DE1500311B1 - Betaetigungsvorrichtung fuer Ventile - Google Patents
Betaetigungsvorrichtung fuer VentileInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für Ventile od. dgl., bei der ein Unter der Einwirkung
einer Verstellkraft, vorzugsweise eines Druckmittels, hin- und herbewegbarer Schieber einem mit einer
Ventilwelle verbundenen schwenkbaren Verstellhebel eine Winkelbewegung erteilt und dabei ein sich
änderndes Verhältnis der zum Verdrehen der Ventilwelle verfügbaren Drehkraft gegenüber der vom
Schieber ausgeübten Schubkraft entstehen läßt, wobei der Verstellhebel mit die Schubkraft aufnehmenden
seitlichen Anlageflächen versehen ist, denen zwei am Schieber mit Abstand voneinander angeordnete Schub-
- rollen oder Zapfen zugeordnet sind, die den Hebel zwischen sich aufnehmen und jeweils auf eine der
seitlichen Anlageflächen desselben einwirken.
Bei einer bekannten Betätigungsvorrichtung dieser Art (vgl. USA.-Patentschrift 45 756), die zum Verstellen
von Hebeln für den Dampfeintritt und Dampfaustritt bei einer Dampfmaschine dient, sind die
seitlichen Anlageflächen des Verstellhebels im wesentlichen als geradlinige, nach außen zusammenlaufende
Flächen ausgebildet, wodurch, da die jeweilige Schubrolle zu Beginn der Verstellbewegung am äußeren
Ende des Verstellhebels angreift, zu Beginn der Verstellbewegung eine verhältnismäßig kleine Anfangsdrehkraft
erzeugt wird, was bei einer Vorrichtung der bekannten Art jedoch auch ohne Bedeutung
sein dürfte, da bei einer Dampfmaschine die Drehkraft zum Verstellen des Hebels für den
Dampfeintritt und Dampfaustritt nicht wesentlich ins Gewicht fallt.
Wesentlich anders liegen jedoch in dieser Hinsicht die Verhältnisse bei Betätigungsvorrichtungen von
Kugelhähnen und anderen Ventilen mit drehbarem Verschlußteil, da derartige Ventile zum Einleiten
ihrer Verstellbewegung eine ziemlich große Drehkraft erfordern, wobei sich jedoch die senkrecht auf
den Verstellhebel der Ventilwelle einwirkende Kraftkomponente während der Verstellbewegung stark
ändert. Die Betätigungsvorrichtung muß dabei natürlich auf das jeweils ungünstigste Verhältnis der Drehkraft
zur linear wirkenden Schubkraft ausgelegt sein, was z. B. bei pneumatischen Betätigungsvorrichtungen
in der Praxis darauf hinausläuft, daß der Luftdruck unverhältnismäßig hoch sein muß, obwohl der hohe
Druck nur zur Einleitung der Verstellbewegung notwendig ist, während über den längsten Teil des
Verstellweges ein wesentlich geringerer Druck ausreicht.
Zeichnet man das Verhältnis von Drehkraft zu Schubkraft in einem Koordinatensystem auf, so entsteht
eine zur Mittellinie symmetrische Kurve, die bei entgegengesetzter Ventilverstellung in sich selbst
zurückläuft. In der Praxis bedeutet dies, daß in beiden Verstellrichtungen trotz des am Anfang verhältnismäßig
günstigen Verhältnisses von Drehkraft zu Schubkraft ein hoher Anfangsdruck aufgebaut werden
muß, der für die weitere Ventilverstellung nicht mehr erforderlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine in zwei Richtungen wirkende Betätigungsvorrichtung zu schaffen, die
während der Ventilverstellung zu optimalen Werten für das sich ändernde Verhältnis der zum Verdrehen
der Ventilwelle zur Verfügung stehenden Drehkraft zu der vom Schieber ausgeübten Schubkraft führt,
d. h. die vor allem eine große Anfangsdrehkraft in beiden Verstellrichtungen zur Verfügung stellt so
daß ζ. B. bei pneumatischer Betätigung das Steuer-
system nicht auf extreme Druckspitzen ausgelegt zu sein braucht.
