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DE1510695C - Verfahren zur Herstellung eines Kern garnes mit potentieller Elastizität - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kern garnes mit potentieller Elastizität

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Publication number
DE1510695C
DE1510695C DE1510695C DE 1510695 C DE1510695 C DE 1510695C DE 1510695 C DE1510695 C DE 1510695C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
core
yarn
elastic
inelastic
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ronald Frederick Walpole Mass Spicer (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kendall Co
Original Assignee
Kendall Co
Publication date

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Description

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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- gestellten Kerngarnes wird es möglich, elastische lung eines Kerngarnes mit potentieller Elastizität, Ware zu erzeugen, in der die elastischen Garnkompodessen Kern einen hochelastischen und einen vorüber- nenten während der Verarbeitung in einem normalen gehend vorhandenen unelastischen Faden, welcher oder ungedehnten oder in einem zusammengepreßten nach der Weiterverarbeitung zu einem Gewebe oder 5 Zustand sich befinden und welche nach der Entfer-Gewirke unwirksam gemacht wird, enthält und durch nung der vorübergehend vorhandenen unelastischen mindestens einen Umwicklungs- bzw. Mantelfaden Kernfäden in der Breite zunimmt,
zusammengehalten wird. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vor-
. Bei der Verarbeitung von elastischen Garnen teil, daß verschiedenartige Kerngarne hergestellt treten häufig infolge der hohen Dehnbarkeit der io werden können. Dabei kommt es darauf an, ob der Garne beim Weben oder Stricken Schwierigkeiten elastische Teil des Kernfadens sich im gedehnten oder auf. Da die bei der Herstellung der Ware auftreten- entspannten Zustand befindet, wenn der unleastische den Reibungs- und mechanischen Spannungen häufig Fadenteil stabilisiert, d. h. geschrumpft wird. Ist beivon unterschiedlicher Größe sind, ist es bei der Ver- spielsweise der elastische Kernfaden beim Umwickeln wendung elastischer Game schwierig, zu gleichmäßig 15 gedehnt, so läßt man das fertige Kerngarn auf ein gearbeiteten Erzeugnissen zu kommen. Man mußte gewünschtes Dehnungsmaß zurückgehen, wodurch deshalb Wege finden, die hochelastischen Fäden vor- der nicht elastische Kernfaden in einen gewellten Zuübergehend in ihrer Dehnung zu begrenzen. stand übergeht. Anschließend wird der Kernfaden
Ein an sich elastisches Kerngarn in seiner Elastizi- erfindungsgemäß geschrumpft, wodurch der gewellte tat durch einen eingebundenen Hilfsfaden zu begren- 20 unelastische Faden im Kern auf eine Länge zusamzen, ist beispielsweise durch die deutsche Patent- menschrumpft, die der Länge des elastischen entschrift 1 122 205 bekannt, während gemäß der USA.- spannten Fadens entspricht, so daß der unelastische Patentschrift 2397 460 ein solcher Stützfaden nach Faden das zusammengesetzte Garn gegen weitere Erfüllung seines Zwecks durch Zerreißen zerstört Dehnung wiederum stabilisiert.
wird und damit unwirksam gemacht wird. Bei 25 Wird das Umwickeln bei einem unter geringer oder Garnen, wie sie in der australischen Patent- keiner Spannung stehenden elastischen Kernfadenschrift 145068 und der deutschen Patentschrift teil vorgenommen, so weist das Kerngarn zunächst 822 707 beschrieben sind, kann eine unelastische, das keine natürliche elastische Verkürzungstendenz auf, Garn vorübergehend stabilisierende Fadenkompo- wenn es aber der erfindungsgemäßen Behandlung nente später auf chemischem Wege herausgelöst 30 unterworfen wird, so nimmt der elastische Faden werden, während durch die britische Patentschrift einen gewellten Zustand an, wobei aber auch das 736 954 ein Kerngarn bekannt ist, bei dem zwei Kern- Kerngarn gegen eine Längendehnung durch den fäden mit einer solchen Spannung und mit einer stabilisierten Zustand des verkürzten unelastischen solchen Drehung umzwirnt werden, daß sich ein sta- Kernfadens geschützt ist.
