DE1579043C2 - Hydraulische Formenschließeinrichtung für Spritzgießmaschinen - Google Patents
Hydraulische Formenschließeinrichtung für SpritzgießmaschinenInfo
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Description
2. Hydraulische Formenschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der kolbenstangenseitige Teil des Zylinderraumes
(6) in einen äußeren Öffnungsdruckraum (5) und einen inneren Speicherraum (7) unterteilt ist.
3. Hydraulische Formenschließeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Innere des Innenzylinders (13) als Druckmittelleitung (21) ausgebildet ist, die an ihrem dem
Austritt der rohrförmigen Kolbenstange (14) zugewandten Ende eine Verbindung (3') mit dem
Speicherraum (7) und an ihrem anderen Ende einen Austritt (3) aus dem Innenzylinder (13) besitzt.
4. Hydraulische Formenschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß. zum Schließen der Form der
Schließdruckraum (4), ■ der= - Öffnungsdruckraum
(5); sowie der Speicherraum (7) mit einer Niederdruck-Druckmittelzufuhr
(26) verbunden sind und daß beim Erzeugen des Formschließdruckes der Schließdruckraum (4) mit einer Hochdruck-Druckmittelzufuhr
(27) verbunden ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Formenschließeinrichtung für Spritzgießmaschinen
mit einer ortsfesten Widerlagerplatte, einer beweglichen Formenaufspannplatte und einem hydraulischen
Zylinder zum Schließen einer Form mit einem beidseitig beaufschlagbaren Kolben, wobei der Zylinder
mit der einen und die Kolbenstange des Kolbens mit der anderen der beiden Platten verbunden ist und wobei
der Zylinderraum auf der der Kolbenstange zugewandten Seite des Kolbens einen ringförmigen Öffnungsdruckraum
und auf der anderen Seite des Kolbens einen Schließdruckraum bildet, der mit einem
Druckmittelbehälter verbindbar ist. Der hydraulische Zylinder der Formenschließeinrichtung bewegt beim
öffnen und Schließen der Form die bewegliche Formenaufspannplatte hin und her und erzeugt bei geschlossener
Form den Formschließdruck, mit dem die beiden Formhälften gegeneinandergepreßt werden.
Man ist nun einerseits zur Erzielung hoher Leistungen der Spritzgießmaschinen bestrebt, die vorgenannten
Bewegungsvorgänge möglichst schnell, in möglichst kurzer Zeit und mit einem Minimum an
Energieaufwand und technischem Aufwand durchzuführen. Dieser Anforderung kommen Zylinderräume
mit kleinen Querschnitten entgegen, so daß das Füllvolumen der Zylinderräume, die in den Druckraum
des Zylinders einzuführende Menge an Hydraulikflüssigkeit und die aus dem drucklosen Zylinderraum
vom Kolben verdrängte und abzuführende Flüssigkeitsmenge relativ gering sind. Dementsprechend
können kleinere und weniger kostspielige Rohrleitungen, Armaturen, Schalt- und Steuerorgane, Pumpen
mit geringem Energiebedarf usw. verwendet werden. Andererseits wird die Anforderung gestellt, daß ein
hoher Formschließdruck erzeugt werden kann, der aus der beaufschlagten Kolbenfläche und dem Druck
der Flüssigkeit resultiert. Dieser Anforderung kommen daher Zylinderräume mit relativ großem Querschnitt
und einem entsprechend großen Füllvolumen sowie hohe Flüssigkeitsdrücke entgegen. Dies macht
aber das Umsteuern oder Umpumpen großer Flüssigkeitsmengen erforderlich und bedingt wegen der notwendigen
großen Rohrleitungsquerschnitte und wegen der hohen Drücke außerordentlich aufwendige
Schalt- und Steuerorgane, Pumpen usw. Die beiden vorstehend erläuterten Anforderungen erfordern also
einander widerstrebende, entgegengerichtete Maßnahmen.
