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DE1578215C - Hohlladungsgeschoß - Google Patents

Hohlladungsgeschoß

Info

Publication number
DE1578215C
DE1578215C DE1578215C DE 1578215 C DE1578215 C DE 1578215C DE 1578215 C DE1578215 C DE 1578215C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surface elements
projectile
charge
housing
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Michel Paris Precaul
Original Assignee
Societe Technique de Recherches In dustnelles & Mecamques STRIM, Paris
Publication date

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Description

Die Erfindung bctrillt ein Hohlladungsgeschoß mit einem zwischen zwei Böden die Ladung umschließenden, in mehreren Querebenen zur Geschoßachse aus nach außen konkaven, ringartigen Segmenten zusammengesetzten Gehäuse mit sicli längs der gesamten Mittelachse erstreckender Zündladung.
Bei einem bekannten Hohlladungsgeschoß der genannten Art ist der Geschoßmantel in Form eines Hohlzylindcrs konzentrisch zur Geschoßachse angeordnet. Hierbei erstreckt sich die Zündladung längs der gesamten Geschoßmittelachse. Es wird dadurch erreicht, daß die Explosionsstrahlen in Ebenen senkrecht zur Mittelachse parallel verlaufen. Es erfolgt jedoch eine Auffächerung in radialer Richtung.
Auch ist bereits bekannt den Mantel von Hohlladungsgeschossen aus nach außen konkaven Segmenten zusammenzusetzen. Damit soll bewirkt werden, daß sich der Geschoßmantel bei der Explosion in eine Vielzahl von schnellfliegenden Splittern zerteilt, die hauptsächlich gegen Menschen zur Wirkung kommen sollen. Die einzelnen Segmente eines solchen Geschosses, z. B. eine Handgranate, sind jedoch sehr klein und symmetrisch zur Mittelachse des Geschosses etwa in Form eines Ellipsoids angeordnet. Dies hat zur Folge, daß sich die Explosionsstrahlen ebenfalls gleichmäßig radial von einem Punkt der Geschoßachse ausgehend im Raum verteilen. Eine konzentrierte Wirkung, z. B. gegen gepanzerte Wände, läßt sich mit einem solchen Geschoß nicht erzielen.
Man hat auch bereits versucht, eine gerichtete Explosionswirkung dadurch zu erreichen, daß man den der Zersplitterung dienenden Geschoßmantel zwischen zwei kräftigen Böden anordnete, um dadurch eine im wesentlichen senkrecht zur Geschoßmittelachse verlaufende Explosionsrichtung zu erhalten. Man machte auch die einzelnen, nach außen konkaven Segmente größer, um für den daraus später entstehenden Splitter einen größeren Explosionsstrahl zur Verfugung zu haben. Doch auch diese Anordnung konnte keine entscheidend verstärkte Wirkung briugen, da man von der axialsymmetrischcn Anordnung der Segmente nicht wesentlich abgegangen war, was nach wie vor die Entstehung von vielen gleichgroßen, radial nach außen strebenden Explosionsstrahlcn zur Folge hatte. Ungünstig war weiter die Anordnung der Zündladung in nur einer Geschoßhälftc, wodurch sie wieder im wesentlichen als punktfönnigcr Explosionskern wirkte, und die Kegelform des Geschosses, durch welche die Explosionsstrahlen weiter aufgefächert wurden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die bei den bekannten Einrichtungen entstehende Divergenz der Εχρ1°~ sionsstrahlcn zu vermeiden. Es soll erreicht werden, daß die Explosionsstrahlen gebündelt sind. Sie sollen hierbei nicht nur in Ebenen senkrecht zur Geschoßmittelachsc verlaufen, sondern auch in bevorzugten radialen Richtungen parallel nach außen gerichtet sein. Dabei soll die Zündladung so angeordnet und ausgebildet sein, daß sie die Bündelung der Explosionsstrahlcn durch gleichzeitige Zündung des Sprengstoffs in jedem Achsabschnitt untersliit/.t.
