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Druckmittelmotor mit Absperrorgan Die 3rfindung betrifft einen Druokmittelmotor
mit Absperrorgan, insbesondere einen derartigen Motor zur Betätigung eines Spannfutters.
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Die Betätigung eines Spannfutters durch ein Druckmittel ist seit langem
bekannt, ebenso die Verwendung eines Hilfsorgans, beispielsweise einer Feder, das
dazu dient, den Druckmittelmotor in der Einspannstellung zu halten, wenn das System
zur Betätigung des Spannfutters leckt oder ganz drucklos wird. Fenn daher der Druckmitteldruck
weggenommen oder auf andere ;;eise herabgesetzt wird, besteht keine Gefahr, daß
die :Backen des Spannfutters das Werkstück freigeben, was.zu einer Beschädi3unä
der Maschine oder zu einer Verletzung von Arbeitern führen könnte. Diese Gefahr
ist mindestens dann vermieden, wenn das Spannfutter relativ langsam rotiert und
auf das Werkstück nur eine sehr schwache Kraft von einem spanöebenden Werkzeug
oder
dergleichen ausgeübt wird. Wenn nur die Hilfshalteeinrichtung wirksam ist, wird
jedoch die Einspannkraft stark herabgesetzt, so daß bei einer relativ hohen Drehzahl
des Spannfutters und dem Ausüben einer beträchtlichen Kraft auf das Werkstück
durch .ein epangebendes Werkzeug das Werkstück aus dem Spannfutter herausfliegen
und beträchtlichen Schaden verursachen kann. Die Kraft, die von den Federn ausgeübt
wird, welche die Hacken des Spannfutters in der Einsp&nnstellung zu halten trachten,
ist natürlich von der Anzahl der verwendeten Federn und der von jeder Feder ausgeübten
Kraft abhängig. Man kann daher mit Hilfe der Hilfshal teeinrichtung eine ziemlich
starke Kraft ausüben, wenn man die Größe und Anzahl der Federn vergrößert. Jie verwendeten
Federn können jedoch im allgemeinen keine sehr starke Einspannkraft ausüben, weil
es sonst kaum notwendig wäre, zur Betätigung des Spannfutters ein Druckmittel zu
verwenden. Die alleinige Verwendung von Federn zum Erzeugen der Einspannkraft hat
den Nachteil, daß die Federn nicht imstande sind, schwächere Einspannkräfte auszuüben,
wenn starke Einspannkräfte nicht erforderlich sind. Ferner muß zum Öffnen des Spannfutters
die von den Federn ausgeübte Kraft durch eine Druckmittelkraft überwunden werden,
so daß bei der Verwendun-e von Federn der Zylinder des Druckmittelmotors und damit
der Motor selbst beträchtlich vergrößert werden muß.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Druckmittelmotore mit einem
neuartigen Absperrorgan, wobei diese Anordnung geeignet ist, ein Spannfutter oder
dergleichen in der Einspannstellung zu halten, ohne daß selbst bei einem vollständigen
Verlust den Beaufachlagungsdrueks die Einspannkraft herabgesetzt wie.
Ein
weiterer Zeck besteht in der Schaffun,; einer derartigen, aus einem Dluckmittelmotor
und einem Absperrorgan bestehenden Anordnung, die auf die Backen eines Spannfutters
die gewünschte Einspannkraft überträgt und diese b'inspannkraft selbst dann aufrechterhält,
wenn das Druckmit@elsystem zur Beaufschlagung des Motors ausfällt.
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Ferner bezweckt die ßrfinduru" die Schaffung eines Druckmittelmotors
mit einem neuartig @;n Absperrorgan, welches einenunbeabaichtigten Verlust de.:
:en Koluen des Motors beaufschlagenden Druckmitteldrucks verhindert.
