DE1580079C - Betätigungseinrichtung fur den Antrieb und die Bremsen eines vierradgetnebenen Fahrzeuges - Google Patents
Betätigungseinrichtung fur den Antrieb und die Bremsen eines vierradgetnebenen FahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungseinrichtung für den Antrieb und die Bremsen eines
vierradangetriebenen Fahrzeuges, insbesondere eines Schaufelladers, wobei im Antrieb ein durch druckmittelbetätigte
Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen geschaltetes Wende- und/oder Wechselgetriebe
vorgesehen ist und in den Betätigungskreis der Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen ein
Ventil eingeschaltet ist, das an den Betätigungskreis für die Bremsen der Treibräder so angeschlossen ist,
daß beim Betätigen der Bremsen der Betätigungskreis für die Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen
unterbrochen wird und in dem zum Ventil für die Unterbrechung des Betätigungskreises der
Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen führenden Zweig des Betätigungskreises der Bremsen ein willkürlich
schaltbarer Umschalter vorgesehen ist, durch den der zum Ventil führende Zweig des Betätigungskreises der Bremsen abschaltbar ist und wobei der
Antrieb der lenkbaren Treibachse vom Wende- und/ oder Wechselgetriebe aus willkürlich abschaltbar ist.
Es ist eine Betätigungseinrichtung vorgenannter Art bekannt (Betriebsanleitung TL 20 D Allis-Chalmers),
bei der der Umschalter willkürlich durch einen Handhebel betätigbar ist. Der Umschalter ermöglicht
es dem Bedienungspersonal, bei Straßenfahrt das Ventil für die Unterbrechung des Betätigungskreises
der Schaltkupplungen vom Betätigungskreis der Bremsen abzuschalten, so daß nach erfolgter Abschaltung
des Ventils bei Betätigung des Bremspedals neben der Radbremsung eine getrennte Motorbremsung
erfolgt. Nachteilig bei dieser Betätigungseinrichtung ist, daß beim Überwechseln vom Ladeeinsatz,
der, begründet durch die Ladetechnik, in den niedrigen Gangstufen mit Folgeschaltung von Schaltkupplungen
und Radbremsen erfolgt, auf Straßenfahrt eine Betätigung des Umschalters unterbleiben
kann. Hinzu kommt, daß außer einer Betätigung des Umschalters bei Überwechseln auf Straßenbetrieb
eine Abschaltung der lenkbaren Treibachse aus Gründen der Verkehrssicherheit erfolgen soll. Unterbleibt
das Umschalten des Umschalters beim Überwechseln auf Straßenfahrt, so stellt dies eine Verkehrsgefährdung
dar, da bei einer ausschließlichen Radbremsung in langen abschüssigen Hängen die Antriebsmaschine
infolge Trennung des Kraftflusses im Getriebe nicht mehr mit zur Bremsung herangezogen
wird. Es besteht somit die Gefahr, daß eine Überhitzung der Bremsen eintritt, da diese die gesamte
Bremsleistung über einen sehr langen Zeitraum übernehmen müssen. Dies ist insbesondere dann bedenklich,
wenn das Fahrzeug als Zugfahrzeug dient und die aufzubringende Bremsleistung hierdurch wesentlich
vergrößert wird.
Ausgehend von diesem bekanntgewordenen Stand der Technik, ist es Aufgabe der Erfindung, eine Betätigungseinrichtung
der vorausgesetzten Gattung unter Anwendung baulich einfacher Mittel dahingehend
zu verbessern, daß für den Betrieb des Fahrzeuges im Straßenverkehr eine weitgehende Unfallsichcrheit
bei gleichzeitiger Bedienungserleichterung gegeben ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Umschalter an das mechanische oder
Druckmittelgestänge zum Abschalten der lenkbaren Treibachse so angeschlossen ist, daß beim Abschalten
der lenkbaren Treibachse der Umschalter zwangsweise in die den zum Ventil führenden Zweig des
Betätigungskreises der Bremsen abschaltende Stellung geschaltet wird. Bei einer solchen Betätigungseinrichtung
ist eine Fehlbedienung des Umschalters beim Betrieb des Fahrzeuges im Straßenverkehr ausgeschlossen,
da das Bedienungspersonal bei unterbliebener Abschaltung der lenkbaren Treibachse
infolge des unterschiedlichen Lenkverhaltens sofort bemerkt, ob eine Abschaltung der lenkbaren Treibachse
vom Antrieb durchgeführt ist. Dabei ist es für
ίο die Schaffung einer zeitweisen Übersteuerungsmöglichkeit
zweckdienlich, wenn in das mechanische Gestänge zwischen dem Umschalter und dem mechanischen
Gestänge für die Zu- und Abschaltung der lenkbaren Treibachse ein in beiden Bewegungsrichtungen
elastisches Glied eingeschaltet ist. Eine solche Lösung hat zudem den Vorteil, daß eine Sicherung
des Stellzeuges gegenüber einer Uberbeanspruchung vorhanden ist.
