DE1510767C - Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine - Google Patents
Ringspinn- oder RingzwirnmaschineInfo
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- DE1510767C DE1510767C DE1510767C DE 1510767 C DE1510767 C DE 1510767C DE 1510767 C DE1510767 C DE 1510767C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine, bei welcher der Aufbau
der Spulen durch einen mittels eines Herzexzenters bewegten Schwinghebel erfolgt, der über eine Trommelwelle
auf die auf und ab bewegbaren Organe (Ringbank, Ballonbegrenzungsringe, Fadenführer)
einwirkt, wobei an der Trommelweile ein das Gewicht der bewegbaren Organe überwiegendes Gegengewicht
angreift und zwischen den Schwinghebel und die Trommelwelle ein Schrittschaltwerk zum Versetzen
des Lagenhubes geschaltet ist, und bei welcher die auf und ab bewegbaren Organe oder einzelne
derselben über den normalen Wickelbereich hinaus in eine Oberwindestellung anhebbar und eine Unterwindestellung
absenkbar sind, wobei den bewegbaren Organen oder einzelnen derselben beim Anspinnen
ferner eine kurzhubige Schwingung erteilbar ist.
Ein derartiger Aufbau ist in der der USA.-Patentschrift 3 231 209 entsprechenden deutschen Patentschrift
1 510 750 bereits vorgeschlagen worden, wobei Einzelmerkmale des Aufbaues zum Stand der Technik
gehören.
So bildet z. B. ein Schrittschaltwerk zum Versetzen des Lagenhubes den Gegenstand· der USA.-Patentschrift
3 072 350.
Aus der französischen Patentschrift 1348 851 ist
ferner eine elektro-hydraulische Steuervorrichtung für eine Zwirnmaschine bekanntgeworden, bei der
die Changierbewegung durch einen in zwei Richtungen wirkenden Hydraulikzylinder hervorgerufen wird.
Die bekannte Steuervorrichtung bewirkt, daß die Ringbank in eine Oberwindestellung angehoben, in
eine Unterwindestellung abgesenkt und ihr zu Beginn des Aufwindevorganges eine kurzhubige Schwingung
erteilt wird, um Fadenbriiche zu verhindern, wenn die Spindeln auf volle Drehzahl gehen.
Auch bei einer aus der deutschen Patentschrift 1 051 698 bekanntgewordenen Maschine ist Vorsorge
getroffen, die Ringbank pneumatisch in eine Unterwindestellung abzusenken. Steuervorrichtungen zum
Absenken der Ringbank in eine Unterwindestellung und zum Zurückführen in die Anspinnstellung sind
darüber hinaus aus der deutschen Auslegeschrift 1 054 358 und der deutschen Patentschrift 1 127 772
bekanntgeworden.
3 4
Keine der bisher bekannten und vorgeschlagenen Im einzelnen kann zur lösbaren Antriebsverbin-
Maschinen gestattet jedoch einen vollautomatischen dung eine mit der Hauptwelle umlaufende Klinke mit
Spulenaustausch. zwei Schaltstellungen vorgesehen sein, die mit der auf
Die Aufgabe der Erfindung liegt daher darin, Vor- der Hauptwelle frei drehbaren Buchse zusammensorge
zu treffen, daß alle Arbeitsvorgänge, die bei 5 greift, wenn die Buchse zum Absenken der Ringbank
einer Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine mit dem entgegen der Kraft des überwiegenden Gegengewich-Austausch
voller Spulen gegen leere Spulenhülsen tes durch die abwärtsgehende Zahnstange verdreht
zusammenhängen, automatisch durchgeführt werden wird, bei einer Bewegung der Zahnstange und einer
können. Verdrehung in entgegengesetzter Richtung aus ihrer
Der Erfindungsgedanke liegt demzufolge darin, be- ίο Antriebsverbindung jedoch gelöst ist.
kannte und neue Merkmale in der Weise zu kombi- Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel
nieren, daß man in Verbindung mit mechanischen an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es
Schaltgetrieben eine elektro-hydraulische Steuerung - zeigt
für den gesamten Arbeitsablauf an einer Ringspinn- Fig. 1 schematisch und in perspektivischer Darbzw.
Ringzwirnmaschine erhält, die den angestrebten 15 stellung eine Ringspinnmaschine mit elektro-hydrauvollautomatischen
Spulenaustausch ermöglicht. lischer Steuervorrichtung,
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist eine Ring- F i g. 2 im Schnitt die Trommelwelle der Maschine
spinn- oder Ringzwirnmaschine der eingangs erwähn- nach Fig. 1. mit zugeordneter Schalteranordnung,
ten Art gekennzeichnet durch eine elektro-hydrau- Fig. 3 und 4 Einzelheiten der Schalteranordnung
lische Steuervorrichtung, bestehend aus 20 nach F i g. 2,
a) einem Hydraulikzylinder mit Kolben, der über Fi|· 5' 6 und 7 Schnitte nach der Linie5-5 der
eine Zahnstange mit einem Zahnrad der Trom- \f'. ' . _ ... ,. „ , ... , , . , ,
melwelle beweiungsverbunden ist, ./1S; 8 im ?<*?« die Schnttschaltvorrichtung der
melwelle beweiungsverbunden ist, ./1S; 8 im ?<*?« die Schnttschaltvorrichtung der
° b Maschine nach F1 g. 1 einschließlich ihrer Kupplung,
b) einer hydraulisch betätigten Kupplung, durch 25 Fig. 9 und 10 Schnitte nach den Linien 9-9 und
welche der mit der Trommelwelle verbundene 10-10 der Fig. 8,
Abtriebsteil der Schnttschaltvorrichtung von F i g. 11 a, 1.1 b und 11 c ein Schaltdiagramm unter
dem eigentlichen Schrittschaltwerk abtrennbar Verdeutlichung der vollständigen Bewegungsfolge
ist, um die unter Einwirkung des überwiegenden der das Garn führenden und aufwindenden Organe
Gegengewichtes stehende Trommelwelle frei- go der Maschine nach Fig. 1,
zugeben, um die bewegbaren Organe oder ein- Fig. 12 bis 20 den Hydraulikkreis der Maschine
zelne derselben, insbesondere die Ringbank, in nach Fig. 1 über die ganze Bewegungsfolge hinweg
die Oberwindestellung anzuheben, und
c) einer Schalteranordnung zum Stillsetzen des Fig. 21 ein Schaltdiagramm der Maschine nach
Hauptantriebmotors in der Unterwindestellung 35 Fig. 1.
und zum Einschalten desselben in der Anspinn- Allsemeines
stellung, &
d) einer lösbaren Antriebsverbindung innerhalb Wie aus den Figuren, insbesondere aus der
der Trommelwelle für eine Relativbewegung der schematischen Darstellung nach Fig. 1 hervorgeht,
Ballonbegrenzerbank gegenüber den übrigen 4° ist die Erfindung im Zusammenhang mit einer Ringbewegbaren Organen, spinnmaschine beschrieben. Die Maschine weist ein
. . ,. , , , . „ , langes Gestell auf, das an jeder Seite mit den senk-
e) einer Ventilanordnung, welche dem im Hydrau- recht angeordneten Säulen 20 versehen ist; diese
hkzyhnder geführten Kolben beim Einsetzen des erstrecken sich von den in zwei Reihen angeordneten,
Aufwickelvorganges abwechselnd von oben und 45 stationären Spindelbänken 22 aus, an denen eine
unten Druckmittel zuleitet wobei den beweg- Anzahl Spindeln 23 mit darauf aufgesteckten Spulen
baren Organen oder einzelnen derselben über u h&testigt ist nach oben. Dem Antrieb der Spindeln
die Trommelwelle eine kurzhubige Schwingung 23 dient in der üblichen Weise der im Gestell unter.
erteilt wird. gebrachte Hauptmotor 25 (Fig. 21). Die Spindeln
Aus diesem Aufbau ergibt sich der angestrebte 50 und die Spindelantriebe sind bekannt und bilden
vollautomatische Arbeitsablauf, der am Schluß der keinen Teil der Erfindung; auf eine nähere Beschrei-
Beschreibung unter Bezugnahme auf das Ausfüh- bung kann daher verzichtet werden,
rungsbeispiel zusammenfassend wiedergegeben ist. Die beweglichen Organe, durch welche die Fäden
Gemäß Erfindung kann zum Wegschwenken der geführt und auf die auf die Spindeln aufgesteckten
Fadenführer in die Abziehstellung und Wiederein- 55 Spulenhülsen aufgewunden werden, sind längs der
schwenken in die Arbeitsstellung ein besonderer Säulen 20 zu jeder Spindelbank 22 auf- und abHydraulikzylinder
vorgesehen sein. wärts bewegbar. Es handelt sich dabei um die Ring-
Zur Erzielung der für den Spulenabzug erforder- bank 26 mit den über die Länge der Maschine hinlichen,
von der Bewegung der Ringbank unabhängi- weg darauf angebrachten Spinnringen 27, die Ballongen
Bewegung der Ballonbegrenzungsringe kann 60 begrenzerbank 29 mit den daran befestigten
gemäß Erfindung vorgesehen sein, daß die Trommel- Ballonbegrenzungsringen 30 und die Stange 32 mit
welle eine.mit der Ringbank und 'denFadenruhrern den Fadenführern 34, die in den Lagerböcken 33
gekuppelte Hauptwelle sowie eine mit der Ballon- drehbar gelagert ist.