Bei der bekannten, zumeist üblichen hydraulischen Formenschließeinrichtung für Spritzgießmaschinen der
eingangs genannten Art werden beim Schließen der Form die zu beiden Seiten des Kolbens liegenden Zylinderräume
miteinander sowie mit einer Niederdruckleitung verbunden, so daß sowohl die der Kolbenstange
abgewandte größere Kolbenfläche als auch die andere, um den Querschnitt der Kolbenstange
kleinere Kolbenfläche mit Niederdruck beaufschlagt wird. Infolgedessen bewegt sich der Kolben zum kolbenstangenseitigen
Ende des Zylinders hin, wobei die vom Kolben aus dem kolbenstangenseitigen Zylinderraum
verdrängte Flüssigkeit durch die Verbindung beider Zylinderräume unmittelbar in den der Kolbenstange
abgewandten Zylinderraum strömt, dem daher aus der Niederdruckleitung nur noch eine dem Volumen
der Kolbenstange entsprechende ölmenge zusätzlich zugeführt werden muß. Auf diese Weise kann
also mit einer relativ geringen ölmenge aus einer Niederdruckleitung und mit einem relativ niedrigen
Energieaufwand eine schnelle Schließbewegung er-' reicht werden. Bei geschlossener Form wird dann
durch eine Umsteuerung die Verbindung der beiden Zylinderräume getrennt, der kolbenstangenseitige Zylinderraum
wird mit einem Druckmittelablauf verbunden, und der andere Zylinderraum wird mit einer
Hochdruckleitung verbunden, so daß der Kolben zur Erzeugung des Formschließdruckes auf seiner der
Kolbenstange abgewandten Seite mit hohem Druck beaufschlagt wird. Auch hierfür wird nur eine sehr
geringe Flüssigkeitsmenge und ein Minimum an Leistung benötigt, da sich die Form bereits in der
Schließstellung befindet und infolgedessen der Hub des Kolbens sehr klein ist. Beim öffnen der Form
wird durch erneute Umsteuerung der kolbenstangenseitige Zylinderraum mit einer Niederdruckleitung und
der andere Zylinderraum mit einem Druckmittelablauf verbunden. Es muß also auf der einen Seite
das gesamte Flüssigkeitsvolumen zur Füllung des kolbenstangenseitigen Zylinderraums aus der Niederdruckleitung
zugeführt werden, während andererseits aus dem änderen Zylinderraum die gesamte Flüssigkeitsmenge
in den Pumpensumpf oder in einen Tank abfließt, so daß die Öffnungsbewegung eine relativ
große Förderleistung der Pumpe erfordert und langsam verläuft. Wolke man diesen Nachteil beheben,
müßte man größere Leitungsquerschnitte, erheblich aufwendigere Schalt- und Steuerorgane, Pumpen mit
größerer Leistung, höhere Flüssigkeitsdrücke usw. verwenden und den Nachteil dieses technischen Aufwandes
in Kauf nehmen.
Bei einer anderen bekannten, häufig angewendeten Formenschließeinrichtung sind Kolbenstange und
Kolben von der der Kolbenstange abgewandten Seite des Kolbens ausgehend mit einer axialen Bohrung
versehen. In dem Zylinderraum auf der der Kolbenstange abgewandten Seite des Kolbens ist ein. Rohr
fest angeordnet, das in die Bohrung der Kolbenstange hineinragt und auf dem Kolben und Kolbenstange bei
der Hin- und Herbewegung abgedichtet gleiten. Der das Rohr umgebende Zylinderraum ist über ein
Rückschlagventil mit einem oberhalb des Zylinders angeordneten ölbehälter verbunden. Beim Schließvorgang
wird aus einer Niederdruckleitung Flüssigkeit durch das Rohr in die Kolbenstangenbohrung geleitet,
so daß sich der Kolben zum kolbenstangenseitigen Ende des Zylinders hin bewegt. Aus dem die
Kolbenstange umgebenden Zylinderraum fließt die verdrängte Flüssigkeit ab, während der das Rohr umgebende
Zylinderraum auf der anderen Seite des Kolbens über das Rückschlagventil aus dem ölbehälter
Flüssigkeit ansaugt. Diese Anordnung ermöglicht es zwar, die Schließbewegung schnell und mit relativ geringem
Energieaufwand durchzuführen, da der Kolbenstangenbohrung nur eine geringe ölmenge aus der
Niederdruckleitung zugeführt wird. Die drucklos aus dem ölbehälter dem darunter angeordneten Zylinder
ίο zulaufende Flüssigkeit erfordert aber außerordentlich
große· Rohrleitungsquerschnitte und ein entsprechend großes Rückschlagventil, um innerhalb der kurzen
