DE1516761C - Dipolantenne fur den Empfang in zwei getrennten Frequenzbereichen - Google Patents
Dipolantenne fur den Empfang in zwei getrennten FrequenzbereichenInfo
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Description
1 ' . 2
Durch die deutsche Auslegeschrift 1138 124 ist des Dipolwiderstandes im niedrigeren Frequenzeine
Dipolantenne für den wahlweisen Empfang bereich weitgehend zu kompensieren,
unterschiedlicher Frequenzbereiche bekannt, die zu- Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
sammen mit einem der Tränsformation des An- erfindungsgemäßen Antenne ist der Dipol ein an
tennenwiderstandes dienenden, zwischen dem Dipol 5 sich bekannter Breitbanddipol, der im Fernseh-
und der Empfängeranschlußleitung eingeschalteten bereich IV/V einen Widerstand von ungefähr
Leitungsstück im niedrigen Frequenzbereich als 240 Ohm hat.
Halbwellen- und im höheren Frequenzbereich als . Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen lassen
Ganzwellendipol wirksam ist. sich die Abweichungen des Anschlußwiderstandes
Diese bekannte Dipolantenne soll als Zimmer- io der Dipolantenne für beide Frequenzbereiche in
antenne zum Empfang der Fernsehbereiche III (174 Fehlergrenzen halten, bei denen auf einer angebis
230 MHz) und IV/V (470 bis 790 MHz) dienen. schlossenen Leitung mit einem Wellenwiderstand
Im Fernsehbereich III hat der stabförmige Dipol von z. B. 240 Ohm noch keine unzulässigen Welligallein
wegen der Halbwellenabstimmung einen keiten auftreten.
Anschlußwiderstand von ungefähr 70 Ohm. Im Fern- 15 Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfinsehbereich
IV/V wird der wegen der Ganzwellen- dungsgemäßen Dipolantenne besteht darin, daß mit
abstimmung hohe Anschlußwiderstand des Dipols dem Dipol zusammenwirkende Reflektoren für den
durch die Transformationsleitung ungefähr in den niedrigeren und den höheren Frequenzbereich und
Widerstand von 70 Ohm transformiert. Direktoren für den höheren Frequenzbereich vor-
Dazu muß die Transformationsleitung einen 20 gesehen sind.
Wellenwiderstand haben, der etwa das Drei- bis Vier- F i g. 1 ist eine Schaltskizze eines Ausführungsfache von 70 Ohm beträgt, weil der zu transformie- beispiels der erfindungsgemäßen Dipolantenne; f~
rende Widerstand des stabförmigen Ganzwellendipols F i g. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht eine An- ^ -
etwa 1000 Ohm sein dürfte. Im Frequenzbereich III Ordnung der Blindwiderstände der Boucherot-Brücke
liegt aber an beiden Enden der Transformations- 35 in einem Einsatz der Kabelanschlußdose der erfinleitung
ein Widerstand von ungefähr 70 Ohm, so daß dungsgemäßen Dipolantenne;
sich eine erhebliche Fehlanpassung ergibt, obwohl F i g. 3 ist eine perspektivische Ansicht eines Aus-
die Transformationsleitung im Fernsehbereich III führungsbeispiels der erfindungsgemäßen Dipolwesentlich kürzer ist als eine Viertelwellenlänge. Zur antenne.
