DE1578088B - Wurfgranate, die auf das Vorderende eines Waffenlaufes aufsteckbar ist - Google Patents
Wurfgranate, die auf das Vorderende eines Waffenlaufes aufsteckbar istInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Wurfgranate, die mit einer hinteren Traghülse auf das Vorderende
einer Waffe aufsteckbar ist, deren abzuschießende
Geschoßkugel die Granate durch Auf treffen auf ein axiales Hindernis der Granate abwirft und einen'
Zünder betätigt.
Wurfgranaten der vorerwähnten bekannten Art sind schon mit einem Hilfsantrieb bzw. Selbstantrieb
aus einem Pulverraketenmotor mit axialer Düse ausgerüstet worden. Solche Wurfgranaten werden vom
Lauf einer Waffe ausschließlich durch die Gase einer Kartusche abgeworfen, die nicht mit einem Geschoß
bzw. einer Kugel versehen ist.
Gegenüber solchen bekannten Wurfgranaten besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Wurfgra-'
naten durch die kinetische Energie von Geschoßkugeln aus einer Waffe, z. B. eins Sturmgewehres oder
einer auf Einzelfeuer eingerichteten Waffe stärkeren Kalibers, zu werfen, ohne daß die Treibladung eines
Hilfstriebwerkes durch die Geschoßkugel zur Explosion
gebracht werden kann, wobei aber die Zündung dieser Treibladung automatisch durch die Geschoßkugel
erfolgt. :— -. -'-
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch. gelöst, daß bei der eingangs erwähnten Wurfgranate
ein bei Wurfgranaten an sich bekanntes Hilfstriebwerk etwa im Bereich des Hindernisses außerhalb des
Umfangs der Traghülse achssymmetrisch angeordnet ist und die durch das Auf treffen der Geschoßkugel
auf das axiale Hindernis gezündete Zündeinrichtung die Treibladung des äußeren Hilfstriebwerkes zündet.
Es ist zwar bekannt, auf den Lauf eines Gewehres aufgesteckte Leuchtgranaten durch den Abschuß
einer Gewehrkugel abzuwerfen und die Gewehrkugel zur Zündung des Leuchtsatzes zu verwenden. Dabei
handelt es sich aber nicht um eine Treibladung eines Hilfstriebwerkes einer Wurfgranate, so daß dabei
auch nicht eine Explosion einer solchen Treibladung durch die Geschoßkugel eintreten kann, denn die Geschoßkugel
wird dort durch einen Bleieinsatz aufgefangen und ihre kinetische Energie zum Ablösen des
Leuchtsatzes von einem Trjäger verwendet, so daß durch die Relativbewegung zwischen Leuchtsatz und
Träger und eine dabei erzeugte Reibung ein Zündsatz gezündet wird, der seinerseits den Leuchtsatz zündet.
Auch bei einer Abwurfgränate mit Zeitzünder ist es bekannt, das Abwerfen der Granate mittels einer
Geschoßkugel zu bewirken, aber auch in diesem Fall wird durch die Geschoßkugel ein die kinetische Energie
der Geschoßkugel aufnehmender Granatenteil gegenüber der sonstigen Granate axial bewegt, um
einen vorn liegenden Granatenzünder scharf zu ma-, chen.
Im Gegensatz hierzu wird bei der Erfindung die Geschoßenergie nicht zur Relativbewegung von Teilen
der Wurfgranate benutzt, um die Zündung der Treibladung herbeizuführen, sondern die Geschoßkugel
wird in der Wurfgranate festgehalten und ihre kinetische Energie zum Abwerfen der Wurfgranate und
gleichzeitig zum automatischen Zünden eines Zündhütchens benutzt, welches seinerseits über einen
Brandsatz die außerhalb der Flugbahn der Geschoßkugel liegende Treibladung des Hilfstriebwerkes zündet,
womit jegliche Gefahr für die Explosion dieser Treibladung durch die Geschoßkugel ausgeschaltet
wird, selbst wenn sie das vorgesehene Hindernis durchdringen sollte.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels der Zeichnung erläutert, die
eine Seitenansicht einer Wurfgranate mit Selbstantrieb mit teilweisem axialem Schnitt zeigt.
Nach der Erfindung und dem Beispiel handelt es sich um eine Wurfgranate, die mittels einer leichten
Waffe, z.B. eines Sturmgewehres, durch den Abschuß einer für das normale Schießen benutzten Geschoßkugel
geworfen werden soll.
