DE1578478C1 - Zuender fuer Minen - Google Patents
Zuender fuer MinenInfo
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- DE1578478C1 DE1578478C1 DE1967H0063194 DEH0063194A DE1578478C1 DE 1578478 C1 DE1578478 C1 DE 1578478C1 DE 1967H0063194 DE1967H0063194 DE 1967H0063194 DE H0063194 A DEH0063194 A DE H0063194A DE 1578478 C1 DE1578478 C1 DE 1578478C1
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Description
ν Die Erfindung betrifft einen Zünder für ruhende Munition, insbesondere Minen, unter Verwendung eines
auf Lageänderungen ansprechenden Gebers.
Bei einem derartigen Zünder ist die Verwendung eines auf Lageänderungen ansprechenden Gebers
bekannt, welcher in erster Linie das Entfernen der Minen verhindern soll. Beispielsweise hat man im Boden
des Minengehäuses einen Minenzünder eingebaut und zur Sicherung desselben gegen Auslösen außen am
Minenboden eine um ein Scharnier abklappbare Klappe
angeordnet, welche beim Anheben der Mine aus-O
schwenkt, wodurch der Zünder auslöst.
Um zu vermeiden, daß die Minen eines Minenfeldes
durch eine Explosionswelle über dem Boden ausgelöst und damit das Minenfeld unschädlich gemacht wird, ist
es bekannt, die Zündung der Mine durch schrittweise
Annäherung zweier Zündorgane bis zum Kontakt durch die Wirkung momentaner und aufeinanderfolgender
Belastungen auszulösen. Dabei weist der dehnbare Raum des zur Auslösung der Zündorgane dienenden
Flüssigkeits- bzw. Gasgestänges einen derart gedrosselten
Rücklauf für das Fluidum auf, daß zwischen zwei kurzzeitig aufeinanderfolgenden Belastungsimpulsen
ein teilweiser Rücklauf möglich ist, so daß bei jeder eine bestimmte Zeit überschreitenden Unterbrechung der i
Belastungsimpulse der. Zünder sich wieder in den "
Zündbereitschaftszustand zurückstellt. Durch Bemessung der verschiedenen Volumina des Fluidgestänges
und der Öffnungen sowie des Abstandes der Zündorgane, läßt sich der Zünder so einstellen, daß er nach einer
bestimmten Anzahl von aufeinanderfolgenden Druckimpulsen
anspricht, sofern die dazwischenliegenden
Zeitintervalle eine bestimmte Länge nicht überschreiten.
Da man den Zünder meistens so einstellen wird, daß er anspricht, wenn mindestens zwei Räder oder
Laufrollen eines Fährzeugs über ihn hinwegrollen und somit zwei Druckimpulse erzeugen, wird eine solche
Mine zwar nicht unmittelbar durch die Explosionswelle, wohl aber beim Beschüß des Minenfeldes dann
ausgelöst, wenn die Mine hochgeschleudert wird und
somit auf den ersten Drückimpuls der Explosionswelle
noch ein zweiter folgt, wenn die Mine nach dem
Hochschleudern auf den Boden zurückfällt.