Erfolgt die Zu- und Abschaltung der lenkbaren
ao Treibachse mittels einer druckmittelbetätigten Kupplung, so ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
daß zum Schalten des Umschalters ein Druckmittelgestänge vorgesehen ist, das an den Betätigungskreis
der druckmittelbetätigten Kupplung für das Zu- und Abschalten der lenkbaren Treibachse
angeschlossen ist und einen Schließkörper des Umschalters im Öffnungssinne belastet.
Zur Schaffung eines im Aufbau einfachen Umschalters ist gemäß der Erfindung ferner vorgesehen,
daß der Umschalter zwei im SchlieBsinne von einer Feder belastete und voneinander unabhängig betätigbare
Schließkörper aufweist, von denen der eine durch ein mittels eines Handhebels verstellbares Gestänge
und der andere durch den das mechanische oder hydraulische Gestänge zum Zu- und Abschalten der
lenkbaren Treibachse verstellbaren Handhebel betätigbar ist, wobei die hinter den von den beiden
Schließkörpern beherrschten Ventilsitze befindlichen Räume über einen gemeinsamen Kanal mit der zu
dem den Druckabfall in den Schaltkupplungen und/ oder Schaltbremsen des Wende- und/oder des Wechselgetriebes
steuernden Ventil führenden Leitung verbunden sind. Um bei einer mechanischen Kupplung
des Schaltgestänges mit dem diesem zugeordneten Schließkörper einen geringen Öffnungsweg desselben
zu erzielen, ist es ferner vorteilhaft, daß in dem an das Gestänge für die Zu- und Abschaltung der lenkbaren
Treibachse angeschlossenen Gestänge für die Betätigung des Umschalters ein nur in öffnungsrichtung
kraftschlüssiges Glied vorgesehen ist, das nur in Öffnungsrichtung auf den zugeordneten Schließkörper
einwirkt.
In den Zeichnungen sind in der nachfolgenden Beschreibung näher erläuterte Ausführungsbeispiele
der Betätigungseinrichtung nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt
A b b. 1 eine schematische Darstellung einer Betätigungseinrichtung
gemäß der Erfindung mit einem mechanischen Gestänge zwischen dem Gestänge zur Zu- und Abschaltung der lenkbaren Treibachse und
dem Umschalter,
A b b. 2 in Abwandlung zu A b b. 1 einen Umschalter in Ventilbauart, der in Öffnungsrichtung der Ventile
kraftschlüssig einerseits mit dem Gestänge für die willkürliche Betätigung des Umschalters und andererseits
kraftschlüssig mit dem an das Gestänge für das Zu- und Abschalten der lenkbaren Treibachse angeschlossenen
Gestänge gekuppelt ist,
Abb. 3 in Abwandlung zu Abb. 2 einen Um- kuppelt ist, der in einer Kulisse 34 geführt ist. Die
schalter, dessen Betätigung mittels eines Druckmittel- Kulisse 34 weist eine Aussparung 35 auf, in der der
gestänges erfolgt. Handhebel 33 in seiner linken Endlage verriegelbar
Die in A b b. 1 schematisch dargestellte Betäti- ist. Der Schieber 31 ist weiterhin über ein Gestänge
gungseinrichtung des Antriebes und der Bremsen 5 36 mit einem zweiarmigen, am Gehäuse 6 schwenkeines
