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Schnellaufende Etikettiermaschine Die Erfindung betrifft eine schnellaufende
Etikettiermaschine, bei der Etiketten Stück fUr StUck durch einen leimbedeckten,
aus getrennten Klingen bestehenden Holer, dessen gesamte beleimte Oberfläche in
einer Ebene liegt, aus einem ortsfesten Magazin herausgezogen werden und der Holer
während jedes Etikettierarbeitsganges zwischen einer Stellung, wo seine leimbedeckte
Oberfläche ein in dem Magazin befindliches Etikett berührt, und einem Punkt verlagerbar
ist, wo die gummierte Oberfläche des Etiketts den zu etikettierenden Gegenstand
berUhrt, woraufhin der Iloler auf dem Rückweg zum Magazin mittels einer LeimUbertragungswalze
neu beleimt wird, und bei der zu etikettierende Flaschen mit gewissem Achsabstand
auf einem umlaufenden Tisch in aufrechter
Stellung ohne Unterbrechung
entlang einer runden Bahn vorgerückt werden und bei der die Achse, um die der Holer
schwingt parallel zur Tischebene und gfeichzeitig parallel zur Ebene eines vom IIoler
in Anbringstellung gehaltenen Etiketts verläuft, Der Arbeitsgeschwindigkeit und
auch der Verringerung des Abstandes der auf dem unlaufenden Tisch stehenden Flaschen
sind bei einer solchen Maschine dadurch Grenzen gesetzt, daß die Gefahr besteht,
daß der ein Etikett tragende Holer bei der Bewegung in den Weg der mit dem Etikett
zu versehenden Flasche von der in einem vorangegangenen Arbeitsgang etikettierten
Flasche behindert wird.
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Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, bei einer schnellaufenden
Etikettiermaschine der eingangs genannten Gattung Vorkehrungen zu treffen, damit
der ein Etikett tragende Holer auch bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine
und geringem Abstand der Flaschen auf dem umlaufenden Tisch keine Behinderung durch
eine im vorangegangenen Arbeitsgang etikettierte Flasche erfährt.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von einer schnellaufenden
Etikettiermaschine der eingangs als bekannt vorausgesetzten Gattung erfindungsgemäß
die Anordnung so getroffen, daß das Etikettmagazln zur Vermeidung von Störungen
zwischen dem vom Magazin zur Anheftstelle wandxrn (len Jioler und anderen Teilen
radial außerhalb der Achse d s Tisches ge-Legen ist und daIZ zum Antrieb des IIolers
eine Ki venscileibe vorgesehen ist, die so ausgebildet ist, daß sie ie llolerklingen
beim
Ein und Austritt vom Magazin geschlossen hält, m den lider bis zur Annäherung an
die Anheftstelle mit geschlossenen Klingen entlang des genannten Weges und dann
mit immer noch geschlossenen Klingen, radial einwärts zur Achse des Tisches zu bewegen,
bis der IIoler an der Anheftstelle ankommt, woraufhin sich die Klingen, während
sie noch an der Anheftstelle sind und unmittelbar bevor eine vorrUckende Flasche
das Etikett berührt, trennen.
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Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Es folgt eine Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand von Zeichnungen.
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Fig. 1 ist eine herausgebrochene, schaubildliche Ansicht einer schnellaufenden
Etikettiermaschines sie zeigt einen umlaufenden Tisch, auf dem die zu etikettierenden
Flaschen stehen und einen Etiketten-Holer, der zwischen den Flaschen und einem nicht
näher dargestellten Etikettenmagazin hin und herbewegt wird und auf diesem Wege
mittels Leimbbertragungswalzen beleimt wird.
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Fig. 2 ist eine der Fig. i entsprechende Darstellung in einer anderen
Arbeitslage des Etiketten-Holers, Fig. 3 ist eine scheiatisohe Darstellung des die
Flaschen tragenden, uilaufenden Tisches und einer Abwicklung der Bewegungsbahn des
Etiketten-Holers zur Veranschaulichung der unerwUnschten Behinderung des Etiketten-Holers
durch die zuvor etikettierte Flasche.
