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Fahrzeugkran mit Radantrieb durch einen auf dem Ober- oder und Unterwagen
angeordneten Motor Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugkran, dessen
Radantrieb vorwiegend durch einen -auf dem Oberwagen angeordneten Motor aus erfolgt,
indem .der Antrieb durch dieDr-eh- oder Schwenkmitte des Kranes geführt wird. Der
Motor liegt vorzugsweise neben dem Steuerstand des Kranes und wird an die Vertikalwelle
im Kugeldrehkranz mit Verzahnung über eine Turbokupplung,@ein-Mehrgängschaltge.triebe
und Gelenkwelle mit Kegelradgetriebe angeschlossen. Bekannt sind Antriebe für die
Vorder- und Hinterräder eines Motorfahrzeuges (deutsche PS 926 344), bei denen die
von einem über der Vorderachse liegenden Motor kommende Antriebswelle meinem Verteiler
endet, von dem aus Gelenkwellen zu den Differentialen in den Antriebsachsen der
Vorderachse und der beiden Hinterachsen führen. Das Verteilergetriebe ist am Fahrzeugrahmen
befestigt und ist in Sonderheit mit einer von Hand. zu schaltenden Schaltstange
mit Schaltgabel und Anschlag ausgestattet, um bei Vorwärtsfahrt einen unbeabsichtigten
Eingriff der Kupplung für Rückwärtsantrieb zu verhindern. Die Gelenkwellen liegen
unterhalb des Fahrgestelles und verlaufen. für die Hinterräder mittig und für die
Vorderachse etwas neben der Längsmitte des Fahrzeuges. Nicht vorgesehen sind seitlich
liegende längs dem Fahrgestell verlaufende Antriebswellen und Schaltgetriebe an
den Rädern. Bekannt ist weiter ein Mehrzweckkraftfahrzeug mit Allradantrieb vorzugsweise
für landwirtschaftliche Zwecke (deutsche PS 943 744)a deceen Motor quer am rahrzeugrahmen
hinter dem Lenkrad angeordnet ist. An den Motor ist ein Wechselgetriebe samt .Umkehrgetriebe
angeschlossenƒ 2s folg` in Längsmitte liegend ein Ausgleichgetriebe, von
dem aus über Querwellen und Bremstrommeln sowie Kegelgetriebe Lngt@re@.@.caaa
die zu -beiden Seiten des Fahrzeugrahmens außen verlegt
sind, angetrieben
werden. Diese hängswellenführen zu Gehäusen an den Radachsen, in denen je ein Kegelgetriebe
mit einer Schnecke für das Schneckenrad der Radachse untergebracht ist. Vorgesehen
sind noch Abtriebe für landwirtschaftliche Geräte wie .talken, Seiltrommel und dgl..
Es ist ein hangsamfahrzeug, wie es eben für landwirtschaftliche Zwecke besonders
geeignet ist. Es fehlen aber die zweiten Ausgleichgetriebe für Vorder- und Hinterräder,
sowie die Gangschaltungen an den Widern. . Keine dieser vorbekannten Konstruktionen
erfüllt die Bedingungen, die an die Fahrantriebe von neuzeitlichen schnellfahrenden
Mobilkranen gestellt werden, deren-Fahrer- bzw. granfährersitz im drehbaren Teil.
angeordnet ist.
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Die besonderen Probleme, die bei den Fahrantrieben für schnellfahrende
Mobilkrane berücksichtigt werden müssen, sind u. a. folgendes 1) Verdreh- und biegesteifes,
dennoch leichtes Fahrgestell, was durch einen möglichst großen Kastenquerschnitt,
der nicht unterbrechen ist, erreieht.wird.
