DE1576941B2 - Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druck luftmaschine - Google Patents
Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druck luftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine
mit Hub- und Schlupfeingriff, bestehend aus einem radial bewegliche KoI-benschieber
aufweisenden Kolben, welcher innerhalb eines axial von Dichtplatten begrenzten und von einem
äußeren Gehäusemantel umgebenden inneren Gehäusemantels umläuft, der Ein- und Auslässe aufweist, wovon
der Einlaß in mindestens eine in der Innenwandung des inneren Gehäusemantels befindliche Aussparung
und der Auslaß in eine von beiden Mänteln eingeschlossene Ringkammer mündet. Eine derartige geräuschgedämpfte
Rotationskolben-Druckluftmaschine ist aus der CH-PS 4 40 328 bekannt. Bei der bekannten
Rotationskolben-Druckluftmaschine wird die aus dem Arbeitsraum austretende Abluft einer zwischen dem inneren
und dem äußeren Gehäusemantel angeordneten Entspannungkammer zugeführt. Diese Entspannungskammer ist durch nach innen gelegene Rippen des äu-
ßeren Gehäusemantels in zwei schalenförmige Kammerteile aufgeteilt, die miteinander durch Ventile in
Verbindung stehen. Ist die Maschine in Betrieb, so tritt die aus dem Arbeitsraum ausströmende Druckluft in
den ihr zunächst gelegenen Kammerteil der Entspannungskammer ein und schiebt die zwischen den beiden
Kammerteilen vorgesehenen, unter der Wirkung von Federn stehenden Ventile auf. Über diese Ventile tritt
die Abluft in den anderen Kammerteil ein und verläßt aus diesem schließlich unter Umspülung des inneren
Gehäusemantels das Maschineninnere. Die zwischen den beiden Kammerteilen angeordneten Ventile dienen
dem Zweck, den Zutritt der Außenluft in das Maschineninnere bei abgeschalteter und im Auslaufen begriffener
Maschine zu verhindern, um das dabei auftretende sirenenartige Heulen zu unterbinden. Während
des Laufes bzw. Betriebes der Maschine haben diese Ventile auf die Lärmentstehung nur eine unzureichende
Auswirkung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Vermeldung baulicher Vergrößerungen der Maschinen und unter Verzicht auf zusätzliche Anbauelemente für eine Rotationskolben-Druckluftmaschine oben genannter Art ein System geräuschdämpfender Maßnahmen zu entwickeln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Vermeldung baulicher Vergrößerungen der Maschinen und unter Verzicht auf zusätzliche Anbauelemente für eine Rotationskolben-Druckluftmaschine oben genannter Art ein System geräuschdämpfender Maßnahmen zu entwickeln.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Ringkammer durch eine abwechselnde Aufeinanderfolge
von Aussparungen unterschiedlicher Form und Tiefe im inneren und äußeren Gehäusemantel derart
gebildet ist, daß sich die Aussparungen teilweise überdecken und dadurch stetig sich ändernde Übertrittsquerschnitte
bilden und daß im Bereich des Auslasses in Form von Auslaßkanälen in einer der beiden
Dichtplatten noch weitere Auslaßkanäle vorgesehen sind, welche in eine an die Dichtplatte anschließende
Entspannungskammer münden, welche ihrerseits über Luftaustrittsöffnungen mit einer die Entspannungskammer
umfassenden Verwirbelungskammer verbunden ist, die mittels Überströmbohrungen mit der Ringkammer
und über Radialbohrungen mit einer die Verwirbelungskammer
ringförmig umgebenden Dämpfungskammer, welche an ihrem äußeren Umfangsmantel Abblasöffnungen
aufweist, in Verbindung steht, wobei diese öffnungen bzw. Bohrungen jeweils gegeneinander versetzt
angeordnet sind.
An Rotationskolben-Druckluftmaschinen ist es beispielsweise gemäß der DT-PS 8 69 753 bekannt, zum
Zwecke der Geräuschdämpfung die aus dem Maschineninneren austretende Abluft zunächst in eine Ringkammer
zu leiten und von dieser nach mehrfacher Umlenkung ins Freie zu führen. Diese Ringkammer ist
durch eine den inneren Gehäusemantel umschließende Hülse gebildet, die zum Zwecke der Luftlenkung mit
Zwischenwänden und Lenkblechen versehen sein kann.
