DE1588360C - Schaltungsanordnung zur Steuerung der Drehzahl eines Emphasen Reihen schlußkommutator Motors - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Steuerung der Drehzahl eines Emphasen Reihen schlußkommutator MotorsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Steuerung der Drehzahl eines Einphasen-Reihenschlußkommutator-Motors,
der in Reihe mit einem Diac (Zweiweg-Thyristor ohne Steueranschluß) und einer Sekundärwicklung eines Impulstransformators
an eine Wechselspannungsquelle angeschlossen ist, mit einer die Zündimpulse erzeugenden Steuerschaltung,
deren einen veränderbaren Widerstand enthaltender Eingangskreis parallel zum Motor und der
Wechselspannungsquelle liegt. Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus der USA.-Patentschrift
3,188,490 bekannt.
• Es gibt eine Reihe von Geräten, die aufgrund ihres Aufbaus und ihrer Betriebsweise intermittierend ein
Drehmoment und auch ein veränderliches Drehmo-. ment aufbringen müssen. Beispielsweise wird bei
einem hin- und herbeweglichen Mechanismus, bei dem Stillstand und-Bewegung aufeinanderfolgen, ein
relativ hohes Drehmoment benötigt, wenn der Mechanismus vom Stillstand in die Bewegung übergeht.
Selbst bei Mechanismen, die eine Drehbewegung ausführen, liegen ähnliche Verhältnisse vor, wie bei
einem hin- und hergehenden Mechanismus. Weiterhin wird beispielsweise durch Schneid-, Reibungsvorgänge
usw. die Last sehr häufig intermittierend geändert. Als typisches Beispiel kann das Drehmoment
einer Nähmaschine bei geringer Drehzahl genannt werden.
Zur weiteren Erläuterung der Arbeitsweise bekannter Steuerschaltungen für Nähmaschinen, und zur Erläuterung
der Wirkungsweise eines Ausführungsbeispiels einer noch zu beschreibenden erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung wird zunächst auf die Zeichnung hingewiesen. Es zeigt
Fig. IA und IB den Drehmomentverlauf bei niedriger
Drehzahl einer Nähmaschine;
Fig. 2A bis 2C, Fig. 2A' bis 2C' und Fig. 2A" bis 2C" die Beziehungen zwischen den Spannungswellenformen,
dem vom Motor erzeugten Drehmoment und dem Drehmoment der Nähmaschine gemäß bisher
verwendeter Steuerschaltungen;
F i g. 3 die Beziehung zwischen dem vom Motor erzeugten Drehmoment und dem Drehmoment der Nähmaschine"
bei einer erfindungsgemäßen Steuerschaltung;
ίο Fig. 4a bis 4g eine Darstellung der erfindungsgemäßen
Spannungssteuerung;
F i g. 5 das Schaltbild eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung;
F i g. 6 und 7 Darstellungen der Wirkungsweise der Schaltung der F i g. 5.
Fig. 1 zeigt das Drehmoment einer Nähmaschine bei geradlinigem Nähen, wobei der Abschnitt α einen
Drehmomentanstieg angibt, der infolge der Arbeitsweise bei jeder Umdrehung notwendig ist, wenn die
Nadel durch den Stoff geht. Fig. Ib stellt ein beim Zickzacknähen verlangtes Drehmoment dar, wobei
das Zickzacknähen durch einen Hauptnocken ausgeführt wird. In diesem Falle tritt durch den Anstieg
des Drehmoments, das bei jeder Umdrehung, wenn die Nadel durch den Stoff geht, notwendig ist, ebenfalls
eine Erhöhung α auf. Ferner erscheint vor dieser Erhöhung α alle zwei Umdrehungen eine weitere Erhöhung
b. Die Erhöhung b stellt das Drehmoment dar, das notwendig ist, um die Nadel durch einen Arbeitsmechanismus,
wie etwa einen Nocken, auf eine Seite des Ausschlages zu bewegen. Insbesondere tritt
dieses Drehmoment deshalb alle zwei Umdrehungen auf, weil die Rückführung der Nadel in ihre ursprüngliehe
Stellung durch eine Feder bewerkstelligt wird, wobei nur ein geringes Drehmoment notwendig ist.
