DE1589021A1 - Galvanisches Behandlungsgeraet fuer medizinische Anwendung - Google Patents
Galvanisches Behandlungsgeraet fuer medizinische AnwendungInfo
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Description
- Galvanisches Behandlungsgerät für medizinische Anwendung Dem Stande von Wissenschaft und Technik gemäß sind heute galvanische Behandlungsgeräte im gesamtem medizinischen Sektor weit verbreitet. Ihre Anwendung erfolgt so, daß durch den menschlichen Körper mit bestimmter Richtung und Polarität ein Gleichstrom hindurchgeleitet wird, der selten den Wert von 10 mA übersteigen darf.
- Die Anwendungsgebiete derartiger Geräte sind Iontophorese, Elektrophorese, elektr. Endosmose, Elektrolyse, Desincrustation und Epilation. Im Regelfalle wird zur Behandlung ein Gerät benutzt, welches eine Gleichspannung erzeugt und eine Regelmöglichkeit von Null bis zu einem bestimmten Spannungsinaximaiwert zuläßt. Sehr stark erschwert wird die Behandlung durch zwei Erscheinungen: 1) Der menschlich Körper besitzt eine bestimmte nervliche Reizempfindlichkeit, die bei sehr niedrigen Stromwerten liegt und im Gewebe beim plötzlichen Auftreten oder Verschwinden dieses Stromwertes ein Schmerzgefühl entstehen läßt. Durch dabei eventuell entstehende Muskelkontraktionen oder Verkrampfungen kann sogar der Behandlungserfolg vor Beginn der eigentlichen Behandlung in seinem Wert stark reduziert oder zum Schaden des Patienten gewandelt werden. Wird jedoch dem Patienten der galvanische Strom so zugeführt, daß er nicht sofort die volle Stromstärke ertragen muß, sondern daß diese von Null allmählich auf den bestimmten Behandlungswert gesteigert bzw. von diesem auf Null gesenkt wird (Ein- und Ausschleichvorgang), so erträgt er ohne die geringsten für ihne wahrnehmbaren Reizungen beachtliche Gleichstromstärken. Dieser Effekt ist bekannt und aus diesem Grunde wird vorgeschrieben, daß der Behandlungsstrom von Null ausgehend ganz allmählich eine oder ausgeschlichen wird.
- Dabei tritt die Unsicherheit auf, daß je nach Geschicklichkeit des Behandlungspersonals die Reizschwelle des Patienten nicht erreicht oder aber überschritten werden kann.
- 2) Es ist unmöglich, an dem oben genannten Handregler einen definierten Strom einzustellen. Dies liegt einmal darin begründet, daß der auftretende ohmsche Widerstand des Patienten abhängig ist von seiner eigenen Körperbeschaffenheit, zum anderen von der Elektrodenflächengröße sowie der Größe der angelegten Spannung mit den daraus resultierenden Erscheinungen.
- Aufgabe der oben genannten Erfindung ist, die erwähnten Mängel tu beheben durch eine Vollautomatik, insbesondere elektronischer Art.
- Beschreibung: Um den Stromfluß im Lastkreis eines galvanischen Gerätes nach der Kurvenfunktion von Fig.l fließen zu lassen ist es erforderlich, einen Schalter, verbunden mit einem zeitabhängigen Glied, als Unterbresher zu verwenden. Dieses Glied kann beispielsweise ein Transistor, verbunden mit einem R - C - Glied darstellen (Fig. 2), wobei es zweckmäßig ist, eine Zeitregelmöglichkeit in Abhängigkeit vom fließenden Strom zu haben, in Anlehnung an die Gewebeempfindlichkeitskurven nach Du Bois-Raymond nach der Funktion E t f(dI/dt). Dabei können unterschiedliche Widerstände R1 und R2 für verschiedene Ein- und Ausschleichzeit zur Verwendung kommen, bis zu Werten für Schleich-Schock oder Schock-Schleichbehandlung.
- Eine vorwählbare Größe eines Stromes, welche für den Patienten von Null bis zu einem bestimmten Höchstwert eines Außenwiderstandes konstant gehalten wird, erfordert beispielsweise eine Transistorschaltung, nach Fig. 3 mit einem veränderlichen Glied in bekannter Weise.
- Aus Gründen des relativ hohen Körperwiderstandes von Patienten ist es erforderlich, zur Speisung der beschriebenen Schaltnngen ein Netzspeisegerät oder eine Anodenbatterie zu benutzen. Grundsätzlich ungünstig ist die Verwendung eines Netzgerätes, da der Patient eine psychologische Assoziation zu elektrischen Schlägen, Elektro-Unfällen usw. schafft, sofern dieser die Speisung aus dem Starkstromnetz bemerkt. Wirtschaftlich ungünstig ist die Verwendung von Anodenbatterien aus Preisgründen.