Nach der DT-AS 11 52 575 ist es bei Druckluftzahnradmotoren
ferner bekannt, die aus den Arbeitskammern der Maschine nach außen zu leitende Abluft in
zwei Abluftströme aufzuteilen, zu welchem Zwecke Vorausströmöffnungen und Endausströmöffnungen
vorgesehen sind. Die aus den Vorausströmöffnungen aus dem Arbeitsraum axial austretende Vorausströmluft
wird mit der ebenfalls axial weggeführten Endausströmluft in einer den inneren Gehäusemantel umkleidenden
Entspannungskammer wieder vereinigt und von dort einer zweiten Ringkammer, die die erstere
umschließt, zugeführt, von wo sie ins Freie tritt. In der äußeren Ringkammer sind zweckmäßig zur Umlenkung
der Auspuffluft Prallrippen angeordnet, die in gewissem Umfang einen Luftstau und eine Luftverwirbelung
und einen Abbau der Strömungsenergie bewirken sollen.
Die bemerkenswerte Besonderheit der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß die den Kolben treibende
Antriebsluft nach Umsetzung ihres Energiegehaltes in die durch die Lauffläche des inneren Gehäusemantels
und den Kolben gebildete Luftaustrittskammer gelangt und von dort in zwei zueinander unterschiedlichen
Strömungsrichtungen weiterbefördert wird.
Die Aufteilung der die Luftaustrittskammer verlassenden Abluft bringt im Hinblick auf den Abbau des
Energiegehaltes der Abluft ganz entschiedene Vorteile in bezug auf die Lärmreduzierung der durch diese Luftströme
verursachten Geräusche mit sich.
Bei der erfindungsgemäß gestalteten Ringkammer ist durch die abwechselnde Aufeinanderfolge von im inneren
und im äußeren Gehäusemantel vorgesehenen Aussparungen unterschiedlicher Form und Tiefe ein Kammersystem
geschaffen, das auf die dieses Kammersystem durchlaufenden pulsierenden Luftströme im Hinblick
auf eine Reduzierung des Energiegehaltes dieses Teiles der Maschinenabluft vorteilhafte Auswirkungen
hat.
Durch die sich stetig ändernden Überströmquerschnitte zwischen den im inneren und äußeren Gehäusemantel
gebildeten Ausnehmungen wird der dieses Kammersystem durchlaufende Luftstrom fortwährend
strömungsseitig beeinflußt und hat dadurch stetige Druck- und Geschwindigkeitsänderungen zur Folge.
Die außerdem bewirkte Verwirbelung und akustische Filterung der Luftströme wirkt sich günstig auf die angestrebte
Geräuschbekämpfung aus. Gleichermaßen ist von Vorteil, daß der die Luftaustrittskammer in radialer
Richtung verlassende Abluftstrom durch die konstruktive Gestaltung der Ringkammer den inneren Gehäusemantel
gegensinnig umströmt und diesen schließlich, nachdem diese Abluftströme im Bereich der Überströmbohrungen
wieder zusammengeführt sind, durch diese Überströmbohrungen nach der Verwirbelungskammer
hin verläßt.
Die zwischen Ringkammer und Verwirbelungskammer vorgesehenen Überströmbohrungen sind nach
einem bevorzugten Merkmal der Erfindung in jenen Aussparungen der Ringkammer angeordnet, welche
den in die Ringkammer mündenden Auslaßkanälen in Umlaufrichtung des Kolbens nachfolgen. Ihre räumliche
Anordnung bzw. ihr radialer Versatz zueinander ist vorteilhafterweise so getroffen, daß an den durch diese
Überströmbohrungen hindurch geleiteten Luftstößen eine Interferenz erreicht wird. Das Schallspektrum
wird dadurch in einen Frequenzbereich verschoben, der bei der Lärmentwicklung weniger störend in Erscheinung
tritt.
Dem nämlichen Zweck, den Energiegehalt der das Maschineninnere durch die Dichtplatte axial verlassenden
Abluft abzubauen, dient die erfindunsggemäß gestaltete Ausführung der im Halsteil des Maschinengehäuses
vorgesehenen Entspannungskammer. Die Kontur der inneren Mantelfläche dieser Entspannungskammer
ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung trichterförmig ausgebildet, und die Luftaustrittsöffnungen
sind axial ausgehend von der Dichtplatte im ersten Drittel der Entspannungskammer angeordnet. Um die
Geräuschentstehung und auch die Geräuschfortpflanzung mit den Mitteln der Absorption des Luftschalles
ebenfalls im Sinne einer Geräuschverminderung zu beeinflussen, sind nach einer weiteren Ausgestaltung die
Verwirbelungskammer als auch die Dämpfungskammer mit schwingungsdämpfendem Werkstoff, insbesondere
mit Hartgummi, ausgekleidet bzw. der Verschlußring und der äußere Umfangsmantel aus schwingungsdämpfendem
Werkstoff ausgeführt.