Somit steigt das Drehmoment bei niedriger Drehzahl einer Nähmaschine in einer bestimmten Phase beim
geradlinigen Nähen oder beim Zickzacknähen abrupt an. Die Höhe des Drehmoments hangt von der Härte
oder Dicke des Stoffes, von der Anzahl der Bahnen oder der Form der Zickzacknocke usw. ab. Darüber
hinaus ändert sie sich ununterbrochen im Laufe der Zeit, wie es beim Nähen mit einer Nähmaschine üb-Hch
ist. '
Bekanntlich beruht bei der bisherigen Drehzahl- \.
steuerung eines allgemein verwendeten Nähmaschinenmotors, nämlich eines Einphasen-Reihenkommutator-Motors,
die Eingangsklemmenspannung des Motors auf Amplitudensteuerung der Wechselspannung
(Fig. 2A), auf zweiseitiger Phasenanschnittssteuerung durch ein symmetrisches Halbleiterelement (USA.-Patentschrift
3,188,490, Fig. 6), das geöffnet und geschlossen werden kann (Fig. 2B) oder auf der Phasenanschnittssteuerung
einer halben Welle (USA.-Patentschrift 3,188,490, Fig. 1), die mit einem asymmetrischen
Halbleiterschaltelement durchgeführt wird (F i g. 2C). Die durch diese Systeme im Motor erzeugten
Drehmomente sind jeweils in den Fig. 2A', B'
und C' wiedergegeben. Im Falle der Amplitudensteuerung beträgt bei einer Netzfrequenz von 50 Hz die PuI-sationsfrequenz
des erzeugten Drehmoments 100 Hz, im Falle der zweiseitigen Phasenanschnittssteuerung
ebenfalls 100 Hz, wobei ein geringer Unterschied in der Wellenform vorhanden ist, und bei der Phasenanschnittssteuerung
einer halben Welle 50 Hz. Diese Pulsationsfrequenz ist jeweils konstant, unabhängig von
der Höhe des erzeugten Drehmoments. Nimmt man
an, daß die Periode des abrupten Drehmomentanstiegs einer Nähmaschine 0,5 Sekunden beträgt (entsprechend
120 U/Min., also im Bereich geringer Drehzahl einer Nähmaschine), so verhalten sich das Drehmoment
der Nähmaschine und das des Antriebsmotors gemäß der Darstellung der Fig. 2A", B" und
C". Daraus geht hervor, daß bei einer Nähmaschine in Zonen geringen Drehmoments ein weit höheres
Drehmoment als erforderlich ist erzeugt wird. Demzufolge ist beispielsweise die Startdrehzahl, die gerade
nach der Überwindung eines sehr hohen Anfangsdrehmoments auftritt, hoch. Unter dem Einfluß dieses Anfangsdrehmoments
kann man keine ausreichend niedrige Drehzahl erreichen. Insbesondere hält eine Nähmaschine
bei geringer Drehzahl sofort an, wenn der Maximalwert des verlangten Nähmaschinendrehmoments
das im Motor erzeugte Drehmoment nur etwas übersteigt. Im mittleren und oberen Drehzahlbereich
steigt das vom Schwungrad oder anderen Teilen der Nähmaschine abgegebene Drehmoment aufgrund der
Trägheit beträchtlich an, so daß die Maschine nicht stehenbleibt, abgesehen von einem gewissen Anstieg
des Maschinendrehmoments, wodurch sich eine im wesentlichen stabile Drehzahl einstellt. Demnach
kann offensichtlich der Betrieb einer Nähmaschine in vorteilhafter Weise theoretisch dadurch verbessert
werden, daß man eine Änderung des Maschinendrehmoments auf einen Steuerkreis durch gewisse Einrichtungen
rückwirken läßt, so daß das Maschinendrehmoment entsprechend den Änderungen des Drehmoments
in eine Eingangsklemmenspannung des Motors umgewandelt wird. Bei einem sogenannten Rückkopplungssteuersystem
ändert sich, wenn man dieses System insbesondere bei geringer Drehzahl voll wirksam