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Fig. 4 ist eine der Fig. 3 ähnelnde Darstellung, bei der jedoch die
Bewegungsbahn des Etiketten-Holers so geführt ist, daß keine Behinderung durch die
zuvor etikettierte Flasche eintritt.
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Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung der Getriebeanordnung
zur Bewegung der getrennten Klingen des Etiketten-Holers.
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Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt durch das die getrennten Klingen
des Etiketten-Holers betätigende Getriebe.
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Fig. Ga ist ein im wesentlichen längs der Linie 6a-6a der Fig. 6
gelegter Schnitt.
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Fig. 7 und 8 zeigen zwei Kurven, die gleichzeitig zum Auf- und Abschwenken
der Klingen des Etiketten-Holers dienen, Fig. 9 ist ein diametraler Schnitt durch
eine Kurventrommel, die die Klingen des Etiketten-Ilolers Voneinander fort und zueinander
hin bewegt.
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Fig. 10 ist eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung der
Auf- und Abschwenkung der Klingen des Etiketten-Holers.
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Fig. it ist eine schematische Darstellung zur Veranschauliahung der
seitlichen Bewegungen der Klingen des Etiketten-Holers.
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Fig. 12 zeigt eine Kurvenscheibe zur Betätigung eines Schalters.
urspr.
Die gezeigte Etikettiermaschine enthält eine Leimwanne S. 10 Z (Fig.2) zum Fassen
von flüssigem Leim; in ihr befindet sich eine Leimschd'pfrolle 20, die den Leim
aus der Wanne aufnimmt und ihn an die Umfangsfläche einer dauernd umlaufenden Leimliefer-
oder -präsentierwalze 18a abgibt. Von der Walze i@a wird der Leim durch zwei unabhängige,
umlaufende Übertragungswalzen R1 und R2 (Fig.l und 2) weggenommen und abwechselnd
an einen Etiketten-Heler weitergegeben. urspr. Beschrieben wird hier eine Etikettiermaschine
der s.i1 Umlauf type.
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In den Figuren i und 2 ist im Seitenriß ein Kasten oder Gehäuse C
für die Zahnräder und die Betätigungskurven für die Leimübertragungswalzen und Holer
dargestellt. Dieser Kasten trägt Lager für die verschiedenen Wellen, die zum Treiben
der Betriebsteile gehören. Die Leimübertragungswalzen R1 und R2 werden also in dieser
Darstellung durch einen langen Hebelarm 14a bzw. einen verhältnismäßig kürzeren
Hebelarm 17a geführt; diese Arme sind an Sohwenkwellen 15a bzw, 16a befestigt.
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In der Darstellung der Fig.1 enthält die Etikettiermaschine einen
waagrechten Revolver-Tisch Y, der durch eine (hier nicht veranschaulichte) Mechanik
gedreht wird und zur dem eine lleihe von Flaschenträgern ILm aufgebaut ist; jeder
von diesen hat ein Flasohenstativ Bm, das die Flasche aufrecht hält und sie am Kippen
hindert. Zu jedem Halter
urspr. gehört eine Greiffingervorrichtung,
die in dieser S. 12 Darstellung o@ere und untere mit N1 bzw N2 @@-zeichnete Teile
enthält, um die Hals- und Itumpfetikette, die vom Etiketten-Holer geliefert werden,
gegen die Flasche zu pressen.
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Der Etiketten-Holer hat trennbare Klingen K1 und K2, die, wenn sie
getrennt sind, das Etikett an dessen Enden so halten, daß es quer zum Flaschenweg
verläuft und so von der wandernden Flasche berührt wird.
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Beispielsweise kann der Tisch Y mit etwa 130 U/m angetrieben werden
und kann fünf Flaschenträgern Xm Unterlage bieten, die gleichmäßig voneinander so
getrennt sind, daß benachbarte Flaschen etwa 23 Zentimeter mit ihren Mittellinien
voneinander abstehen.
