DE2036624C2 - Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in Längsrichtung - Google Patents
Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in LängsrichtungInfo
- Publication number
- DE2036624C2 DE2036624C2 DE19702036624 DE2036624A DE2036624C2 DE 2036624 C2 DE2036624 C2 DE 2036624C2 DE 19702036624 DE19702036624 DE 19702036624 DE 2036624 A DE2036624 A DE 2036624A DE 2036624 C2 DE2036624 C2 DE 2036624C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- stretching
- film web
- film
- temperature
- polyethylene terephthalate
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C55/00—Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor
- B29C55/02—Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets
- B29C55/04—Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets uniaxial, e.g. oblique
- B29C55/06—Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets uniaxial, e.g. oblique parallel with the direction of feed
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C35/00—Heating, cooling or curing, e.g. crosslinking or vulcanising; Apparatus therefor
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29K—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
- B29K2067/00—Use of polyesters or derivatives thereof, as moulding material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in Längsrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, wie es aus der US-PS 25 47 736 bekannt ist.
Das bekannte Verfahren betrifft allgemein das gesteuerte Recken von Folienbahnen aus thermoplastischen
Kunststoffen, wobei keine detaillierten Angaben über Reckgeschwindigkeit, Recktemperatur und Reckstrecke
gemacht werden. Durch das bekannte Verfahren wird zwar das Schrumpfen der Folienbahn in der
Breite verringert, in Querrichtung verlaufende Dickenungleichmäßigkeiten werden jedoch verstärkt. Wegen
der Art des Gießvorganges hat nämlich eine Folienbahn aus thermoplastischem Kunststoff sich über die
Folienbreite erstreckende Bereiche größerer oder kleinerer Dicke. Die Ursache dafür können Druckschwankungen
an der Extrusionsöffnung sein, wobei die Druckschwankungen sporadisch oder periodisch auftreten
können. Es können zwar auch in Maschinenrichtung verlaufende verdickte Zonen vorhanden sein, diese
können jedoch im Unterschied zu Dickenschwankungen, die quer zur Maschinenrichtung verlaufen, relativ
leicht dadurch behoben werden, daß die Extrusionsöffnung korrigiert wird oder daß der Bahn eine seitliche
Schwingbewegung erteilt wird. In Querrichtung verlaufende Verdickungen sind schwerer zu beherrschen und
haben insbesondere die Tendenz sich beim Recken zu verstärken. Diese Verstärkung dürfte darauf zurückzuführen
sein, daß sich die dünneren Zonen leichter als die dickeren Zonen recken lassen, so daß sich die
Dickenschwankungen durch das Recken vergrößern.
Aus der US-PS 32 56 379 ist ein Verfahren zum Verbessern der physikalischen Eigenschaften von
Folienbahnen aus Polyäthylenterephthalat bezüglich einer Richtung bekannt, wobei die Folie zunächst quer
zu dieser Richtung bei einer Temperatur von 80 bis 90° C um wenigstens den Faktor 2,5 und mit wenigstens
1000% pro Minute gereckt wird und danach die Folie in Längsrichtung auf wenigstens das 2,5fache der Ausgangslänge
mit einer Geschwindigkeit von 60 000% pro Minute und bei einer Temperatur von 90 bis 1600C
gereckt wird. Die anfängliche Reckung in Querrichtung soll dabei mit einer ausreichenden Geschwindigkeit
erfolgen, um eine molekulare Orientierung der Ketten-Segmente und Kristallite zu erreichen, so daß sich bei
der anschließenden Reckung in Längsrichtung eine maximale Erhöhung der physikalischen Eigenschaften
ergibt. Abgesehen davon, daß nach dem Verfahren die Folie in zwei Richtungen gereckt werden muß, werden
in Querrichtung verlaufende Dickenschwankungen verstärkt
Auch bei einem auc der DE-AS 11 15 445 bekannten
Verfahren wird die Folienbahn in zwei Stuten biaxial gereckt. Die erste Reckung kann dabei bei einer
Temperatur bis zu 35° C über der Glasphasenübergangstemperatur stattfinden. Auch bei diesem Verfahren
werden in Querrichtung verlaufende Dickenschwankungen verstärkt.