Vorteilhafte Maßnahmen zur Geräuschbekämpfung an druckluftbetriebenen Rotationskolben-Druckluftmaschinen
sehen ferner vor, durch Bemessung der Luftübertrittsquerschnitte für die aus der Luftaustrittskammer
wegzuführende Maschinenabluft den Luftlärm herabzusetzen. So ist das Gesamtquerschnittsverhältnis
der Auslaßkanäle zu den Luftaustrittsöffnungen etwa zwischen 1 und 2,5 und die Querschnitte der Auslaßkanäle
sich in Umlaufrichtung des Kolbens stetig verringernd ausgeführt. So ist der Gesamtquerschnitt der aus
der Luftaustrittskammer in die axial vor dem Kolben gelegene Entspannungskammer führenden Auslaßkanäle
gegenüber dem Querschnitt der aus dieser Entspannungskammer in die Verwirbelungskammer führenden
Luftaustrittsöffnung um das angegebene Verhältnis größer ausgeführt, was in der Entspannungskammer zu einem Luftstau führt.
Um schließlich auch den von der in das Maschineninnere eintretenden Druckluft verursachten Luftlärm zu
reduzieren, weist nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung die Aussparung an der Mündung des
Einlaßkanals in ihrer achsparallelen Erstreckung mindestens 35% der Axialerstreckung des inneren Gehäusemantels
und in ihrer Umfangserstreckung etwa V30 bis Vs der Umfangserstreckung des inneren Gehäusemantels
auf.
Diese kammerartige Aussparung des zum Arbeitsraum der Maschine führenden Eintrittskanals hat gegenüber
bekannten Ausführungen, die beispielsweise durch Bohrungen oder schlitzartige Durchbrechungen
gebildet sein können, den Vorzug, daß die den Eintrittskanal passierenden Luftströme nicht einzeln und dadurch
mehrfach durch die Kolbenschieber geschnitten werden, was zu einer Veränderung der Frequenz der
hier erzeugten schwingenden Luftstöße führt und sich dadurch im Bereich des Lufteintrittes an solchen Maschinen
günstig auf den vorhandenen Geräuschpegel im Sinne einer Geräuschverringerung auswirkt. Bei
nach den Merkmalen der Erfindung ausgestatteten Druckluftmaschinen wird sowohl auf die Geräuschentstehung
als auch auf die Schallausbreitung durch gestalterische, strömungstechnische und akustische Maßnahmen
Einfluß genommen, was auf die mit der Erfindung angestrebte Lärmreduzierung von bedeutender
Auswirkung ist.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch eine Rotationskolben-Druckluftmaschine,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Maschine gemäß Schnitt A-A in F i g. 1 und
F i g. 3 eine Seitenansicht der Maschine gemäß Schnitt B-B in Fi g. 1.
An einem äußeren Gehäusemantel 1 (Fig. 1) einer Rotationskolben-Druckluftmaschine ist in an sich bekannter
Weise ein Halsteil 2 vorgesehen, durch den die Antriebswelle 3 hindurchgeführt ist. In den zylinderförmigen
Teil des äußeren Gehäusemantels 1 ist ein innerer Gehäusemantel 4 eingesetzt, der in einer exzentrischen
Bohrung einen Kolben 5 aufnimmt. Der Kolben 5 besitzt in üblicher Ausführung mehrere am Umfang radial
versetzte, schlitzartige Ausnehmungen 6 zur Aufnahme von Kolbenschiebern 7 a bis 7d. Der innere Gehäusemantel
4 ist in axialer Richtung von einem Einlaß
8 teilweise durchbrochen, von dem aus ein Einlaßkanal
9 durch die Innenwandung 10 des inneren Gehäusemantels radial verlaufend, hindurchgeführt ist. Im Bereich
des Einlaßkanals 9 ist eine die Mündung des Einlaßkanals 9 in axialer und radialer Richtung kammerartig
erweiternde, gegenüber der Innenwandung 10 zurückgesetzte Aussparung 11 angeordnet. Die Größe
dieser Aussparung ist teilweise abhängig von der Baugröße der Maschine und soll in ihrer achsparallelen Er-Streckung
mindestens 35% der Axialerstreckung des inneren Gehäusemantels und in ihrer Umfangserstrekkung
etwa V30 bis 1A der Umfangserstreckung des inneren
Gehäusemantels betragen.
