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DE1572861B - Prismendoppelfernrohr - Google Patents

Prismendoppelfernrohr

Info

Publication number
DE1572861B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
prism
optics carrier
housing
telescope according
contact surface
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Steiner Optik GmbH
Original Assignee
Steiner Optik GmbH

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Prismendoppelfernrohr. mensystems auf, Die Prismen können durch eine
Die Herstellung solcher Fernrohre ist besonders Klebeverbindung aneinander befestigt sein, so daß deshalb aufwendig, weil die drei optischen Systeme ihre einander zugekehrten Grundflächen praktisch in gegeneinander ausgeglichen werden müssen. Dies er- einer Ebene liegen. Durch diese vorteilhafte Äusbilfordert vor allem einen sehr präzisen Sitz dieser opti- 5 dung wird die Justierung wesentlich erleichtert,
sehen Systeme im Gehäuse. Wird, z. B. bei einer Nach einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung Reparatur, auch nur eines dieser optischen Systeme der Erfindung ist das Prismensystem am Optikträger aus dem Gehäuse entnommen, müssen anschließend durch Kleben befestigt, und der Optikträger weist alle wieder gegeneinander justiert werden. Diese einen die Anlagefläche für ein Prisma teilweise umGesichtspunkte standen bisher auch der Verwendung io fassenden Randansatz auf. Dieser Randansatz erbilliger Werkstoffe, wie Künststoff-Spritzgießteiie leichtert zürn einen die Zentrierung beim Befestigen od. dgl., zur Ausbildung des Gehäuses im Wege. des Prismensystems am Optikträger. Zum anderen
Es ist bekannt* bei einem Prismendoppelfernrohr hält er aber bei der Herstellung der Klebeverbindung die objektivseitigen Gehäuse-Abdeckplatten zugleich den zunächst flüssigen Kleber zurück, so daß sich als Prismenstuhl und Träger für das Objektiv aus- 15 eine einwandfreie Verbindung ergibt,
zubilden. Diese Maßnahme dient der Austauschbar- Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß das eine keit der optischen Systeme gegen solche anderer Prisma des Prismensystems gegenüber seiner Anlage-Brennweite. Auch hierdurch läßt sich noch keine fläche gegebenenfalls verkeilt ist. In diesem Zugrundlegende Verbilligung der Herstellung von sammenhang kann die Keilverbindung aus zwei Kei-Prismendoppelfernrohren erzielen, weil auch diese 20 len bestehen, von denen einer an den Optikträger anbekannte Ausbildung einen besonders exakten Sitz geformt sein kann, so daß lediglich ein weiterer Keil der Gehäuse-Abdeckplatte im Gehäuse selbst ver- als loses Bauteil erforderlich wird. Die Verkeilung langt, das darüber hinaus noch das Okular auf- gewährleistet eine zuverlässige flächige Anlage des zunehmen hat. Prismas gegenüber der Anlagefläche des Optikträgers,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die 25 und sie läßt sich andererseits zum Justieren leicht
Herstellungskosten von Prismendoppelfernrohren er- verändern.
heblich zu reduzieren, ohne daß dadurch eine Ein- Schließlich kann der Paßsitz zwischen Optikträger büße in der Funktion und Qualität des Fernglases und Gehäuse mindestens eine der Zentrierung diein Kauf genommen werden muß. nende Nut oder Nase bzw. einen Stift aufweisen, die
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 30 mit einer entsprechenden Gegenausnehmung zulöst, daß die drei Hauptteile jeder Gehäusehälfte, sammenwirken.
nämlich Fernglasgehäuse, Okular und Optikträger, In der Zeichnung wird der Erfindungsgegenstand
mit unveränderlich optisch gegeneinander äusgegli^ an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert* Hier-
chenem Prismensatz und Objektiv aus endgefertigten bei zeigt
Kunststoffteilen bestehen. 35 F i g. 1 eine teilweise längsgeschnittene Ansicht des
Diese Hauptteile bilden gewissermaßen Einzelteile Fernglases,
eines Bausatzes, die unlösbar miteinander verbunden F i g. 2 eine Draufsicht auf den Optikträger in versind, was die vorherige Justierung von Prismensatz größerter Darstellung,
und Objektiv auf dem gemeinsamen Optikträger ver- F i g. 3 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht
langt. Ist dieser in das Gehäuse eingesetzt, das in 40 des Optikträgers nach Fig. 2 mit eingesetztem
diesem Fall größere Fertigungstoleranzen ohne weite- Prismensystem und
res aufzuweisen vermag, so wird noch das Okular auf F i g. 4 einen Längsschnitt durch den Optikträger
die Gehäusehälfte aufgebracht und gegenüber dem nach F i g. 3.
