DE1584396A1 - Verfahren zur masshaltigen Herstellung von Formstuecken aus Faserzement - Google Patents
Verfahren zur masshaltigen Herstellung von Formstuecken aus FaserzementInfo
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Description
Paten tanwalt
!Berlin 33, Iltlssuafie 7
!Berlin 33, Iltlssuafie 7
Aktiengesellschaft, 1 Berlin 4-7, Canalstr. 117-155
Verfahren zur masshaltigen Hersteilung von -^orinstucken
aus i?aserzement
.eis ist bekannt, -ö'ormstücke aus J?aserzeraent, insbesondere
solche, aie von der HOrm ebener oder gewellter Plätten abweichen,
beispielsweise Rohrgestalt aufweisen, in der Weise herzustellen, dass eine J?aserzement-tfasser-Suspension in
den Hohlraum einer nach einer Seite hin porösen JToriü eingespritzt
wird, die in ihrem Innern einen oder mehrere aufblasbare oder aufpumpbare Gummikerne enthält. Nach dem Einspritzvorgang
werden diese Kerne durch ein Druckmedium aufgeweitet und somit der mit der Suspension gefüllte Hohlraum
der iToriii verkleinert, wodurch das formstück entwässert
und verdichtet wird.- Der -tiauptnachteil dieser bekannten ■
Verfahren liegt da±n, dass die Masshaltigkeit der Formstücke durcti die zum Verdichten und Entwässern notwendige
Bewegung des Gummis stark beeinträchtigt wird. Es ist also mit diesem Blähverfahren nicht möglich, in Serienfertigung
-ü'urmstücke gleicher Abmessungen herzustellen.
-üin weiterer Nachteil dieses bekannten Herstellungsverfahrens
für formstücke aus einer Asbestzement-Wassersuspension besteht
darin, dass das Herstellungsverfahren unnötig lange Zeit braucht. Insbesondere stellt dabei das Einbringen der
Suspension in den -Formkörper, sei es aun durch Einspritzen
oder durch schichtweises Auftragen, einen Verfahrensschritt dar, das anschliessend, d.h. nach der Einbringung des zu
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-z-
formenden Materials erfolgende Aufblähen mit Pressluft
oder einer Flüssigkeit, den anderen Verfahrensschritt. Die verwendeten Formen wären also bis zur Herausnahme des fertigen
und erstarrrten JOrmstiicks nicht frei, sodass zur
Bewältigung eines gewissen Fertigungsprogramms eine entsprechend grosse Anzahl von Formen erforderlich ist·
Als .Ergebnis eingenender Versuche wurde nun bei der Anmelderin
das in der vorliegenden Anmeldung offenbare Herstellungsverfahren für Asbestzement—öOrmstücke entwickelt. Es
galt dabei, die doppelte Aufgabe zu lösen: einerseits zu einer besseren ^asshaltigkeit und gleichzeitig auch zu einer
rascheren serienmässigen Fabrikation zu gelangen.
.Die erfinderische Lösung besteht in einem Verfahren zur
Herstellung von Formstücken allseitig begrenzter Gestalt aus Faserzement, insbesondere solchen von nicht ebener Form,
z.B.Hohrform, durch Einpressen einer Faserzement-isTasserouspension
in einen entsprechenden Formungsraum, und der eigentliche Erfindungs^edanke bestent darin, dass ein
Formungsraum mit ausschliesslich festen, deiü Umfang des
Formstücks entsprechenden Wänden benutzt und ein Einpressdruck von mindestens 25 atü angewendet wird.
■Durch diesen hohen Einpressdruck wird nach dem vollendeten
Einspritzen der Suspension in die Form das erzeugte Formstück bereits so weit entwässert und zum Erstarren gebracht ι
dass es ohne besondere Zeitverluste aus der Form herausgenommen werden kann. Die Form ist dadurch sofort wieder zur
Herstellung des nächsten Stücks bereit, ohne dass man wie
bei den bekannten Verfahren das Erstarren des Formstücks abwarten muss, das bei Asbestzement vielfach geraume Zeit ·
in Anspruch nimmt.
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Zur Durchführung des Verfahrens ist es erforderlich, die ein- !
zupressende Faserzement-Suspension durch eine hydraulische i Vorrichtung unter den entsprechenden Druck zu setzen. Diese !.
hydraulische Vorrichtung muss auch die Möglichkeit bieten, ' Druck und Menge des Einpressgutes während der iSinpresszeit
zu kontrollieren. Dieses auch von Grosse und Gestalt ■
des herzustellenden Formstückes abhängige, kontrollierte ■ Einpressen ist notwendig, damit eine hinreichende Verdichtung
und Entwässerung des Formstückes erreicht wird. ;
Durch dieses Verfahren ergibt sich der Vorteil, dass die notwendigen Formen und ihre evtl. erforderlichen Formkerne
vollkommen aus einem starren Material, wie z.B. Metall, Holz, Kunststoff etc·, hergestellt werden können. Bei diesen Formen
müssen zumindest die an der üuesenflache oder die an der
Innenfläche desherzustellenden Furmctückes anliegenden Teile
in bekannter tfeise wasserdurchlässig bestaltet sein. Diese
Wasserdurchläs3igkeit wird im allgemeinen dadurch erreicht,
dass die Formteile mit Bohrungen verseilen sind und diese wiederum, damit eine möglichst glatte Oberfläche des Formstücks
erhalten wird, mit Sieben -notfalls auch Filtertüchernüberdeckt
sind.