Die im Bereich der Mündung des Einlaßkanals 9 und der zugehörigen Aussparung 11 liegende, durch den
Kolben 5, den inneren Gehäusemantel 4 und die Kolbenschieber 7a; 7b gebildete sichelförmige Expansionskammer 12 kann in der in F i g. 2 veranschaulichten
Kolbenstellung mit Druckluft gespeist werden. Der Expansionskammer 12 liegt eine durch den Kolben 5, inneren
Gehäusemantel 4 und die Kolbenschieber 7 c; 7d gebildete Luftaustrittskammer 13 etwa diametral gegenüber,
aus der die expandierte Druckluft aus dem Maschineninneren hinausgeführt wird. Gemäß einem
Erfindungsmerkmal soll dies durch Aufteilung des Abluftstromes in zwei zueinander unterschiedlichen Richtungen
geschehen. Zu diesem Zweck führen aus der Luftaustrittskammer 13 mehrere Auslaßkanäle 14
durch eine axial vor dem Kolben angeordnete Dichtplatte 15 in eine vom Halsteil 2 des äußeren Gehäusemantels
1 gebildete.Entspannungskammer 16. Die Auslaßkanäle 14 werden durch Bohrungen und/oder
schlitzartige Durchbrechungen gebildet und sind zur Luftaustrittskammer 13 axial liegend in der Dichtplatte
15 angeordnet. Der andere, kleinere Teil der aus der Luftaustrittskammer 13 hinauszubefördernden Abluft
verläßt die Luftaustrittskammer 13 über zu dieser radial liegende, vorzugsweise durch Bohrungen gebildete
und in eine zwischen äußerem Gehäusemantel 1 und innerem Gehäusemantel 4 angeordnete Ringkammer
17 führende Auslaßkanäle 18. Die im Bereich der Luftaustrittskammer 13 den inneren Gehäusemantel 4 radial
durchbrechenden Auslaßkanäle 18, die an Stelle von Bohrungen auch als schlitzartige Durchbrechungen
ausgeführt sein können, sind erfindungsgemäß in radialer und axialer Ebene zueinander um einen Bruchteil
der Frequenz der aus der Luftaustrittskammer 13 in die Ringkammer 17 übertretenden schwingenden Luftsäule
versetzt angeordnet, um an dem radial austretenden Abluftstrom eine Interferenz zu erzeugen.
Die Ringkammer 17 ist durch in die äußere Wand 19 der Ringkammer und in die innere Wand 20 der Ringkammer
eingearbeitete, radial zueinander versetzte, über einen Teil der Länge des inneren Gehäusemantels
sich erstreckende Ausnehmungen 17a bis 17^-bzw. 17/4
bis 17Funterschiedlicher geometrischer Form und Tiefe gebildet, derart, daß jeweils die am inneren Gehäusemantel
4 und am äußeren Gehäusemantel 1 zwischen den Ausnehmungen 17a bis 17g· bzw. 17A bis 17F verbleibenden
Stege wechselseitig je einer am äußeren Gehäusemantel 1 oder am inneren Gehäusemantel 4
verbleibenden Ausnehmung gegenüberstehend angeordnet sind und diese in nur einem Teil ihrer Breite,
vorzugsweise außermittig, überdecken.