begrenzerbank gekuppelte, auf der Hauptwelle frei Die Ringbank 26 ist über ihre Länge hinweg an
drehbar gelagerte Buchse aufweist, die einen Zahn- 65 mehreren Stellen mittels der Bänder 28 aufgehängt,
kranz trägt, in den die Zahnstange des Kolbens des die sich längs über die Maschine hinweg erstrecken
Hydraulikzylinders eingreift und der mit der Haupt- und an mehreren Stellen mit um die Laufrollen 38
welle lösbar verbunden ist. herumgeführten Verlängerungen versehen sind. Jedes
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Band 28 ist mit seinem Hauptende an einer Antriebs- rend dieses Vorganges wird die Schrittschaltvorrichscheibe
42 der insgesamt mit 40 bezeichneten und tung 100 in regelmäßigen Abständen betätigt, um
im folgenden näher beschriebenen Trommelwelle die wirksame Länge der Kette 78 leicht zunehmen zu
befestigt, die in Querrichtung an einem Ende des lassen und dadurch den Lagenhub nach oben zu ver-
Maschinengestells angeordnet ist. 5 setzen.
Die Ballonbegrenzerbank 29 hängt in gleicher Zur näheren Erläuterung und Darstellung der
Weise an den Bändern 31, die mit ihren Hauptenden Changiervorrichtung wird auf die oben angeführte
an der Antriebsscheibe 43 der Trommelwelle 40 be- USA.-Patentschrift 3 072 350 verwiesen,
festigt sind und die an ihren äußeren Enden in _
gleicher Weise mit über die Rollen 38 hinweglaufen- io ürnndung
den Verlängerungen versehen sind. Nach der Erfindung sind neuartige hydraulische
Die Lagerkonsolen 33 für die Stange 32 mit den und mechanische Betätigungsmittel und diesen zuge-
Fadenführern sind an den Bändern 35 befestigt, die ordnete Steuermittel vorgesehen, um die Arbeits-
sich ebenfalls alle über die Maschinenlänge hinweg weise der Maschine bei Beendigung und bei Beginn
erstrecken und an mehreren Stellen mit um die RoI- 15 des Aufwindevorganges zu steuern. Die sich ergeben-
len 38 umlaufenden Verlängerungen versehen sind. den Vorgänge bei Beendigung des Aufwindeyor-
Am Hauptende sind die Bänder 35 an den Scheiben ganges schließen das Anheben der Spinnringe 27 in
44 der Trommelwelle 40 befestigt. eine Oberwindestellung sowie das sich anschließende
Die dargestellte Maschine ist mit einer Vorrich- Absenken der Spinnringe in eine Unterwindestellung
tung zur Wickelbildung versehen, welche in vieler 20 ein, um einige Windungen auf den Fuß der Spindel
Hinsicht der Changiervorrichtung nach der USA.- 23 aufzubringen, danach zum Abnehmen der Spulen
Patentschrift 3 072 350 gleicht. Wie aus F i g. 1 der die Ballonbegrenzungsringe weiter abzusenken und
Anmeldungszeichnung hervorgeht, weist diese Chan- nahe an die abgesenkten Spinnringe heranzuführen
giervorrichtung den auf der Changierwelle 71 ange- sowie das Abkippen der Fadenführer 34 nach hinten.
brachten Herzexzenter 70 auf; die Welle 71 erhält 25 Beim Wiederanlauf der Spinnmaschine mit leeren
ihren Antrieb vom Hauptmotor 25 (Fig. 21); der Spulenhülsen werden die Spinnringe, die Ballon-
Herzexzenter 70 wirkt mit der Rolle 72 des Schwing- begrenzungsringe und die Fadenführer automatisch
hebeis 73 zusammen, der waagerecht unter dem in ihre Ausgangsstellungen für den Aufbau einer
Herzexzenter liegt. Der Schwinghebel 73 ist um den Spule zurückgeführt, wobei es die Bewickelung des
Zapfen 74 einer ortsfesten Lagerkonsole 75 drehbar 30 Spindelfußes und eine kurzhubige Schwingung der
und mit dem unteren Ende einer einstellbaren Glie- Ringbank ermöglichen, den Aufwindevorgang ein-
derkette 76 verbunden. An ihrem oberen Ende ist zuleiten, ohne daß ein Andrehen des Garnes durch
die Kette 76 mit der insgesamt mit 100 bezeichneten auftretende Fadenbrüche notwendig ist. Die Folge
und im folgenden näher beschriebenen Schrittschalt- der einzelnen Schritte ergibt sich aus den Fig. 11.a,
vorrichtung verbunden, die ihrerseits über eine 35 11b und lic.
Gliederkette 78 zum Kettenrad 46 der Trommelwelle Wie aus der F i g. 1 hervorgeht, bestehen die Mittel
4© Verbindung hat. zur Erzielung dieser Schrittfolge aus einem hydrau-
Mit der Trommelwelle 40 ist außerdem eine ein lischen Hauptkolben und Zylinder 90 mit einer Zahnüberwiegendes
Gegengewicht erzeugende Zugvor- stange 91, die mit einem Zahnrad 52 der Trommelrichtung
verbunden. Diese besteht aus einem Dreh- 40 welle 40 zusammengreift, einem weiteren in zwei
stab 80, der dazu dient, die Trommelwelle entgegen- Richtungen wirkenden hydraulischen Kolben und
gesetzt zur Zugrichtung der Bänder für die Faden- Zylinder 92 für die Fadenführer, dessen bewegliche
führer, die Ballonbegrenzungsringe und die Enden an die Schwenkarme 36 der Fadenführer-Spinnringe
zu verdrehen. Die Zugvorrichtung besteht Stange 32 angelenkt sind, um die Fadenführer 34 aus
aus einer Kette 82, die mit ihrem oberen Ende am 45 einer horizontalen in eine im wesentlichen vertikale
Kettenrad 47 der Trommelwelle 40 angreift. Die Lage zu verbringen, der über eine Einlaßleitung 166
Kette läuft nach unten über ein Führungsrad 83 hin- hydraulisch betätigten Kupplung der Schrittschaltweg
und ist mit ihrem unteren Ende an einem Nocken vorrichtung 100 und aus elektrischen Schalt- und
84 befestigt, der seinerseits an einem Drehzapfen 85 Steuermitteln. Zu diesen gehören eine nockenzwischen
den Lagerarmen 86 der Lagerkonsole 87 50 betätigte Schalteranordnung mit den Schaltern 200-1
angebracht ist; diese wiederum ist in einer Lagerung bis 200-8, die ihren Antrieb vom Zahnrad 52 über
88 drehbar, jedoch an einem Ende des Drehstabes eine quer zur Maschinenlängsrichtung gerichtete
80 starr befestigt, um sich mit diesem um die Achse Welle 94 mit einem Zahnrad 93 erhalten, das in Eindes
Drehstabes zu verdrehen. Der Drehstab 80 steht griff mit dem Zahnrad 52 ist, sowie die zusammenunter
einer Drehkraft, die auf die Kette 82 einen 55 wirkenden Schraubenräder 96 für den Antrieb der
abwärts gerichteten Zug ausübt, der ausreicht, den senkrecht gerichteten Nockenwelle 97, an der die
durch die verschiedenen, an der Trommelwelle 40 Schaltnocken 98-1 bis 98-8 befestigt sind. Eine Handangreifenden
Bänder ausgeübten Zug zu überwinden. kurbel 95 dient der Handverstellung des Zahn-Dem
Nocken 84 ist ferner ein einstellbarer Anschlag rades 52.