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Ein Zweck der Erfindung besteht ferner in der Schaffung eines Drueknittelmotors
mit eino:a neuartigen Absperrorgan, d--,s in dem Motor ein Druci;mittel einschließt,
welches trachtet, den Motor in der einen Richtung au beaufsclili.;e::, dieses eirge3chlossene
Drucksaittel jedoch frei ;ibt, ;wenn der iio tor mit einem Druck in der entgegengesetztenieütung
bezufschla;;t wird.
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Ein weiterer Ziweck besteht in der vcn-:flung einer aus einem.Flüssi:;keitsi.:otor
und einen Absperrorgan bestehenden Allordnung, die ein :lückscülagventil und einen
ochieberkolben besitzt, welche in dem Motor zylinder ein D:#uc_:;.ii t Gel einsc,iließen,
das ,den Kolben des liotors in uer c-.nen Richtung beaufschlagt, wenn in der erijüe@;en:esetzten
eich tung kein oder ..ur ein t;erin@er Beaufsehlaf-,,urk; sdruck auf den Kolben
ausgeübt wird, wobei das Absperrorgan ein En'--weichen des eingeschlossenen Drucmittels
gestattet, wenn der Kol:Len in dieser ent-egengesetzten ri litung mit einem hoben
Druck beauischlagt wird.
Ein Zweck besteht ferner in der Schaffung
einer aus einem Druckmittelmotor und einem Absperrorgan bestehenden Anordnung der
beschriebenen Art, die relativ einfach und raumsparend konstruiert ist, wobei das
Absperrorgan die Gesamtlänge der Anordnung nicht wesentlich vergrößert.
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Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden
Beschreibung hervor.
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Zur Erfüllung dieser und damit im Zusammenhang stehender Aufgaben
ist der Erfindungsgegenstand durch die Merkmale gekennzeichnet, die nachstehend
vollständig beschrieben und in den Patentansprüchen angegeben sind. In der nachstehenden
Beschreibung und der Zeichaun,; werden bestimmte Ausführungsbeispiele der Erfindung
ausführlich erläutert, auf welche die Erfindung jedoch nicht eineschränkt ist.
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In der Zeichnung zeigt Fig. 1 im Längsschnitt eine bevorzugte Ausführungsform
einer aus einem Druckmittelmotor und einem Absperrorgan bestehenden Anordnun- gemäß
der Erfindung in Wirkunjsverbindung mit einem Spannfutter oder dergleichen, dessen
Backen in der Off--ns tellung @e :eifit sind.
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Fi . 2 zeit in einem der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt die Anordnun!
mia: den in der Einspannstellung befindlichen Spannbacken.
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Fig. 3-5 zeiy;eri. im Län:Zsschnitt 'eile von verschiedenen anderen
;iusführun;-formen von erfindungsgemäßen Druckmittelmotoren und Absperrorganen dafür.
In
fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Druckmittelmotors mit Absperrorgan
mit 1 bezeichnet. Diese Anordnung steht mit einem Spannfutter 2 einer beliebigen,
üblichen Art in Wirkungsverbindung. Die aus einem Druckmittelmotcr und einem Absperrorgan
bestehende Anordnung 1 könnte jedoch auch zur Betätigung anderer Einrichtungen als
eines Spannfutters verwendet werden, beispielsweise für Heber für Gabelstapler oder
der-w
g1 ei eh en. Das dargestellte Spannfutter 2 besitzt einen Körper 3 mit
mehreren radialen Schlitzen 4, in denen Spannbacken. 5 gleiten. Eine Radi albewegung
der Backen 5 in die Einspanns tellung und aus ihr erfolgt durch eine uerschwenkung
von Backenhebeln 6, die auf Zagerzapfen 7 in VertiefuiLjen 8 des Körpers 3 montiert
sind wie deutlich gezeigt ist, besitzen die Backenhebel 6 je einen allüernein axial
auswärtsgerichteten Arm g, der von einem Schlitz 10 der Backenhalter 11 aufgenommen
wird, und einen allgemein radial einwärtsgerichteten Arm 12, der im Uhrzeigersinn
oder im Gejensinn des Uhrzeigers verschwenkbar ist, je nach der Bewe-,;un-;srichtun-
eines Schiebers 13, der von einer Zugstange 14 getragen wird. Wenn beispielsweise
die Zugstange 14 und der ächieber 15 nach rechts in die in Fig. 1 bezeigte Stellung
bewegt werden, greift eine Schulter 15 des Schiebers 13 an dem freien Ende 16 der
Backenhebel 6 an und verschwenkt diese im Gegensinn des Uhrzei,;ers, so daß die
Backen 5 radial von einem zwischen ihnen eingespannten Werkstück abgerückt werden.