Gemäß der Erfindung ist die Überdeckung derart ausgeführt, daß im Sinne der Strömungsrichtungen E, F
der die Ringkammer 17 durchströmenden Abluft ein sich von Ausnehmung zu Ausnehmung stetig ändernder
Überströmquerschnitt vorhanden ist. In einer oder mehreren der im äußeren Gehäusemantel 1 angeordneten,
der Ringkammer 17 zugehörenden Ausnehmungen sind Überströmbohrungen 21 vorgesehen. Diese Überströmbohrungen
21 sind in axialer Richtung durch den äußeren Gehäusemantel 1 hindurchgeführt und stehen
mit einer im Halsteil 2 der Maschine angebrachten, durch einen Verschlußring 22 gebildeten Verwirbelungskammer
23 in Verbindung. Der Verschlußring 22 ist hierbei auf eine zylindrische Andrehung des Halsteiles
2 aufgeschoben. Es hat sich als besonders wirkungsvoll gezeigt, die mit der Verwirbelungskammer 23 in
Verbindung stehenden Überströmbohrungen 21 in den den Auslaßkanälen 18 im Uhrzeigersinn nachfolgenden
Ausnehmungen 176; 17c; I7d des äußeren Gehäusemantels
1 anzubringen. Es ist auch möglich und mitunter zweckmäßig, diese Überströmbohrungen 21 in anderen
Ausnehmungen der Ringkammer 17 vorzusehen. Im Bereiche der Verwirbelungskammer 23, zu dieser
jedoch radial nach außen versetzt, ist eine durch einen Umfangsmantel 24 gebildete Dämpfungskammer 25
angeordnet. Der Umfangsmantel 24 kann hierbei mit dem Halsteil 2 des äußeren Gehäusemantels 1 durch
eine Klemmverbindung lösbar verbunden sein.
Zum Zwecke der Schallabsorption ist der Verschlußring 22 und der Umfangsmantel 24 aus schalldämpfenden
Werkstoffen, z. B. aus Hartgummi, ausgeführt. Es ist auch möglich, diese beiden Bauteile mit schallabsorbierenden
Werkstoffen auszuschlagen, damit sowohl die Verwirbelungskammer 23 als auch die Dämpfungskammer 25 schallschluckend und somit geräuschdämpfend
wirken. Die Verwirbelungskammer 23 steht einerseits durch eine den Halsteil 2 durchgreifende Luftaustrittsöffnung
26 mit der Entspannungskammer 16 und andererseits durch eine im Verschlußring 22 vorgesehene
Radialbohrung 27 mit der Dämpfungskanimer 25 in Verbindung. Aus der Dämpfungskammer 25 führen
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im Umfangsmantel 24 angebrachte Ablaßöffnungen 28 ins Freie. Wie die F i g. 1 und 3 zeigen, liegen die im
Halsteil 2 des äußeren Gehäusemantels 1 vorgesehenen Luftaustrittsöffnungen 26 den im Verschlußring 22 vorgesehenen
Radialbohrungen 27 in der gleichen radialen Ebene gegenüber. Gleichermaßen liegt die aus der
Dämpfungskammer 25 ins Freie führende Ablaßöffnung 28 der Radialbohrung 27 in der besagten radialen
Ebene gegenüber. Der Halsteil 2 des äußeren Gehäusemantels 1 ist an seiner inneren Mantelfläche von der
Dichtplatte 15 ausgehend trichterförmig ausgeführt. Dadurch wird, wie das nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung erwünscht ist, eine Verwirbelung des axial aus der Luftaustrittskammer 13 austretenden, in
die Entspannungskammer 16 geleiteten Abluftstromes G erzielt. In dem nach vorne sich verjüngenden und
somit im Querschnitt kleiner werdenden Halsteil 2 bildet sich durch die ausströmende Abluft eine Art Druckpolster,
an dem die eintretende Abluft gebremst, umgelenkt und verwirbelt wird. Etwa im ersten Drittel der
Entspannungskammer 16 bildet sich unter diesen Strömungsverhältnissen eine Zone gemäßigten Luftdrukkes,
aus der die Abluft durch die Luftaustrittsöffnung 26 die Entspannungskammer 16 verläßt und in die Verwirbelungskammer
23 geleitet wird.
Die Verwirbelung des Abluftstromes in der Entspannungskammer
16 wird hierbei noch durch die stetig in Drehung sich befindliche, durch die Entspannungskammer
16 hindurchgeführte Antriebswelle 3 der Maschine begünstigt. Die in an sich bekannter Weise in den Kolben
5 der Druckluftmaschine eingesetzten Kolbenschieber 7a bis Td sind radial in einem unterschiedlichen
Bogenmaß zueinander versetzt angeordnet, in der Weise, daß zwischen den Berührungsflächen 29 der einzelnen
in Drehrichtung des Kolbens 5 aufeinanderfolgenden Kolbenschiebern im Bereich der Innenwandung
10 des den Kolben 5 umschließenden inneren Gehäusemantels 4, bezogen auf die Mittelebene der einzelnen
Berührungsflächen, ein unterschiedlicher Abstand vorhanden ist. Zu diesem Zweck können die einzelnen
Kolbenschieber 7a bis Td an ihrem dem inneren Gehäusemantel 4 zugekehrten Ende auch ein- oder
beidseitig verjüngt bzw. nach außen keilförmig verlaufend ausgebildet sein.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die über den Einlaß 8 zugeführte, den Einlaßkanal 9 passierende und in die Expansionskammer 12 eintretende
Druckluft setzt durch die hier eintretende Expansion den Kolben 5 der Druckluftmaschine in drehende
Bewegung. Die einzelnen Kolbenschieber 7a bis Td schneiden fortwährend den in die Expansionskammer
12 eintretenden Druckluftstrom. Sie erzeugen dabei Luftschwingungen, die sich nach außen hin als Lärm
der in die Maschine eintretenden Druckluft bemerkbar machen. Dieser Lärm wirkt sich besonders dann als
störend und gesundheitsschädigend aus, wenn Luftschwingungen mit relativ hoher Frequenz erzeugt werden.