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2) Einzeln am Rahmen aufgehängte Räder sollen. sowohl nach außen.
zur Spurerweiterung quer zum Rahmen, als auch zur Absenkung des Schwerpunktes des
gesamten Kranes verstellt werden können, wobei die Räder jedoch gleichzeitig angetreten
und mindestens zwei Räder noch zusätzlich gelenkt werden müssen.
| 3) Der Antrieb von Mobilkranen erfolgt mit Rücksicht auf den
Kraft- |
| bedarf und die Bedienung überwiegend vom drehbaren Teil aus, |
| sodaß die Antriebswellen durch die Drehmitte des Kranes geführt |
| werden muH, wodurch der Anordnung der Fahrtriebwerke im Zusammen- |
| hang mit obigen Punkten gewisse Grenzen gesetzt.aind. |
| 4) Da die Leistung dea Antriebsmotors im Oberwagen für
den Fahr- |
| antrieb in vielen Fällen nicht ausreicht und es zweckmäßig
ist, |
| auch: die größere Leistung durch die Mitte des Kranes
zu führen, |
| werden zusätzlichNotorens die nur das Fahrwerk mittreib-en,
in |
| oder am Fahrgestell angeordnet, die jedoch aus Zweckmäßigkeits- |
| gründen ebenfalls in die vorhandenen Triebwerke,
die die Kraft |
schon vom: Oberwagen herleiten und verteilpei, direkt eingreifen
sollen. Der Anordnung der Motoren sind bei möglichst einfacher Kraftführung ebenfalls
Grenzen gesetzt. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Forderungen
zu erfüllen, wobei hinzukommt, daß Reitgehend vereinheitlichte Bauteile verwendet
werden, damit es möglich ist, Geräte verschiedener Tragfähigkeiten und Leistungen
für verschiedenste Einsätze zu erstellen.
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Diese Aufgabe wird durch die Kombination folgender, an sich bekannter
Merkmale gelöst. Es werden bei einem Fahrzeugkran, bei dem wenigstens ein Radantrieb
durch die Drehmitte oder Schwenkmitte des Kranes vom drehbaren oder schwenkbaren
Teil geführt ist, erfindungsgemäß folgende Maßnahmen getroffen.
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1) Unterhalb der Plattform erhält ein Differentialgetriebe zum Ausgleich
der Drehzahldifferenzen zwischen den Rädern der linken. und rechten Seite des Unterwagens
als erstes Ausgleichsgetriebe den Antrieb vom:Matcr im Oberwagen, durch die Drehmitte
des Kranes.
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2,) An dieses Differentialgetriebe schließen sich nach beiden Seiten
Querwellen zu außen am Rahmen angeordneten Kegelradgetrieben an, mit je einem Differentialgetriebe.
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3) Von hier aus führen außen längs des Rahmens verlaufende teleskopische
Gelenkwellen zu den einzelnen Rädern, die jedes für sich an Querlenkern am Rahme.
aufgehängt sind.
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Damit entsteht eine Gesamtanordnung, die in ihrer Grundform beim Einmotoren-
und Allradantrieb eine H-Form, bei Mehrmotorenantrieb eine Doppel-H-Form ergibt,
die nachstehend ausführlich beschrieben werden soll: Vorteilhaft hat jedes Rad einen
Antrieb in einem Gehäuse im::Radinnern, wobei an das Gehäuse ein Kegelradantrieb
angesetzt ist.
Die mittleren drei Kegelradgetriebe mit ihren Differentialen
sind miteinander über Verbindungsgehäuse zu einer Einheit verschraubt, die damit
einfacher unter dem Unterwagenrahmen des Kranes angeschraubt werden können, wobei
die Verbindungswellen der Getriebe starr sein können, d. h. z. B. Gelenkwellen entbehrlich
sind.
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Am ersten Differential bzw. Kegelradgetriebe können weitere Antriebsritzel
vorgesehen werden, die jeweils etwa 90o zum ersten Differential bzw. zur Senkrechten
einander gegenüberliegend angeordnet sind, um einen zweiten oder dritten Motor,
die in oder auf dem Fahrzeugrahmen befestigt sind, anschließen zu könne..