Aus der US-PS 32 43 844 ist eine Vorrichtung zum Recken einer Folienbahn bekannt, die eine relativ kurze
Reckstrecke besitzt und bei der indirekt wirkende Heizelemente vorgesehen sind. Über die Recktemperatur,
die Reckgeschwindigkeit und die Art des Kunststoffes der Folienbahn werden jedoch keine Angaben
gemacht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das im
Oberbegriff des Anspruches 1 angegebene Verfahren dahingehend zu verbessern, daß die Vergrößerung der
Dickenungleichmäßigkeiten in Querrichtung beim Rekken in Längsrichtung vermindert wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Das Recken der Folienbahn wird mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 000 000% je Minute vorgenommen.
Der Abstand zwischen den Heizelementen und dem zweiten Satz von Klemmwalzen ist vorzugsweise
kleiner als 7,5 cm.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 1 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung die wesentlichen
Elemente der Vorrichtung von F i g. 1 und
Fig.3 in einer graphischen Darstellung den Einfluß
so der Recktemperatur und der Reckstrecke auf die Verstärkung von Dickenschwankungen in Querrichtung.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung 10 zum Recken einer Folienbahn IV aus Polyäthylenterephthalat gezeigt.
Wie sich aus F i g. 1 ergibt, wird die durch die Vorrichtung 10 zu reckende Bahn W von einer
Vorratsquelle 11 zugeführt und über eine Auflagerwalze
12 sowie in den Spalt eines ersten Satzes von Klemmwalzen 13 bewegt, von diesem an einer
Heizeinrichtung 14 vorbei und nach dem Beheizen in den Spalt eines zweiten Satzes von Klemmw^lzen 15
und schließlich über eine Auflagerwalze 16 zu einer Aufwickelwalze 17.
Die Vorratsquelle 11 kann eine beliebige geeignete Vorratsquelle, beispielsweise eine Zufuhrwalze oder
eine Kunststoffolienbahn, wie sie beispielsweise aus einer Polyäthylenterephthalatfertigungsstraße austritt,
Der erste Satz von Klemmwalzen 13 (die sogenannten »langsamen Walzen«) besteht aus einer oberen
Klemmwalze 18 und einer unteren Klemmwalze 19 und wird mit einer ersten Geschwindigkeit angetrieben,
während der zweite Satz von Klemmwalzen 15 (die sogenannten »schnellen Walzen«) aus einer oberen
Klemmwalze 20 und einer unteren Klemmwalze 21 besteht und mit einer zweiten Geschwindigkeit
angetrieben wird, die höher als die erste Geschwindigkeit ist, wodurch auf die Folienbahn W Reckkräfte
ausgeübt werden.
Wenn sich die Folienbahn Wan der Heizeinrichtung
14 vorbeibewegt, welche aus indirekt wirkenden Heizelementen besteht, die teils oberhalb und teils
unterhalb der Folienbahn Wund in einem Abstand von dieser angeordnet sind, wird die Folienbahn auf eine
kritische Recktemperatur erwärmt, die wesentlich oberhalb ihrer Glasphasen-Übergangstemperatur liegt.
Durch das Beheizen der Folienbahn W wird diese dehnbarer und leichter verformbar oder reckbar
gemacht und die gesam'e Reckung geschieht im wesentlichen nach dem Beheizen, d. h. in der kurzen
Strecke S zwischen der Heizeinrichtung 14 und dem schnellen Satz von Klemmwalzen 15. In dieser
verkürzten Strecke 5 und bei dieser kritischen Temperatur kann die Folienbahn W wirksam gereckt
und orientiert werden, wobei die Dickenschwankungen in der Folienbahn W im wesentlichen so gehalten
werden, wie sie vorher waren. Das Recken der Folienbahn W geschieht durch den Geschwindigkeitsunterschied
zwischen dem langsamen und dem schnellen Satz von Klemmwalzen 13 bzw. 15 und der Betrag
der Längsreckung wird durch diesen Unterschied in der linearen Geschwindigkeit dieser Walzen in an sich
bekannter Weise bestimmt.
