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Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung des Betriebes kontinuierlich
arbeitender Produktionsanlagen In kontinuierlich arbeitenden Produktionsanlagen
sind im Fluß der verschiedenen Materialströme zahlreiche Antriebsmotoren für Pumpen,
Förderbänder oder andere Maschinen ständig oder zeitweilig in Betrieb. Der Ausfall
einzelner, mehrerer oder aller Motore kann im Verfahrensablauf -erhebliche Störungen
verursachen. Der dadurch mögliche Schaden hängt im allgemeinen davcn ab, wie rasch
die Störung erkannt und beseitigt wird.
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Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Überwaclug des Betriebes solcherAnlagen und insbesondere darauf, die Betriebszustände
der Antriebsmotoren unter Kontrolle zu halten.
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Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß Störungen an Motoren,
meist durch einen kurzzeitigen oder auch länger andauernden Spannungsausfall, durch
Auf3fall einzelner Motore infolge Überlastung oder durch versehentliches Schalten
einzelner Motore entstehen.
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Bei Spannungsausfall im Netz bleiben alle laufenden Motore stehen-
und laufen wegen der zu verwendenden Schaltgeräte bei Wiederkehr der Spannung nicht
von selbst wieder an. (Vgl. hierzu VDE-Vorscheift 01131.64 § 14 1, Abs. 4). Sie
dürfen
bei umfangreichen Betriebsanlagen zur Vermeidung zu hoher Anlaufströme im Versorungsnetz
nur einzeln nacheinander wieder eingeschaltet werden, und zwar in vorher festgelegter
Reihenfolge, wenn die -Verfahrensfiihxlung das erfordert. Bei sogenannten Spannungswischern
kann ein Teil der laufenden Motore ausfallen. Für die Wiedereinschaltung gilt das
Zuvorgesagte. Durch Überlastung können einzelne Motore von selbst abschalten. Ihre
Wiedereinschaltung kann erst nach ausreichender Abkühlung erfolgen. Ein verfrühtes
Einschalten wird durch den vorhandenen Motorschutz verhindert. Durch versehentliche
Bedienungsfehler des Personal13 können einzelne Motore irrtümlich eingeschaltet
oder ausgeschaltet werden.
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Es ist bekannt, den Betriebszustand der Antriebsmotore von einer Meßwarte
zentral dadurch zu überwachen, daß jedem Motor eine Kontrollampe als . optisches
Signal zugeordnet wird, die leuchtet, solange der Motor läuft.
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Diese einfache Kontrolle ist aber unzureichend, weil sie zwischen
Sollzustand und Istzustand eines jeden Motors nicht unterscheiden kann und demgemäß
keinen Aufschluß darüber gibt, ob jeder Motor, der laufen soll, auch wirklich in
Betrieb ist, bzw. ob alle planmäßig ausgeschalteten Motore auch wirklich stillstehen.
Bei Spannungsausfall im Netz erlöschen alle Lampen und es ist nicht einfach, festzustellen,
welche Motore beim Spannungsausfall im Betrieb standen. Entsprechendes gilt, wenn
bei einem Spannungswischer nur einige der laufenden Motore ausfallen, oder wenn
nur ein Motor durch mechanischen Schaden ausfällt oder versehentlich aus dem Stand
in den Lauf geschaltet wird.
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird
jeder außerplanmäßige.Betriebszustand eines -jeden Antriebsmotors, d. h. jede Abweichung
vom Sollzustand durch Signale in der zentralen Meßwarte angezeigt. Bei jeder Abweichuni
vom *palnmäßige Betriebszustand werden alle Motore@nittels einesDrehwählerrelais
auf die Übereinstimmung vom Sollzustand und Istzustand überprüft, wobei jeder ausgefallene
Motor wieder.in den Sollzustand geschaltet wird, sofern er nicht durch Überlast
abgeschaltet hat. Beim Ausfall mehrerer Motore sorgt ein Drehwählerreiais gleichzeitig
dafür, daß die Motore in einer vorgegebenen.Rei-tienfolge und mit ausreichenden,
ebenfalls vorgegebenen Zeitabständen wieder eingeschaltet werden.
