DE1501415C - Einrichtung zur Vorwärmung von feinkörnigem Gut durch heiße Gase - Google Patents
Einrichtung zur Vorwärmung von feinkörnigem Gut durch heiße GaseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vorwärmung von feinkörnigem Gut durch heiße Gase
mit einem vom Gas von unten nach oben durchströmten zentralen Schachtraum, in den das Gutaustragrohr
eines in einer höheren Etage des Vorwärmers vorgesehenen Schachtraumes oder Zyklons einmündet und an
den sich oberhalb dieser Einmündung die Gaseintrittsleitungen von wenigstens zwei gegenüber dem
Schachtraum nach außen versetzten Zyklonen anschließen, in denen das aus dem Schachtraum von den
Gasen mitgenommene Gut abgeschieden wird, um dann einer tiefer gelegenen Etage des Vorwärmers zugeführt
zu werden.
Zur Vorwärmung von feinkörnigem Gut ist ein vertikaler Schacht bekannt (britische Patentschrift
589), den das Gut von oben nach unten und die heißen Gase von unten nach oben durchströmen. Um
dabei einen mehrfachen Durchtritt der heißen Gase durch den Gutstrom zu erzwingen, sind an gegenüberliegenden
Schachtwänden treppenartig gegeneinander versetzt Vorsprünge ausgebildet, über die das Gut
nach unten rieselt. Diese Vorsprünge zwingen zugleich die aufsteigenden heißen Gase zu einer etwa
zickzackförmigen Bewegung.
Bei derartigen Gegenstromvorwärmern erweist es sich in der Praxis als verhältnismäßig schwierig, auch
bei Unterschieden in der Korngröße des Gutes eine optimale Aufenthaltszeit des Gutes im Schacht zu gewährleisten,
insbesondere zu verhindern, daß gröbere Gutteilchen den Schacht zu rasch durchfallen
und Feinstteilchen von den heißen Gasen nach oben mitgenommen werden.
Zur Verbesserung des unmittelbaren Wärmeaustausches zwischen einem Gas und feinkörnigem Gut
wurde ferner eine Vorrichtung vorgeschlagen (deutsches Patent 1225 209), die als zylindrische Kammer
ausgebildet ist, deren Breite kleiner als der Durchmesser ist, die eine tangentiale Zuführung und eine axiale
Abführung des Gases und eine exzentrische Zuführung des Gutes durch eine Stirnwand sowie eine radiale
Abführung des Gutes durch öffnungen in der zylindrischen Außenwand aufweist. Bei dieser vorgeschlagenen
Vorrichtung ist in der Kammer in Verlängerung des Gutzuführungsstutzens eine Barriere zur
Auflösung des Gutstromes vorgesehen. Da bei dieser älteren Vorrichtung Gas und Gut getrennt in die Kammer
eingeführt und getrennt voneinander sowie in verschiedene Richtungen abgeführt werden, wobei das
Gut nur verhältnismäßig kurz in die Gaswirbelströmung eingetragen und dann wieder daraus abgeschieden
wird, genügt für die Auflösung des Gutes ein beispielsweise
als einfache Barriere ausgebildetes Prallorgan, durch das das eintretende Gut verhältnismäßig
ungerichtet in die Gaswirbelströmung eingestreut wird.