Nachdem die Folienbahn W auf diese Weise gereckt worden ist, kann sie auf die Aufwickelwalze 17 zur
weiteren Verwendung aufgewickelt werden oder eine weitere Behandlung erfahren, z. B. in der Querrichtung
gereckt werden.
Beim kontinuierlichen Recken von Polyäthylenterephthalatfolie in einer Anlage der beschriebenen Art
wird die Folie vorzugsweise mit Geschwindigkeiten von mindestens 5000% je Minute und gewöhnlich innerhalb
des Bereiches von 100 000% bis 1 000 000% je Minute, gereckt. Natürlich sind bei einem kontinuierlichen
Verfahren die höchsten Geschwindigkeiten wünschenswert, um eine hohe Folienfertigung zu erhalten und es
wurden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren Reckgeschwindigkeiten bis zu 2 000 000% je Minute angewendet.
Das erfindungsgemäße Verfahren definiert daher die kritischen Bedingungen zum Erzielen bei hohen
Reckgeschwindigkeiten orientierter Polyäthylenterephthalatfolie, die wünschenswerte physikalische, chemisehe
und elektrische Eigenschaften und eine stark vergleichmäßigte Dicke besitzt. Bei der vorangehend
beschriebenen Vorrichtung wird die Reckgeschwindigkeit durch die Bahngeschwindigkeit, das Reckverhältnis
und die Reckstrecke bestimmt.
Durch Beheizen der Folienbahn W mil Strahlungswärme in einer verkürzten Reckstrecke und Erhöhen
der Folientemperatur auf mindestens 10^C und
vorzugsweise auf 200C oberhalb der normalen Recktemperatur
(die normale Recktemperatur liegt etwas b=>
oberhalb der Glasphasen-Übergangstemperatur), wird die Dickenverstärkung auf einen Wert herabgesetzt, der
wesentlich unter dem bisher Erreichbaren liegt. Die Temperaturen, die zum Erzielen dieser Dickenverbesserung
bei Polyäthylenterephthalatfolien erforderlich sind, machen eine indirekt wirkende Heizeinrichtung
notwendig, um zu verhindern, daß die Folie beispielsweise an beheizten Walzen kleben bleibt, was geschieht,
wenn eine amorphe Folie eine Fläche berührt, die wesentlich über die Glasphasenübergangstemperatur
des Polymeren beheizt ist.
Das Recken zur molekularen Orientierung erfordert die Dehnung einer Folie über ihre elastische Streckgrenze
hinaus, d. h. um einen irreversiblen Betrag, bei einer Temperatur, die eine ausreichende molekulare
Mobilität ergibt, um eine molekulare Orientierung ohne Reißen von Molekularketten zu ermöglichen. Bei
höheren Temperaturen können jedoch die molekularen Bewegungen so frei werden, daß eine Kristallisation
ohne den Einfluß der ausgeübten Spannung erfolgen kann, wodurch sphärolithische Kristalle erhalten werden.
Sphärolithische Kristalle tragen wenig zu den wünschenswerten mechanischen Eigenschaften bei und
verhindern das Entstehen von hoch vervollkommneten Strukturen. Es ist daher üblich, bei einer möglichst
niedrigen Temperatur und über eine verhältnismäßig große Strecke zu recken, jedoch ist dieses Recken im
allgemeinen durch die hohe Dickenverstärkung gekennzeichnet.
Ferner "erursacht, wenn die Temperatur niedrig ist, ein Recken über eine kurze Strecke im allgemeinen
ebenfalls eine hohe Dickenverstärkung, jedoch hat sich überraschend ergeben, daß durch Recken bei höheren
Temperaturen über eine solche kurze Strecke die Dickenverstärkung auf ein Mindestmaß herabgesetzt
wird.
