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DE1504355A1 - Formgegenstaende aus Polypropylenschaumstoffen mit Zellstruktur und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

Formgegenstaende aus Polypropylenschaumstoffen mit Zellstruktur und Verfahren zur Herstellung derselben

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Publication number
DE1504355A1
DE1504355A1 DE19631504355 DE1504355A DE1504355A1 DE 1504355 A1 DE1504355 A1 DE 1504355A1 DE 19631504355 DE19631504355 DE 19631504355 DE 1504355 A DE1504355 A DE 1504355A DE 1504355 A1 DE1504355 A1 DE 1504355A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixture
polypropylene
pellets
foam
crosslinking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19631504355
Other languages
English (en)
Inventor
Palmer David Arthur
Feild George Barnard
Buhl Frank Charles
Johnstone Paul Legrand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hercules LLC
Original Assignee
Hercules LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from US230678A external-priority patent/US3250730A/en
Application filed by Hercules LLC filed Critical Hercules LLC
Priority claimed from DE19631544999 external-priority patent/DE1544999A1/de
Publication of DE1504355A1 publication Critical patent/DE1504355A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C67/00Shaping techniques not covered by groups B29C39/00 - B29C65/00, B29C70/00 or B29C73/00
    • B29C67/20Shaping techniques not covered by groups B29C39/00 - B29C65/00, B29C70/00 or B29C73/00 for porous or cellular articles, e.g. of foam plastics, coarse-pored
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/0014Use of organic additives
    • C08J9/0028Use of organic additives containing nitrogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2323/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers
    • C08J2323/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers not modified by chemical after treatment
    • C08J2323/10Homopolymers or copolymers of propene
    • C08J2323/12Polypropene

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Description

  • Formgegenstände aus Polypropylenschaumstoffen mit Zellstruktur und Verfahren zur Herstellung derselben Die Erfindung betrifft die Herstellung von Formgegenständen aus Polypropylenschaumstoffen.
  • Es ist bekannt, dreidimensionale Produkte aus geschäumtem thermoplastischem Kunststoff in der Weise herzustellen, daß die einen bei Zersetzung gasentwickelnden Stoff, z.B. ein Treibmittel, enthaltende Thermoplastmischung in einer Strangpreß-oder Spritzgußmaschine auf eine Temperatur erwärmt wird, die solche f ; ase freisetzt, und man die geschmolzene Masse in eine Form strangpreßt oder eiiispritzt, worauf das Schäumen und Formgeben im wesentlichen gleichzeitig erfolgen. Solche Verfahren können mit nicht kristallinen thermoplastischen Polymeren, wie Polystyrol, durchgeführt werden, blieben jedoch bei Polypropylen ohne Erfolg, da bei den zur Umwandlung der expandierbaren Mischung in eine flüssige Masse notwendigen Temperaturen ihre Schmelzviskosität zu gering ist, um ohne Aufreißen der Zellwände der Expansion durch die vom Treibmittel entwickelten Gase zu widerstehen, so daß sich der Schaum nicht unter Ausfüllung der Form ausdehnt und den Formgegenstand ergibt.
  • Erfindungsgemäß wurde nun gefunden, daß Polypropylenschaumstoffe mittels Strangpreß- oder Formverfahren in Form von Folien, Stäben, Rohren, Draht-und Kabelummantelungen, Hohlgegenständen, wie Flaschen, verschiedenen geformten Gegenständen usw. gebracht werden können und man einen Schaumstoff mit beliebiger gewünschter Dichte und einer gleicnförmigen geschlossenen Zellstruktur mit wenigstens 50 geschlossenen Zellen erhalten kann, indem man ein stereoreguläres Polypropylen mit einem Treibmittel und einem Azido-Vernetzungsmittel mischt und die Mischung bei einer Temperatur über der Erweicungstemperatur der Mischung durch eine Strangpresse und/oder in eine Form leitet.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das stereoreguläre Polypropylen mit dem Treibmittel und dem Azido-Vernetzungsmittel gemischt. Zur Erzielung dieser Mischung kann jedes beliebige kittel benutzt werden. Im Fall der cnemischen Treibmittel können das Azido-Vernetzungsmittel und das Treibmittel in einem Verdünnungsmittel, wie Aceton, das auch einen Stabilisator oder anderes Modifizierungsmittel für das Polypropylen enthalten kann, gemischt werden, und das Polypropylen kann dann in feinverteilter Form zugesetzt und zu einer Aufschlämmung gemischt werden. Beim Verdampfen des Verdünnungsmittels erhält man eine innige Mischung des Polymers, Vernetzungs mittels und Treibmittels, die dann direkt in einer Strangpresse oder Form verwendet werden kann. Das Azido-Vernetzungsmittel und das chemische Treibmittel können auch i trockener Form mit den pulverförmigen Polymer mittels eines Schnellmischers, wie eines Waring-Mischers (Waring blendor) oder einer Henschelmühle, gemischt werden. Diese trockene Mischung kann dann direkt Ül der Strangpresse oder Form benutzt werden. Bei Verwendung von Treibmitteln vom Lösungsmittel typ können das stereoreguläre Polypropylen und das Azdo-Vernetzungsmittel gemischt und in die Strangpresse eingefüht und das Lösungsmittel-Treibmittel durch eine im aligemeinen kurz vor der Düse der Strangpresse angeordnete Leitung direkt in den Zyliiider der Strangpresse eieführt werden. Die Temperatur in Nachbarsachaft der Düse der Strangpresse oder in der Form muß wenigstens so hoch sein wie die Erweicnungstemperatur der Mischung. Die Erweichungstemperatur aieser Mischung hängt davon ab, ob das Treibmittel vom Lösungsmitteltype oder cnemischen Typ ist. So löst sich bei einem Lösungsmitteltyp Treibmittel das Polypropylen wenigstens teilweise asf, so daß die Erweicanungstemperatur der mischung bereits bei nur 135 C liegen kann. Auf der anderen Seite liegt bei eines chemischen Treibmittel die Erweichungstemperatur der Mischung beim Schmelzpunkt des Polymers und daher oberhalb ungefänr 165° C. De@@@@@@@ mu3 die Temperatur innerhalb der Strangpresse oder Form wenigstens so noch wie die Erweichungstemperatur der durch die Stra@@presse treteiiden Mischung sein. Die genaue, für dt saiten Vorgang anzusendende Temperatur narìgt von den benutzten Vernetzungs- und Treibmitteln, der Verweilzeit in der Strangpresse oder Form usw. ab.