Grundsätzlich andere Verhältnisse liegen dagegen bei einer Einrichtung zur Vorwärmung von feinkörnigem
Gut mit einem vom Gas von unten nach oben durchströmten zentralen Schachtraum vor, in den das
Gutaustragrohr eines in einer höheren Etage des Vorwärmers vorgesehenen Schachtraumes oder Zyklons
einmündet und an den sich oberhalb dieser Einmündung die Gaseintrittsleitungen von wenigstens zwei
gegenüber dem Schachtraum nach außen versetzten Zyklonen anschließen, in denen das aus dem Schachtraum
von den Gasen mitgenommene Gut abgeschieden wird, um dann einer tiefer gelegenen Etage des
Vorwärmers zugeführt zu werden. Bei einer solchen Einrichtung muß nicht nur eine Auflösung des eingeführten
Gutes, sondern auch eine gleichmäßige Aufteilung von Gut und Gas innerhalb des zentralen
Schachtraumes gewährleistet sein, damit die dem Schachtraum nachgeschalteten Zyklone möglichst
gleichmäßig vom Gut-Gas-Gemisch beaufschlagt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der letztgenannten Art so auszubilden,
daß die vorstehend erwähnte Auflösung des eingeführten Gutes sowie die gleichmäßige Verteilung
des Gut-Gas-Gemisches auf die nachgeschalteten Zyklone gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß unterhalb der Einmündung des Gutaustragrohres
ein den Schachtraum in der vertikalen Mittelebene durchquerendes, in an sich bekannter Weise als
Gewölbebrücke aus feuerfestem Material ausgebildetes, schmales Verteilerorgan vorgesehen ist, dessen
Breite einen Bruchteil, vorzugsweise Vs bis Ve, des lichten Durchmessers des Gutaustragrohres beträgt
und dessen vertikale Längsmittelebene mit der Achse des in den Schachtraum einmündenden Teiles des
Gutaustragrohres zusammenfällt.
Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung führt das unterhalb der Einmündung des Gutaustragrohres angeordnete,
den Schachtraum in der vertikalen Mittelebene durchquerende Verteilerorgan, das als schmale
Gewölbebrücke ausgebildet ist, zu der gewünschten guten Auflösung des eingetragenen Gutes. Durch die
schmale Ausführung des Verteilerorgans wird einerseits verhindert, daß sich größere Gutmengen auf der
Oberseite des Verteilerorgans ablagern, und andererseits erreicht, daß sowohl das von oben kommende
Gut als auch das von unten nach oben strömende Gas relativ gleichmäßig aufgeteilt werden. Das zentral im
Schachtraum vorgesehene schmale Verteilerorgan gewährleistet somit bei idealem Eintragen des Gutes in
den Gasstrom gleichzeitig eine gute Aufteilung des Gut-Gas-Gemisches auf die sich an den Schachtraum
anschließenden Zyklone, was eine günstige Auslastung dieser Zyklone und damit eine hohe und gleichmäßige
Vorwärmung des feinkörnigen Gutes bewirkt.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einrichtung wird das Verteilerorgan
durch zwei aus einzelnen feuerfesten Steinen aufgebaute, gegensinnig gewölbte Bogen gebildet, die
sich in ihrem mittleren Bereich aneinander abstützen. Auf diese Weise läßt sich die notwendige Festigkeit
der Gewölbebrücke mit dem geringsten anlagentechnischen Aufwand erzielen.
Findet ein Schachtraum von rechteckigem Querschnitt Verwendung, so wird das Verteilerorgan
zweckmäßig parallel zu den Schmalseiten des Schachtraumes angeordnet. Dadurch ergeben sich optimale
Strömungsquerschnitte für die beiden durch das Verteilerorgan gebildeten Teilströme des Gut-Gas-Gemisches.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiels hervor. Es zeigt
F i g. 1 einen Teilschnitt (längs der Linie I-I der
F i g. 2) durch einen erfindungsgemäßen Vorwärmer,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der
Fig.1.
Von dem erfindungsgemäßen Vorwärmer ist im wesentlichen nur ein Schachtraum 1 dargestellt, in den
das Gutaustragrohr 2 eines in einer höheren Etage des Vorwärmers vorgesehenen Schachtraumes 3 oder Zyklons
einmündet und an den sich oberhalb dieser Einmündung die Gaseintrittsleitungen 4 und 5 von zwei
Zyklonen 6 anschließen, die gegenüber dem Schachtraum 1 nach außen versetzt sind.
