DE157758C - - Google Patents
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Description
4 Jota-uPo-m-lb.
t
be-z
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neue Haumaschine zur Erzeugung von
Feilen- und Raspelhieb auf Werkstücken beliebiger Art, welche Maschine mit einem in
der Längs- und Querrichtung bewegbaren Werkstückträger ausgestattet ist, und bei
welcher der Hieb in aufeinander folgenden Längsreihen hergestellt wird.
Von älteren Maschinen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende im wesentlichen
dadurch, daß sie mit einem umsteuerbaren Getriebe versehen ist, mittels dessen der Werkstückträger
in seiner Längsrichtung unter dem Meißel hin- und auch zurückbewegt werden
kann, welches Getriebe mit einer ,auf den Hammer wirkenden Ausrückvorrichtung und
mit dem das Werkstück während des Hauens auf dem Werkstückträger festhaltenden Drücker in solcher Wechselwirkung steht, daß
beim Einrücken und Ausrücken des einen dieser Organe, z. B. des Drückers, zugleich
auch die anderen mit in oder außer Tätigkeit gesetzt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Maschine in einer beispielsweisen Ausführung
veranschaulicht. Dabei zeigt:
Fig. ι dieselbe im Aufriß und Fig. 2 im Grundriß; Fig. 3 und 4 veranschaulichen die
Anordnung des Werkstückträgers im Grundriß in zwei verschiedenen Stellungen; Fig. 5
zeigt die Verbindung des Werkstückträgers mit seinem Triebwerk, Fig. 6 einen lotrechten
Querschnitt nach Linie A-A der Fig. 4, Fig. 7 eine weitere Anordnung des Werkstück trägers
im Querschnitt und Fig. 8 denselben im Längsschnitt nach Linie B-B der Fig. 7,
Fig. 9 einen Querschnitt nach Linie C-C der Fig. 2; und die Fig. 10 und 11 veranschaulichen
in zwei Darstellungen die Verbindung des umsteuerbaren Getriebes mit dem Hammer und dem Drücker.
Der einen Zylinderabschnitt bildende Werkstückschlitten I, welcher in seiner Längsrichtung
verschiebbar und um seine Achse drehbar in einem Querschlitten 2 ruht, erhält nach vorliegender Erfindung seinen Antrieb
mittels eines umsteuerbaren Getriebes von der Antriebsachse 3 aus. Die Drehung der
letzteren wird im gezeichneten Beispiele durch einen offenen und einen gekreuzten Riemen 4
bezw. 5 und die auswechselbaren Scheiben 6, 7 bezw. 8, 9 auf die beiden parallel zueinander
gelagerten Wellen 10, 11 übertragen, so daß diese entgegengesetzte Drehung erhalten.
Beide Wellen tragen am vorderen Ende je eine Reibrolle 12 bezw. 13; es kann
mit der einen oder der anderen von diesen eine dritte Rolle 14 in Eingriff gebracht
werden (Fig. 1, 2 und 10), welche an einem auf der Achse 15 drehbaren Hebel 16 gelagert
ist und ihre Drehung mittels einer vierten Rolle 17 auf die Achse 15 überträgt.
Letztere ist auf der Grundplatte der Maschine, gegen Längsverschiebung gesichert, gelagert.
Auf dieser Achse 15 (Fig. 9), welche also, je nachdem die Rolle 14 mit der Rolle 12
oder mit der Rolle 13 in Eingriff steht, Rechts- oder Linksdrehung erhält, sitzt eine
Schnecke 18 (Fig. 9), welche von einem auf der Grundplatte der Maschine geführten
Schlittengehäuse 19 umgeben ist, so daß durch eine Verstellung desselben die Schnecke 18
auf ihrer Achse 15 in deren Längsrichtung verschoben werden kann.
Am hinteren Ende trägt das Schlittengehäuse 19 an einer darin geführten Stange 20
eine Rolle 21, welche durch Drehen einer als Handrad ausgebildeten, mit Schraubengewinde
im Gehäuse gehaltenen, auf die Stange 20 wirkenden Mutter 22 mehr oder minder weit
vorgeschoben werden kann. Auf diese Rolle 21 wirkt eine Schablone 23 an einem
Schablonenschlitten 24, welcher mit dem Werkstückträger verbunden ist und dessen
Längsbewegungen mitmacht, derart ein (Fig. 2 und 9), daß durch geeignete Gestaltung der
Schablone 23 der Schnecke 18 während des Betriebes eine selbsttätige Längsbewegung
auf ihrer Achse gegeben wird. Am vorderen Ende besitzt das Schlittengehäuse 19 einen
Ansatz 25^ (Fig. 2), welcher im Verein mit
der am Maschinengestell vorgesehenen Stellschraube 25 zur Begrenzung der Bewegung
der Schnecke 18 nach vorn dient.