Das ist der Fall, wenn der in die-Expansionskammer 12 führende Einlaßkanal durch eine Vielzahl von
Luftkanälen relativ geringen Querschnittes gebildet wird, wie das an Druckluftmaschinen der bekannten
Ausführungen festzustellen ist.
Die erfindungsgemäß ausgeführte, durch die Aussparung 11 gebildete kammerartige Erweiterung der Luftdurchtrittsöffnung
9 vermeidet auf vollkommene Art diese sehr intensive Geräuschentwicklung, indem der
eintretende Luftstrom von den vorbeilaufenden Kolbenschiebern 7 nur je einmal geschnitten wird. Es wird
zwar auch hierdurch noch die Druckluft in Schwingungen versetzt, jedoch in einer Frequenzlage, die nicht
mehr als störend und gesundheitsschädigend empfunden wird. Die expandierte Druckluft verläßt den Arbeitsraum
in der Luftaustrittskammer 13 und wird von dort ins freie geführt. Dabe wird der die Luftaustrittskammer
13 verlassende Abluftstrom durch die Anordnung der zu dieser axial angebrachten Auslaßkanäle 14
und der zur Luftaustrittskammer 13 radial liegenden Luftauslaßkanäle 18 in zwei Abluftströme aufgeteilt,
um der weiterhin expandierenden Luft einerseits ein möglichst großes, eine Geräuschdämpfung bewirkendes
Volumen zur Vergügung zu stellen und um andererseits wirkungsvolle Möglichkeiten zur Herbeiführung
von Interferenzerscheinungen sowie Erscheinungen der Reflexion und Absorption der austretenden
Luftmengen zu schaffen. Zu diesem Zweck tritt der die Auslaßkanäle 14 passierende, aus der Luftaustrittskammer
13 axial austretende Abluftstrom in die Entspannungskammer 16 ein und erzeugt in dem vorderen, verengten
Teil eine Art Luftpolster, wie das in F i g. 1 in sinnbildlicher Darstellung veranschaulicht ist Während
des Einströmens dieses Teiles der Abluft wird der Luftstrom durch die Kontur der inneren Mantelfläche des
Halsteiles 2 derart strömungsmäßig beeinflußt, daß der Abluftstrom G am Luftpolster gebremst, umgelenkt und
verwirbelt wird. Im hinteren Teil der Entspannungskammer 16 wird die Abluft durch die Luftaustrittsöffnung
26" hindurch der Verwirbelungskammer 23 zu-
geführt. Hierbei wirkt sich der Umstand vorteilhaft aus, daß der Querschnitt der Luftaustrittsöffnung 26 kleiner
ist als der Gesamtquerschnitt der Auslaßkanäle 14. In der Verwirbelungskammer 23 trifft dieser Teil der Abluft
mit dem in radialer Richtung aus der Luftaustrittskammer 13 ausgetretenen Abluftstrom zusammen.
Bevor jedoch der radial aus der Luftaustrittskammer 13 austretende Abluftstrom in die Verwirbelungskammer
23 gelangt, hat er die Ringkammer 17 durchlaufen. Das geschieht in der Weise, daß der radial austretende
Abluftstrom in der Ausnehmung 17a geteilt und in die Strömungsrichtungen E-, F umgelenkt wird Die in die
Ausnehmungen 17A 17F durch die Auslaßkanäle 18 gelenkten Abluftströme werden hierbei von den Strömungsrichtungen
E, F entsprechend beeinflußt. Diese beiden Abluftströme durchlaufen die Ringkammer 17 in
der in F i g. 2 veranschaulichten Richtung. Sie erfahren dabei durch die ständig wechselnden Überströmquerschnitte
eine sich mehrfach wiederholende Druck- und Geschwindigkeitsänderung.