  • Wenn die Mischung von Polypropylen, Vernetzungsmittel und Treibmittel in einer Strangpresse erwärmt wird, besonders wenn es sich um eine Strangpresse mit einem Temperaturgradienten handelt, kann das Schäumen wenigstens teilweise bei der niedrigen Temperatur in den ersten Abschnitten der Strangpresse und das Vernetzen bei der höheren Temperatur in den Endabschnitten der Strangpresse bewirkt werden, und in diesem Fall wird das Vernetzen unmittelbar vor der Expansion bewirkt, die stattfindet, wenn die itasse die Strangpresse an der Düse verläßt. Es ist wesentlich, daß die Vernetzung zu der Zeit, da die Expansion an der Düse der Strangpresse stattfindet, stattgefunden hat oder damit gleichzeitig erfolgt. Daher muß die Temperatur im Endabschnitt der Strangpresse ausreichen, um die Vernetzung des Polypropylens zu beenden und das Gas aus dem Treibmittel freizusetzen.
  • Durch dieses Strangpressverfahren können Schaumstoffplatten und bei Verwendung von Düsenmundstücken mit geeigneten Abmessungen Platten mit verschiedener Dicke hergestellt werden. Solche Platten finden Verwendung in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen, wie Wärmeisolationen in Umgebungen, wo sie erhöhten Temperaturen und/oder organischen Lösungsmitteln ausgesetzt sind.
  • Die ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften, die die geschlossenen Zellen diesen Platten verleihen, machen sie in den dünneren Abmessungen brauchbar als wasserbeständige hustauschstoffe für Pappe und in Anwendungsgebieten wie Faltkartons und anderen Verpackungsmitteln, Notizbuchdeckel usw. Diese stranggepreßten Platten können nach irgendeinem der bekannten Verfahren, wie Würmeverformung, Vakuumverformung usw., geformt werden.
  • Draht- und Kabelummantelungen, die durch Umspritzen von Draht oder Kabel mit Strangpressen hergestellt werden, zeigen infolge der gleichförmigeren geschlossenen Zellstrukturen bessere dielektrische und physikalische Eigenschaften. Für Drahtummantelungen und andere elektrische Leitungsisolationen haben die Schaumstoffe vorzugsweise wenigstens 70% geschlossene Zellen und eine Dichte unter 0,641 g/ccm. Diese Ummantelungen haben vorzugsweise Dichten unter ungefähr 0,561 g/ccm und können mit viel niedrigeren Dichten verwendet werden, was die dielektrischen Eigenschaften und Biegsamkeit verbessert und Einsparungen bei der Herstellung von ummantelten Drähten und Kabeln ermöglicht.
  • Hohlgegenstände aus Polypropylenschaumstoff können hergestellt werden, indem man einen Roh-Hohlformling aufbläst, dessen Kunststoffzusammensetzungn stereoreguläres Polypropylen, ein Treibmittel und ein Azido-Vernetzungsmittel, wie oben besciirieben, umfaßt. Es war sehr unerwartet, daß man durch Strangpressen aus einer expandierbaren Polypropylenmischung einen Roh-Hohlformling mit genügender Wandfestigkeit erhalten konnte, um das Aufblasen des Roh-Hohlformlings ohne Aufreißen seiner Wand zu ermöglichen. Flasschen oder andere geblasene Iiohlgegenstände aus Polypropylenscnaumstoff können erfindungsgemäß erzeugt werden, wobei die Dichte des Schaujustoffs nur 0,480 g/ccm oder weniger Getragen kann, und die Zellstruktur gleichmäßig ist mit wenigstens 50% und vorzugsweise mehr als 70% geschlossenen Zellen. Beim Austritt des zellhaltigen geschäumten Roh-Hohlformlings aus der Strangpreßdüse wird er durch sein Gewicht zwischen die geöffneten Formhohlräume geführt. Wenn sich die Form um den Roh-Hohlformling schließt, wird ein Ende zusammengedrückt, um es abzüschließen, und dann Druckluft eingeleitet, die den Roh-Hohlformling bis zur Gestalt des Formhohlraums aufbläst. Der zum Auf blasen des Roh-Hohlformlings angewandte Luftdruck ist verschieden, je nach der Wandstärke des Roh-Hohlformlings und dem Ausmaß, in dem er zur Ausfüllung des Formhohlraums aufgeblasen werden muß. Bei der Herstellung der Schaumstofflaschen kann jede Standard-Blasformvorrichtung b enutzt werden, wie sie allgemein zur Herstellung von Hohlgegeii ständen verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten geblasenen zellhaltigen Flaschen und anderen Hohlgegenstände haben gegenüber ähnlichen, aus nicht geschäumtem Polypropylen hergestellten Formen eine Anzahl von Vorzügen. Die Gewichtsersparnis ist ein erheblicher wirtschaftlicher Vorteil, sowohl hinsichtlich der menge des benutzten Kunststoffs und im HinblicK auf die verringerten Kosten für Versand und Umschlag, Transport usw. Die Zellstruktur verbessert auch erheblich die Schlagfestigkeit des yolypropylens und überwindet so den schwerwiegensten Grund, der von der Verwendung dieses Kunststoffs für Flaschen abgehalten hat. Bei Verwendung von Hohlgegenständen, wie Flascnen, als Behälter für Flüssigkeiten, ist eine vorwiegend geschlossene Zellstruktur, wie man sie erfindungsgemäß erhält, absolut notwendig, um ein Lecken der Flüssigkeit und ihrer Dämpfe zu verhindern. Andere Vorteile dieser vernetzten geschäumten Strukturen sind ihre größere Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und andere Eigenschaften, die ihre Verwendung zur Verpackung einer größeren Vielzahl von Produkten als sonst möglich gestatten, und ihre Hitzebeständigkeit, die die Sterilisierung von Behältern für beispielsweise Milch, pharmazeutische und kosmetische Produkte usw. gestattet.