Wenn dagegen die Zugstange 14 und der Schieber 13 nach links in die in Big. 2 gezeigte
O'tellunfg bewegt werden, greift die Keilfläche 17 des
Schiebers
13 an den Backenhebeln 6 an und verdreht sie im Uhrzeigersinn, so daB sich die Backen
5 radial einwärts bewegen und das Werkstück einspannen.
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Der Sparinfutterkörper 3 ist in geeigneter Weise mit einer Spindel.
S drehfest verbunden, die in üblicher Weise von einer nicht gezeigten Werkzeugmaschine
gedreht Wird. Die Zugstange 14 ist an einem Kolben 20 befestigt, der in dem Zylinder
21 des Druckmit telmotors 1 hin- und herbewegbar ist. Der Druckmittelmotor 1 ist
auf dem hinteren Ende der Spindel S beispielsweise mit einer geei-neten Kupplung
22 montiert, die bei 23 auf die Spindel S geschraubt und mit Befestigungselementen
25 an dem Gehäuse 24 des Druckmittelmotors 1 befestigt ist. An dem entgegengesetzten
Ende des Gehäuses 24 ist eine Drehkupplung 30 üblicher Art montiert, die zwei uffnun;;en
31 und 32 besitzt, durch welche Luft oder ein anderes geeignetes Druckmittel unter
Druck wahlweise in den Zylinder 21 eingelassen wird, um den Kolben 20 in entgegengesetzten
Richtungen zu bewegen.
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In bekannter Weise gestattet die Drehkupplung 30 eine Drehung des
Motorgehäuses 24 und der Spindel S, auf der es montiert ist, während die Lei tun:
en 33, welche die Öf fnun-en 31 und 32 der Kupplung mit einer nicht gezeigten Druckquelle
verbinden, ortsfest gehalten werden.
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Die Öffnung 31 steht mit einem zentralen iLanal 34 in Verbindung,
der in dem Motorgehäuse 24 ausgebildet ist und .:ich zum linken Ende des Zylinders
21 erstreckt. Die Öffnung 32 steht mit einem anderen Kanal 35 in Verbindung, der
ebenfalls in dem Gehäuse 24 ausgebildet ist und zum rechten linde des Zylinders
führt.