Die damit verbundene Verwirbelung und akustische Filterung dieser Luftströme wirkt sich im Hinblick auf
die angestrebte Geräuschbekämpfung dahingehend vorteilhaft aus, daß das durch diese schwingenden Luftströme
erzeugte Geräuschspektrum verändert wird.
Diese Abluftströme verlassen das Kammersystem durch die Überströmbohrungen 21 und gelangen von
diesen in die Verwirbelungskammer 23. Durch diese Anordnung der Überströmbohrungen 21 und deren
räumliche Abstände zueinander wird eine Interferenz der die Ringkammer durchlaufenden bzw. verlassenden
Luftströme E, F erzielt, was für den Abbau der Luftbzw. Maschinengeräusche von förderlichem Einfluß ist.
Wie oben schon erläutert, werden sie in der Verwirbelungskammer 23 mit dem aus der Entspannungskammer
16 herausgeführten Abluftstrom zusammengeführt. In der Verwirbelungskammer 23 erfolgt, wie das die
F i g. 3 veranschaulicht, erneut eine Umlenkung der Luftströme. Der aus der Entspannungskammer 16 kom-
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mende, an Volumen größere und an Intensität stärkere Luftstrom führt den durch die Überströmbohrungen 21
in die Verwirbelungskammer 23 eingetretenen Luftstrom mit sich in Strömungsrichtung H bzw. K. Die
nunmehr wieder zusammengeführte Abluft verläßt die Verwirbelungskammer 23 durch die Radialbohrung 27
und gelangt in die Dämpfungskammer 25.
Hier wird der Abluftstrom erneut geteilt und umgelenkt und durchläuft die Dämpfungskammer 25 in der
Strömungsrichtung L bzw. M. Bei ihrem Aufeinandertreffen werden diese Abluftströme im Bereich der Abblasöffnungen
28 noch einmal verwirbelt und in ihrer Strömungsintensität geschwächt, bis sie letztlich die
Dämpfungskammer 25 durch die Abblasöffnungen 28 verlassen und ins Freie treten. Die vorgesehene Ausführung
der Verwirbelungskammer 23 und der Dämpfungskammer 25 aus schalldämmenden Werkstoffen
bringt im Wirkungsbereich des Luftaustrittes aus der Maschine einen weiteren Lärmabbau mit sich, wobei
durch die gestalterische Anordnung und Ausbildung dieser Kammern 23, 25 bei der Schaffung eines möglichst
großen Geräuschdämpfervolumens die Baugröße der Maschine nicht beeinträchtigt wird. In der Praxis
hat sich gezeigt, daß erfindungsgemäß ausgeführte, geräuschgedämpfte Druckluftmaschinen zur Geräuschminderung
keinen nachteiligen Einfluß auf das Arbeitsund Leistungsverhalten der Maschinen haben, wie das
durchweg an bekannten Druckluftmaschinen in anderer geräuschgedämpfter Ausführung beobachtet wurde.