  • Formgegenstände köniien auch hergestellt werden, indem mai von außen einen mechanischen Druck auf die Patrize eines Zweiformpaars und damit auf eine in der Matrize der Form enthaltene Polypropylenmischung ausübt, wobei die Polypropylenmischung aus der oben beschriebenen mischung von stereoregulärem Polypropylen, einem Treibmittel und einem Azido-Vernetzungsmittel besteht und auf eine Temperatur oberhalb der Erweichungstemperatur der Mischung, die zur Freisetzung des Gas es aus dem Treibmittel und zur Erzielung der Vernetzung des Polypropylens ausreicht, erwärmt wird. Völlig unerwarteterweise wurde gefunden, daß eine expandierbare Polyrropylenmischung so hergestellt und bearbeitet werden konnte. Ohne die erfindungsgemäße Verwendung des Netzmittels zeigt die gegeschmolzene Lasse hauptsächlich offene Zellen wegen des Aufreissens der ellwäde durch die sicii ausdehnenden Gase, und weiterhin fällt der Schaum während des Abkühlens auf einen Bruchteil seines ursprünglicnen Volumens zusaininen. Wenn man also eine solche geschäamte tasse durch Druckanwendung mittels des Kolpens forst, hat das erhaltene Produkt eine erheblich höhere Dichte als der ursprüngliche Schaum, eine ungleichförmige Zellstruktur und vorwiegena offene Zellen.
  • Ein Verfahren zur Herstellung solcher Formgegenstände ist, die mischung von stereoregulärem Polypropylen, Treibmittel und Azido-Vernetzugsmittel in geschmolzenem Zustand durch Strangpressen oder auf andere Weise in einen offenen Hohlraum einer Form einzuführen, worauf das Schäumen der Masse eintritt. Sie wird dann zu einem dreidimensionalen Gegenstand geformt, indem man mittels eines Kolbens von geeigneter Form, der in diesen Hohlraum gedrückt wird, einen Druck ausübt. Durch eine solche Druckanwendung auf den Kolben behält die geschäumte Kunststoffmasse ihre geschlossene Zellstruktur, wird jedoch veranlaßt, in den freien Raum zwischen Kolben und Form zu fließen und dessen Form anzunehmen. Die Dichte des erhaltenen Formgegenstands ist im wesentlichen gleich der der ursprünglichen geschäumten Masse vor dem Formen.
  • Die beim Formen angewandte Temperatur muß ausreichen, um den Kunststoffschaum in einen Zustand zu bringen, daß er unter dem Druck des Kolbens fließt. Die Ausdehnung der Gase in der geschäumten Mischung soll vor Anwendung eines solchen Drucks im wesentlichen beendet sein. Zur Verhinderung des aufreißen der Zellen muß zu dieser Zeit auch eine gewisse Vernetzung stattgefunden haben, jedoch braucht sie nicht vollständig zu sein, da die Beendigung der Vernetzungsreaktion bewirkt werden kann, indem man den Formgegenstand weiterem Erwärmen unt-erwirft. Die genaue anzuwendende Temperatur hängt, wie oben beschrieben, von mehreren Bedingungen ab, liegt jedoch stets wenistens oberhalb der Erweichungstemperatur der mischung des Polypropylens, Vernetzungsmittels und Treibmittels.
  • Ein weiteres Verfahren zur Herstellung dieser Formgegenstände ist, eine Menge von nicht oder nur teilweise expandierten Pellets, die aus der Mischung des stereoregulären Polypropylens, Treibmittels und Vernetzungsmittels hergestellt sind, in den erwähnten Pormhohlraum zu geben und die Form und Pellets auf eine oberhalb der Enweichungstemperatur der Pellets liegende und für eine weitere Freisetzung und Expansion der Treibgase und Füllung der Form ausreichende Temperatur zu erwärmen, um das Vernetzen des Polypropylens zu beenden und die expandierten Pellets zu einem einheitlichen zellhaltigen Gegenstand zu verschmelzen. nährend sich die Pellets in diesem erweichten Zustand befinden, wird der Kolben wie oben beschrieben in den Hohlraum gedrückt, wodurch der geschmolzene Kunststoff veranlaßt wird, zu fließen und die Form eines dreidimensionalen Gegenstands anzunehmen, wie sie durch die relativen Formen der Patrize und Matrize der Zweiformenanordnung bestimmt ist.
  • Außer ihrer Verwendung bei der Herstellung von geformten Formgegenständen können die teilweise expandierten und vernetzten Polypropylenpellets auch bei vielen anderen Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus zellnaltigen katerialien benutzt werden, beispielsweise bei der Herstellung von Schaumstoffplatten, Draht und Kabelummantelungen und anderen elektrischer Leitungsisolierungen, der Herstellung von geblasenen Gegenständen, wie Rohre, Flaschen usw. und anderen solchen Anwendungen.