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Um eine hohe Geschwindigkeit bei einer Maschine zu ermöglichen, bei
der die Flaschen von einem umlaufenden Tisch getragen werden, wie es in den Figuren
1 und 2 angedeutet ist, besteht die Notwendigkeit, den Mittellinienabstand zwischen
zwei Flaschen so klein wie möglich zu halten, also die Flasohengeschwindigkeit und
die Fliehkraftwirkungen zu vermindern. Unter solchen Voraussetzungen folgen die
Flaschen sehr dicht aufeinander; falls das Magazin so gelegen wäre, daß der lloltr
vom Magazin her auf dem Ublichen Weg beim Plazieren d s tikets in die BerUhrung
mit einer Flasohenoberfläche an er Etikettierstelle wandern wUrde, so wUrde die
innere linge K1 des
Holers die zuvor etikettierte Flasche berühren,
bevor letztere aus dem Holerweg freikommt, So soll es am Beispiel der Fig. 3 erläutert
werden; die Nummer 500 deutet urspr. schematisch in der Draufsicht einen umlaufenden,
flaschen-S. 13 tragenden Tisch an, wie er bei einer mit hoher Drehzahl umlaufenden
Maschine Verwendung findet; der Flaschenweg ist bei 501 zu sehen und zeigt drei
aufeinanderfolgende Flaschen bei B1, B2 und B3; die Flasche B1 hat gerade ein Etikett
empfangen, die Flasche B2 steht an der Stelle, wo sie ein Etikett empfängt, und
die Flasche B3 ist auf ihrem Wege zum Etikettierpunkt. Die Nummer 503 bezeichnet
eine Greiffingervorrichtung, die das Etikett in BerUhrung mit der Flasche hält,
nachdem das Etikett mit Hilfe des Holers an die Etikettierstelle gebracht worden
ist. Das Etikettmagazin ist bei 502 angedeutet ; ein Holer, der die beiden trennbaren
Klingen K1 und K2 enthält, ist zu sehen, wie er gerade ein Etikett L aus dem Magazin
entnommen hat; er ist bereit, längs eines geradlinigen, durch gebrochene Linien
angedeuteten Wegs zu wandern, auf welchem einige aufeinanderfolgende Holerstellungen
beispielsweise bei a, b, c und d angedeutet sind; letzteres ist die Stelle des Holers,
wo er das Etikett bereithält, um BerUhrung mit einer sich nähernden Flasche aufzunehmen.
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Ein prUfender Blick jedoch auf diese schematische Ansicht zeigt,
daß bei der punktweisen Wanderung des Holers längs des angedeuteten Wegs die etikettierte
Flasche Bi
nicht genügend weit vorgerückt ist, um die Klinge K1
des Holers freizugeben; somit wäre, wie bereits erwähnt, eine solche Anordnung wie
die in Fig. 3 gezeigte praktisch nicht zu verwirklichen.
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An dieser Stelle soll erwähnt werden, daß das Magazin urspr. 502
(Fig. 3,lediglich zur Veranschaulichung) in einer S. 14 Lage dargestellt ist, in
der der Holer mit seinen Klingen vom Magazin her bis zur Etikettierstelle dauernd
in einer senkrechten Ebene wandern kann. Bei der wirklichen Maschine wäre das Magazin
oberhalb des Tisches 500, und der IIoler wUrde auf einem bogenförmigen Weg aus einer
Lage, in der seine Klingen etwa waagrecht zur Aufnahme eines Etiketts aus dem Magazinboden
liegen, in eine senkrechte Lage schwenken, in der die I Klingen zum Etikettierpunkt
wandern.