Mit dieser Schnecke 18 steht das Schneckenrad 26 in Eingriff, welches auf einem Vierkant
der Mutterbüchse 27 zwischen deren Lagern 28, 29 (Fig. 1) sitzt. Die Büchse 27
ist dabei drehbar, aber gegen Längsverschiebung gesichert in ihren Lagern gehalten
und dient zur Führung und Bewegung der Schraubenspindel 30, welche an ihrem hinteren
Ende durch ein Querstück 31 mit dem Schablonenschlitten 24 (Fig. 1 und 2 links)
und am anderen Ende mit dem Werkstückschlitten ι verbunden ist. Die letztere Verbindung
ist durch eine Kreuzgelenkkupplung bewirkt (Fig. 1, 2, 3, 4 und 5). Die Kupplung
besteht aus den Gabeln 32 und 33, welche, um eine wagerechte Achse drehbar, mit dem Schlitten 1 bezw. der Spindel 30
und untereinander durch ein Gelenkstück 34 verbunden sind. Dabei ist die an der Spindel
befindliche Gabel 32 so weit, daß das Gelenkstück 34 auf dem in dieser Gabel gehaltenen
Bolzen 35, wenn dieser wagerecht steht, hin- und hergeschoben werden und so eine Querverschiebung
des Werkstückschlittens mitmachen kann (Fig. 5). Wenn die Kupplung um 90° gedreht ist, und es wird eine Querbe-λvegung
des Werkstückschlittens vorgenommen, so findet eine Drehung des Gelenkstückes 34 um den Bolzen 35 statt (Fig. 1
bis 4).
Wie ersichtlich, bewirkt das beschriebene Getriebe, je nachdem die Rolle 14 mit der
Rolle 12 oder 13 in Eingriff steht, eine Verschiebung
der Schraubenspindel 30 und damit der beiden Schlitten 1 und 24 in Beziehung
auf das Hauwerkzeug 36 nach der einen' oder anderen Richtung, links oder
rechts. Dabei bleibt diese Bewegung eine gleichmäßige, solange die Schnecke 18
gegen Längsbewegung auf ihrer Achse gesichert ist, wird aber sofort eine andere, sobald
man diese Längsbewegung der Schnecke zuläßt.
Zur Begrenzung des Rücktransportes des Werkstückschlittens dienen Anschläge, welche
die Endstellung bedingen. Im gezeichneten Beispiele sind diese Anschläge 37, 38 (Fig. 1)
auf einer Scheibe 39 angeordnet, welche unterhalb des Lagers 29 der Mutterbüchse 27
drehbar gehalten und als Kegelrad ausgebildet ist. Sie steht in Eingriff mit einem durch
Schaltdose 40 und einer darauf wirkenden Schiene 41 am Schablonenschlitten 24 entsprechend
angetriebenen Kegelrade 42, so daß sie bei jedem Rücktransporte des Werkstückschlittens
eine Drehung um l8o° erfährt. Dementsprechend sind auch die Anschläge
37, 38 um i8o° gegeneinander versetzt, so daß abwechselnd einmal der eine,
das nächste Mal der andere in die Bahn der Kupplungsgabel 32 (Fig. 4) bezw. einer
daran befindlichen Nase 43 gelangen und dadurch die Rückbewegung des Schlittens begrenzen
(Fig. 1). Dabei ist der eine Anschlag 38 mittels einer Stellschraube 38^ auf
Länge einstellbar, so daß dem Schlitten abwechselnd eine verschiedene Endstellung gegeben
werden kann, was für die Herstellung von Raspeln von Bedeutung ist.
Zur Umsteuerung des Triebwerkes von Hand dient die Kurbel 44 auf der Achse 45
(Fig. I, 2 und 9, 10), welch letztere ein mit dem Quadranten 46 am unteren Ende des
Hebels 16 in Eingriff stehendes Zahnrad 47 trägt, so daß durch Bewegung der Kurbel 44
die Rolle 14 nach Bedarf an die eine oder die andere der Rollen 12 bezw. 13 angedrückt
werden kann.