Dies gilt um so mehr für sogenannte Störkörper, welche nicht eingegraben, sondern aus einem Flugzeug
oder Flugkörper auf das betreffende Gebiet abgeworfen und deshalb bei Beschüß dieses Gebietes mit großer '
Wahrscheinlichkeit hochgeschleudert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile bekannter Zünder zu vermeiden und darüber
hinaus einen Zünder zu schaffen, welcher ohne aus der Mine oder dem Störkörper herausragende oder
zumindest an der Oberfläche angebrachte und einer mechanischen Beanspruchung durch Druckoder Berührung
ausgesetzte Fühler auskommt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe schlägt die
Erfindung bei einem Zünder für ruhende Munition unter
Verwendung eines auf Lageänderungen ansprechenden Gebers vor, daß im Zünder ein auf Beschleunigung
ansprechender und beim Überschreiten seiner Ansprechschwelle einerseits den Auslösebefehl des Lageänderungsgebers
sperrender und andererseits eine Integriervorrichtung für eine vom Betrag der Beschleunigung
unabhängige Größe einschaltender Geber vongesehen ist und die Integriervorrichtung ein die
Zündung auslösendes Signal abgibt, sobald die integrierte
Größe einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet
Bei langsamen Lageänderungen des Zünders, bei denen die Ansprechschwelle bmm des Beschleunigungs-
gebers nicht erreicht wird, also insbesondere beim
Versuch die Minen zu entfernen, bewirkt der auf Lageänderungen ansprechende Geber die Zündung der
Mine. Wird hingegen die Mine durch Beschüß des
Minenfeldes hochgeworfen und fällt auf die Erde zurück, so liegen die auftretenden Beschleunigungen
oberhalb der Ansprechschwelle bmm, d. h. sind so groß,
daß der Auslösebefehl des auf Lageänderungen ansprechenden Gebers erfindungsgemäß durch die
Ausgangsgröße des beschleunigungsabhängigen Gebers gesperrt wird. Es erfolgt also keine Zündung der
Mine. Wird hingegen die Mine von einem Fahrzeug
überrollt, so treten die am beschleunigungsempfindlichen Geber gemessenen, ebenfalls oberhalb der
Ansprechschwelle 6min liegenden Beschleunigungen
über wesentlich längere Zeiten auf, als bei Explosionen
im Minenfeld infolge Beschüß. Beispielsweise ist ein
Zünder beim Überrollen mit einem Rad wesentlich länger Beschleunigungskräften oberhalb der Ansprechschwelle
des beschleunigungsabhängigen Gebers ausgesetzt als beim Beschüß des Minenfeldes. Im letzteren
Fall treten die Beschleunigungen über Zeiträume von
maximal 3 bis 4 ms auf, während ein mit einer Geschwindigkeit von 70Std/km über den Zünder
hinwegrollendes Rad diesen mindestens für eine Zeit von 20 ms einer über der Ansprechschwelle bm\n des
beschleunigungsempfindlichen Gebers liegenden Beschleunigung aussetzt Hierdurch ist es möglich, eine
vom Betrag der Beschleunigung b unabhängige Größe,
beispielsweise einen Konstantstrom a(t) zu integrieren und die integrierte Größe F=Kfa(t)dt beim Überschreiten
eines vorgegebenen Schwellwertes 5 die
Zündung auslösen zu lassen. Dies kann dadurch erfolgen, daß die integrierte Größe F entweder selbst
als Zündsignal dient oder die Sperrung des Auslösebefehls des Lageänderungsgebers aufhebt. Man kann auch
beide Methoden gleichzeitig anwenden.
Um zu vermeiden, daß die Integration der vom
Betrag der Beschleunigung unabhängigen Größe sich auf vorherige Integrationswerte aufstockt, ist in
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß beim Nichterreichen des Schwellwertes 5 die integrierte
Größe gelöscht wird. Dies kann — wie im Prinzip vom eingangs genannten hydraulisch oder pneumatisch
betätigten Landminenzünder bekannt ist — fortlaufend oder durch einen Schaltvorgang erfolgen.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Zünders besteht darin, daß aus ihm keinerlei Fühler
herausragen oder an seiner Oberfläche mechanischen Kräften ausgesetzt sind, welche unter Umständen beim 5°:
Auslegen insbesondere beim Abwerfen der Minen oder · Störkörper beschädigt werden können. Er benötigt
keine druckempfindlichen Schalter oder Auslösevorrichtungen, sondern spricht auf Beschleunigungskräfte
einschließlich der bei Lageänderungen wirksam werdenden Erdbeschleunigung an. Da keinerlei Druck-oder
Bewegungsübertragung von äußeren Fühlelementen auf die normalerweise im Inneren der Mine untergebrachte Zündkapsel erforderlich ist, kann der Zünder
gemäß der Erfindung völlig gekapselt und in den Sprengstoff eingebettet sein. Er hat keine druckabhängige
Ansprechempfindlichkeit, ist also unabhängig vom Gewicht des die Mine überrollenden Fahrzeuges und
von der Bodenbeschaffenheit
Die Erfindung soll zunächst anhand des in Fig. 1 wiedergegebenen Signalflußdiagramms erläutert werden.