machen will, die Wirkung der Steuerung abrupt, wodurch man eine sehr stark schwankende Drehzahl,
wie etwa beim Auftreten eines Stoßes, erhält. Dieses Problem kann technisch und wirtschaftlich nur unter
Schwierigkeiten gelöst werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Schaltungsanordnung der eingangs
genannten Art derart auszubilden, daß sie auch bei sehr niedrigen Drehzahlen einen gleichmäßigen
Betrieb gestattet und insbesondere intermittierend auftretenden Drehmomentänderungen gut anpaßbar
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Eingangskreis der Steuerschaltung aus
einer Reihenschaltung des veränderbaren Widerstandes und eines Festwiderstandes besteht, daß eine Reihenschaltung
eines weiteren Diac und eines Kondensators parallel zum Festwiderstand geschaltet ist und
daß dem Diac eine erste Reihenschaltung, bestehend aus einem Kondensator und der Primärspule des Impulstransformators,
und eine zweite Reihenschaltung, bestehend aus einer Diode und einem Widerstand,
parallel geschaltet sind, und letzterer derart bemessen ist, daß sein Widerstand kleiner ist als die Impedanz
der ersten Reihenschaltung.
Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist die in F i g. 3 dargestellte Beziehung zwischen dem
Nähmaschinendrehmoment und dem durch den Motor · bei geringer Drehzahl abgegebenen Drehmoment
möglich. In dieser Figur ist das vom Motor in Form eines Impulses erzeugte Drehmoment r größer
als das angenommene maximale Maschinendrehmoment T, das durch eine Betriebsänderung hervorgerufen
wird. Hierbei wird die Drehzahlsteuerung durch wiederholte Frequenzänderung ohne Änderung der
Amplitude eines Wellenimpulses des vom Motor erzeugten Drehmoments durchgeführt. Mit dieser Schaltung
kann man eine Startdrehung bzw. -drehzahl und eine niedertourige Drehung erhalten, die bei einer
Nähmaschine beide extrem niedrig liegen. Außerdem wird damit ein Stehenbleiben der Nähmaschine verhindert,
so daß ein stabilisierter Betrieb möglich ist, selbst wenn sich das Maschinendrehmoment etwas ändert.
Mit der erfindungsgemäßen Schaltung wird das Betriebsverhalten des oben beschriebenen Mechanismus
bei niedriger Drehzahl erheblich verbessert und ein beträchtlicher Fortschritt bezüglich Startfähigkeit,
π Brauchbarkeit und Stabilität einer solchen Nähmaschine bei niedriger Drehzahl erzielt Damit kann
eine Stickerei oder eine andere, bei niedriger Drehzahl auszuführende Arbeit mit einer Nähmaschine
sehr leicht und einfach durchgeführt werden, wodurch das Anwendungsgebiet beträchtlich vergrößert
wird. Beim Sticken ist keine besondere Technik notwendig und die Bedienungsperson ist von der mühsamen
Bedienung der Nähmaschine befreit. Jede Hausfrau kann Stickarbeiten ausführen und die Bedienungsperson
ist in der Lage, ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Nähen zu widmen, so daß eine Stickerei
in zufriedenstellender Weise ausgeführt werden kann.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine Impulsfrequenzsteuerung geschaffen, die in der Lage ist, die
oben angegebene Charakteristik hervorzubringen und die bisher verwendete, ausschließlich nach dem Phasenanschnittsprinzip
arbeitende Schaltungsanordnung zu verbessern. Bekanntlich wird die bisher für einen
Antriebsmotor gebräuchliche Phasenanschnittssteuerung für hochtourigen Antrieb unter Last vorgezogen.