Vorzugsweise besteht das Gehäuse 24 aus zwei Teilen 36 und 37 und hat der Kanal
35 in dem Teil 37 eine Erweiterung 38, die ein übliches Rückschlagventil 39 aufnimmt,
welches eine Strömung von Luft oder einem anderen Arbeitsmittel durch den Kanal
35 in den rechten Arbeitsraum des Zylinders 21 gestattet, aber eine Strömun- in
der entgegengesetzten Richtung verhindert. Der Gehäuseteil 37 besitzt einen weiteren
Kanal 40, weicher den rechten Arbeitsraum des .Zylinders 21 über eine Stufenbohrung
41 in dem üehäuseteil 37 und einen Zweikanal 42 in dem Gehäuseteil 36 mit dem i
n diesem ausgebildeten, zentralen Kanal j4 verbindet. Innerhalb der Bohrung 41 ist
ein Differentialt> 45 angeordnet, der zwei axial im Abstand voneinander angeordnete
Ringnuten 46 und 47 besitzt, die durch einen zentralen Kanal 48 und Querkanäle 4und
50 miteinander in Verbindung stehen. Im Bereich der Rinjnut 46 hat der Sohie berkolben
45 einen etwas verbreiterten Teil 55, der in dem erweiterten Teil 56 der gestuften
Bohrung 41 gleitet und als ein iinschlag die Bewegun-; des Soliieberkolbens 45 in
beiden Richtungen begrenzt. Wenn sich der Schieberkolben 45 ganz rechts befindet
(Fi;;. 1), steht der rechte Arbeitsraum des Zylinders 21 mit der Atmosphäre (oder,
wenn Öl als Druchmittel verwendet wird, mit einem nicht Sehälter) in Verbindung,
und zwar über den Kanal 40, einen Zwei;-kanal 58, der von dem Kanal 40 zu der Bohrung
41 im Bereich der Rindnut 47 führt, die Kan.31 e 48, 49 und 50 des Sahieberkolbens
45 und einen Kanal 59,welcher die Bohrung 41 im Bereich der Ringnut 46 mit der Atmosphäre
verbindet. wenn sich der Sehieberkolben 45 ganz links befindet (Fig. 2), ist die
Verbindung
zwischen dem rechten Arbeitsraum des Zylinders 21 und der Atmosphäre durch den Schieberkolben
45 gesperrt. Wirkungsweise
Wenn mit Hilfe des Druckmittelmotors 1 und deines
Absperrorgans das Spannfutter 2 oder dergleichen in die Einspannatellung bewegt
werden soll, wird der rechte Arbeitsraum des Zylinders 21 über die Öffnung 32 und
das Rückschlagventil 39 mit Druckluft beaufschlagt, so daß der Kolben 20 in die
in Fig. 2 gezeigte ätellung nach links bewegt wird. Gleichzeitig wirkt der hohe
Druck, mit dem das rechte Ende des Zylinders 21 beaufschlagt wird, auch auf das
rechte ende des Schieberkolbens 45 und bewegt diesen ganz nach links (Fig. 2), so
daß die Verbindung zwischen dem rechten Arbeitsraum des Zylinders 21 und der Atmosphäre
gesperrt ist. 'renn jetzt die entgegengesetzte Stirnfläche des Kolbens 20 druckbeaufschla
gt wird, kann dieser Druck von dem linken Arbeitsraum des Zylinders 21 über den
zentralen Kanal 34 und die Öffnung 31 entweichen. Das Rückschlagventil 39 gestattet
also die Druckbeaufschlagjung des rechten Arbeitsraums des Zylinders 21 mit Druchluft
über den Kanal 35, aber kein Rückströmen dieser Luft. 'denn daher die Backen 5 des
Spannfutters das Werkstück fest einspannen, werden sie in dieser Stellung gehalten,-
solange dies erwünscht ist, selbst wenn Druckmittel aus dem System entweicht oder
die Hauptzuführun_;sleitung vollkommen drucklos wird.