139 zugeordnet · · 60 Die Trommelwelle '
Die beschriebene Changiervornchtung arbeitet in ·
folgender Weise: Die Trommelwelle 40, deren Aufbau aus den
Changierwelle 71 und Herzexzenter 70 erhalten F i g. 2 bis 7 hervorgeht, unterscheidet sich von den
ihren Antrieb vom Motor 25 und erzeugen eine bisher bekannten Trommelwellen (vgl. USA.-Patent-
zyklische Auf- und Abbewegung des Schwinghebels 65 schrift 3 072 350) dadurch, daß sie eine unabhängige
zum Erzeugen einer hin- und hergehenden Bewe- Bewegung der Ballonbegrenzungsringe 30 gegenüber
gung der Ringbank 26, der Ballonbegrenzerbank 29 der Ringbank 26 und der Stange 32 mit den Faden-
und der Stange 32 mit den Fadenführern 34. Wäh- führern in eine gegenüber diesen abgesenkte Stel-
lung ermöglicht, um eine volle Spule von ihrer Spindel abzuziehen.
Die Trommelwelle weist hierzu eine Hauptwelle 50 auf, die in den ortsfesten Lagern 49 und 51 der
Spinnmaschine geführt ist; auf der Hauptwelle 50 ist mittels im Abstand voneinander angeordneter Rollenlager
S3 und 55 eine eine Vorgelegewelle bildende Buchse 54 drehbar gelagert. Die Scheiben 42 für die
Ringbank, die Scheiben 44 für die Fadenführer, das Kettenrad 46 für die Kette 78 der Schrittschaltvorrichtung
sowie das Rad 47 für die Kette 82 des Drehstabes 80 sind auf der Hauptwelle 50 befestigt und
laufen mit dieser um. Das Zahnrad 52 und die Scheibe 43 für die Ballonbegrenzer sind an der drehbaren
Buchse 54 befestigt.
Ein Klinkenmechanismus dient dem Umlauf der Buchse 54 mit der Hauptwelle 50 beim normalen
Betrieb der Spinnmaschine und dem von der Hauptwelle 50 unabhängigen Umlauf der Buchse
54 zum Absenken der Ballonbegrenzungsringe 30 für die Abnahme voller Spulen. Hierzu ist an
Hauptwelle 50 ein Bund 58 angeordnet, der sich innerhalb und mit Abstand von der Mantelfläche
einer in der Buchse 54 vorgesehenen zylindrischen Ausnehmung 56 befindet, wobei der Bund 58 mit
einer mittels eines Zapfens 62 schwenkbar an diesem gelagerten Klinke 60 versehen ist. Die Klinke
60 wird durch einen radial gerichteten Stift 63 mit einer ihrer Nasen 59, 61 an der inneren Mantelfläche
56 der Buchse 54 in Anlage gehalten; der Stift 63 wird durch eine Feder 69 nach außen gedrückt und
an einer der im Winkel angeordneten Klinkenflächen 64 oder 66 zur Anlage gebracht, die sich innen an
der Klinke bei 65 schneiden. In der inneren Mantelfläche 56 der Buchse 54 befindet sich eine Ausnehmung
57 zur Aufnahme einer Nase 59 der Klinke 60; diese verhindert eine weitere Winkelverstellung der
Hauptwelle 50 zur Buchse 54 in Richtung der Nase 59, während sie eine Relativverstellung in entgegengesetzter
Richtung der Nase 61 gestattet. In der Mantelfläche 56 der Buchse befinden sich ferner zu
beiden Seiten der Ausnehmung 57 zwei im Winkel zueinander angeordnete, die Klinke betätigende
Zapfen 67 und 68; sie sind in Längsrichtung der Buchse 54 leicht zueinander versetzt und betätigen
die in gleicher Weise zueinander versetzten Nasen.
Die Arbeitsweise des Klinkenmechanismus geht am deutlichsten aus den F i g. 5 bis 7 hervor. So zeigt
die F i g. 5 den Klinkenmechanismus in der eingeklinkten normalen Arbeitsstellung, bei der die Nase
59 in der Ausnehmung 57 aufgenommen ist, um die Buchse 54 mit der Hauptwelle 50 umlaufen zu lassen,
wobei die Buchse 54 eine Vorgelegewelle für die Hauptwelle 50 darstellt. Die F i g. 6 zeigt die Klinke
60 außer Eingriff infolge Drehung der Buchse 54 zur Hauptwelle 50 durch Festhalten der Hauptwelle 50
infolge Stillstands des Herzexzenters 70 und der Exzenterrolle 72, die ein Anhalten der Ringbank bewirken,
während das Zahnrad 52 durch die Handkurbel 95 oder die Zahnstange 91 unter Einwirkung
des Kolbens und Zylinders 90 in einer Richtung verdreht wird, in der sich die Klinkennase 59 auf den
die Klinke betätigenden Zapfen 68 zu und an diesem vorbei bewegt, um die Klinke in der Weise zu betätigen,
daß der Stift 63 von der Klinkenfläche 66 auf die Fläche 64 überwechselt und die Nase 61 an die
Mantelfläche 56 der Buchse angedrückt wird. Die Buchse 54 kann nunmehr in entgegengesetzter Richtung
verstellt werden, wobei die Nase 61 an der Ausnehmung 57 vorbeiläuft, ohne in diese einzugreifen,
und zwar in eine Stellung hinter dem anderen, die Klinke betätigenden Zapfen 67, wenn die Klinke
erneut betätigt wird, so daß gemäß F i g. 7 ihre Nase 59 wiederum in Anlage an der Mantelfläche 56 der
Buchse ist.
Die Bewegung in dieser Richtung kann mindestens so lange weitergehen, bis die Ballonbegrenzerbank 29
ίο voll abgesenkt ist; eine umgekehrte Bewegung hat jedoch zur Folge, daß die Nase 59 in der Ausnehmung
57 in Eingriffsstellung aufgenommen wird, um die Buchse 54 mit der Hauptwelle 50 synchron umlaufen
zu lassen.
Die Schrittschaltvorrichtung
Die erfindungsgemäße Schrittschaltvorrichtung, deren Aufbau aus den Fig. 1 und 8 bis 10 hervorgeht,
sieht eine neuartige, hydraulisch betätigte Kupplungsverbindung vor, die dem Abtrennen der
hin- und herbewegten Ringbank 26, der Ballonbegrenzerbank 29 und der Stange 32 mit den Fadenführern
von der Changiervorrichtung dient, um eine zusätzliche Verstellung dieser Teile in eine Oberwindestellung
zum Bewickeln des Spulenhalses zu bewirken.
Die beschriebene Differential-Schrittschaltvorrichtung 100, bei der erfindungsgemäße Merkmale verwirklicht
sind, weist das an der Buchse 104 angeordnete Differential-Antriebsrad 102 auf; die Buchse 104
wiederum ist auf der auf der mittleren Welle 108 der Schrittschaltvorrichtung gelagerten inneren Buchse
106 frei drehbar. Das mit der auf der mittleren Welle 108 drehbaren buchsenförmigen Verlängerung 112
versehene Differential-Abtriebsrad 110 liegt parallel zum Differential-Antriebsrad 102. Beide Räder sind
mit einer Innenverzahnung versehen, wobei das Abtriebsrad 110 etwas weniger Zähne aufweist als das
Antriebsrad 102. Das unterteilte Planetenrad 114 kämmt gleichzeitig mit beiden Innenverzahnungen
und kann auf dem Zapfen 116 umlaufen, welcher in der an der inneren Buchse 106 angebrachten, abgesetzten
Lagerung 118 festgehalten ist. Das Abtriebsrad 110 versetzt normalerweise die Abtriebsbuchse
119 in Drehung, die sich außen auf dem Abtriebsrad 110 und der buchsenförmigen Verlängerung 112 abstützt
und normalerweise als Einheit mit dieser umläuft.
Die. Stellung des unterteilten Planetenrades 114 zum Antriebsrad 102 wird in der Weise gesteuert,
daß dem Abtriebsrad 110 eine hin- und hergehende Bewegung und darüber hinaus bei jeder Hin- und
Herbewegung ein Vorlauf gegenüber dem Antriebsrad 102 erteilt wird; dies erfolgt über das an der
inneren Buchse 106 befestigte und als Einheit mit der Lagerung 118 für das Planetenrad umlaufende
Klinkenrad 120. Die an dem ortsfesten Zapfen 126 angebrachten Klinken 122,124 kommen mit dem
Klinkenrad 120 in der Weise zum Eingriff, daß das Klinkenrad 120 und die Lagerung 118 für das Planetenrad
gegen einen Umlauf mit. dem Antriebsrad 102 festgehalten werden, so daß das Planetenrad 114
auf seinem Zapfen umläuft und das Abtriebsrad 110 gegenüber dem Antriebsrad 102 verlaufen läßt.
