DE1504760A1 - Verfahren zur Herstellung einer seitlich gestreckten fortlaufenden Folie - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer seitlich gestreckten fortlaufenden FolieInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer seitlich gestreckten fortlaufenden Folie Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer seitlich gestreckten fortlaufenden Folie. Das Verfahren ist besonders geeignet zur Herstellung einer Folie, die als Schrumpffolie und in Schichtstoffen verwendet werden soll, aber auch sehr gut zur Vorbehandlung von Polien, die durch Strecken in Längsrichtung stark orientiert sind zwecks fierstellung sogenannter mehrteiliger Faserstoffe (splitiibres) und die folglich in dieser richtung leicht spaltbar sind.
- Es ist an sich bekannt, Folien seitlich zu strecken, aber diese bekannten Verfahren haben verschiedene Nachteile. So hat man z. B. schon vorgeschlagen, fortlaufende Folien seitlich zu strecken mit Hilfe einer Anzahl von laufenden Haken, die nacheinander die Rander der Folie während ihrer Vorwärtsbewegung ergreifen und während ihrer Vorwärtsbewegung sich immer weiter voneinander weg bewegen. Dieses Verfahren hat den Hachteil, daß die Ränder der Folie uneben werden, daß die Streckung an den Stellen deutlicher zum Ausdruck formit, wo die Klauen oder Itaken ziehen, und daß daher einerseits die Ränder beschnitten werden müssen und andererseits die Folie infolge der unterschiedlichen Zugkräfte uneben oder wellig wird.
- {itin Verfahren, welches sich in der Praxis mehr durchgesetzt hat, ist die herstellung einer fortlaufenden Folie aus einer Röhre, die nach der Extrudierung einem inneren Druck unterworfen wird und infolgedessen einen groí3eren Durchmesser erhält, worauf die so vergrößerte Röhre in Längsrichtung aufgeschnitten und zu einer ebenen Folie ausgebreitet wird. Es ist klar, daß dieses Verfahren eine sehr gleichmäßige Wanddicke der extrudierten Röhren erfodert, da sonst das Strecken hauptsä¢hEich an den Stellen erfolgt, wo die geringste Dicke ist, was zu einer ungleiclimäßigen Folie führt.
- Dieser Nachteil kann zum Teil dadurch beseitigt werden, indem man die Streckung in der Nähe des Schmelzpunktes des Stoffes ausführt, aber die ist u.a. unerwünscht, wenn die gestreckte Folie als Schrumpffolie verwendet werden soll, denn das Schrumpfen setzt voraus, daß das Pfaterial auf eine Temperatur oberhalb derjenigen erhitzt wird, bei der es gestreckt worden ist. Je tiefer die Temperatur während der Streckung des Stoffes ist, desto größer ist das Temperaturintervall, das beim Schrumpfen zur Verfügung steht und desto geringer sind die Anforderungen, eine genaue Temperatur einzuhalten.
- Bei der Herstellung mehrteiliger Stoffe wird eine stark orientierte Folie einer mechanischen Behandlung unterworfen, wodurch eine Aufspaltung in der Richtung der Orientierung erfolgt, aber das Aufspalten erfolgt sehr unregelmäßig und ist schwer zu steuern, um einen einheitlichen Faserstoff zu erhalten.
- Bei dem vorliegenden Verfahren werden diese Nachteile vermieden und man erhält ein besseres Erzeugnis als es bisher bei Anwendung der bekannten Verfahren möglich war. Die Streckung gemäß dem Verfahren der Erfindung wird dadurch bewirkt, daß die Folie zwischen zwei endlosen Bändern aus einem elastischen Material eingespannt wird, die in ihrer Fortbewegung zeitlich Schritt halten mit der Beförderung der Folie unter allmählicher Streckung quer zur Beförderungsrichtung.
- Wenn in diesem Verfahren eine nichtgestreckte orientierte Folie verwendet wird, wie z.B. Nylon oder Xolyäthylen, wird sie hauptsächlich in Querriohtung orientiert und bei der Schichtstoffherstellung mit einem in Längsrichtung orientierten Material erhält man einen Schichtstoff, der in jeder Beziehung eine hohe Bruchfestigkeit besitzt, d.h. einen Widerstand gegen einen weitergehenden Bruch einer Spaltung, die einmal eingetreten ist.
- Infolgedessen ist die Folie fUr viele Zwecke geeignet, insbesondere filr Packmaterial.
- Man kann also ausgehen von einer Folie, die in Längsrichtung schwach orientiert ist, und erhält auf diese Weise eine zweiachsig orientierte Folie. Dies ist besonders wichtig für die Herstellung von dünnen starken Folien. Die Folien könnten zwar durch Streckung nur in einer Richtung erhalten werden, aber dadurch würde das Erzeugnis in der Streckrichtung leicht spaltbar sein, und das wäre völlig unzureichend für die Verwendung als Packmaterial.