  • Die teilweise expandierten Polypropylenpellets werden durch inniges Mischen von stereoregulärem Polypropylen, einem Azido-Vernetzungsmittel und einem Treibmittel und Darchleiten der Mischung durch eine Strangpresse bei einer Temperatur über der Erweichungstemperatur, um so einen teilweise vernetzten und teilweise expandierten und anschließend zu Pellets zerhackten Strang zu bilden, hergestellt. Das Ausmaß dieses teilweisen Vernetzens und Schäumens muß so sein, daß weniger als ungefähr 90% des möglichenAufschäumens der Mischung bewirkt wurde, vorzugsweise weniger als ungefähr 75% und insbesondere vorzugsweise von ungefähr 50 bis ungefähr 75%. Dieses teilweise Schäumen und Vernetzen kann auf verschiedeneWeise bewirkt werden, beispielsweise durch Einstellung der Heizdauer, wie der Verweilzeit in einer Strangpresse, der Temperatur, bei der das teilweise Schäumen und Vernetzen durchgeführt werden, usw.
  • Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Schaumstoffe kann jedes stereoreguläre Polypropylen benutzt werden, jedoch werden im allgemeinen Polypropylene mit einer reduzierten spezifischen Viskosität (RSV) von ungefähr 1 bis ungefähr 5 und vorzugsweise ungefähr 2 bis ungefähr 3 verwendet, wobei diese reduzierte spezifische Viskosität an einer O, lXigen Lösung des Polymers in Decahydronaphthalin bei einer Temperatur von 135° C bestimmt wird.
  • Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Schauistoffe kann jedes der bekannten chemischen Treibmittel benutzt werden, beispielsweise Azobis (formamid), Diazoaminobenzol, N, N'-Dinitrosopentamethylentetramin, N,N'-Dimethyl-dinitrosoterephthalamid, p,p'-0xybis(benzolsuIfonylsemicarbaeid), Azobis (isobutyronitril), p,p'-Oxybis(benzolsulfonylhydrazid), p,p'-Diphenylbis(sulfonylhydrazid), Benzolsulfonylhydrazid, m-Benzolbis(sulfonylhydrazid), usw. Erfindungsgemäß kann auch jedes der bekannten Lösungsmittel-Treibmittel verwendet werden, beispielsweise Monochlortrifluormethan, Monochlordifluormethan, Dichlortetrafluoräthylen, Trichloräthylen, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und niedrig siedende Kohlenwasserstoffe, wie Butan, Pentan, Hexan usw. Demgemaß kann jede Verbindung, die sich bei einer Temperatur von 1900 C oder darunter zersetzt oder verdampft und dabei wenigstens 1 Mol Gas pro Mol Treibmittel liefert, benutzt werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann zur Herstellung der stranggepressten und/oder geformten Polypropylensehaumstoffe jedes Azido-Vernetzungsmittel verwendet werden. So kanu in dem erfindungsgemäßen Verfahren jedes Poly(sulfonazid), d.h. jede Verbindung der allgemeinen Formel R/SO2N37x worin R ein organischer, gegenüber der Vernetzungsreaktion inerter Rest und x eine Zanl gröier als 1 sind, benutzt werden.
  • Vorzugsweise ist x eiiie Zahl von 2 bis 100 und R ein oreanisclier liest, nämlich Alkylen-, Aryien-, Aralkylen- oder Alkarylenrest; jedoch können diese Reste auch Äther-, Alkohol-, Halogen-usw. gruppen enthalten, die gegenüber der Vernetzungsreaktion ihert sind. Beispiele der verwendbaren Poly(sulfonazide) sind 1,7-Heptan-bis(sulfonazid) 1 ,10-Decan-bis(sulfonazid), 1,1 i-Undecan(sulfonazid), 1 12-Dodecan-bis (sulfonazid), 7-Oxatridecan-1,13-bis (sulfonazid), 6-Thiaundecan-1,11-bis-(sulfonazid), cnloraliphatiscen Poly (sulfonazide), wie die au einer chlorierten una sulf-chlorierten Mischung von Petro- Ieumkohlenwasserstoffen hergestellten und wenigstens 1 Chloratom und wenigstens 2 Sulfonazidgruppen pro Malekäl enthaltenden Polysulfonzide; 1,9, 18-Octadecantris(sulfonazid), Poly-(äthylensulfonazid), Poly (sulfonazidomethylstyrol), 1,3- und 1,4-Bis (sulfonazidomethylbenzol), 1,3-Benzol-bis(sulfenazid), 1-Octyl-2,46-benzol-tris(sulfonazid), 4,4'-Dipnenylmethanbis (sulfonazid), 4,4'-Diphenyläther-bis(sulfonnzid), 4,4'-Bis-octadecylbiphenyl-3,5,3',5'-tetra(sulfenazid), 4,4'-Diphenyldisulfid-bis (sulfonazid) , 1,5-bis(4 '-sulfonazidophenyl) hexan, 2,7-Naphthalinbis( sulfonazid) usw.
  • Eine andere Klasse von verwendbaren Azidevernetzungemitteln sind A-zidoformiate der allgemeinem Formel worin X wenigstens 1,vorzugsweise von ungeähr 1 bis ungefähr 100, und R ein gegenüber Vernetzungsreaktionen inerter und wenigstens 1 Kohlenstoffatom pro Azidoformiatgruppe enthalteader organischer Rest ist. Beispiele dieser Azidoformiate sind die Alkylazidoformiate, wie n-Octadecylazidoformiat, Tetra* methylen-bis (2zidoformiat), pentametaylen-bis (azidoformiat) ; die cyclischen Alkylazidoformiate, wie 2-(1-p-Methyl-8-yloxy) äthylazidoformiat; die aromatischen Azidoformiate, wie Phenylazidoformiat, @ ,#'-p-Xylylen-bis(azidoformiat) 2,2-Isopropyliden-bis(p,p'-phenylazidoformiat); die Azidoformiatäther, wie 2,2'-Oxydiäthyl-bis(azidoformiat), 2,2'-Oxydipropyl-bis(azidoformiat), 2,2'-Äthylendioxydiäthyl-bis(azidoformiat), die Tetraazidoformiate des Pentaerythrit-Propylendxydaddukts, die Azidoformiatthioäther, wie 2,2'-Thiodiäthyl-bis(azidoformiat), 4,4'-Thiodibutyl-bis (azidoformiat) usw.
