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DE69216763T2 - Feldstecher mit Einzelfokussierung - Google Patents

Feldstecher mit Einzelfokussierung

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Publication number
DE69216763T2
DE69216763T2 DE69216763T DE69216763T DE69216763T2 DE 69216763 T2 DE69216763 T2 DE 69216763T2 DE 69216763 T DE69216763 T DE 69216763T DE 69216763 T DE69216763 T DE 69216763T DE 69216763 T2 DE69216763 T2 DE 69216763T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
focus
binocular
eyepiece
adjustment
objective
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE69216763T
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DE69216763D1 (de
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Klaus P Mahr
Neil Mai
Rodney H Otteman
Victoria J Peters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Leupold and Stevens Inc
Original Assignee
Leupold and Stevens Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Leupold and Stevens Inc filed Critical Leupold and Stevens Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE69216763D1 publication Critical patent/DE69216763D1/de
Publication of DE69216763T2 publication Critical patent/DE69216763T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/16Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight
    • G02B23/18Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight for binocular arrangements
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B7/00Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements
    • G02B7/02Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses
    • G02B7/04Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses with mechanism for focusing or varying magnification
    • G02B7/06Focusing binocular pairs

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine binokulare Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Feldstecher, der gleichzeitig individuell fokussiert werden kann.
  • Viele Feldstecher (d.h. Doppelrefraktionsfeldstecher) sind bekannt, im Handel erhältlich und weisen unter anderem zwei Binokularrohre auf, die jeweils mit einem Okular und einer Objektivanordnung ausgestattet sind. Durch die Relativanpassung der jeweiligen Okulare und der Objektivanordnungen sowie die Anpassung an das Sehvermögen eines bestimmten Benutzers erhält dieser ein klares und scharfes Bild (d.h. "Fokus"). Herkömmliche Einzelfokus-Feldstecher werden durch einen Benutzer durch Drehen des Okulars oder der Objektivanordnung fokussiert. Dieses Drehen kann den Versatz der mechanischen und optischen Achsen eines oder beider Binokularrohre zur Folge haben, wodurch parallaktische Verschiebungen entstehen können.
  • Bekannte Feldstecher fokussieren üblicherweise zentral oder einzeln. Die zentrale Fokussierung erzielt der Benutzer durch das Einstellen eines einzelnen Knopfes, der typischerweise im zentralen Bereich des Gefüges (d.h. des Bogens zwischen den beiden Binolukarrohren) am Okularende oder diesem benachbart angeordnet ist. Bei der Einzeleinstellung hingegen betätigt der Benutzer zwei Einstellmittel, die jeweils mit einem Binokularrohr in Verbindung stehen. Das US- Geschmacksmuster Nr. Des. 292,412 betrifft einen Feldstecher mit drehbaren Einzelfokus-Okularen sowie einem Mittelgelenk zur raumsparenden Aufbewahrung.
  • Das US-Patent 4,346,960 (Lehrmund et al.) betrifft einen Feldstecher mit einer ersten "mechanisch gekuppelten" Steuerung für die gleichzeitige Axialeinstellung beider Objektive und eine zweite "Einzel"-Steuerung zur individuellen Axial- Einzeleinstellung eines Objektivs. Genauer gesagt kann über die Einzelsteuerung die in dem einen Binokularrohr befindliche Objektivanordnung eingestellt werden, ohne daß das im anderen Binokularrohr angeordnete Objektiv eingestellt wird. Der in diesem Patent beschriebene Feldstecher hat einen zweifach verbundenen zentralen Bereich.
  • Gleichermaßen betrifft das US-Patent 4,630,901 (Altenheiner et al.) einen Feldstecher mit einer Zweiknopf-Steueranordnung, bei der ein Knopf beide optischen Elemente zusammen fokussieren kann (d.h. Kombinationen entsprechender Okulare und Objektivanordnungen) und der andere Knopf eine einzelne Objektivanordnung einstellen kann, um Sehfehler des Benutzers auszugleichen. Dieses Patent arbeitet mit Längeneinstellung der Objektivposition. Dieser patentierte Feldstecher weist ebenfalls einen mit Gelenk versehenen zentralen Bereich auf.
  • Das US-Patent Nr.4,989,963 (Farnung et al.) betrifft ebenfalls eine kombinierte Doppel/Einzel-Einstelleinrichtung für Feldstecher, die von einem Benutzer einhändig eingestellt werden kann. Hierfür ist ein einzelner Einstellknopf vorgesehen. Die Doppel-Einstelleinrichtung arbeitet, wenn zwei Einstellringe miteinander gekoppelt sind; wenn die Einstellringe nicht gekoppelt sind, wird einzeln fokussiert. Die Längeneinstellung der Position der Objektivanordnung wird ebenfalls zum Fokussieren dieses patentierten Feldstechers verwendet. Jedoch kann die Einzeleinstellung beider Objektive nicht gleichzeitig ausgeführt werden. Zudem weist dieser vorbekannte Feldstecher einen mit Gelenk versehenen zentralen Bereich auf.
  • Die US-Patente Nr.4,080,042 (Hornschu et al), 4,080,043 (Altenheiner et al.), 4,087,153 (Hengst), 4,436,387 (Shimizu) und 4,998,357 (Farnung et al.) beschreiben zentrale, aber nicht Einzelfokus-Feldstecherausführungen. Einige dieser vorbekannten Vorrichtungen zeigen einen mit Gelenk versehenen, faltbaren oder anderweitig zusammenklappbaren zentralen Bereich.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Feldstecher, der sowohl eine simultane Einzel- als auch eine Simultan-Individuell-Fokussiereinrichtung (SIF) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 verwendet. Der erfindungsgemäße Feldstecher simuliert die Einfachheit des zentralen Fokus und wirkt gegen die aus dem Versatz der optischen und mechanischen Achse der Binokularrohre resultierenden parallaktischen Verschiebungen. Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Feldstecher in seinem Bogenbereich mit einem Versatzgelenk ausgestattet, damit er besser an unterschiedliche Benutzer angepaßt werden kann und raumsparend ist. Weiterhin ist der erfindungsgemäße Feldstecher vorzugsweise im wesentlichen wasserfest abgedichtet.