biles, zum Weben oder Wirken geeignetes Garn er- 35 In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des gibt. In der deutschen Patentschrift 648 084 ist ein Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen Garn beschrieben, bei dem der unelastische Kern- jeweils in schematischer Darstellung
faden mit dem elastischen verklebt ist. Fig. 1 das erfindungsgemäß hergestellte Garn,
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, bei dem sich der hochelastische Fadenteil des Kerns ein Garn zu schaffen, bei dem die Dehnung eines 40 im gedehnten Zustand befindet und mit einem Umhochelastischen Kernfadens vorübergehend begrenzt wicklungsfaden umgeben ist,
ist, das sich im Gegensatz zu dem erwähnten Stand Fi g. 2 einen Kernfaden nach Fig. 1 mit ent-
der Technik mit einfachen Mitteln sehr genau sta- spanntem hochelastischen Fadenteil des Kerns,
bilisieren läßt. Bei der Herstellung dieses Garnes Fig. 3 einen Kernfaden nach Fig. 2 nach
sollen insbesondere keine besonderen Zuführspan- 45 Schrumpfung des unelastischen Fadenteils des Kerns, nungen und die damit verbundenen maschinenbau- Fig. 4 das erfindungsgemäße Garn nach dem
liehen Ausgestaltungen der für den Zwirnvorgang Schrumpfen des unelastischen Fadenteils des Kerns, verwendeten Vorrichtung verwendet werden. Fig. 5 das Kerngarn nach den Fig. 3 oder 4
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß nach der Entfernung des unelastischen Fadenteils derart vorgegangen, daß der vorübergehend vorhan- 50 des Kerns,
dene unelastische Kernfaden nach Fertigstellung des F i g. 6 bis 10 das Kerngarn in weiteren Ausfüh-
Garnes und zu dessen Stabilisierung ausgeschrumpft rungsformen, bei welchen ein hochelastischer, ein wird und erst nach der Weiterverarbeitung zu einem schrumpfbarer, ein entfernbarer und ein unelastischer Gewebe oder Gewirke vorzugsweise durch eine Fadenteil zu einem gemeinsam umwickelten Garn Behandlung mit einem Lösungsmittel entfernt wird. 55 verbunden sind,
Vorteilhafterweise wird als herauslösbarer Faden ein Fig. 11, 12, 13 und 14 das Kerngarn entsprechend
Polyvinylalkoholfaden verwendet. den Ausführungsformen nach den Fig. 1, 2, 3, 4
Unter »hochelastischen« Fäden sind Fäden zu ver- und 5, bei denen der Umwicklungsfaden in unterstehen, die sich ohne weiteres auf mehrere 100 % schiedlicher Weise angeordnet ist.
ausdehnen lassen und ein verhältnismäßig schnell 60 In den Fig. 1 und 11 ist jeweils ein hochela.stierfolgendes Zurückgehen nach dem · Wegfall der scher' Faden 10 als Kernfaden dargestellt, zu dem Belastung aufweisen. Unter »unelastischen« Fäden parallel ein nicht elastischer Faden 12 verläuft, der sind solche Fäden zu verstehen, die keine oder nur aus schrumpfbarem Material besteht. Die beiden eine geringe Dehnbarkeit aufweisen und aus einem Kernfäden 10 und 12 werden durch den sie schrauben-Material bestehen, welches schrumpfbar ist und 65 förmig umgebenden Umwicklungsfaden 14 zusamunter normaler Beanspruchung beim Weben oder mengehalten.