Transformation des Widerstandes von 70 Ohm in 30 Wie F i g. 1 zeigt, sind an die Anschlußpunkte 3,4
den erwünschten Widerstand von ungefähr 240 Ohm der beiden Hälften 1,2 eines Breitbanddipols je eine
ist bei der bekannten Antenne an das empfänger- Induktivität 5 bzw. 6 und eine Kapazität 7 bzw. 8
seitige Ende der Transformationsleitung noch ein angeschlossen. Bei den Induktivitäten 5, 6 und den
zusätzlicher breitbandiger Übertrager mit einem Kapazitäten 7,8 sind jeweils die zweiten Anschlüsse
Übersetzungsverhältnis von etwa 1:2 angeschlossen. 35 der Induktivität und der Kapazität miteinander ver-
Die Erfindung betrifft eine Dipolantenne für den bunden, deren erste Anschlüsse nicht miteinander
Empfang in zwei getrennten Frequenzbereichen, die verbunden sind. An den Verbindungspunkt 9 der
zusammen mit einem zur Transformation des Dipol- Induktivität 5 und des Kondensators 7 und den Verwiderstandes
dienenden, zwischen dem Dipol und der bindungspunkt 10 der Induktivität 6 und des Kon-Empfängeranschlußleitung
eingeschalteten symme- 40 densators 8 ist eine symmetrische Antennenzuleitung
trischen Vierpol im niedrigeren Frequenzbereich als anzuschließen, die z. B. einen Wellenwiderstand von
Halbwellen- und im höheren Frequenzbereich als 240 Ohm hat. Dann ist der Breitbanddipol 1/2 so zu
Ganzwellendipol wirksam ist. bemessen, daß er bei seiner Ganzwellenresonanz, die ,
Durch die Erfindung ist die Aufgabe gelöst, die etwa in der Mitte des oberen Frequenzbereichs liegt, \i_
Nachteile der eingangs beschriebenen Antenne, ins- 45 ebenfalls ungefähr einen Anschlußwiderstand von
besondere die im niedrigeren Frequenzbereich stark 240 Ohm hat, der sich innerhalb des oberen Frefehlangepaßte
Transformationsleitung zu vermeiden quenzbereiches der Antenne nur innerhalb zulässiger
und den zusätzlichen breitbandigen Übertrager ein- Fehlergrenzen ändert. Die Boucherot-Brücke 5 bis 8
zusparen. beeinflußt im oberen Frequenzbereich den Anschluß-
Die Erfindung besteht darin, daß als Transforma- 50 widerstand des Breitbanddipols praktisch nicht. Der
tionsvierpol eine Boucherot-Brücke dient, deren Hochfrequenzstrom fließt in diesem Frequenzbereich
Blindwiderstände so bemessen sind, daß im niedri- über die Kapazitäten 7 und 8 zu den Anschlußgeren
Frequenzbereich der zu kleine Widerstand des stellen 9 und 10 der Antennenzuleitung.
Dipols ungefähr in den Wellenwiderstand der anzu- Im unteren Frequenzbereich wird der zu kleine
schließenden Leitung transformiert wird, der ungefähr 55 Anschlußwiderstand des Breitbanddipols 1/2 durch
gleich dem zur Ganzwellenresonanz des Dipols ge- die Boucherot-Brücke 5 bis 8 in einen Widerstand
hörenden Wert des Dipolwiderstandes ist. Die von z.B. ebenfalls 240 Ohm an den Anschluß-Boucherot-Brücke
ist z. B. beschrieben in dem Buch stellen 9,10 der Antennenzuleitung transformiert. Da
von Herbert G. Mende, »Praktischer Antennen- der Breitbanddipol 1/2, bezogen auf die Halbwellenbau«,
Bd. 50 der Radio-Praktiker-Bücherei, 7. und 60 resonanz, im unteren Frequenzbereich zu kurz ist,
8. Auflage, Franzis-Verlag, München, 1962, auf ist die Boucherot-Brücke 5 bis 8 so bemessen, daß sie
Seite 60. einen kapazitiven Widerstandsanteil des Breitband-
Im höheren Frequenzbereich verändert dann die dipols zugleich kompensiert.