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Überprüfung und Wiedereinschaltung sind also programmiert und werden
durch
| n |
| einen einzigen Schaltimpuls, den der Wachhabende durch K,bpfdruck
erteilt, |
in Gang gesetzt.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Überwachung des Betriebes
kontinuierlich-arbeitender Produktionsänlagen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, daß bei Spannungsausfall an einzelnen,
| en |
| mehreren oder allen Antriebsmotoren alle Antriebsmotore in
einer vorgegebeh |
Reihenfolge un-i in vorgebenen Zeitabständen auf die Übereinstimmung von Soll- und
Istzustand überprüft und gegebenenfalls geschaltet werden, wobei der Prüf- und Schaltvorgang
durch eine von Hand betätigte Taste eingeleitet wird.
In der Schaltänordnung
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens haben die Schaltgeräte der zu überwachenden
Motoren jeweilleinen besonderen Hilfskontkkt, der geschlossen ist, solange der-Motor
läuft.
| Jedem zu überwachenden Motor sind eine Kontrollampe und eine
Überwachungs. |
| und |
| lampe zugeordnet. Die Kontrollampe leuchtet bei laufendem Mbto-Lrlischt, |
wenn der Motor planmäßig abgeschaltet wird oder außerplanmäßig ausfällt. Die Überwachungslampe
wird über ein der Kontrollampe parallel geschaltetes Überwachungsrelais betätigt
und leuchtet. ebenfalls, solange der zugehörige Motot läuft. Jede Überwachungslampe
besitzt eine von Hand zu bedienende Kennzeichnungsmöglichkeit, z. B. durch einen
roten Bananenstecker, die jeden laufenden Motor quittiert. Dadurch kann der Wachhabende
schnell und sicher feststellen, ob eine Überwachungslampe durchgebrarut ist und
-daher ausgewechselt werden muß und ob ein und welcher Motor versehentlich eingeschaltet
worden ist. In letzterem Falle leuchtet nämlich die betreffende Überwachungslampe
ohne gekennzeichnet zu sein. Fällt ein Motor durch eine Mrung aus, dann wird die
betreffende Überwachungslampe über das dazugehörige Überwachungsrelais in den-Alarmzustand
geschaltet und mit einem allen überwachten Motoren gemeinsam Signalteil verbunden.
Dieses Signalteil enthält ein akustit3ches und ein optisches Signal., ein Alarm
relais und ein Flackerrelais. Das akustisches Signal ist z. B. eine Hupe, die mittels
eines Umschalters bei Bedarf abgeschaltet werden kann. Dieser unnormale
Zustand
wird durch eine ständig leuchtende Hupenkontrollampe angezeigt. Das optische Signal
ist z. B. eine Störungslampe.
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Zu jedem überwachten Motor gehört ein doppelpoliger Umschalter, der
im folgenden als Signalumschalter bezeichnet ist, und dessen Stellung den Sollzustand
des Motors bestimmt. Über diesen Umschalter und das Überwachungsrelais ist ein Hilfskontakt
am Schaltgerät des Motors mit dem Überwachungs-und Prüfteil, die allen überwachten
Motoren gemeinsam sind, verbunden.
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Das Prüfteil enthält ein Drehwählersystem mit mindestens drei Schaltebenen,
deren jede einen Kontakt mehr enthält als Motoren zu überwachen sind.
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Der Drehwähler wird in bekannter Weise durch ein Schrittschaltrelais
von Kontaktreihe zu Kontaktreihe fortgeschaltet. Der erste Schaltimpuls, der den
Drehwähler aus der Ausgangsstellung auf die erste Kodaktreihe führt, wird von der
Meßwarte aus durch Bdätigung einer Einschalttaste erteilt.
| Die weiteren Impulse, durch die der Drehwähler in einer vollen
Umdrehung |
| über alle Kontaktreihen und schließlich in die Ausgangsstellung
zurücührt |
wird, erhält das Schrittschaltrelais durch das Prüfrelais.
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Aus einer Schaltebene des Drehwählers führt von jedem Kontakt eine
Leitung zu einem zu jedem überwachten Motor gehörenden Schaltvorbereitungsrelais,
das das Schaltgerät dieses Motors zum Einschalten vorbereitet. Das
Einschalten
des Motors geschieht über ein Startrelais durch ein besonderes Einschaltrelais.
Aus einer zweiten Schaltebene des Drehwählers führt von
| a |
| jedem Kontakt eine Leitung zu einem Kontakt des Signalumsc4ters.