Diese Aufgabe wird bei einem Hohlladungsgeschoß der eingangs gcnannlen Art erfiiulungsgemäß dadurch gelöst, daß die ringartigen Segmente aus in den Quercbcncn zur Geschoßachse aufeinandcrfol-{.'enden Flächenelemente!! mit V-fönnij'cni Querschnitt bestehen, wobei diese Querschnitte parallel zu einer zu den Flächenelemente!! senkrechten F.bene durch die Längsachse des Geschosses liegen, in radialer Richtung offen sind und die Biegekanten der beiden ebenen Flächen des Flächenelements in der jeweiligen Querebene ein regelmäßiges Vieleck, vorzugsweise ein Sechseck, bilden, während die Stoßkanten von Flächenelement zu Flächenelement miteinander verschweißt sind.
Bei der gefundenen Lösung kommt es vor allem auf die Anwendung ebener Flächenelemente an.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse an seinen olFcnen Endflächen das Vieleck der Flächenelemente umschreibende Ringflansche auf, die durch in Ringnuten in Böden angeordnete Dichtringe abgedichtet sind.
Zweckmäßig sind die Böden durch mehrere außerhalb des Gehäuses längs der Vielecksecken der einzelnen Querebenen verlaufende Holme miteinander verbunden, die in den Querschnitten als Träger gleicher Biegefestigkeit ausgebildet sind.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind in den Ebenen der Biegekanten. der beiden Flächen der Flächenelemente zylindrische Sprengstoffblöcke mit kegelstumpfförmigen Begrenzungsflächen angeordnet, die untereinander durch axiale, aus Sprengstoff bestehende Zylinderkörper verbunden sind.
Vorzugsweise sind zwischen den Sprengstoffblöcken zylindrische Abschirmkörper aus inertem Werkstoff, z. B. Kunststoff·, angeordnet, die längs der gesamten Mittelachse aus Sprengstoff durchsetzt sind.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. I einen Längsschnitt durch ein Geschoß nach der Erfindung,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig I,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie3-3 in Fig. I und
Fig. 4 eine Ausführungsform eines Holmes des erfindungsgemäßen Geschosses.
Das Gehäuse des Geschosses ist aus nach außen konkaven, ringartigen Segmenten zusammengesetzt. Die ringartigen Segmente bestehen aus in den Querebenen zur Geschoßachse aufeinanderfolgenden Flächenelementen 1 mit V-förmigem Querschnitt. Sechs Flächenelemente ergeben ein Segment von hexagonalem Querschnitt. Im . Ausführungsbeispiel sind vier ringförmige Segmente vorgesehen.
Diese in ihrer Gesamtheit das Außengehäuse des Geschosses bildenden Flächenelemente sind untereinander, z. B. bei 1', durch Verschweißung verbunden.
Die äußeren Enden des Gehäuses sind durch Boden 2 und 3 abgeschlossen. Diese Böden sind gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung zwecks Versteifung der Gesamtkonstruktion bzw. Erhöhung der mechanischen Festigkeit derselben und Verteilung der Beanspruchungen durch Längsholme 4 verbunden. Die Profilstürkc c eines Holmes besitzt ihren größten Wert an der Stelle der geringsten Höhe li. Jeder Hohn ist als Träger gleicher Biegefestigkeit ausgebildet und ist außerhalb einer I-Icke des Sechseckes, d. h. in einer Zone eines Minimums der zerstörenden Wirkungen der Ladung, angeordnet. Die Holme 4 sind an den Abschlußakten 2 und 3 durch Holzen 5 befesligt.
Durch Verspannung der Gcsamtanordnunj', über Dichtringe 6 wird der mit dem Sprenpstolf zu füllende Hohlraum abgedichtet. Durch Ringfianschc 7
und 8, die an den Endkanten des aus den polygonalen Fliichenelemcnten zusammengesetzten Gehäuses befestigt, z. B. angeschweißt, sind, wird der polygonale — im Fallendes Ausführungsbeispiels hexagonale — Querschnitt des Gehäuses an dessen Enden in einen kreisförmigen Querschnitt übergeleitet. Diese Ringflansche 7 und 8 liegen über den Dichtringen 6.