Die Bedeutung der Recktemperatur läßt sich aus einer graphischen Darstellung erkennen, bei der die
Dickenverstärkung (endgültige Dickengleichmäßigkeit dividiert durch die anfängliche Dickengleichmäßigkeit)
über die Recktemperatur für kurzstreckiges und langstreckiges Recken aufgetragen ist. Fig. 3 enthält
eine Darstellung der Dickenverstärkung über der Recktemperatur, aus welcher die Änderung in der
Richtung der Kurve ersichtlich ist, die bei einer Temperatur in der Nähe von 100° C auftritt.
Die Temperatur oberhalb welcher das Recken für Polyäthylenterephthalat ausgeführt wird, liegt innerhalb
des Bereiches von 900C bis 160°C. Daher muß das
Recken in der ersten Richtung bzw. das Längsrecken oberhalb dieser kritischen Temperatur in einer verkürzten
Strecke ausgeführt werden, so daß sich die Folie homogen über die ganze Fläche der unter Spannung
befindlichen Folie dehnt und eine Dickenverstärkung dadurch auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird.
Dieses Phänomen wird durch eine Reihe von Versuchen veranschaulicht, welche die Notwendigkeit
einer hohen Recktemperatur zeigen.
Bei diesen Versuchen wurden, wie in Fig. 3 dargestellt, gegossene Folienbahnen (im wesentlichen
frei von Orientierung und Kristallinität) durch die Verwendung von Klemmwalzen gereckt, bei welchen
die ungereckte Folie zuerst von einem langsamen Satz von Klemmwalzen erfaßt wurde, über eine freie Strecke
bewegt wurde und dann durch einen schnellen Satz von Klemmwalzen erfaßt wurde, der sich um einen Faktor
schneller als der langsame Satz von Klemmwalzen bewegte, der gleich dem Reckverhältnis ist. Zur
Orientierung wurde die Folienbahn durch ein benachbartes Paar von elektrischen Strahlungsheizelementen
oberhalb und unterhalb der Folienbahn in der freien
Strecke zwischen dem langsamen und dem schnellen Satz von Klemmwalzen beheizt. Die Folientemperatur
wurde durch die elektrische Eingangsleistung der Heizelemente geregelt und durch ein »Optitherm«-Gerät
der Firma Barnes gemessen, das zur Messung der Temperatur der Folienbahn nach dem Austreten aus
dem Spalt zwischen den Heizelementen angeordnet war. Die Folienbahn erreichte ihre höchste Temperatur
längs der Austrittslinie aus den Heizgeräten, worauf die Reckung eingeleitet wurde. Nach dem Recken wurde
die Folienbahn rasch auf eine Temperatur unterhalb der Glasphasenübergangstemperatur im schnellen Satz von
Klemmwalzen abgekühlt. Die Folienbahn erreichte daher ihre Streckgrenze beim Austritt zwischen den
Heizelementen, wo das Recken eingeleitet wurde. Der Gesamtbetrag der Reckung erfolgte in der verkürzten
Strecke zwischen den Heizelementen und dem schnellen Satz von Klemmwalzen. Die Reckstrecke war
verstellbar ebenso wie der Abstand von der Austrittslinie zwischen den Heizelementen zur Eintrittslinie in den
schnellen Satz von Klemmwalzen. Proben der bei den Versuchen verwendeten Folie hatten einen sich
wiederholenden Dickenfehler mit einer Längserstrekkung von etwa 8,4 cm. Sie wurden um das 3,4fache der
anfänglichen Länge gereckt. Die in F i g. 3 gegebenen Kurven zeigen die Ergebnisse der Reckung, bei welchen
die relative Dickenverstärkung bei langstreckiger Reckung (10,2 cm bei diesem Beispiel), die mit A
bezeichnet ist, und bei kurzstreckiger Reckung (2,5—5 cm bei diesem Beispiel), mit B bezeichnet, als
Funktion der Temperatur gezeigt ist Aus diesen Kurven ergibt sich, daß kurzstreckiges Recken (2,5 —5 cm) bei
einer Temperatur oberhalb etwa 900C für die Herabsetzung der Dickenverstärkung wirksamer ist.
Diese Temperatur liegt etwa 100C oberhalb der Glasphasenübergangstemperatur der zur Herstellung
orientierter Folie verwendeten amorphen Polyäthylenterephthalatfolie.