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Um die in Fig. 3 veranschaulichte Situation zu vermeiden, wird das
Etikettmagazin aus dem Maschinenrahmen so nach vorn oder außen verlegt, daß es dem
Eoler, wie im folgenden genauer beschrieben wird, einen anderen Weg erlaubt; nach
Entnahme des Etiketts bewegt er sich zunächst nach unten auf solchem Weg, daß seine
innere Klinge von der Flasche freikommt, die gerade etikettiert worden ist; dann
jedoch, unmittelbar bevor die als nächste zu etikettierende Flasche am Etikettierpunkt
ankommt, wandert der Holer im ganzen nach innen so, daß er das Etikett richtig relativ
zur Flasche plaziert. Nachdem das Etikett an der Flasche festgemacht ist, wandert
der Holer wieder nach außen und oben zum Magazin. Eine solche Anordnung ist nun
im
Schema der FIg.4 dargestellt; sie ähnelt im wesentlichen der der Fig. 3 mit der
Ausnahme, daß das Magazin aus seiner bisherigen Lage (durch gebrochene Linien bei
502d gezeigt) in die Lage 502b verlegt ist; das bedeutet, daß das Magazin nach außen
oder weiter von der Mittellinie X3-Y3 des Drehtisches verschoben ist. Bei dieser
Anurspr. ordnung wandert der Iloler, der immer noch die trennbaren S. 15 1 2 Klingen
K und K enthält, zunächst längs eines gradlinigen Wegs von Punkt zu Punkt, wie es
bei a, b und c angedeutet ist; aber kurz vor seiner Ankunft an der Etikettierstelle
(die bei d in Fig. 3 angedeutet ist) wandert der Holer mit seinen beiden Klingen
K1 und K2 mitseinen beiden Klingen K1 und K2 als Ganzes, wie es der Pfeil A2 zeigt,
zur Mittellinie X2-Y2 des Maschinentischs; er weicht also der Flasche Bi aus, die
gerade etikettiert worden ist, und auch dem sich nähernden Etikettgreiffinger 503,
so daß die IIolerklingen K und K2, die das Etikett führen, somit zwischen der Flasche
B2 und dem Greiffinger 503 zu liegen kommen, ohne andere Teile zu stören. Die Klingen
K1 und K2 trennen sich, wie oben beschrieben, schon einen Augenblick, nachdem die
Flasche das Etikett genügend berUhrt, um ihren Dllrchgang zuzulassen; die Flasche
stößt somit durch Berühren des mittleren Etiketteils das Etikett durch den Raum
zwischen den Innenkanten der Holerklingen; der Mittelteil des tikctts wird rest
gegen die Flasche mittels des Greiffingers 503 gepreßt, während die Flasche vorrUckt
und der Greiffinger zurückweicht, also die Außenenden des Etiketts von den Holerfingern
wegstreift.
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Während die Flasche den Etikettierplatz passiert, wandert der Holer
nach außen und oben an seine ursprüngliche Stelle und in Bereitschaft, ein weiteres
Etikett aus dem Magazin zu entnehmen.
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Durch eine Anordnung, die das in Fig. 4 veranschaulichte Prinzip
verwirklicht, wird es durchführbar, urspr. aufeinanderfolgende Flaschen in dichterem
Abstand ZU fUhren, S. 16 als es bisher bei Drehtischmaschinen möglich war; so bietet
sich die Verwendung eines Tischs von verhältnismäßig kleinem Durchmesser an, der
bei ungewöhnlich hoher Winkelgeschwindigkeit angetrieben werden kann, ohne übermäßige
Fliehkraft zu entwickeln, die die Flaschen umwerfen könnte. urspr. Die beiden Ilolerklingen
Ki und K@ (Fig.1 und 6a) S. 29 sind an entsprechenden Teilen 34 und 35 befestigt;
der Teil 34, der die Holerklinge K1 trägt, ist auf einer Itohrwelle 36 (Fig. 4)
festgemacht; der Teil 35, der die Holerklinge K2 trägt, ist auf einer massiven Welle
3@ befestigt, von der ein Teil in der Itohrwelle 36 eingeschachtelt ist.