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Die Freigabe der eingeschlossenen Luft und damit die Freigabe des
Werkstücks durch die Backen 5 kann nur erfolgen, wenn der Kolbenschieber 45 ganz
nach rechts bewegt
wird (Fig. 1), so daB der rechte Arbeitsraum
des Zylinders 21 mit der Atmosphäre in Verbindung gelangt. Zu diesem Zweck wird
Druckluft über die Öffnung 31 und die Kanäle 34 -bzw. 42 zum linken Ende des Zylinders
21 bzw. des Schieberkolbens 45 geführt. Der Schieberkolben bewegt sich, selbst wenn
ein hoher Druck auf die andere Stirnfläche des Schieberkolbens wirkt, weil die wirksame
Fläche des breiteren Teils 55, auf welche der Druck von der Öffnung 31 wirkt, ifesentlich
größer ist als die Fläche am anderen #;nde. Der Schie berkolben 45 ist somit ein
Differential-S chie berk olb en. Die Figuren 3-5 zeigen verschiedene andere Ausführungsformen
von Druckmittelmotoren mit Absperrorganen. Diese Ausführungsformen haben im wesentlichen
dieselbe Wirkungsweise wie der Druckrnittelmot or 1 nach den Figuren 1 und 2. Die
Absperrorgane zum Einschließen der Druckluft im rechten Arbeitsraum des Zylinders
21 bis zur Beaufsehlagung des anderen Arbeitsraums des Zylinders mit einem beträchtlichen
Luftdruck sind jedoch etwas anders ausgebildet. Beispielsweise ist in der Ausführungsform
nach Fig. 3 das Gehäuse 60 für die aus dem Druckmittelmotor und dem Absperrorgan
bestehende Anordnung 61 mit zwei Bohrungen 62 und 63 versehen, in denen je ein Rückschlagventil
64 bzw. 65 an@eordne-t ist: Das Rückschlagventil 64 ist in dem Kanal 66 angeordnet
und gestattet eine Druckmittelströmung von' der Öffnun, 32 (siehe Fi;;. 1 und 2)
zum rechten Arbeitsraum des Motorzylinders 67, aber nicht in der Gegenrichtung.
Das Rückschlagventil 65 gestattet eine Druckmittelströmung von der Öffnung 31 (siehe
hig. 1 und 2) durch den Kanal 68 in den linken Arbeitsrauen
des
Zylinders 67, aber nicht in der entgegengesetzten Richtung. In den Bohruni.;en 62
und 63 ist ferner je ein Kolben 69 bzw. 70 angeordnet, der einen Fortsatz oder eine
Kolbenstange 71 bzw. 72 hat, die unter der Wirkung einer Druckmittelbcaufschlagung
das entsprechende Rückschlagven-til von seinem fitz abhebt, so daß das eingeschlossene
Druckmittel aus dem arbeitsratun des Zylinders 67 in der nachstehend beschriebenen
@Jeise entweichen kann. Die Bohrung 62 steht außerhalb des Kolbens 69 über einen
Kanal 75 mit dem linken .rinde des Zylinders 67 und die Bohrung 63 steht innerhalb
des Kolbens 69 über einen Kanal 76 mit dem rechten Arbeitsraum des Zylinders 67
in Verbindung.
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In den Bohrungen 62 und 63 können Anschläge in i'orm von itederringen
77 vorgesehen sein, welche die Bewegung der Kolben 69
und 70 derart begrenzen,
daB diese Kolben die Kanäle 66, 75 und 76 nicht verlejen können. Die Spannbacken
5 in den Figuren 1 und 2 werden von dem Druckmittelmotor 61 in Fig. 3 in die Linspannstellung
bewegt, indem die Zugstange 78 nach links in die in Pig. 2 gezeigte Stellung bewegt
wird. Diese Bewegun.@ der Zu@;stan,@e 78 nach links wird bewirkt, indem der rechte
krbeitsraum des Zylinders 67 über die Öffnung 32, den Kanal 66 und das Üückschlagventil
64 mit Druckluft beaufschlagt wird, so daß sich der Kolben 79 nach links bewegt.
Das auf den Kolben 79 wirkende Druckmittel wirkt auch auf den Kolben 70 und bewegt
ihn nach links, bis seine Kolbenstange 72 das andere ltückschlagventil 65
von
seinem Sitz abhebt, so daß Luft aus dem anderen Arbeitsraum des Zylinders 67 über
den Kanal 76, das Rücks chlagventil 659 den Kanal 68 und die Öffnung 31 abströmen
kzuin. Die Luft, mit welcher der Kolben 79 für seine Beweguni nach links beaufschlagt
wird, kann natürlich nicht durch das Rückschlagventil 62 zurückströmen, wenn ,im
arrier@:n Arbeitsraum des Zylinders nur ein niedriger Druck herrscht. Selbst ein
vollständiger i)ruckverlust beeinträchtigt daher nicht die von den Spannnacken 5
auf ein Werkstück bereits ausgeübte Linspaili.kraft.