  • Noch eine weitere Klasse verwendbarer Azidovernetzungsmittel sind die aromatischen Polyazide mit der allgemeinen Formel R(N3)x X, worin R eine gegenüber der Vernetzungsreaktion inerte aromatische Gruppe und x eine Zahl größer als 1 sind.
  • Vorzugsweise ist x eine Zahl von 2 bis 100 und R ein organischer Rest, nämlich ein Arylen-oder Alkarylenrest. Beispiele der erfindungsgemäß verwendbaren aromatischen Polyazide sind m-Phenylendiazid, 2,4, 6-Triazidobenzol, 4, -Diphenyldiazid, 4,4'-Diphenylmethandiazid, 4,4? -Diazidodiphenylamin, 4,4'-Diazidodiphenylsulfon, 2,k7-Diazidonaphthalin und 2, 6-Diazidoanthrachinon. So kann jede Verbindung mit wenigstens einer und vorzugsweise zwei oder mehr Azidogruppen im Molekül als Azido-Vernetzungsmittel benutzt werden, um die erfindungsgemäßen stranggepressten Polypropylenschaumstoffe herzustellen.
  • Die Menge des bei der Herstellung dieser zellhaltigen Polypropylen-Formgegenstände benutzten Azido-Vernetzungsmittels kann in einem weiten Bereich verändert werden. Die menge muß ausreichen, um während des Schäumvorgangs ein Aufreißen der Zellwände zu verhindern. Im allgemeinen beträgt die Menge von ungefähr 0,01 % für einen Schaumstoff mit 0,641 bis 0,801 g/ccm Dichte bis zu ungefähr 2% bezogen auf das Gewicht des Polymers für Schaumstoffe mit einer geringeren Dichte als 0,080 g/ccm, obgleich man, falls gewünscht, höhere Konzentrationen verwunden kann. Die Menge des zugesetzten Treibmittels hängt offensichtlich vom gewünschten Grad des Schäumens ab, d.h. von der für das Sctiaumstoffendprodukt gewünschten Dichte und dem Typ des verwendeten Treibmittels.
  • Im Rahmen der Erfindung können zahlreiche Abwandlungen im erfindungsgemäßen Verfahren und in den erfindungegemäßen stranggepreßten oder geformten Mischungen vorgenommen werden.
  • So können in dem verwendeten Polypropylen oder in den hergestellten Mischungen von Polypropylen, Treibmittel und Vernetzungsmittel solche Zusatzstoffe wie Licht- und Wärmestabilisatoren für das Polypropylen, Farbstoffe und Pigmente, Flammschutzmittel, einschließlich organischer und anorganischer Flammschutzmittel, wie chloriertes Paraffinwachs, Antimonoxyd und andere solche Stoffe, usu. enthalten sein. Für viele Anwendungszwecke ist es erwünscht, die Elastizität der stranggepreßten Schaumstoffe zu erhöhen, indem man dem Schaumstoff ein Elastomer zusetzt. Dies kann geschehen, indem man einen synthetischen oder natürlichen Kautschuk mit der Mischung von Polypropylen, Vernetzungsmittel und Treibmittel mischtund diese Mischung strangpreßt. Beispiele der so einsumischenden Elastomeren sind Äthylen-Propylen-Mischpolymerkauts chuke, Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerkautschuke, Polyisobutylen usw. Zahlreiche weitere Abwandlungen liegen für den Fachmann auf der Hand.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung von stranggepreßten und/oder geblasenen oder geformten vernetzten Polypropylenschaumstoffen gemäß der Erfindung. Alle Teile und Prozentangaben beziehen sich auf Gewicht, soweit nicht anders angegeben.
  • Beispiel 1 Eine trockene Mischung von 100 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Wert von 2,4, 1 Teil Asobia (foreamid) und 0,1 Teil 1,10-Decan-bis (sulfonazid) wurde durch eine 31,75-mm-Strangpresse mit einem Temperaturprofil von 149° C in der ersten Zone und 2000 C in dsr zweiten und dritten Zone durch eine 15,24 cm-Schlitzdüse bei 2100 C in ein ungefahr tOfl6 cm entferntes Wasserbad stranggepreßt, Die erhaltene Schaumstoffplatte war vollständig geschäumt und hatte eine feine geschlossene Zellstruktur, wobei mehr als 70% der Zellen geschlossen waren. Ihre ungefähre Dichte betrug 0,48t g/cem.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 100 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Wert von 2,7, 0,1 Teil Tetramethylenbis(azidoformiat) als Vernetzungsmittel und 1,0 Teil Azobis(formamia)-als Treibmittel wurde auf eine Zweiwalzenstuhl 5 Min. lang bei 166°C gemischt. Nach dem Abkühlen wurde die gewalzte Mischung in einer Kunststoffschneidvorrichtung bis auf eine Teilchennenngröße von 3,175 mm Durchmesser zerhackt. Die Teilchen wurden dann in eine 25,4-iam-Strangpresse mit einem Verhältnis von Länge zu Durchmesser wie 6:1, deren Zylinder und Düse auf 2160 C geheizt waren und die mit niedriger Geschwindigkeit betrieben wurde, gegeben. Der ausgepreßte Strang wurde in Langen von 15,24 biE 20,32 cm abgenommen und an der Luft abkühlen gelassen.
  • Die 80 hergestellten geschäumten Stränge hatten eine gleichförmige geschlossene 7ellstruktur und eine ungefähre Dichte von ungefähr 0,481 g/ccm.