restlichen optischen System justiert. Die erfindungs- Das Fernglas besteht aus den beiden durch das gemäße Ausbildung verzichtet von vornherein auf 45 Mittelgelenk 1 miteinander verbundenen Gehäuseeine Lösbarkeit der Hauptteile voneinander, z. B. bei teilen 2. An der einen Gehäuseseite ist das Okular 3 einer Reparatur, in der Erkenntnis der Tatsache, daß angebracht, dessen Linsensystem im einzelnen nicht eine Reparatur unter den heutigen Verhältnissen und wiedergegeben ist. An der gegenüberliegenden Seite insbesondere bei einem derart rationell gefertigten des Fernglases befindet sich das Objektiv 4, dessen Fernrohr, unverhältnismäßig teuer sein würde. 50 Linsensystem ebenfalls aus der Zeichnung nicht her-
Die dem Baukastenprinzip folgende Fertigung des vorgeht.
erfindungsgemäßen Prismendoppelfernrohrs verwen- Das Objektiv 4 ist an einer Platte 5 befestigt, die det vorzugsweise einen dimensionsstabilen Kunststoff Teil eines Öptikträgers 6 ist, der außer dem Objekfür das Gehäuse, der gegebenenfalls auch, z» B. durch tiv 4 das Prismensystem 7 trägt, welches bei der beiGlasfaser od. dgl., verstärkt sein kann und eine hohe 55 spielsweise wiedergegebenen Ausführungsförm ein Beständigkeit gegen Oxydation, Salzwasser, Hitze und sogenanntes Porrö-System aus zwei 90o-Prismen8 Kälte aufweist sowie darüber hinaus keinen äußeren und 9 ist. Auf der Platte 5 des Optikträgers 6 ist eine Überzug zu seinem Schutz verlangt. Ist ein solches Halterung 10 mit einem Lichtschacht 11 für das Glas unbrauchbar geworden, können statt einer Ausgangsprisma 9 und einem Lichtschacht 12 für das Reparatur der im Wert vergleichsweise ■ geringe 60 Eingangsprisma 8 vorgesehen. Die Anlagefläche 13 Kunststoff chemisch herausgelöst und die wertvollen für das Ausgangsprisma 9 und die Anlagefläche 14 Gläser dadurch wiedergewonnen werden. Als Kunst- für das Eingangsprisma 8 liegen in einer Ebene. Die stoffe kommen auch bevorzugt die dimensionsstabilen Anlagefläche 14 für das Prisma 8 wird teilweise von Polycarbonate in Betracht. einem Randansatz 15 umfaßt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der 65 Zwischen der Kopffläche 16 des Prismas 9 und der
Optikträger zwei einander entgegengerichtete und in Platte 5 des Optikträgers 6 ist eine Verkeilung vor-
einer Ebene liegende Anlageflächen für zwei im gesehen, deren einer Keil 17 an die Platte 5 angeformt
Strahlengang aufeinanderfolgende Prismen des Pris- sein kann, während der andere Keil 18 ein selbständi-
ges Bauteil bildet und entsprechend fest angezogen ist. Auf diese Weise wird die Grundfläche des Prismas 9 fest gegen die Anlagefläche 13 an der Halterung gepreßt. Diese weist schließlich Bohrungen 19 auf, die zum Einsetzen von nicht dargestellten Justierschrauben dienen.
Die den Optikträger 6 aufnehmende Gehäuseöffnung ist mit einer stufenförmigen Passung 20 versehen, der eine entsprechende Abstufung 21 am Umfang der Platte 5 entspricht, so daß sich zwischen Gehäuse 2 und Optikträger 6 ein einwandfreier Paßsitz ergibt. Die Platte 5 ist, wie Fig. 2 zeigt, mit zwei einander gegenüberliegenden Nasen 22 versehen, die in entsprechende Ausnehmungen am Gehäuse 2 des Fernglases eingreifen.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Prismendoppelfernrohr, gekennzeichnet durch die Gesamtheit der Merkmale, daß die drei Hauptteile jeder Gehäusehälfte, nämlich Fernglasgehäuse, Okular (3) und Optikträger (6), mit unveränderlich optisch gegeneinander ausgeglichenem Prismensatz (7) und Objektiv (4) aus endgefertigtem Kunststoffteilen bestehen.
2. Fernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Optikträger (6) zwei einander entgegengerichtete und in einer Ebene liegende Anlageflächen (13,14) für zwei im Strahlengang aufeinanderfolgende Prismen (8, 9) des Prismensatzes (7) aufweist.
3. Fernrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Prismensatz (7) am Optikträger (6) durch Kleben befestigt ist und der Optikträger einen die Anlagefläche (14) für ein Prisma (8) teilweise umfassenden Randansatz (15) aufweist.
4. Fernrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Prisma (9) des Prismensatzes (7) gegenüber seiner Anlagefläche (13) verkeilt ist.
5. Fernrohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilverbindung aus zwei Keilen (17,18) besteht, deren einer an den Optikträger (6) angeformt ist.
6. Fernrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Paßsitz zwischen Optikträger (6) und Gehäuse (2) mindestens eine der Zentrierung dienende Nut oder Nase (22) bzw. einen Stift aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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