Zeit das relativ große Volumen des das Rohr umgebenden Zylinderraumes mit der drucklos zufließenden
und von dem Zylinderraum angesaugten Flüssigkeitsmenge zu füllen. Hiermit sind folgende Nachteile
verbunden: Nach Beendigung des Schließvorganges wird der das Rohr umgebende Zylinderraum zur Erzeugung
des Formschließdruckes mit einer Hoch-
ao druckleitung verbunden, wobei das Rückschlagventil
die Verbindungsleitung von dem Zylinderraum zum ölbehälter schließt. Infolge der außerordentlich großen
Leitungsquerschnitte und des hohen Öldruckes werden in dem Rückschlagventil enorme Kräfte wirk-
a5 sam, und es bedarf daher eines außerordentlich kräftigen
und teuren Rückschlagventils und entsprechender Leitungen und Armaturen. Beim öffnen der
Form wird der die Kolbenstange umgebende Zylinderraum mit einer Niederdruckleitung verbunden, so
daß zwar die Öffnungsbewegung schnell und mit einer geringen Menge zugeführter Druckflüssigkeit
. durchgeführt werden kann, jedoch müssen auch hierbei wieder große ölmengen aus dem das Rohr umgebenden
Zylinderraum verdrängt und in den ölbehälter zurückgeführt werden. Die großen Querschnitte
der Leitungen sowie der Schalt- und Steuerorgane und die Beherrschung der infolgedessen auftretenden
großen Kräfte erfordern ebenso sehr aufwendige und teure Mittel wie der erforderliche enorme Flüssigkeitsbehälter,
der eine sehr große Bauhöhe der Spritzgießmaschine bedingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden
und eine hydraulische Formenschließeinrichtung zu schaffen, die die eingangs beschriebenen Anforderungen
derart erfüllt, daß sowohl hohe Formenschließdrück'e erzeugt werden können, als auch mit einfachen,
billigen und zuverlässigen technischen Mitteln, mit kleinen zugeführten Druckflüssigkeitsmengen und
mit einem Minimum an Energieaufwand schnelle Schließ- und Öffnungsbewegungen ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird bei einer hydraulischen Formenschließeinrichrung
der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der
einen Platte ein Außenzylinder mit einem darin konzentrisch angeordneten Innenzylinder befestigt ist,
wobei in dem zwischen Außenzylinder und Innenzylinder gebildeten, im Querschnitt ringförmigen
So Zylinderraum ein ringförmiger Kolben angeordnet ist, auf dessen einer Seite der Zylinderraum den
Schließdruckraum bildet und an dessen anderer Seite eine rohrförmige kolbenstange angeordnet ist,
die an der anderen Platte befestigt ist und den kolbenstangenseitigen
Teil des Zylinderraums in den im Querschnitt ringförmigen. Öffnungsdruckraum und
einen ringförmigen Speicherraum unterteilt, und daß der Schließdruckraum, der Öffnungsdruckraum und
der Speicherraum mittels an sich bekannter Steuerorgane sowohl miteinander als auch mit Druckmittelquellen
verbindbar sind derart, daß während des Ausfahrens der rohrförmigen Kolbenstange zum
Schließen der Form der Schließdruckraum, der Offnungsdruckraum
und der Speicherraum miteinander sowie mit einer Druckmittelzufuhr verbunden sind,
wobei das aus dem Öffnungsdruckraum und aus dem Speicherraum vom ringförmigen Kolben verdrängte
Druckmittel unmittelbar dem Schließdruckraum zufließt, daß beim Erzeugen des Formschließdruckes
bei geschlossener Form der Schließdruckraum mit einer Druckmittelzufuhr und der Öffnungsdruckraum
sowie der Speicherraum mit einem Druckmittelablauf verbunden sind und daß ferner beim Einfahren der
rohrförmigen Kolbenstange zum Öffnen der Form der Öffnungsdruckraum mit der Druckmittelzufuhr und
der Schließdruckraum sowie der Speicherraum miteinander sowie mit dem Druckmittelablauf verbunden
sind, wobei aus dem Schließdruckraum vom ring-. förmigen Kolben verdrängtes Druckmittel unmittelbar
in den Speicherraum zurückfließt.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die Öffnungsund Schließbewegungen durch Zufuhr kleiner Druckflüssigkeitsmengen
außerordentlich schnell und mit geringstem Energieaufwand durchgeführt werden.
