DE1588663A1 - Abtastmaschine - Google Patents
AbtastmaschineInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
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Description
SIEMENS; AKTIEHGES«« _- ι, t ö. JAN, «367
Werner-von—Siemene-Str» 50
Dr. Expl.
PLA 67/1005
Abtastmaschine
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an einer Abtastmaschine,
mit der selbsttätig aus einer abgetasteten Modellkurve Stützpunkte
in einen Speicher zur Steuerung eines die Modellkurve
interpolierenden Rechners entnehmbar sind.
Zur Erzeugung von Steuerlochstreifen für numerisch gesteuerte
Bearbeitungsmaschinen ist es u.a. bekannt, ein ModeLl abzutasten
und die Koordinatenwerte von charakteristischen Punkton der
ModelloberfLücheauf den Steuerloehstreifen zu übertragen. Dieses
:....-■ 'J h/Λ η
009843/0450
BAD ORIGINAL
PLA ti/ 1005
Verfahren wird insbesondere dann angewandt, .wenn keine Konstruktionszeichnung
des herzustellenden Werkstückes vorliegt.
Anhand der so vom Modell gewonnenen Stützpunkte kann z.B» eine
numerische Bahnsteuerung für eine Präsmaschine durch eine Interpolation
eine nahezu gleiche Kurve (Fläche) an einem Werkstück
herstellen.
Das Problem bei der Abtastung ist, gerade so viele Stutzpunkte aus
dem Modell zu entnehmen, daß nachfolgend durch einen Interpolator wieder die vorgegebene Kurve errechenbar ist.
Die notwendige Stützpunktfolge ist dabei im wesentlichen abhängig von der Krümmung des Modells, der Art der nachfolgenden
Interpolation (z.B. linear oder parabolisch) sowie einem vorzugebenden
Toleranzband.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Steuerung der Abtaatmaschine derart auszubilden, daß sie die
benötigten Stützpunkte selbsttätig ermittelt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Schaltung
zur fortlaufenden Bildung der Differenz zwischen den Werten der
abgetasteten Mcdellkurve und einer von einem Rechner mit Hilfe der unmittelbar vorausgegangenen Stützpunkte nnch einer vorgegebenen
Funktion extrapolierten Kurve und durch die Übernahme
des gerade abgetasteten Wertes als Stützpunkt in den Speicher jeweils· dann, wenn die Differenz einen zulässigen Toleranzbttrag
übersehreitet. ___
BADORieiNAL »
-■?--. ; .■ ■ ' Ch/An
008843/0450
PLA 67/ 1005
Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert?
Pig. 1 zeigt schematisch eine Abtastmaschine,
Fig. 2 die Kontur eines Modells in Bezug auf die Abtastebene,
Fig. 3 zeigt die Ermittlung der Stützpunkte und
Fig. 4 eine Schaltung hierzu.
Mit einer Abtastmaschine kann die Oberfläche von Modellen abgetastet
werden. Eine solche Maschine hat in der Regel zwei oder drei Achsen, in denen nacheinander oder gleichzeitig ein Fühler
bewegt wird. In den Achsen befinden sich Meßsysteme, die digital oder analog, inkremental oder absolut arbeiten können» Dia Verstellbewegungen in den Achsen geschehen dabei vorzugsweise durch '
Antriebe, wie sie auch an Werkzeugmaschinen für den Vorschub
üblich sind; es ist aber auch eine Bewegung des Fühlers in den
3 Achsen von Hand denkbar.
Fig. 1 zeigt schematisch eine derartige Abtastmaschine«
Das abzutastende Modell 1 liegt auf einem Werkzeugtisch 2» der
in den Richtungen χ und-y verstellbar ist. An dem in der z-Richtung
verstellbaren Auslegerarm 3 der Abtastmaschine 5 befindet sich einFühlstift 4. .
Die Abtastung des Modells geht nun in ähnlicher Weise vor eich
wie beim Kopierfräsen. Der Fühlstiff 4 wird in Zeilen über da· *
Modell 1 geführt. Die Zeilen können achsparallel zur χ oder y
Achse liegen, was das Normale ist, oder aber auch unter einem
—■ 008843/0450
beliebigen Winkel, in der χ - y - Ebene, wenn ζ. Β. technologische
Gesichtspunkte dafür sprechen. Für die weitere Betrachtung ist dies jedoch ohne Bedeutung.
Pur die nachfolgende Schilderung sei angenommen, daß der Fühlstift
4 mit einer bei Kopiermaschinen üblichen Steuerung geführt wird.