Die Zündung des den Körper des Geschosses ausfüllenden Sprengstoffes 9 erfolgt durch einen auf eine Hilfshohlladung 11 wirkenden Zünder 10. Sie überträgt sich auf vier, etwas kegelstuinpfförmige Sprengstoff blöcke, 12, die in den halbierenden Ebenen OX, O'X', O"X" und O'"X'" der vier ringförmigen Segmente mit den nach außen konkaven, hexagonalen Flächenelemente liegen und zwischen welche Abschirmkörper 13 aus einem inerten Stolf (z. B. aus Kunststoff) eingeschaltet sind. Die Zündverbir.dung längs der Mittelachse erfolgt dabei durch axial angeordnete Zylinderkörper 14, 14', 14" und 14'". An den beiden Enden der axialen Zündstrecke sind Abschirmkörper 15 und 16 aus inertem. Werkstoff (z. B. aus Kunststoff) vorgesehen.
Die Konzentration der Wirkung der von Flächenelementen umschlossenen Ladung erfolgt in den halbierenden Ebenen OX, O'X', O"X", O'"X'". In jeder dieser vier Ebenen sind die Wirkungen in Richtung der Pfeile F gerichtet (Fig. 2). Das Vorhandensein der Holme 4 verringert die Wirkung der Ladung auf ein Mindestmaß, weil diese Holme jeweils außerhalb der Ecken des sechseckigen Querschnittes der Ladung angebracht sind.
Die Parallelität der Wirkungen aus dem einzelnen Flächenelement in Richtung der Pfeile F sichert eine gute Konzentration der zerstörenden Wirkung des dem Flächenelement anliegenden Ladungsteiles im Gegensatz zu den divergierenden Wirkungen der Explosionsstrahlen, die sich im Falle einer kreisringförmigen Anordnung ergeben.
Die polygonalen Flächenelemente bestehen aus Eisen oder aus Kupfer.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Hohlladungsgeschoß mit einem zwischen zwei Böden die Ladung umschließenden in mehreren Querebenen zur Geschoßachse aus nach außen konkaven ringartigen Segmenten zusammengesetzten Gehäuse mit sich längs der gesamten Mittelachse erstreckender Zündladung, dadurch gekennzeichnet, daß die ringartigen Segmente aus in den Querebenen zur Geschoßachse aufeinanderfolgenden Flächenelementen (1) mit V-förniigeni Querschnitt bestehen, wobei diese Querschnitte parallel zu einer zu den Flächenelemente!! senkrechten Ebene durch die Längsachse des Geschlosses liegen, in radialer Richtung offen sind und die Biegekanten der beiden ebenen Flächen des Flächenelementes in der. jeweiligen Querebenc ein regelmäßiges Vieleck, vorzugsweise ein Sechseck, bilden, während die Stoßkanten von Flächenelement zu Flächenelement miteinander verschweißt sind.
2. Hohlladungsgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse an seinen offenen Endflächen das Vieleck der Flächenelemente umschreibende Ringflansche (7, 8) auf-,weist, die durch in Ringnuten in Böden (2, 3) angeordnete Dichtringe (6) abgedichtet sind.
3. Hohlladungsgeschoß nach Ansprucli 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Böden (2,3) durch mehrere außerhalb des Gehäuses längs der Vielecksecken der einzelnen Querebenen verlaufende Holme (4) miteinander verbunden sind, die in den Querschnitten als Träger gleicher Biegefestigkeit ausgebildet sind.
4. Hohlladungsgeschoß nach den Ansprüchen L bis 3, gekennzeichnet durch in den Ebenen (OX, O'X', O"X", O'"X'") der Biegekanten der beiden Flächen der Flächenelemente angeordnete zylindrische Sprengstoffblöckc (12) mit kegelstumpfförmigen Begrenzungsflächen, die- untereinander durch axiale, aus Sprengstoff bestehende Zylinderkörper (14) verbunden sind.
5. Hohlladungsgeschoß nach den Ansprüchen L bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Sprengstoffblöcken (12) zylindrische Abschirmkörper (13, 15, 16) aus inertem Werkstoff, z. B. Kunststoff, angeordnet sind, die längs der gesamten Mittelachse von den Zylinderkörpern (14) aus Sprengstoff durchsetzt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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