Die Betätigung der Klinken 122 und 124 wird durch die Abdeckung 128 gesteuert, die mittels der
geschlitzten Klemme 130 an der Buchse 104 des Antriebsrades 102 befestigt ist. Die Abdeckung 128 hat
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beträchtliche Größe, so daß die Klinken 122,124 triebsrades 110 trägt eine Kupplungsbuchse 142, die
während einer Hin-und Herbewegung des Antriebs- über einen Keil 144 undrehbar mit diesem verbunden
rades 102 in angehobener Stellung gehalten werden ist, jedoch eine begrenzte Axialbewegung gegenüber
und nur in einem kleinen Bewegungsabschnitt am der buchsenförmigen Verlängerung 112 des Abtriebs-Ende
des Hubes mit dem Klinkenrad 120 zum Ein- 5 rades 110 ausführen kann. Die Kupplungsbuchse 142
griff kommen können. Bei dieser Anordnung läuft hält eine Anzahl Kupplungslamellen 146, die mit
das Planetenrad normalerweise als Einheit mit dem Lamellen zusammenwirken, welche an der mit der
Antriebsrad 102 und dem Abtriebsrad 110 um und Kette 78 verbundenen Buchse 119 festgehalten sind,
dient hierbei als Verbindungselement für die Hin- Die Kupplungsbuchse 142 befindet sich normalerund
Herbewegung der Räder als Einheit. Wenn das ao weise in Antriebsverbindung mit der Buchse 119,
Klinkenrad 120 und die Lagerung 118 für das Pia- indem eine Anzahl Schraubendruckfedern 148 in
netenrad durch Eingriff der Klinken 122,124 fest- Ausnehmungen in einer Stirnfläche der Kupplungsgehalten
werden, so wird das Planetenrad durch die buchse 142 aufgenommen sind, die am Ringanschlag
weitergehende Bewegung des Antriebsrades 102 in 150 angreifen, der sich seinerseits an dem an der
Drehung versetzt und erzeugt eine geringe Zunahme 15 buchsenförmigen Verlängerung 112 vorgesehenen
des Vorlaufes des Abtriebsrades 110 gegenüber dem Befestigungsring 152 abstützt. Die Hydraulik zum
Antriebsrad 102. Lösen der Kupplung umfaßt den insgesamt mit 160
Der Aufbau der Schrittschaltvorrichtung, des bezeichneten Kolben und Zylinder (Fig. 1.2) ein-Herzexzenters,
der Trommelwelle, der das über- schließlich des Ringkolbens 162, der sich außen an
wiegende Gegengewicht erzeugenden Zugvorrichtung 20 der Kupplungsbuchse 142 abstützt und mit dieser
und der zwischen diesen vorgesehenen Betätigungs- zusammenwirkt. Der Ringkolben 162 ist in einer
teile ist derart, daß die durch den Drehstab 80 auf- Ringnut geführt, die in einer Stirnfläche des kräfti- _
gebrachte überschüssige Verstellkraft normalerweise gen, einen Teil des Gehäuses der Schrittschaltvor- f/
dazu dient, die Exzenterrolle 72 am Herzexzenter 70 richtung bildenden Auflageringes 164 vorgesehen ist
in Anlage zu halten und gleichzeitig auf die Teile 25 und eine ringförmige Druckkammer bildet. Das
des Differentialgetriebes eine Drehkraft aufzubrin- Heranführen des Druckmittels an die Stirnfläche des
gen, die normalerweise das Rotieren oder Wandern Ringkolbens 162 erfolgt über die Druckleitung 166,
des Planetenrades 114 gegenüber dem Antriebs- und welche in die ringförmige Druckkammer einmündet;
Abtriebs-Differentialrad während der hin- und her- die Verteilung des Druckmittels über den Umfang
gehenden Bewegung des Antriebsrades 102 ver- 3° der Druckkammer erfolgt in der ringförmigen Aushindert,
nehmung 168. Die beiden O-Ringe 170, die zwischen
Die Mittel zum automatischen Wiedereinstellen die Wandungen der ringförmigen Druckkammer und
der Schrittschaltvorrichtung 100 bestehen aus einer des Ringkolbens 162 eingesetzt sind, dienen als
schraubenförmigen Rückstell-Torsionsfeder 134, die Druckdichtungen. Gemäß der Darstellung nach
um den Umfang des Antriebsrades 102 und des Ab- 35 F i g. 8 ist der Ringkolben 162 an der linken Seite
triebsrades 110 herumgewunden, mit einem Ende an über das Nadelstützlager 172 mit dem Stützflansch
der am Antriebsrad 102 vorgesehenen Konsole 136 174 verbunden; dieser wiederum kommt an dem
und mit dem anderen Ende an der Konsole 138 der Anschlagring 176 zur Anlage, welcher in einer im
Buchse 119 befestigt ist, die in Antriebsverbindung Umfang der verschiebbaren Kupplungsbuchse 142
mit der Trommelwelle der Maschine.steht. Die Tor- 4° vorgesehenen Nut aufgenommen ist. Bei dieser An-
sionsfeder 134 sucht die Buchse 119 entgegengesetzt lage ist die Buchse 119 frei, sich unter der Einwir-
zu der von dem Drehstab 80 ausgeübten Kraft zu ver- kung entweder der Kette 78 oder der Torsionsfeder
drehen, und zwar in eine Ausgangsstellung der 134 zu verdrehen.
Schrittschaltvorrichtung für den Aufwindevorgang, in Die zuvor beschriebene Schrittschaltvorrichtung
der die Konsole 138 nach unten gewandert ist. 45 lOO mit ihrer hydraulisch betätigten Reibungskupp-
Beim Wickeln von Spulen 24 auf der Maschine lung zur Erleichterung einer raschen Bewegung der
veranlaßt das kontinuierliche Arbeiten der Schritt- hin- und hergehenden Organe einschließlich der
schaltvorrichtung, daß das sich ständig hin- und Ringbank 26 in die Oberwindestellung zum Aufherbewegende Abtriebsrad 110 und die von diesem bringen einiger Windungen auf den Spulenhals arbeiangetriebene
Buchse 119 gegenüber dem sich ständig 5° tet im wesentlichen wie folgt:
hin- und herbewegenden Antriebsrad 102 in der Es sei angenommen, daß der Aufwindevorgang
Richtung und unter der Einwirkung der durch den bis zu der normalen Fertigstellung fortgeschritten ist,
Drehstab 80 ausgeübten Kraft allmählich vorlaufen; bei der die Spulen 24 voll sind, der Spinnring gemäß
Diese Bewegung des Abtriebsrades und der Buchse Fig. 11a die angehobene Stellung27-1 und das Ab-119
gegenüber dem Antriebsrad 102 zieht die Rück- 55 triebsrad 110 seine volle Vorlaufstellung gegenüber
stell-Torsionsfeder 134 auf, deren Kraft, wie oben dem Antriebsrad 102 erreicht hat. In dieser Stellung
angeführt, geringer ist als die durch den Drehstab 80 gibt es normalerweise keine Möglichkeit, die Schrittausgeübte
Kraft. Am Ende des Aufwickelvorganges schaltvorrichtung einschließlich der Differentialräder
hat die Konsole 138 etwa die Stellung erreicht, die in 102,110 und des Planetenrades 114 in der Weise zu
F i g. 8 strichpunktiert angedeutet ist. 60 betätigen, daß die Verbindungen zwischen dem
Insoweit entspricht die Schrittschaltvorrichtung der Herzexzenter 70 und der Trommelwelle 40 weiter
Anordnung nach der USA.-Patentschrift 3 072 350. verlängert werden, um den Spinnring von seiner
Bei dem dargestellten Aufbau ist das Abtriebsrad 110 höchsten Stellung 27-1, die er durch die Changiermit
der Buchse 119, der Kette 78 und der Haupt- vorrichtung erreicht hat, in die Stellung 27-2
welle der Trommelwelle40 erfindungsgemäß "über 65 (Fig. Ha) zum Umwickeln des Spulenhalses zu vereine
nachstehend beschriebene, hydraulisch betätigte bringen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Kupplungs-Reibungskupplung
verbunden. kolben bzw. Zylinder 160 betätigt, indem über die
Die buchsenförmige Verlängerung 112 des Ab- Leitung 166 der ringförmigen Druckkammer und dem
Ringkolben 162 Druckflüssigkeit zugeleitet wird, um können in der gewünschten Weise miteinander verauf
diese Weise die Buchse 119 und die Kette 78 von bunden werden. Dies geschieht durch in dem verden
Differentialrädern der Schrittschaltvorrichtung schiebbaren Ventil-Stempel vorgesehene Durchflußabzutrennen.
