probe des so hergestellten Tetramethylammoniumbenzolsulfonats
wurde aus der wäßrigen Lösung durch Verdampfen des Wassers unter vermindertem Druck in einem Niederdruckverdampfer gewonnen.
Diese Salzprobe ergab einen Schmelzpunkt zwischen 209,0 und 210,20C im Vergleich mit 212 bis 213?C
für eine Standardprobe von Tetramethylammoniumbenzolsulfonat.
Eine wäßrige Lösung mit einer Trimethylaminkonzentration von 29,6% wurde gemäß der im Beispiel 1
beschriebenen Arbeitsweise hergestellt. Zu dieser Lösung wurden 861 g (5,0 Mol) Methylbenzolsulfonat
unter stetem Rühren während einer Dauer von 1,1 Stunden zugegeben. Die wäßrige Aminlösung
ergab einen molaren Trimethylaminüberschuß von 10%. Die Temperatur der Lösung wurde bei etwa
30° C während der Zugabe des Methylbenzolsulfonats zu der wäßrisen Arsinlcsuiis beibehalten. Nach der
Zugabe des Methylbenzolsulfonats wurde die erhaltene Lösung während weiterer 30 Minuten gerührt
und dann bei einer Rückflußtemperatur von etwa 1080C erhitzt, um den Überschuß oder nicht umgesetztes
Amin abzutreiben. Die verbleibende wäßrige Salzlösung ergab einen Gehalt von 1155g Tetramethylammoniumbenzolsulfonat,
entsprechend einer Konzentration von 59,9% und einer Ausbeute von 99,8%. Das so hergestellte Salz enthielt 0,10% Trimethylammoniumbenzolsulfonat,
gemessen auf Trokkenbasis.
Eine wäßrige Lösung mit einer Konzentration von 37,9% Triäthylamin wurde durch Zusatz von 445 g
(4,40 Mol) Triäthylamin mit einer Reinheit von 99,9% zu 729 g Wasser hergestellt. Zu dieser wäßrigen Lösung
wurden 689 g (4,00 Mol) Methylbenzolsulfonat unter stetem Rühren der Lösung während einer
Dauer von 20 Minuten zugegeben. Die wäßrige Aminlösung ergab einen molaren Überschuß von Triäthylamin
von 10%. Die Temperatur der wäßrigen Lösung wurde bei etwa 605C während der Zugabe
des Sulfonats gehalten, und die Lösung wurde während weiterer 15 Minuten nach der Beendigung der
Sulfonatzugabe gerührt. Der Überschuß oder nicht umgesetztes Triäthylamin wurden aus der sich ergebenden
Lösung durch Destillation in Form eines azeotropen Gemisches mit Wasser entfernt, und dann
wurde weiteres Wasser der verbleibenden wäßrigen Salzlösung zugegeben, um die Wassermenge, welche
während der Destillation entfernt worden war,, zu ersetzen. Die verbleibende wäßrige Lösung enthielt
1100 g Methyltriäthylammoniumbenzolsulfonat, entsprechend einer Salzkonzentration von 62,06% und
einer Ausbeute von 96,8%. Das so hergestellte Salz enthielt 3,82% Verunreinigungen, berechnet als Triäthylammoniumbenzolsulfonat,
und gemessen auf Trockenbasis. f
B e i s'p i e 1 4 ' !.
Eine wäßrige Lösung mit einer Konzentration von 31,5% Trimethylamin wurde durch Zugabe von
2254 g (38,14 Mol) Trimethylamin zu 4907 g Wasser- ' hergestellt. Methyltoluolsulfonat in einer Menge von"
5587 g (30,0 Mol) wurde zu der bereiteten wäßrigen Aminlösung unter stetem Rühren während einer
Dauer von 45 Minuten zugegeben. Die wäßrige Aminlösung lieferte einen molaren Überschuß an
Trimethylamin von 27,1%. Die Temperatur der wäßrigen Lösung wurde bei etwa 20° C während der Zugabe
von Methyltoluolsulfonat gehalten; nach der Zugabe des Sulfonats wurde die sich ergebende Lösung
bei einer Rückflußtemperatur von etwa 1080C erhitzt, um den Überschuß oder nicht umgesetztes
Trimethylamin abzutreiben. Die verbleibende wäßrige Lösung enthielt 7284 g Tetramethylammoniumtoluolsulfonat,
entsprechend einer wäßrigen Lösungskonzentration von 60,1% und einer Reaktionsausbeute
von 98,8%. Das Tetramethylammoniumtoluolsulfonatsalz enthielt 0,14% Trimethylammoniumtoluolsulfonat
als Verunreinigung, gemessen auf Trokkenbasis.