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Eine Ilülse 40 mit einer Umfangsnut 41 und einem radialen Arm 45
ist so auf der Welle 3@ festgemacht, daß eine axiale Hülsenbewegung eine entsprechende
Axialbewegung der Welle nach sich zieht, während die Dre bewegung der IIülse 40
um die Wellenachse eine Wellensel enkung verursacht. Eine Hülse 42 von allgemein
entspre@ @ender Type ist
auf der Rohrwelle 36 festgemacht; diese
Hülse 42 hat eine Umfangsnut 43 und einen radialen Arm 44. Die Arme 44 und 45 der
beiden Hitlsen haben fluchtende Löcher, die einen länglichen, starren Stab 48 aufnehmen.
Dessen gegenüberliegende Enden sind drehbeweglich an den urspr. unteren Enden von
starren Lenkern 49 angebracht; von S. 30 diesen wiederum sind die oberen Enden drehbeweglich
mit einem länglichen, starren Stab 48a verbunden. Der Stab 4da läuft in getrennten
Lagern um, die an den freien Enden von Hebeln 50a und 50b (Fig.6) festgemacht sind;
letztere schwenken auf einer Tragachse 51. Ein dritter starrer Lenker 49a (Fig.5)
ist mit seinen oberen und unteren Enden drehbeweglich an den Stäben 4da bzw. 48
angeschlossen. Jeder der Hebel 50a und 50b ist zwischen seinen Enden mit je einem
Achsstumpf 52 versehen, auf dem je eine Kurvenmitlaufrolle 53 (Fig. 6, 7 und d)
aufgesetzt ist; diese Kurvenmitlaufrollen greifen in Kurvennuten 300 bzw. 301 in
den Kurvenscheiben 302 und 303 an den gegenüberliegenden Enden einer Kurventrommel
304m (Fig.9); diese Trommel hat Umfangsnuten 305 und 306, ist auf der Welle 61 festgemacht
und hat Uxfangszkhne, die ein Getriebe 109 darstellen.
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Mit Hilfe der oben beschriebenen Mechanik werden die Holerklingen
K1 und K2 in richtiger zeitlicher Abstimmung itt den Ubrigen Maschinenteilen geschwenkt.
Es ist erwünscht, den Stab 48 (Fig. 6a) an jedem Ende entsprechend
mit
Zurückhaltemitteln z. B. einem Schuh 307m (Fig.5) zu versehen, der in Berührung
mit einer ebenen, senkrechten Oberfläche (hier nicht veranschaulicht) des Maschinenrahmens
gleitet und hierdurch den Stab 4 daran hindert, axial zu wandern, obwohl eine freie
Bewegung nach oben und unten zugelassen wird. urspr. Jeder der Hebelarme 50a und
50b hat in der Nähe S. 31 seines angelenkten Endes einen aufrechten Ansatz 50x (Fig.5
und 6). Ein starrer Stab 5Om, der diese Ansätze verbindet, sorgt für Verankerung
des einen Endes einer langen Zugfeder 50t (Fig.5), deren anderes Ende an der Wand
des Gehäuses C verankert ist.
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Die so angeordnete Feder 50t ist bestrebt, die Hebel 50a und 50b
nach oben zu halten, also die IIolerklingen nach unten in die etikettanbringende
Lage zu schwenken.
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Ein fester Träger E (Fig. 6), der einen I3estandteil des Gehäuses
C bildet, trägt parallele Achsstümpfe 54 und 55 (Fig. 6a), auf denen Hebelarme 56
bzw. 57 aufgesetzt sind; jeder dieser Hebelarme hat ein gegabeltes Unterende 58
(gestrichelt in Fig. 6 zu sehen), das in der einen der Nuten 43 bzw. 41 in den oben
beschriebenen Pulsen 42 und 40 aufgenommen wird. Jeder dieser Hebelarme 56 und 57
ist mit einer Kurvenmitlaufrolle 59 (so wie es in Fig. ó angedeutet ist) versehen,
und zwar ftir den Eingriff in einer der Nuten 305 bzw. 306 (Fig. 9) im Umfang der
Kurventrommel 304m; diese ist auf der Welle
urspr. 61 aufgesetzt.