Ein ähnliches Recken bei einer Folie mit isolierten Querrippen setzt die Dickenverstärkung herab, welche
durch das Recken verursacht wird, wenn die Reckstrekke kleiner als die Längserstreckung des isolierten oder
gelegentlichen Dickenfehlers ist. Bei Dickenschwankungen periodischer oder sich wiederholender Art wird die
Verringerung der Dickenverstärkung sehr wesentlich, wenn die Reckstrecke unter den mittleren Scheitelabstand
zwischen den Fehlern, gemessen vor und nach dem Recken, herabgesetzt wird. Beispielsweise ist eine
Reckstrecke von 7,6 cm wirksam bei der Herabsetzung der Dickenverstärkung einer Folie mit einem Scheitelabstand
der Fehler der gegossenen Folie von 5 cm, wenn die Folie um das 3,4fache ihrer ursprünglichen Länge
gereckt wird, d. h. mit einem Scheitelabstand nach dem Ziehen von 17,3 cm oder einem Mittelwert von 11,2 cm
des »gezogen« und des »gegossen« Abstandes.
Je kürzer die Reckstrecke ist, desto wirksamer ist die Verringerung in der Dickenverstärkung.
Die Verstärkung verringert sich kontinuierlich mit der Streckenverkürzung, jedoch wird die durchführbare
Mindeststrecke durch die räumlichen Beschränkungen der Einrichtung bestimmt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyethylenterephthalat in Längsrichtung, bei dem
die Folienbahn aus zunächst amorphem Polyäthylenterephthalat
von einer Vorratsquelle und durch zwei im Abstand voneinanderliegenden Klemmwalzensätzen
geführt wird, wobei der erste Satz von Klemmwalzen mit einer ersten Geschwindigkeit und
der zweite Satz von Klemmwalzen mit einer zweiten, höheren Geschwindigkeii angetrieben
wird, um die Folienbahn zu recken, und wobei die Folienbahn zwischen den beiden Klemmwalzensätzen
mittels indirekt wirkender Heizelemente auf eine Temperatur oberhalb ihrer Glasphasenübergangstemperatur
erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Recken bei einer Temperatur zwischen 90 und 1600C und mit einer
Geschwindigkeit von mindestens 100 000% je Minute erfolgt, wobei der Abstand zwischen den
Heizelementen und dem zweiten Satz von Klemmwalzen kleiner ist als der mittlere Scheitelabstand
zwischen wiederkehrenden, quer zur Folienbahn verlaufenden Dickenabweichungen, gemessen vor
und nach dem Recken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekonnzeichnet,
daß das Recken der Folienbahn mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 000 000% je Minute
vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US84414069A | 1969-07-23 | 1969-07-23 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2036624A1 DE2036624A1 (de) | 1971-02-04 |
| DE2036624C2 true DE2036624C2 (de) | 1982-02-04 |
Family
ID=25291925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702036624 Expired DE2036624C2 (de) | 1969-07-23 | 1970-07-23 | Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in Längsrichtung |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE753744A (de) |
| CA (1) | CA939479A (de) |
| DE (1) | DE2036624C2 (de) |
| FR (1) | FR2055347A5 (de) |
| GB (1) | GB1319320A (de) |
| NL (1) | NL172130C (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19546671A1 (de) * | 1995-12-15 | 1997-06-19 | Hoechst Trespaphan Gmbh | Verfahren zur Längsstreckung bei der Herstellung orientierter Polypropylenfolien |
| HUE048832T2 (hu) * | 2015-02-20 | 2020-08-28 | Toray Industries | Eljárás mikropórusos mûanyag film elõállítására |
| CN111204036B (zh) * | 2020-03-16 | 2025-06-06 | 福建宏科新材料科技有限公司 | 一种透气膜拉伸装置 |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2547736A (en) * | 1947-08-08 | 1951-04-03 | Polaroid Corp | Process for stretching continuous materials such as sheeting and the like |
| BE573836A (de) * | 1957-12-12 | |||
| GB890005A (en) * | 1959-06-23 | 1962-02-21 | Du Pont | Improvements in or relating to the stretching of organic polymer film |
| BE625064A (de) * | 1961-11-21 | |||