  • Erfindungsgemäße Ausführungsformen verwenden einzelne Zweifach-SIF- Mechanismen mit einem Einstellknopf, einem Aufnahmefenster und einer Fokuswelle, um die vorgenannten und zusätzliche Vorteile in sich zu vereinigen. Die SIF-Einrichtung überträgt die Drehbewegung des Knopfes genau in eine Veränderung des Abstands von Objektiv und Okular in Längsrichtung. Da die SIF- Mechanismen unabhängig voneinander sind, sind die Binokularrohre gleichzeitig und individuell fokussierbar. Zusätzlich simuliert die Doppel-Einstellknopf- Anordnung die Leichtigkeit der Zentralfokus-, Einzelknopf-Feldstecheranordnung dadurch, daß der durch den in Beobachtungsstellung gehaltenen Feldstecher 10 schauende Benutzer diesen fokussieren kann. Durch die relative Längsverschiebung von Objektiv und Okular erhält man fortlaufend einen guten Abgleich der optischen und mechanischen Achsen der Binokularrohre, wodurch der Effekt der Paralaxe aufgrund Fehleinstellung dieser Achsen verringert werden kann.
  • Ein Versatzgelenk aufweisende erfindungsgemäße Ausführungsformen haben weitere Vorteile. Ein solches Gelenk vereinfacht eine raumsparende Aufbewahrung und einen bequemen Transport. Mögliche Binokularanordnungen der erfindungsgemäßen Ausführungsformen bewegen sich zwischen einer Null- Auslenkung mit maximalem Augenabstand und einer Maximal-Auslenkung für minimalen Augenabstand. Wenn das Versatzgelenk so ausgebildet ist, daß es sich bei geringer Kraftanwendung nicht mehr drehen läßt, kann der erfindungsgemäße Feldstecher in Aufbewahrungsposition verbleiben (d.h. in Maximal-Drehstellung) oder trotz unbeabsichtigt auf ihn ausgeübter geringer Kraft auf den individuellen Augenabstand eines speziellen Benutzers eingestellt Die einzelnen zur Ausführung der Erfindung zu verwendenden Bestandteile der Objektivanordnungen 60, wie z.B. O-Ringe, sind bekannt und im Handel erhältlich. Zur Ausführung der Erfindung können aber auch alternative Objektivanordnungs-60-Bestandteile oder ein anderer Aufbau verwendet werden. Die übrigen Bestandteile der Objektivanordnungen 60 können mit bekannten Verfahren speziell angefertigt werden. Fachleute können geeignete, erfindungsgemäß verwendbare Bestandteile zum Einsetzen in die Objektivanordnungen 60 auswählen oder konstruieren.
  • Erfindungsgemäß wird eine Simultan-Individuell-Fokus-(SIF)-Einrichtung verwendet. Die SIF-Einrichtung ist vorzugsweise im SIF-Gehäuseteil 80 des Binokularrohrs 16 angeordnet. Der SIF-Gehäuseteil 80 ist bevorzugt mit dem Binokularrohr integriert ausgebildet, kann aber alternativ einzeln ausgebildet und über ein geeignetes Mittel am Binokularrohr 16 befestigt sein. Jedenfalls umfaßt der SIF-Gehäuseteil 80 vorzugsweise einen Zugang 82, der für die Objektivlinsenhalter-64-SIF-Verbindung einen Zuweg bietet.
  • Bei erfindungsgemäßen Ausführungsformen mit einem Versatzgelenk 12 ist der Aufbau der Umgebung der SIF-Gehäuseteile 80 nicht bei beiden Binokularrohren identisch. Bei einem Binokularrohr 16 (z.B. das linke Rohr (vgl. Fig. 1 und 2)] ist der SIF-Gehäuseteil 80 mit dem breiten Bereich des Versatzgelenkteils 22 integriert ausgebildet. Das zweite Binokularrohr 16 [d.h. das rechte Rohr (vgl. Fig. 1 und 2)] ist dagegen mit dem schmalen Gelenkbereich 28 integriert ausgebildet.
  • Die erfindungsgemäße SIF-Einrichtung umfaßt einen Knopf 14, ein Aufnahmefenster 90, an dem wahlweise eine oder mehrere Befestigungsnuten 92 angeordnet sind, und eine Fokuswelle 94. Die SIF-Einrichtung verbindet den Knopf 14 und die Fokuswelle 94 und übersetzt die Drehbewegung des Knopfes 14 präzise in eine Längsverschiebung der Fokuswelle 94. Das Binokularrohr 16 und die SIF-Einrichtung sind zu deren stabiler Befestigung miteinander verbunden. Diese Verbindung wird z.T. durch ein Befestigungsmittel 96 und ein Befestigungsmittel 98 gebildet, die mit dem Binokularrohr 16 in der in Fig. 2 bleiben.
  • Der erfindungsgemäße Feldstecher kann wasserdicht ausgebildet sein, wenn ein Objektivlinsenhalter verwendet wird, dessen Länge dafür ausreicht, daß die SIF- Einrichtung in den Objektivlinsenhalter außerhalb dessen Trockengaskammer eingreift. Dies wird dadurch erreicht, daß eine O-Ring-Bohrung am rückwärtigen Ende des verlängerten Objektivlinsenhalters angebracht wird und sich vor der O- Ring-Bohrung eine SIF-Einrichtungs-Schnittstelle befindet. So kann die Stellung der Objektivanordnung während des Fokussierens verändert werden, ohne die wasserdichte Versiegelung zu verletzen.