Die sich hin- und herbewegenden kanäle, die gegenüber den Zuführleitungen zwei oder
Organe einschließlich der Ringbank 26 werden nun- 5 drei Stellungen einnehmen, um zu vorbestimmten
mehr in die über den normalen Bereich hinaus- Zeiten verschiedene Durchlaufverbindungen zu den
gehende Oberwindestellung zum Umwickeln des den Arbeitstakt der Maschine steuernden Zylindern
Spulenhalses angehoben, in welcher der Drehstab- 90,92 und 160 herzustellen. Der Aufbau hierfür genocken
84 am ortsfesten Anschlag 139 anliegt. Das eigneter Ventile ist bekannt und bedarf daher außer
Anheben erfolgt unter Einwirkung des Drehstabes 80 io der Erläuterung ihrer besonderen Funktion, die sich
über die Trommelwelle 40. Die Rückstell-Torsions- aus den nachstehenden Ausführungen ergibt, keiner
feder 134 wird somit noch weiter gespannt. Die Welle weiteren Beschreibung.
der Trommel und die hin- und herbewegten Organe Zur einstellbaren Steuerung der Bewegungswerden nun, wie nachstehend beschrieben, in die geschwindigkeit der Ringbank und der Ringe 27
Abzugs- und Ausgangsstellung hinuntergedreht. 15 sowohl beim Herunterdrehen als auch bei der kurz-Während
des Absenkens veranlaßt die Rückstell- hubigen Schwingung weist der Hydraulikkreis drei
Torsionsfeder 134, daß die Buchse 119 und die Kette einstellbare Drosselventile auf, nämlich das Drossel-78
in Abwickelrichtung in die Ausgangsstellung ver- ventil 194 zum Absenken und die Drosselventile 196
bracht werden, in welcher die an der Buchse 119 vor- und 198 für die Schwingbewegung, die über die
gesehene Konsole 138 gegen die am Differential- 20 Wegeventile 184,186 und 188 in geeigneter Weise
Antriebsrad 102 vorgesehene Konsole 136 stößt. Die mit dem Hauptkolben bzw. Zylinder 90 verbunden
Kupplung kann erst dann wieder zum Eingriff korn- sind. Der Aufbau derartiger Drosselventile ist bemen,
wenn das Aufbringen von Windungen auf den kannt und bedarf keiner weiteren Erläuterungen mit
Spulenhals beendet ist und die hin- und hergehenden Ausnahme der Erläuterung ihrer Funktion im ZuOrgane
vollständig abgesenkt sind; das Schließen der 25 sammenhang mit dem Betrieb der Spinnmaschine.
Kupplung geschieht durch Ablassen der Druckflüssigkeit aus der Leitung 166 mittels der nachstehend be- Der elektrische Schaltkreis
schriebenen Steuermittel; unter Einwirkung der
schriebenen Steuermittel; unter Einwirkung der
Federn 148 geht hierbei die Kupplungsbuchse 142 Der elektrische Schaltkreis für die Betätigung der
unter Herstellung des Eingriffs in ihre Ausgangsstel- 30 Elektromagnetventile 184^4 und 184 B, 186 D, 188 C,
lung zurück. 190F und 192 G, sowie auch für den Hauptmotor
Der Hydraulikkreis 2^ unc* d*e Motorpumpe 180 ist in Fig. 21 wieder
gegeben.
Der in den Fig. 12 bis 20 dargestellte Hydraulik- Zu dem Schaltkreis, der an die Hauptanschlußkreis
zur Betätigung des Hauptkolbens bzw. Zylin- 35 klemmen 208 und 210 angelegt ist, gehören außer
ders 90, des weiteren Kolbens bzw. Zylinders 92 für den erwähnten Elektromagneten und Motoren die
die Fadenführer und des Kolbens bzw. Zylinders 160 nockengesteuerten Schalter 200-1 bis 200-8 der Tromder
Kupplung der Schrittschaltvorrichtung wird von melwelle, die Stop-, Anlauf- und Wiederanlaufder
Motorpumpe 180 versorgt, die das Druckmittel Schalter 202, 204 bzw. 206 und die Relais 211 bis
aus dem Behälter 182 abzieht und den Zylindern 40 220 mit ihren Kontakten, die gleiche Bezugsziffern
über eine Anzahl Elektromagnetventile und einstell- tragen, jedoch mit weiteren kennzeichnenden Indizes
bare Durchflußöffnungen zuleitet, die, wie nach- versehen sind. Eine vollständige Beschreibung findet
stehend beschrieben, durch die nockenbetätigten sich in der nun folgenden Erläuterung der Arbeits-Schalter
200-1 bis 200-8 über die entsprechenden weise der gesamten Spinnmaschine,
elektrischen Leitungen gesteuert werden. 45
elektrischen Leitungen gesteuert werden. 45
Die Fig. 12 zeigt die Ventile in ihrer Normalstel- Arbeitsweise
lung, in der die Maschine nur unter Einwirkung des
Herzexzenters 70 arbeitet. Zu den Ventilen gehört Die" Arbeitsweise der Spinnmaschine, soweit sie
das drei Stellungen einnehmende 4/3 Wegeventil 184 die Bewegung der hin- und herlaufenden, den Faden
für den Hauptzylinder, das von seiner dargestellten 50 führenden und aufwindenden Organe betrifft, näm-Mittelstellung
aus durch die Elektromagnete 184-^4 lieh die Bewegung der Spinnringe 27, der Ballonbzw.
184-23 in seine beiden seitlichen Schaltstellungen begrenzungsringe 30 und der Fadenführer 34 gegenbewegt
wird, das 3/3 Leitventil 186 für den Haupt- über den Spindeln 23 und Spulen 24, ist in aufeinzylinder,
das aus seiner dargestellten Mittelstellung anderfolgenden Schritten in den Fig. 11.a, 11b und
durch die Elektromagnete 186-D bzw. 186-E in seine 55 11 c wiedergegeben, wobei innerhalb der Schrittfolge
beiden Seitenstellungen verbracht wird, das 3/2 Wege- auch die nockenbetätigten Schalter 200-1 bis 200-8
ventil 188 mit zwei Stellungen für die kurzhubige und der Wiederanlaufschalter 206 angedeutet sind,
Schwingung, das durch den Elektromagneten 188-C da die einzelnen Schritte durch diese Schalter einin
seine Arbeitsstellung verbracht wird, das 4/2 Wege- geleitet werden. Zum besseren Verständnis sind die
ventil 190 mit zwei Schaltstellungen für die Faden- 60 das Garn führenden und steuernden Orgarie in den
führer, das durch den Elektromagneten 190-F in F i g. 11 a, 1.1 b und lic mit zusätzlichen Indizes verseine
Arbeitsstellung gebracht ^wird, und das 3/2 sehen, die ihren der Betätigung durch jeden der
Kupplungsventil 192 mit zwei Schaltstellungen für Schalter 200-1 bis 200-8 folgenden Stellungen entden
Aufwindevorgang am Spulenhals, das durch den sprechen; die Bewegungsbahn der Spinnringe 27 ist
Elektromagneten 192-G in seine Arbeitsstellung ver- 65 gestrichelt dargestellt und das entsprechende Hydraubracht
wird. Die Ventile gehören alle zu der Ventil- lik-Diagramm der Fig. 12 bis 20 des Hydraulikart,
bei denen zwei Paare von Zuführleitungen durch kreises in der jeweiligen, sich aus der Betätigung
das Gehäuse hindurchgeführt sind; die Leitungen eines der erwähnten Schalter ergebenden Betriebs-
13 14
stellung, befindet sich unter dem betreffenden Folge- tromagnet 184-A verstellt das Wegeventil 184, um
schritt der Fig. 11 a, 1.1 b und lic. zum Abwärtsbewegen des Sprinnringes dem Haupt- |
Die Fig. 11 a, 12 und 21 zeigen die verschiedenen kolben 90 von oben her Druckmittel zuzuleiten, wo- j
Elemente in ihrer normalen Arbeitsstellung unter der bei das Druckmittel durch das einstellbare Drossel- f
einzigen Einwirkung des Herzexzenters 70 und der 5 ventil 194 zum Absenken hindurchtritt, so daß sich f
Schrittschaltvorrichtung 100, in der sie unter der die Absenkgeschwindigkeit und damit auch die An- !