Als Fühler für die Erzeugung der die Zündung
bewirkenden Signale sind ein auf Lageänderungen ansprechender Geber 51 und ein beschleunigungsabhängiger
Geber S 2 vorgesehen. Spricht der Lageänderungsgeber
51 anr ohne daß die Ansprechschwelle
brtän des Beschleunigungsgebers 52 überschritten
wird, beispielsweise beim Aufheben der Mine, so bewirkt die Ausgangsgröße des Lageänderungsgebers
51 die Zündung der Mine. Überschreitet hingegen die Beschleunigung b die Ansprechschwelle bmmdes
Beschleunigungsgehers 52, so liefert dieser ein
Ausgangssignal. Dieses wird einerseits einer Sperre 3
zugeführt, welche die Weitergabe des vom Lageänderungsgebers
51 erzeugten Signals oder dessen Erzeugung
überhaupt verhindert. Diese Schaltung ist wirksam, wenn der Zünder infolge Beschüsses des
Minenfeldes oberhalb der Ansprechschwelle 6min
liegenden Beschleunigungen ausgesetzt ist. Solche Beschleunigungen führen also nicht zur Zündung. Das
Ausgangssignal des Beschleunigungsgebers 52 gelangt andererseits zu einer Integriervorrichtung 4 und löst
dort eine zeitliche Integration einer vom Betrag der
Beschleunigung b unabhängigen Größe a(t) aus. Die
integrierte Ausgangsgröße
gelangt zu einem Schwellwertschalter 5, welcher
anspricht, sobald sein Schwellwert 5 überschritten wird.
Ih diesem Falle wird ein Zündsignal über die Leitung 6
abgegeben. Der Schwellwert 5 des Schalters 5wird dann überschritten, wenn die vom Betrag der Beschleunigung
b unabhängige Größe; a(t) über eine genügend lange
Zeit integriert wird. Dies trifft zu, wenn der Zünder von einem Fahrzeugrad oder einer Gleiskette überrollt wird.
Um zu verhindern, daß der Schwellwertschalter 5 durch Integration eines sehr starken Beschleunigungssignals
für eine nur kurze Zeit zum Ansprechen gebracht werden kann, sieht die Erfindung vor, daß nicht ein
Beschleunigungssignal selbst, sondern ein beim Überschreiten der Ansprechschwelle Zjmm des Beschleunigungsgebers
52 auftretendes, vom Betrag der Beschleunigung hingegen unabhängiges Signal a(t) integriert
wird. Andernfalls würde die Zündung auch bei sehr kurzen, aber intensiven Stoßen, wie sie bei Explosionen
in der Nähe des Zünders auftreten, ausgelöst.
Bei Beschüß des Minenfeldes wird die Mine unter
Umständen, hochgeschleudert und fällt auf die Erde zurück, ist also zwei sehr kurzen Beschleunigungsimpulsen ausgesetzt. Die Dauer dieser Beschleunigungen ist
— wie bereits erwähnt — so kurz, daß die integrierte
Größe den Schwellwert 5 des Schwellwertschalters 5 nicht erreicht. Es erfolgt also keine Zündung, und der
integrierte Wert wird über einen Löschkreis 7 auf Null abgebaut.
Eine andere Möglichkeit, im Falle des Überschreitens
des Schwellwertes 5 des Schweilwertschalters 5 — z. B.
wenn ein Fahrzeug über die Mine oder den Störkörper hinwegrollt >— die Zündung auszulösen, ist in Fig. 1
durch die strichpunktierte Linie 8 angedeutet. Hier wird
das Ausgangssignal des Schwellwertschalters 5 nicht
unmittelbar zur Zündung verwendet, sondern der
Sperre 3 für den Lageänderungsgeber 51 zugeführt. Es hebt die Sperrung des vom Lageänderungsgeber 51
gelieferten Signals auf, so daß dieser, wie im Falle einer unterhalb der Ansprechschwelle des Beschleunigungsgebers 52 liegenden Beschleunigung (bKbmm beim
Aufheben der Mine) die Zündung auslöst An der üblicherweise zu einer Zündpille führenden Ausgangsleitung 9 des Zünders steht ein Zündsignal, wenn der
Lageähderungsgeber Sl anspricht und nicht gesperrt
ist öder der Schwellwertschalter 5 ein Ausgangssignal über die Leitung 6,abgibt, unabhängig davon, ob der
Lageänderungsgeber Sl angesprochen und/oder gesperrt
ist oder nicht.