Die |
d2 itte Schaltebene bewirkt durch das Ein- oder Abschalten von Zusatzwiderständen
eine Varrierung der Impulsabstände in einem Zeitschaltglied. Der Drehwähler verbindet
im schrittweisen Fortschalten über alle Kontakt-
| reihen nacheinander den Hilfkontakt eines jeden Schaltgerätes
über den Signal- |
umschalter und das Überwachungsreläis ,mit einem Relaissystem, das je nach der Stellung
des Hilfskontaktes und des Signalumschalters einen ausgefallenen Motor wieder einschaltet
und den Alarm löscht, oder für einen nicht wieder einschatlbaren Motor den Alarm
stehen läßt oder bei einem im Sollzustand befindffichen, also" planmäßig ein- oder
ausgeschalteten Motor den Drehwähler weiterrückt, ohne weitere Schaltmaßnahme zu
veranlassen.
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Auf diese Weise werden-alle Motore der Reihe nach überprüft und gegebenenfalls
wieder eingeschaltet, wenn der Drehwähler durch'Betätigung der Einschaltteste in
der Meßwarte in Gang gesettt wird.. Ob die Weiterschaltung des Drehwählers durch
das Prüfrelais verzögerungsfrei oder mit VerzPgerung über das Verzögerungsrelais
und das. Zeitschaltglied bewirkt wird, hängt davon ab, ob der in einem Schaltschritt
geprüfte Motor im Sollzustand ist
oder dicht . Ist er es nicht,
dann erfolgt die Weiterschaltung des Drehwählers nihht verzögerungsfrei, wobei das
Zeitschaltglied die für jeden Motor notwendige eingestelle Verzögerung berücksichtigt.
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Führt das Schaltgerät eines z. B. durch Überlastung#6der Blockierung
ausgefallenen Motors den von seinem Schaltvorberd tungs.relais vorbereiteten und
vom gemeinsamen Einschaltrelais erteilten Einschaltbefehl nicht aus, dann bleibt
der Alarm im Signalteil stehen und der Drehwähler rückt nach Ablauf des vom Zeitschaltglied
gegebenen Zeitintervalls auf die nächste Kontaktreihe weiter.
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Über die Kontaktreihen, diezu im Sollzustand befindlichen Motoren
gehören, wird der Drehwähler mittels des Prüfrelais durch den Schrittschalter rasch
weitergerückt.
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An der Meßwarte werdertfolgende mögliche Betriebszustände I, iI, III,
IV der °Motore durch iDptische und akustische Zeichen kenntlich gemacht, wenn jeder
Signalumschalter auf dem Sollzustand des zugehörigen Motors steht.
| Betriebszustand I II IM IV |
| Signalumschalter ein ein aus aus |
| Motor ein aus ein aus |
| Betriebszustand I 1I III IV |
| Alarm im Signalteil nein ja ja nein |
| Überwachungslampe ein blinkt ein' aus |
| Kontrollampe ein aus ein aus |
. Die Betriebszustände I und IV sind bei normalem Lauf der Anlage gegepen, wobei
die pänmäßig eingeschalteten und laufenden Motore dem Zustand I entsprechen und
die planmäßig ausgeschalteten und stillstdienden Motore dem Zustand IV.
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Der Betriebszustand II gilt für alle ausftefallenen und daher außerplanmäßig
stillstehenden Motore. Ursachen für diesen Zustand können ein totaler Span nungsausfall,
ein Spannungswischer, Überlastung oder versehentliches Ausschalten einzelner Motore
sein.
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Es können demgemäß alle -eingeschalteten überwachten Motore oder nur
einige oder auch nur ein einzelner Mdnr in diesen Zustand kommen. Der Betriebszustand
III gilt, für Motore, die durch Bedienungsfehler versehentlich aus dem Stillstand
in den nicht planmäßigen Lauf geschaltet wer-
| den. Diese seltenen Fehlzustände werdeeon der Meßwarte aus
durch Be- |
tätigung der Ausschalttaste von Hand korrigiert.
Die in den einzelnen
Betriebszuständen ausgelösten Schaltvorgänge seien an Hand des Schaltschemas in
Fig. 1 erläutert.
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Für jeden einzelnen Antriebsmotor M sind jeweil vorhanden ein besonderer
Hilfskontakt 61a an seinem Schaltgerät 61, ein Signalumschalter 1, eine Kontrollampe
2, ein Schaltvorbereitungsrelais 3, ein Überwachungsrelais 4, ei eine Überwachungslampe
5, eine Diode 6 als Einweg-Sperrglied und eine Ausschalttaste 7.