Kraft des Drehstabes 80 stehen, der das überwie- zahl der Windungen, die beim Absenken auf die '
gende Gegengewicht erzeugt. Die Hauptwelle 50 und Spule 24 aufgewickelt werden, vorbestimmen läßt. ji
die Buchse 54 der Trommelwelle 40 sind in Eingriffs- Diese Betriebsstellung des Hydraulikkreises gibt die
verbindung und laufen zusammen um, die Kupplung 10 Fig. 14 wieder.
der Schrittschaltvorrichtung ist im Eingriff, so daß Etwa zu diesem Zeitpunkt öffnen die Kontakte j
die Spinnmaschine in herkömmlicher Weise arbeitet 214-5 und unterbrechen die Stromzufuhr zum Haupt- I
und sich der Fertigstellung einer Spule nähert, wobei motor 25, so daß die Spindel in der Stellung 23-3 I
ein Spinnring 27 längs des oberen Endes einer Spule langsamer läuft und anhält, nachdem der Spinnring J
24 hin- und herbewegt und der Lagenhub durch die 15 seine untere Stellung 27-3 erreicht hat, in der einige \
Schrittschaltvorrichtung allmählich nach oben ver- Garnwindungen auf den Spindelfuß aufgewickelt wer-
setzt wird. In gleicher Weise wird auch die Schalter- den, so daß die Spindel anschließend mit einer neuen f
Nockenwelle 97 hin- und herbewegt. Spule wieder zum Anlauf gebracht werden kann, ji
Wenn die Spule 24 bis zur gewünschten Größe ge- ohne daß eine Notwendigkeit besteht, das Garn an- f
wickelt worden ist, wird dieser Zustand durch die im 20 zudrehen. !
voraus festgesetzte Betriebsstellung des Schaltnok- Wenn der Spinnring die in Fig. 11a wieder-
kens 98-1 abgetastet, der zu diesem Zeitpunkt weit gegebene untere Stellung 27-3 erreicht, wird der ί
genug vorgelaufen ist, um den normalerweise geöff- Schalter 200-3 durch seinen ihm zugeordneten Nok- φ
neten Schalter 200-1 zu betätigen und diejenigen ken 98-3 betätigt. Er speist das Relais 215, das sich
Arbeitsvorgänge der Spinnmaschine einzuleiten, auf 25 durch die Kontakte 215-2 verriegelt. Die Kontakte ;
die sich die Erfindung bezieht. 215-1 öffnen und machen den Elektromagneten
Der Schalter 200-1 läßt über die Kontakte 212-1 186-E stromlos; hierdurch wird das Ventil 186 ver- ;
den Pumpenmotor 180 anlaufen, und zwar durch stellt, um den hydraulischen Kolben bzw. Zylinder i
Speisung des Relais 212 über die normalerweise ge- 90 in seiner abgesenkten Stellung anzuhalten
schlossenen Kontakte219-5 und den normalerweise 30 (Fig. 15). Die Kontakte215-3 werden geschlossen,
geschlossenen Schalter 200-5. Er betätigt ferner die sind jedoch stromlos, da die Kontakte 215-1 geöffnet
parallel liegenden Kontakte 212-2, um das Relais 212 sind. Wenn die Ruhezeit des Relais 215 abgelaufen
unter Strom zu halten, wenn sich der Schalter 200-1 ist, um für den Hauptmotor 25 eine Stillstandszeit
öffnet. zur Verfügung zu stellen, werden die Kontakte 215-4
Die Stellung27-1 des Spinnringes (Fig. lla) ist 35 geöffnet und machen den Elektromagneten 192-G
die im normalen Betrieb zu diesem Zeitpunkt oberste stromlos; das Ventil 192 wird für die Freigabe des
Stellung; ein weiteres Anheben erfolgt nur dann, Druckmittels aus dem Kolben bzw. Zylinder 160 der
wenn Windungen auf den Spulenhals aufgebracht Schrittschaltvorrichtung und für den Wiedereingriff
werden sollen. Beim nächsten Schaltablauf betätigt der Kupplung (F i g. 15) in der wiederhergestellten
der Schalter 200-2 das Relais 213 auf Grund des vor- 40 Arbeitsstellung der Schrittschaltvorrichtung verstellt,
angegangenen Schließens der Kontakte 212-2. Seine Danach schließen die Kontakte 215-5, der Elektro-
Kontakte 213-4 speisen den Elektromagneten 186-.E, magnet 184-ß erhält über die Kontakte 214-6, 215-5,
um den Einlaßöffnungen der anderen Ventile Druck- 216-1 und 215-3 Strom; der Elektromagnet 186-E
mittel zuzuleiten. Das Relais 213 betätigt die Kon- erhält erneut Strom. Die Speisung der Elektromagne-
takte 213-1, damit es selbst unter Strom bleibt. Seine 45 ten 184-5 und 186-is verstellt die Wegeventile 184
Kontakte 213-3 speisen den Elektromagneten 192-G und 186 und veranlaßt den Kolben des Zylinders 90,
der Kupplung der Schrittschaltvorrichtung, um dem nach oben zu gehen (F i g. 16) und den Ballonbegren-
Kolben bzw. dem Zylinder 160 der Kupplung der zungsring sowie den Spinnring in die Stellungen 30-4
Schrittschaltvorrichtung Druckmittel anzuleiten und und 27-4 (Fig. lib) anzuheben, bis die Ringbank
die Kupplung zu lösen, so daß der Spinnring in die 50 26 durch die am Herzexzenter 70 (F i g. 1) zur An-
noch höhere Stellung 27-2 angehoben wird, wie es in lage gekommene Exzenterrolle 72 angehalten wird,
Verbindung mit der Arbeitsweise der Schrittschalt- während die Ballonbegrenzerbank 29 weiter nach
vorrichtung 100 erläutert wurde, um eine Anzahl oben geht. Somit entsteht eine Relativbewegung der
Windungen auf den Hals der Spule aufzubringen, die Hauptwelle 50 der Trommelwelle zur Buchse 54, wo-
die Stellung 24-2 einnimmt. Die F i g. 13 gibt den 55 bei die lösbare Klinke 60 verschwenkt und aus der
Hydraulikkreis in dieser Betriebsstellung wieder, wo- Eingriffsstellung gelöst wird, wie es im Zusammen-
bei der Spinnring die in Fig. lla mit 27-2 bezeich- hang mit der Arbeitsweise der Trommelwelle 40
nete oberste Endstellung einnimmt. (F i g. 5 bis 7) beschrieben ist.
Nach einer vorbestimmten Zeit zum Aufbringen Wenn die Ballonbegrenzerbank 29 bis über den
der gewünschten Anzahl Halswindungen betätigen 60 Punkt hinaus angehoben ist, in dem die Antriebsverdie
Verzögerungskontakte 213-2 das Relais 214, das bindung gelöst wird, betätigt der Nocken 98-4 den
sich durch die Kontakte 214-1 selbst verriegelt. Die Schalter 200-4, welcher das Relais 216 speist, das
Kontakte 214-2 schließen und speisen den Elektro- sich durch seine Kontakte 216-2 verriegelt. Außermagneten
184-A. Die Kontakte 214-3 haben zu die- dem schließen die Kontakte 216-3, bleiben jedoch zu
sem Zeitpunkt keine Funktion, da sie parallel zu den 65 diesem Zeitpunkt ohne Wirkung, da die Kontakte
bereits geschlossenen Kontakten 213-4 liegen. Außer- 215-4 geöffnet sind. Die Kontakte 216-1 öffnen und
dem schließen die Kontakte 214-4, haben jedoch zu lassen den Elektromagneten 184-ß abfallen; das ί
diesem Zeitpunkt ebenfalls keine Funktion. Der Elek- Ventil 184 wird verstellt, so daß keine weitere Auf-
wälzbewegung des Kolbens des Hauptzylinders 90 vonstatten geht. Darauf schließen die Kontakte 216-5
und speisen über die geschlossenen Kontakte 214-4 den Elektromagneten 188-C. Das Ventil 188 wird auf
diese Weise verstellt und gibt über das einstellbare Drosselventil 198 eine Zweigleitung frei, so daß
Druckmittel aus dem Hauptzylinder 90 austreten kann, wenn die Ballonbegrenzungsringe durch ihr
Eigengewicht in die Stellung 30-5 nach unten gehen, in der sie sich zur Freigabe der Spulen in Nähe der
die Stellung 27-5 einnehmenden Spinnringe befinden. Zur gleichen Zeit wird durch die Kontakte 216-5 der
Elektromagnet 190-F betätigt und das Ventil 190 verstellt, um dem Zylinder 92 für die Fadenführer
Druckmittel zuzuleiten und den Arm für den Fadenführer in die angehobene Stellung 34-5 zurückschwingen
zu lassen. Die Schaltstellung des Hydraulikkreises zu diesem Zeitpunkt ist in Fig. 17 wiedergegeben.
Wenn der Ballonbegrenzungsring seine untere Stellung 30-5 (Fig. lib) erreicht, wird der
Schalter 200-5 betätigt, da die Drehung seiner Nokkenwelle 97 mit der Drehung des Zahnrades 52 zufi
sammenfällt. Der Schalter 200-5 setzt den Pumpenmotor 180 still und läßt die Kontakte 212-2 und die
Relais 213, 214 und 215 abfallen, so daß sich ihre Kontakte verstellen.