Fig.2 zeigt eine bevorzugte Schaltungsanordnung
des Zünders gemäß der Erfindung. Sowohl der
Lageänderungsgeber Sl als auch der Beschleunigungsgeber 52 sind hier als einfache Arbeitskontakte
dargestellt. Der Lageänderungsgeber Sl schließt sobald die Mine und mit ihm der Zünder einer
Lageänderung von einer vorgegebenen Mindestgröße
unterworfen ist Das Schließen des Kontaktes des Beschleunigungsgebers S 2 bedeutet, daß die Mine einer
Beschleunigung b unterworfen ist, welche größer ist als die Ansprechschwelle 6min des Beschleunigungsgebers
52. In der Schaltung gemäß Fig. 2 ist die Zündelektrode
eines in den Zündstromkreis eingeschalteten Hälbleiterschalters, vorzugsweise eines gesteuerten
Gleichrichters CR 3, über eine Zenerdiode CR 2 to
einerseits an den Lageänderungsgeber Sl und über diesen an einen von der Betriebsgleichspannung B
aufgeladenen Kondensator C3 und andererseits an den Ausgang einer durch den Beschleunigungsgeber S 2
steuerbaren, die Integriervorrichtung 4 bildenden jj
Integrierschaltüng angeschlossen. Letztere wird durch einen Widerstand R 2, einen Transistor Q1 und einen
Kondensator C2 gebildet. Der Beschleunigungsgeber 52 ist dem Kondensator C3 parallel geschaltet. Beim
Anschluß der Schaltung an die Betriebsgleichspannung ßwird über den Ladewiderstand R 8der Kondensator
C 3 auf die Betriebsspannung aufgeladen. Ein gleichzeitig
beginnender Stromfluß über den Kondensator Cl, die Widerstände /?4und R3, die Basis-Emitterstrecke
des Transistors Qi und den Widerstand R 2 kann
wegen der kurzen Dauer nicht zu einer den Schwellwert der Zenerdiode CR 2 überschreitenden Aufladung des
Kondensators C2 der Integrierschaltung führen. Erfährt der Zünder eine Lageänderung, die durch eine
Beschleunigung b hervorgerufen wird, welche unter der Ansprechschwelle bmm des Beschleunigungsgebers S 2
liegt, so wird ohne Ansprechen des Beschleunigungsgebers
S 2 lediglich über den Lageänderungsgeber 51 der
Stromkreis vom Kondensator C3 über die Zenerdiode CR 2 und den Widerstand\R 7 geschlossen, so daß an der
Steuerelektrode des gesteuerten Gleichrichters CR 3 ein Spannungsimpuls auftritt, welcher den gesteuerten
Gleichrichter -.CR3 durchschaltet und die Zündung
einleitet Auf diese Weise wird verhindert, daß die Mine vorsichtig ausgebaut und entfernt werden kann.
■ Wird der Zünder einer Beschleunigung b unterworfen,
welche über der Ansprechschwelle bmm des
Beschleunigungsgebers S 2 liegt, so schließt dessen
Kontakt Hierdurch wird der Kondensator C3 über die Diode CR 4 schnell und vollständig entladen. Dann kann
ein Ansprechen des Lageänderungsgebers 51 nicht
mehr zur Zündung führen, weil die Energie zum Durchschalten des gesteuerten Gleichrichters CR 3 an
seiner Steuerelektrode fehlt Dieser Zustand ergibt sich zunächst beiJeder starken Beschleunigung b>bm\n.
Beim Schließen des als Arbeitskontakt wirksamen
Beschleunigungsgebers S 2 wird über den Widerstand A3 gleichzeitig die Basis des Transistors Qi mit dem
Minuspol der Betriebsgleichspannungsquelle B verbunden. Die Basisspannung des Transistors Qi ist durch
eine dem Widerstand R1 parallelgeschaltete Zenerdiode
CR1 stabilisiert Sobald der Transistor Qi öffnet
wirkt er als Konstantstromquelle, so daß der Kondensator Cl der Integrierschaltüng über die Kollektor-Emitterstrecke
des Transistors Q1 und den Emitterwiderstand
R 2 aus der Betriebsgleichspannungsquelle B aufgeladen wird.
Die erst beim Überschreiten der Ansprechschwelle 6min des Beschleunigungsgebers 52 auftretende, vom
Betrag der Beschleunigung b unabhängige Größe aft} ist
der vom Transistor QA erzwungene Ladestrom für den Kondensator C2. Der Transistor Q1 dient also
einerseits als durch den Beschleunigungsgeber 52 gesteuerter Schalter für die Einschaltung der Integriervorrichtung
und andererseits zur Erzeugung des als von der Beschleunigung unabhängige Größe benutzten
Konstäntladestromes für den Kondensator C2.
Da die Aufladung nicht durch ein beschleunigungsabhängiges
Signal, sondern aus einer Konstantstromquelle nach einer vorgegebenen Zeitfunktion erfolgt, ist
nur die Dauer der Aufladung für die Höhe der Spannung am Kondensator C2 maßgebend. Über einen Entkopplungswiderstand
R 6 ist der Ausgang der Integrierschaltüng, der Kondensator C2, an die Zenerdiode CR 2 und
über diese an die Steuerelektrode des gesteuerten Gleichrichters CR 3 angeschlossen. Überschreitet — i
beispielsweise wenn ein Fahrzeug über die Mine hinwegrollt und die Beschleunigung für längere Zeit
anhält — die Spannung
F=Kia(t)dt
am Kondensator C2 den durch die Sperrspannung dieser Zenerdiode CR 2 vorgegebenen Schwellwert S,
so fließt ein Strom vom Kondensator C2 über den Entkopplungswiderstand R6, die Zenerdiode CR2 und
den Widerstand R7, so daß die Steuerelektrode des gesteuerten Gleichrichters CR 3 einen Durchschaltimpuls
erhält und die Zündung auslöst Der Entkopplungswiderstand R 6 verhindert bei geschlossenem Lageänderungsgeber
51 eine Aufladung des Kondensators C2 über den Ladewiderstand R 8.
Erreicht hingegen die Spannung am Kondensator C2 infolge einer nur kurzen Beschleunigungsdauer nicht die
Durchbruchsspannung der Zenerdiode CR 2, so erfolgt
keine Zündung, und der Kondensator C2 entlädt sich über den als Löschkreis 7 wirksamen Entladewiderstand
R 5. Dies ist bei Explosionen in der Nähe des Zünders '
der Fall. Die durch den Ladewiderstand R 8 und den Kondensator C3 vorgegebene Ladezeitkonstante bestimmt
in Verbindung mit der Höhe der Durchbruchspannung der Zenerdiode CR 2 den Zeitraum, währenddessen
nach einer kurzzeitigen Beschleunigung der Lageänderungsgeber S1 gesperrt und damit der Zünder
unwirksam ist. Erst wenn der Kondensator C3 wieder auf eine genügende Spannung aufgeladen ist, kann eine
Zündung durch den Lageänderungsgeber 51 erfolgen.
Die Ladezeitkonstante (R 8 · C3) des an die Betriebsspannung angeschlossenen Kondensators C3 wird groß
gewählt im Vergleich zur Integrationszeit bis zum
Erreichen des durch die Durchbruchspannung der Zenerdiode CR 2 definierten Schwellwertes 5 der
Spannung am Kondensator C2 der Integrierschaltung. Die Diode CR 4 verhindert eine Aufladung des
Kondensators C3 über den Widerstand R 3.
Die dem Beschleunigungsgeber S 2 parallelgeschaltete
Reihenschaltung des Widerstandes R 4 mit dem Kondensator Cl bewirkt eine Verlängerung der vom
Beschleunigungsgeber 52 gelieferten Schaltimpulse.
Die beiden Geber 51 und 52 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als durch Lageänderungen bzw.
Beschleunigungen betätigte Arbeitskontakte angenommen. Die Erfindung läßt sich auch mit Gebern ausführen,
die beim Auftreten bestimmter Lageänderungen bzw. Beschleunigungen einen Stromkreis unterbrechen, also
als Ruhekontakt wirksam sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Zünder für ruhende Munition, insbesondere
Minen, unter Verwendung eines auf Lageänderungen ansprechenden Gebers, dadurch.gek
e η η ze ic h η et, daß im Zünder ein auf Beschleunigung
ansprechender und beim überschreiten seiner Ansprechschwelle einerseits den Auslösebefehl
dbs Lageänderungsgebers /SI) sperrender
und andererseits eine Integriervorrichtung (4) für
eine vom Betrag der Beschönigung (b) unabhängige
Größe einschaltender Geber (S2) vorgesehen ist und die Integriervorrichtung ein die Zündung
auslösendes Signal abgibt, sobald die integrierte Größe einen vorgegebenen Schwellwert (S) überschreitet.