Um für den Schlittenvorschub die Friktionsgetriebe selbsttätig in Eingriff zu erhalten,
wirkt auf das obere Ende des Hebels 16 eine Zugfeder 48, so daß die Rolle 14 fest an
die Rolle 12 angedrückt wird, wenn jene Feder 48 angespannt wird. Um dieses zu
erreichen, ist die Feder 48 mit ihrem anderen Ende mittels des auf der Drückerwelle
49 befestigten Armes 50 (Fig. 1 und 11) mit
dieser Welle 49 verbunden, mit welcher außerdem mittels des Armes 51 und Gewichts-
und Rollenzug 52, 53 eine unter dem freien Ende des hier nach Art eines Aufwurfhammers
angeordneten Werkzeugträgers 54 gelagerte Welle 55 in Verbindung gebracht ist, welche das Gewicht an dem Zugorgane
52 in diejenige Lage zu drehen strebt, in der eine auf dieser Welle 55 befestigte
unrunde Scheibe 56 verhindert, daß der durch den auf der Hauptachse 3 sitzende Hubdaumen
57 (Fig. 10) gehobene Werkzeugträger 54 wieder niedergehen kann. Beide,
Feder 48 und Gewichtszug 52, suchen bei dieser Anordnung die Drückerwelle 49 im
Sinne des Uhrzeigers zu drehen, während sie durch den Hebel 59 und den auf diesen wirkenden
Tritt 60 (Fig. 1) in entgegengesetztem Sinne gedreht werden kann. Auf das vordere
Ende der Drückerwelle 49 ist eine Hülse 61 (Fig. ii) lose aufgesteckt, welche vorn den
das Werkstück in bekannter Weise an Ort haltenden Drücker 62 und hinten den Arm 63
trägt, auf welchen die zum Hochhalten des Drückers 62 dienende, am Gestell feste Feder
64 (Fig. 10) ihren Zug ausübt. Hinter der Hülse 61 ist auf der Drückerwelle 49 noch
ein Arm 65 befestigt, in welchem eine Nase 66 verschiebbar gehalten ist, so daß sie über den
Arm 63 der Drückerhülse herübergeschoben werden kann.
Wird durch Niedertreten des Tritthebels 59, 60 die Drückerwelle entgegengesetzt dem
Uhrzeiger gedreht, und zwar in die in Fig. 10 angegebene Stellung, und dann die Nase 66
über den Arm 63 der Drückerhülse geschoben, so wird dadurch gleichzeitig die Feder 48 angespannt und somit das Friktionsgetriebe für den Vorschub des Schlittens eingerückt,
die unrunde Scheibe 56 in eine solche Lage gerückt, daß sie das Herabfallen des Werkzeugträgers oder Hammers 54 (Fig. 1)
zuläßt und endlich die Spannung der Feder 48 und die Wirkung des Gewichtszuges 52
auf den Drücker 62 übertragen, so daß dieser fest auf das Werkstück niedergedrückt
wird.
Durch Zurückschieben der Nase 66, was von Hand mittels des Handgriffes 67 (Fig. 1)
und geeigneter, auf der Zeichnung nicht dargestellter Zwischenmittel oder auch selbsttätig
durch einen am Schablonenschlitten vorgesehenen Anschlag 68 (Fig. 2) bewirkt werden
kann, werden sämtliche Mechanismen wieder ausgerückt, die Spannung der Feder 48 wird aufgehoben, so daß die Friktionsrollen
12, 14 nicht mehr zusammengepreßt werden, die unrunde Scheibe 56 wird in die zum
Hochhalten des Hammers 54 passende Stel-
' lunli gedreht und die Belastung des Drückers
hört auf, so daß dieser durch den Einfluß der Feder 64 (Fig. 1) vom Werkstück abgehoben
wird.