B e i s ρ i e 1 5
Eine wäßrige Lösung von Trimethylamin mit einer Konzentration von etwa 30% wurde durch Auflösung
von Trimethvlaminsas in kaltem Wasser erhalten. Eine
V-' A.
Reihe von Versuchen wurde ausgeführt, wobei eine abgemessene oder bestimmte Uberschußmenge der
wäßrigen Lösung von Trimethylamin in einen 300-ml-Reaktor, der mit einem magnetischen Rührer,
einem von der Lösung bedeckten Thermoelement und Kühlschlangen ausgestattet war, eingebracht
wurde. Bei jedem Versuch wurden etwa 100 g Methyltoluolsulfonat rasch zu der Aminlösung in dem
Reaktor während einer Dauer von 4 bis 5 Minuten zugegeben, während die Lösung in dem Reaktor
gerührt wurde. Die Temperatur der Lösung innerhalb des Reaktors wurde genau auf eine Reihe von
bestimmten Temperaturen eingestellt, indem das Durchströmen von Kühlwasser durch die Kühlschlangen
geregelt wurde. Bei jedem Versuch wurde die Arbeitstemperatur während des Versuchs für
eine Dauer von 15 Minuten unter Rühren nach der Zugabe von Ester beibehalten; dann wurde die Lösung
innerhalb des Reaktors rasch auf 250C gekühlt und analysiert. Die Ergebnisse von vier auf diese
Weise ausgeführten Versuchen sind in der nachstehenden Tabelle I zusammengestellt, worin Trimethylamin
abgekürzt als TMA und Trimethylammoniumtoluolsulfonat abgekürzt als Verunreinigung angegeben
sind.
| Ver | Molarer Überschuß |
Reaktions | Reaktionsdruck | Verunreini |
| such | TMA | temperatur | gung | |
| % | 0C | atü | % | |
| 1 | 10 | 60 | 2,04 (29) | 0,06 |
| 2 | 30 | 60 | 2,11 (30) | 0,06 |
| 3 | 10 | 60 | 2,04 (29) | 0,08 |
| 4 | 30 | 60 | 2,04 (29) | 0,08 |
| Ver | Molarer Überschuß |
Reaktions |
| such | TMA | temperatur |
| % | °C | |
| 1 | 10 | 30 |
| 2 | 10 | 40 |
| 3 | 20 | 30 |
| 4 | 20 | 40 |
Reaktionsdruck
atmosphärisch
atmosphärisch
atmosphärisch
atmosphärisch
atmosphärisch
atmosphärisch
atmosphärisch
Verunreinigung
0,03
0,03
0,03
0,04
0,03
0,03
0,04
Aus der vorstehenden Tabelle I ist ersichtlich, daß Tetramethylammoniumtoluolsulfonatsalz, welches bei
30 und 40° C hergestellt wurde, sowohl mit 10 als auch mit 20% Überschuß an Trimethylamin im wesentlichen
die gleichen Mengen an Verunreinigungen, nämlich an Trimethylammoniumtpluolsulfonatsalz,
darin enthielt.
B e i s ρ i e 1 6
Es wurden vier Versuche ausgeführt, wobei bei zwei Versuchen Methyltoluolsulfonat und bei den
anderen beiden Versuchen Methylbenzolsulfonat mit Trimethylamin umgesetzt wurde. Hierbei wurde das
Verfahren und die Vorrichtung, wie vorstehend im Beispiel 5 beschrieben wurde, mit der Abänderung
angewendet, daß die Reaktionstemperatur auf 6O0C
eingeregelt wurde und der autogene Druck maximal 2,11 atü betrug. Die Ergebnisse dieser vier Versuche
sind in der nachstehenden Tabelle II zusammengestellt. In den nachstehenden Versuchen 1 und 2
war der mit Trimethylamin (TMA in Tabelle II) umgesetzte Ester Methyltoluolsulfonat, und die Verunreinigung,
welche bestimmt wurde, bestand aus Trimethylammoniumtoluolsulfonat. In den Versuchen
3 und 4 bestand der mit TMA umgesetzte Ester aus Methylbenzolsulfonat, wobei die bestimmte
■ Verunreinigung Trimethylammoniumbenzolsulfonat war.