Die Maschine befindet sich nun in einer Betriebsstellung zum Abziehen durch manuelles oder maschinelles
Austauschen voller Spulen gegen leere, wobei sich die Spinnringe, die Ballonbegrenzungsringe und
die Fadenführer unter Freigabe der Spulen in den Stellungen 27-5, 30-5 und 34-5 befinden, die in
Fig. 11b wiedergegeben sind.
Nach dem Austausch voller Spulen gegen leere wird die Maschine durch Betätigung des Druckknopfschalters
206 entweder von Hand oder durch die automatische Abziehvorrichtung wieder zum Anlauf
gebracht. Hierbei erhalten die Relais 217 und 218 Strom und verriegeln sich durch die Kontakte 217-1
und 218-1. Außerdem schließen die Kontakte 218-2 und 217-2 zur Speisung des Relais 212, das über die
Kontakte 212-1 den Pumpenmotor 180 anlaufen läßt. Die Kontakte 218-1 schließen und speisen den
Elektromagneten 186-£>, der das Ventil 186 verstellt,
so daß Druckmittel durch das einstellbare Drosselventil 196 für die abwärts gerichtete kurzhubige
Schwingung hindurchtritt. Die Kontakte 217-4 öffnen, der Elektromagnet 190-F wird stromlos und das
Ventil 190 verstellt, so daß der Zylinder 92 für die Fadenführer diese in ihre Normalstellung 34-6 zurückbewegt.
Die Kontakte 217-3 schließen, der Elektromagnet 184-ß wird gespeist und das Ventil 184
verstellt. Dies bewirkt ein Ausfahren des Kolbens des Hauptzylinders 90, ein Anheben der Ballonbegrenzerbank
29 und eine Drehung der Buchse 54 der Trommelwelle gegenüber der Hauptwelle 50, bis
die Klinke 60 bei ihrem Eintritt in die Ausnehmung 57 die Teile wieder in Antriebsverbindung bringt.
Ein weiteres Ausfahren des Kolbens des Zylinders 90 verdreht die Nockenwelle 97 in ausreichender Weise,
um den Schalter 200-6 zu schließen, welcher auf das Relais 219 einwirkt, das sich durch seine Kontakte
219-4 verriegelt. Die Kontakte 219-1 öffnen sich, der Elektromagnet 184-5 wird stromlos, das Ventil 184
wird verstellt und verhindert eine weitere Aufwärtsbewegung des Kolbens des Zylinders 90. Die F ig. 18
zeigt den Hydraulikkreis zu diesem Zeitpunkt und die Fig. lic die angehobenen Stellungen 27-6, 30-6 und
34-6 für den Spinnring, den Ballonbegrenzungsring und den Fadenführer. Die Kontakte 219-2 schließen
sich und veranlassen einen erneuten Anlauf des Hauptmotors 25 für den Antrieb der Spindeln 23 und
des Herzexzenters 70.
Wenn die Maschine den Aufwindevorgang mit leeren Spulen wieder aufnimmt, wird die Schwingbewegung
der Spinnringe zwischen den Stellungen 27-7 und 27-8 (Fig. lic) eingeleitet, um einen Fadenbruch
zu verhindern, wenn die Spindeln auf ihre volle Drehzahl gehen. Dies geschieht bei Schließen
der Kontakte 219-3 unter Speisen des Elektromagneten 184-A und Verstellen des Ventils 184, welches
veranlaßt, daß der Kolben des Hauptzylinders 90 langsam nach unten geht, wobei Druckmittel
durch das einstellbare Drosselventil 196 für die abwärts gerichtete Schwingbewegung hindurchtritt, und
zwar in die Stellung 27-7 des Spinnringes zum Umwickeln des Spindelfußes (Fig. 19 und lic), bis der
Schalter 200-7 betätigt wird.
Der Schalter 200-7 speist das Relais 220, das sich durch seine Kontakte 220-1 verriegelt. Seine Kontakte
220-2 öffnen, machen den Elektromagneten 184-A stromlos und verstellen das Ventil 184, das den
Kolben des Zylinders 90 anhält. Die Kontakte 220-4 schließen, speisen den Elektromagneten 188-C und
verstellen somit das Ventil 188, welches die Druckflüssigkeit durch das einstellbare Drosselventil 198
für die aufwärts gerichtete Schwingbewegung hindurch umleitet. Die Kontakte 220-3 schließen, speisen
den Elektromagneten 184-2?, der das Ventil 184 verstellt und den Kolben des Zylinders 90 ausfahren
läßt; das Ausfahren erfolgt jedoch langsam und in vorbestimmtem Verhältnis, da die Druckflüssigkeit
durch das einstellbare Drosselventil 198 für die aufwärts gerichtete kurzhubige Schwingung hindurchfließen
muß. Diese Schaltstellung des Hydraulikkreises gibt die F i g. 18 wieder.
Der Schalter 200-8 arbeitet im oberen Bereich der Kolbenbewegüng und macht das Relais 220 stromlos,
dessen Kontakte 220-1 den Stromkreis des Elektromagneten 184-5 unterbrechen, so daß das Ventil
184 verstellt wird; die Kontakte 220-4 machen den Elektromagneten 188-C stromlos und veranlassen die
Verstellung des Ventils 188; die Kontakte 220-2 schließlich speisen den Elektromagneten 184-A, der
das Ventil 184 verstellt, so daß der Kolben des Zylinders 90 nach unten geht, bis der Schalter 200-7
wieder zur Wirkung kommt. Die entsprechende Betriebsstellung des Hydraulikkreises ist in Fig. 19
dargestellt.
Dieser Zyklus für die kurzhubige Schwingung, der durch die Schalter 200-7 und 200-8 gesteuert wird,
wiederholt sich für eine begrenzte Zeit, bis das Zeitschaltrelais 219 seine Ruhestellung einnimmt,
worauf seine Kontakte 219-5 öffnen, den Pumpenmotor 180 abschalten und alle Kontakte für den
nächsten Abziehvorgang wieder in die Ausgangsstellung bringen.
Die Spinnmaschine setzt ihre Arbeit lediglich unter der Einwirkung des Herzexzenters fort, wobei gemäß
F i g. 20 der Zylinder 90 drucklos ist, bis der Schalter 200-1 erneut betätigt wird.
Nachstehend werden in zusammengefaßter Form nochmals die Arbeitsvorgänge beschrieben, welche
bei einer Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine von der erfindungsgemäß ausgebildeten Steuervorrichtung
veranlaßt werden:
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1. Die Steuervorrichtung ist unwirksam, während die Maschine im normalen Betrieb arbeitet, d. h.
während die Spindeln laufen und die Spulen durch Auf- und Abbewegen und allmähliches
Anheben der Ringbank aufgebaut werden. Hierzu dienen der Herzexzenter, der Schwinghebel
und die über das Schrittschaltwerk mit diesem verbundene, unter dem überwiegenden Gegengewicht
einer Torsionswelle stehende Trommelwelle.
2. Nach Fertigstellung der Spulen gibt die hydraulisch betätigte Kupplung des Schrittschaltwerkes
die Trommelwelle frei, so daß sie unter Einwirkung des überwiegenden Gegengewichtes die
Ringbank in die Oberwindestellung anhebt (siehe hierzu die Stellung27-2 der Fig. 11a und die
Schaltstellung des Hydraulikkreises gemäß Fig. 13).
3. Dem Hauptkolben im Zylinder 90 wird von oben her Druckmittel zugeleitet. Der Kolben im
Zylinder 90 geht nach unten und wirkt auf die Trommelwelle ein, welche die Ringbank in die
Unterwindestellung absenkt (Stellung 27-3 in Fig. 11a und Fig. 14). Der Kolben des Zylinders
90 wird durch Verstellen des ihm zugeordneten Ventils in seiner unteren Stellung gehalten
(F i g. 15). Zum gleichen Zeitpunkt wird der Hauptmotor der Maschine stillgesetzt und die
Spindeln kommen zum Stillstand. Die Kupplung 146 im Schrittschaltwerk kommt wieder zum
Eingriff.
4. Der Kolben im Zylinder 90 erhält von unten Druckmittel und hebt die Ringbank gemäß den
Fig. 16 und 11b in die Stellung27-4 an, in der
sie durch den am Herzexzenter zur Anlage kornmenden Schwinghebel zurückgehalten wird. Bis
zu diesem Zeitpunkt hat auch die Ballonbegrenzerbank alle Bewegungen der Ringbank mitgemacht.