Wirken od. ä. eine genügend hohe Festigkeit zeigt. In F i g. 11 ist der Umwicklungsfaden 14 in Schlau-
Durch die Verwendung des erfindungsgemäß her- fen um die beiden Kernfäden gewickelt, in der Art und
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Weise, wie es im einzelnen in der USA.-Patent- renden Fäden eine begrenzte Dehnfähigkeit auf-
schrift 3 078 654 beschrieben ist. weisen. In F i g. 6 sind ein elastischer Kernfaden 10,
Die F i g. 2 und 12 zeigen Kerngarne, bei welchen ein schrumpfbarer unelastischer, vorübergehend vorder elastische Kernfaden sich nach dem Dehnen handener Faden 12 und ein bleibender unelastischer entspannen konnte und dadurch den unelastischen 5 Kernfaden 18, dessen Wirkung am besten durch die Kernfaden 12 in Wellen 16 legt. In diesem Zustand Bezeichnung als Haltefaden ausgedrückt werden kann, kann der elastische Kernfaden 10 ohne weiteres wie- dargestellt. Der dreifädige Kern ist in üblicher Weise der auf die ursprüngliche, in den Fig. 1 und 11 umwickelt, wobei der besseren Übersichtlichkeit dargestellte Länge ausgezogen werden, wobei der wegen lediglich ein Umwicklungsfaden 14 zur Darunelastische Kernfaden 12 lediglich als »Haltegarn« io stellung gebracht ist. Läßt man das zusammengesetzte wirkt, das die Längenausdehnung des elastischen Garn sich zusammenziehen, wie es in F i g. 7 gezeich-Kernfadens 10 auf den Längenwert begrenzt, mit dem net ist, so werden sowohl der vorübergehend vorhandie Fäden 10 und 12 ursprünglich zusammen um- dene verkürzbare Faden 12 als auch der unelastiwickelt wurden. sehe Faden 18 gewellt. Wird hierauf das ungedehnte
Die Fig. 3 und 13 zeigen die Garne nach den 15 Kerngarn zum Zwecke der Verkürzung des Fadens F i g. 2 bzw. 12 in einem Zustand, der sich ergibt, 12 entsprechend behandelt, so geht das Garn in einen nachdem der unelastische Kernfaden 12 geschrumpft Zustand über, wie er in F i g. 8 dargestellt ist, in dem worden ist. An Stelle des gewellten Zustands des die normalerweise vorhandene Fähigkeit, sich ausFadens 12, wie es in den F i g. 2 und 12 veranschau- dehnen zu lassen, des Kernfadens 10 dadurch unterlicht ist, ist nunmehr eine glatte Ausbildung vorhan- 20 bunden ist, daß der verkürzte nicht elastische Faden den, wobei der elastische und der unelastische Kern- 12 die gleiche Länge aufweist. In diesem Zustand ist ^n faden 10 bzw. 12 jeweils im wesentlichen gleiche das Garn nach Fig. 8, ähnlich wie die Garne nach C J Länge aufweisen und das Kerngarn infolge der Ver- Fig. 3 und 11, gegen eine Längendehnung stabilikürzung des Fadens 12 gegen eine Ausdehnung ge- siert, so daß es ohne weiteres verwebt, verwirkt oder sichert ist. In dieser stabilisierten Form können die 25 verstrickt werden kann.
Kerngarne verwebt, verstrickt oder in anderer Weise Nach der Verarbeitung zu einer Textilware wird zu Textilien verarbeitet werden. Bei dieser Verarbei- das Garn nach F i g. 8 einer Behandlung unterworfen, tung treten zufolge der zeitweilig unelastischen die den vorübergehend vorhandenen Faden 12 unwirk-Eigenschaften der zusammengesetzten Garne prak- sam macht, was entweder durch Zerreißen oder tisch keine der Schwierigkeiten auf, die eingangs 30 durch Herauslösen des Fadens 12 geschehen kann, erläutert wurden und die normalerweise bei der F i g. 9 zeigt das Garn nach F i g. 7 nach der EntVerarbeitung von elastischen Garnen zu Textilwaren fernung des vorübergehend stabilisierenden Fadens vorhanden sind. Nachdem die Garne nach den F i g. 3 12, während in Fig. 10 das Garn nach Fig. 9 und 13 zu einer Textilware verarbeitet worden sind, unter Spannung stehend dargestellt ist. Das Garn wird die stabilisierende Wirkung des Kernfadens 12 35 nach den F i g. 5 und 14 kann bis zur Elastizitätsin Wegfall gebracht, was beispielsweise dadurch grenze des elastischen Fadens 10 oder so weit ausgegeschehen kann, daß der Faden 12 herausgelöst wird zogen werden, bis der Umwicklungsfaden 14 eine oder die Ware so weit gedehnt wird, daß der Kern- begrenzende Wirkung ausübt. Die Längenausdehnung faden 12 in zahllose, nicht mehr miteinander in Ver- des Garnes nach F i g. 9 hingegen ist auf die urbindung stehende Bruchstücke zerrissen wird. 40 sprüngliche Länge begrenzt, mit der der elastische
In den F i g. 5 und 14 sind die Garne nach den Kernfaden 10 und der Haltefaden 18 miteinander
F i g. 3 und 13 nach dem Herauslösen des Fadens 12 verbunden worden waren, da der Haltefaden 18 eine
dargestellt, wobei das sich ergebende Garn einer Dehnung über diese Länge hinaus nicht zuläßt, weil
( j freien Ausdehnung fähig ist. er selbst nicht dehnbar ist. Die Verwendung eines
In F i g. 4 ist ein Kerngarn dargestellt, dessen 45 derartigen Kerngarnes ist insbesondere bei der Her-Kernfaden 10 beim Umwickeln unter einer geringen stellung von Ware vorteilhaft, die wenig Dehnungsoder unter gar keiner Spannung stand. In diesem Fall fähigkeit aufweisen soll.