  • Die o.g. sowie weitere erfindungsgemäße Merkmale sowie deren Erhalt wird durch die nun folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform des Feldstechers;
  • Fig. 2 eine Expiosionsansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform des Feldstechers;
  • Fig. 3 eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform, bei der ein Binokularrohr und ein Objektivlinsenhalter aufgeschnitten sind;
  • Fig. 4a eine Ansicht einer Aufnahmefenster-Fokuswellenanordnung einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform von unten;
  • Fig. 4b eine Draufsicht auf eine Aufnahmefenster-Fokuswellenanordnung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
  • In der nun folgenden Beschreibung soll die Bezeichnung "rückwärtig" in Richtung der Okulare oder auf die Okulare und die Bezeichnung "vorderseitig" das Gegenteil bedeuten. Auch werden die Bezeichnungen "rechts" und "links" im normalen Sinne aus der Perspektive einer Person verwendet, die einen Feldstecher so ausrichtet, daß die Okulare in ihre Richtung zeigen. Bei Fig. 1 ist z.B. das untere Binokularrohr das "linke" und, wenn die Achse 20 einen Pfeil am die Vorrichtung nicht berührenden Ende aufwiese, würde dieser Pfeil nach hinten bzw. "rückwärtig" deuten.
  • Fig. 1 zeigt das Äußere (d.h. das Gehäuse) einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die allgemeine äußere Ausbildung eines binokularen Feldstechers 10 entspricht derjenigen herkömmlicher Feldstecher, d.h. zwei Refraktor-Teleskop-Anordnungen sind über einen Brückenbereich verbunden. Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen binokularen Feldstecher 10 mit einem Versatzgelenk 12 und jeweils einem Knopf 14 für individuelle Einstellung für jedes der beiden Binokularrohre 16. An jedem Ende jedes Binokularrohrs 16 befindet sich ein Okular 18.
  • Eine bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform umfaßt einen mit einem Gelenk versehenen Bogenbereich. Weiter bevorzugt (vgl. Fig. 1) umfaßt der Feldstecher 10 ein Versatzgelenk 12, das um eine Drehachse 20 drehen kann, damit ein Benutzer den Abstand zwischen den Okularen 18 von einem Null- Drehwert mit maximalem Augenabstand, wenn nötig, zu einem geringeren Abstand verändern kann, um dem individuellen Augenabstand des jeweiligen Benutzers gerecht zu werden. Zusätzlich ist der Feldstecher 10 bei der bevorzugten Maximal-Drehstellung des Versatzgelenks 12 um die Achse 20 sehr kompakt, wobei die Binokularrohre 16 eng nebeneinander liegen. Der Maximal- Drehwinkel beträgt zwischen 25 und 1700. In solch einer raumsparenden Anordnung kann ein Feldstecher 10 z.B. bequem transportiert oder aufbewahrt werden. Die Binokularrohre 16 können sich in ihrer Kompaktanordnung wahlweise berühren oder nicht.
  • Vorzugsweise ist das Versatzgelenk 12 so ausgebildet, daß die Anordnung des Feldstechers 10 fest bleibt, auch wenn geringe Kräfte angelegt werden. So kann ein auf einen Benutzer eingestellter Feldstecher 10 mit spezieller Binokularrohr-16-Winkelstellung verwendet werden und in gewissem Rahmen Stößen ausgesetzt sein, ohne daß seine Winkelstellung wesentlich verändert wird. Dadurch muß der Winkelabstand der Binokularrohre 16 bei der Verwendung des Feldstechers 10 weniger häufig neu eingestellt werden.
  • Das Versatzgelenk 12 umfaßt vorzugsweise einen breiteren Bereich 22, der mit einem Längsende 24 mit einem ersten Binokularrohr 16 und einem sich im Bogenbereich des gegenüberliegenden Längsendes befindlichen Längsglied 26 integriert ausgebildet ist; und einen schmaleren Bereich 28, der ein mit einem zweiten Binokularrohr 16 integriert ausgebildetes Längsende 30 und ein Einsatzteil 32 aufweist, das so ausgebildet ist, daß es das Längsglied 26 drehbar aufnehmen kann; an den einander gegenüberliegenden Längsenden des Einsatzteils sind ein erstes Befestigungsglied 34 und ein zweites Befestigungsglied 36 ausgebildet.
  • Die Drehverbindung von Längsglied 26 und Einsatzteil 32 kann auf jede geeignete Weise geartet sein. Z.B. könnte ein (nicht gezeigter) Verbindungszapfen durch einen in einem Längsglied 26 gebildeten Zapfenkanal (nicht gezeigt) geführt sein, wobei jedes Zapfenende drehbar im ersten 34 bzw. zweiten Befestigungsglied 36 befestigt ist. Es können z.B. auch ein erstes, gewindeloses Befestigungsglied 34 und ein zweites Befestigungsglied 36 mit Gewinde verwendet werden, um eine solche Drehverbindung zu erhalten.
  • Die Bestandteile des Versatzgelenks 12 können aus jedem geeigneten Material und durch jedes geeignete Herstellungsverfahren erhalten werden. Vorzugsweise sind die Versatzgelenke 12 aus dem gleichen oder ähnlichen Material hergestellt wie das übrige Gehäuse des Feldstechers 10. Jeder Durchschnittsfachmann kann ein geeignetes Material für ein Versatzgelenk 12 auswählen und erfindungsgemäße Versatzgelenke 12 herstellen.