Damit Hauwerkzeug und Werkstückträger immer gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden,
gleichviel in welcher Stellung sich der Hubdaumen beim Einrücken des Getriebes für den Schlittenvorschub befindet, ist am
freien Ende des Werkzeugträgers 54 das eine Ende der über Rollen 69 laufenden Schnur 70
befestigt und, wie in Fig. 10 schematisch dargestellt, deren anderes Ende mit dem Arm
71 eines bei 72 drehbar gehaltenen doppelarmigen Hebels 71, 73 verbunden. Eine
Druckfeder 74 sucht den Arm 71 dieses Hebels hoch zu halten, während der andere
Arm 73 hinter eine Nase 75 am Hebel 16 bei gehobenem Hammer gelegt werden kann,
so daß dadurch die Rollen 12, 14 außer Eingriff gehalten sind. Fällt der Hammer 54
nach abwärts, so zieht er den Arm 71 des Hebels 71, 73 hoch, der Arm 73 geht nach
abwärts und der Hebel 16 wird frei, soxdaß
nun die Rolle 14 durch den Einfluß der Feder 48 an die Rolle 12 angepreßt werden
kann. Infolgedessen beginnt der Werkstückträger gleichzeitig mit dem Fallen des Hauwerkzeuges
seinen Vorschub und bei jedem Arbeitsgange kommt der erste Hieb genau an die gleiche Stelle des Werkstückes, wenn dem
Werkstückträger beim Rücktransport die gleiche Endstellung gegeben wurde.
Zur Bewegung des den Werkstückträger enthaltenden Querschlittens 2 bei der Herstellung
von Raspeln geht durch denselben in der Bewegungsrichtung eine Schraubenspindel 76 (Fig. ι bis 4 und 6 bis 8) hindurch,
welche auf dem Maschinenbett in geeigneter Weise drehbar,, aber gegen Längsverschiebung
gesichert gelagert ist und zu beiden Seiten des Schlittens 2 je eine durch Führung auf
der Schlittenbahn gegen Drehung gesicherte •Mutter 77 bezw. 78 (Fig. 6) trägt, so daß
durch Drehen der Spindel 76 diese Muttern und damit der Schlitten 2 verstellt werden.
Zur Erzielung dieser Schlittenverstellung von Hand ist die Schraubenspindel 76 mit
einer Handkurbel 79 ausgestattet. Zur selbsttätigen Verstellung des Schlittens nach Fertigstellung
einer jeden Längszahnreihe während des Rücktransportes des Schlittens 1 dient
eine an dem Schablonenschlitten 24 angebrachte Schiene 80 (Fig. 4), welche, auf eine
auf dem hinteren Ende der Spindel 76 befindliche Schaltdose 81 bekannter Art auflaufend,
durch diese die erforderliche Drehung der Spindel 76 verursacht. Je nach Anordnung
und Länge der Schiene 80 ist die Ver-Stellung des Querschlittens 2 eine größere
oder kleinere. Die Rückwärtsbewegung des letzteren in die Anfangsstellung nach Fertigstellung
einer Raspel geschieht von Hand durch Bewegung der Kurbel 79. H°
Um dabei den Längszahn reihen einen beliebigen, z. B. wellenförmigen Verlauf geben
zu können, ist bei der Ausführung nach Fig. 3, 4 und 6 dem Schlitten 2 zwischen
den Muttern 77 und 78 Spiel gelassen, und zwischen der einen Mutter 77 und einem am
Schlitten befestigten Querstück 82 ist eine Feder 83 eingeschaltet, welche den Schlitten
an diese Mutter 77 heranzuziehen strebt. Diesem kann nun durch eine Schablone 84
entgegengewirkt werden, welche zwischen der zweiten Mutter 78 und der ebenfalls mit dem
Schlitten verbundenen Traverse 85 hindurchgeschoben wird und mit dem Werkstückschlitten
so verbunden ist, daß sie dessen Längsbewegung mitmachen kann, ohne der durch diese Schiene bedingten Querbewegung
des Schlittens hinderlich zu sein (Fig. 3 und 4).
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein anderes Beispiel einer Einrichtung zur Bewegung des
Querschlittens. Hier ist auf der Mutter 78"
eine zweite Mutter 86 mit starker Gewindesteigung angeordnet und so eingepaßt, daß
sie an dem Querstück 85 anliegt. Diese äußere Mutter 86 erhält mittels der Laufrolle
87 Führung auf der mit dem Längsschlitten 24 sich bewegenden Schablone 84s,
an welche diese Rolle 87 durch den Einfluß der Feder 88 angepreßt wird. Findet infolge
einer Vertiefung oder einer Erhöhung auf der Schablone 84^ eine Drehung der
äußeren Mutter 86 auf der inneren statt, so hat das ebenfalls eine Verschiebung des
Schlittens 2 gegenüber der stillstehenden Schraubenspindel 76 zur Folge. Es gewährt
also auch diese Einrichtung die Möglichkeit, bei geeigneter Gestaltung der Schablone 84^
den Längszahnreihen einen wellenförmigen oder anderen beliebigen Verlauf zu geben.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Maschine ist folgende:
Zum Hauen von Feilen wird der Querschlitten 2 durch Ausschaltung der Schiene 80
und mit Hilfe geeigneter, auf der Zeichnung der Einfachheit halber nicht angegebener
Feststellvdrrichtungen gegen Bewegung gesichert. Ebenso wird die zur Begrenzung
des Rücktransportes vorgesehene Einrichtung 37, 3§>
39> 42> 41' 4° g'anz ausgeschaltet, oder
es wird den beiden Anschlägen 37, 38 gleiche Höhe gegeben, so daß der Werkstückträger
immer die gleiche Endstellung erhält.