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Von den Anschlußstellen Ki, K2, K3, K4 führt jeweils eine Verbindung
zu den einzelnen, oben erwähnten Geräten, welche für jeden einzelnen Motor
| vorhanden sind. Hier sindieweils 4 solcher Leitungen als Gruppe
vorgesehen: |
| - Im Einzelfall sind so viele Gruppen vorhanden, wie Motoren
in den Anla ge |
| zu ebrwaochen sind. - |
Die Anschlußstellen K1 führen zu den Signalumschaltern 1, K2 über die Ü6erwaschungsrelaiskontakte
4 a zu den @berwachungslmapen 5,K 3 zur Betätigung der Überwachungsrelais 4 und
zu den Kontrollampen 2, K4 über die Kontakte der Schaltvorbereitungsrelais 3 zu
den Schaltgeräten 61 der überwachten Motore.
Allen Antriebsmotoren
M gemeinsam und daher nur einmal vorhanden sind das Alarmrelais 8, das Drehwählerrelais
9 mit dem-Schrittschalter 91, das Einschaltrelais 10, die Einschalttaste 11, das
Flackerrelais 12, das Impulsrelais 21, das Gegenimpulsrelais 22, das Prüfrelais
13, das Startrelais 14, das Transportrelais 15, das Verzögerungsrelais 16, das ZeitschaltteilZ,
| 19 |
| die Hupe 18, der Hupenschalter,/die Hupenkontrollämpe 20, sowie
die Sitö- |
rungslampe 23.
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Von diesen Teilen sind in der M_eßwarte selbst für den Wachhabenden
leicht überschaubar und erreichbar der Signalumschalter 1, die Kontrollampe 2, die
Überwachungslampe 5, die Ausschalttaste 7, die Einschalttaste 11, die Hupe 18, der
Hupenumschalter 19, die Hupenkontrollampe 20 und die Ströungslampe 23 angeordnet.
Alle anderen Teile, soweit sie sich nicht unmittelbar bei den Motoren befinden,
sind in einem Schaltschrank untergebracht, der an ,beliebiger Stelle aufgestellt
werden kann.
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Der Betriebszustand I entspricht dem normalen Lauf der Pcoduktionsanlage.
Die Signalumschalter stehen auf "Ein", die zugehörigen Motoren laufen, die Überwachungslampen
5 und Kontrollampen 2 für jeden laufenden Motor leuchten gleichzeitig. Falls dies
nicht derFall ist, muß die nichtleuchtende Lampe ausgewechselt werden. Jdde leuchtende
Überwachungslampe wird außerdem von Hand gekennzeichnet, Das Transportrelais
15, das Verzögexungsbelais 16
das Überwachungsrelais 4 und das
Schaltgerät 61 haben angezogen. Der Drehwähler 9 steht in der Ausgangsposition.
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Aus diesem Betriebszustand geht durch Ausfall eines Motors oder mehrerer
oder aller Motors derBetriebszustand II hervor, der hier in Verbindung mit dein
einzelnen Motor M betrachtet sei.
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Beim Ausfall des Motors M öffnet der Hilfskontakt 61a an seinem S,-;haltgerät
61,und damit erlischt seine Kontrollampe 2. Das Überwachungsrelais 4 fällt ab und
geht in die Schaltstellung 4 b. Das Alarmrelais 8 geht darauf in "Ein"-Stellung.
Das Flackerrelais 12 erhält die Flackerimpule aus den Relais 21 und 22 des Signalkreises
und schaltet in kurzen Zeitabständen ein und aus. Die Überwachungslampe 5 erhält
über den Kontakt des Flackerrelais 12 Blinkspannung, der Wachhabende wird durch
die Hupe 18 und die Störungslampe 23 auf die Störung aufmerksam, prüft und entscheidet
jetzt, ob der ausgefallene Motor wieder in Gang gesetzt werden soll und löst bejahendenfalls
durch Betätigung der Einschalttaste 11 den Prüf-und Schaltvorgang aus. Danach laufen
folgende Schaltvorgänge ab; Über das im Schaltschema in der Ausgangsstellung dargestellte
Drehwählrelais 9; Schaltebene 9a, erhält das Prüfrelais 13 beim Betätigen der Einschalttaste
11 Spannung und zieht an. Die Kontakte 13a und 13b schließen. Über die Kontakte
15b und 13ä erhält der Schrittschalter 91 des Drehwählers 9 Spannung und bewegt
die
Arme 9a, 9b, 9c um einenSchritt weiter. Über die zweite Schaltebene
durch den Arm 9b erhält das Schaltvorbereitungsrelais' 3 Spannung und schließt den
Kontakt 3a, Inzwischen ist das P.-üfrelais 13 spannungslos geworden und fällt wieder
ab,- weil der Kontakt 91a geöffnet hat. Das SchrittschaltWerk 91 bekommt über den
Kontakt 13a keine Spannung mehr und geht in die Ausgangs-Stellung mit geschlossenem
Kontakt 91a zurück.