  • Das Gehäuse des Feldstechers 10 besteht vorzugsweise aus Metall und jedes Binokularrohr 16 ist mit einem Teil des Versatzgelenks 12 integriert ausgebildet. Das erfindungsgemäße Gehäuse kann aus jedem hierfür geeigneten Material hergestellt sein, aus Metallen wie Stahl, Magnesium, Aluminium o.ä. oder auch aus anderen Materialen wie z.B. Kunststoff, Verbundstoffen o.ä. Es wird durch geeignete Herstellungsverfahren hergestellt. Jeder Durchschnittsfachmann könnte ein geeignetes Gehäusematerial auswählen und erfindungsgemäß verwendbare, nützliche Gehäuse herstellen.
  • Fig. 2 zeigt eine Explosionsansicht einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform. Da die Zusammensetzung jedes Binokularrohrs 16 des Feldstechers 10 mit Ausnahme der Bestandteile des Versatzgelenks 12 im wesentlichen gleich ist, wird im folgenden ein beispielhaftes Binokularrohr 16 beschrieben; auf die o.g. Ausnahme wird nötigenfalls hingewiesen. Aufgrund dieser Anordnung können die erfindungsgemäßen Binokularrohre 16 gleichzeitig und individuell fokussiert werden.
  • Das Okular 18 umfaßt vorzugsweise eine Sicherungsmutter 40, eine erste Okularlinse 42, einen Abstandsring 44, eine zweite Okularlinse 46, einen Okularlinsenhalter 48, einen Einstellflansch 50, einen Verschlußring 52 und eine Augenschale 54. Die erste Okularlinse 42 und die zweite Okularlinse 46 sind durch den Abstandsring 44 voneinander getrennt, und die drei Bestandteile sind in dem Okularhalter 48 angeordnet und werden durch die Sicherungsmutter 40 in ihrer Position gehalten. Durch den Einstellflansch 50 findet eine mechanische Übertragung zwischen dem Okularlinsenhalter 48 und dem Verschlußring 52 statt, der den Okularlinsenhalter 48 im Binokularrohr 16 sichert. Die Augenschale 54 ist einstellbar am Verschlußring 52 befestigt. Der Okularlinsenhalter 48 ist ebenfalls fest mit einem Prisma 56 verbunden. Das Okular 18 befindet sich im hinteren Ende des Binokularrohrs 16. Das Okular 18 ist mit dem Binokularrohr 16 auf eine geeignete Weise sinnvoll verbunden. Z.B. kann das Äußere des Binokularrohrs mit einem Gewinde versehen sein und so in das Innengewinde des Verschlußrings 52 eingreifen. Wenn nötig oder wünschenswert, können im Aufbau des Okulars 18 (nicht gezeigte) O-Ringe vorgesehen sein, um dessen Innenteile vor Schmutz, Sand, Grit, Wasser, Wasserdampf o.ä. zu schützen.
  • Bestimmte Bestandteile des Okulars 18, wie z.B. die bei der Nutzung der Erfindung nützlichen O-Ringe, sind bekannt und im Handel erhältlich. Auch können andere Okular-18-Bestandteil(e) oder -Aufbau(ten) bei der Nutzung der Erfindung verwendet werden. Die übrigen Bestandteile des Okulars 18 können mit Hilfe bekannter Techniken auf Bestellung angefertigt werden. Fachleute können geeignete, für ein erfindungsgemäßes Okular 18 verwendbare Bestandteile auswählen oder bauen.
  • Eine am vorderseitigen Ende des Binokularrohrs 16 angeordnete Objektivanordnung 60 umfaßt eine Objektivlinse 62 und einen Objektivlinsenhalter 64. Die Objektivlinse 62 befindet sich innerhalb des Objektivlinsenhalters 64. Deshalb ist die Objektivlinse 62 so ausgebildet, daß sie in den Objektivlinsenhalter 64 hineinpaßt. Die Objektivlinse 62 kann im Objektivlinsenhalter 64 über ein Klebmittel, einen Verschlußring, eine Überschlagkante des Objektivlinsenhalters 64 oder ähnliches befestigt sein; hierbei ist das Klebmittel bevorzugt. Bei der gezeigten Anordnung ist ein Trimmring 66 so ausgebildet, daß er um die äußere Umfangsfläche des Binokularrohrs 16 herum paßt. Auch andere Anordnungen können bei der Nutzung der Erfindung verwendet werden, mit deren Hilfe die Objektivlinse 62 in dem Objektivlinsenhalter 64 gehalten werden kann.
  • Der Objektivlinsenhalter 64 ist länger als für die Linsensicherung erforderlich, um die unten beschriebene Versiegelung zu ermöglichen. Die zusätzliche Länge der erfindungsgemäßen Objektivlinsenhalter macht den Feldstecher 10 im wesentlichen wasserdicht, weil die Objektive unter Beibehaltung der Dichtung fokussiert werden können. Eine solche Dichtung kann z.B. durch die Verwendung von O-Ringen erreicht werden, die die Innenbestandteile vor Schmutz, Sand, Grit, Wasser, Wasserdampf o.ä. schützen. Fig. 3 zeigt genauer die Verwendung einer O-Ringnut 67, die am Endes des Objektivlinsenhalters 64 oder nahe seinem rückwärtigen Ende angeordnet ist. Die O-Ringnut 67 bildet zusammen mit einem O-Ring 68 eine Dichtung, wodurch das Eingreifen der erfindungsgemäßen SIF- Einrichtung in den Objektivlinsenhalter bei 72 außerhalb der Trockengaskammer 70 des Objektivlinsenhalters 64 ermöglicht wird.