Ist das Werkstück in bekannter Weise aufgespannt, so werden in der oben erläuterten
Weise durch Niedertreten des Trittes 60 und darauf folgendes Einrücken der Nase 66 alle
Arbeitsmechanismen gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt, und dann wird selbsttätig" eine Hiebbahn
fertig gehauen. Ist dieses geschehen, so werden die einzelnen Werkzeuge durch Zurückschieben der Nase 66 ausgeschaltet
und der Werkstückträger wird durch Umsteuern des Getriebes mit Hilfe der Kurbel 44
in die Anfangsstellung zurückgeführt, worauf die Maschine zum Hauen einer neuen Hiebbahn
bezw. eines neuen Werkstückes fertig ist.
Soll beim Hauen von Feilen die Hiebteilung über das ganze Werkstück hin die
gleiche bleiben, so wird das die Schnecke 18 des Differentialgetriebes umschließende Gehäuse
19 festgestellt. Soll dagegen die Hiebteilung eine verschiedene sein, so gibt man
der Schablone 23 eine entsprechende Gestaltung, so daß der Schnecke 18 außer der
Drehung gleichzeitig eine Längsbewegung in der einen oder anderen Richtung erteilt und
dadurch die Transportgeschwindigkeit verringert oder vergrößert wird. Die Fig. 2
und 9 veranschaulichen die hierzu bestimmte Vorrichtung.
Beim Hauen von Raspeln wird der Hieb in an sich bekannter Weise in aufeinander
folgenden Längsreihen hergestellt, indem nach Fertigstellung einer jeden Reihe der
den Werkstückträger enthaltende Querschlitten um die Hiebteilung vorangeschoben wird.
Die bei vorliegender Maschine zur Erzielung dieser Bewegung dienenden Einrichtungen
sind oben des näheren erläutert worden, und ebenso ist dort bereits gezeigt worden, wie
den Längsreihen ein wellenförmiger Verlauf gegeben werden kann.
Zur Erzielung des erforderlichen Versatzes der einen Zahnreihe gegenüber der vorhergehenden
wird dem Schlitten 1 beim Rücktransport abwechselnd eine verschiedene Endstellung
gegeben, indem man den einen Anschlag 38 (Fig. ι und 2) der Scheibe 39 dem
Zahnversatz entsprechend niedriger oder höher einstellt als den anderen Anschlag 37.
Auch kann man zur Herstellung von Raspeln das Hauwerkzeug während des Vor-
und Rückganges des Werkstückträgers arbeiten lassen, wenn nur Vorsorge getroffen
wird, daß bei jeder Bewegungsumkehrung eine Verstellung des Querschlittens stattfindet.
In diesem Falle wird der Versatz der Längszahnreihen durch einen Leergang des Schlittentriebwerkes
erreicht, indem die an dem Schneckengehäuse 19 befindliche Rolle 21 so
eingestellt wird, daß diesem Gehäuse 19 zwischen seinen Stützpunkten der Schablone 23
und der Stellschraube 25 Spiel gelassen ist, damit die Schnecke 18 selbst bei jeder Umsteuerung des Getriebes zuerst eine Längs-
Verschiebung auf ihrer Achse erfährt, bevor ihre Drehbewegung und damit der Schlittenvorschub
beginnt.