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Das Verzögerungsrelais 16 erhält weder über die zweite Schaltebene
durch
| den Arm 9b noch über den Kontakt 13b Spannung un4iällt verzögert
ab. Über |
den Kontakt 16a des Verzögerungsrelais 16 und den Kontakt 10a des Einschaltrelais
10 erhält das Zeitschaltglied Z nunmehr eine negative Vorspannung auf die Basis
des Transisiors 51. Er schaltet durch und das Starterrelais 14 schaltet ein, über
den Kontakt 14b erhält das Einschaltrelais lOSpannung Die Kontakte 10a und 10b öffnen
und der Kontakt 10c schließt. Die Stromzuführung zum Transportrelais 15 wird durch
den geöffneten Kontakt 10b unterbrochen und das Transportrelais 15 fällt ab. Über
den jetzt geschlossenen Kontakt 10c und den schon vorher geschlossenen Kontakt 3a
erhält das Schaltgerät 61 des zum ersten Schaltschritt gehörenden Motors .M Spannung
und schaltet den Mbtor ein. Über den Hilfskontakt 61a des Schaltgerätes 61-,
| die Diode 6 und über die Schaltebfle 9a des Drehwählers 9 erhält
das Prüf- |
relais 13 Spannung, zieht. an und prüft den nächsten Motor.
Durch
Öffnung des Kontaktes 10a wird die Stromzuführung zum Zeitschaltglied Z unterbrochen.
Das Starterrelais 14 fällt verzögert ab. Durch Öffnung des Kontaktes 14 b wird auch
das Einschaltrelais 10 spannungslos und fällt verzögert ab. Über den Kontakt 10b
wird das Transportrelais 15 wieder betätigt, so daß der Kontakt 15b geschlossen,
der Kontakt 15a geöffnet werden. Das Schrittschaltwerk 91 erhält über die Kontakte
15b und 13aSpannung und bewegt die Arme in den Schaltebenen 9a bis 9c um einen Schritt
weiter.
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Der soeben beschriebene Schaltvorgang wiederholt sich, bis der Drehwähler
9 in die Ausgangsstellung zurückkommt,- da dann das Prüfrelais 13 über die Schaltebene
9a des Drehwählers 9 keine Spannung mehr erhält, solange die Einschalttaste 11 nicht
betätig44vird. Das Verzögerungsrelais 16 steht über der Schaltebene 9b des Drehwählers
in der Ausgangsstellung ständig unter Spannung, so daß das Einschalten von Motoren
verhindert wird.
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Auf diese Weise werden z. B. bei Spannungsausfall im Netz alle Motore
auf ihren Betriebszustand überprüft und der Reihe nach wieder eingeschaltet. Sind
z. B. bei einem Spannungswischer nur einzelne Motore ausgefallen, dann werden auch
diese der Reihe nach wieder eingeschaltet, so daß alle zu über-1,rachende Motore
der Produktionsanlage wieder in den Sollzustand kommen. Dabei durchläuft der Drehwähler
9 alle Stufen bis er in die Ausgangsstel-
| lung zurückkehrt. Gelangt der Drehwähler auf eineSchaltstufe,
in welcher |
der zugehörige Motorplanmäßig eingeschaltet ist, dann fällt das
Prüfrelais 13 unverzögert ab, da der Kontakt des Schrittschäimrlzes 91 die Stromzuführung
unterbricht. Darauf geht der Schrittschalter in die Ausgangsstellung zurück, d.
h. seine Kontakt schließt. Da der Hilfskontakt 61a des zugehörigen Schaltgerätes
61 geschlossen ist, bekommt das Prüfrelais 13 über den Hilfskontakt 61a, die Diode
6, den Drehwähler 9a und den Kontakt des Schrittschalüvetkes 91 Spannung und schaltet
über die Kontakte 15b und 13a den Drehwähler 9 unverzögert einen Schritt weiter.