Die lediglich zur Füllung der Zylinderräume hin und her fließenden Flüssigkeitsmengen werden unter
Druck dem im Zylinder selbst gebildeten Speicherraum entnommen oder zugeführt, so daß ein separater
Flüssigkeitsbehälter mit der erforderlichen großen Volumen und der damit Verbundene konstruktive
Aufwand entfallen. Obwohl die vorgenannten, relativ großen Flüssigkeitsmengen unter Druck hin und her
fließen, durchströmen sie nicht die Pumpen, so daß kleine Pumpen mit verhältnismäßig geringen Förderleistungen
verwendet werden können. Hierdurch und durch die Vermeidung von Ansaugvorgängen -werden größere Strömungsgeschwindigkeiten und infolgedessen
die Verwendung kleiner Querschnitte in den Leitungen und Armaturen ermöglicht. Auf die
Schalt- und Steuerorgane wirken daher kleinere Kräfte ein. Die erfindungsgemäße Formenschließeinrichtung
ermöglicht insgesamt eine sehr wirtschaftliche Konstruktion.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Formenschließeinrichtung wird an Hand einer Zeichnung
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Formenschließeinrichtung im Längsschnitt
und in Seitenansicht,
F i g. 2 einen schematischen Schaltplan für die Formcnschließeinrichtung
nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist an der Widerlagerplatte25 der Spritzgießmaschine
ein Zylinderaggregat 10 befestigt^ das aus einem Außenzylinder 11 und einem darin konzentrisch
angeordneten Innenzylinder 13 besteht. In dem zwischen Außenzylinder 11 und Innenzylinder
13 gebildeten, im Querschnitt ringförmigen Zylinderraum 6 ist ein ringförmiger Kolben 12 mit einer rohrförmigen
Kolbenstange 14 angeordnet, die an der beweglichen Formenaufspannplatte 15 befestigt ist.
Auf der der Kolbenstange 14 abgewandten Seite des
ringförmigen Kolbens 12 bildet der Zylinderraum 6 einen Schliclklruckraiim 4, der beim Schlicßvorgang
durch den Anschluß 1 in dem Zylinderdeckel 18 mit Druckflüssigkeit beaufschlagt wird. Die rohrförmigc
Kolbenstange 14 unterteilt den kolbenstangenseitigen Teil des Zylinderraumes 6 in einen im Querschnitt
ringförmigen Speicherraum 7 sowie in einen ringförmigen Öffnungsdruckraum 5, der beim Öffnungsvorgang
durch einen Anschluß 2 mit Druckflüssigkeit beaufschlagt wird. Der Öffnungsdruckraum 5, der von
einem Zylinderdeckel 17 verschlossen wird, ist außen um die rohrförmige Kolbenstange 14 angeordnet,
während der Speicherraum 7, der von einem Zylinderdeckel 16 verschlossen wird, innerhalb der
rohrförmigen Kolbenstange 14 angeordnet ist. Dadurch ist eine besonders einfache Bauweise und
leichte Anordnung der Schalt- und Steuerorgane möglich.
Der Innenraum des Innenzylinders 13 ist als ringförmige Druckmittelleitung 21 ausgebildet, die zwischen
dem Innenzylinder 13 und einem Mantelrohr 22 liegt und an ihren Enden von den Ringkörpern 23
und 24 verschlossen wird. Die Druckmittelleitung 21 ist an ihrem dem Austritt der rohrförmigen Kolbenstange
14 zugewandten Ende durch eine Verbindung 3' mit dem Speicherraum 7 verbunden und besitzt
an ihrem anderen Ende einen Austritt 3 aus dem Innenzylinder 13. Kolbenringe 19 und 20 dichten den
ringförmigen Kolben 12 gegen den Außenzylinder 11 und gegen den Innenzylinder 13 ab. In entsprechender
Weise sind die Zylinderdeckel 16 und 17 mit Dichtungen zur Abdichtung der rohrförmigen Kolbenstange
14 versehen.
Der Schließdruckraum 4, der Öffnungsdruckraum 5 und der Speicherraum 7 sind mittels an sich
bekannter. Steuerorgane 29, wie in F i g. 2 schematisch dargestellt, miteinander verbindbar.
Zum Ausfahren der rohrförmigen Kolbenstange 14 beim Schließen der Form wird die Niederdruck-Druckmittelzufuhr
26 von einer Niederdruckquelle ND mit dem Anschluß 1 des Schließdruckraumes 4
verbunden. Durch die Steuerorgane 29 werden weiterhin der Anschluß 1 des Schließdruckraumes 4, der
Anschluß 2 des Öffnungsdruckraumes 5 und der Austritt 3 des Speicherraumes 7 miteinander sowie
mit der Niederdruck-Druckmittelzufuhr 26 verbunden, so daß das von dem ringförmigen Kolben 12 aus
dem Öffnungsdruckraum 5 und aus dem Speicherraum 7 verdrängte, abfließende Öl unmittelbar dem
Schließdruckraum 4 zugeführt wird. Die aus der Niederdruckquelle ND zusätzlich dem Schließdruckraum
4 zugeführte Flüssigkeitsmenge entspricht also nur dem Volumen der rohrförmigen Kolbenstange
14, so daß die Formenschließeinrichtung sich schnell in die Schließstellung bewegt.
