DE1580013B2 - Kuehlanlage fuer fahrzeuge des personenverkehrs - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlanlage für Fahrzeuge des Personenverkehrs, insbesondere Omnibusse,
mit im Bereich der Decke des Fahrgastraums in dessen Längsrichtung angeordneten Luftkanälen, in denen
Verdampfer eines Kühlaggregats längsverlaufend angeordnet und durch Gebläseluft beaufschlagbar sind.
Aus der Zeitschrift »World Refrigeration«, Januar 1964, S. 31, ist eine Kühlanlage der eben genannten Art
bekannt, bei welcher sich die Kühlluftkanäle über einen kurzen Bereich in der Längsmitte des Fahrgastraumes
zwischen dessen Decke und wandseitig angeordneten Gepäckablagen erstrecken. Zum Erzielen der erforderlichen
Kühlleistung müßten die Verdampferelemente im Hinblick auf deren geringen Länge mit einem großen
Querschnitt ausgebildet sein, für den jedoch im Bereich zwischen den Gepäckablagen und der Fahrzeugdecke
kein genügend großer Einbauraum vorhanden ist. Die Kühlleitung der Anlage kann daher nicht ausreichen,
um die Temperatur im Fahrgastraum bei einem Einsatz des Fahrzeuges in sehr heißen Gegenden
gegenüber der Außentemperatur erheblich abzusenken. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer
sehr hohen Strömungsgeschwindigkeit der Umwälzluft um zumindest einen physiologischen Kühleffekt zu erzielen,
der jedoch gesundheitsschädlich sein kann. Abgesehen hiervon wird dieser physiologische Kühleffekt,
der durch Schwenkdüsen in den Fahrgastraum einströmenden Kühlluft in der Nähe des Verdampfers, d. h. im
mittleren Längenbereich des Fahrgastraums, größer als in der Nähe von dessen Enden sein.
Ein noch größerer Temperaturunterschied der ausströmenden Kühlluft muß sich jedoch bei der nach dem
DT-Gbm 18 71 894 ausgebildeten Kühlanlage ergeben, deren beide Verdampferelemente jeweils am vorderen
Ende des sich bis in die Nähe der Enden des Fahrgastraums
eines Omnibusses erstreckenden zugeordneten Kühlluftkanals angeordnet sind. Abgesehen hiervon,
kann auch die Kühlleistung dieser im Querschnitt auf die des zugeordneten Luftkanals beschränkten Verdampferelemente
nur dann einen ausreichenden Kühleffekt, hervorrufen, wenn dieser durch eine hohe Strömungsgeschwindigkeit
der Umwälzluft physiologisch erhöht wird.
Aus den beiden US-PS 19 91 990 und 26 78 546 sind noch jeweils Kühlanlagen für Fahrzeuge des Personen-
oder Frachtverkehrs mit konventionellen Block-Verdampfern bekannt, die jeweils am einlaßseitigen Ende
eines unmittelbar in den Fahrgastraum oder mittelbar über Wandungskanäle in den Frachtraum des Fahrzeuges
mündenden Luftkanals angeordnet sind. Da diese bekannten Lösungen im wesentlichen der Kühlanlage
gemäß dem deutschen Gebrauchsmuster 18 71 894 entspricht, ergeben sich bei ihnen bei Einsatz des Fahrzeugs
in heißen Gegenden die gleichen Nachteile, wie bei der aus dem Gebrauchsmuster bekannten Kühlanlage.
All jenen Kühlanlagen ist gemeinsam, daß die aus einstellbaren Düsen oder sonstigen Durchlaßöffnungen
der Luftkanäle gekühlt ausströmende Umwälzluft von der Decke des Fahrgastraumes zu dessen Bodenbereich
mit gesundheitsgefährdender Wirkung auf eine Gruppe der Fahrgäste gerichtet ist, ohne hierbei die
von den letzteren bei starker Sonneneinstrahlung am unangenehmsten empfundenen Wärmestauungen an
den seitlichen Fensterfronten des Fahrgastraumes abzubauen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Kühlanlage der eingangs genannten Art mit einem
wirtschaftlich vertretbaren Konstruktionsaufwand so weiterzubilden, daß sie einen höheren Wirkungsgrad
aufweist als bislang und selbst in extrem heißen Gegenden eine optimale Kühlung des Fahrgastraumes ohne
nachteilige Wirkung auf die Fahrgäste ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Luftkanäle mit entlang des Fahrgastraumes
in den letzteren sowohl oberhalb der Fenster als auch oberhalb eines Mittelgangs zwischen Sitzreihen
mündenden Durchlaßöffnungen für die Gebläseluft ausgebildet und die Verdampferelemente jeweils zumindest
in ihrem mittleren Längenbereich in sich an den Durchlaßöffnungen eines zugeordneten Kanalabschnitts
vorbeierstreckende Einzelelemente unterteilt sind.