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Wenn in einer oder mehreren Schaltstufen der zugehörige Motor planmäßig
außer Betrieb ist, dann steht der Signalumschalter 1 in "Aus"-Stellung. Über seinen
Kontakt l c und den Drehwähler 9a erhält das Prüfrelais 13 verzögerungsfrei Spannung,
so daß das Schrittschaltwerk 91 den Drehwähler 9 sofort einen Schaltschritt weiterrückt.
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Wird der Einschaltbefehr vom Schaltgerät 61 eines Mo-tors über die
Kontakte 10e des Einschaltrelais 10 und den Kontakt 3a im Schaltvorbereitungsrelais
3 nicht befolgt, so daß ein ausgefallener Motor nicht wieder eingeschaltet wird,
dann erhält das Prüfrelais 13 über den Hilfskontakt 61ä, die Diode 6 und die Schaltebene
9a des Drehwählers 9 keine Spannung, sondern nür über den Kontakt 15a des wegen
Öffnung von Kontakt 10b abgefallenen Transportrelais 15 und den Kontakt 14a des
Starteelais 14. ner Schaltablauf geht dann weiter, wie oben beschrieben, bis der
Drehwähler seine Ausgangsstellung
wieder erreicht hat. Jedoch
bleiben in diesem Fall das Flackersignal der Überwachungslampe 5` sowie das Hupensignal
18 und die Störungslampe 23 bestehen und . zeigen dem Wachhabenden, daß dieser Motor
sich weiterhin nicht im Sollzustand befindet.
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In dem durch seine flackernde Überwachungslampe 5 als beschädigt gemeldeten
Motor wird die- Schadensursache geprüft und beseitigt. Gegebenenfalls wird für ihn
der Reservemotor eingeschaltet.
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Der oben mit IH bezeichnete Betriebszustand tritt ein, wenn ein Antriebsmotor
durch einen nicht von der Meßwarte aus veranlaßte Maßnahme irrtümlich eingeschaltet
wird, z. B. durch örtliche Betätigung eines Schaltgerätes 61. In diesem Falle steht
sein Signalumschalter 1 in der Meßwarte auf "Aus", wobei die Kontakte la und 1b
geöffnet, die Kontakte 1c und 1d geschlossen sind. -Über den Kontakt 1d erhält dann
das Alarmrelais 8 Spannung und bewirkt durch Schließung seiner Kontakte :ha und
8b die Alarmmeldung durch die Überwachungslampe 5,' die Hupe 18 und die Störungslampe
23. _ Das Impulsrelais 21 und das Gegenimpulsrelais 22 werden eingeschaltet und
betätigen durch ihre Kontakte 21a und 22y das Flackerreiais 12. Dieses kann jedoch
wegen des offenen Kontaktes la im Aalumschalter 1
keine Blinkimpulse
auf die Überwachungslampe 5 gegen. Es leuchtet also
| eine Überwachungslampe, die nihht.kekennzeichnet ist, so daß
der Wach- |
habende den betreffenden Motor leicht identifizieren kann. Der versehentlich eingeschaltete
Motor wird durch Betätigung seiner Ausschalttaste 7 im Schaltpult der Meßwarte wieder
stillgesetzt, ohne daß die Prüfung durch Einschaltautomatik nötig ist.
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Der Betriebszustand TV betrifft die Behandlung der planmäßig ausgeschalteten
Antriebsmotore. Sie wurde bereits oben bei der Beschreibung des Betriebsstandes
II, Absatz 9, erörtert: Das Signalteil enthält als Anzeigevorrichtungen die Überwachungslampe
5, die Kontrollampen 2 mit Kennzeichnungsmöglichkeit, eineHupe 18, eine Störungslampe
23, und eine Hupenkontrollampe 20, die.in der Meßwarte weithin sichtbar bzw. hörbar
angeordnet sind. Außerdem enthält das Signalteil das Impulsrelais 21 und das -Gegenimpulsrelais
22, mittels welcher das Flackerrelais 12 betätigt wird, Das Signalteil wird durch
das Alarmrelais 8 ausgelöst.