vierradgetriebenen Schaufelladers weist eine bar gelagerten Hebel 37 gekuppelt, an dessen unterem
Antriebsmaschine 1 auf, die mit einem durch hydrau- Ende eine Schaltstange 38 angelenkt ist. Diese greift
lisch betätigte Schaltkupplungen oder Schaltbremsen ihrerseits in einen Klauenring 39 ein, der auf einem
schaltbaren Wendegetriebe 2 gekuppelt ist. Das Mitnehmerring 40 geführt ist. Der Mitnehmerring 40
Wendegetriebe 2 weist einen bleibend kraftschlüssig io sitzt auf einer einerseits im Gehäuse 6 gelagerten Abmit
der Antriebsmaschine verbundenen Nebenantrieb triebswelle 41, die mit der nicht dargestellten hinteauf,
von dem eine Ölpumpe 3 angetrieben wird, die ren lenkbaren Reibachse bleibend kraftschlüssig veran
einer Stirnwand 4 des Wendegetriebes 2 ange- bunden ist. Die Abtriebswelle 41 lagert andererseits
flanscht ist. Dem Wendegetriebe 2 ist ein durch hy- in einer vorderen Abtriebswelle 42, die bleibend
draulisch betätigte Schaltkupplungen oder Schalt- 15 kraftschlüssig mit der nicht dargestellten und nicht
bremsen schaltbares Wechselgetriebe 5 nachgeschal- lenkbaren vorderen Treibachse des Schaufelladers getet.
Am Gehäuse 6 des Wechselgetriebes 5 ist ein der kuppelt ist. Die Abtriebswelle 41 wird über Zahn-Steuerung
der hydraulisch-betätigten Schaltkupplun- räder 43 und 43 a des Wechselgetriebes 5 angetrieben,
gen oder Schaltbremsen des Wendegetriebes 2 und Die Abtriebswelle 42 weist auf ihrer linken Endseite
des Wechselgetriebes5 dienendes Steuergerät? an- so gleichfalls einen Mitnehmerring44 auf, der mittels
geflanscht. Das Steuergerät 7 weist einen Steuer- des Klauenringes 39 durch Verlagerung desselben mit
schieber 8 zur Steuerung der Schaltkupplungen oder Hilfe der Schaltstange 38 mit dem Mitnehmerring 40
Schaltbremsen des Wechselgetriebes und einen Steuer- gekuppelt wird. Das obere Ende des zweiarmigen
schieber 9 zur Steuerung der Schaltkupplungen oder Hebels 37 ist über eine Stange 45 mit einem ortsfest
Schaltbremsen des Wendegetriebes auf. Am Steuer- 25 gelagerten Handhebel 46 gekuppelt, der in einer
schieber 8 ist eine Schaltstange 10 befestigt, die über Kulisse 47 geführt ist und in dieser sowohl in seiner
einen Winkelhebel 11 mit einer Schaltstange 12 ge- rechten als auch linken Endlage verriegelbar ist. In
kuppelt ist, welche endseitig an einem Schalthebel 13 das Gestänge 36 zwischen dem Schieber 31 und dem
angelenkt ist. Der Schalthebel 13 lagert in einem Hebel 37 ist ein in beiden Richtungen elastisches
Schaltrohr 14, welches um seine Längsmittelachse in 30 Glied 48 eingeschaltet, das aus zwei innerhalb eines
einem begrenzten Winkel schwenkbar an einer Lenk- Rohres gehaltenen Federn 49 und 50 und einem
säule 15 gelagert ist. Das untere Ende des Schalt- zwischen diesen angeordneten Mitnehmer 51 besteht,
rohres 14 weist einen einarmigen Hebel 16 auf, an der an den zum Hebel 37 führenden Teil des Gedem
eine Schaltstange 17 angelenkt ist, die mit ihrem stänges 36 angeschlossen ist.
