DE1591869C - Anordnung zum gleichzeitigen Messen von Gleichströmen in linearem und loga nthmischem Maßstab - Google Patents
Anordnung zum gleichzeitigen Messen von Gleichströmen in linearem und loga nthmischem MaßstabInfo
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Description
I 591869
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum gleichzeitigen Messen von Gleichströmen in
■ linearem und logarithmischein Maßstab mit einem \
Eingangsverstärker, der einen Gegenkopplungszweig mit einem Widerstand mit einer Halbleiterdiode aufweist,
und mit einem an den Widerstand angeschlossenen ersten Ausgangskanal und einem an die Halbleiterdiode
angeschlossenen zweiten Ausgangskanal, von denen der erste eine rein lineare Spannung und "
der zweite eine aus dieser linearen Spannung und einer logarithmischen Spannung zusammengesetzte
Spannung führt. ,
In der Elektronik stellt sich häufig die Aufgabe,
z. IJ. bei der Überwachung von Kernreaktoren oder im Rahmen des Strahlungsschutzes, Gleichströme
einerseits in einem logarithmischen Meßkanal in logarithmischem Maßstab und andererseits in einem
linearen Meßkanal in linearem Maßstab zu messen, um sowohl den ausgedehnten .Meßbereich eines
logarithmischen Mcßkahals und die Leichtigkeit, mit der sich damit die Periode bestimmen läßt,.als.auch
die Genauigkeit eines linearen Mcßkanals ausnützen ' zu können. Der Aufbau des' linearen Meßkanals
erfolgt dabei meist mit Hilfe eines Ohmschen Widerstandes, während für den Aulbau des logarithmischen
Meßkanals Bauelemente mit logarilhniLschcm Kennlinienvcrlauf
im Gebrauch sind, wobei man etwa mit Gleichstromverstärker!! arbeiten kann, die nach
dem Vorbild der Seilen R 68 bis R 71 der Zeitschrift ■ ATM vom Mai 1958 einen Gegenkopplungskanal
mit einer Halbleiterdiode oder nach dem Vorbild der französischen Patentschrift I 401 891 einen Gegenkopplungskanal
mit zwei antiparallel geschalteten, zweipolig betriebenen Feldeffekt-Transistoren aufweisen,
wodurch im letzleren Falle in beiden Rieh-Hingen fließende Gleichströme' in logarithmischein
Maßslab gemessen werden können.
fiin wesentlicher Mangel aller bisher eingesetzten Gleichstrommeßanordnungen dieser Art besteht jedoch
darin, daß bei ihnen die beiden interessierenden .jo
Meßergebnisse, nämlich das rein lineare und das rein logarilhinische Meßergebnis, niemals gleichzeitig zur
Verfügung stehen, sondernstetsnacheinander erhalten werden.
Nun wäre es jedoch von größtem Wert, über diese beiden Meßergebnisse gleichzeitig verfügen zu können,
d. h., sie also mit Hilfe einer einzigen Meßanordnung gleichzeitig erfassen zu können, da sich dadurch
einerseits Ersparnisse hinsichtlich des meßtechnischen Aufwandes und der Meßzeit und andererseits eine
vergrößerte Verarbeituligssicherheil infolge einer vollkommen kontinuierlichen Messung erzielen lassen
würden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Gleichstrommcßanordnung der obenerwähnten
Art in der Weise auszugestalten, daß sowohl das lineare Meßergebnis als auch das rein logarilhinische
Meßergebnis stets gleichzeitig anfallen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der /.weite Ausgangskanal einen Rechen-Verstärker
enthält, dessen Eingang einerseits die Ausgangsspannungdcs Eingangsverstärkers unmittelbar
und andererseits die in dem ersten Ausgangskanal nach dem Widerstand im Gegenkopplungszweig des
Eingangsverstärkers auftretende Spannung über einen f>5
Umkehrverstärker zugeführt wird und an dessen Ausgang eine rein logarithmische Spannung abnehmbar
ist.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und ihrer Vorteile soll nunmehr ein mögliches Ausführimgsbeispicl
Rir eine .erfind 11 ngsgcmiiße Gleichstronimeßanordnung
näher beschrieben werden, das in der Zeichnung veranschaulicht ist, deren einzige Figur
ein Schaltbild für eine crfindungsgeinäß ausgebildete
(ileichstronimeßanordnung zeigt.
In der Zeichnung ist I) ein Detektor, der einem
Verstärker A mit über einen Widersland R, gegengekoppelter
Kathode einen Gleichstrom zuführt, und i/cine Diode. Die Gesetzmäßigkeit für den die Diode 1/
durchfließenden Strom, von der auch bei den üblichen logarithmischen Verstärkern Gebrauch gemacht wird,
läßt sich durch nachstehenden Ausdruck wiedergeben:
V =- K log ■.' ,
in dem K eiiic Konstante mit der Dimension einer
Spannung und /,, eine Konstante mit der Dimension
eines Stromes bedeutet.
Der aus dem Detektor I), dem Verstärker .-I, einem
zusätzlichen Widersland /{,, der Diode ti und dem'
Widerstand R, besiehende Schaltungsteil besitzt zwei Ausgänge, an denen zwei Ausgangsspauniingen \\
bzw. V1 abnehmbar sind, die nachstehende Werte annehmen:
K1 = R1 I
l· R1 L
wobei / der von dem Detektor /) gelieferte Strom ist.
Man erhält also einerseits als lineares Meßergebnis die Spannung K1, und andererseits eine Spannung V1,
die der Summe aus einem einer logarithmischen Gesetzmäßigkeit folgenden Wert und einem einer
linearen Gesetzmäßigkeit folgenden Wert entspricht. . Aufbauend auf diesem ersten Schallungsteil, der
im wesentlichen einein logarithmischen Gleichstromverstärker entspricht, wie er auf Seite R 70 der Zeilschrift
ATM vom Mai 1958 beschrieben- und dargestellt
ist, sind erfindungsgeniäß um einen ein Phaseniinikehrverstärker
Ii und zum anderen ein Rechenverstärker C angeschlossen. Dabei hat der Phasenumkehrvcrstätker
B, der an seinem Ausgang die Spannung - K1 führt, die Aufgabe, die Spannung K1
mit der Spannung K2 in Phase /m bringen, damit
lel/lere Spannung von erslerer Spannung abgezogen
werden kann, so daß man im Endergebnis zwei Schaltungsausgänge erhält, von denen der eine eine
lineare Spannung, nümJtch die Spannung K1, und der
andere der Ausgang des Rechen Verstärkers C eine Spannung K, führt, die rein logarithmisch ist.
Bei einem praktisch gebauten Ausführungsbeispicl für eine erfindungsgemäße Gleichslrommcßanordnung
besaßen die verschiedenen in die Schaltung eingefügten Widerstände folgende Werte:
Rx =· K)4 Ohm, R1 s= 5 ·
Rs -- f?4 = A5 = Rn — R7 = 1,25· Hi" Ohm.
Rs -- f?4 = A5 = Rn — R7 = 1,25· Hi" Ohm.
K)' Ohm, W Ohm und
Mit der in dieser Weise aufgebauten Schaltung erhielt man unter Zugrundelegung eines Wertes von
IO ' Voll für die Konstante K für die Diode«/ für
3 4
zwischen K) " und K)"'Ampere variierende Meßströme das aus der nachstehenden Tabelle ersichtliche
Ansprechen im linearen bzw. im logarithmischen Meßkanal: - ■
| . IO " | 10 "' | ■ 10" | / 10 ". |
in Anipcr
IO ■' |
C
K) " |
10-*· | ~ .Κ)"4 | ίο-J | |
| Linearer Meßkanal, V1 in Volt |
0 | 1,25 | 2,5 | 3,75 | ίο-' 5 |
K)2 6,25 |
K)-' 7,5 |
I 8,75 |
K) K) |
| Logarithmisther Meß kanal, F, in Volt |
Im Vergleich zu bekannten Schaltungen mit zwei Meßkanälen bidet die erfindungsgemäße Meßanordnung
den Vorteil, daß sie einen Detektor, ein Anschlußkabel, eine Hochspannungsquelle, eine Niederspannungsversorgung
und einen Linearverstärker einspart und nichts weiter als^zwci einfache Verstärker
B und C dafür verlangt.
Dabei lassen sich beide SchalUingsausgänge bei der erliiidungsgeinäßen Meßanordnung selbstverständlich
auch mit Triggerschaltungen ausstatten.
Vom Standpunkt der Betriebssicherheit aus gesehen gibt die erlindungsgemäße Meßanordnung,
wenn die Verwendung zweier unabhängiger Meßketten gewisse Vorteile bietet, die Gewähr fiir ein
gutes Funktionieren der linearen Messung, sobald ein gutes Funktionieren der logarithmischen Meßkette
erreicht ist.