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Bei einer Störung erhält das Alarmrelais 8 über den Kontakt 4a des
Überwachungsrelai s4 und den Kontakt 1d des Signalum@schaltßers oder die Kontakte
4b und 1b Spannung und zieht an. Dadurch werden in der Meßwarte über den Kontakt
8a die Störungslampe 23 und die Hupe 18 eingeschaltet.
Die Hupenkontrollampe
20 leuchtet bei abgeschalteter Hupe 18 aubh dann, wenn kein Alarmfall vorliegt und
macht dadurch auf das Fehlen des akustischen Signals aufmerksam. Über denKontakt
8b und den Ruhekontakt 22a erhält das Impulsrelais 21 im Alarmfall Spannung und
zieht an. Über die Kontakte 21 a und 21b erhalten das Flackerrelais 12 und dys Gegenimpulsrelais
22 Spannung-Das Flackerrelais 12 und das Gegenimpulsrelais 22 ziehen an. Danach
öffnet der Kontakt 22a und das Impulsrelais 21 fällt durch das RC-Glied@ verzögert
ab. Die Kontakte 21a und 21b öffnen, worauf das Flackerrelais 12 sofort stromlos
wird und abfällt. Das Gegenimpulsrelais 22 fällt durch das RC-Glied 42 auch verzögert
ab. Der Kontakt 22a schließt und dieser Schaltzyklus wiederhölt sich solange bis
das Alarmrelais durch Behebung der Störung abfällt.
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Das Zeitschaltglied Z enthält die Transistoren 51, 53, 54 und das
RC-Glied52. Wenn das Verzögerungsrelais 16 längere Zeit keinen Impuls vom Prüfrelais
13 über Kontakt 13 b erhält und wenn der Unterbrecher in der Schaltebene 9b des
Drehwählers 9 die Ausgangsstellung verlassen hat, dann fällt es ab und schließt
den Kontakt 16a. Dadurch erhält der Tran.-_sistor 51 an seiner Basis negative Spannung
und der Kondensator im RC-Glied 52 wird aufgeladen. Der Transistor 51 wird- leitend
und sperrt mit seinem Kollekt)Dr-Strom den bisher leitenden Transistor 53, wodurch
der bisher gesperrte Transistor 54 leitend wird. Sein Kollekt ärstrom erteilt dem
Startrelais 14
einen Impuls, wodurch sein Kontakt 14b das Einschaltrelais
10 mit einer durch den parallelgeschalteten Kondensator bedingten Verzögerung einschaltet.
Durch gleichzeitige Öffnung des Ruhekontaktes 14a wird verhindert, daß das Prüfrelais
inzwischen weitere Impulse erhält.
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Das RC-Glied 52 bewirkt, daß das Sartrelais 14 nach Öffnen des Ruhekontakte
10a mit einer Verzögarung abfällt, die durch Zuschalten von Widerständen zu dem
RC-Glied 52 über die Schaltebene 9c des Drehwählers 9 verändert werden kann. Große
Motore erfordern eine längere Verzögerung als kleine Motore.
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Die erfindungsgemäße Arbeitsweise und ;Schaltanordnung bietet über
die eiriäche zentrale Überwachung einerAnlage/iinaus den Vorteil, Motorenausfälle
nicht nur zu erkennen und zu orten, sondern auch zu qualifizieren und danach auch
zu beheben, soweit die Ausfälle auf Störungen oder Schwankungen im Stromnetz oder
auf Bedienungsfehler an einzelnen Motoren beruhen. Dadurch werden aus der großen
Anzahl der möglichen Störungsursachen rasch und 'sicher diejenigen aussortiert,
die ein rasches Eingreifen, z. B. das Umschalten auf Relservemaschinen oder das
Abschälten eines Anlagenabschnittes erfordern. Wird ein Flackersignal nach Betätigung
der erfindungsgemäßen Prüf- und Schaltvorrichtung nicht gelöscht, dann ist nach
der kurzen Zeit, die der Prüfvorgang benötigt und die je nach der Zahl der überwachten
Motore höchstens etwa 1 bis 2 Minuten bettil-gt, ein eindeutiger Hinweis
gegeben,
an welcher Stelle der Anlage einzugreifen ist und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen
zu treffen sind. Die Ein- und Ausschaltbarkeit eines jeden Motors von Hand wird
durch die Einschaltautomatik nicht beeinträchtigt. Dies ist besonders dann wichtig,
wenn die Eirs-chaltautomatik aus irgend einem Störgrund ausfallen sollte.