Bei den bisherigen Nähmaschinen ist der hochtourige Betrieb für die Gewährleistung einer hohen
Arbeitsleistung erforderlich. Die vorliegende Erfindung verbessert die Brauchbarkeit bei niedrigtouri-
-10 gern Antrieb unter Last und ermöglicht ebenso eine
Phasenanschnitssteuerung mit ein- und demselben Aufbau, wobei die volle Leistungsfähigkeit bei hohen
Drehzahlen beibehalten ist.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist einfach aufgebaut. Insbesondere kann die Impulsfrequenz-
und Phasenanschnittssteuerung mit ein- und demselben Aufbau durchgeführt werden. Mit einer
solchen wirtschaftlichen elektrischen Schaltung kann Wechselstrom, wie in den Fig. 4a bis g einer bei-
jo spielsweisen Steuerung dargestellt ist, gesteuert werden.
In F i g. 4 gibt die gestrichelte Linie die Wellenform der Netzspannung wieder, der durchgezogene
Linienabschnitt stellt die dem Motor zugeführte Wechselspannung dar. Aus der Darstellung geht hervor,
daß in den Fig. 4a bis 4d die jeweiligen Spannungswellenformen nicht einer veränderbaren Phasenanschnittssteuerung
unterworfen sind, jedoch wird der Abstand zwischen zwei Impulsen gesteuert. In den Fig. 4d und 4e werden die betreffenden Spannungswellenformen
durch Phasenanschnittssteuerung gesteuert. In den F i g. 4e bis 4g werden die Wellen in
Phasenanschnittssteuerung von einer halben Welle zu einer vollen Welle ergänzt, und in Fig. 4g wird eine
Phasenanschnittssteuerung der vollen Welle durchge-
führt. Die erfindungsgemäße Ausführungsform mit
einer solchen Vielzahl von Steuerungsmöglichkeiten verbessert die Leistungsfähigkeit unter Last_erhejbjicj\...
Schließlich wird mit der vorliegenden Erfindung
eine Verringerung des Energieverbrauchs erzielt. Man paßt das vom Motor erzeugte Drehmoment dem
Drehmoment einer Nähmaschine oder einer anderen Belastung, insbesondere im niedertourigen Betrieb an.
Außerdem wird, wie oben bereits ausgeführt, in der Zone eines geringen Maschinendrehmoments die Erzeugung
eines unnötig hohen Motordrehmoments weitgehend vermieden. Damit kann offensichtlich der
Energieverbrauch für einen Antriebsmotor eingeschränkt werden.
Das Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist in Fig. 5 dargestellt. In dieser
Figur ist mit AC eine Wechselstromquelle bezeichnet, mit M ein Einphasen-Reihenschlußkommutator-Motor,
mit SSSM e'n Diac für den Hauptkreis, das geöffnet
und gesperrt werden kann, und mit Lz die Sekundärwicklung
eines Impulstransformators PT. Diese Glieder bilden einen geschlossenen Reihenhauptkreis 1.
Zu einer Reihenschaltung 1' aus der Sekundärwicklung
L2 des Impulstransformators PT und dem Diac SSSM für den Hauptkreis ist eine Reihenschaltung 2
aus einem variablen Widerstand VR und einem Widerstand R1 parallel geschaltet. Zu der Schaltung
2, die den Widerstand R1 enthält, ist weiterhin ein
Reihenzündkreis 3, der aus einem Diac SSS7- für die
Zündung, das geschlossen und geöffnet werden kann, und einem Kondensator C1 besteht, parallel geschaltet.
Zu dem Diac SSST ist ferner ein Reihendiodenkreis
4 aus einer Diode D und einem Widerstand R1
parallel geschaltet. Statt des bekannten Reihenzündverfahrens, bei dem die Sekundärwicklung L2 des Impulstransformators
mit dem Diac SSSm für den
Hauptkreis in Reihe geschaltet ist, kann ebenso das parallele Zündverfahren verwendet werden. Im letzteren
Fall muß man lediglich eine Reihenschaltung aus der Sekundärwicklung L2 und einem anderen Kondensator
parallel zum Diac SSSM für den Hauptkreis schalten.
Die erfindungsgemäße Schaltung arbeitet wie folgt. Das Diac SSSM wird in bekannter Weise geschaltet.