Wenn diese Kurventrommel umläuft, werden S. 32 die Arme 56 und 57 so bewegt, daß
sie die Hülsen 40 und 42 relativ zueinander in einer Richtung parallel zur Achse
der Welle 30 bewegen.
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An dieser Stelle ist zu bemerken, daß das Etikettmagazin so gelegen
ist, wie es in der schematischen Ansicht (Fig.4) aussieht, nämlich in einem solchen
Abstand außerhalb der Vorderwand des Gehäuses C, daß der Holer nach Aufnahme eines
Etiketts nach unten in die Nähe der Etikettierlage wandern kann, ohne einen etikettierten
Gegenstand auf dem Drehtisch Y zu berühren.
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Die Kurvennuten 305 und 306 auf der Kurventrommel 304m (Fig. 9) sind
so profiliert, daß, wenn der Holer ein Etikett aus dem Magazin entnimmt, die benachbarten
Kanten der Holerklingen Kl und K2 an ihrem Punkt dichtester Annäherung stehen; sie
sind dann in der Relativlage, die bei I und Ia in den Figuren 10 und ii festgelegt
ist. Wenn der Holer vom Magazin herabwandert und ein Etikett mitnimmt, verläuft
die Mittellinie der Nuten 305 und 306 in der Kurventrommel so, daß die Klingen K1
und K2 in derselben ltelativlage verbleiben, wie sie bei I und Ia (Fig. 10 und 11)
zu sehen sind; dies solange, bis der Iloler beispielsweise etwa seinen halben Weg
nach unten zum Etikettierpunkt zurückgelegt hat; dann sind die ltelativlagen der
Teile schematisch bei II und IIa (Fig. 10 und ii) zu sehen. Wenn der Holer nur noch
einen kurzen Abstand vom Etikettierpunkt hat, werden beide Klingen nach innen, das
heißt zum' Go'-"
urspr. häuse C hin verschoben. Beide Klingen Ki
und K2 haben Seite 33 sich also im ganzen unter Beibehaltung des gleichen gegenseitigen
Abstands so wie es bei IIIa (Fig. il) angedeutet nach rechts (in Fig.11 gesehen)
um den Betrag bewegt, der durch den Zwischenraum zwischen den Maßpfeilen Am und
An angedeutet ist; nunmehr sind also die IIolerklingen auf entsprechend gleichen
Abständen von der Mittellinie Q gelegen, die die senkrechte Achsebene der zu etikettierenden
Flasche andeutet, wenn diese in Etikettierlage steht.
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Wenn der IIoler die Lage zum Anbringen oder Anheften des Etiketts
erreicht, werden die Klingen K1 und K2 durch die Nuten der Kurventrommel veranlaßt,
weiter auseinander zu wandern, wie man es bei IVa (Fig. 11) sieht; so wird der Flasche
die Möglichkeit gegeben zwischen den Klingen hindurchzugehen, und diese bleiben
in der gleichen relativ lage, wenn der Holer beginnt, nach oben zum Magazin zu wandern.
Zu gegebener Zeit bei dieser Aufwärtswanderung verschieben die Betätigungskurven
die beiden Klingen seitlich in derselben Richtung und veranlassen sie sodann, sich
zu nähern, so daß der hohler wieder in das Etikett magazin in Bereitschaft zur Entnahme
eines neuen Etiketts eintreten kann.
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Der Betrag der Gesamtbewegung des Ilolers bei der Seitenverschiebung
aus der Etikettholflucht in die Etikettanbringflucht muß notwendigerweise nach Mq13gahe
der Größe des Gegenstands geändert werden, an leim das Etikett anzubringen ist.