Den Querzahn reihen kann nach Wunsch ein gerader oder auch ein bogenförmiger Verlauf
gegeben werden. Im ersteren Falle wird die die Schraubenspindel 30 mit dem Werkstückträger
ι verbindende Kupplung so eingestellt, daß die Gelenkbolzen wagerecht
liegen (Fig. 5). Es verschiebt sich dann bei der Querbewegung von 1 das Gelenkstück 34
auf dem Bolzen 35. Wird dagegen die Kupplung um 90° verdreht, so findet eine
Drehung des Gelenkstückes um den Bolzen 35 statt und die Querzahnreihen erhalten
dann einen bogenförmigen Verlauf, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Claims (10)
- Patent-Ansprüche:ι. Maschine zur Erzeugung von Feilen- und Raspelhieb, welche mit einem in der Längs- und in der Querrichtung bewegbaren Werstückträger ausgestattet ist und den Hieb in aufeinander folgenden Längsreihen herstellt, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger (i) durch einίο für den Vor- und Rückgang umsteuerbares Getriebe (12, 13, 14) in seiner Längsrichtung unter dem Hauwerkzeuge hin- und herbewegt werden kann, während zugleich die Steuerung dieses Getriebes mit einer auf das Hauwerkzeug einwirkenden Ein- und Ausrückvorrichtung (56) sowie mit dem das Werkstück auf dem Werkträger während des Hauens festhaltenden Drücker (62) in solcher Wechselwirkung steht, daß bei Ein- und Ausrücken eines dieser Glieder, z. B. des Drückers, zugleich die anderen mit in bezw. außer Tätigkeit gesetzt werden.
- 2. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der Hauptachse (3) aus mittels offenen und gekreuzten Riemens Achsen (10 und Ii) in entgegengesetzter Richtung angetrieben werden, an deren Enden Reibrollen (12 bezw. 13) sitzen, zwischen welchen auf einem um eine Achse (15) drehbaren Hebel (16) eine dritte Reibrolle (14) so angeordnet ist, daß sie je nach Einstellung des Hebels (16).von der einen oder anderen der Rollen (12, 13) angetrieben werden kann und daß die Rolle (14) in Eingriff steht mit einer Rolle (17) auf der Achse (15), welche unter Vermittelung eines Schneckengetriebes (18, 26) eine Mutter (27) auf der Spindel (30) in Drehung und dadurch diese mit dem Werkstückträger gekuppelte Spindel (30) in Längsbewegung versetzt, so daß durch geeignete Einrückung des Friktionsgetriebes (12, 13, 14) der Werkstückträger (1) selbst nach Belieben in der einen oder anderen Richtung bewegt werden kann.
- 3. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (18) in der Längsrichtung auf ihrer Achse verschiebbar ist und unter dem Einfluß eines sie umgebenden Gehäuses (19) steht, das beim Vorschub des Werkstückträgers (1) unter Vermittelung einer einstellbaren Rolle (21) von einer mit dem Werkstückträger (1) sich bewegenden Schablone (23) verschoben werden kann und beim Rückgange des Werkstückträgers (1) sich an einer am Maschinenbett gehaltenen Stellschraube (25) stützt, zum Zweck, eine Änderung der Vorschubgeschwindigkeit des Werkstückes und einen Leergang des Triebwerkes beim jedesmaligen Richtungswechsel zu ermöglichen.
- 4. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das freie Ende des Steuerhebels (16) des umsteuerbaren Getriebes (12, 13, 14) eine Zugfeder (48) ein- \virkt, welche, wenn gespannt, das Getriebe für den Vorschub des Werstückträgers (1) in Eingriff zu halten strebt, und daß diese Feder sowohl, wie auch ein Rollen- und Gewichtszug (52, 53), welcher eine auf einer Welle (55) sitzende unrunde Scheibe (56) in der Lage zu halten strebt, in der sie das Hauwerkzeug gegen Herabfallen sichert, zugleich durch Vermittelung von Hebeln (50 bezw. 51) drehend auf die Drückerwelle (49) einwirken , so daß, wenn eine in dem ebenfalls auf der Drückerwelle befestigten Arme (65)' verschiebbar gehaltene Nase (66) über den Arm (63) der drehbar auf die Welle (49) aufgesteckten Drückerhülse (61) geschoben ist, der Drücker (62) auf das Werkstück niedergedrückt, die Feder (48) angespannt und dadurch das umsteuerbare Getriebe (12, 13, 14) eingerückt und auch in dieser Lage gesichert und die unrunde Scheibe (56) ausgerückt wird, zum Zweck, den Werkstückträger sowie das Hauwerkzeug und den Drücker durch Ein- bezw. Ausrückung der Nase (66) gleichzeitig in oder außer Tätigkeit setzen zu können.