Wie aus den vorstehenden Tabellen I und II ersichtlich ist, besitzen erhöhter Druck, erhöhte Temperatur
und erhöhter Überschuß von Trimethylamin im wesentlichen keinen Einfluß auf die Reinheit des
Tetramethylammoniumtoiuoisuifonats und Tetramethylammoniumbenzolsulfonatsalzes,
welche jeweils nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt wurden. Die Salze besaßen in allen Fällen eine Reinheit
von oberhalb 99,9%. -^
B e i s ρ i e 1 7 ·-
Eine wäßrige Lösung mit einer Konzentration von \
34,5% Triäthylamin wurde durch Zugabe von 212 g / (2,09 Mol) Triäthylamin zu 402 g Wasser hergestellt. ·
Äthyl-p-toluolsulfonat wurde in einer Menge von '.
393 g (1,96 Mol) zu der hergestellten wäßrigen Aminlösung unter stetem Rühren während einer Dauer
von 20 Minuten zugegeben. Die wäßrige Amifilösüng ergab einen molaren Überschuß an Triäthylamin von
6,6%. Die Temperatur der wäßrigen Lösung wurde bei 25 bis 280C während der Zugabe des Äthyl-p-toluolsulfonats
gehalten. Bei Vervollständigung der Zugabe des' Äthyl-p-toluolsulfonats zu der wäßrigen
Lösung von Triäthylamin wurde die Lösung während 3 Stunden bei 75 bis/85°C erhitzt. Zu Beginn
waren zwei Phasen vorjianden. Nach einer Stunde blieb nur eine Phase zurück. Nicht umgesetztes Triäthylamin
wurde durch Destillation in Form eines azeotropen Gemisches mit Wasser entfernt. Dann
wurde Wasser zugegeben, um den Verlust durch Destillation zu ersetzen. Die verbleibende wäßrige Lösung
besaß eine Konzentration von 59,70% und enthielt 598,6 g Salz. Tetraäthylammoniüm-p-toluolsulfonat
wurde in Form einer wäßrigen Lösung erhalten, welche 12,8% Triäthylammonium-p-toluolsulfonat,
bezogen auf Trockensalzbasis, enthielt. Eine derartige hohe Konzentration an Verunreinigungen
war wahrscheinlich auf den ungenügenden Überschuß an Triäthylamin zurückzuführen.
Das Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Lösungen von quaternären Ammoniumsalzen gemäß
der Erfindung weist eine Anzahl von Vorteilen auf. Die Umsetzung zwischen einem gewünschten Trialkylamin
und einem benzoiden Kohlenwasserstoffsulfonsäurealkylester verläuft bei einer Reaktionsgeschwindigkeit
oder einem Reaktionsausmaß in wäßriger Lösung, welche wesentlich rascher als irgendeine
der früher erhaltenen Reaktionsgeschwindigkeiten, wobei die Salze in organischer Lösung hergestellt wurden, ist. Die Ausbeute an dem gewünschten
Salz ist sehr hoch. Durch die Verwendung von Wasser als Reaktionsmedium werden Verfahrensschwierigkeiten,
wie z. B. Kristallisation von Salzprodukt aus der Lösung, welche bei den bekannten Arbeitsweisen
209 53C/547
υ t υ υ j u
anter Anwendung von organischen Lösungsmitteln .ils Reaktionsmedium auftreten, vermieden, überdies
erlaubt die Verwendung von Wasser die Anwendung von tieferen Reaktionstemperaturen. Die hohe Ausbeute
an Reaktionsprodukt macht eine Reinigung, Kristallisation oder Rückführung im Kreislauf des
Salzproduktes unnötig, wobei die Verbesserung hiniichtlich der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gemäß
ier Erfindung durch die Ausschaltung derartiger Stufen offensichtlich ist. Die Verwendung von Wasser
in Stelle von organischen Materialien und die ein-
fachen und billigen Mittel zur Rückgewinnung des überschüssigen Amins, das ohne weitere Reinigung
bei dem Verfahren gemäß der Erfindung erneut verwendet werden kann, stellen klar erkennbare Verfahrensvorteile
dar. Außerdem können die wäßrigen Lösungen der quaternären Alkylammoniumsalze von
benzoiden Kohlenwassergtöffsulfonsäuren, welche gemäß der Erfindung hergestellt werden, unmittelbar als
wäßrige Elektrolyte bei organischen elektrochemisehen Reaktionen ohne weitere Reinigung oder Behandlung
zur Anwendung gelangen.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylammoniumsalzen von aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren
der allgemeinen Formel
R2
R1—N —R3
R4
R4
©Ο — !
(R5)„
Family
ID=
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