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DE1590961C3 - Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern

Info

Publication number
DE1590961C3
DE1590961C3 DE19661590961 DE1590961A DE1590961C3 DE 1590961 C3 DE1590961 C3 DE 1590961C3 DE 19661590961 DE19661590961 DE 19661590961 DE 1590961 A DE1590961 A DE 1590961A DE 1590961 C3 DE1590961 C3 DE 1590961C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cable
plastic
microcapsules
components
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661590961
Other languages
English (en)
Other versions
DE1590961A1 (de
DE1590961B2 (de
Inventor
Henning Dr. 4034 Angermund Falke
Michael Dipl.-Ing. 4100 Duisburg Still
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kabel Rheydt AG
Original Assignee
AEG Telefunken Kabelwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG Telefunken Kabelwerke AG filed Critical AEG Telefunken Kabelwerke AG
Publication of DE1590961A1 publication Critical patent/DE1590961A1/de
Publication of DE1590961B2 publication Critical patent/DE1590961B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1590961C3 publication Critical patent/DE1590961C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/28Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather
    • H01B7/282Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable
    • H01B7/285Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable by completely or partially filling interstices in the cable
    • H01B7/2855Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable by completely or partially filling interstices in the cable using foamed plastic

Landscapes

  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)
  • Manufacturing Of Electric Cables (AREA)

Description

Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern, bei dem innerhalb des Kabelmantels in kurzen Abständen Propfen aus geschäumtem Kunststoff angeordnet sind. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor dem Verseilen in regelmäßigen Abständen eine kleine Menge eines flüssigen, ein Treibmittel enthaltenden Kunststoffes oder Kunststoffbildners aufgebracht wird, dessen Reaktionszeit so eingestellt ist, daß die Schaumbildung und gegebenenfalls Auspolymerisation erst nach dem Verseilen und dem Aufbringen mindestens der ersten Umhüllung eintritt, ohne daß von außen eine Wärmezufuhr erforderlich ist.
Durch diese Pfropfen soll verhindert werden, daß sich Feuchtigkeit, die etwa durch eine Beschädigung des Kabelmantels bei einem erdverlegten Kabel an einer Stelle in das Kabel eindringt, in Längsrichtung des Kabels ausbreitet.
In Versuchen wurde nun festgestellt, daß es nicht notwendig ist, diese Feuchtigkeitssperren auf einzelne voneinander getrennte Stellen des Kabels zu beschränken, sondern daß es, ohne die Kapazität und Biegsamkeit des Kabels nachteilig zu beeinflussen, möglich ist, geschäumten Kunststoff fortlaufend, also ohne Unterbrechungen, in das Kabel einzubringen. Gegenstand eines ersten Zusatzpatents 1 640 616 ist demnach ein Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels gemäß Hauptpatent, das dadurch gekennzeichnet ist, daß sämtliche Hohlräume zwischen den Adern und etwaigen sonstigen Verseilelementen mit dem schäumbaren Kunststoff ausgefüllt werden.
Das Fernmeldekabel gemäß dem ersten Zusatzpatent hat gegenüber dem Gegenstand des Hauptpatentes den Vorteil, daß an Schadenstellen die Feuchtigkeit überhaupt nicht weiter in das Kabel eindringen kann und die Schadenstelle damit auf einen viel kleineren Bereich lokalisiert wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung des Verfahrens nach dem Hauptpatent oder dem 1. Zusatzpatent zur Herstellung eines Fernmeldekabels anzugeben.
Diese Vereinfachung beruht im wesentlichen darauf, daß bei der Herstellung mikroverkapselte Flüssigkeiten verwendet werden. Die Mikroverkapselung von Flüssigkeiten ist heute in verschiedenen Anwendungsbereichen — z. B. bei der Herstellung von kohlepapierfreien Durchschreibeformularen — bekannt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist nun mindestens eine der Komponenten des bei der Herstellung des Kabels innerhalb des Kabelmantels aufge-
»5 brachten Schaumkunststoffe in Mikrokapseln eingeschlossen, und durch Zerstörung der Mikrokapseln in einem weiteren Arbeitsgang werden die Komponenten zur Reaktion gebracht. Dabei kann die Zerstörung der Mikrokapseln durch Druck oder Tempe-
»o ratureinwirkung erfolgen.
Dieses Verfahren hat den großen Vorteil, daß der Reaktionszeitpunkt zur Bildung des Schaumkunststoffes willkürlich festgelegt werden kann, da die Reaktion ja in einem eigenen Arbeitsgang ausgelöst
as wird. Es ist also nicht mehr erforderlich, daß die Reaktionszeit des vor dem Verseilen fortlaufend aufgebrachten Kunststoffes oder Kunststoffbildners vorher so eingestellt wird, daß die Reaktion mit Sicherheit erst nach dem Verseilen und dem Aufbringen mindestens der ersten Umhüllung eintritt. Dadurch ist man viel freier in der Auswahl der zur Bildung des Schaumkunststoffes geeigneten Komponenten.
Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet aber darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Längswasserdichtigkeit der Fernmeldekabel. So wirkte es sich bei den nach dem bisherigen Verfahren hergestellten Fernmeldekabeln nachteilig aus, daß zwischen der ersten Seelenbebänderung unter welcher sich der Sperrschaum befindet und den darüber aufgebrachten Schichten bis zum Außenmantel nach wie vor Wasser seinen Weg längs des Kabels finden konnte. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nun möglich, daß zusätzlich zwischen beliebige Schichten des Kabelmantels Schaumkunststoff eingebracht wird. Auf diese Weise kann z. B. eine längswasserdichte Schicht auch direkt unter dem Außenmantel des Kabels aufgebracht werden. So können z. B. bei einem solchen Verfahren die beiden Komponenten etwa des PoIyurethanschaumes in Mikrokapseln eingeschlossen, im geeigneten Verhältnis vermischt und auf das Kabel aufgebracht werden. Durch die folgende Schicht werden entweder durch Druck (z.B. bei Bebänderung) oder durch Temperatur (z. B. bei thermoplastischen Kabelmänteln) die Hüllen der Kapseln zerstört und die beiden Komponenten des Schaumes werden frei und können reagieren.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es aber durchaus nicht notwendig, daß sämtliehe Komponenten des verwendeten Kunststoffes oder Kunststoffbildners in Mikrokapseln eingeschlossen vorliegen. Es genügt vielmehr, wenn eine der zur Verwendung kommenden Komponenten in Mikrokapseln eingeschlossen, zusammen mit den anderen Komponenten, die nicht verkapselt sind, auf das Kabel aufgebracht wird. Ebenso ist es möglich, nur das Ausgangsmonomer oder nur den Schaumbildner in Mikrokapseln eingeschlossen, die anderen Kompo-
nenten hingegen unverkapselt auf das Kabel aufzutragen. In allen diesen Fällen wird die Reaktion zur Bildung des Schaumkunststoffes erst durch einen weiteren Arbeitsgang ausgelöst, in dem die Kapseln zerstört werden. Hierdurch wird das erfindungsgemäße Verfahren mit all seinen Vorteilen auch in solchen Fällen anwendbar, wo aus wirtschaftlichen, technischen oder chemischen Gründen nicht alle der zur Verwendung kommenden Komponenten in mikroverkapselter Form eingesetzt werden können.