| US3243844A (en) * | 1964-04-28 | 1966-04-05 | Marshall And Williams Corp | Longitudinal web stretching machine |
| BE669312A (de) * | 1964-09-07 |
-
1970
- 1970-06-03 CA CA084,600A patent/CA939479A/en not_active Expired
- 1970-07-07 GB GB3291270A patent/GB1319320A/en not_active Expired
- 1970-07-20 FR FR7026642A patent/FR2055347A5/fr not_active Expired
- 1970-07-21 NL NL7010803A patent/NL172130C/xx not_active IP Right Cessation
- 1970-07-22 BE BE753744A patent/BE753744A/xx not_active IP Right Cessation
- 1970-07-23 DE DE19702036624 patent/DE2036624C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA939479A (en) | 1974-01-08 |
| NL7010803A (de) | 1971-01-26 |
| FR2055347A5 (de) | 1971-05-07 |
| GB1319320A (en) | 1973-06-06 |
| DE2036624A1 (de) | 1971-02-04 |
| NL172130C (nl) | 1983-07-18 |
| BE753744A (fr) | 1970-12-31 |
| NL172130B (nl) | 1983-02-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2426193C2 (de) | Verfahren zur Herstellung offenzelliger mikroporöser Polypropylenfolien | |
| DE69505647T2 (de) | Verfahren zur herstellung von biaxial orientierten filmen aus thermoplastischem polymer | |
| DE2152168C3 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Längsrecken einer Filmbahn aus einem thermoplastischen Kunststoff | |
| DE1277553B (de) | Vorrichtung und Verfahren zum fortlaufenden Laengsrecken von synthetischen Polymerfilmbahnen | |
| DE1221788B (de) | Verfahren zur Waermebehandlung organischer, thermoplastischer, kristallisationsfaehiger, polymerer Folien | |
| DE2153281A1 (de) | Verfahren zum Recken von Folien aus Kunststoffen | |
| DE1504790A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Strecken von Material in Form eines Films oder eines Bandes | |
| DE2063612C3 (de) | Kontinuierlich ablaufendes Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen biaxial molekular orientierter Schlauchfolien aus Poly-ε-capronamidharz | |
| DE2257089A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum einachsigen recken von thermoplast-folien | |
| DE3620219A1 (de) | Verfahren zur herstellung von biaxial gestreckten folien sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE1914455A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von durch Waerme rueckstellfaehigen Bahnen oder Streifen | |
| DE3205806C2 (de) | Folienbahn aus thermoplastischem Kunststoff zur Verwendung als Zwischenschicht von Verbundglas-Windschutzscheiben | |
| DE69019096T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Behandlung einer kristallinen thermoplastischen Kunststoffolie. | |
| DE2328639C3 (de) | Verfahren zur Herstellung monoaxial verstreckter Folienbändchen aus Polypropylen | |
| DE2036624C2 (de) | Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in Längsrichtung | |
| DE3884918T2 (de) | Verfahren zum Herstellen einer schrumpfbaren Folie. | |
| DE1944206C3 (de) | Verfahren zum Herstellen biaxial verstreckter Folienbahnen aus Polyamid | |
| CH355289A (de) | Verfahren zum Strecken von Kunststoff-Filmen | |
| DE2553069A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von folien oder filmen aus polymeren | |
| DE1504686C3 (de) | Band aus teilkristallinem Polyamid | |
| DE1404397B2 (de) | Verfahren zum kontinuierlichen herstellen einer biaxial orientierten thermofixierten filmbahn aus polyaethylen terephthalat | |
| DE1917822C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von feinen Filamenten | |
| AT217205B (de) | Verfahren zum kontinuierlichen Verstrecken von Filmen aus isotaktischem Polypropylen | |
| DE1096592B (de) | Verfahren zum fortschreitenden kalten Querstrecken eines kontinuierlich in seiner Laengsrichtung fortbewegten Filmes aus organischem thermoplastischem Material | |
| CH432816A (de) | Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von Polyamidfolien und Anwendung des Verfahrens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |