DE1578049C1 - Geschütz mit gegenüber einer Rohrwiege rücklaufendem Geschützrohr - Google Patents
Geschütz mit gegenüber einer Rohrwiege rücklaufendem GeschützrohrInfo
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Description
3 4
die beiden Drehstabfedern quer zur Seelenachse im Kurvenbahnen 8 kraftschlüssig verbunden. Während
Rohrboden nebeneinander angeordnet und an ihren des Anhebens des Verschlußstückes beim Vorlauf des
entgegengesetzten Enden eingespannt sind, wobei die Geschützrohres werden die Drehstabfedern 13 und 14
jeweils an den freien Enden befestigten Hebel in gespannt, so daß der Schheßvorgang, der an sich
unterhalb des Bodenverschlußstückes angeordneten 5 selbsttätig durch das Gewicht des Verschlußstückes
Nutleisten geführt sind. erfolgt, durch die gespannten Drehstabfedern unter-Weitere
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich stützt wird. Es ist dies vorteilhaft beim Schießen mit
aus einem an Hand der Zeichnung näher erläuterten Erhöhung, da in diesem Fall ja das Verschlußstück
Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt nicht frei nach unten fallen kann, sondern auf den
F i g. 1 das hintere Rohrende mit dem in der Offen- io Flächen des Flansches 4 a gleitet,
stellung befindlichen Bodenverschlußstück in per- Die Wirkungsweise ist wie folgt: In der in den
spektivischer Ansicht, Fig. 1 und 2 gezeigten Offenstellung des Bodenver-
F i g. 2 die in F i g. 1 gezeigte Ansicht — teilweise schlußstückes 5 ist der Vorholvprgang fast beendet,
im Schnitt, In dieser Stellung, die mit der Einnahme des höchsten
Fig. 3 die kraftschlüssige Verbindung zwischen 15 Punktes der ansteigenden Kurve Sb durch die Leit-Bodenverschlußstück
und Rohrende mittels feder- rolle 6 erreicht ist, wird der Vorholvorgang kurzbeeinflußter Hebel — von der Seite gesehen, zeitig angehalten, und es erfolgt das Ansetzen des
Fig. 4 die in Fig. 3 gezeigte Anordnung in An- Geschosses 12 mittels eines Ladeautomaten 11, der
sieht gegen den Rohrboden, jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 3 20 ist. Da die Bodenöffnung des Ladungsraumes — wie
— versetzt gezeichnet. aus F i g. 4 ersichtlich ist — derart frei zugänglich
Das Geschützrohr 1 ist mittels des Schlittens 2 auf ist, daß der Ladeautomat 11 bis unmittelbar an diese
einer trogförmigen Wiege 3 verschiebbar gelagert. Öffnung herangefahren werden kann, braucht das
Der Vorlauf des Geschützrohres wird in bekannter Geschoß nur angesetzt und die Kartuschladung ein-
Weise durch einen nicht dargestellten Rohrvorholer 25 gelegt zu werden. Mittels eines nicht dargestellten
bewirkt, der an einen Flansch 4 a des Rohrbodens Auslösehebels wird der restliche Vorlauf in Gang
angreift. Um den angeschmiedeten Rohrboden 4 des gesetzt, wobei die Leitrolle 6 der steil abfallenden
Rohres 1 greift ein als Geschützverschluß dienendes Kurve 8 c folgt, so daß durch das nach unten fallende
Bodenverschlußstück 5, das die Flächen des Rohr- Bodenverschlußstück 5 das Rohr 1 nach hinten ver-
bodens 4 als Führungsflächen benutzt. Das Boden- 30 schlossen wird, wonach durch selbsttätiges oder
verschlußstück 5 weist seitliche Leitrollen 6 auf. Beim mechanisches Zünden der Treibladung der Schuß
Vorlauf des Geschützrohres wird das Bodenver- ausgelöst werden kann.