Claims (4)

I 590 961 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels nach dem Hauptpatent 1 640 608 und Zusatzpatent 1640 616, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Komponenten des bei der Herstellung innerhalb des Kabelmantels aufgebrachten Schaumkunststoffes in Mikrokapseln eingeschlossen ist und durch Zerstörung der Mikrokapseln in einem weiteren Arbeitsgang die Komponenten zur Reaktion gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstörung der Mikrokapseln durch Druckeinwirkung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstörung der Mikrokapseln durch Temperatureinwirkung erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zwischen beliebige Schichten des Kabelmantels Schaumkunststoff eingebracht wird.
DE19661590961 1966-12-17 1966-12-17 Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern Expired DE1590961C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV0032571 1966-12-17

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1590961A1 DE1590961A1 (de) 1971-02-04
DE1590961B2 DE1590961B2 (de) 1973-07-05
DE1590961C3 true DE1590961C3 (de) 1975-02-06

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Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661590961 Expired DE1590961C3 (de) 1966-12-17 1966-12-17 Verfahren zur Herstellung eines Fernmeldekabels mit kunststoffisolierten Adern

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Publication number Publication date
DE1590961A1 (de) 1971-02-04
DE1590961B2 (de) 1973-07-05

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Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E771 Valid patent as to the heymanns-index 1977, willingness to grant licences
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: AEG KABEL AG, 4050 MOENCHENGLADBACH, DE