Die erfindungsgemäße Kühlanlage ist mit einem wirtschaftlich vertretbaren Konstruktionsaufwand zu
verwirklichen. Sie ermöglicht einen wirksamen Abbau des Wärmestaus an den seitlichen Fensterfronten selbst
bei extremer Sonneneinstrahlung. Durch eine Beaufschlagung der Verdampferelemente von den fensterseitigen
Durchlaßöffnungen des zugeordneten Luftkanalabschnitts her werden an beiden seitlichen Fensterfronten
zueinander gegensinnig und in Längsrichtung des Fahrgastraumes zueinander abständlich gedachte Achsen
zurkulierende Umluftströmungen erzeugt, die jeweils an der benachbarten Fensterfront unter Abbau
6S des Wärmestaus ansteigen und an den Verdampferelementen
vorbei durch die mittelgangseitigen Durchlaßöffnungen in dem Fahrgastraum zwischen die Sitzreihen
einströmen, so daß sich kein Fahrgast in unmittel-
barem, die niedrigste Temperatur aufweisenden Ausströmbereich der Gebläseluft befindet.
Die Fahrgäste erfahren auch keinerlei Belästigung durch unangenehme Strömungsgeräusche der Umwälzluft,
da diese schon bei geringer Strömungsgeschwindigkeit eine optimale Kühlwirkung unter Ausfluß physiologischer
Kühleffekte gewährleistet.
Bei Fahrzeugen mit zwischen der Decke des Fahrgastraumes und Gepäckablagen des letzteren angeordneten
Luftkanälen ist es vorteilhaft, wenn die Luftkanä-Ie jeweils in einem der beiden durch die Deckenkrümmung
für die Ablage von toten, wandseitigen Winkelräumen zwischen jeden der Gepäckablagen und der
Fahrzeugdecke angeordnet sind. Dadurch ist der normalerweise tote Winkelraum zweckmäßigerweise nutzbar.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand einer Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine schematisch dargestellte Draufsicht auf das Innere eines Omnibusses mit einer erfindungsgemaß
ausgebildeten Kühlanlage,
F i g. 2 einen Vertikal-Querschnitt durch den Omnibus
gemäß F i g. 1 längs der Linie H-II und
F i g. 3 einen Vertikal-Querschnitt durch den Omnibus gemäß F i g. 1 längs der Linie III—III.
Ein Kühlaggregat 1 für eine Kühlanlage kann bei einem Omnibus, wie mit gestrichelten Linien in der
Zeichnung angedeutet, an geeigneter Stelle, beispielsweise unterhalb des Fahrgastraumes, angeordnet sein.
Vom Kühlaggregat 1 führen Kühlmittelleitungen 2 zum mittleren und Deckenbereich des Fahrgastraumes, in
dessen Längsrichtung Luftkanäle 3 angeordnet sind.
Das Kühlaggregat 1 weist einen Verdampfer auf, der in eine Anzahl langgestreckter Einzelelemente 4 unterteilt
ist, die jeweils in einem der Luftkanäle 3 angeordnet und mit den Kühlmittelleitungen 2 verbunden sind.
Wenngleich ein kräftiges Gebläse ausreichend wäre, um durch Belüfter 5 (in F i g. 1 mit gestrichelten Linien
schematisch angedeutet) angesaugte Frischluft und/oder Umwälzluft an den Verdampferelementen 4
vorbei und durch die Luftkanäle 3 in den Fahrgastraum zu bewegen, ist es aus baulichen und Gründen der
wahlweisen Luftverteilung zweckmäßig, wenn die Luftkanäle 3 gemäß F i g. 1 im Mittelbereich des Fahrgastraumes
unterteilt und den Mündungsstellen jeweils eines oder zwei einer entsprechenden Anzahl von Gebläsen
6 zugeordnet sind.
Die Luftkanäle 3 können in den Fahrgastraum oberhalb der Sitze mündende schwenkbare Düsen (nicht
eingezeichnet) oder, wie insbesondere den F i g. 2 und 3 entnehmbar ist, entlang des Fahrgastraumes verlaufende
Durchlaßöffnungen 7, 7 a aufweisen, durch weiche die an den Verdampferelementen 4 vorbeigeführte und
abgekühlte Luft in den Fahrgastraum eindringt. Zum Aufrechterhalten eines gleichmäßigen Luftdruckes
können in den Luftkanälen 3 deren Querschnitt in Abhängigkeit von der Entfernung zu den Gebläsen 6 verringernde
Leitbleche 8 angeordnet sein, während Führungsbleche 9 zwischen jeweils benachbarten Gebläsen
6 den Luftstrahl in die richtige Bahn lenken und eine Wirbelbildung unterbinden.