anderen Ende mit dem Steuerschieber 9 gekuppelt 35 Der Umschalter 30 steht über eine Leitung 51 α mit
ist. Die Schaltung des Steuerschiebers 9 von Vorwärts- einem durch ein Pedal 52 betätigtes Bremsventil 53 in ■
auf Rückwärtsfahrtstellung des Wendegetriebes er- Verbindung, das mit seinen Anschlüssen 54 und 55
folgt durch eine Schwenkung des Schalthebels 13 um an eine Druckluft führende Leitung 56 angeschlossen
die Längsmittelachse der Lenksäule 15 entgegen dem ist. Die Leitung 56 wird von einem fortwährend von
Uhrzeigersinn. Hiergegen wird die Schaltung der Ge- 40 der Antriebsmaschine 1 angetriebenen Kompressor
schwindigkeitsstufen des Wechselgetriebes 5 durch 57 versorgt. In die Leitung 56 ist ein Speicher 58 und
vertikales Schwenken des Schalthebels 13 bewirkt. ein Druckminderventil 59 eingebaut. Vom Brems-
Die in der Abb. 1 mit I bis III bezeichneten Schalt- ventil 53 wird beim Betätigen des Pedals 52 über den
Stellungen des Schalthebels 13 zeigen die Geschwin- nicht dargestellten Steuerschieber eine Verbindung
digkeitsstufen des Wechselgetriebes an. 45 zwischen der Leitung 56 und der Leitung 51a sowie
Das zur Steuerung des Wechselgetriebes 5 von der einer mit dem Hauptbremszylinder 60 in Verbindung
ölpumpe 3 über eine Ansaugleitung 18 geförderte öl stehenden Leitung 61 geschaffen, so daß ih der gewird
einem Mengenteiler 19 zugeführt, von dem das zeigten Stellung der Schieber 23 des Ventils 22 mit
überschüssige öl über eine Äblaufleitung 20 in den Druckluft beaufschlagt wird. Hierdurch wird die Leiölsumpf
des Wendegetriebes 2 zurückfließt. An den 50 rung 21 gegenüber der Leitung 25 durch den Schieber
Mengenteiler 19 ist über eine Leitung 21 ein den ge- 23 gesperrt. Dies hat einen" Druckabfall in den einsamten
Druckmittelaufbau des Wechselgetriebes 5 be- geschalteten Schaltkupplungen des Wechsel- und des
herrschendes Ventil 22 angeschlossen, dessen als Wendegetriebes zur Folge, womit der Kraftfluß zu
Kolben ausgebildeter Schieber 23 in seiner Neutral- den Treibachsen unterbrochen wird. Da beim Betätistellung
über eine Ringnut 24 die Leitung 21 über 55 gen des Pedals 52 eine gleichzeitige oder nachfolgende
eine Leitung 25 mit dem Steuergerät 7 des Wende- Beaufschlagung des Hauptbremszylinders 60 mit
und des Wechselgetriebes 2 und 5 verbindet. Der Druckluft erfolgt, wird vom Bremszylinder 62 Brems-Schieber
23 des Ventils 22 ist auf seiner linken Seite flüssigkeit in die Bremsleitungen 63 und 64 verdrängt,
von einer Feder 26 belastet, die ihn in Neutralstel- die an Radbremszylinder 65 der Vorderradbremsen
lung hält. Der die Feder 26 des Ventils 22 aufneh- 60 und die Zylinder 66 der Hinterradbremsen angemende
Ventilraum steht zwecks Entlastung desselben schlossen sind, so daß eine Bremsung des Fahrzeuges
über eine Leitung 27 mit der drucklosen Ablauf- bei unterbrochenem Antrieb stattfindet,
leitung 20 in Verbindung, an die ebenfalls eine Ab- Wird bei der vorbeschriebenen Betätigungseinrichlaufleitung 28 des Steuergerätes 7 angeschlossen ist. tung der Handhebel 46 in seine rechte Endlage ge-Der rechte Ventilraum des Ventils 22 steht über eine 65 schwenkt und damit mittels des Klauenringes die hin-Leitung 29 mit einem als Drehschieber ausgebildeten tere lenkbare Treibachse abgeschaltet, was beim Umschalter 30 in Verbindung, dessen Schieber 31 Übergang vom Arbeitseinsatz auf Straßenfahrt geiiber ein Gestänge 32 mit einem Handhebel 33 ge- schieht, so wird über das Gestänge 36 der Schieber 31
leitung 20 in Verbindung, an die ebenfalls eine Ab- Wird bei der vorbeschriebenen Betätigungseinrichlaufleitung 28 des Steuergerätes 7 angeschlossen ist. tung der Handhebel 46 in seine rechte Endlage ge-Der rechte Ventilraum des Ventils 22 steht über eine 65 schwenkt und damit mittels des Klauenringes die hin-Leitung 29 mit einem als Drehschieber ausgebildeten tere lenkbare Treibachse abgeschaltet, was beim Umschalter 30 in Verbindung, dessen Schieber 31 Übergang vom Arbeitseinsatz auf Straßenfahrt geiiber ein Gestänge 32 mit einem Handhebel 33 ge- schieht, so wird über das Gestänge 36 der Schieber 31
entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, was eine Absperrung der Leitung 39 gegenüber der Leitung 51a
zur Folge hat. Dabei wird gleichfalls die Leitung 29 durch den Schieber 31 gegenüber der Atmosphäre
entlüftet, so daß sichergestellt ist, daß der Schieber 23 des Ventils 22 von der vorbeschriebenen Abschaltstellung
in die Neutralstellung zurückkehrt und das Steuergerät 7 wieder mit der ölpumpe 3 verbindet.