  • Bei Wiederholung des Beispiels, außer daß das Tetramethylenbis(azidoformiat)-Vernetzungsmittel weggelassen wurde, hatten die geschäumten stränge eine senr ungleichförmige Struktur und eine ungefähre Dichte von 0,593 g/ccm.
  • Beispiel 3 Eine trockene Mischung von 100 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Wert von 2,7, 0,75 Teilen Azobis-(formamid) und 0,1 Teil 1,10-Decan-bis(sulfonazid) wurde in eine mit einem Temperaturprofil von 177° a am Einf-üllende und 2040 C an der Düse betriebene Strangpresse gegeben. Das plastifizierte Material wurde in einen Spritzkopf geleitet, wo ein auf 1900 C vorgeheizter und mit 152 m/Min. durchlaufender 0,035-mm-Draht damit umspritzt wurde. Nach dem Austritt aus dem Spritzkopf durchlief der umspritzte Draht 10,16 bis 12,70 cm Raumluft zu einem auf 800 C erwärmten Wasserbad. Das Schäumen des Überzugs war zum Zeitpunkt des Austretens des Drahts aus dem Spritzkopf in der Hauptsache beendet. Die erhaltene geschäumte Isolierung natte eine Dichte von ungefähr 0,481 g/ccm und eine feine und geschlossene Zellstruktur, in der mehr als 70% der Zellen geschlossen' waren. Wenn man den Drant nach dem gleichen Verfahren, jedoch unter Weglassen des Vernetzungsmittels umspritzte, konnte eine so geringe Dichte mit einem so hohen Anteil von geschlossenen Zellen nicht erreicht werden.
  • Beispiel 4 Eine Mischung von 85 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Nert von 2,5, 15 Teilen Polyisobutylen (Molekulargewicht ungefähr 100.000), 0,5 Teilen Azobis (formamid), 0,05 Teilen ll,?O-Decan-piS( sul£onazid) und 0,20 Teilen Santonox /4,4'-Thiobis(6-tert-butyl-m-cresol)#als Stabilisator wurde auf einen Zweiwalzenstuhl bei 1660 C gegeben und 10 Min. lang unter wiederholtem Schrägschneiden und Endrollen gemischt. Die Mischung wurde dann als Folie von dem Walzenstuhl abgezogen, abgekühlt und durch Zerhacken granuliert.
  • Diese Pellets wurden in eine mit einem Temperaturprofil von 1800 C am Eingangsende und 2100 C an der Düse betriebene Strangpresse gegeben. Das plastifizierte Material wurde einem Spritzkopf zugeführt, wo es um einen auf 1900 a vorgeheizten und mit 152 m/Min. durchlaufenden 0,050-mm-Draht gespritzt wurde. Nach dem Austritt aus dem Spritzkopf durchlief der umspritzte Draht 10,16 bis 12,70 cm Luft zu einem Wasserbad von 800 a. Die erhaltene geschäumte Isolierung hatte eine Dichte von ungefähr 0,561 g/ccm und eine feine geschlossene Zellstruktur mit mehr als 70% geschlossenen Zellen.
  • Beispiel 5 Eine teilweise expandierte Mischung in Form von expandierbaren Pellets wurde hergestellt, indem man in Aceton 100 Teile eines stereoregulären Polypropylens mit einem RSV-Wert von 2,7 mit 0,25 Teilen 1,10-Decan-bis (sulfonazid) und 2,0 Teilen Azobis(formamid) mischte, das azeton verdampfte und die Mischung durch eine bei 1800 C befiltdliche Strangpresse schickte, um einen teilweise geschäumten Strang zu ergeben. Dieses zu ungefähr 659o' geschäumte Strang wurde zu Pellets zerhackt. Die Pellets wurden in eine geschlossene Form gegeben, die 15 sein. auf -204° a erwärmt wurde. Beim Öffnen der Form hatte der geformte GegenstClnd eine zähe Oberfläche und zeigte im Querschnitt keine Leerräume und eine gleichförmige Zellstruktur mit mehr als so%- geschlossenen Zellen. Die ungefähre Dichte des Schaumstoffs betrug 0,320 g/com.
  • Beispiel 6 Eine trockene Mischung von 100 Teilen eines stereoregulären Polypropylens mit einem RSV-Wert von 2,7, 2 Teilen hzobis(formamid) und 0,5 Teilen 1,10-Decan-bis (sulfonazid) wurde in einer bei 200 bis 2040 C betriebenen 31,75 mm Strangpresse ausgepreßt. Die aus der Strangpresse austretende schäumende Mischung wurde im Matrizenhohlraum einer auf 1930 O vorgeheizten Becherform aufgefangen. Wenn diese das berechnete Gewicnt an schäumendem Polypropylen enthielt, wurde die Patrize an Ort und Stelle gedrückt und die Form abkühlen gelassen Der so gebildete Polypropylenschaumstoffbecher hatte eine gleichförmige Zellstruktur mit mehr als 50% geschlossenen Zellen und einer Dichte von 0,320 bis 0,401 g/ccm. Der Becher hatte sowohl innen wie außen glatte Oberflächen.
  • Beispiel 7 Die in Beispiel 6 benutzte trockene Mischung wurde bei 1770 C in Strangform stranggepreßt. Diese teilweise geschäumten und vernetzten Stränge wurden zu Pellets zerhackt. Die Becherform wurde auf 193°C vorgeheizt, ein berechnetes Gesicht der schäumbaren Pellets wurde in den Hohlraum gegeben, und die Patrize wurde an Ort und Stelle gedrückt. Die Form wurde dann in eine Presse gestellt und 10 ltin. unter Aufrechterhalten des Drucks auf 2040 C erwärmt, so daß die Form beim Erweichen und Schäumen der Pellets vollständig schloß. Der fertige Becher hatte glatte Oberflächen. Der Schaumstoff hatte eine gleichförmige Struktur mit mehr als 50% der Zellen geschlossen und eine Dichte von 0,320 bis 0,401 g/ccm.