hat das Schrumpfen des Fadens 12 ein Schrumpfen Der elastische Kernfaden 10 kann aus natürlichem des gesamten Kerngarnes ausgelöst, wodurch der oder synthetischem Kautschuk bestehen oder ein elastische Faden in einen zusammengepreßten Zu- 5° multifiler Polyurethanfaden sein. Der Umwicklungsstand übergeführt wurde, in dem er Wellen 15 auf- faden 14 und der Haltefaden 18 können aus belieweist. Das Garn nach F i g. 4 ist auf diese Weise bigem Garnmaterial bestehen, daß jedoch durch stabilisiert und kann in diesem Zustand weiterver- die Schrumpfbehandlung nicht nachteilig beeinflußt arbeitet werden. wird.
Hat der verkürzbare Faden 12 eine Schrumpfung 55 Der schrumpfende, vorübergehend vorhandene um ein Drittel seiner Länge erfahren, wobei der Kernfaden 12 muß aus einem solchen Material beelastische Faden entsprechend zusammengepreßt stehen, das in einem für die anderen Fäden des wurde, so ist es möglich, eine Ware zu weben — bei- Kerngarnes unschädlichen Verfahren ausgeschrumpft spielsweise mit einer Breite von etwa 1 m —, die werden kann. Als passendes Material kommt hierfür nach der Entfernung des vorübergehend vorhande- 60 Polyvinylalkohol in Frage. Dieses Material sollte nen Haltefadens sich'in ihrer Breite bis auf 1,5 m mit Vorzug eine Verkürzung um.einen Betrag von ausdehnt. Dies ist eine sehr wertvolle Eigenschaft, 40 oder 50*/o gestatten. Wird dementsprechend ein die sich bei der Herstellung von Stretchware nicht elastischer Kernfaden um 300% auf viermal seiner ohne weiteres erzielen läßt. ursprünglichen Länge ausgezogen und mit einem
Die F i g. 6 bis 10 zeigen Kerngarne, die nicht nur 65 Polyvinylalkoholfaden zusammengebracht, so wird
gegen Längendehnung während des Webens oder eine nachfolgende 50prozentige Verkürzung des
Strickens stabilisiert werden können, sondern die Polyvinylalkoholfadens das Kerngarn in einem Zu-
nach der Entfernung der vorübergehend stabilisie- stand stabilisieren, in dem der elastische Kernfaden
um 100 % oder auf die doppelte ursprüngliche Länge ausgezogen ist.
Die Schrumpfung eines vorübergehend vorhandenen Kernfadens aus Polyvinylalkohol kann auf einfache Weise durch die Einwirkung von Feuchtigkeit erzielt werden. So wurde z.B. ein 420den. Polyurethan-Kernfaden um 300% gedehnt, mit einem 300 den Polyvinylalkohol-Kernfaden kombiniert und mit zwei Fäden eines 75 den. 30fädigen Viscosegarnes gemäß Fig. 11 kombiniert. Wurde ein sol- ίο ches Garn bei 20 0C in Wasser eingetaucht, so erfolgte die Verkürzung zögernd; sie benötigte etwa 5 Minuten; bei 35 0C war die Verkürzung in etwa 30 Sekunden abgeschlossen, während bei 50° C die Verkürzung praktisch augenblicklich erfolgte. Bei Polyvinylalkoholfäden muß dabei darauf geachtet werden, daß das Garn in dem Wasser nicht gekocht wird, da Polyvinylalkohol in kochendem Wasser leicht löslich ist Die Einwirkung von Feuchtigkeit bei höheren Temperaturen hat zur Folge, daß der vorübergehend vorhandene Faden aus Polyvinylalkohol geliert, ohne daß eine Lösung auftritt. Durch diese Gelierung wird er klebrig, so daß er den Umwicklungsfaden und den elastischen Kernfaden zu einem unelastischen zusammengesetzten Garn verklebt. Dabei muß darauf geachtet werden, daß der PoIyvinylalkoholfaden zwar verkürzt und klebrig wird, jedoch nicht so weit erhitzt wird, daß er in den Zustand der vollkommenen Gelierung kommt und damit an Festigkeit verliert.