Die im Kondensator C2 gespeicherte elektrische Ladung wird durch die Durchbruchsspannung am Diac
SSST abrupt entladen, und sie bewirkt einen Stromfluß zur Primärwicklung L1 des Impulstransformators
PT zur Erzeugung eines Signalimpulses in der Sekundärwicklung L2. Dieser Signalimpuls bringt das
Diac SSSM m Hauptkreis in den leitenden Zustand.
In diesem Falle wird die Impulsfrequenzsteuerung durch eine halbe Welle, die in Fig. 4a bis d dargestellt
und ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, wie folgt durchgeführt.
Grundsätzlich beruht diese Steuerung darauf, daß der Kondensator C1 über die Diode D des Diodenkreises
4 und den Widerstand R2 mit Gleichstrom aufgeladen wird. Wie aus dem Schaltbild ersichtlich
ist, kann man die Klemmenspannung des Zünddiac SSST während der Zeit, in der das Diac SSSM für
den Hauptkreis geöffnet bzw. gesperrt ist, durch Spannungsteilung der Netzspannung mit dem Widerstand
VR erhalten. Die Spannung am Diac SSST ist
gleich der Potentialdifferenz zwischen der Klemmenspannung Vp des Widerstandes R, und der Spannung
V0 am Kondensator C, nämlich VP— VQ, wobei VP
die durch den Spannungsabfall am Widerstandswert des Widerstandes VR reduzierte Netzspannung ist.
Wenn der Widerstandswert des in Reihe mit der Diode D geschalteten Widerstandes R2 so gewählt
wird, daß er kleiner ist als die Impedanz der Reihenschaltung des Kondensators C2 und der Primärwicklung
L1, und daß die an Kondensator C1 des Zündkreises
3 gelegte Wechselspannung positiv und negativ unsymmetrisch ist, so wird der Kondensator C1
auf der Potentialseite der größeren Spannungsamplitude aufgeladen. Fig. 6 zeigt eine Wellenform, die
das Verhältnis von VP— VQ mit dieser Aufladung darstellt.
Nimmt man an, daß VP— VQ gleich V(P1 -Q1)
ist, wenn die Polarität oder das Potential der Netzperiode hinter der Diode D liegt, und daß VP— VQ gleich
V(P2 — Q2) ist, wenn das Potential davor liegt, so bewegt
sich die Spannung VQ insgesamt in Richtung des Ladungspotentials, wenn auch abwechselnd, so
doch mit zunehmender Aufladung des Kondensators
π C1 in Form von Gleichstrom. Da VP konstant ist, soweit
der variable Widerstand VR nicht verändert wird, steigt V(P1 — Q1) mehr und mehr an, und V(P2 —
Q2) nimmt mehr und mehr ab, wie aus F i g. 7 hervorgeht.
Durch geeignete Wahl des Widerstandes R2 wird
erfindungsgemäß die Ladungskonstante und damit die Klemmenspannung des Zünddiacs SSS7- während
des Aufladens eingestellt, wenn die Netzspannung in Durchlaßrichtung der Diode D angelegt ist. Bezeichnet
man die Summe aus dem Widerstandswert des Widerstandes R2 und dem maximalen Widerstandswert
des veränderlichen Widerstandes VR mit R0, so
wird der Wert des Widerstandes R2 entsprechend dem gewünschten Steuerverhalten der Impulsfrequenzsteuerung
gewählt, daß durch die sich aus dem Widerstandswert R0 und dem Kondensator C1 ergebende
Zeitkonstante bestimmt ist. In Fig. 6a erreicht V(P1 — P2) jede zweite Periode die Durchbruchsspannung
des Zünddiac SSS7. Die Figur zeigt, daß
beim Zünden des Zünddiac SSSr, wenn das Diac
SSSM des Hauptkreises leitend bzw. geschlossen wird, die Spannungen VP und VQ Null werden, so
daß auch VP— VQ Null wird. Wenn das Diac SSSM
des Hauptkreises nach einer halben Periode gesperrt wird, werden die Spannungen VP und VQ wieder angelegt,
und gleichzeitig beginnt sich die Spannung VQ mehr und mehr zu der mit Gleichstrom aufgeladenen
Potentialseite hin zu bewegen. Wenn die Ladungsmenge des Kondensators C1 und die Spannung VP
des Widerstandes R1 durch die Erhöhung des Widerstandswertes
des variablen Widerstandes VR verringert werden, geht die Phase der Durchbruchsspannung
des Zünddiac SSSx zurück, und der Augenblickswert
der Periode einer Seite erreicht die Durchbruchsspannung nicht bei jeder einzelnen Periode.