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Die Übersetzungen bzw. Untersetzungen der Kegelgetriebe und Differentiale
sind so aufeinander abgestimmt, daß die Ausgangsdrehmomente weitgehend den Eingangsdrehmomenten
entsprechen. Werden mehrere Motoren angeschlossen, so werden das erste Kegelradgetriebe
und Differential so ausgelegt, daß die Untersetzungen dem zusätzlichen Drehmoment.angepaBt
sind.: Die Differentiale und ihre Kegelgetriebe sind weitgehend gleich. Ebenso werden
die Schaltorgane zur Geländestufe in den vorbesprochenen Gehäusen an den Rädern
untergebracht, diese werden z. B. mit Druckluft im Stillstand geschaltet.: In den
beigefügten Zeichnungen sind: einige Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen
Figur 1 das Antriebsschema für ein Kranfahrgestell mit 2 Achsen,-Figur 2 das Antriebsschema
für ein Fahrgestell mit 3 Achsen, Figur 3 ein solches mit unabhängigem Antrieb der
Vorder-und Hinterachse.
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In den Zeichnungen stellen dare 1 Einzelradanerieb mit Bremse
Z 2 Zahnradketriebe :-3 Kegelradgetriebe mit Stirnradgohaltgetriebe -Gelenkwelle
mit Doppelgelenken 5 Kegelraduntereetzungsgetriebe mit .Kegalradauegleichgetriebe
-Verbindungswelle 7 Innenbackenbr®mee -
8 - 12 Einzelradantrieb
-13 - 14 Kegelrad-Untersetzungsgetriebe mit Ausgleiohgetriebe 15:
- 16 Antriebe- durch Weitere Motoren -17, 18 Wandler 19, 2o Untergetzungsgetriebe
-21, 22 Gelenkwellen -23 Kegelraduntersetzungsgetriebe -24 Gelenkwellen -25 Verbindungswellen.
Der Antrieb von oben z. H. vom Oberwagen des Kranes durch die Drehplattform wirkt
zunächst auf das Kegelrad-Untersetzungsgetriebe 13 mit Differentialgetriebe ein,
alsdann über die Verbindungswellen 6 auf die K:egelraduntersetzungsgetriebe 5, 14
gleichfalls mit Differentialgetrieben. Von hier aus führen Gelenkwellen 4 zu den
Kegelradgetrieben 3 in Gehäusen an den Rädern 1'89.9,10, wobei die Radkörper ein
Untersetzungsgetriebe 2 -und Innenbackenbremsen 7 haben.
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Letztere sind: vorzugsweise am Radkörper angeordnet. Die Räder können
gelenkt oder nicht gelenkt sein.
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Hat das Fahrgestell 3 Achsen, wie gemäß Figur 2, so erhalten die zusätzlichen
Räder 11 und 12 ihre Antriebe über Gelenkwellen, die an die Antriebe der.
Räder 9 und 1o angeschlossen sind. Werden weitere Motoren 15, 16 vorgesehen,: so
treiben diese über Wandler 17918 sowie Untersetzungsgetriebe 19,20 und Gelenkwellen
21.22, zusätzlich das Getriebe 13 an.
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Ein unabhängiger Antrieb der Vorder- und Hinterräder ist in Figur
3 dargestellt. In diesem Fäll arbeiten die Motoren 15 und 16 über Wandler 17, 18,
Untersetzungsgetriebe 19,20, Gelenkwellen, 21,22 auf zwei Kegelraduntersetzungegetriebe
5, von denen Gelenkwellen 24 ausgehen' die die Ksgelraduntexsetzungsgetriebe 23
antreiben. Von hier aus erfolgt über diese vier Getriebe 23 der Antrieb der Räder
der Vorder- azw. Hinterachse oder Hinterachsen. Es können auch noch Verbindungswellen
25 zum Anschluß an den Antrieb von oben vorgesehen werden. _