  • Der Objektivlinsenhalter 64 ist mit dem Binokularrohr 16 so verbunden, daß er sich relativ zum Okular 18 in Längsrichtung bewegen kann. Vorzugsweise kann der Objektivlinsenhalter 64 keine starken Radial- oder Drehbewegungen ausführen. Das Binokularrohr 16 ist so ausgebildet, daß es die Objektivlinsenhalter 64 parallel zum Gelenk hält (z.B. innerhalb 1 Inch pro Seite), um die Genauigkeit für alle Fokusstellungen zu gewährleisten. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann dies erfindungsgemäß praktisch so umgesetzt sein, daß die O- Ringe 68 in die am vorderen und rückwärtigen Ende des Objektivlinsenhalters 64 angeordneten O-Ringnuten 67 eingesetzt werden. Der Durchmesser der O-Ring- Bohrungen ist im Bereich der eingesetzten O-Ringe bevorzugt parallel zum Gelenk im Bereich von etwa 0,25 Grad. Der Bereich, in dem die Objektivlinse am vorderen Ende des Objektivlinsenhalters 64 untergebracht ist, liegt senkrecht zur durch die O-Ring-Sitze gebildeten Achse, im Bereich von etwa 0,25 Grad. Kleine Toleranzen sorgen für glatte, präzise O-Ring-Bohrungen, über die der Objektivlinsenhalter 64 innerhalb des Binokularrohrs 16 zentriert wird. Erfindungsgemäß kann auch jede andere zur Erleichterung der Kontrolle über die genaue Länge des Weges des Objektivlinsenhalters 64 verwendbare Anordnung gewählt werden.
  • Vorzugsweise weist der Objektivlinsenhalter 64 ein Längeneinstellmittel 72 auf, wie z.B. die in Fig. 2 dargestellte Fokusnut. Das Längeneinstellmittel greift für die präzise Längeneinstellung des Abstands zwischen Objektiv und Okulars in die erfindungsgemäße SIF-Einrichtung ein; diese Einstellung erfolgt, wie unten näher erläutert, durch den Benutzer. Während die genaue Struktur des Längeneinstellmittels 72 von derjenigen des damit verbundenenen SIF- Einrichtungs-Bestandteils abhängt, kann zur Ausführung der Erfindung jedes für einen solchen Anschluß verwendbare Längeneinstellmittel 72 gewählt werden. gezeigten erfindungsgemäßen Ausführungsform integriert ausgebildet sind. Die Verbindung zwischen dem Objektivlinsenhalter 64 und der SIF-Einrichtung erleichtert das Fokussieren derart, daß parallaktische Verschiebungen aufgrund Verschieben der mechanischen und optischen Achsen des Binokularrohrs 16 nicht auftreten. D.h. das Drehen jedes Knopfes 14 bewirkt eine Längsverschiebung des entsprechenden Objektivlinsenhalters 64.
  • Der Knopf 14 ist in einer im Aufnahmefenster 90 ausgebildeten Knopftasche 100 untergebracht. Vorzugsweise ist der Knopf so ausgebildet, daß er für die Einstellung durch den Benutzer ausreichend Oberfläche bietet, und daß er in die Knopftasche 100 hineinpaßt, wobei die Knopfnut genau über die Knopfhalterung 111 (Fig. 4b) paßt, welche zwar die Längsbewegung des Knopfes 14 beschränkt, seine Drehung jedoch nicht behindert. Zur Erleichterung der Einstellung durch den Benutzer kann die Oberfläche des Knopfes 14 Rippen oder andere Vorsprünge aufweisen. Es können jedoch auch Knöpfe 14 mit im wesentlichen glatter Oberfläche verwendet werden.
  • Die für die Erfindung geeigneten Knöpfe 14 weisen bevorzugt einen inneren Gewindebereich (nicht gezeigt) auf, der exakt mit einem äußeren Gewindebereich der Fokuswelle 94 verbunden ist. Die Knöpfe 14 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff, wahlweise mit einem metallischen Innengewinde. Jedes geeignete Material, wie z.B. Acetal, Aluminium, Magnesium, Nylon o.ä. kann für die Knöpfe 14 verwendet werden; der Fachmann kann solche für die Erfindung geeigneten Knöpfe 14 herstellen und implementieren.
  • Die Knöpfe 14 sind vorzugsweise am Längsmittelpunkt des Binokularrohrs 16 (mit Okular 18) oder in dessen Umfeld angeordnet. Besonders bevorzugt befinden sich die Knöpfe 14 am Längsmittelpunkt des Versatzgelenk 12 bzw. in dessen Umfeld Erfindungsgemäß können die Knöpfe 14 aber auch an anderen Stellen angeordnet werden.
  • Die Fokuswellen 94 sind so ausgebildet, daß sie die Drehung der Knöpfe 14 sowohl im Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeigersinn in Vorwärts- und Rückwärts-Längsverschiebung übersetzen können. Um eine solche exakte Übersetzung zu erreichen, ist die Fokuswelle 94 so ausgebildet, daß sie durch eine Öffnung (nicht gezeigt) in der Knopftasche 100 hindurchgeführt werden kann und ebenfalls präzise über ein Gewinde in einen inneren Gewindebereich (nicht gezeigt) von Knopf 14 eingreift. Vorzugsweise hat die Fokuswelle 94 sowohl ein Links- als auch ein Rechtsgewinde, um den Einsatz der Fokuswelle 94 in jedem der Binokularrohre zu ermöglichen.
  • Fokuswellen 94 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff, Leichtmetallen o.ä.; es muß allerdings gewährleistet sein, daß die Fokuswellen 94 ausreichende Stärke und Lebensdauer haben, um bei der Erfindung eingesetzt werden zu können. Jedoch kann jedes geeignete Material, wie z.B. Acetal, Nylon o.ä. zur Herstellung der Fokuswellen 94 verwendet werden; der Fachmann kann für die Erfindung geeignete Fokuswellen 94 herstellen und implementieren.