schlußstück durch Auflaufen der Leitrollen auf zwei Der durch den Abschuß des Geschosses 12 bean
der Wiege 3 befestigte Führungsflansche 7 gegen- wirkte Rückstoß läßt das Rohr 1 samt Bodenverüber
dem angeschmiedeten Rohrboden 4 angehoben 35 schlußstück 5 nach hinten schnellen, wobei die Leit-
und damit der Verschluß geöffnet. Die Führungs- rollen 6 unter Anheben der Weiche Sd entlang der
flansche 7 tragen Kurvenbahnen 8, welche an dem Führungsbahn 9 bewegt werden, bis sie auf der kurder
Schußrichtung entgegengesetzten Ende mit einer zen Geraden 8 α zum Stehen kommen. Vor dem Abzur
Wiegenoberkante parallel verlaufenden kurzen feuern ist dem Ladeautomaten 11 ein neues Geschoß
Geraden 8 a beginnen, dann in eine ansteigende 40 12 zugeführt worden. Ohne Unterbrechung erfolgt
Kurve Sb übergehen, um schließlich in einer steil durch den gespannten Rohrvorholer nunmehr der
abfallenden Kurve 8 c zu enden. Außer diesen Kur- Vorlauf des Rohres 1 mit dem Bodenverschlußstück 5,
venbahnen 8 tragen die Führungsflansche 7 noch wobei durch eine sinnvolle Konstruktion auch die
geradlinig verlaufende Führungsnuten 9, die von Mitnahme des Ladeautomaten 11 bewirkt wird. Bei
innen her in die Führungsflansche 7 eingelassen sind 45 diesem Vorlauf, der mit der Einnahme des höchsten
und beim Rücklauf des Geschützrohres zur Auf- Punktes der ansteigenden Kurve Sb durch die Leitnahme
der Leitrollen 6 dienen. Die Unterkante der rolle 6 sein vorläufiges Ende findet, ist das volle
zur Wiegenoberkante parallel verlaufenden Führungs- öffnen des Bodenverschlusses S wieder erreicht, so
nut 9 mündet stufenlos in die kurze Gerade 8 α ein. daß das Ansetzen eines neuen Geschosses 12 und das
Da sich die Kurvenbahn 8 und die Führungsnut 9 50 Einlegen einer neuen Kartuschladung erfolgen kann,
schneiden, ist vorgesehen, die ansteigende Kurve 8 b Selbstverständlich kann an Stelle der getrennten auch
im Bereich der Führungsnut 9 als Weiche Sd auszu- patronierte Munition verwendet werden. Aber selbst
bilden, die mit einem Gelenk 10 an den Führungs- bei getrennter Munition mit Ladeautomatik beträgt
flanschen 7 befestigt ist. die Ladezeit bei diesem neuartigen Verschlußsystem
Schließlich ist das Bodenverschlußstück 5 über an 55 einschließlich Rück- und Vorlauf bei einem Geschoßseiner
Unterseite in Nutleisten 17 und 18 eingreifende kaliber von 15 cm insgesamt nur 4 Sek., während sie
Hebel 15 und 16, die an den freien Enden je einer beim bekannten Flachkeilverschlußsystem mit Ladeim
Rohrboden 4 eingespannten Drehstabfeder 13,14 automatik fast 8 Sek. und ohne Automatik sogar
befestigt sind, mit dem Rohrboden 4 bzw. mit den 10 Sek. beträgt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Geschütz mit einem gegenüber der Rohr- bedingen unter anderem eine Verstärkung sowohl der
wiege rücklaufenden Geschützrohr und einem Bodenstücke der Geschützrohre als auch der Verquer
zu dessen Seelenachse verschiebbaren Ver- 5 Schlüsse. Dies hat jedoch den Nachteil größerer Abschluß,
dessen Öffnungsbewegung beim Vorlauf messungen und damit höherer Gewichte zur Folge,
von einer Führungsbahn über eine Rolle abgeleitet wodurch die Verwirklichung der weiteren Forderung,
wird, die beim Rücklauf des Geschützrohres nämlich eine erhöhte Feuergeschwindigkeit, in beaußer
Eingriff bleibt, dadurch gekenn- sonderem Maße erschwert wird.
zeichnet, daß der den Rohrboden (4) um- io Aufgabe der Erfindung ist es daher, gegenüber
greifende. Verschluß an beiden Seiten Leitrollen bekannten Geschützen gleichen oder ähnlichen Ka-(6)
trägt, die an an der Wiege (3) beiderseits an- übers Verbesserungen in bezug auf die Ausbildung
geordneten Führungsflanschen (7) geführt sind, des Geschützverschlusses sowie seiner Betätigung zu
wobei diese Führungsflansche (7) zur Führung schaffen, und zwar soll der Verschluß bei Aufnahme
der Leitrollen (6). beim Vorlauf ansteigende 15 vergleichsweise größerer Kräfte eine einfache und
Kurvenbahnen (8) und zur Führung der Leit- störungsfreie Betätigung beim Vorlauf des Geschützrollen
beim Rücklauf des Geschützrohres gerad- rohres ermöglichen.
linig verlaufende Führungsnuten (9) aufweisen, Diese Aufgabe wird bei einem Geschütz der ein-
die zur Wiegenoberkante parallel verlaufen und gangs genannten Art dadurch gelöst, daß der den
in die Kurvenbahn (8) derart übergehen, daß die 20 Rohrboden umgreifende Verschluß an beiden Seiten
ansteigende Kurvenbahn (8) im Bereich der Füh- Leitrollen trägt, die an an der Wiege beiderseits an-
rungsnuten (9) als ausschwenkbare Weiche (8*2) geordneten Führungsflanschen geführt sind, wobei
ausgebildet ist. diese Führungsflansche zur Führung der Leitrollen
2. Geschütz nach Anspruch 1, dadurch gekenn- beim Vorlauf ansteigende Kurvenbahnen und zur
zeichnet, daß die Weiche (8 d) mit einem Gelenk 25 Führung der Leitrollen beim Rücklauf des Geschütz-(10)
an den Führungsflanschen (7) befestigt ist rohres geradlinig verlaufende Führungsnuten auf-
und beim Rohrrücklauf durch die in der Füh- weisen, die zur Wiegenoberkante parallel verlaufen
rungsnut (9) zurückeilende Leitrolle (6) anheb- und in die KuEvenbahn derart übergehen, daß die
bar ist. ansteigende Kurvenbahn im Bereich der Führungsnut
3. Geschütz nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 30 als ausschwenkbare Weiche ausgebildet ist.
zeichnet, daß das Bodenverschlußstück (5) durch Eine solche Bauweise ermöglicht im Vergleich zu an seiner Unterseite angreifende Hebel (15, 16), Verschlüssen herkömmlicher Art einmal wesentlich die an den freien Enden je einer im Rohrboden kürzere Abmessungen, was. sich besonders vorteilhaft (4) eingespannten Drehstabfeder (13, 14) befestigt ' auf die Abmessungen des Geschützes selbst auswirkt, sind, mit dem Rohrboden (4) bzw. mit den Kur- 35 und zum anderen werden die bei der Betätigung des venbahnen (8) kraftschlüssig verbunden ist. Verschlusses auftretenden Kräfte und Beschleunigun-
zeichnet, daß das Bodenverschlußstück (5) durch Eine solche Bauweise ermöglicht im Vergleich zu an seiner Unterseite angreifende Hebel (15, 16), Verschlüssen herkömmlicher Art einmal wesentlich die an den freien Enden je einer im Rohrboden kürzere Abmessungen, was. sich besonders vorteilhaft (4) eingespannten Drehstabfeder (13, 14) befestigt ' auf die Abmessungen des Geschützes selbst auswirkt, sind, mit dem Rohrboden (4) bzw. mit den Kur- 35 und zum anderen werden die bei der Betätigung des venbahnen (8) kraftschlüssig verbunden ist. Verschlusses auftretenden Kräfte und Beschleunigun-
4. Geschütz nach Anspruch 3, dadurch gekenn- gen in beherrschbaren Grenzen gehalten, wodurch
zeichnet, daß die beiden Drehstabfedern (13, 14) gegenüber bekannten Geschützen gleichen Kalibers
quer zur Seelenachse im Rohrboden (4) neben- bei gleichen oder geringeren Abmessungen Leistungseinander
angeordnet und an ihren entgegen- 40 Steigerungen in bezug auf Reichweite und Feuergesetzten Enden eingespannt sind. geschwindigkeit erzielbar sind.