Unterhalb der Einmündung des Gutaustragrohres 2 ist im Schachtraum 1 ein Verteilerorgan 7 in
Form einer Gewölbebrücke aus feuerfestem Material vorgesehen. Dieses Verteilerorgan 7 wird durch zwei
aus einzelnen feuerfesten Steinen aufgebaute, gegensinnig gewölbte Bogen 7 α und 7 b gebildet, die sich in
ihrem mittleren Bereich aneinander abstützen. Die Achse des in den Schachtraum 1 einmündenden Gutaustragrohres
2 fällt mit der vertikalen Längsebene des Verteilerorgans 7 zusammen (vgl. F i g. 1). Das
Verteilerorgan 7 ist dabei parallel zu den Schmalseiten des im Querschnitt rechteckigen Schachtraumes 1
angeordnet. Die Breite des Verteilerorgans 7 beträgt nur einen Bruchteil (etwa 1A bis Vs) des lichten
Durchmessers des Gutaustragrohres2 (vgl. Fig. 1).
Die heißen Gase (beispielsweise die Abgase eines dem Vorwärmer nachgeschalteten Drehrohrofens)
durchströmen den Schachtraum 1 von unten nach oben, und zwar vorzugsweise in einer etwa spiralförmigen
Bewegungsbahn (vgl. die gestrichelte Strö· mungsbahn). Im oberen Bereich des Schachtraumes 1
teilt sich der Gasstrom in zwei Teilströme auf, die durch die Gaseintrittsleitungen 4 bzw. 5 den beiden an
den Schachtraum 1 angeschlossenen Zyklonen zuströmen.
Das Gut wird von einer höheren Etage des Vorwärmers über das Gutaustragrohr 2 in den Schachtraum
1 eingeführt. Der beim Austritt aus dem Rohr 2 noch verhältnismäßig kompakte Gutstrahl trifft dabei
auf das Verteilerorgan 7 und wird hierdurch aufgelöst und gleichmäßig in den aufsteigenden Gasstrom eingetragen,
der seinerseits durch das Verteilerorgan 7 eine verstärkte Turbulenz erfährt. Die Gutteilchen
werden somit in ihrer Bewegungsrichtung umgelenkt (vgl. die voll ausgezogenen Strömungsbahnen im Bereich
des Guteintritts) und gelangen mit dem Gas in die an den Schachtraum 1 angeschlossenen Zyklone 6.
Hier wird das Gut abgeschieden und dann einer tiefer
gelegenen Etage des Vorwärmers zugeführt, in dem es mit heißerem Gas in Berührung kommt. Die einzelnen
Stufen des Vorwärmers können dabei weitgehend gleichartig ausgebildet sein.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Vorwärmung von feinkörnigem Gut durch heiße Gase mit einem vom Gas
von unten nach oben durchströmten zentralen Schachtraum, in den das Gutaustragrohr eines in
einer höheren Etage des Vorwärmers vorgesehenen Schachtraumes oder Zyklons einmündet und
an den sich oberhalb dieser Einmündung die Gaseintrittsleitungen von wenigstens zwei gegenüber
dem Schachtraum nach außen versetzten Zyklonen anschließen, in denen das aus dem Schachtraum
von den Gasen mitgenommene Gut abgeschieden wirdj um dann einer tiefer gelegenen
Etage des Vorwärmers zugeführt zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
der Einmündung des Gutaustragrohres (2) ein den Schachtraum (1) in der vertikalen Mittelebene
durchquerendes, in an sich bekannter Weise als Gewölbebrücke aus feuerfestem Material ausgebildetes,
schmales Verteilerorgan (7) vorgesehen ist, dessen Breite einen Bruchteil, vorzugsweise V3
bis Va, des lichten Durchmessers des Gutaustragrohres beträgt und dessen vertikale Längsmittelebene
mit der Achse des in den Schachtraum einmündenden Teiles des Gutaustragrohres zusammenfällt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerorgan (7) durch
zwei aus einzelnen feuerfesten Steinen aufgebaute, gegensinnig gewölbte Bogen (7 a, 7 b) gebildet
wird, die sich in ihrem mittleren Bereich aneinander abstützen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, bei dem der Schachtraum einen rechteckigen Querschnitt aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerorgan (7) parallel zu den Schmalseiten des
Schachtraumes (1) angeordnet ist.
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP0037723 | 1965-09-24 | ||
| DEP0037723 | 1965-09-24 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1501415A1 DE1501415A1 (de) | 1970-01-29 |
| DE1501415C true DE1501415C (de) | 1973-03-29 |
Family
ID=
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