Die Seitenbewegung kann b spielswelse für Halbliterflasohen in der Größenordnung
on 3k3 Milliurspr.
meter und für Dreiviertelliterflaschen etwa
51 Millis. 34 meter betragen. Um dies Ergebnis zu erreichen, messen austauschbare
Kurvenscheiben mit entsprechendem Kurvenverlauf ergänzt werden. urspr. Um eine Schädigungsmöglichkeit
für die Maschinenteile S. 35 zu vermeiden, wenn beispielsweise eine Flasche beim
Übergang aus dem gewöhnlichen Zuführungssternrad (hier nicht gezeigt) zum Flaschenträger
Rm kippen und so den normalen Abwärtsgang des Ilolers stören sollte, ist die Nut
jeder der Holerbetätigungskurvenscheiben 302 und 303 (Fig.7 und 8) urspr. mit einem
abnorm breiten Teil zwischen den Punkten X2 S. 36 und Y2 versehen; auf diese Weise
wird der Kurvenmitlaufrolle, die normalerweise durch die Wirkung der Feder 50t der
äußeren Wand der Kurvennut (bei der Wanderung längs dieses Spiclraumteils der Nut)
folgt, gestattet, radial nach innen in Abhängigkeit von einer außergewöhnlichen
Kraft so nachzugeben, daß der Holer nicht unter Zerstörung beim Versuch, die normale
Etikettierlage zu erreichen, abwärtsgezwungen wird.
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Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit ist der eine der Hebel (beispielsweise
der Hebel 50b, Fig. 5), mit Hilfe dessen die Holer geschwenkt werden, mit einem
federnden Metallkontaktfinger F1 versehen; dieser hat normalerweise Betriebsbeziehung
zu einem Annäherungsschalter SW, solange sich die Mitlaufrolle normal zwischen den
Punkten x2 und Y2 in Berührung mit der äußeren Kontur der Kurve bewegt; dieser Schalter
SW liegt parallel mit einem zweiten Annäherungsschalter
Sm (Fig.
12) im Antriebskreis der Maschine. Solange die Holer frei bis zum normalen Ausmaß
in ihrer Abwärtsbewegung sind, bleibt der Kreis am Schalter sW während des Umlaufbogens
der Kurvenscheiben 302 und 303 zwischen X und Y2 geschlossen.
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Bei Betrachtung der Figur 12 sieht man nun eine Scheibe Ha, die auf
einer Welle ii sitzt; diese läuft gleichzeitig mit der Hauptwelle der Maschine in
solcher Weise, daß jedesmal dann, wenn der Kontaktfinger FI (Figur 5) sich in seine
Betriebsbeziehung zum Schalter SW bewegt, ein Schlitz oder Einschnitt Hb in der
Scheibe urspr. Ha zur Deckung mit dem oben erwähnten zweiten Annäherungs-5. 37 m
schalter 5 so tritt, daß er den letzteren Schalter öffnet.
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Da somit jedoch der Schalter Sm nur einmal bei jeder Umdrehung der
Welle Hm während jenes Zyklusteils geöffnet ist, der dem gerade erläuterten Bogen
zwischen X2 und Y2 entspricht, wird der Stillsetzkreis der Maschine nicht unterbrochen,
es sei denn, daß zur gleichen Zeit der Schalter sW offen ist, weil der Kontaktfinger
F1 unterlassen hat, hochzugehen; beide Schalter liegen ja parallel, Nimmt man normalerweise
an, daß der Holer frei ist, nach unten bis an seine tiefste Stelle bei jedem Zyklus
zu wandern, so bewahrt das begleitende Anheben des Kontaktfingers F1 in die schalterschließende
Beziehung zum Schalter 5w den Kreis davor, geöffnet zu werden, und die Maschine
läuft weiter. Jedoch kann man die Folgen einer jeden Störung in der Abwärtswanderung
der Iloler wegen einer
falsch gestellten Flasche so verstehen,
daß die Hebel 50a und 50b nicht ihre volle Höhe durchwandern können und daß der
Kreis am Schalter SW geöffnet wird; dann ergibt sich die weitere Folge, daß die
Maschine selbsttätig angehalten wird, wenn der Einschnit Hb in der Scheibe mit dem
Schalter Sm zur Deckung kommt; Schaden wird also vermieden.