  • Beispiel 8 In diesem Beispiel wurde ein chloraliphatisches Poly-(sulfonazid) als Vernetzungsmittel benutzt. Es wurde wie folgt hergestellt: Schwefeldioxyd wurde mit einer Geschwindigkeit von 300 ml Gas pro Minute in eine Lösung von 31,2 g einer handelsüblichen Mischung von Konlenwasserstoffen mit 11 und 12 Kohlenstoffatomen pro Molekül in 200 ml Tetrachlorkohlenstoff geleitet. Wach 5 Min. wurde die Mischung dem Licht einer 762 cm vom Reaktionsgefäß entfernten Ultraviolettlampe ausgesetzt, und Chlor wurde mit einer Geschwindigkeit von 77 ml pro Min. eingeleitet. Die Gase wurden gemeinsam 223 Min. unter Aufrechterilaltrnk einer Temperatur von 250 C eingeleitet. Wach hbschalten von Liciit und Gasen wurde das Lösungsmittel unter Vakuum entfernt, wodurch man ein zähflüssiges Öl erhielt, welcnes bei der Analyse einen Genalt von 16,6% Schwefel und 29,2% Chlor zeigte. Zu einer lösung von 11,2 g dieses ohlorsulfonierten Ko@lenwasserstoffs iii 150 ml Aceton wurde tropfenweise unter Rühren :;i ihre : @agnetrührer eine Lösung von 7,8 g Natriumaria @@ 25 il Wasser gegeben. Nach einstündigem Rühren bei Ra@mtemperatur wurde die Reaktionsmischung 3 Stunden lang auf 60° C er@@@@t. @as Rünren wurde 16 Stunden bei Raumtemperatur fertgestzt, da@@ das Lösungsmittel entfernt und die erialtene Aischung nit 150 iäl Chloroform verodnnet. Die so ernaltene Lösung wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet. Nach Entfernen des Verdünnungsmittels erhielt man 9,7 g eines bernsteinfarbigen zähen Öls, welches bei der Analyse einen Gehalt von 5,4 Milliäquivalenten Azid pro Gramm und 11,7 Chlor zeigte.
  • Eine teilweise geschäumte Zusammensetzung in Form von schäumbaren Pellets wurde hergestellt, indem man in Aceton 100 Teile eines stereoregulären Polypropylens mit einem RSV-Wert von 2,4 mit 0,25 Teilen des obigen Chlorkohlenwasserstoffpoly (sulfonazid)s und 1,5 Teilen Azobis(formamid) als Treibmittel mischte, das Aceton verdampfte und die Mischung bei 1930 C durch eine Strangpresse schickte, um einen teilweise geschäumten Strang zu ergeben. Dieser Strang wurde dann zu Pellets zerhackt. Diese zu ungefähr 70 geschäumten Pellets wurden in eine geschlossene Form gepackt, die 15 Min. bei 2040C erwärmt wurde. Bei dieser Temperatur wurde das Polymer witer vernetzt und gleichzeitig geschäumt, um die Form vollständig auszufüllen. Beim Öffnen der Form zeigte das vernetzte geschäumte Polypropylen eine zähe Oberfläche und von Zwischenräumen freie gleichförmige innere Zellstruktur mit mehr als 50 geschlossenen Zellen. Der Schaumstoffgegenstand hatte eine ungefähr Dichte von 0,320 g/ccm.
  • Beispiel 9 Eine Mischung von 99,58 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Wert von 2,4, 0,38 Teilen Azobis(formamid) und 0,04 Teilen 1,10-Decan-bis9sulfonylazid) wurde durch eine 3,81 cm-Schneckenpresse mit einem Verhältnis von Länge zu Durchmesser wie 24:1 stranggepreßt. Die geschmolzene Polymermischung-trat durch einen schlauchbildenden Querspritzkopf und dann durch eine mit diesem verbundene Ringdüse. Der Düsenakal war 40,64 mm lang und hatte einen Innendurchmesser von 17,46 mm. Der in der Düse befindliche Dorn erstreckte sich bis zu ihrem Ende und hatte einen Außendurchmesser von 6,35 mm. So waren der Düsenkanal und der Dorn durch einen 5,56 mm breiten Ring getrennt. Die Temperatur der geschmolzenen Polymermischung beim Durchtritt durch den Querspritzkopf betrug 1820 C. Der stranggepreßte Schlauch oder Roh-Hohlformling (parison) bewegte sich zwischen den geöffneten Hälften einer " 4 oz.-Boston-Rundflaschen".
  • Form senkrecht nach unten. Die Flaschenform war ummanteltund wurde mit Wasser von 18°C gekühlt. Nach dem Auspressen eines Roh-Hohlformlings geeigneter Länge wurde die Strangpresse angehalten, die Form um den Roh-Hohlformling geschlossen und durch 2 den Düsendorn Druckluft mit 2,80 kg/cm eingeblasen, um den Roh-Hohlformling bis zur Gestalt der Ylaschenform aufzublasen.
  • Diese Form wurde zur Abkühlung der geformten Flasche 45 Sek. geschlossen gehalten und diese dann entfernt. Die Wand der so erzeugten Flasche hatte eine feine gleichförmige Zellstruktur mit mehr als 70% geschlossenen Zellen und einer Schüttdichte von 0,609 g/ccm.
  • Versuche zur Herstellung von Flaschen aus einem ohne Vernetzungsmittel hergestellten Vergleichschaumstoff schlugen fehl, da die Zellwände aufrissen und die Wand des Roh-Hohlformlings ausblies. Der Roh-Hohlformling konnte nicht auf die Gestalt der Flaschenforin expandiert werden.