Nunmehr wird, wie erwähnt, die Ringbank zurückgehalten, während die Ballonbegrenzerbank
weiter nach oben geht Hierbei erfährt die Buchse 54 der Trommelwelle eine Relativverdrehung
zur Hauptwelle 50, wobei die Klinke 60 aus ihrer Eingriffsstellung gelöst wird (s.
Fig. 5 bis 7).
5. Bei Erreichen der erwähnten Stellung 27-4 wird wiederum das dem Zylinder 90 zugeordnete
Ventil verstellt, so daß der Kolben nicht weiter nach oben geht Nunmehr wird ein weiteres
Ventil verstellt, so daß Druckmittel über eine Zweigleitung aus dem Zylinder 90 austreten
kann, wenn sich die Ballonbegrenzerbank unter Relativdrehung der Buchse 54 zur Hauptwelle
50 der Trommelwelle durch ihr Eigengewicht absenkt (Stellung 30-5 in Fig. 11b und
Fig. 17).
6. Gleichzeitig damit wird der Zylinder 92 für die Fadenführer wirksam, die nach oben aus
ihrer Arbeitsstellung herausschwenken (34-5 in Fig. lib). In dieser Stellung erfolgt der Aus-.tausch
der vollen Spulen gegen leere-Spulenhülsen.
Der Motor für die Steuerhydraulik ist hierbei stillgesetzt.
7. Die Maschine wird wieder eingeschaltet. Zunächst läuft der Motor für die Hydraulik erneut
an. Der Kolben des Zylinders 92 wird in entgegengesetzter Richtung beaufschlagt und veranlaßt
das Einschwenken der Fadenführer in die Arbeitsstellung. Hierauf geht der Kolben des
Zylinders 90 nach oben und hebt zunächst nur die Ballonbegrenzerbank an, bis die Klinke 60
wieder die Antriebsverbindung der Buchse 54 mit der Hauptwelle 50 herstellt, so daß Ballonbegrenzerbank
und Ringbank wieder gemeinsam bewegt werden.
8. Der Hauptmotor erhält Strom und die Spindeln laufen an. Dem Kolben des Zylinders 90
wird nun abwechselnd von oben und von unten Druckmittel zugeleitet, so daß die Ringbank im
Bereich des Spindelfußes für eine bgrenzte Zeit eine kurzhubigeSchwingung ausführt (Fig. lic,
18 und 19).
9. Der Motor für die Steuerhydraulik wird abgeschaltet und die Maschine läuft im normalen
Betrieb wie unter 1 angeführt.
Die unter 2 bis 9 angeführten Schalt- und Steuervorgänge werden von der erfindungsgemäß ausgebildeten Steuerhydraulik in Verbindung mit besonders ausgebildeten Schaltgetrieben und mit einer größeren Anzahl bekannter elektrischer Schalt- und Steuermittel durchgeführt.
Die unter 2 bis 9 angeführten Schalt- und Steuervorgänge werden von der erfindungsgemäß ausgebildeten Steuerhydraulik in Verbindung mit besonders ausgebildeten Schaltgetrieben und mit einer größeren Anzahl bekannter elektrischer Schalt- und Steuermittel durchgeführt.
Der Gegenstand der Erfindung umfaßt in erster Linie die folgenden Teile:
a) Den Zylinder 90, dessen Kolben unabhängig vom Schwinghebel auf die Trommelwelle einwirkt.
b) Das Klinkengetriebe der Trommelwelle, welches eine Relatiwerstellung der Ballonbegrenzerbank
zur Ringbank ermöglicht.
c) Die hydraulisch betätigte Kupplung im Schrittschaltwerk, welche die Trommelwelle zum Anheben
der Ringbank in die Oberwindestellung freigibt.
d) Den Zylinder 92, dessen Kolben auf die Fadenführer einwirkt.
Für den Spinnerei-Fachmann bieten sich natürlich Abwandlungsmöglichkeiten. So kann beispielsweise
bei einer bestimmten Maschine die Umwicklung des Spulenhalses in Fortfall kommen; in diesem
Falle können die Betätigungselemente einschließlich der Kupplung der Schrittschaltvorrichtung und ihre
Steuerung weggelassen sein. Bestimmte Merkmale der Erfindung lassen sich auch bei anderen Arten
von Ringspinn- oder Zwirnmaschinen als der beschriebenen zur Anwendung bringen, beispielsweise
an Maschinen, bei denen an Stelle der Spinminge die Spindeln hin- und herbewegt werden; in einem solchen
Fall sind die Ballonbegrenzungsringe und ihre Betätigungs- und Steuerelemente überflüssig. Auch
die Anordnung der Steuerschalter und die Art der Hydraulik kann verändert werden, wobei diese und
andere Abwandlungen im Rahmen der Erfindung und der Ansprüche liegen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine, bei welcher der Aufbau der Spulen durch einen mittels
eines Herzexzenters bewegten Schwinghebel erfolgt, der über eine Trommelwelle auf die auf
und ab bewegbaren Organe (Ringbank, Ballonbegrenzungsringe, Fadenführer) einwirkt, wobei
an der Trommelwelle ein das Gewicht der bewegbaren Organe überwiegendes Gegengewicht angreift
und zwischen den Schwinghebel und die Trommelwelle ein Schrittschaltwerk zum Versetzen
des Lagenhubes geschaltet ist,· und bei welcher die auf und ab bewegbaren Organe oder
einzelne derselben über den normalen Wickelbereich hinaus in eine Oberwindestellung anhebbar
und eine Unterwindestellung absenkbar sind, wobei den bewegbaren Organen oder einzelnen
derselben beim Anspinnen ferner eine kurzhubige Schwingung erteilt ist, gekennzeichnet
durch eine elektro-hydraulische Steuervorrichtung bestehend aus
a) einem Hydraulikzylinder (90) mit Kolben, der über eine Zahnstange (91) mit einem
Zahnrad (52) der Trommelwelle (40) bewegungsverbunden ist (Fig. 1),
b) einer hydraulisch betätigten Kupplung (146) durch welche der mit der Trommelwelle (40)
verbundene Antriebsteil (119) der Schrittschaltvorrichtung (100) von dem eigentlichen
Schrittschaltwerk (122 bis 128) abtrennbar ist, um die unter Einwirkung des
überwiegenden Gegengewichtes stehende Trommelwelle (40) freizugeben, um die bewegbaren
Organe oder einzelne derselben, insbesondere die Ringbank in die Oberwindestellung
anzuheben (F i g. 8),
c) einer Schalteranordnung (200-1 bis 200-8) zum Stillsetzen des Hauptantriebsmotors (25)
in der Unterwindestellung und zum Einschalten desselben in der Anspinnstellung,
d) einer lösbaren Antriebsverbindung (54 bis 60) innerhalb der Trommelwelle (40) für eine
Relativbewegung der Ballonbegrenzerbank (29) gegenüber den übrigen bewegbaren
Organen (Fig. 2),
e) einer Ventilanordnung (184, 188), welche dem im Hydraulikzylinder (90) geführten
Kolben beim Einsetzen des Aufwickelvorganges abwechselnd von oben und unten Drpckmittel zuleitet, wobei den bewegbaren
Organen oder einzelnen derselben über die Trommelwelle (40) eine kurzhubige Schwingung
erteilt wird (F i g. 18, 19).
2. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Wegschwenken der Fadenführer (34) in die Abziehstellung und Wicdcreinschwenkcn in die
Arbeitsstellung ein besonderer Hydraulikzylinder (92) vorgesehen ist (Fig. 1).
3. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trommelwclle (40) eine mit der Ringbank (26) und den Fadenfülirern (34) gekuppelte
Hauptwelle (50) sowie eine mit der Ballon-
begrenzerbank (29) gekuppelte, auf der Hauptwelle (50) frei drehbar gelagerte Buchse (54) aufweist,
die einen Zahnkranz (52) trägt, in den die Zahnstange (91) des Kolbens des Hydraulikzylinders
(90) eingreift und der mit der Hauptwelle (50) lösbar verbunden ist (F i g. 2).
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur lösbaren Antriebsverbindung
eine mit der Hauptwelle (50) umlaufende Klinke (60) mit zwei Schaltstellungen vorgesehen ist, die
mit der auf der Hauptwelle frei drehbaren Buchse (54) zusammengreift, wenn die Buchse zum Absenken
der Ringbank (26) entgegen der Kraft des überwiegenden Gegengewichtes durch die abwärtsgehende Zahnstange (91) verdreht wird,
bei einer Bewegung der Zahnstange (91) und einer Verdrehung in entgegengesetzter Richtung
aus ihrer Antriebsverbindung jedoch gelöst ist • (Fig. 5 bis 7). ' '
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