5. Geschütz nach Anspruch 3 und 4, dadurch In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist
gekennzeichnet, daß die Hebel (15, 16) in unter- die Weiche mit einem Gelenk an der Führungsbahn
halb des Bodenverschlußstückes (5) angeordneten befestigt und beim Rohrrücklauf durch die in der
Nutleisten (17, 18) geführt sind. 45 Führungsnut zurückeilende Leitrolle anhebbar.
An sich wäre auch eine Weiche in der Form denk-
bar, bei der die Führungsnut eine sich nach hinten
vermindernde Tiefe aufweist und die Leitrollen ver-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Geschütz mit senkbar angeordnet sind. Dies würde jedoch eine
einem gegenüber der Rohrwiege rücklaufenden Ge- 50 Schwächung des Verschlusses bedeuten und außerschützrohr
und einem quer zu dessen Seelenachse dem aufwendiger und störanfälliger sein,
verschiebbaren Verschluß, dessen Öffnungsbewegung Das Schließen des erfindungsgemäßen Verschlusses beim Vorlauf von einer Führungsbahn über eine erfolgt im allgemeinen durch sein Eigengewicht nach Rolle abgeleitet wird, die beim Rücklauf des Ge- beendetem Vorlauf und Ladevorgang, wobei die Leitschützrohres außer Eingriff bleibt. 55 rollen an einer der ansteigenden Kurvenbahn an-
verschiebbaren Verschluß, dessen Öffnungsbewegung Das Schließen des erfindungsgemäßen Verschlusses beim Vorlauf von einer Führungsbahn über eine erfolgt im allgemeinen durch sein Eigengewicht nach Rolle abgeleitet wird, die beim Rücklauf des Ge- beendetem Vorlauf und Ladevorgang, wobei die Leitschützrohres außer Eingriff bleibt. 55 rollen an einer der ansteigenden Kurvenbahn an-
Bei einem bekannten Geschütz dieser Art ist an schließenden, steil abfallenden Kurvenbahn geführt
dem rücklaufenden Geschützrohr ein mit einer Kur- werden. Der Schließvorgang kann jedoch in weiterer
venbahn versehenes Kurbelstück gelagert, das beim vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung dadurch
Vorlauf von einer an der feststehenden Wiege ange- beschleunigt werden, daß das Bodenverschlußstück
ordneten Rolle betätigt wird und die öffnungsbewe- 60 durch an seiner Unterseite angreifende Hebel, die an
gung des Verschlusses bewirkt. Hierbei treten infolge den freien Enden je einer im Rohrboden eingespann-Hebelwirkung
vergleichsweise große Kräfte auf, die ten Drehstabfeder befestigt sind, mit dem Rohrboden
infolge des Aufbaues des Verschlusses und der Steuer- bzw. mit den Kurvenbahnen kraftschlüssig verbunden
glieder nicht reduzierbar sind. Aus diesem Grunde ist. Die Verwendung von Drehstabfedern zum Schlie-
sind sowohl der bekannte Vorschlag als auch andere 65 ßen von Geschützverschlüssen ist an sich bekannt.
Verschlüsse dieser Art nicht ohne weiteres auf neu- Eine besonders vorteilhafte, weil raumsparende
zeitliche, leistungsgesteigerte Geschütze übertragbar. Ausbildung des Verschlusses wird in weiterer Aus-
Die in neuerer Zeit nämlich an derartige Geschütze gestaltung der Erfindung ferner dadurch erzielt, daß
Priority Applications (4)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1578049A DE1578049C1 (de) | 1967-12-05 | 1967-12-05 | Geschütz mit gegenüber einer Rohrwiege rücklaufendem Geschützrohr |
Publications (1)
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ID=5679032
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (4)
| Country | Link |
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- 1968-12-05 US US785012A patent/US3866513A/en not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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