- 5. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauwerkzeug (54) bezw. dessen Trägsr durch einen Rollenzug (69, 70) mit dem durch eine Druckfeder (74) hochgehaltenen Arme (71) eines doppelarmigen Hebels (71, 73) verbunden ist, welcher mit seinem anderen Arme (73), wenn er hinter eine Nase (75) an dem Steuerhebel (16) des umsteuerbaren Getriebes (12, 13, 14) greift, die Einrückung desselben für den Schlittenvorschub hindert, so daß erst, nachdem durch Fallen des Hauwerkzeuges der Hebel (73) von der Nase (75) abgezogen ist, das Getriebe (12, 13, 14) durch die an den Steuerhebel (16) angreifende Feder (48) eingerückt werden kann.
- 6. Eine Ausführungsform der Ma: schine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn des Werkstückträgers (1) zur Begrenzung des Rücktransportes eine mit zwei auf Höhe einstellbaren, um i8o° gegeneinander ver-setzten Anschlägen (37, 38) versehene Scheibe (39) angeordnet ist, welche zu Beginn des Rücktransportes um i8o° gedreht wird, so daß die beiden Anschläge (37, 38) abwechselnd die Endstellung des Werkstückträgers bedingen, zum Zweck, durch Einstellung dieser Anschläge den Längszahnreihen einen beliebigen Versatz geben zu können.
- 7. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 mit in einem Querschlitten (2) ruhendem Werkstückträger (1), dadurch gekennzeichnet, daß dieser Querschlitten (2), welcher mittels Kurbel (79) und Spindel (76) und Muttern (77j 78) von Hand verstellbar ist, nach Fertigstellung einer jeden Längszahnreihe dadurch selbsttätig verstellt wird, daß eine mit dem Werkstückträger sich bewegende Schiene (80) unter A^ermittelung eines Schaltgetriebes (81) der Spindel (76) eine entsprechende Drehung erteilt.
- 8. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschlitten, mit Spiel zwischen Muttern {77, 78) auf der Spindel (67) sitzend, durch eine Feder (83) an die eine Mutter (77) angedrückt wird und durch eine zwischen der zweiten Mutter(78) und einem am Schlitten festen Querstück (85) hindurchgeführte, mit dem Längsschlitten sich bewegende Schablone (84) auch während des Hauens einer Längsreihe verstellt werden kann, zum Zweck, diesem einen beliebigen Verlauf geben zu können.
- 9. Eine Abänderung der Maschine nach Anpruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Mutter (78") eine zweite Mutter (86) mit starker Gewindesteigung aufgesetzt und so eingepaßt ist, daß sie an dem Querstück (85) anliegt, und daß diese äußere Mutter (86) auf einer mit dem Werkstückträger sich bewegenden Schablone (84^) mit einer durch den Einfluß der Feder (88) angedrückten Laufrolle (87) Führung erhält, so daß bei wechselnder Dicke der Schablone (84") die Mutter (86) in der einen oder anderen Richtung gedreht und dadurch der Quer-Schlitten (2) unter Mitwirkung der Feder (83) nach rechts oder links verstellt wird.
- 10. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger mit seiner Vorschubspindel (30) durch eine Kupplung verbunden ist, welche aus zwei je an dem einen dieser Teile um eine wagerechte Achse drehbar gehaltenen, durch ein Gelenkstück (34) verbundenen Gabeln (32, 33) besteht, und wobei das Gelenkstück (34) auf dem Bolzen (35) der an der Spindel befindlichen Gabel (32) bei der Querbewegung des Schlittens (1) und bei wagerechter Lage des Bolzens (35) sicn verschiebt, bei lotrechter Lage dieses Bolzens aber um diesen sich dreht und so eine Änderung der Längsbewegung des Werkstückträgers (1) bewirkt, so daß im ersteren Falle gerade, im zweiten dagegen bogenförmige Querzähnereihen sich ergeben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT22987D AT22987B (de) | 1902-02-17 | 1904-08-24 | Maschine zur Erzeugung von Feilen- und Raspelhieb. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE157758C true DE157758C (de) |
Family
ID=423997
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1902157758D Expired - Lifetime DE157758C (de) | 1902-02-17 | 1902-02-17 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE157758C (de) |
-
1902
- 1902-02-17 DE DE1902157758D patent/DE157758C/de not_active Expired - Lifetime
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