Die Vorrichtung soll ferner einfach im Aufbau sein und sich ohne Verwendung von Spezialwerkstoffen
leicht und billig herstellen lassen. Sie soll außerdem über lange Zeit hinweg mit einem Minimum
an Instandhaltung einwandfrei arbeiten. Schließlich soll die Betätigungsvorrichtung auch die Verwendung
eines einfachen Verstellhebels zum Verdrehen der Ventilwelle gestatten, der beim Wirksamwerden des
Druckmittels eine genau vorbestimmte Relativbewegung des Ventilschaft^'·» herbeiführt und der sich ohne
Schwierigkeiten an das zum Einsat/ kommende Ventil anpassen läßt.
Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist die erlindungsgeinäße Vorrichtung dadurch
gekennzeichnet, daß die seitlichen Anlageflächen für die Schubrollen oder Zapfen Kurvenflächen
sind, die ähnlich der Kontur eines Fischschwanzes in der Weise gekrümmt verlaufen, daß die
in einem Diagramm das sich ändernde Verhältnis Drehkraft zu Schubkraft wiedergebenden Kurven
unsymmetrisch sind, d. h- in beiden Verstellrichtungen des Ventils im Verhältnis zu der von den
Schubrollen oder Zapfen ausgeübten Schubkraft mit einem hohen Wert für die Drehkraft einsetzen, der
nach der Anfangsverstellung rasch abnimmt, und mit einem unter der Anfangsdrehkraft liegenden Wert
für die Drehkraft enden.
Dadurch, daß die seitlichen Anlageflächen des Verstellhebels
in ganz bestimmter Weise gekrümmt sind, erhält man im Gegensatz zu geradlinig verlaufenden
Anlageflächen bei der Ventilverstellung eine unsymmetrische Drehkraftkurve. an deren beiden Enden
das Verhältnis Drehkraft zu Schubkraft verschieden ist. Bei entgegengesetzter Ventilverstellung ergibt sich
eine andere, ebenfalls unsymmetrische Drehkraftkurve mit ebenfalls unterschiedlichem Verhältnis
Drehkraft zu Schubkraft an beiden Enden. Die beiden Kurven decken sich nicht, können jedoch spiegelbildlich
gleich sein und beide mit einer großen Drehkraft einsetzen und mit einer geringeren Drehkraft
enden, wobei die Drehkraft zwischen Beginn und Ende de; Verstellbewegung nur einen verhältnismäßig
geringen Wert hat, der unter den Drehkraftwerten zu Beginn und am Ende der Verstellbewegung
liegt.
Vorzugsweise können die beiden Endstellungen des Schiebers so gewählt sein, daß jede der beiden am
Verstellhebel angreifenden .Schubrollen zu Beginn des Schieberhubes weit von der Mittelachse der
Ventilwelle entfernt ist. sich während der Ventilverstelluiii;
zur Mittelachse hin und an dieser vorbeibewegt und am Ende des Schieberhubes eine Stellung
in Nähe der Mittelachse der Ventilwelle einnimmt. Auf diese Weise ist der wirksame Abschnitt
des Verstellhebels zu Anfang der Verstellbewegulig langer als am Ende derselben.
Außerdem kann der Schieber aus zwei parallel mit Abstand übereinander angeordneten, länglichen Platten
bestehen, /wischen denen sich die Schubrollen befinden.
Die Erfindung ist in einem Ausführiingsbeispiel
an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Betätigungsvorrichtung
für einen Kugelhahn,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der
Fi u. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2,
Fig. 4 ein Diagramm der Kräfte und Abmessungen
in einem theoretischen und stark vereinfachten System zur Umsetzung einer hin- und hergehenden
Bewegung in eine Drehbewegung, bei dem sich eine symmetrische Kurve für das Verhältnis Drehkraft zu
Schubkraft ergibt,
F i g. 5 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Wirkung der seitlichen Verschiebung einer die Kraft
aufnehmenden Fläche des Verstellhebels aus der Radialen heraus,
F i g. 6 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Wirkung der Winkelneigung einer die Kraft aufnehmenden
Fläche des Verstellhebels gegenüber der Radialen und
F i g. 7 ein Diagramm der Kurven für die Drehkraft, die bei den in den F i g. 4, 5 und 6 dargestellten
Systemen für die Ventilverstellung zur Verfügung steht.
In Fig. 1 ist die insgesamt mit 10 bezeichnete Betätigungsvorrichtung zur Verwendung an dem
Kugelhahn 11 bekannten Typs dargestellt. Die Betätigungsvorrichtung besteht aus dem länglichen Gehäuse
12, an dessen Bodenfläche die mit dem Gehäuse des Hahns 11 verschraubte Konsole 13 angebracht
ist. An einem Ende des Gehäuses 12 befindet sich der pneumatische Antrieb 14 und am anderen Ende
das Elektromagnetventil 15 mit dem Elektromagneten 16, der über die Leitung 17 gespeist wird und mit
dem Ventil 18 zusammenwirkt, welches mit der zu einer nicht dargestellten Druckluftquelle führenden
Leitung 19 versehen ist.
Die F i g. 2 und 3 zeigen Einzelheiten des Gegenstandes der Erfindung. Das Ventil 18 ist über die
Leitung 21 mit dem äußeren Ende des pneumatischen Antrieb:.. 14 verbunden. Der Antrieb 14 besteht aus
dem ~, ylinder 22. der am äußeren Ende mit dem Kopf 23 versehen ist. in den die Leitung 21 einmündet.
Im Zylinder ist der mit der Kolbenstange 25 versehene Kolben 24 verschiebbar geführt.
Bei dem Ventil 18 handelt es sich um ein Vierwegeventil, das außer seiner Verbindung über die Leitung 19
zur Druckluftquelle und seiner Verbindung über die Leitung 21 zur rechten Seite des Kolbens einen nicht
dargestellten Durchgang aufweist, der Verbindung zum Inneren der linken Seite des Gehäuses hat, sowie
einen weiteren, nicht dargestellten Durchgang, der in die Umgebungsluft ausmündet.
In bekannter Weise kann das Vierwegeventil abwechselnd der rechten Seite des Kolbens Druck zuleiten
und die linke Seite des Z)linders entlüften und der linken Seite des Kolbens Druck zuleiten und die
rechte Seite des Zylinders entlüften: alle Schaltvorgänge werden durch den Elektromagneten 16 gesteuert.
Die Kolbenstange 25 besteht aus dem inneren, zentrisch am Kolben 24 befestigten Abschnitt 26 und
dem äußeren Abschnitt, der sich aus zwei parallel im Abstand voneinander angeordneten Platten 27
und 28 zusammensetzt, die über den Zapfen 29 an den inneren Abschnitt 26 angelenkt und in Längsrichtung
im Gehäuse verschiebbar sind. Im Gehäuse befindet sich das Kupplungselement 32, F i g. 3, das
in den Gleitlagern 33 und 34 gelagert ist. Am unteren Ende ist das Kupplungselement mit der Fassung 35
versehen, die dicht sitzend auf der Welle des Kugelhahns 11 aufgesteckt ist, um diese zu verdrehen.
Das Kupplungselement ist mit seinem oberen Ende aus dem Gehäuse 12 herausgeführt und mit dem
Hals 36 versehen. Dieser hat eine nicht kreisförmige Außenkontur, um in Notfällen das Ansetzen eines
Schraubenschlüssels zu ermöglichen.
Der mittlere Abschnitt des Kupplungselementes 32 ist, wie aus F i g. 2 hervorgeht, ebenfalls nicht kreisförmig;
an diesem Abschnitt ist der flache Verstellhebel 37 befestigt. Der Verstellhebel weist den im
wesentlichen kreisförmigen Hauptabschnitt 38 auf. von dem sich der radial gerichtete Arm 39 abstreckt.
Dieser Ann greift zwischen die beiden Platten 27 und 28 der Kolbenstange 25. Der Arm 39 hat längliche
Form und weist die im wesentlichen tangential oder quer gerichtete Stirnfläche 40. die in einer Kurve verlaufende
seitliche Anlagefläche 41 und die dieser gegenüberliegende, ebenfalls in einer Kurve verlaufende
seitliche Anlagefläche 42 auf. Bei den Kurven der seitlichen Anlageflächen handelt es sich um mathematisehe
Kurven, die der vorbestimmten Drehkraft angepaßt sind, mit welcher der Hahn 11 betätigt
werden soll. Sie haben etwa die Form eines Fischschwanzes. Von der Platte 27 zur Platte 28 erstrecken
sich zwei parallel mit Abstand voneinander angeordnete Zapfen oder Rollen 43 und 44. die an den
seitlichen Anlageflächen 41 bzw. 42 anliegen.
Die Arbeitsweise des Gegenstandes der Erfindung ergibt sich aus der vorstehenden Beschreibung. Es
sei angenommen, daß sich der Hahn 11 in der Schließstellung befindet und die Betätigungsteile die in
F i g. 2 wiedergegebene Stellung einnehmen. Wenn der Hahn geöffnet werden soll, wird dem Elektromagneten
16 über die Leitung 17 Strom zugeführt. Hierdurch wird das Ventil 18 geöffnet und läßt Druckluft
aus der Leitung 19 durch das Ventil 18 hindurch über die Leitung 21 in das äußere Ende des Antriebs
14 gelangen. Die Druckluft drückt auf den Kolben 24 und bewegt diesen unter Mitnahme der Kolbenstange
25 nach links. Der Zapfen 44 drückt hierbei auf die in einer Kurve verlaufende seitliche Anlagefläche 42
des Armes 39 des Verstellhebels 37. Der Druck des Zapfens 44 auf den Arm 39 veranlaßt, daß dieser um
die Achse des Hauptabschnitts 38 verschwenkt wird, der seinerseits über Keile mit dem Kupplungselement
32 verbunden ist; das untere Ende des Kupplungselementes 32 wiederum ist über die Fassung 35 mit
der Welle des Hahns 11 verbunden, verdreht somit das Kugel-Küken und bringt es in die Öffnungsstellung. Zu jeder gegebenen Zeit besteht eine Kraft-
komponente, die vom Kolben ausgeht und über den Anlagepunkt des Zapfens oder der Rolle 44 an der
Seitenfläche 42 des Verstellhebels 37 übertragen wird, um den Verstellhebel und über diesen die Ventilwelle
zu verdrehen.
Am Ende der vorbestimmten Bewegung des Verstellhebels
37 und der Ventilwelle, die sich im Falle eines Kugelhahnes normalerweise über 901 erstreckt,
werden die hin- und herbewegbaren Platten, die Kolbenstange und der Kolben durch hierfür geeignete
Anhaltemittel angehalten, so daß der Hahn in der Öffnungsstellung verbleibt.
Bei Betätigung in entgegengesetzter Richtung zum Schließen des Hahnes drückt der Zapfen oder die
Rolle 43 gegen die Seitenfläche 41 des Verstellhebels und führt die Teile in die in F i g. 2 dargestellte Stellung
zurück.
Gernäß F i g. 2 darf angenommen werden, daß sich der Zapfen oder die Rolle 44 in einer Stellung
befindet, in der sie anfängt, auf den Verstellhebel 37
einzuwirken. In dieser Stellung ist die Rolle verhältnismäßig weil von der Mittelstellung des Verslellhebcls
37 entfernt. Von dem Zapfen oder der Rolle 43 kann angenommen werden, daß sie ihre Drückbewe- s
gung beendet hat. Sie befindet sich daher verhältnismäßig nahe an der Mittelstellung des Hebels 37. Am
entgegengesetzten Ende des Hubes liegen die Verhältnisse gerade umgekehrt.
Im Diagramm nach F i g. 4 gibt die durchgehende Linie F die von dem Kolben ausgeübte Kraft wieder.
Im einfachsten Fall kann diese Kraft konstant sein. Zur Vereinfachung wird die Reibung außer acht gelassen,
und es wird angenommen, daß die Zapfen oder Rollen ohne Reibung auf den Verstellhebel 37
einwirken.
Die Linie R ist die Radiallinie des Verslellhebels 37. der im Fall der F i g. 4 als theoretisches Teil mit
unendlich kleiner Breite anzusehen ist. das sich radial von der Rotationsachse abstreckt.
Die Linie A/ gibt die Mittelstellung der Bogenbewegung
des Verstellhebels 37 wieder, und der Winkel Φ ist der Winkel zwischen den Linien R
und Λ/; der Einfachheil halber soll der Winkel 45
betragen.
Der Absland χ ist der Abstand auf der Linie A/ von
der Rotationsachse /in Projektion der Linie F.
Die durchgehende Linie P ist ein Vektor, der die
Kraflkomponente wiedergibt, die von dem Zapfen oder der Rolle her senkrecht auf die radial gerichtete, yo
die Kraft aufnehmende Fläche K einwirkt.
Nunmehr wird deutlich, daß der Winkel /wischen
P und F ebenfalls Φ ist.
Demzufolge ist
Demzufolge ist
cos Φ
cos Φ
Die Drehkraft kann ausgedrückt werden als
Die Drehkraft kann ausgedrückt werden als
7' -- PL =
Fx
cos- Φ
Abweichend von der in F i g. 4 wiedergegebenen
Situation, ist / nicht mehr einfach . sondern
cos Φ
betraut nunmehr
Λ"
cos Φ
., lan Φ
4>
Die auf das Vcnlil einwirkende Drehkraft ist somit zu Beginn am größten, wenn Φ gleich 45 ist.
Die Größe cos2 Φ wird zu Fins, wenn Φ in der
Mittelstellung gleich Null ist, worauf die Drehkraft einen Mindestwert Fv erreicht.
Nach der Mittelstellung steigt die Drehkraft svmmeirisch
im Verhältnis ihrer vorhergehenden Abnahme wieder an. bis der ursprüngliche Höchstwert
erreicht wird, wenn der Winkel Φ wieder gleich 45 ist. ν
Die Drehkraftkurve für dieses angenommene und theoretische Svstem ist in Fig. 7 durch die Linie 4
wiedergegeben. Bei einer Betätigung in umgekehrter Richtung würde die Kurve in sich selbst zurücklaufen.
Die Wirkung einer seitlichen Verschiebung der die <
>o Kraft aufnehmenden Fläche aus der Radialen heraus ist in F i g. 5 wiedergegeben. Hierbei hat der Verstellhebel
die Breite w und die die Kraft aufnehmende
Fläche von der Radialen den Abstand Λ .
Cils Φ
Drchkrafl Pl ( *' , ) ( ' , + "' lan φ).
V cos '/' / V cos Φ 2 J
Wie ersichtlich, beginnt die Drehkraft mit einem höheren Weil als die Anfangsdrehkraft nach F i g. 4.
und zwar wegen der zusäizlichen Größe -, lan Φ.
die positiv ist. solem Φ /wischen 45 und 0 positiv
ist. Diese Größe ver^chwindei. wenn Φ in der Mittelstellung
gleich Null ist. und wird dann zunehmend negativ, wenn '/' hinter der Mittelstellung negativ
wird-
Dies führt zu der in I i g. 1 wiedergegebenen Drehkraflkurvc
5. die höher als die Kurve 4 einsetzt und tiefer als die Kurve 4 endet: die Kurve ist unsymmetrisch.
Daiüber hinaus liefe die Kurve in entgegengesetzter Richtung nicht in sich selbst zurück, wenn
der Verstellhebel 37 durch die andere Rolle 43 /urückbewegt wird, sondern winde hoch einsetzen und
niedrig enden: sie ist der dargestellten Kurve 5 spiegelbildlich gleich. Teile dieser spiegelbildlich umgekehrten
Kurve sind in Fig. 7 mit 5i/ bezeichnet. Die Wirkung der Neigung einer die Kraft aufnehmenden
Fläche ist in Fig. 6 wiedergegeben: um
/u zeigen, daß diese von der Wirkung der in F i μ. 5
dargestellten seitlichen Verschiebung verschieden ist. ist die seitliche Verschiebung in Fig. 6 weggelassen
und eine Abänderung dargestellt, welche die Neigung der theoretischen, die Kraft aufnehmenden Fläche
nach F i g. 4 in bezug auf die Radiale wiedergibt. Diese Neigung kann als eine positive Neigung angesehen
werden, deren Wirkung beim Verdrehen gegen den (Tnzeigersinn zu der gemäß F i g. 5
erzeugten Wirkung hinzukommt. Die Neigung ist durch den Winkel (->
wiedergegeben.
In dieser Figur wird das Be/ugs/eichen r verwendet, um den radialen Abstand zum Punkt des
Hinwirkens der Kraft /' wiederzugeben. Die Richtung
der Größe /. die den Hebelarm für das Einwirken dieser Kraft wiedergibt, fällt im allgemeinen nicht
mit r zusammen, sondern ist dazu um den Winkel (-1
versetzt, so daß
Für /· gilt
daher ist
/ r cos <[>
ν
cos Φ
cos Φ
I =
V COs H
COs '/'
COs '/'
i«; Die Komponente P ist zur Kraft F nicht nur wie
in den F" ig. 4 und 5 um den Winkel'/1, sondern
auch um den /usät/lidien Winkel (->
geneigt.
Daher ist
P =
Drehkraft = Pl = (- -£ ) (*™1L)
Vcos {<{> + (-)) J V cos Φ J
(für F i g. 6).
Die vorstehende Gleichung kann sich von der entsprechenden, für die F i g. 4 geltenden Gleichung
unterscheiden.
Drehkran = P/ = ( ^ (
V cos Φ J \
Die Größe
cos Φ
(für F ig. 4).
F
cos]'/*
cos]'/*
der Gleichung nach F i g. 6 ist etwas weniger empfindlieh
gegen eine Veränderung von Φ als die Größe
COS Φ
der Gleichung nach F i g. 4. aber die Größe
χ cos H
cos Φ
cos Φ
der Gleichung nach F i g. 6 ist beträchtlich empfindlicher
gegen eine Veränderung von Φ als die Größe
.v
COS Φ
35
der Gleichung nach F i g. 4.
Die Kurve für das Diagramm der F i g. 6 ist in I- i g. 7 mit 6 bezeichnet. Sie beginnt höher und endet
niedriger als die Kurven nach den Fig. 4 oder 5. Die Kurve der F i g. 6 hat ihren tiefsten Punkt an
der Stelle <-) hinter der Mittelstellung. Die entsprechende Kurve in entgegengesetzter Richtung läuft
nicht auf der Kurve 6 zurück, sondern beginnt ähnlich der Kurve 5a hoch und endet tief.
Natürlich lassen sich die Wirkungen der Diagramme nach den F i g. 5 und 6 kombinieren. Bei einem Verstellhebcl
mit im Abstand voneinander angeordneten, die Kraft aufnehmenden seitlichen Anlageflächen
(Fig. 5) können diese so geneigt sein, wie die die Kraft aufnehmende Fläche nach F i g. 6. was zu
einer Zunahme der Unsymmetrie der Drehkraftkurve führt. Eine derartige kombinierte Wirkung tritt in
dem äußeren Abschnitt des Verstellhebels 37 nach F i g. 2 auf, dessen gekrümmte Seitenfläche 42 gegenüber
der Radialen in einer Richtung geneigt ist, in der sich die Wirkung nach F i g. 5 erhöht, indem der
Verstellhebel verbreitert ist; außerdem tritt in beträchtlichem Ausmaß die Wirkung gemäß F i g. 6 ein.
Auf diese Weise kann die Neigung der die Kraft aufnehmenden Fläche als Mittel angesehen werden,
um die einfache unsymmetrische Drehkraftkurve abzuwandeln, die sich aus dem wechselseitigen Verschwenken
des Verstellhebels durch die im Abstand voneinander angeordneten Rollen 43, 44 ergibt. Die
Kurve Drehkraft zu Bewegung läßt sich innerhalb eines großen Bereiches abwandeln, um für das jeweils
zum Einsatz kommende Ventil die günstigste Wirkung zu erzielen.
Claims (3)
1. Betätigungsvorrichtung für Ventile od. dgl., bei der ein unter der Einwirkung einer Verstellkraft,
vorzugsweise eines Druckmittels, hin- und herbewegbarer Schieber einem mit einer Ventilwelle
verbundenen schwenkbaren Verstellhebel eine Winkelbewegung erteilt und dabei ein sich
änderndes Verhältnis der zum Verdrehen der Ventilwelle verfügbaren Drehkraft gegenüber der
vom Schieber ausgeübten Schubkraft entstehen läßt, wobei der Verstellhebel mit die Schubkraft
aufnehmenden seitlichen Anlageflächen versehen ist, denen zwei am Schieber mit Abstand voneinander
angeordnete Schubrollen oder Zapfen zugeordnet sind, die den Hebel zwischen sich aufnahmen
und jeweils auf eine der seitlichen Anlageflächen desselben einwirken, dadurch gekennzeichnet,
daß die seitlichen Anlageflächen (41, 42) für die Schubrollen oder Zapfen (43, 44) Kurvenflächen sind, die ähnlich der
Kontur eines Fischschwanzes in der Weise gekrümmt verlaufen, daß die in einem Diagramm
das sich ändernde Verhältnis Drehkraft zu Schubkraft wiedergebenden Kurven unsymmetrisch sind,
d. h. in beiden Verstellrichtungen des Ventils im Verhältnis zu der von den Schubrollen oder
Zapfen (41, 42) ausgeübten Schubkraft mit einem hohen Wert für die Drehkraft einsetzen, der
nach der Anfangsverstellung rasch abnimmt, und mit einem unter der Anfangsdrehkraft liegenden
Wert Tür die Drehkraft enden.
2. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Entstellungen
des Schiebers (27, 28) so gewählt sind, daß jede der beiden am Verstellhebel (37) angreifenden
Schubrollen (43, 44) zu Beginn des Schieberhubes weit von der Mittelachse der Ventilwelle
entfernt ist, sich während der Ventilverstellung zur Mittelachse hin und an dieser vorbeibewegt
und am Ende des Schieberhubes eine Stellung in Nähe der Mittelachse der Ventilwelle
einnimmt.
3. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
aus zwei parallel mit Abstand übereinander angeordneten, länglichen Platten (27, 28) besteht,
zwischen denen sich die Schubrollen (43, 44) befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009509/133
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1965
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- 1965-10-14 BE BE670944D patent/BE670944A/xx unknown
- 1965-10-14 IL IL2446565A patent/IL24465A/xx unknown
- 1965-10-15 DE DE19651500311 patent/DE1500311B1/de not_active Withdrawn
- 1965-10-15 GB GB4379565A patent/GB1075026A/en not_active Expired
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Also Published As
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|---|---|---|---|
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