  • Wie in Fig. 4a gezeigt, ist der Bodenbereich des Aufnahmefensters 90 vorzugsweise so ausgebildet, daß er für jedes der Binokularrohre 16 verwendet werden kann. Insbesondere umfaßt das Aufnahmefenster 90 eine Fokuswellen- Hauptspur 102, die sich in eine rechte Spur 104 und eine linke Spur 106 teilt. Deshalb ist die Fokuswelle 94 vorzugsweise so ausgebildet, daß der Kopfteil entlang der Fokuswellen-Hauptspur 102 wandern kann, und so eine erfindungsgemäße SIF-Einrichtung bildet, und bei der Bedienung entweder entlang der rechten Spur 104 oder der linken Spur 106 wandert. Bei dem linken Binokularrohr 16 sind der zugehörige Knopf 14, das Aufnahmefenster 90 und die Fokuswelle 94 so verbunden, so daß der Kopf der Fokuswelle 94 beim Verstellen des Knopfes 14 in der linken Spur 104 läuft. Entsprechend sind beim rechten Binokularrohr 16 der zugehörige Knopf 14, das Aufnahmefenster 90 und die Fokuswelle 94 so miteinander verbunden, daß der Kopf der Fokuswelle 94 beim Verstellen des Knopfes 14 in der rechten Spur 106 läuft. Vorzugsweise sind die rechte und die linke Spur 104/106 länger oder gleich dem maximalen Längsweg zum Fokussieren (d.h. die Entfernung zwischen dem möglichen maximalen und minimalen Abstand zwischen Objektiv und Okular des Feldstechers 10). Beispielhafte Maximalentfernungen liegen im Bereich von ca. 11,66 cm (4,59 inches) bis ca. 11,68 cm (4,60 inches). Beispielhafte Minimalentfernungen liegen zwischen ca. 11.18 cm (4,40 inches) und 11.20 cm (4,41 inches), was ein 10fach- System versorgt, das von 4,57 m (15 feet) (+ 4 Dioptrien) bis Unendlich (- 4 Dipotrien) reicht. Für andere Systemanforderungen können andere Bereich verwendet werden. So verschiebt sich der Objektivlinsenhalter 64 in Längsrichtung zusammen mit der Fokuswelle 94.
  • Wie oben erläutert, weisen bevorzugte Objektivlinsenhalter 64 ein Längeneinstellmittel 72 auf. Der Kopf der Fokuswelle 94 ist so ausgebildet, daß er mit dem Längeneinstellmittel 72 [z.B. eine Fokusnut (vgl. Fig. 2)] über einen im Gehäusebereich 80 der SIF-Einrichtung befindlichen Zugriff 82 verbunden ist, wenn die SIF-Einrichtung richtig im Binokularrohr 16 befestigt ist. Bei der dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Fokuswelle 94 z.B. zylindrisch ausgebildet und hat am Kopfende einen im wesentlichen trapezoidförmigen Vorsprung, der in eine im wesentlichen rechteckige Kontaktfläche übergeht, während das Längeneinsteilmittel ein mit abgerundeten Ecken versehenes Rechteck ist, das etwas breiter ist als die rechteckige Kontaktfläche des Kopfteils der Fokuswelle 94. Der Zugang 82 kann jede geeignete Größe oder Form haben, vorausgesetzt, daß gewährleistet ist, daß der Längeneinstellmittel-72-Fokuswellen-94-Anschluß über den maximalen Einstell- Längsweg möglich bleibt.
  • Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt und oben beschrieben, greift der Kopf der Fokuswelle 94 direkt in das Längeneinstellmittel 72 ein, um den Objektivlinsenhalter 64 in der Länge zu verschieben. Ein solcher direkter Eingriff ist zwar bevorzugt; der Eingriff kann jedoch auch indirekt sein (d.h. ein Eingreifbestandteil kann entweder mit der Fokuswelle 94 oder mit dem Objektivlinsenhalter 64 verbunden sein oder ineinander eingreifende Bestandteile können mit der Fokuswelle 94 und dem Objektivlinsenhalter 64 verbunden sein).
  • Die Längsbewegung der Fokuswelle 94 ist wichtig, um parallaktische Verschiebungen der optischen und mechanischen Achsen des Binokularrohrs 16 zu verringern, die z.B. bei einigen vorbekannten Geräten durch das Drehen der optischen Elemente (Okular oder Objektiv) für die Scharfeinstellung verursacht werden. Das Aufnahmefenster 90 umfaßt deshalb vorzugsweise auch eine Fokuswellenspur 108 und ein Ausrichtmittel 110, wie z.B. den in Fig. 4a dargestellten Vorsprung. Die Fokuswellenspur 108 befindet sich vor den rechten und linken Spuren 104 und 106 und läuft entlang der verbleibenden Länge des Aufnahmefensters 90 in diese Richtung. Es ist die wichtigste Funktion der Fokuswellenspur 108, weiterhin sicherzustellen, daß die Fokuswelle 94 eine Längsbewegung ohne Radial- oder Drehbewegungen ausführt.
  • Das Ausrichtmittel 110 ist mit einem zugehörigen Gestell (nicht gezeigt) verbunden, das sich im SIF-Gehäuseteil 80 des Binokularrohrs 16 befindet oder unabhängig von ihm, aber daran befestigt ist. Für die Verwendung mit einem einen Vorsprung aufweisenden Ausrichtmittel 110 ist im SIF-Gehäuseteil 80 vorzugsweise eine Vertiefung ausgebildet, die im wesentlichen der Größe und Form des Vorsprungs entspricht. Vorzugsweise ist das Ausrichtmittel 110 am Längsmittelpunkt des Knopfes 14 oder daneben angeordnet. Bei der Erfindung können auch andere das Fokussieren erleichternde Einrichtungen verwendet werden, durch die eine bevorzugte Längsbewegung der Fokuswelle 94 erzielt wird.
  • Die Aufnahmefenster 90 bestehen vorzugsweise vollständig aus Kunststoff und verbinden die Bestandteile der SIF-Einrichtung mit dem Binokularrohr 16 sowie dem Objektivlinsenhalter 64. Für die Herstellung der Aufnahmefenster 90 geeignete Materialien sind z.B. Acetal, Nylon, Magnesium o.ä.; der Fachmann kann erfindungsgemäße Aufnahmefenster 90 herstellen und implementieren. Die SIF-Fokus-Einrichtung ist am Binokularrohr 16 vorzugsweise durch Befestigungsmittel 96 und 98 befestigt. Das Befestigungsmittel 96 kann z.B. aus einer odere mehreren kleinen Schrauben bestehen, während das Befestigungsmittel 98 ein oder mehrere Aufnahmelöcher aufweisen kann, die mit dem Binokularrohr 16 integriert und für die Aufnahme dieser Schrauben ausgebildet sind. Bei dieser Ausführungsform greift der kleinere Gewindebereich der Schraube(n) durch die Befestigungsnut 92 in die dafür vorgesehene(n) Aufnahmeloch/löcher ein, während der/die Kopf/Köpfe der Schraube(n) in eine Befestigungsnut 92 eingreift/eingreifen, um eine stabile Befestigung des Aufnahmefensters 90 an Binokularrohr 16 zu erleichtern. Erfindungsgemäße können andere Befestigungsmittel 96 bzw. 98 eingesetzt werden, vorausgesetzt, daß die SIF-Einrichtung dadurch stabil am Binokularrohr 16 befestigt ist.
  • Die einzelnen für die erfindungsgemäße SIF-Einrichtung geeigneten Bestandteile können wie oben erläutert ausgeführt sein und mit bekannten Herstellungsverfahren hergestellt werden. Bei der Erfindung können auch andere SIF- Einrichtungs-Bestandteile oder ein anderer Aufbau verwendet werden. Der Fachmann kann entsprechende Bestandteile für die erfindungsgemäßen SIF- Einrichtungen erarbeiten.
  • Im Betrieb arbeitet die erfindungsgemäße SIF-Einrichtung vorzugsweise folgendermaßen. Ein Benutzer dreht einen oder beide Knöpfe, und die Innengewinde der gedrehten Knöpfe greifen in die Außengewinde einer Fokuswelle ein, um die Fokuswelle in Längsrichtung zu verschieben. Da der Fokuswellenkopf vorzugsweise durch einen Durchlaß im Binokularrohr-Körper geführt wird und in ein Längeneinstellmittel des Objektivlinsenhaiters eingreift, wird die Objektivlinse um die gleiche Entfernung wie die Fokuswelle in Längsrichtung verschoben. Aufgrund des Ortes der Objektivlinse im Objektivlinsenhalter und weil das Okular feststehend ist, wird durch Längsbewegungen des Objektivlinsenhalters der Abstand zwischen Objektiv und Okular in Längsrichtung verändert, ohne daß die Objektivlinse oder eine der Okularlinsen gedreht wird. Folglich können die Binokularrohre gleichzeitig eingestellt werden und parallaktische Verschiebungen durch Verssatz der optischen und mechanischen Achsen der Binokularrohre treten nicht auf.
  • Wahlweise kann der Knopf 14 mit einem Dioptrien-Markierungsring 112 verbunden sein, damit der Benutzer das Binokularrohr 16 auf eine bestimmte, häufig verwendete Entfernung "voreinstellen" kann. In der praktischen Anwendung dreht sich der Dioptrien-Markierungsring 112 üblicherweise mit dem Knopf 14. Wenn ein Schraubendreher, Schlüssel o.ä. in einen im Dioptrien-Markierungsring 112 befindlichen Spalt o.ä. eingeführt wird, dreht sich dieser beim Betätigen des Knopfes 14 nicht mehr mit. Erfindungsgemäß kann jede geeignete Anordnung bzw. Verfahren verwendet werden, bei der der umkehrbar den Knopf 14 unterbrechende Dioptrien-Markierungsring 112 gleichzeitig mit diesem dreht. Vorzugsweise ist das Dioptrien-Markierungsband 112 in der Knopftasche 110 angeordnet. Bei solchen erfindungsgemäßen Ausführungsformen ist die Knopftasche 100 so ausgebildet, daß sie den Knopf 14 und den Dioptrien- Markierungsring 112 aufnehmen kann und diese sich noch drehen können.
  • Für eine erfindungsgemäße vorgewählte Einstellung wird das Drehen des Dioptrien-Markierungsbands 112 unterbrochen; der Knopf 14 wird unabhängig vom Dioptrien-Markierungsband 112 gedreht (d.h. der Abstand zwischen Objektiv und Okular wird verändert), bis der Fokus in der gewünschten Beobachtungsentfernung erreicht ist; und das Dioptrien-Markierungsbands 112 wird gelöst und kann sich wieder drehen. Die vorgewählte Fokusstellung kann auf dem Dioptrien-Markierungsband 112, auf der Oberfläche des Aufnahmefensters 90 oder nahe dem Dioptrien-Markierungsband 112 oder an beiden Stellen angezeigt sein. Der Benutzer verwendet visuelle oder fühlbare vorgewählte Fokusstellungs-Mzeigen, um den Feldstecher für Beobachtungen in der vorbestimmten Entfernung schnell einzustellen, ohne durch die Okulare 18 schauen zu müssen. Vorzugsweise gleicht der Benutzer den Spalt oder die andere zum Unterbrechen der Drehung des Dioptriemarkierungsbands 112 verwendete Anordnung mit einem Anzeiger (nicht gezeigt) auf dem Aufnahmefenster 90 ab, um den vorgewählten Abstand zwischen Objektiv und Okular zu erhalten.