Somit kann die Eingangsklemmenspannung des Motors unter verschiedenen Bedingungen, wie in Fig. 4a
bis c dargestellt, mit Hilfe der Impulsfrequenzsteuerung geändert werden. Wird andererseits der Widerstandswert
des variablen Widerstands VR weiter reduziert, so kann die Eingangsklemmenspannung entsprechend
Fig. 6b geändert werden, und die Phase der Durchbruchsspannung des Zünddiac SSST rückt vor,
so daß eine Phasensteuerung durchgeführt wird, wie aus den F i g. 4d und e hervorgeht. Wenn der Widerstandswert
des Widerstandes weiter reduziert wird, kann eine spezielle Impulsfrequenzsteuerung durchgeführt
werden, wie sie in Fig. 4f dargestellt ist. In diesem
Falle erreicht der Augenblickswert der Periode einer Seite der Klemmenspannung des Zünddiac
SSST ebenfalls den Durchbruchsspannungswert des Zünddiac SSSr bei jeder einzelnen Periode, wie es
durch V(P2 bis Q2) in Fig. 6b dargestellt ist. Wenn
der Widerstandswert des variablen Widerstandes VR noch weiter reduziert wird, als im Fall der Fig. 4f,
so kann eine vollkommene zweiseitige Wellensteuerung, wie sie in Fig. 4g wiedergegeben ist, und
ebenso eine Phasenanschnittssteuerung durchgeführt werden. Der Grund dafür, daß die Perioddnzahl für
die Zeitdauer bis zur Spannung V(P2 — Q1), wie in
F i g. 4f und g dargestellt, den Durchbruchsspannungs-
wert des Zünddiac erreicht, ist etwas verschieden vom Fall der Spannung V(P1 — Q1), da sich jede
Halbperiode einer Seite bereits im leitenden Zustand befindet. Jedoch ist diese Steuerung der Periodenzahl
ebenso durch die Aufladung des Kondensators C1, durch die Diode D und den Widerstand R-, beeinflußt.
1 Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209544/125
Claims (1)
- ι .Patentanspruch:■2Schaltungsanordnung zur Steuerung der Drehzahl eines Einphasen-Reihenschlußkommutator-Motors, der in Reihe mit einem Diac (Zweiweg-Thyristor ohne Steueranschluß) und einer Sekundärwicklung eines Impulstransformators an eine Wechselspannungsquelle angeschlossen ist, mit .einer die Zündimpulse erzeugenden Steuerschaltung, deren einen veränderbaren Widerstand enthaltender Eingangskreis parallel zum Motor und der Wechselspannungsquelle liegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingangskreis der Steuerschaltung aus einer Reihenschaltung des veränderbaren Widerstandes (VR) und eines Festwiderstandes (R1) besteht, daß eine Reihenschaltung eines weiteren Diac (SSS-,) und eines Kondensators (C1) parallel zum Festwiderstand geschaltet ist und daß dem Diac eine erste Reihenschaltung, bestehend aus einem Kondensator (C2) und der Primärspule (L1) des Impulstransformators, und eine zweite Reihenschaltung, bestehend aus einer Diode (D) und einem Widerstand (A2), parallel geschaltet sind, und letzterer derart bemessen ist, daß sein Widerstand kleiner ist als die Impedanz der ersten Reihenschaltung.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8570666 | 1966-12-29 | ||
| JP8570666 | 1966-12-29 | ||
| DEJ0035365 | 1967-12-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1588360A1 DE1588360A1 (de) | 1970-01-15 |
| DE1588360B2 DE1588360B2 (de) | 1972-10-26 |
| DE1588360C true DE1588360C (de) | 1973-05-10 |
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