Die Einflußnahme auf die Entstehung von Luft- und Körperschall innerhalb der Maschine sowie die strömungstechnisch
und konstruktiv vorgesehenen Maßnahmen zur Verhinderung der Schallausbreitung und
letztlich die getroffenen Vorkehrungen für die Schalldämmung bzw. der Verlegung der Geräuschspektren in
ίο Bereiche, die weniger gesundheitsschädigende Auswirkungen
zur Folge haben, bringen eine bedeutende Erhöhung des Gebrauchswertes von Druckluftmaschinen
mit sich. Dabei ist es gar nicht mal erforderlich, die zur Schallbekämpfung vorgesehenen Maßnahmen in ihrer
Gesamtheit anzuwenden. Es ist hingegen möglich und in bestimmten Fällen zweckmäßig, nur von der einen
oder der anderen dieser Maßnahmen zur Geräuschbekämpfung Gebrauch-zu machen. Ebenso ist es denkbar,
die eine oder andere der erläuterten Maßnahmen zur Geräuschbekämpfung auch an anderen Bautypen von
Druckluftmaschinen anzuwenden. Dazu gehört ferner die Möglichkeit, beispielsweise die Verwirbelungs- und
Dämpfungskammer an einem anderen Ort des Maschinenkörpers vorzusehen, wo sie aus räumlichen oder
konstruktiven Gründen besser am Platze ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine mit Hub- und Schlupfeingriff, bestehend
aus einem radial bewegliche Kolbenschieber aufweisenden Kolben, welcher innerhalb eines axial
von Dichtplatten begrenzten und von einem äußeren Gehäusemantel umgebenen inneren Gehäusemantels
umläuft, der Ein- und Auslässe aufweist, wovon der Einlaß in mindestens eine in der Innenwandung
des inneren Gehäusemantels befindliche Aussparung und der Auslaß in eine von beiden
Mänteln eingeschlossene Ringkammer mündet, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer
(17) durch eine abwechselnde Aufeinanderfolge von Aussparungen (17a bis 17^; 17/4 bis 17f)
unterschiedlicher Form und Tiefe im inneren und äußeren Gehäusemantel (4; 1) derart gebildet ist,
daß sich die Aussparungen (17a bis 17g·; 17,4 bis
17f) teilweise überdecken und dadurch stetig sich ändernde Übertriffsquerschnitte bilden und daß im
Bereich des Auslasses in Form von Auslaßkanälen (18) in einer der beiden Dichtplatten (15) noch weitere
Auslaßkanäle (14) vorgesehen sind, welche in eine an die Dichtplatte (15) anschließende Entspannungskammer
(16) münden, welche ihrerseits über Luftaustrittsöffnungen (26) mit einer die Entspannungskammer
(16) umfassenden Verwirbelungskammer (23) verbunden ist, die mittels Überströmbohrungen
(21) mit der Ringkammer (17) und über Radialbohrungen (27) mit einer die Verwirbelungskammer
(23) ringförmig umgebenden Dämpfungskammer (25), welche an ihrem äußeren Umfangsmantel
(24) Abblasöffnungen (28) aufweist, in Verbindung steht, wobei diese öffnungen bzw. Bohrungen
(21, 26, 27, 28) jeweils gegeneinander versetzt angeordnet sind.
2. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn^
zeichnet, daß die Überströmbohrungen (21) in den Aussparungen (\7b; 17c; 17α^ vorgesehen sind, welche
den in die Ringkammer (17) mündenden Auslaßkanälen (18) in Umlaufrichtung (D) des Kolbens
(5) nachfolgen.
3. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontur der inneren Mantelfläche der Entspannungskammer (16) trichterförmig ausgebildet
ist und die Luftaustrittsöffnungen (26) axial ausgehend von der Dichtplatte (15) im ersten Drittel
der Entspannungskammer (16) angeordnet sind.
4. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verwirbelungskammer (23) als auch die Dämpfungskammer (25) mit schwingungsdämpfendem
Werkstoff, insbesondere mit Hartgummi, ausgekleidet bzw. der Verschlußring (22) und der äußere Umfangsmantel (24) aus schwingungsdämpfendem
Werkstoff ausgeführt sind.
5. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtquerschnittsverhältnis der
Auslaßkanäle (14) zu den Luftaustrittsöffnungen (26) etwa zwischen 1 und 2,5 liegt und die Querschnitte
der Auslaßkanäle (14) sich in Umlaufrichtung des Kolbens (5) stetig verringern.
6. Geräuschgedämpfte Rotationskolben-Druckluftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (U) an der Mündung des Einlaßkanals (9) in ihrer achsparallelen Erstrekkung
mindestens 35% der Axialerstreckung des inneren Gehäusemantels (4) und in ihrer Umfangserstreckung
etwa '/3O bis Vs der Umfangserstreckung
des inneren Gehäusemantels (4) aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0034244 | 1967-08-11 | ||
| DEV0034244 | 1967-08-11 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1576941A1 DE1576941A1 (de) | 1973-05-30 |
| DE1576941B2 true DE1576941B2 (de) | 1975-11-27 |
| DE1576941C3 DE1576941C3 (de) | 1976-07-08 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2752261A1 (de) * | 1977-11-23 | 1979-06-07 | Bosch Gmbh Robert | Schalldaempfer fuer stossweise austretendes gasfoermiges betriebsmittel |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2752261A1 (de) * | 1977-11-23 | 1979-06-07 | Bosch Gmbh Robert | Schalldaempfer fuer stossweise austretendes gasfoermiges betriebsmittel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1576941A1 (de) | 1973-05-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |