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DE1572388C3 - Elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren - Google Patents

Elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren

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DE1572388C3
DE1572388C3 DE1572388A DEX0000102A DE1572388C3 DE 1572388 C3 DE1572388 C3 DE 1572388C3 DE 1572388 A DE1572388 A DE 1572388A DE X0000102 A DEX0000102 A DE X0000102A DE 1572388 C3 DE1572388 C3 DE 1572388C3
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DE
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image
electrode
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film
suspension
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DE1572388A
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DE1572388B2 (de
DE1572388A1 (de
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Leonhard Maurice Webster Carreira
Vsevolod Rochester Tulagin
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Xerox Corp
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Xerox Corp
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G17/00Electrographic processes using patterns other than charge patterns, e.g. an electric conductivity pattern; Processes involving a migration, e.g. photoelectrophoresis, photoelectrosolography; Processes involving a selective transfer, e.g. electrophoto-adhesive processes; Apparatus essentially involving a single such process
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Description

Die Erfindung betrifft ein elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren, bei dem eine photoelektrophoretische Teilchensuspension zwischen eine erste Elektrode, auf die vorher eine Folie aus isolierendem Material aufgelegt worden ist, und eine Sperrelektrode eingebracht, einem elektrischen Feld ausgesetzt und durch eine der Elektroden hindurch bildmäßig belichtet wird, und bei dem die Folie und die Gegenelektrode nach der Bilderzeugung voneinander getrennt werden.
In den US-Patentschriften 33 84 566 und 33 83 993 wurde bereits ein elektrophoretophotographisches Abbildungssystem beschrieben, mit dem Farbbilder unter Verwendung elektrisch photoempfindlicher Teilchen hergestellt werden können. In einem solchen Abbildungssystem sind verschiedenfarbige lichtabsorbierende Teilchen in einem elektrisch nicht leitenden flüssigen Träger suspendiert. Die Suspension wird zwischen Elektroden eingebracht, von denen wenigstens eine durchsichtig ist, und an die Elektroden wird eine Potentialdifferenz angelegt, während die Suspension durch eine durchsichtige Elektrode hindurch mit einem Bild belichtet wird. Während diese Verfahrensschritte ausgeführt werden, findet eine selektive Teilchenwanderung in Bildkonfiguration statt, wodurch ein sichtbares Bild auf einer oder beiden Elektroden erzeugt wird. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Systems bilden die suspendierten Teilchen, die elektrisch photoempfindlich sein müssen und die offensichtlich eine Umladung durch Wechselwirkung mit einer der Elektroden erfahren, wenn sie mit der aktivierenden elektromagnetischen Strahlung belichtet werden. In einem monochromatischen System werden Teilchen einer einzigen Farbe verwandt, so daß sich ein einfarbiges Bild ähnlich einer herkömmlichen Schwarz-Weiß-Photographie ergibt. In einem mehrfarbigen System werden Bilder in natürlicher Farbe erzeugt, da Mischungen aus Teilchen von zwei oder mehr verschiedenen Farben verwandt werden, die jeweils empfindlich für Licht eines spezifischen Wellenlängenbereichs sind. Die in diesem System verwandten Teilchen sollten sowohl eine intensive reine Farbe
ίο haben, wie auch äußerst photoempfindlich sein.
Nach der Durchführung der Belichtung und der Teilchenwanderung werden die Elektroden voneinander getrennt, und die Trägerflüssigkeit kann verdunsten. Auf einer oder beiden Elektroden bleibt ein Bild zurück, das aus selektiv abgelagerten Teilchen besteht.
Zur Erzeugung eines elektrischen Feldes an der Suspension während der Bildherstellung wird im allgemeinen als sogenannte injizierende Elektrode eine durchsichtige Elektrode mit einer im allgemeinen leitfähigen Oberfläche verwandt, die beispielsweise aus Zinnoxid besteht, während die andere, sogenannte Sperrelektrode, eine nichtleitende Oberfläche besitzt, hinter der sich eine zweite leitfähige Elektrode befindet. Mit einer derartigen Anordnung werden ausgezeichnete Farbbilder hergestellt. Das Verfahren ist jedoch verhältnismäßig aufwendig, da jeweils eine Bildübertragung von einer Elektrode auf ein Bildempfangsblatt erforderlich ist. Eine solche Übertragung ist dann nicht notwendig, wenn das Bild direkt auf der leitfähigen, durchsichtigen Elektrode fixiert wird. Die für diese Elektrode verwandten Elektrodenmaterialien sind jedoch verhältnismäßig teuer, so daß sie aus wirtschaftlichen Erwägungen zur wiederholten Bildherstellung verwandt werden müssen, damit das Verfahren wirtschaftlich annehmbar ist. Außerdem sind die Elektrodenmaterialien, z. B. mit Zinnoxid überzogenes Glas, oft für die spätere Verwendung mit einem Bild nicht geeignet, auch wenn es möglich ist, das Bild auf ihrer Oberfläche zu fixieren. Ferner ergeben sich bei den wiederverwendeten Elektroden Probleme dadurch, daß die Anforderungen an die elektrische Leitfähigkeit und die Durchsichtigkeit einer Elektrode aneinander angeglichen werden müssen. Oft sind Materialien mit guter elektrischer Leitfähigkeit für eine Elektrode nicht ausreichend durchsichtig, um durch eine solche Elektrode hindurch die Teilchensuspension mit ausreichender Intensität zu belichten. Es besteht daher ein Bedürfnis nach einem vereinfachten elektrophoretophotographischen Abbildungsverfahren.
Aus der niederländischen Offenlegungsschrift 65 09 617 war auch bereits der Versuch bekannt, eine Abbildung nach einem elektrophoretophotographischen Abbildungsverfahren direkt dadurch auf einer Bildunterlage herzustellen, daß bei einer üblichen Anordnung, bei der eine Teilchensuspension zwischen einer Sperrelektrode und einer injizierenden Elektrode angeordnet wird, eine zusätzliche Folie aus einem isolierenden Material zwischen die Teilchensuspension und die injizierende Elektrode eingebracht wird. Bei diesen Versuchen ergaben sich jedoch erhebliche .Schwierigkeiten dadurch, daß die Ladungen, die bei der Umladung der Teilchen frei werden, nicht wie üblich über die injizierende Elektrode abfließen können, sondern sich an der Oberfläche der isolierenden Folie
hs anlagern. Hierdurch entsteht sehr schnell eine erhebliche Raumladung, die den weiteren Abbildungsvorgang praktisch unterbindet und zu erheblichen Verzerrungen im Bild führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren anzugeben, bei dem eine Bildreprodüktion direkt auf einer Bildunterlage hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem elektrophoretophotographischen Abbildungsverfahren der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die der Suspension zugewandte Seite der . Folie vor , dem Einbringen der Teilchensuspension zwischen die Folie und die Gegenelektrode gleichmäßig elektrostatisch mit einer Polarität aufgeladen wird, die derjenigen des Potentials, auf dem die Sperrelektrode während der bildmäßigen Belichtung gehalten wird, entgegengesetzt ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Bilder ausgezeichneter Bildqualität erhalten, wobei das Bild jeweils direkt auf der Folie als Bildempfangsmaterial ausgebildet wird. Es entfällt deshalb ein zusätzlicher Übertragungsschritt für das fertige Bild auf ein Bildempfangsmaterial. ,
Vorzugsweise wird die elektrostatische Ladung durch eine wenigstens einmal über die injizierende Elektrode geführt, auf einer Spannung zwischen etwa 3000 und 8000 Volt gehaltene Koronaentladungsvorrichtung aufgebracht. Gewünschtenfalls können jedoch auch andere Aufladeverfahren verwandt werden. So kann die Aufladung auch, falls die Oberfläche der Folie nicht durch physikalische Berührung beschädigt wird, mittels Reibung mit einem reibungselektrisch geeigneten Stoff erfolgen.
Die in dem erfindungsgemäßen Abbildungsverfahren verwendeten Bildstoffsuspensionen können alle geeigneten lichtempfindlichen Teilchen enthalten.
Sollen einfarbige Bilder erzeugt werden, so werden Teilchen einer einzelnen Farbe verwendet. Sollen mehrfarbige Bilder erzeugt werden, so werden verschiedenfarbige Teilchen verwendet. Beispielsweise sind zur subtraktiven Farbenbildung magentafarbene, cyanfarbene und gelbe Teilchen geeignet. Als Träger für die lichtempfindlichen Teilchen innerhalb der Bildstoffsuspension kann jede geeignete nichtleitende Flüssigkeit verwendet werden. Typische nichtleitende Trägerflüssigkeiten sind Dekan, Dodekan, geschmolzenes Paraffin, geschmolzenes Bienenwachs oder andere geschmolzene thermoplastische Stoffe, eine Petroleumfraktion, ein langkettiger, gesättigter, aliphatischer Kohlenwasserstoff und deren Mischungen. Der Sperrelektrodenüberzug sowie die Folie können aus jedem geeigneten elektrisch isolierenden Stoff gebildet sein. Typische Stoffe mit den geeigneten Eigenschaften sind: Baryt-Papier (mit Bariumsulfat in einem Gelatinebindemittel überzogenes Papier), mit Zelluloseazetat oder Polyäthylen überzogene Papiere, Polyäthylenterephthalat, Polytetrafluorethylen, Polystyrol, Polyamide usw. Die Belichtung erfolgt bevorzugt durch die injizierende Elektrode und die Folie. Die Sperrelektrode kann jedoch ebenfalls durchsichtig sein, und in diesem Falle kann die Bildstoffsuspension durch die Sperrelektrode hindurch belichtet werden.
Im folgenden soll die Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen näher anhand von vorzugsweisen Ausführungsbeispielen erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Einrich- b? tung zur Durchführung eines elektrophoretophotographischen Abbildungsverfahrens, wie es bisher bekannt war,
Fig.2 eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen elektrophoretophptpgraphischeh Abbildungsverfahrensund
F i g. 3 eine andere Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Abbildungsverfahrens. .,.,.] ,...'.
In F i g. 1 ist ein Beispiel für eine bisher vorgeschlagene Einrichtung zur Durchführung eines photoelektrophoretischen Abbildungsverfahrens dargestellt, mit der ein Bild auf einer der Elektroden erzeugt und darauf auf ein Bildblatt übertragen wird. Es ist eine durchsichtige Elektrode 1 dargestellt, die im vorliegenden FaHe aus einer Schicht optisch durchsichtigen Glases 2 besteht, das mit einer dünnen, optisch durchsichtigen Schicht 3 aus Zinnoxyd überzogen ist Eine solche Elektrode dient allgemein als sogenannte »injizierende Elektrode«. Auf der Oberfläche der injizierenden Elektrode 1, befindet sich eine dünne Schicht 4 aus fein verteilten lichtempfindlichen Teilchen, die in einer nichtleitenden Trägerflüssigkeit dispergiert sind. Die Bezeichnung »lichtempfindlich« bezieht sich in der vorliegenden Beschreibung auf die Eigenschaften eines Teilchens, das zunächst von der injizierenden Elektrode angezogen, unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes bei Belichtung mit aktivierender elektromagnetischer Strahlung von dieser Elektrode wegwandert. Anliegend an der flüssigen Suspension 4 ist eine zweite Elektrode 5 angeordnet, die im folgenden als »Sperrelektrode« bezeichnet wird und mit dem einen Pol einer Spannungsquelle 6 über einen Schalter 7 verbunden ist. Der andere Pol der Spannungsquelle 6 liegt an Erde wie die injizierende Elektrode 1, so daß bei Schließen des Schalters 7 an der Suspension 4 zwischen den Elektroden 1 und 5 ein elektrisches Feld erzeugt wird.
Während der Bilderzeugung wird die Sperrelektrode
5 über die Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 geführt. Ein aus einer Lichtquelle 8 und einem Objektiv 10 bestehender Bildprojektor dient zur Belichtung der flüssigen Suspension 4 mit einem Lichtbild des Originalbildes 9, das reproduziert werden soll. Die Elektrode 5 hat die Form einer Rolle und besteht aus einem leitfähigen Kern 11, der mit der Spannungsquelle
6 verbunden ist. Der Kern ist mit einer Schicht aus Sperrelektrodenmaterial 12, beispielsweise Barytpapier, überzogen. Durch Belichtung der Teilchensuspension mit dem zu reproduzierenden Bild und gleichzeitiger Erzeugung eines elektrischen Feldes durch Schließen des Schalters 7 zwischen der Sperr- und der injizierenden Elektrode wird ein Bild aus der Teilchensuspension erzeugt. Die Rolle 5 wird über die Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 geführt, während der Schalter 7 bei der Bildbelichtung geschlossen ist. Die Belichtung verursacht eine Wanderung der anfangs an der Elektrode 1 gebundenen Teilchen durch die Trägerflüssigkeit hindurch, wonach diese Teilchen an der Oberfläche der Sperrelektrode 5 anhaften, so daß auf der injizierenden Elektrodenoberfläche ein Pigmentstoffbild zurückbleibt, das dem Originalbild 9 entspricht. Vorzugsweise wird das auf der Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 erzeugte Teilchenbild auf ein Bildblatt übertragen und darauf zur weiteren Verwendung und Betrachtung fixiert. Zur Lösung des Bildes von der injizierenden Elektrode kann eine Bildübertragungsrolle verwendet werden. Diese Übertragungsrolle ist in F i g. 1 mit 13 bezeichnet. Sie hat dieselbe Form wie die Sperrelektrode 5. Ein leitfähiger Kern 14 liegt über eine Spannungsquelle 15 und einen Schalter 16 an Erde. Die Oberfläche der Übertragungsrolle besteht aus einem zur Bildübertra-
gung geeigneten Stoff 17, ζ. B. aus Barytpapier. Das an die Übertragungsrolle angelegte Potential hat eine zum Potential der Sperrelektrode entgegengesetzte Polarität. Während die Übertragungsrolle 13 über die Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 geführt wird, wird die injizierende Elektrode gleichmäßig mit weißem Licht belichtet. Falls erwünscht, kann die Oberfläche des Teilchenbildes auf der injizierenden Elektrode mit zusätzlicher Trägerflüssigkeit befeuchtet werden, um die Bildübertragung zu begünstigen. Wird die Bildübertragungsrolle 13 unmittelbar nach der Bilderzeugung über die Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 geführt, so wird eine ,wirksame Übertragung eines Bildes guter Qualität auf die Oberfläche der Rolle 13 bewirkt. Ergibt sich jedoch eine Verzögerung von mehr als einigen wenigen Sekunden zwischen der Bilderzeugung und der Bildübertragung, so verschlechtert sich die Qualität des übertragenen Bildes.
Der Hauptnachteil dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß das fertige Bild anschließend von der Glasplatte mit dem Zinnoxydüberzug auf ein besonderes Bildempfangsblatt übertragen werden muß.
In Fig.2 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Die hier gezeigte Einrichtung unterscheidet sich von der in F i g. 1 gezeigten Einrichtung dadurch, daß das erzeugte Bild direkt auf einer als Bildempfangsmaterial dienenden Folie fixiert wird, wodurch eine Bildübertragungsrolle entbehrlich wird. Die injizierende Elektrode besteht hier aus einer Glasplatte 2, einer leitenden Schicht 3 aus Zinnoxid und einem Blatt 21 aus einem elektrisch isolierenden Material, das durch die Koronaentladungseinrichtung 18 unmittelbar vor dem Aufbringen der Suspension elektrostatisch aufgeladen wird. Das elektrisch isolierende Blatt 21 kann aus jedem durchsichtigen Isoliermaterial bestehen, beispielsweise aus Polyäthylenterephthalat, wenn durch dieses Blatt bildmäßig belichtet werden soll. Die auf die Oberfläche des Blattes 21 aufgebrachte elektrostatische Ladung hat eine gegenüber der Ladung des leitfähigen Kernes der Sperrelektrode 5 entgegengesetzte Polarität. Bei der in F i g. 2 gezeigten Einrichtung befindet sich die Teilchensuspension als Überzug auf der Oberfläche der Sperrelektrode 5. Sofern dies gewünscht ist, kann die Suspension auf das Blatt 21 als Überzug aufgebracht werden, und zwar unmittelbar nach der Aufladung seiner Oberfläche durch die Korona-Entladungseinrichtung 18. Während der Bilderzeugung wird die Sperrelektrode 5 über die Oberfläche des Blattes 21 geführt, und es wird ein Positivbild, das dem Diapositiv 9 entspricht, auf der Oberfläche des Blattes 21 ausgebildet. Dieses Bild kann mit jedem üblichen Verfahren, beispielsweise mit einem in der Trägerflüssigkeit vorhandenen Bindemittel, durch Auflegen einer Folie, durch Einsprühen mit einem Lack oder durch Verwendung einer bei Wärme klebenden Schicht, auf der Oberfläche des Blattes 21 fixiert werden.
Die in F i g. 2 gezeigte Einrichtung hat gegenüber der in F i g. 1 gezeigten Einrichtung den Vorteil, daß das Bild nicht auf ein Bildempfangsblatt übertragen werden muß. Jeder Bildübertragungsschritt bedingt notwendigerweise einen gewissen Verlust an Bildqualität. Ferner ist mit dieser Einrichtung die schnelle Erzeugung einer Vielzahl von Kopien möglich, da man lediglich das mit dem Bild versehene Blatt 21 durch ein anderes Blatt ersetzen, dessen Oberfläche aufladen und die Suspension 4 erneut auf die Elektrode 5 aufbringen muß, um eine weitere Bilderzeugung durchzuführen.
In Fig.3 ist eine der in Fig.2 dargestellten Einrichtung entsprechende Einrichtung gezeigt, bei der jedoch das elektrisch nichtleitende, nach der Aufladung als injizierende Elektrode dienende Blatt auf eine andere Weise aufgeladen wird. Das nichtleitende Blatt 21 wird mit einer rotierenden Pelzbürste 22 aufgeladen, die über die Oberfläche des Blattes unmittelbar vor der Bilderzeugung hinweggeführt wird. Das Blatt 21 und die Bürste 22 bestehen aus Stoffen, die eine Aufladung des Blattes 21 auf eine Spannung ermöglichen, deren Vorzeichen zum Vorzeichen der Spannung der Sperrelektrode 5 entgegengesetzt ist. Eine derartige Aufladung hat den Vorteil, daß die Einrichtung einfacher
is aufgebaut ist, da ein Korona-Entladungskopf 18, ein Stromversorgungsgerät 19 und ein Schalter 20 nicht erforderlich sind.
Bilder guter Qualität können mit Spannungen an der Sperrelektrode im Bereich zwischen 300 und 5000 Volt mit den dargestellten Einrichtungen erzeugt werden. Bilder sehr guter Qualität werden mit Spannungen zwischen 2000 und 4000 Volt ohne die Gefahr der unerwünschten Luftionisierung erzeugt. Daher wird eine Spannung von etwa 3000 Volt vorzugsweise verwendet. Die Korona-Entladungsspannung kann im Bereich von 3000 bis 8000 Volt und vorzugsweise im Bereich von 4000 bis 8000 Volt liegen. Der vorzugsweise angewendete Wert liegt bei 6000 Volt, da mit diesem Wert die beste Bilderzeugung erhalten wurde. Werden die verschiedenen Elemente des Verfahrens reibungselektrisch aufgeladen, so muß die Ladeeinrichtung aus einem Stoff bestehen, der innerhalb der reibungselektrischen Reihe von dem zu ladenden Stoff einen solchen Abstand hat, daß eine Ladung mit dem gewünschten Vorzeichen erzeugt wird.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Falls nicht anders angegeben, beziehen sich Anteile und Prozentangaben jeweils auf das Gewicht Die folgenden Beispiele wurden mit jeweils einer in den Figuren dargestellten Einrichtung durchgeführt Die Sperrelektrode war in Form einer Rolle ausgebildet und hatte einen Durchmesser von etwa 6,5 cm und wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 cm/sec über die Blattoberfläche geführt. In jedem Falle hatte die injizierende Elektrode bzw. das verwandte Blatt eine Größe von 7,5 χ 7,5 cm und wurde mit einer Lichtstärke von 86100 Lux, gemessen auf dem nicht mit Teilchensuspension überzogenen Blatt, belichtet. Zur
so Erzeugung eines einfarbigen Bildes wurde die Suspension mit einem Lichtbild eines üblichen Schwarz-Weiß-Diapositivs belichtet. Zur Erzeugung eines mehrfarbigen Bildes wurde die Suspension mit dem Lichtbild eines Color-Diapositivs belichtet. Alle Pigmentstoffe, die eine handelsübliche, relativ große Teilchengröße besaßen, wurden in einer Kugelmühle etwa 48 Stunden lang zur Verringerung ihrer Teilchengröße sowie zur Erzeugung einer stabilen Dispersion und zur Verbesserung der Auflösung der endgültigen Bilder gemahlen.
Beispiel I
Bei diesem Beispiel wird eine Einrichtung zur elektrophoretischen Bilderzeugung der in Fig.2 gezeigten Art verwendet. Ein 10 μπι starkes Blatt aus einem Polyäthylenterephthalat wird auf die leitfähige Oberfläche der injizierenden Elektrode aufgelegt. Es
wird eine Suspension gebildet aus etwa 7 Teilen 2,4,6-tris-(3'-Pyrenylazo)-phloroglucinol und etwa 100 Teilen eines langkettigen, gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs. Diese Suspension wird als Überzug auf die Sperrelektrodenoberfläche bis zu einer Stärke von etwa 5 μίτι aufgebracht. Dann wird eine Korona-Entladeeinrichtung über das Polyäthylenterephthalatblatt geführt, die eine gleichförmige elektrostatische Ladung mit einer negativen Spannung von etwa 4000 Volt aufbringt. Unmittelbar danach wird die überzogene Sperrelektrode über das Blatt geführt, während eine positive Spannung von etwa 2500 Volt angelegt ist. Nachdem die Sperrelektrode über das Blatt geführt worden ist, ist auf diesem ein dem Originalbild entsprechendes Bild zu erkennen. Es hat eine gute Qualität.
Beispiel II
10
15
20
Die Bilderzeugungsschritte aus Beispiel I werden wiederholt mit dem Unterschied, daß das Polyäthylentherephthalatblatt mit einer Pelzbürste der in Fig.3 gezeigten Art aufgeladen wird. Auf das Blatt wird auf diese Weise eine elektrostatische Ladung mit einer negativen Spannung von etwa 3000 Volt aufgebracht. Das Bild wird dann wie in Beispiel I erzeugt. Es hat eine gute Qualität und entspricht dem Originalbild.
Beispiel III
Bei diesem Beispiel wird eine Einrichtung zur elektrophoretischen Bilderzeugung der in Fig.2 gezeigten Art verwendet Ein 25 μπι starkes Blatt aus einem Polymethylmethacrylatharz wird auf die leitfähige Oberfläche der injizierenden Elektrode aufgelegt. Die injizierende Elektrode war auf einer Glasplatte angeordnet. Die Teilchensuspension enthielt etwa 3 Teile des gelben Pigmentstoffes l,2,5,6-di-(c,c"-Diphenyl)-thiazolantrachinon, etwa 3 Teile des magentafarbenen Pigmentstoffes 2-(4'-Toluazo)-4-isopropoxy-lnaphthol und etwa 3 Teile des cyanfarbenen Pigmentstoffes 3,3'-Methoxy-4,4'-diphenyl-bis-(l "-azo-2"-hydroxy-3"-naphthanilid), CI. Nr. 21 180 dispergiert in etwa 100 Teilen einer Kerosinfraktion. Diese Mischung wird auf die Barytpapierfläche der Sperrelektrode aufgebracht, während die Oberfläche des Blattes auf eine negative Spannung von etwa 4000 Volt aufgeladen wird. Die Sperrelektrode wird unter einer positiven Spannung von etwa 2500 Volt über das Blatt geführt. Es entsteht auf diesem ein dem Originalbild entsprechendes voll gefärbtes Bild. Zur Fixierung wird auf die Bildfläche eine 5 μπι starke Polyäthylentherephthalatfo-He aufgelegt. Das mit dem Bild versehene Blatt wird dann entfernt und durch ein neues Blatt ersetzt. Die Bildstoffmischung wird wieder auf die Sperrelektrodenoberfläche aufgebracht, und es wird ein weiteres Bild in der beschriebenen Weise hergestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 709 550/10

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren, bei dem eine photoelektrophoretische Teilchensuspension zwischen eine erste Elektrode, auf die vorher eine Folie aus isolierendem Material aufgelegt worden ist, und eine Sperrelektrode eingebracht, einem elektrischen Feld ausgesetzt und durch eine der Elektroden hindurch bildmäßig belichtet wird, und bei dem die Folie und die Gegenelektrode nach der Bilderzeugung voneinander getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die der Suspension zugewandte Seite der Folie (21) vor dem Einbringen der Teilchensuspension (4) zwischen die Folie (21) und die Gegenelektrode (5) gleichmäßig elektrostatisch mit einer Polarität aufgeladen wird, die derjenigen des Potentials, auf dem die Sperrelektrode während der bildmäßigen Belichtung gehalten wird, entgegengesetzt ist.
2. Elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (21) aus einem durchsichtigen Material besteht, und daß die Teilchensuspension durch die Folie hindurch bildmäßig belichtet wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrostatische Ladung durch eine wenigstens einmal über die Folie geführte, auf einer Spannung zwischen etwa 3000 und 8000 Volt gehaltene Korona-Entladungsvorrichtung aufgebracht wird.
DE1572388A 1966-06-29 1967-06-29 Elektrophoretophotographisches Abbildungsverfahren Expired DE1572388C3 (de)

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