Wird nun z.B. zeilenweise in der y - ζ - Ebene abgetastet (x-Achse Zeilensprung, y-Achse Leitvorschub, z-Achse Fühlvorschub),
so kann z.B. der in Fig. 2 dargestellte Verlauf der Kontur 6 eines Modells 1 in Bezug auf die Abtastebene x-y vorkommen.
Von der Abtaststeuerung müssen nun während der Bewegung des Fühlstiftes 4 die Koordinatenwerte von Stützpunkten ausgegeben
werden. Geht man davon aus, daß mit Hilfe dieser Punkte eine
Reproduktion der abgetasteten Kurve (Fläche) auf einer Bearbeitungsmaschine
mit numerischer Bahnsteuerung und linear arbeitendem Interpolator vorgenommen werden soll, dann genügt
im allgemeinen für den Abschnitt 7 der Kontur 6, der eine Gerade
darstellt, die Aufnahme des Anfangs- und Endpunktee. Im Abschnitt
8 handelt es sich dagegen um den Ausschnitt eines Kreises. Im Gegensatz zu Abschnitt 7 müssen hier wesentlich
mehr Punkte ausgegeben werden, um bei einer folgenden linearen Interpolation zwischen diesen Punkten .innerhalb einer vorgeschriebenen
Toleranz zu bleiben. Für den Abschnitt 9 gilt
. 4 _ BAD ORIGINAL Ch/An
009843/0450
wiederum das gleiche*"" wie für den Abschnitt 7. Im Abschnitt 10
handelt es sich wiederum um einen Kreisausschnitt, jedoch mit
größerer Krümmung als bei Abschnitt 8. £s leuchtet ein» daß
hier, abhängig vom zurückgelegten Weg in y noch mehr Punkte auegegeben
werden müssen, als in Abschnitt 8.
In Pig, 3 ist gezeigt, auf welche Weise die Dichte der Punktfolge ermittelt wird.
Es sei angenommen, daß die Punkte Po und P1 bereits ausgegeben
sind. Anhand aer Koordinaten dieser Punkte extrapoliert die
Steuerung die Gerade durch diese beiden Punkte i-n der gestrichelten Richtung weiter. Die Geschwindigkeit dei Extrapolation
wird dabei so gesteuert, daß der in der z-Achse gemessene Istwert der Fühlerstellung dem extrapolierten Wert in
ζ entspricht. Während dessen wird laufend die Differenz zwischen extrapolierten y-Wert und Istwert in y gemessen. Überschreitet
diese Differenz einen vorgegebenen Betrag (Toleranzbeti*ag), eo
wird ein Signal zum Ausgeben des nächsten Punktes Pp (Y^» Z2)
. gegeben. Beim weiteren Fortschreiten der Abtastung wird nun in
Verlängerung der Linien Pi, P2 extrapoliert.
Da die Toleranz; zu einem Kurvenpunkt in riichtung seiner Normalen
gemessen wird, liegt man bei der beschriebenen Methode in jedem Fall auf der sicheren Seite. Es ist dabei zweckmäßig, die i
Steuerung des Rechners von der Achse abhängig zu machen, mit difcvt"
die Tangente des gerade abgetasteten Kurvenpunktes den kleiner·*' *
tinkel einschließt* r '
~ b —
.
Ch/An j
,BADOR.G.NM? 099943/0460 \
Pig. 4 zeigt eine schaltungstechnische Ausführung der vorliegenden
Erfindung. "
Mit 11 und 12 sind die inkrementell arbeitenden Istwertgeber in den beiden Achsen y und ζ bezeichnet. Die von diesen Istwertgebern
abgegebenen Pulse werden in den Speichern 13 Und
aufsummiert und stehen dort als Absolutwert des in den zugehörigen Achsen verfahrenen Weges. In den Speichern 15 und 16
ist der· Koordinatenwert für jeweils den zuletzt ausgegebenen Punkt eingesetzt. In den Differenzregistern 17 und 18 wird
die Differenz gebildet, die den Weg des augenblicklichen Fühler-Standortes
zum letzten Stützpunkt ergibt. In den Interpolatoren 19 und 20 wird mit den Längen y^ und z. (Fig. 3)
extrapoliert und der laufende y und ζ - Wert in den Speichern
■ und 22 gebildet.
In dem Differenzbildner 24 wird (Fig. 3) die Gleichheit des
Inhaltes von Differenzregister 18 und Speicher.22 überwacht
und mit dem Ausgangssignal die Stufe 25 für die Freigabe der Rechentakte des Interpolators 19/20 angesteuert. Der Interpolator arbeitet in bekannter Weise nach dem DDA-Verfahren.