Ein derartiges Verkleben ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der elastische Faden die Neigung zu spontaner Zusammenziehung aufweist, d. h., wenn er mit beträchtlicher Längendehnung umwickelt worden war. Falls der elastische Faden während des Umwickelns lediglich um 100 % oder auf die doppelte, ungedehnte Länge ausgezogen worden war und es erwünscht ist, das Kerngarn durch entsprechende Verkürzung des vorübergehend vorhandenen, verkürzbaren Fadens bei einer Dehnung von 50 % zu stabilisieren, so kann bereits die Berührung und das Vorhandensein des verkürzten, vorübergehend vorhandenen Kernfadens ausreichend sein, das zusammengesetzte Garn in diesem, einen niedrigen Modul aufweisenden Bereich der Dehnungskurve zu stabilisieren, ohne daß dieser mit dem Umwicklungs- und dem elastischen Faden verklebt zu sein brauchte.
Ausführungsbeispiel
Ein 420 den. Polyurethan-Kernfaden und ein 300 den. zwölffädiger Polyvinylalkohol-Kernfaden werden mit zwei Fäden eines 75 den. 30fädigen Viscosefadens entsprechend der USA.-Patentschrift 3 078 654 umwickelt. Während des Umwickeins wurde der Polyurethan-Kernfaden um 300% gegedehnt. Nach dem Umwickeln konnte sich das Kerngarn frei zusammenziehen.
Das üngedehnte Kerngarn wurde dann wieder um 200 % gedehnt und während seiner Behandlung mit Wasser von 60° C in diesem Dehnungszustand gehalten. Anschließend wurde es sofort mittels einer mit Niederdruckdampf beheizten Trockentrommel getrocknet. Das sich ergebende Produkt war ein stabiles, unelastisches Garn, das einen Polyurethan-Kernfaden enthielt, der bei einer Ausdehnung von 200 %, bezogen auf die umwickelte Länge, stabilisiert worden war.
Der Versuch wurde wiederholt, wobei schrittweise niedrigere Zugspannungen angewendet wurden, so daß das Kerngarn bei Dehnungen von 150 %, 100 % und 50% stabilisiert wurde. In jedem Falle ergab sich ein stabiles, unelastisches Gam.
Muster der obenerwähnten Garne wurden für eine kurze Zeit in Wasser gekocht, wodurch der Polyvinylalkoholfäden aufgelöst wurde und sich ein elastisches Garn ergab, das eine Dehnung von bis zu über 500 % der ungedehnten Länge zuließ. Die endgültige Dehnungsfähigkeit des Garnes war entsprechend dem obigen Ausführungsbeispiel größer als jene eines ähnlichen Garnes, das ohne einen vorübergehend vorhandenen Kernfaden umwickelt worden war; dies rührt daher, daß der Raum, der von dem vorübergehend vorhandenen Faden eingenommen worden war, frei wird; damit liegt der Umwicklungsfaden loser um den elastomeren Kernfaden, so daß nur in geringerem Maße eine bremsende Wirkung bei der Dehnung des Garnes ausgeübt wird.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Kerngarnes mit potentieller Elastizität, dessen Kern einen hochelastischen und einen vorübergehend vorhandenen unelastischen Faden, welcher nach der Weiterverarbeitung zu einem Gewebe oder Gewirke unwirksam gemacht wird, enthält und durch mindestens einen Umwicklungs- bzw. Mantelfaden zusammengehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der vorübergehend vorhandene unelastische Kernfaden (12) nach Fertigstellung des Garnes und zu dessen Stabilisierung ausgeschrumpft wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als vorübergehend vorhandener unelastischer Faden ein durch Lösungsmittelbehandlung herauslösbarer verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorübergehend vorhandene unelastische Kernfaden aus Polyvinylalkoholfäden besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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