Bei Omnibussen, die gemäß den Figuren eine Gepäckablage 10 unterhalb der Decke des Fahrgastraumes
aufweisen, ist es zum wirtschaftlichen Nutzen dessen Volumens besonders zweckmäßig, die Luftkanäle
3 gemäß F i g. 2 im wandseitigen Winkelraum zwischen der Gepäckablage 10 und der Decke anzuordnen.
Dieser Winkelraum ist für die Unterbringung von Gepäck durch die in Abhängigkeit von der Dachkrümmung
abnehmende Höhe ansonsten nicht wirtschaftlich nutzbar.
Die mittige Anordnung der Gebläse 6 im Fahrgastraum gewährleistet auch noch eine gleichmäßige Beschickung
des Fahrgastraumes mit Kühlluft, da sämtliche Luftkanäle 3 eine im wesentlichen gleiche Länge
aufweisen.
Bei Reiseomnibussen, die zum Einsatz in heißen Gegenden vorgesehen sind, kann es erforderlich sein, den
Luftdurchsatz derart zu steigern, daß die aus den Durchlaßöffnungen 7 oberhalb der Fenster ausströmende
Kühlluft von den Fahrgästen unangenehm empfunden wird. Um dies zu vermeiden, kann, wie in der
F i g. 2 linksseitig mit gestrichelten Linien eingezeichnet, die Umwälzluft auch im Bereich der Fenster angesaugt
werden. Das Ausblasen der gekühlten Luft erfolgt dann durch Durchlaßöffnungen 7a mit gleichmäßiger
Verteilung im Bereich des Durchganges zwischen den Sitzreihen, so daß selbst ein Luftdurchsatz von
über 5000 m3/h keine gesundheitsschädlichen oder unangenehmen
Einwirkungen auf die Fahrgäste ausübt. Wie in der F i g. 2 gleichfalls mit gestrichelten Linien
eingezeichnet, können ober- oder unterhalb des Fahrzeugdaches Luftkanäle 3a angeordnet sein, welche die
Verdampferelemente 4 aufzunehmen. Zum Erzielen des gewünschten hohen Luftdurchsatzes finden zweckmäßigerweise
Radialgebläse 6a Verwendung, welche die Luft an den Verdampferelementen 4 vorbei in den
Fahrgastraum pressen.
Die Radialgebläse 6a können an Unterteilungsstellen der Luftkanäle 3a im Mittelbereich des Fahrgastraumes
und/oder an dessen Enden mit entsprechender Zuordnung von Belüftern 5 angeordnet sein.
Die Erfindung ist mit beliebigen zweckdienlich erscheinenden konstruktiven Änderungen zu verwirklichen.
So ist beispielsweise die Anzahl der Verdampferelemente 4 den jeweiligen Einbauverhältnissen entsprechend
beliebig wählbar. Auch die Anzahl der Gebläse und deren Anordnung sowie Ausbildung kann von der
dargestellten Ausführungsform abweichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kühlanlage für Fahrzeuge des Personenverkehrs, insbesondere Omnibusse, mit im Bereich der
Decke des Fahrgastraums in dessen Längsrichtung angeordneten Luftkanälen, in denen Verdampfer
eines Kühlaggregats längsverlaufend angeordnet und durch Gebläseluft beaufschlagbar sind, d a durch
gekennzeichnet, daß die Luftkanäle (3) mit entlang des Fahrgastraums in den letzteren
sowohl oberhalb der Fenster als auch oberhalb eines Mittelgang zwischen Sitzreihen mündenden
Durchlaßöffnungen (7, 7a) für die Gebläseluft ausgebildet und die Verdampferelemente jeweils zumindest
in ihrem mittleren Längsbereich in sich an den Durchlaßöffnungen eines zugeordneten Kanalabschnitts
vorbeierstreckende Einzelelemente (4) unterteilt sind.
2. Kühlanlage nach Anspruch 1, mit zwischen der Decke des Fahrgastraums und Gepäckablagen des
letzteren angeordneten Luftkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftkanäle (3) jeweils in
einem der beiden durch die Deckenkrümmungen für die Ablage von Gepäck toten, wandseitigen
Winkelräume zwischen jeder der Gepäckablagen (10) und der Fahrzeugdecke angeordnet sind.
3. Kühlanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampferelemente (4) im zugeordneten
Luftkanal (3) von dessen fensterseitigen Durchlaßöffnungen (7) her in Richtung zu den mittelgangseitigen
Durchlaßöffnungen (7a) durch die Gebläseluft beaufschlagt sind.
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