  • Die Dioptrien-Markierungsbänder 112 und die Knöpfe 14 bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Material; es können jedoch auch andere Materialien für diesen Zweck verwendet werden. Für die Erfindung verwendbare Dioptrien-Markierungsbänder 112 sind bekannt und können mit bekannten Verfahren hergestellt werden, und der Fachmann kann sie auswählen, konstruieren oder implementieren.
  • Im Betrieb hält der Benutzer den Feldstecher mit beiden Händen und hat dadurch Zugriff auf beide Knöpfe. Bei dem erfindungsgemäßen Feldstecher ist daher eine zentrale Einstellung einfach, weil der Benutzer beide Knöpfe verstellen kann, während er den Feldstecher in Beobachtungsposition hält. Beim Anheben des Feldstechers auf Augenhöhe kann der Benutzer nötigenfalls auf die einzelnen Binokularrohre Kraft ausüben, so daß sie sich um die Versatzgelenk-Achse drehen, um sich dem Augenabstand des Benutzers anzupassen. Der Benutzer kann zum Fokussieren beide Einstellknöpfe gleichzeitig einstellen. Alternativ kann der Benutzer die Einsteliknöpfe nacheinander einstellen oder eine Kombination aus gleichzeitiger und aufeinanderfolgender Knopfeinstellung verwenden, um den Feldstecher zu fokussieren.
  • Die Knöpfe sind vorzugsweise immer so ausgebildet, daß durch ihr Verdrehen in Richtung auf den Mittelpunkt des Feldstechers (d.h. im Uhrzeigersinn für das linke Binokularrohr und entgegen dem Uhrzeigersinn für das rechte Binokularrohr) die Objektivanordnung in Längsrichtung bewegt wird, was den Abstand zwischen Objektiv und Okular vergrößert und geringere Entfernungen fokussiert werden. Um auf größere Entfernungen scharfzustellen, werden die Knöpfe vom Mittelpunkt des Feldstechers weg bewegt (d.h. entgegen dem Uhrzeigersinn für das linke Binokularrohr und im Uhrzeigersinn für das rechte Binokularrohr) und der Abstand zwischen Objektiv und Okular wird verringert.
  • Die vorliegende Erfindung wurde zwar obenstehend unter Bezugnahme auf bestimmte bevorzugte Ausführungsformen näher erläutert; es ist jedoch dem Fachmann offensichtlich, daß weitere zusätzliche Ausführungsformen möglich sind und bestimmte der hier beschriebenen Einzelheiten stark verändert werden können, ohne von den in den Ansprüchen definierten erfindungsgemäßen Grundprinzipien abzuweichen.

Claims (4)

1.Binokulare Einrichtung (10) mit einem Paar von binokularen Rohren (16), die jeweils eine Objektivanordnung (60) enthalten, die jeweils mit einem Okular (18) an oder nahe dem entsprechend gegenüberliegenden Rohrende derart gekoppelt sind, daß der jeweilige Objektiv zu Okular Abstand zwischen jedem Okular und dem entsprechenden Objektiv einstellbar ist, mit einem Paar von Einstellknöpfen (14), die jeweils von einem Bediener durch Drehen um eine entsprechende Rotationsachse betätigbar sind, mit eiern Paar von Aufnahmefenstern (90), die jeweils einen Einstellknopf (14) aufnehmen und fest mit dem jeweiligen Binokularrohr (16) verbunden sind, und einem Paar von Fokuswellen (94), die zur Betätigung mit einem jeweiligen Einstellknopf (14) verbunden sind, um die Bedienerbetätigung genau in die jeweilige Längsverstellung zwischen den Objektivanordnungen (60) und den Okularen (18) zu übertragen, wobei die Längsverstellungen im wesentlichen parallel zu den Rotationsachsen erfolgen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkverbindungen zwischen den jeweiligen Einstellknöpfen und den Fokuswellen unabhängig voneinander sind, um die gleichzeitige individuelle Einstellung der jeweiligen Objektiv zu Okular Abstände zu erleichtern, wobei die Einstellknöpfe (14), die Aufnahmefenster (90) und die Fokuswellen (94) Paare von gegenüberliegend betätigbaren Komponenten korrespondierenden Aufbaus bilden, und die Einstellknöpfe mit den entsprechenden Aufnahmefenstern und Fokuswellen zusammenwirkend verbunden sind, um bei Drehung der Einstellknöpfe (14) in entgegengesetzter Drehrichtung um gleiche Beträge die gleiche Längsrichtungsverstellung zu erzielen.
2. Binokulare Einrichtung nach Anspruch 1, bei der jede Fokuswelle (94) einen entsprechenden Kopfbereich und einen Wellenbereich aufweist, wobei der Kopfbereich auf die jeweilige Objektivanordnung (60) einwirkt.
3. Binokulare Einrichtung nach Anspruch 2, bei der jedes Aufnahmefenster (90) einen entsprechenden Kopfführungsbereich zur Aufnahme des Kopfbereichs der entsprechenden Fokuswelle enthält und sicherstellt, daß die Fokuswelle (94) sich entlang eines entsprechenden Längsweges bewegt.
4. Binokulare Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, bei der jedes Okular (18) mit dem jeweiligen Binokularrohr (16) fest verbunden ist und jede Objektivanordnung (60) gegenüber dem jeweiligen Binokularrohr (16) in Längsrichtung verschiebbar ist.
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