- Geht man schließlich von einer Folie aus, die in Längsrichtung stark gestreckt war und infolgedessen leicht spaltbar ist, so verursacht die einheitliche Wirkung, die von der über ihre ganze Breite begrenzten und folglich gleichmaßig gestreckten Folie ausgeübt wird, die Bildung eines festen und eiKleitlichen Systems von mikroskopischen Rissen und Spalten, die eine sehr gleiohmäßige Faserausdehnung in einem nachfolgenden mechanischen Spaltprozeß (cleaving process) sichert.
- Im Sinne der Erfindung ist es zweckmäßig, endlose Bander aus elastischem Material zu verwenden, die über Walen geführt werden, deren Abstand voneinander so eingestellt ist, daL die Bänder eine Kontraktion in Längsrichtung erleiden gleichzeitig mit ihrer Ausdehnung in Querrichtung. Eine Behandlung in itingsrichtung gleichzeitig mit einer Behandlung in Querrichtung der Folie, verursacht durch die Streckung, wird dabei verhindert oder vermindert, so daß die Orientierung einheitlicher wird.
- Die Verwendung endloser Bänder aus Gummi mit quer einverleibten Diagonalfäden gemäß der Erfindung ermöglicht eine Kontraktion in Längsrichtung gleichmäßig über den ganzen Teil des Bandes, der ausgedehnt ist, und ciurch Variieren des ltirRels zwischen den einverleibten Fäden kann der Grad der Kontraktion gesteuert werden, um so den geeignetsten Wert in Bezug auf das Material und auf den Zweck der Behandlung zu erreichen.
- Im Hinblick auf die Zugwirkung, die überall in der der Behandlung unterworfenen Folie ausgeübt wird, wird geLläB der Erfindung Druckluft verwendet, um die endlosen Bänder gegenein. ander und gegen die dazwischen gelagerte Polie wEhrend der Ausdehnung zu drücken.
- In der Zeichnung wird eine Ausführungsform der Anordnung der endlosen Bänder, die in dem vorliegenden Verfahren verwendet werden, dargestellt.
- Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt und Fig. 2 das untere Band, von oben gesehen.
- Zwei endlose Gummibänder 5 und 6 werden über die Walzen 7, 8 und 9 in einer solchen Weise geführt, daß die Bänder zwischen den Walzen 7 und 8 gegeneinander gedrückt werden, sich aber zwischen den Walzen 8 und 9 allmählich auseinander bewegen. Um den Druck der Bänder gegeneinander zu verstärken, wird Druckluftbehälter 10 und 11 zwischen den Walzen 7 und 8 angebracht, die zu den Bändern hin offen sind; durch die Öffnungen 12 strömt Druckluft ein. 13 ist eine Folie, die einer Streckwirkung ausgesetzt wird.
- Die Streckung wird bewirkt durch Ausdehnung der Gummibänder in dem Teil zwischen den Walzen 7 und 8. Wie vorgeschlagen wird die Streckung bewirkt, indem man an den Rändern der Bänder 5 und 6 einen Wulst 14 vorsieht, der nach innen durch eine Fläche begrenzt ist, die im wesentlichen im rechten Winkel zur Bandfläche steht, und der geführt wird durch zwei Reihen von Rädern 15, die auf nicht gezeigten Schienen befestigt sind. Diese Räder drücken die zwei Ränder der Bänder auf dem Abschnitt swischen den Walzen 7 und 8 zur Seite, wodurch die Folie 13, die hier zwischen den Bändern 5 und 6 eingespannt ist, in- Querrichtung gestreckt wird. In dem Abschnitt zwischen den Walzen 8 und 9 können sich die Gunimibänder wieder zusamenziehen, aber-sie haben dann die Folie freigegeben, so daß die letztere an der Zusammenziehung nicht teilnimmt.
- Die Bewegung der Gummibänder wird durch eine oder mehrere angetriebene Walzen 7,-8 und 9 bewirkt, und es können diagonal verlaufende Fäden 16 in die Bänder einverleibt sein, z.B. in einem Winkel von etwa 300 zur Längsrichtung des Bandes, wobei die Fäden dazu dienen, die Bänder zu befähigen, eine Kontraktion in der Längsrichtung durchzumachen, die der Ausdehnung-in der Querrichtung gleichkoinmt.
Claims (4)
- P a t e n t a n s p r ü c h e 1.) Verfahren zur Herstellung einer seitlich gestreckten fortlaufenden Folie, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (13) zwischen zwei endlosen Bändern (5, 6) aus elastischem Naterial eingespannt wird, die sic vorwärts bewegen und dabei seitlich Schritt halten mit der Beförderung der Folie unter allmählicher Streckung der Folie quer zur Beförderungsrichtung.
- 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die endlosen elastischen Bänder (5, 6)über Walzen (7, 8, 9) geführt werden, deren Abstand so eingestellt ist, daß die Bänder eine Kontraktion in Längsrichtung erleiden gleichzeitig mit ihrer Ausdehnung in Querrichtung.
- 3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß endlose Gunmibänder mit quer einverleibten Diagonalfäden benutzt werden.
- 4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß während der Ausdehnung die endlosen Bänder gegeneinander und gegen die dazwischenliegende Folie mit hilfe von Druckluft gepreßt werden.L e e rs e i t e
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