An einem Uberwachungsglied 28 wird der Toleranzbetrag eingestellt.Ist
der Inhalt dea Dii'ferenzbildners 2j gleich dem Wert
im Überwachungsglied 28, dann wird ein Signal zur Ausgabe der
Speicherinhalte 13 und 14 gegeben. Gleichzeitig wird das neueyr und ζ., aus den Differenzregistern 17 und 18 in die
Interpolatoren 19 und 20 übertragen und in die Speicher 15 und 16 die Werte der Speicher 15 und 14 eingesetzt.
- 6 - ■■ §AD ORIGINAL ■ Ph/Ά
00S843/0450 ' _
< r
1588863 Ψ
Es sei ζ.B. angenommen, der Fühler 4 "befinde'sich gerade am
Punkte Po (y1, z1 ) d. h. einen der gespeicherten Stützpunkte. Dann enthält der Speicher 13 den Wert Jr1; ebenfalls der
Speicher 15. Am Ausgang des Differenzregisters 17 steht dann
der .Wert O an.; ebenso steht der Speicher 21 auf Null.
Mit dem Fortschreiten des Fühlers 4 längs der Kontur erhöht
sich der Wert im Speicher 13; dieser sich fortlaufend ändernde
Wert sei mit y bezeichnet. .
Am Ausgang des Differenzregisters 1? erscheint also der Wert
y-y« . Der Rechnerteil 19 extrapoliert abhängig von der . Differenz y^ (in diesem Fall y1-yQ) nach einer Geraden? im
Speicher 21 erscheint ein fiktiver y-Wert und zwar y;f~y1 (ge-*
bildet aus der Summation der Elemente^ y F).
Am Ausgang des Differenzbilderns 23 erscheint dann der Wert
y-y„. Erreicht dieser Wert einen wählbaren Toleranzbetrag» bo
wird
1. der Befehl zur Übernahme der gerade vorliegenden χ und ,y-Werte
als Stützpunkte in die Speicher 26 und 27 gegeben (d.h. im vorliegenden Fall x? yp), ·
■ ■
2. aus dem Ausgang des Differenzregisters 17 der neue Wert .
.-y:^ = y2 - Y1 für den Rechnerteil 19 entnommen und
3.. der Speicher 15 gelöscht und der Wert y? eingesetzt.
- 7 - " Ch/Λη
r ■ ~ _
Die entsprechenden Vorgänge gelten auch für die z-Achse.
Im vorliegenden Beispiel ist eine Abtastung im zweidimensionalen Bereich beschrieben. Für eine räumliche Abtastung
(gleichzeitige Bewegung in allen drei Achsen) kann im Prinzip eine auf 3 Interpolatoren erweiterte Steuerung eingesetzt
werden.
4 Patentansprüche
4 Figuren
4 Figuren
-B- Oh, An
009843/0450
Claims (3)
1.^Einrichtung an einer Abtastmasehine mit der selbsttätig äue einer
^"abgetasteten ModellkurVe Stützpunkte in eine« Speicher eür
Steuerung eines die Modellkurve interpolierenden Rechners entnehmbar
sind, gekennzeichnet durch eine Schaltung (13-24) zur fortlaufenden Bildung der Differenz zwischen den Werten (i, y)
der abgetasteten Modellkurve (6) und einer von einem Rechner
(19,20) mit Hilfe der unmittelbar vorausgegangenen Stützpunkte
nach einer vorgegebenen Funktion extrapolierten Kurve und duröh die Übernahme des gerade abgetasteten Wertes als Stützpunkt
in den Speicher (26,27) jeweila dann, wenn die. Differenz einen
zulässigen Toleranzbetrag überschreitet.
2ο Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
H©cha@r (1-9,20) nach einer Geraden interpoliert.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafl die
Steuerung des Rechners von der Koordinatenachse abhängig iet,
mit der die Tangente des gerade abgetasteten Punktes den
■ · . ■
kleinsten Winkel einschließt.
4« Einrichtung·nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafl iur
Speicherung und Differenzbildung digital arbeitende Element·
dienen.
- 9 - Ch/An
Leerseite
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Family Applications (1)
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| FR (1) | FR1557915A (de) |
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-
1968
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- 1968-01-11 GB GB174468A patent/GB1173396A/en not_active Expired
Also Published As
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| FR1557915A (de) | 1969-02-21 |
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| GB1173396A (en) | 1969-12-10 |
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