Erfolgt in dieser Stellung eine Betätigung des Bremspedals 52, so werden hierbei nur die Radbrems- ι ο
zylinder 65' und 66 der Bremsen mit Bremsflüssigkeit beaufschlagt, und der Kraftfluß zwischen der Antriebsmaschine
und der vorderen Treibachse bleibt erhalten, da die eingeschalteten Schaltkupplungen des
Wende- und des Wechselgetriebes 2 und 5 fortwährend mit Druckmittel versorgt werden.
In A b b. 2 ist ein in Ventilbauart ausgeführter Umschalter 67 mit seinem Anschluß 68 an die Leitung
51a und mit seinem Anschluß 69 an die Leitung 29 angeschlossen. Der Umschalter 67 weist zwei als
Ventilkegel ausgebildete Schließkörper 70 und 71 auf, die mittels einer beide zugleich belastenden Feder
72 in Schließstellung gehalten werden. Die Räume 73 bzw. 74 hinter den von den beiden Schließkörpern 70
und 71 beherrschten Ventilsitzen sind über einen Kanal 75 miteinander verbunden, der mit dem Anschluß
69 in Verbindung steht. An einem Stößel 76 des Schließkörpers 70 liegt kraftschlüssig ein zum
Handhebel 33 führendes Gestänge 77 an, durch dessen Verlagerung entgegen dem Uhrzeigersinn ein
Abheben des Schließkörpers 70 von seinem Ventilsitz möglich ist und wodurch eine Verbindung zwischen
der Leitung 51a und der Leitung 29 hergestellt "wird. Der Schließkörper 71 weist ebenfalls einen
Stößel 78 auf und wird bei Verlagerung der Stange 45 mittels des Handhebels 46 zum Einschalten der
lenkbaren Treibachse für den Arbeitseinsatz über ein Gestänge 79 von seinem Ventilsitz abgehoben, so
daß ebenfalls eine Verbindung zwischen der Leitung 51a und der Leitung 29 eintritt. Dabei ist die Wirkungsweise
des Umschalters in bezug auf die Steuerung des Fahrzeugantriebes die gleiche wie zu
A b b. 1 bereits beschrieben.
In Abb. 3 ist an den Umschalter 67 ein hydraulisches
Gestänge 80 angeschlossen, das einen Stellzylinder 81 und einen Kolben 82 enthält, der auf den
Stößel 78 des Schließkörpers 71 einwirkt. Der Stell-.
zylinder 81 des hydraulischen Gestänges 80 ist hierbei über eine Leitung 83 mit einem Steuergerät 84
verbunden, das über eine Leitung 85 unter Umgehung des in A b b. 1 beschriebenen Ventils 22 an
die Leitung 21 angeschlossen ist. Dabei ist das Steuergerät 84 mit einem Steuerschieber 86 versehen, der
der Steuerung des über die Leitung 85 zufließenden Druckmittels zu einer nicht dargestellten hydraulischbetätigten
Lamellenkupplung zur Verbindung der Abtriebswellc 41 mit der Abtriebswelle 42 dient, so
daß die Ein- oder Ausschaltung der lenkbaren Treibachse unter Last erfolgen kann. Hierbei ist die Verbindung
der Leitung 83 mit der Leitung 85 des Steuergerätes 84 so getroffen, daß bei Straßenfahrt,
d. h. ausgeschalteter Lamellenkupplung zwischen den Abtriebswellen 41 und 42 der Stcllzylinder 81 mit der
drucklosen Leitung 28 verbunden ist, so daß beim Betätigen des Pedals 52 bei nicht unterbrochenem
Antrieb, wobei eine Bremsung durch die Antriebsmaschine möglich ist, eine Radbremsung während der
Straiknfahrt stattfindet.