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Erst vienn der linke Arbeitsraum de.j Zylinde s über die Öffnung 31,
die Kanfile 68 und 76 und das Rückschlagventil 65 mit Druckluft beauf schlagt wird,
werden die Sp,-iiinbaci:en frei; eg:eben. Der hoüe Druck, mit dem der linke Arbeiter,:um
des Zylinders 67 beauf schlagt wird, ;;8l @.n jt über den Kanal. 75 auch in die
Bohrung 62 und beaufochlagt den Kol:;en 69, so daß dieser nach rechts bewegt wird,
bis seine Koli@enstange 71 d -s niicksciil@ib-Ventil 64 von oeinen Sitz abhebt,
so da! die vorher im @uideren tirbeitsraum des Zylinders eingeschlossene Luft Uur
ch das Rückschlagventil 64, den Kanal 66 und die Öffnung 32 abströmen kann.
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Die aus einem Druciomittelme Gor und einem jUsperrorgan bestehende
Anordnung 80 in ; ig. 4 hat ebenso wie die in Fig. 1 gezeigte, aus einem Druckmittelmotor
und einem Absperrorgan bestehende iuiordilung 1 einen Kanal 81, der das i@io-;;orgehäuse
82 durchsetzt und die Üffnung 31 mit der lii:en Arbeitsraum des Motorzylinders 8?
verbiiüe t. In der Gehäuse 83 ist eine Bohrung 84 vorgesehen, die ein Rück: chlagventil
85 enthält, durch welches Drucitmittel in dem 1-,anal 86 von der Öffnung 32 zu dem
rechten
Arbeitsraum des Zylinders 83, aber nicht in der Gegenrichtung
strömen kann. Zum Abströmen des Druckmittels von beiden Arbeitsräumen des Zylinders
83 ist in dem Gehäuse 82 ein Kanal 87 vorgesehen , der den rechten Arbeitsraum des
Zylinders 83 mit dem linken Arbeitsraum dieses Zylinders über eine Stufenbohrung
89 und zwei Kanäle 90 und 91 verbindet. Der Kanal 90 führt zu dem mittleren Teil
der Stufenbohrung 89 und der Kanal 91 zu dem erweiterten Endteil 92 dieser Bohrung.
In der Stufenbohrung 89 ist ein Schieberkolben 94 verschiebbar angeordnet, der mit
einem zentralen Kanal 95 versehen ist und mit einem Querkanal 96, der mit dem Kanal
95 in Verbindung steht. Das Gehäuse 82 besitzt einen Kanal 97, der die Stufenbohrung
89 an einer im Axialabstand von dem Kanal 90 befindlichen Stelle mit der Atmosphäre
verbindet. Der Schieberkolben 94 hat an seinem linken Ende einen breiteren Teil
98, welchen die Bewegung des Schieberkolbens in dem erweiterten Teil 92 der Bohrung
89 begrenzt. Wenn sich der Schieberkolben 94 ganz links befindet (Fig. 4), stehen
die axial gegeneinander versetzten Kanäle 90 und 97 über eine Ringnut 99 des Schi
eberkolb ens 94 miteinander in Verbindung. Wenn sich der Schieberkolben 94 ganz
nach rechts bewegt hat,-ist die Verbindung zwischen den Kanälen 90 und 97 unterbrochen,
jedoch eine Verbindung zwischen dem re:nten Arbeitsraum des Zylinders 83 und der
Atmosphäre über die Kanäle 87 und 97 des Gehäuses 82 und den axialen Kanal 95 und
den Querkanal 96 des Schieberkolbens 94 vorhanden.