  • Beispiel 10 Eine Flasche wurde nach dem in Beispiel 9 beschriebenen allgemienen Verfahren geblasen In diesem Fall wurde eine Mischung von 76,68 Teilen ~eines stereoregulären Polypropylens mit einem RSV-Wert von 2,4, 23 Teilen eines stereoregulären Polypropylens mit einem RSV-Wert von 2,7, 0,29 Teilen Azobis-(formamid) und 0,03 Teilen 1,10-Decan-bis(sulfonylazid) straggepreßt. Der Innendurchmesser der in diesem Beispiel benutzten Düse betrug 11,11 mm anstatt 17,46 mm, wodurch sich die Ringspaltbreite auf 4,76 mm verringerte, um eine Flasche mit dünrLerer Wand herzustellen. Der Roh-Hohlformling wurde mit 1,05 kg/cm2 Druck aufgeblasen, und die Flasche wurde vor Öffnen der Form 30 Sek. gekühlt. Die so erhaltene Flasche war gut geformt, und die Flaschenwand hatte eine Schüttdichte von 0,513 g/ccm mit mehr als 70 geschlossenen Zellen.
  • Beispiel 11 Eine Flasche wurde nach dem in Beispiel 9 beschriebenen allgemeinen Verfahren geblasen. In diesem Ball wurde eine Mischung von 90 Teilen stereoregulärem Polypropylen mit einem RSV-Wert von 2,5, 10 Teilen Polyisobutylen (MoleKulargewicht ungefähr 100.000), 0,5 Teilen Azobis(formamid), 0,05 Teilen 1 ,10-Decan-bis(sulfonazid) und 0,20 Teilen Santonox #4,4'-Thiobis(6-tert-butyl-mcresol)# als Stabilisator bei 1650 C auf einen Zweiwalzenstuhl gegeben und 10 ivän. unter wiederholtem Schrägschneiden und Endrollen gemischt. Die Mischung wurde dann in Folienform von den Walzen abgenommen, gekühlt und zu Pellets zerhackt.
  • Diese Pellets wurden in die Strangpresse gegeben und ein Roh-Hohlformling wurde stranggepreßt und aufgeblasen, wie in Beispiel 9 beschrieben. Die Wand der so erzeugten Flasche hatte eine gleichförmige feine geschlossene Zellstruktur mit meth als 70% geschlossenen Zellen und einer scheinbaren Dichte von 0,561 g/ccm.

Claims (12)

  1. Patentansprüche 1.) Verfahren zur Herstellung von Formgegenständen aus zellhaltigem Polypropylenschaumstoff gemäß Patent wobei eine Mischung von stereoregulärem Polypropylen, einem Treibmittel und einem Azido-Vernetzung6mittel auf wenigstens die ErweichungstXmperatur der Mischung und genügend erwärmt wird, um das Gas aus dem Treibmittel freizusetzen und Vernetzung des Polypropylens zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaum zu einem Formgegenstand geformt wird.
  2. 2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formen durch Erwärmen der Mischung in einer Strangpresse bewirkt wird.
  3. 3.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formen durch Erwärmen der Mischung in- einer geschlossenen Form bewirkt wird.
  4. 4.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung, die erwärmt wird, qin Elastomer zugesetzt wird.
  5. 5.) Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung durch eine Schlitzdüse stranggepreßt wird, um eine Schaumstoffplatte zu bilden.
  6. 6.) Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Leiter mit der Mischung umspritzt wird.
  7. 7t) Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung als Roh-Hohlformling stranggepreßt und dieser in einer Hohlform aufgeblasen wird.
  8. 8.) Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die form mit teilgeschäumten Pellets der Mischung von stereoregulärem Polypropylen, Treibmittel und Azido-Vernetzungsmittel gefüllt, geschlossen und mit dem schäumbaren Pellets auf eine Temperatur oberhalb des Erweichungspunkts der Pellets, die zur Freisetzung des Gases aus dem Treibmittel, zur Beendigung der Vernetzungsreaktion und zur Verschmelzung der geschäumten Pellets zu einer einheitlichen Zellstruktur ausreicht, erwärmt wird.
  9. 9.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Form und' die schäumbaren Pellets auf eine Temperatur von ungefähr 1650 C bis ungefähr 275O C erwärmt werden, wodurch eine im wesentlichen vollständige Schäumung und Vernetzung des Polypropylens bewirkt wird und die Pellets zu einer einheitlichen Zells-truktur verschmolzen werden.
  10. 10.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die teilvernetzte Mischung von stereoregulärem Polypropylen, Treibmittel und Azido-Vernetzungsmittel bis auf weniger als 90%,-vorzugsweise von ungefähr 50 bis ungefähr 75% des möglichen Schäumungsgrads der Mischung geschäumt wird.
  11. 11.) Isolierter elektrischer Leiter, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Draht besteht, der mit einem gemäß einem der vorhergehenden ansprüche erzeugten vernetzten Polypropylenschaumstoff mit gleichförmiger geschlossener Zellstruktur mit wenigstens 70% geschlossenen Zellen und einer Dichte von weniger als 0,641 g/ccm überzogen ist.
  12. 12.) Isolierter elektrischer Leiter, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Draht besteht, der mit einem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellten, aus Polypropylen und einem Elastomer gemischten vernetzten Schaumstoff mit einer gleichförmigen geschlossenen Zellstruktur mit wenigstens 70f0 geschlossenen Zellen und einer Dichte von weniger als 0,641 g/com überzogen ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2525561A1 (de) * 1975-06-07 1976-12-23 Kabel Metallwerke Ghh Verfahren zur kontinuierlichen herstellung waermeisolierter leitungsrohre
EP0588321A1 (de) * 1992-09-15 1994-03-23 Montell North America Inc. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschäumtem Propylenpolymer
US5622663A (en) * 1995-06-14 1997-04-22 Dow Corning Corporation Method for preparing a continuous foam profile containing a filamentary core

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