Claims (5)
1. Betätigungseinrichtung für den Antrieb und die Bremsen eines vierradgetriebenen Fahrzeuges,
insbesondere eines Schaufelladers, wobei im Antrieb ein durch druckmittelbetätigte Schaltkupplungen
und/oder Schaltbremsen geschaltetes Wende- und/oder Wechselgetriebe vorgesehen ist
und in den Betätigungskreis der Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen ein Ventil eingeschaltet
ist, das an den Betätigungskreis für die Bremsen der Treibräder so angeschlossen ist, daß
beim Betätigen der Bremsen der Betätigungskreis für die Schaltkupplungen und/oder Schaltbremsen
unterbrochen wird und in dem zum Ventil für die Unterbrechung des Betätigungskreises der Schaltkupplungen
und/oder Schaltbremsen führenden Zweig des Betätigungskreises der Bremsen ein willkürlich schaltbarer Umschalter vorgesehen ist,
durch den der zum Ventil führende Zweig des Betätigungskreises der Bremsen abschaltbar ist
und wobei der Antrieb der lenkbaren Treibachse vom Wende- und/oder Wechselgetriebe aus willkürlich
abschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Umschalter (30 bzw. 67) an das mechanische oder Druckmittelgestänge (Hebel
37 bzw. hydraulisches Gestänge 80) zum Abschalten der lenkbaren Treibachse so angeschlossen
ist, daß beim Abschalten der lenkbaren Treibachse der Umschalter (30 bzw. 67) zwangsweise
in die den zum Ventil (22) führenden Zweig des Betätigungskreises der Bremsen abschaltende-Stellung
geschaltet wird.
2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das mechanische
Gestänge (36) zwischen dem Umschalter (30) und dem mechanischen Gestänge (Hebel 37) für die
Zu- und Abschaltung der lenkbaren Treibachse ein in beiden Bewegungsrichtungen elastisches
Glied (48) eingeschaltet ist.
3. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Zu- und Abschaltung der lenkbaren Treibachse
mittels einer druckmittelbetätigten Kupplung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Schalten des Umschalters (67) ein Druckmittelgestänge (hydraulisches Gestänge 80) vorgesehen
ist, das an den Betätigungskreis der druckmittelbetätigten Kupplung für das Zu- und Abschalten
der lenkbaren Treibachse angeschlossen ist und einen Schließkörper (71) des Umschalters (67) im
Öffnungssinne belastet.
4. Betätigungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Umschalter (67) zwei im Schließsinne von einer Feder (72) belastete und voneinander unabhängig
betätigbare Schließkörper (70 und 71) aufweist, von denen der eine (70) durch ein mittels
eines Handhebels (33) verstellbares mechanisches Gestänge und der andere (71) durch den das mechanische
oder hydraulische Gestänge zum Zu- und Abschalten der lenkbaren Treibachse verstellenden
Handhebel (46) betätigbar ist, wobei die hinter den von den beiden Schließkörpern beherrschten
Ventilsitze befindlichen Räume (73 und 74) über einen gemeinsamen Kanal (75) mit
der zu dem den Druckabfall in den Schaltkupplungen und oder Schallbrenisen des Wende- und/
oder des Wechselgetriebes (2 und 5) steuernden Ventil (22) führenden Leitung (29) verbunden
sind.
5. Betätigungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem an das Gestänge für die Zu- und Abschal-
tung der lenkbaren Treibachse angeschlossenen Gestänge (78, 79 bzw. 78, 82) für die Betätigung
des Umschalters (67) ein nur in Öffnungsrichtung kraftschlüssiges Glied (Stößel 78) vorgesehen ist,
das nur in Öffnungsrichtung auf den zugeordneten Schließkörper (71) einwirkt.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
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