.Bin itusfahrungsbeispiel der zur Durchführung des Verfahrens
notwendigen Vorrichtungen ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt, und zwar in ·
Fig. 1 als eine schematische Darstellung der erforderlichen
Vorrichtungen,
Fige 2 als ein querschnitt durch eine zu verwendende
Form.
in de:a Vorratabeüälter 1 befindet sicii eine gewisse Lien ge
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einer laser zement-v/asser-Suspension, die durch das .Rührwerk
am Absetzen gehindert wird. Das eigentliche Einpr ess-Aggregat
bestellt aus einem im unteren Teil konisch zulaufenden Druckzylinder 31 in dem ein Verdrängungskolben 4 durch einen
Hydraulikzylinder 5 bewegbar ist. Der Zylinder 3 ist oben offen und wird durch Dichtungen 6 gegen den Kolben 4 nach
aussen hin abgedichtet. Der Zylinder 5 ist mit Zugankern 7
und einer Traverse 8 auf dem Einpresstopf 3 angeordnet. Ein .Foriüungsraum 9 wird in einer geeigneten Vorrichtung, z.B.
Presse, zusammengehalten und ist über eine Rohrleitung 1o mit dem Einpresstopf verbunden, in dieser -Rohrleitung befindet
sich ein Ventil 11.
Zum Jfüllen des Einpresstopfes 3 wird das Ventil 11 geschlossen
und ein weiteres, in der zum Suspensionsbehälter 1 liegenden Leitung liegendes Ventil 12 geöffnet. Der Kolben
wird durch den Hydraulikzylinder 5 nach oben gezogen und saugt dadurch aus dem Vorratsbehälter 1 die Suspension an.
Dann wird das Ventil 12 geschlossen, der Kolben 4 abgesenkt und der Einpresstopf über eine Leitung 13 und ein Entlüftungsventil
14 entlüftet. Zum Einpressen wird das Ventil geöffnet und der Kolben 4 mit einer solchen Kraft in den
Einpresstopf eingefanren, dass hier ein Druck von mindestens 25 atü entsteht. Der Einpressdruck wird über eine der Grosse
und J?orm des herzustellenden formstückes entsprechende Zeit
aufrecht erhalten, um sicherzustellen, dass das formstück
ausreichend entwässert und verdichtet wird. Danach kann das Ventil 11 geschlossen und durch Offnen des Ventils 12 und
Hochfahren des Kolbens 4 der Einpresstopf wieder gefüllt werdene-Schliesslich
wird der iOrmungsraum 9 geöffnet und das hergestellte -formstück, das bei richtiger Durchführung
des Verfahrens bereits eine ausreichende Festigkeit besitzt,
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- 5 -dem iOrmungsraum 9 entnommen.
Der J?ormungsraum besteht gemüss -^i g. 2 im einzelnen aus
einem steifen Aussenmantel 15, eier zur Ableitung des Wassers
mit radialen Bohrungen 16 versehen ist. Auf der Innenseite dieses Mantels liegt ein Sieb 17» das zu d-©21 herzustellenden
formstück hin mit einem filtertuch 18 abgedeckt sein
kann. Im Innern dieser i?orm liegt der steife Kern 19· Der
so gebildete Hohlraum 2o nimmt die einzupressende Suspension auf.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zur masshaltigen Hersteilung vonallseitig begrenzter Gestalt aus Jiaserzement, insbesondere
solchen von nicht ebener Form, z.B. Rohrform, durch
Einpressen einer Faserzement-ffasser-Suspension in einen
entsprechend gestalteten ^ormungsraum, dadurch gekennzeicnnet, dass ein S1 ormungsraum mit ausschliesslich
festen, dem Umfang des iOrmstücks entsprechenden Wänden
benutzt und ein üinpressdruck von mindestens 25 atü angewendet wird.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, dass zum Einpressen der Suspension in den -ö1 ormungsraum (9) ein vorzugsweise hydraulisch ! betätigter Verdrängungszylinder (3) mit Kolben (4) vor- ι gesehen ist, dessen Ausgang entweder mit dem Vorratsbehälter (1) für die Suspension oder mit dem ^ormungsraum(9) verbindbar ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Ausgang des Verdrängungszylinders (3) spitz zulaufend
ausgebildet iöt und das zum Formungsraum führende Rohr(10) in die axial gelegene Spitze mündet.4-, Vorrichtung nach Anspruch 31 dadurch gekennzeichnet, dass ;das zum Vorratsbehälter (1) führende Rohr seitlich in den j zugespitzten Teil des Verdrängungszylinders mündet. ji 5· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1Ldadurch gekennzeichnet, dass die das EOrmstück berührenden, ι909883/0301 .,Unterlagen lArt l 51 Λ». 2 Nr.l Satz 3*sSnäerungegos. v. 4.9.196aus einem starren Material, z.B. Metall, Holz o.dgle gefertigten -BOrmteile an den erforderlichen Stellen zur während des Einpressvorgangs notwendigen Entwässerung des iOrmstücks mit insbesondere radial verlaufenden Bohrungen (16) verseilen sind.6. Vorrichtung nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, dass die Einiaündun^sstellen der Bohrungen (16) in den ^ormungsraum durch oiebe (17) und/oder J?iltertücher (18) abdeckbar sind.BAD 90988370301.
Priority Applications (10)
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