- Im vorliegenden Falle wurde daher das Gerät aus handelsüblichen Niederspannungstrockenzellen über eine besondere Transistortransverterschaltung, mit einer an sich bekannten Stromrückführung zur Erzielung niedrigen Innenwiderstandes und hohen Wirkungsgrades bei Oberwelenarmut gespeist.
- Die Kontrolle des Patientenstromes erfolgt über ein Drehspulmeßwerk üblicher Ausführung. Die Kontrolle der Batterie spannung welche nach Unterschreitung eines bestimmten Wertes eine Verfälschung der Stromstärkenvorwählskala bedingen würde, erfolgt durch eine Glimmstreckenlampe über einen Regler, der gesondert eingestellt wirdr und nach Unterschreitung einer bestimmten Batteriespannung die Glimmstrecke nicht mehr zünden läßt ( Fig. 4).
- In bestimmten Fällen, z.B. bei Epilation und Ausschalt- oder Einschaltschockbehandlungen ist es wweckmäßig, die Ein- oder Ausschleichzeit variieren zu können. Diese Möglichkeit wäre durch gesonderte Beeinflussung der Potentiometer R1 und R2 (Fig .2) gegeben.
- Eine Sonderheit der angegebenen Schaltung nach Fig.2 besteht weiter darin, daß ungewollte oder gewollte Stromreglerverstellungen von R3 (Fig .3) während der Schleich- oder Behandlungszeit ein schleichendes Nachziehen durch Umladung von C (Fig .2) bedingen. Weiterhim sind Mittel möglich, die einen Programmablauf oder eine Behandlungszeitvorwahl ermöglichen, z. B. mittels einer Schaltuhr.
- Patentansprüche Galvanisches Behandlungsgerät für medizinische Anwendung, dadurch gekennzeichnet, daß es, in bekannter Weise ausgeführt, Mittel, insbesondere elektronischer Art, enthält, die ien vollkommen automatisches, praktisch unbegrenztes Ein- und Ausschleichen des Stromes ermöglichen, insbesondere eine Transistorschaltung mit geschalteten R-C-Gliedern.
Claims (1)
- 2) Galvanisches Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daL es Mittel enthält, die bei unterschiedlichen Außenwider ständen einen definierten, konstanten- Stromfluß ermöglichen, insbesondere ene Transistor-Konstantstromschaltung in bekannter Weise.3) Galvanisches Behandlungsgerät nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es durch Niederspannungstrockenbatterien (Primär- oder Sekundärzellen) gespeist wird-, welche die notwendige Betriebaspannung übereeinen transistorisierten Spannungswandler besonderer Bauart in bekannter Art erzeugen und daß die erzeugte Behandlungsspannung und der Batteriezustand durch eine Glimmlampe kontrolliert wird.4) Galvanisches Behandlungsgerät nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel enthalten sein können, mit denen für bestimmte Anwendungen Ein- oder Ausschleichzeiten gemeinsam oder unabhängig voneinander variiert werden können, insbesondere durch Veränderung eines R-C-Gliedes.5) Galvanisches Behandlungsgerät nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zu Beginn und zu Ende der Behandlung sowie auch zur Abstufung einer Behandlung eine Schaltuhr oder ein Programmgeber verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0031376 | 1966-06-28 |
Publications (1)
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ID=7586379
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19661589021 Pending DE1589021A1 (de) | 1966-06-28 | 1966-06-28 | Galvanisches Behandlungsgeraet fuer medizinische Anwendung |
Country Status (1)
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0001806A3 (en) * | 1977-11-07 | 1979-05-30 | Siemens Aktiengesellschaft Berlin Und Munchen | Electromedical apparatus |
| WO1982000768A1 (en) * | 1980-09-03 | 1982-03-18 | Taylor T | Therapeutic device |
| EP0316994A1 (de) * | 1987-11-13 | 1989-05-24 | Björn Nordenström | Apparat zur Abgabe elektrischer Energie an biologisches Gewebe zur Anregung des physiologischen Heilungsprozesses |
| DE19529606A1 (de) * | 1995-07-21 | 1997-01-30 | Ulmer Hans Dieter | Galvanotherapievorrichtung |
-
1966
- 1966-06-28 DE DE19661589021 patent/DE1589021A1/de active Pending
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| DE19529606A1 (de) * | 1995-07-21 | 1997-01-30 | Ulmer Hans Dieter | Galvanotherapievorrichtung |
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