■■."-■-"■;-■...,.'-' ":. ;
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise beim
Nichterreichen des Schwellwertes/S^die integrierte
Größe gelöscht wird. ,
3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal der Integriervorrichtung
(4) dem Zündelement zugeführt wird;; Γ
4. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das "Ausgangssignal der Integriervorrichtung
(4) ;die Sperrung des Auslösebefehls des Lageänderungsgebers/Sl) aufhebt.·.!
5i Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündelektrode eines in den Zündstromkreis
eingeschalteten Halbleiterschalters, vorzugsweise eines gesteuerten Gleichrichters (CR 3),
einerseits über den Lageänderungsgeber (S \) an einen von der Betriebsgleichspannung (B) aufgeladenen
Kondensator (C 3) und andererseits an den Ausgang einer durch den Beschleunigungsgeber
/S2) steuerbaren Integrierschaltung (R2, Qi, C2)
angeschlossen und der Beschleunigungsgeber dem Kondensator (C3) parallel geschaltet ist.
6. Zünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lageänderungsgeber YSl) und der
Ausgang der Integrierschaltung, d. h. der Kondensator (C2), über eine Zenerdiode (CR 2) an die
Zündelektrode des gesteuerten Gleichrichters
/CK3) angeschlossen sind.
7i Zünder nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die. Integrierschaltung als Konstantstromquelle einen an seiner Basis gesteuerten^Transistor
(Q 1) enthält, über dessen Emitter-Kollektor-Strecke der Kondensator (C2)
aufgeladen wird.
8, Zünder nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch; gekennzeichnet, daß die Aufladezeitkon stante(R 8 · C3) des an die Betriebsgleichspannung
(B) angeschlossenen Kondensators (C3) groß ist im
Vergleich zur Integrationszeit bis zum Erreichen des Schwellwertes (S).
9, Zünder nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kondensator
":(fC2): im Integrierglied ein Entladewiderstand (R 5)
paralleLgeschaltet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967H0063194 DE1578478C1 (de) | 1967-07-04 | 1967-07-04 | Zuender fuer Minen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967H0063194 DE1578478C1 (de) | 1967-07-04 | 1967-07-04 | Zuender fuer Minen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1578478C1 true DE1578478C1 (de) | 1977-04-21 |
Family
ID=7162205
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967H0063194 Expired DE1578478C1 (de) | 1967-07-04 | 1967-07-04 | Zuender fuer Minen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1578478C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2838806A1 (de) * | 1978-09-06 | 1980-03-20 | Dynamit Nobel Ag | Schwingungen uebertragendes system fuer zuendeinrichtungen |
| DE3426547A1 (de) * | 1984-07-19 | 1986-01-30 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Einrichtung zur adaptiven zuendung eines explosivkoerpers |
| DE4008184C1 (en) * | 1990-03-15 | 1991-06-06 | Bundesrepublik Deutschland, Vertreten Durch Den Bundesminister Der Verteidigung, Dieser Vertreten Durch Den Praesidenten Des Bundesamtes Fuer Wehrtechnik Und Beschaffung, 5400 Koblenz, De | Safety device for preventing dismantling explosive components - has arrangement to determine spatial location by acceleration and/or magnetic field sensors and electronic assimilation unit |
| DE4140141C1 (de) * | 1991-12-05 | 1992-12-17 | Honeywell Regelsysteme Gmbh, 6050 Offenbach, De |
-
1967
- 1967-07-04 DE DE1967H0063194 patent/DE1578478C1/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2838806A1 (de) * | 1978-09-06 | 1980-03-20 | Dynamit Nobel Ag | Schwingungen uebertragendes system fuer zuendeinrichtungen |
| DE3426547A1 (de) * | 1984-07-19 | 1986-01-30 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8012 Ottobrunn | Einrichtung zur adaptiven zuendung eines explosivkoerpers |
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| DE4140141C1 (de) * | 1991-12-05 | 1992-12-17 | Honeywell Regelsysteme Gmbh, 6050 Offenbach, De |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |