DE1593105B - Verfahren zur Herstellung quaternärer Ammoniumhalogenide - Google Patents
Verfahren zur Herstellung quaternärer AmmoniumhalogenideInfo
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Description
in welcher R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis
10 Kohlenstoffatomen bedeuten und zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidinrest bilden
können, R3 einen Cetyl- oder Benzylrest und X
Chlor oder Brom darstellt, wobei die beiden Einheiten C4H6 entweder linear entsprechend
-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH=Ch-CH2-
oder mit Verzweigung entsprechend
oder mit Verzweigung entsprechend
-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH-Ch=CH2
gebunden sein können, dadurch gekennzeichnet, daß man ein N-Chlordialkylamin
R1 — NCl — R2 mit Butadien-1,3 in einem. Lösungsmittel
in Gegenwart von Eisensulfat mit einem Molverhältnis von Eisensulfat zu N-Chlordialkylamin
gleich 1 und mit einem Molverhältnis von Butadien zu N-Chlordialkylamin von mehr
als 1 bei einer Temperatur im Bereich zwischen — 20 und +100C umsetzt, das Reaktionsprodukt
abtrennt und anschließend in an sich bekannter Weise mit einem Alkylhalogenid R3—X umsetzt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren /ur Herstellung quaternärer Ammoniumhalogenide
der allgemeinen Formel
R1
R2
N-(C4He)2-N
R3R2
2X"
in welcher R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis
10 Kohlenstoffatomen bedeuten und zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidinrest bilden können,
H3 einen Cetyl- oder Benzylrest und X Chlor oder
Brom darstellt, wobei die beiden Einheiten C4H6
entweder linear entsprechend
-CH2-CH = CH-CH2-CH2-CH = CH-Ch2-
oder mit Verzweigung entsprechend
— CH2 — CH — CH—CH2 — CH2 — CH — CH = CH2
oder mit Verzweigung entsprechend
— CH2 — CH — CH—CH2 — CH2 — CH — CH = CH2
gebunden sein können, das ist dadurch gekennzeichnet,
daß man ein N-Chlordialkylamin
R1-NCl-R2
mit Butadien-1,3 in einem Lösungsmittel in Gegenwart
von Eisensulfat mit einem Molverhältnis von Eisensulfat zu N-Chlordialkylamin gleich 1 und mit
:inem Molverhältnis von Butadien zu N-Chlordiilkylamin
von mehr als 1 bei einer Temperatur im bereich zwischen —20 und + 100C umsetzt, das Reakionsprodukt
abtrennt und anschließend in an sich lekannter Weise mit einem Alkylhalogenid R3—X
imsetzt.
Als Lösungsmittel für die Durchführung des erindungsgemäßen Verfahrens wird vorzugsweise Mehanol
verwendet. Zweckmäßigerweise wird bei der )urchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens das
^I-Chlordialkylamin in die Lösung gegossen, die
Mol Eisensulfat und einen molaren Überschuß an Butadien gegenüber dem N-Chlordialkylamin enthält.
Das erfindungsgemäße Verfahren läuft rasch ab und ist exotherm.
Nach der Wiedergewinnung des überschüssigen Butadiens wird das Reaktionsprodukt abgetrennt,
indem man die restliche Lösung alkalisch stellt. Als Nebenprodukt wird das l-Dialkylamino-4-chlor-2-buten
festgestellt, welches durch Destillation leicht abgetrennt wird.
Die Umsetzung des auf diese Weise erhaltenen Amins mit dem Alkylhalogenid wird durch Erhitzen
der beiden Produkte in Lösung durchgeführt, wobei vorzugsweise ein Überschuß an Alkylhalogenid verwendet
wird, der am Ende der Reaktion durch Behandlung der Mischung mit einem Lösungsmittel
(Äther, Kohlenwasserstoff) wiedergewonnen werden kann, in welchem das quatemäre Ammoniumsalz
nicht löslich ist, während das Alkylhalogenid löslich ist.
Die erfindungsgemäß hergestellten quaternären Ammoniumverbindungen
zeichnen sich durch eine starke Desinfektionswirkung aus.
90 g Butadien-1,3 und 186 g Eisensulfatheptahydrat
werden in 400 cm3 Methanol eingebracht.
Unter Kühlen (zwischen —10 und O0C) und einer
Stickstoffatmosphäre werden unter Rühren innerhalb von 30 Minuten 40 g N-Chlorpiperidin, gelöst in
60 cm3 Methanol, zugegeben.
Das Ganze wird mit Wasser verdünnt, das überschüssige Butadien abgetrennt und die Lösung mit
Äther extrahiert.
6c Nach Eindampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand unter einem Vakuum destilliert, wobei bis
zu 90°/0,7 mm 4,4 g l-Piperidin-4-chlor-2-buten und bei 160 bis 17070,7 mm 36 g nicht chlorierte Amine
gesammelt werden.
a) 13,8 g Amine (Kp. 160 bis 170°C/0,7mm Hg) und
35 g Cetylbromid in 100 cm3 Äthylalkohol werden 8 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Der überschüssige
Alkohol wird entfernt und der Rückstand
mit Äther behandelt; es werden 39,4 g einer Mischung von quaternären Ammoniumsalzen ungelöst erhalten,
die direkt verwendbar sind und die Formel
2Br"
·Ί6Ιλ33
'16"3S
besitzen, wobei 89% aus dem linearen Isomeren und 11 % aus dem verzweigten Isomeren bestehen.
b) 13,8 g Amine (Kp. 160 bis 170°C/0,7 mm) und 24 g Benzylchlorid in 100 cm3 Äthylalkohol werden
10 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Der Alkohol wird abdestilliert und der Rückstand mit Äther behandelt;
es werden 21,4 g quaternäre Ammoniumsalze der Formel
2 Cl"
CH2-C6H5 CH2-C6H5
erhalten; in diesem Fall ist ebenfalls das lineare Isomere zu 89% vorhanden, während das verzweigte
Isomere zu 11% vorliegt. Das lineare Isomere ist das
2,6-Octadien-l,8-bis-(N-cetylpiperidin)-bromid, das verzweigte Isomer ist das l-Vinyl-4-hexen-l,6-bis-(N-cetylpiperidin)-bromid.
30 Beispiel 2
Nach der Arbeitsweise des Beispiels 1 werden 27 g N-Chlordiäthylamin in 60 cm3 Methanol mit 80 g
Butadien und 150 g Eisensulfatheptahydrat in 400 cm
Methanol umgesetzt. Es werden 24 g Produkt erhalten, welches bei 125 bis 135°C/l,5mm destilliert. Dieses
Produkt wird wie im Beispiel 1 mit Cetylbromid und Benzylchlorid behandelt, wobei Mischungen von
quaternären Ammoniumsalzen mit jeweils den nachstehenden Strukturen erhalten werden:
QH5
QH5
N-(C4H6J2-N
6 H
QftH
16η33
2Br~
45
QH5 ^ ,QH5
2Cl" QH5' QH5
CH2 C6H5 CH2 QH5
In diesen Fällen ist das lineare Isomere in einer Menge von 74,5% vorhanden, während das verzweigte
Isomere in einer Menge von 25,5% vorliegt.
Die Arbeitsweise ist dieselbe wie in den vorhergehenden Beispielen, wobei man 80 g Butadien, 86 g
Eisensulfatheptahydrat in 300 cm3 Methanol mit 46 g N-Chlordibutylamin in 100 cm3 Methanol umsetzt.
Es werden 36 g Produkt erhalten, welches bei 190 bis 210° C/l ,5 mm Hg siedet.
Die mit Cetylbromid und Benzylchlorid erhaltenen quaternären Ammoniumsalze haben jeweils die Strukturen:
C4H9
C4H9
C4H9
C4H9
2Br"
C4H9
C4H9
.C4H9
N-(C4H6J2-
C4H9 CH2 C6H5 CH2 QH5
2Cl"
und enthalten das lineare Isomere in einer Menge von 76% und das verzweigte Isomere in einer Menge von
24%.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung quaternärer Ammoniumhalogenide der allgemeinen FormelR, RN-(QH6)2-NR3R22X~
Family
ID=
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