Beim Erreichen der Schließstellung werden mit Hilfe der .Steuerorgane 29 der Austritt 3 des
Speicherraumes 7 und der Anschluß 2 des Öffnungsdruckraumes 5 mit dem Druckmittelablauf 28 verbunden.
Durch die Steuerorgane 29 wird weiterhin der Anschluß 1 des Schließdruckraumes 4 mit der
Hochdruck-Druckmittelzufuhr 27 von einer Hochdruckquelle HD verbunden. Hierdurch wird bei geschlossener
Form der Formschließdruck erzeugt.
Zum Einfahren der rohrförmigen Kolbenstange 14 beim öffnen der Form wird die Leitung 26 der
Nicderdruck-Druckmitlclzufuhr ND mit dem Anschluß
2 des Öffnungsdruckraumes 5 verbunden. Durch Zufuhr einer kleinen Ölmcngc entsprechend
dom Volumen des Öffnungsdruckraumes 5 wird der ringförmige Kolben 12 schnell in die öffnunjjsstcllung
bewegt. Dabei ist der Anschluß 1 des Schließ-
druckraumes 4 mit dem Austritt 3 des Speicherraumes 7 verbunden, so daß das vom Kolben 12 aus dem
Schließdruckraum 4 verdrängte, abfließende Druckmittel unmittelbar dem' Speicherraum 7 zugeführt
wird. Ferner ist der Austritt 3 des Speicherraumes 7
mit dem Druckmittelablauf 28 verbunden, so daß die geringe überschüssige ölmenge, die dem Volumen
des Öffnungsdruckraumes 5 und des Kolbenstangenrqhres 14 entspricht, in den Druckmittelablauf 28
fließen kann. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 681/203
Claims (1)
1. Hydraulische Formenschließeinrichtung für Spritzgießmaschinen mit einer ortsfesten Widerlagerplatte,
einer beweglichen Formenaufspannplatte und einem hydraulischen Zylinder, zum
Schließen einer Form mit einem beidseitig beaufschlagbaren Kolben, wobei der Zylinder mit der
einen und die Kolbenstange des Kolbens mit der anderen der beiden Platten verbunden ist und wobei
der Zylinderraum auf der der Kolbenstange zugewandten Seite des Kolbens einen ringförmigen
Öffnungsdruckraum und auf der anderen Seite des Kolbens einen Schließdruckraum bildet,
der mit einem Druckmittelbehälter verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der
einen Platte ein Außenzylinder (11) mit einem darin konzentrisch angeordneten Innenzylinder
(13) befestigt ist, wobei in dem zwischen Außenzylinder (11) und Innenzylinder (13) gebildeten,
im Querschnitt ringförmigen Zylinderraum (6) ein ringförmiger Kolben (12) angeordnet ist, auf dessen
einer Seite der Zylinderraum (6) den Schließdruckraum (4) bildet und an dessen anderer Seite
eine rohrförmige Kolbenstange (14) angeordnet ist, die an der anderen Platte befestigt ist und den
kolbenstangenseitigen Teil des Zylinderraumes (6) in den im Querschnitt ringförmigen Öffnungsdruckraum
(5) und einen ringförmigen Speicherraum (7) unterteilt, und daß der Schließdruck-
faum (4), der Öffnungsdruckraum (5) und der Speicherraum (7) mittels an sich bekannter
Steuerorgane (29) sowohl miteinander als auch mit Druckmittelquellen verbindbar sind, derart,
daß während des Ausfahrens der rohrförmigen Kolbenstange (14) zum Schließen der Form der
Schließdruckraum (4), der Öffnungsdruckraum
(5) und der Speicherraum (7) miteinander sowie mit einer Druckmittelzufuhr verbunden sind, wobei
das aus dem Öffnungsdruckraum (5) und aus dem Speicherraum (7) vom ringförmigen Kolben
(12) verdrängte Druckmittel unmittelbar dem Schließdruckraum (4) zufließt, daß beim Erzeugen
des Formschließdruckes bei geschlossener Form der Schließdruckraum (4) mit einer Druckmittelzufuhr
und der Öffnungsdruckraum (S) sowie der Speicherraum (7) mit einem Druckmittelablauf
(28) verbunden sind, und daß ferner beim Einfahren der rohrförmigen Kolbenstange (14)
zum öffnen der Form der Öffnungsdruckraum (5) mit der Druckmittelzufuhr und der Schließdruckraum
(4) sowie der Speicherraum (7) miteinander sowie mit dem Druckmittelablauf (28) verbunden
sind, wobei aus dem Schließdruckraum (4) vom ringförmigen Kolben (12) verdrängtes Druckmittel
unmittelbar in den Speicherraum (7) zurückfließt.
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