Boucherot-Brücke den Anschlußwiderstand des In das Kästchen 11 aus Isoliermaterial, das in
Dipols nur in unerheblichem Maß. ■ 65 F i g. 2 in perspektivischer Ansicht dargestellt ist,
Die Boucherot-Brücke bietet in einer vorteilhaften sind die Induktivitäten 5,6 und die Kondensatoren 7
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Dipolantenne und 8 eingesetzt, die den Induktivitäten 5,6 und den
zugleich: die .Möglichkeit, einen kapazitiven Anteil Kapazitäten 7 und 8 der Schaltskizze in Fig. 1
entsprechen. Die Lötfahnen, an die die Induktivitäten 5, 6 und die Kondensatoren 7 und 8 angelötet
sind, entsprechen den Anschlußpunkten 3, 4 und 9, 10 in Fig. 1. Sie sind deshalb mit den gleichen
Bezugsziffern bezeichnet. Die Lötfahnen 9' und 10' sind selbstverständlich mit den Lötfahnen 9 und 10
leitend verbunden.
Bei der in F i g. 3 gezeichneten Antenne sind die beiden aus Metallblechteilen gebildeten Hälften 1
und 2 des Breitbanddipols an einer aus Isoliermaterial hergestellten Anschlußdose 12 für die
Antennenzuleitung befestigt. In die Anschlußdose 12, die mit einem Deckel 13 verschlossen ist, ist das in
F i g. 2 dargestellte Kästchen 11 eingesetzt. Auf der in den Figuren nicht wiedergegebenen Frontplatte
des Kästchens 11 befinden sich Klemmen zum Anschluß der Antennenzuleitung. Diese Anschlußklemmen
sind mit den Lötfahnen 9,10 und 9' und 10' leitend verbunden.
Die Kabelanschlußdose 13 ist an einem Längs- ao träger 14 befestigt, an dem außerdem ein im unteren
Frequenzbereich wirksamer Reflektor 15, ein im oberen Frequenzbereich wirksamer Reflektor 16 zwei
übereinander angeordnete Koppelstäbe 17 und drei Direktoren 18,19 und 20 angebracht sind. Durch die
beiden Koppelstäbe 17, die am Längsträger 14 übereinander in kleinem Abstand vom Breitbanddipol 1/2
angebracht sind, werden die Direktoren 18,19, 20 für den oberen Frequenzbereich an den Breitbanddipol
1/2 angekoppelt. Zwei weitere Reflektoren 21 und 22 für den oberen Frequenzbereich sind an zwei
senkrechten Stützen 23 und 24 angebracht, die wiederum am Längsträger 14 befestigt sind. Die abgebrochen
gezeichnete schräge Stütze 25 dient dazu, die Antenne z. B. an einem Fenster anzubringen.
Claims (4)
1. Dipolantenne für den Empfang in zwei getrennten Frequenzbereichen, die zusammen mit
einem zur Transformation des Dipolwiderstandes dienenden, zwischen dem Dipol und der Empfängeranschiußleitung
eingeschalteten symmetrischen Vierpol im niedrigeren Frequenzbereich als Halbwellen- und im höheren Frequenzbereich
als Ganzwellendipol wirksam ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Transformationsvierpol
eine Boucherot-Brücke dient, deren Blindwiderstände (5, 6, 7, 8) so bemessen sind,
daß im niedrigeren Frequenzbereich der zu kleine Widerstand des Dipols (1, 2) ungefähr in den
Wellenwiderstand der anzuschließenden Leitung transformiert wird, der ungefähr gleich dem zur
Ganzwellenresonanz des Dipols (1,2) gehörenden Wert des Dipolwiderstandes ist.
2. Dipolantenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brückenschaltung im
niedrigeren Frequenzbereich zugleich einen kapazitiven Anteil des Dipolwiderstandes kompensiert.
3. Dipolantenne nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dipol ein an sich
bekannter Breitbanddipol (1, 2) ist, der im Fernsehbereich IV/V einen Widerstand von ungefähr
,250 Ohm hat.
4. Dipolantenne nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Dipol (1, 2)
zusammenwirkende Reflektoren (15, 16, 21, 22) für den niedrigeren und den höheren Frequenzbereich
und Direktoren (17,18,19,20) für den höheren Frequenzbereich vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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