Damit der Kolben
100 nach links in die in Fig. 4 gezeigte Stellung bewegt wird, so daß sich die Backen
5 in die Einspanns tellung (Fig. ?.) bewegen, wird der rechte Arbeitsraum des Zylinders
_83 über den Kanal 86 und das Hückschlagventil 85 mit Druckluft beaufschlagt. Beim
Anstieg des Luftdrucks in dem rechten _irbeitsraum des Zylinders wird unter der
Wirkung dieses Luftdrucks, mit dem auch die rechte Stirnfläche des Schieberkolbens
94 beaufschlaVt wird, dieser ganz nach links in die in Fig. 4 gez eifite Stellung
bewegt, so daß eine Verbindung zwischen dem linken Ende des Zylinders 83 und der
Atmosphäre über die Kanäle 90 und 97 und die Ringnut 99 hergestellt wird und StrömunYsmit-tel
aus dem linken Arbeitsraum des Zylinders 83 abströmen kann. die in den beiden vorher
beschriebenen Ausführungsformen kann die Luft aus dem rechten Arbeitsraum des Zylinders
83 erst abströmen, wenn über den zentralen Kanal 81 der linke i',rbeitsraum des
Zylinders mit Druckluft beaufschlagt wird, so daß sich der Schieberkolben 94 ganz
nach rechts bewegt, worauf der rechte Arbeitsraum des Zylinders 83 über die Kanäle
87, 95, 96 und 97 -zur Atmosphäre hin druckentlastet wird. In der Ausführungsform
nach Fig. 5 hat wie in den«Ausführunsformen nach den Figuren 1 und 4 das Gehäuse
105 der aus einem Druckmittelmotor und einem Absperrorgan bestehenden Anordnung
106 einen Kanal 107, welcher die Öffnung 32 mit dem rechten Arbeitsraum des Zylinders
108 verbindet, und einen zentralen Kanal 109, welcher- den linken Arbeitsraum des
Zylinders 108 mit der Öffnung 31 verbindet. In dieser Ausführungsform ist jedoch
eine Anordnung 110, die aus einem Rücksahlagrventil und einem
Kolbenschieber
besteht, in einer Bohrung 111 angeordnet, welche den Kanal 107 schneidet und mit
dem linken linde des Zylinders 108 über den Kanal 112 in Verbindung steht.
Normalerweise wird die aus einem Rückschlagventil und einem ächieberkolben bestehende
Anor dnun@ 110 durch eine Feder 113 in der in Fi,;. 5 gezeigten Stellung gehalten,
in der d,.s Rückschlagrventil 114 axial mit dem Kanal 107 fluchtet, so daiZi
Jrucr luf t von der Öffnung 32 in den rechten Acbeitsraum des Kolbens
108 strömen kann. nenn dagegen Druckluf t von der Öffnung 31 durch den zentralen
Kanal 109 in den linken Arbeitsraum :@es Zylinders 108 .,=;elangt, damit
die Spannbacken 5 freigegeben werden, wirkt diese Druckluft auch auf die rechte
ä-Lirnfläche des Schieberkolbens 115, so daß sich dieser gegen die lirkun,, der
Feder 11> bewegt, bis eine in dem Schie berkolb en 115 vorhandene Hin,nut 116 axial
mit dem Kanal 107 fluchtet. In :äiesem Zustand kann das in U.em rechten Ende des
Zylinders 108 eingeschlossene Druckmittel durch die Öffnung 32 entweichen. Bei einer
Beaufschlagung des rechten Arbeitsraums des Zylinders 108 mit Druckmittel wird natürlich
der linke Arbeitsraum dieses Zylinders über den zentralen Kanal 108 und die Öffnung
31 druckentlastet. Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daB die verschiedenen,
hier beschriebenen ="usführungsformen von Druckmittelmotoren und Absperrorganen
sehr wirkungsvoll zur schnellen Bewegung eines Spannfutters oder dergleichen in
die Einsparanstellung und aus ihr verwendet werden können. Wenn das Druckmittel
zur Betätigung des Motors entweicht oder sogar ein vollständiger Druckverlust eintritt,
während sich das Spannfutter in Einsparanstellung befindet, bleibt das Werkstück
trotzdem eingespannt, so lange wie dies erwünscht ist.