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DE1593194C - Verfahren zur Herstellung von 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-betha-chloräthylester - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-betha-chloräthylester

Info

Publication number
DE1593194C
DE1593194C DE1593194C DE 1593194 C DE1593194 C DE 1593194C DE 1593194 C DE1593194 C DE 1593194C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
nitro
furfurylidenecarbazic
preparation
betha
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Orphahell NV
Original Assignee
Orphahell NV
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5 - Nitro - 2 - furfurylidencarbazinsäure - β - chloräthylester der Formel
O2N-I[^J-Ch=N-NH-CO-O-CH2-CH2-CI
Diese Verbindung besitzt wertvolle bakterizide Eigenschaften. Ihre coccidiostatische Wirksamkeit ist derjenigen bekannter 5-Nitrofuranderivate erheblich überlegen, wie Vergleichsversuche unter Verwendung der folgenden Verbindungen zeigen:
I. 5-Nitrofurfurolsemicarbazon (bekannt)
II. 5-Nitrofurfurylidenamino-hexamethylenimin
(bekannt)
III. 5-Nitrofurfurylidenhydrazincarbonsäureäthylester (bekannt aus der österreichischen Patentschrift 198 261, Beispiel 16)
IV. S-Nitrofurfurylidencarbazinsäure-^-chloräthylester.
Zur Durchführung der Vergleichsversuche ist Folgendes zu bemerken:
Es ist bekannt, daß manche 5-Nitrofuranderivate coccidiostatische Eigenschaften besitzen. Eine direkte Messung dieser Eigenschaften in vivo oder in vitro ist aber nicht nur besonders zeitraubend, sondern auch praktisch unmöglich im Zusammenhang mit den stark auseinanderlaufenden Lebenszyklen der verschiedenen Coccidien. Verschiedene störende Faktoren bei der In-vitro-Bestimmung der coccidiostatischen Wirkung von chemischen Verbindungen, welche wachstumshemmende oder inaktivierende oder letale Eigenschaften für niedere und höhere Mikroorganismen besitzen, können manchmal zu unerklärbaren Ergebnissen führen. Um eine möglichst genaue Kenntnis der »Aktivität« des zu untersuchenden Chemotherapeuticums zu erhalten, ist man dazu übergegangen, dessen biologischen Wert im Vergleich zu einem bekannten Standard zu untersuchen. Aus der Literatur sind verschiedene quantitative Bestimmungsmethoden bekannt, um den genannten »biologischen
'5 Wert« vergleichend zu messen.
Eine solche Methode ist die Bestimmung der minimalen Hemm-Konzentration M. H. K. Dabei wird ein Verdünnungsverfahren angewendet, wobei die zu untersuchende Substanz gegen bestimmte Mikro-Organismen getestet wird.
Bei den Versuchen werden als Testorganismen Pseudomonas aeruginosa sowie Salmonella typhosa, die eine verhältnismäßig große Unempfindlichkeit gegenüber Chemotherapeutica aufweisen, verwendet.
Da die untersuchten Verbindungen in Wasser nur schwer löslich sind, wurde Dimethylformamid als Lösungsmittel verwendet. Der M. H. K.-Wert des Di-
. methylformamids wurde ebenfalls bestimmt, wobei dafür Sorge getragen wurde, daß das Inoculum während der Inkubation auf einen pH-Wert von pH 6,0 gepuffert wurde.
Obwohl der M.H.K.-Wert von Dimethylformamid bei den Messungen verflacht wird, war es doch interessant, die Größenordnung dieses M. H. K.-Wertes zu kennen. Es zeigt sich, daß dieser Wert 8 mcg/ccm betrug.
Bei den M.H.K.-Bestimmungen der verschiedenen Verbindungen wurde der pH-Wert mit sterilen Pufferlösungen ebenfalls auf 6,0 eingestellt, um die Ver-Suchsbedingungen möglichst gleich zu halten.
Bei der Beimpfung der Testkulturen-Suspensionen wurden die internationalen Vorschriften bezüglich des Einsteilens der Impfsuspension, die für das turbidimetrische Verfahren benötigt wird, eingehalten.
Die bei den Versuchen erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
125 Konzentration in mcg/ccm 62,5 31,25 16 8 Salmonella typhosa - + + + + 125 62,5 31,25 16 8 Pseudomonas aeruginosa - - + + + + + +
Verbindung + + ■ _ + + +
+ + +
I
II
III
IV
( —) bedeutet Hemmung, ( + ) bedeutet, daß keine Hemmung eintritt.
Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß der 5-Nitrofurfurylidencarbazinsäure-^-chloräthylester gegenüber den bekannten Verbindungen eine überlegene coccidiostatische Wirkung besitzt.
Der S-Nitro^-furfurylidencarbazinsäure-Zi-chloräthylester wird erfindungsgemäß dadurch hergestellt, daß man den 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-/J-oxyäthylester in an sich bekannter Weise mit Thionylchlorid umsetzt.
Beispiel
Herstellung von S-Nitro^-furfurylidencarbazinsäure-/f-chloräthylester
6 g 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-/^oxyäthylester werden mit 50 ecm Thionylchlorid vermischt und in einem Gefäß mit Rückflußkühler auf einem Wasserbad 20 Minuten erwärmt. Nach dem Abkühlen wird die entstandene Kristallmasse ab-
filtriert und mit Benzol und danach mit Alkohol gewaschen. Anschließend wird die Substanz getrocknet. Man erhält 6,2 g (96%) S-Nitro^-furfurylidencarbazinsäure-|tf-chloräthylester vom F. 204° C und einem Molekulargewicht von 261,5.
Der oben verwendete ziemlich große Überschuß von Thionylchlorid dient auch als Lösungsmittel. Man kann jedoch mit einer geringeren Thionylchloridmenge, z. B. mit 3 ecm, auskommen, falls 10 ecm Dimethylformamid als Lösungsmittel verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-ß-chloräthylester der Formel
    0,N
    CH =N- NH - CO -0-CH7-CH1-Cl
    dadurch gekennzeichnet, daß man den 5-Nitro-2-furfurylidencarbazinsäure-//-oxyäthylester in an sich bekannter Weise mit Thionylchlorid umsetzt.

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