DE1590961C3 - Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten AdernInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/17—Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
- H01B7/28—Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather
- H01B7/282—Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable
- H01B7/285—Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable by completely or partially filling interstices in the cable
- H01B7/2855—Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable by completely or partially filling interstices in the cable using foamed plastic
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Description
Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten
Adern, bei dem innerhalb des Kabelmantels in kurzen Abständen Propfen aus geschäumtem
Kunststoff angeordnet sind. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor dem Verseilen
in regelmäßigen Abständen eine kleine Menge eines flüssigen, ein Treibmittel enthaltenden Kunststoffes
oder Kunststoffbildners aufgebracht wird, dessen Reaktionszeit so eingestellt ist, daß die
Schaumbildung und gegebenenfalls Auspolymerisation erst nach dem Verseilen und dem Aufbringen
mindestens der ersten Umhüllung eintritt, ohne daß von außen eine Wärmezufuhr erforderlich ist.
Durch diese Pfropfen soll verhindert werden, daß sich Feuchtigkeit, die etwa durch eine Beschädigung
des Kabelmantels bei einem erdverlegten Kabel an einer Stelle in das Kabel eindringt, in Längsrichtung
des Kabels ausbreitet.
In Versuchen wurde nun festgestellt, daß es nicht notwendig ist, diese Feuchtigkeitssperren auf einzelne
voneinander getrennte Stellen des Kabels zu beschränken, sondern daß es, ohne die Kapazität und
Biegsamkeit des Kabels nachteilig zu beeinflussen, möglich ist, geschäumten Kunststoff fortlaufend, also
ohne Unterbrechungen, in das Kabel einzubringen. Gegenstand eines ersten Zusatzpatents 1 640 616 ist
demnach ein Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels gemäß Hauptpatent, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß sämtliche Hohlräume zwischen den Adern und etwaigen sonstigen Verseilelementen
mit dem schäumbaren Kunststoff ausgefüllt werden.
Das Fernmeldekabel gemäß dem ersten Zusatzpatent hat gegenüber dem Gegenstand des Hauptpatentes
den Vorteil, daß an Schadenstellen die Feuchtigkeit überhaupt nicht weiter in das Kabel eindringen
kann und die Schadenstelle damit auf einen viel kleineren Bereich lokalisiert wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung
des Verfahrens nach dem Hauptpatent oder dem 1. Zusatzpatent zur Herstellung eines Fernmeldekabels
anzugeben.
Diese Vereinfachung beruht im wesentlichen darauf, daß bei der Herstellung mikroverkapselte Flüssigkeiten
verwendet werden. Die Mikroverkapselung von Flüssigkeiten ist heute in verschiedenen Anwendungsbereichen
— z. B. bei der Herstellung von kohlepapierfreien Durchschreibeformularen — bekannt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist nun mindestens eine der Komponenten des bei der Herstellung
des Kabels innerhalb des Kabelmantels aufge-
»5 brachten Schaumkunststoffe in Mikrokapseln eingeschlossen,
und durch Zerstörung der Mikrokapseln in einem weiteren Arbeitsgang werden die Komponenten
zur Reaktion gebracht. Dabei kann die Zerstörung der Mikrokapseln durch Druck oder Tempe-
»o ratureinwirkung erfolgen.
Dieses Verfahren hat den großen Vorteil, daß der Reaktionszeitpunkt zur Bildung des Schaumkunststoffes
willkürlich festgelegt werden kann, da die Reaktion ja in einem eigenen Arbeitsgang ausgelöst
as wird. Es ist also nicht mehr erforderlich, daß die
Reaktionszeit des vor dem Verseilen fortlaufend aufgebrachten Kunststoffes oder Kunststoffbildners vorher
so eingestellt wird, daß die Reaktion mit Sicherheit erst nach dem Verseilen und dem Aufbringen
mindestens der ersten Umhüllung eintritt. Dadurch ist man viel freier in der Auswahl der zur Bildung
des Schaumkunststoffes geeigneten Komponenten.
Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet aber darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Verbesserung
der Längswasserdichtigkeit der Fernmeldekabel. So wirkte es sich bei den nach dem bisherigen
Verfahren hergestellten Fernmeldekabeln nachteilig aus, daß zwischen der ersten Seelenbebänderung unter
welcher sich der Sperrschaum befindet und den darüber aufgebrachten Schichten bis zum Außenmantel
nach wie vor Wasser seinen Weg längs des Kabels finden konnte. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist es nun möglich, daß zusätzlich zwischen beliebige Schichten des Kabelmantels
Schaumkunststoff eingebracht wird. Auf diese Weise kann z. B. eine längswasserdichte Schicht
auch direkt unter dem Außenmantel des Kabels aufgebracht werden. So können z. B. bei einem solchen
Verfahren die beiden Komponenten etwa des PoIyurethanschaumes in Mikrokapseln eingeschlossen, im
geeigneten Verhältnis vermischt und auf das Kabel aufgebracht werden. Durch die folgende Schicht werden
entweder durch Druck (z.B. bei Bebänderung) oder durch Temperatur (z. B. bei thermoplastischen
Kabelmänteln) die Hüllen der Kapseln zerstört und die beiden Komponenten des Schaumes werden frei
und können reagieren.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es aber durchaus nicht notwendig, daß sämtliehe
Komponenten des verwendeten Kunststoffes oder Kunststoffbildners in Mikrokapseln eingeschlossen
vorliegen. Es genügt vielmehr, wenn eine der zur Verwendung kommenden Komponenten in Mikrokapseln eingeschlossen, zusammen mit den anderen
Komponenten, die nicht verkapselt sind, auf das Kabel aufgebracht wird. Ebenso ist es möglich, nur das
Ausgangsmonomer oder nur den Schaumbildner in Mikrokapseln eingeschlossen, die anderen Kompo-
nenten hingegen unverkapselt auf das Kabel aufzutragen. In allen diesen Fällen wird die Reaktion zur
Bildung des Schaumkunststoffes erst durch einen weiteren Arbeitsgang ausgelöst, in dem die Kapseln
zerstört werden. Hierdurch wird das erfindungsgemäße Verfahren mit all seinen Vorteilen auch in solchen
Fällen anwendbar, wo aus wirtschaftlichen, technischen oder chemischen Gründen nicht alle der
zur Verwendung kommenden Komponenten in mikroverkapselter Form eingesetzt werden können.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels
nach dem Hauptpatent 1 640 608 und Zusatzpatent 1640 616, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Komponenten des bei der Herstellung innerhalb des Kabelmantels aufgebrachten Schaumkunststoffes
in Mikrokapseln eingeschlossen ist und durch Zerstörung der Mikrokapseln in einem weiteren
Arbeitsgang die Komponenten zur Reaktion gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstörung der Mikrokapseln
durch Druckeinwirkung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstörung der Mikrokapseln
durch Temperatureinwirkung erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zwischen beliebige Schichten des Kabelmantels Schaumkunststoff eingebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0032571 | 1966-12-17 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1590961A1 DE1590961A1 (de) | 1971-02-04 |
| DE1590961B2 DE1590961B2 (de) | 1973-07-05 |
| DE1590961C3 true DE1590961C3 (de) | 1975-02-06 |
Family
ID=7587389
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661590961 Expired DE1590961C3 (de) | 1966-12-17 | 1966-12-17 | Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1590961C3 (de) |
-
1966
- 1966-12-17 DE DE19661590961 patent/DE1590961C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1590961A1 (de) | 1971-02-04 |
| DE1590961B2 (de) | 1973-07-05 |
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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