Das oben beschriebene Prinzip läßt sich auch auf mit Impulsen gespeiste Meßkanäle anwenden, wobei
lediglich .eine Aufbereitung dieser Impulse fiir einen Gleichstromverstärker durch Integration vorgenommen
werden muß.
Die Gren/bcdingungen fiir den Einsatz "der erliiRlungsgemäßen
Meßanordnung lassen sich mit Rücksicht darauf immer erfüllen, daß die Verstärkung
des Verstärkers . 1 begrenzt ist, wenn man fiir die Widerstände K1 und R2 hinreichend große Werte
wählt.
Wie man nämlich aus dem oben angegebenen Ausdruck für die Spannung V2 entnehmen kann, hat
der Strom / des Detektors den Bruch
zum Multiplikationsfaktor, und dies gestattet die Messung kleinerer Ströme, als sie sich sonst mit
den verwendeten Dioden messen lassen würden. So kann man beispielsweise mit Hilfe einer Diode, deren
Gren/c bei K)"" Ampere liegt, noch Ströme von K)"'■' Ampere messen, indem man dem Bruch
K1 + R1
Ii,
den Wert j(X) gibt.
Diese Eigenschaft macht die erlindungsgemäüe
.10 Meßanordnung sehr brauchbar zum Messen sehr
kleiner Ströme von beispielsweise 10 ""''Ampere, eine
Messung, die sich bisher nur mit Hilfe von Elektrometerröhren durchführen ließ. Man kann daher
Halbleiterdioden üblicher Bauart als logarithmische Bauelemente verwenden, und ein, zwei oder gar drei
Dekaden weiter zu niedrigeren Strömen kommen.
Besonders günstig wirkt sich die Anwendung dieses Prinzips auf Geräte für den Strahlenschutz aus.
Bei praktischer Erprobung einer erfmdungsgc-
■1° mäßen Gleichstrommeßanordnung wurden unter den
nachstehenden Bedingungen:
Z0 = K)"''Ampere,
K1 = K)4 Ohm,
K2 = K)7 Ohm und
K1 = K)4 Ohm,
K2 = K)7 Ohm und
K = 0,06 Volt (entsprechend einem als Diode geschalteten Transistor 2 N 930)
K1J-Ji2
und einer Verstärkung fiir den Rechenverstärker C von G = K) die in folgender Tabelle zusammengestellten
Ergebnisse erzielt:
| 10 " | 10 '" | 10 " | / 10 " |
in Amper
K)-" |
e
ΙΟ"6 |
ΙΟ"5 | ΙΟ"4 | ΙΟ"-» | |
| Linearer Meßkanal, berechnet in Volt, K1 .. Linearer Meßkanal, gemessen in Volt, V1 ... Logarithmischer Meß kanal, berechnet in Volt K, |
IO 7 1,2 |
Κ)"6 1,8 |
K) 5 2,4 |
K) 4 3,0 |
ΙΟ"3 ■ Κ)"Λ 3,3 |
K)-2 ΙΟ"2 4,2 |
ΙΟ"1 Κ)"1 4,8 |
1 1 5,4 |
10 10 6,0 |
| Logarithmischer Meß kanal, gemessen in Volt, V, |
1,2 | 1.8 | 2,4 | 3,1 | 3,7 | 4.3 | 4,9 | 5,5 | 6,1 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zum gleichzeitigen ' Messen von Gleichströmen in linearem und logarithmischem Maßstab mit einem Eingangsverstärker, der einen Gcgenkopplungszweig mit einem Widerstand und einer Halbleiterdiode aufweist, und mit einem an den Widerstand angeschlossenen ersten Ausgangskänal und einem an die Halbleiterdiode angeschlossenen zweiten Ausgangskanal, von denen der erste eine rein lineare Spannung und der zweite eine aus dieser linearen Spannung und einer logarithmischen Spannung zusammengesetzte Spannung führt, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Ausgangskanal einen Rechenverstärker (C) enthält, dessen Eingang einerseits die Ausgangsspanniing (K2). des Eingangsverstärkers (A) unmittelbar und andererseits ■ die in dem ersten Ausgangskanal nach dem Widerstand (R1) im Gegenkopplungszwcig des Eingangsverstärkers (A) auftretende Spannung (F1) über einen Umkehrverstärker (B) zugeführt wird und an dessen Ausgang eine rein logarithmische Spannung (K3) abnehmbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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