Die Wurfgranate besteht in bekannter Weise aus einem Zwischenkörper 1, der nach vorn durch einen
z. B. lösbaren Gefechtskopf 2 und nach hinten durch eine auf das Vorderende eines' Gewehrlaufes aufsteckbare
Traghülse 3 verlängert ist. Es kann eine Mündungsbremse oder ein Flammenschutz vorgesehen
sein, und die Traghülse'3 kann mit einem die Flugbahn stabilisierenden Leitwerk 4 versehen sein.
Weiter ist in der Wurfgranate ein bekanntes axiales Hindernis 5, z. B. aus Stahl, zum Auffangen einer Geschoßkugel
und zur Übertragung, des kinetischen Impulses der Geschoßkugei auf die Granate angeordnet.
Das Hindernis besitzt z. B. die Form einer kegelstumpfförmigen Muffe im vorderen Abschnitt der
Traghülse 3. Die Muffe ist im Bereich ihrer kleineren nach vorn gerichteten Stumpffläche mit einem Befestigungsbund
5 α versehen. ; ; '
Die Wurfgranate ist in an sich bekannter Weise mit
einem Hilfstriebwerk 6 versehen, welches aber erfindungsgemäß im oder etwa im Bereich des Hindernisses
5, jedoch außerhalb des Umfänges der Traghülse 3 achssymmetrisch angeordnet ist, und zwar vorzugsweise
zwischen' dem Vorderende der Traghülse 3 und dem Schwerpunkt G der Wurfgranate.
Durch das Auftreffen der Geschoßkugel auf das Hindernis 5 wird eine Zündeinrichtung ausgelöst, die
sich vom axialen Hindernis 5 zum Hilfstriebwerk 6 erstreckt; welches mit einer Ringdüse 6 a oder mehreren
auf dem Umfang verteilten Düsen versehen ist, wobei die Treibladung 6 einstückig ist oder aus meh-
Teren Elementen besteht. Die Düsen können dabei so gerichtet werden, daß der Wurfgranate durch die
Treibgase des Hilfstriebwerkes ein stabilisierender Drall erteilt wird. Ί
Die Zündeinrichtung, die durch die Geschoßkugel 5 ausgelöst wird, kann ein Zündrelais aufweisen, welches
zwischen der Treibladung und einem Zündhütchen 7 des axialen Hindernisses 5 liegt. Das Zündrelais
ist zweckmäßig eine Relaisladung 8 aus einem vor dem Zündhütchen 7 liegenden Brandsatz, wobei
die Relaisladung durch mindestens einen Kanal 9 mit der Zündfläche S der Treibladung des Hilfstriebwerkes
6 in Verbindung steht. Das Triebwerk 6 kann gegegebenenfalls mit mindestens einem Sicherheitsventil
versehen sein.
Schließlich können die Augen des Schützen gegen die Flammen des Hilfstriebwerkes durch einen strichpunktiert
angedeuteten, nach hinten konvergierenden Ablenker 11 geschützt werden, der die aus den Düsen
austretenden Gase der Traghülse 3 nähert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Wurfgranate, die mit einer hinteren Traghülse auf das Vorderende einer Waffe aufsteckbar ist,
deren abzuschießende Geschoßkugel die Granate durch Auftreffen auf ein axiales Hindernis der
Granate abwirft und einen Zünder betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß ein bei
Wurfgranaten an sich bekanntes Hilfstriebwerk (6) etwa im Bereich des Hindernisses außerhalb
des Umfangs der Traghülsen (3) achssymmetrisch angeordnet ist und die durch das Auf treffen der
Geschoßkugel auf das axiale Hindernis (5) gezündete Zündeinrichtung die Treibladung des äußeren
Hilfstriebwerkes zündet.
2. Wurfgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine in bekannter Weise das
axiale Hindernis (5) der Traghülse (3) bildende sich nach vorn kegelstumpfförmig verengende
Stahlmuffe (5) etwa in Nähe ihres Vorderendes ein Zündhütchen (7) aufnimmt, vor dem ein
Brandsatz (8) liegt, der durch mindestens einen radialen Kanal (9) mit der Zündfläche (S) der
Treibladung des Hilfstriebwerkes (6) in Verbindung steht.
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