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DE1572113B - Silbersalzdiffusionsverfahren - Google Patents

Silbersalzdiffusionsverfahren

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Publication number
DE1572113B
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Germany
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf 2000 Harksheide. G03d 13-14 Wendt
Original Assignee
Lumoprint Zindler Kg, 2000 Hamburg

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Description

Die Erfindung betrifft ein Silbersalzdiffusionsverfahren, bei dem ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, welches auf der Silberhalogenidemulsionsschicht als Deckschicht eine wasserdurchlässige Schicht aufweist, belichtet und nach Befeuchtung mit einer Entwicklerfiüssigkeit an ein unbeschichtetes Bildempfangsmaterial, das vorher mit einer Behandlungslösung befeuchtet wurde, angepreßt wird. Der Ausdruck »unbeschichtetes Bildempfangsmaterial« bezeichnet ein Material z. B. aus Papier oder Textil, das keine darauf aufgebrachte Schicht aus filmbildenden Kolloiden enthält.
Nach der deutschen Patentschrift .764-572 soll es möglich sein, ein Bild auf einem unbeschichteten Bildempfangsmaterial zu erzeugen. Dabei werden, wie in dieser Patentschrift auch für beschichtetes Material beschrieben und allgemein üblich ist, das Aufzeichnungsmaterial und das Bildempfangsmaterial in einem gemeinsamen Bad befeuchtet. Das Ergebnis dieses Verfahrens nach der genannten Patentschrift ist für unbeschichtetes Bildempfangsmaterial praktisch nicht verwertbar, insbesondere auch, weil bezüglich der Haltbarkeit der verwendeten, Silberfällungskeime enthaltenden, alkalischen Behandlungslösungen erhebliche Einschränkungen bestehen.
Nach der genannten Patentschrift ermöglicht eine geeignete Konzentration der in der Entwicklerflüssigkeit verwendeten Reaktionsstoffe, daß eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht schon vor der Entwicklung des Bildes mit einer Bildempfangsschicht in Berührung stehen kann, wobei das verwendete Material als Zweischichtenmaterial ausgeführt ist, so daß die Entwicklung und die übertragung des Bildes im selben Arbeitsgang erfolgen kann. Zur Verbesserung des Ubertragungs- bzw. Diffusionsvermögens können Halogensilber lösende Stoffe, wie z. B. Natriumthiosulfat und/oder Reaktionsstoffe, die im gegebenen Medium schwerlösliche Silberverbindungen ergeben, und/oder Verbindungen, die Silberfällungskeime sind oder Silberfällungskeime bilden können, wie z. B. Natriumsulfit, Stannochlorid, anwesend sein.
In der praktischen Ausführung des Silbersalzdiffusionsverfahrens zur gewerblichen Verwendung mit blattförmigen Kopiermaterialien verwendet man blattförmige Bildempfangsmaterialien mit einer besonderen Bildempfangsschicht, in der die Silberfällungskeime angeordnet werden. Diese Schicht ist auf einem besonderen Schichtträger angeordnet, so daß Schicht und Schichtträger das Bildempfangsmaterial bilden.
Bei einem mehrschichtigen bekannten Material nach der genannten Patentschrift wird die Bildempfangsschicht auf einen Schichtträger aufgetragen und auf die Bildempfangsschicht eine ungehärtete Silberhalogenidemulsionsschicht gegossen, die nach der Bildherstellung entfernbar ist.
Gemäß der deutschen Patentschrift 1 171 740 wird die Bildempfangsschicht auf die Aufzeichnungsschicht als Deckschicht aufbeschichtet. In dieser Schicht brauchen keine Silberfällungskeime enthalten zu sein, sondern sie werden mittels Behandlungslösung der kolloidalen Empfangs- oder Deckschicht zugeführt.
Silberfällungskeime in bekannten Verfahren sind:
Sulfide, Selenide, Polysulfide, Polyselenide, Thioharnstoff, Mercaptane, Stannohalogenide, Schwermetalle oder ihre Salze sowie geschleiertes Halogensilber, Sulfide von Schwermetallen, wie von Antimon, Wismut, Cadmium, Kobalt, Blei, Nickel und Silber.
Dabei sind Schwermetalle, beispielsweise Silber, Gold, Platin, Palladium und Quecksilber — vorzugsweise in kolloidaler Form — und die Edelmetalle als am wirksamsten bezeichnet.
Aus den belgischen Patentschriften 635 811 bis 635 813 ist ein Silbersalzdiffusionsverfahren bekannt, bei dem eine zusätzliche, besondere Beschichtung des Bildempfangsmaterials vorgesehen ist, der durch eine Behandlungslösung Silberfällungskeime zugeführt werden. Man ist auch deshalb wieder zu einer Beschichtung des Bildempfangsmaterials übergegangen, um möglichst trockene Kopien zu erzielen. Die Beschichtung des Bildempfangsmaterials enthält dabei Füllstoffe. Dieses Verfahren basiert auf der Erwägung, daß von der zusätzlichen Beschichtung des Aufzeichnungsmaterials mindestens eine dünne Schicht auf das Bildempfangsmaterial übertragen wird. Insofern ist dieses Verfahren durch eine physikalische Schichtübertragung gekennzeichnet. Dabei wurde die an sich schlechte Haltbarkeit der ursprünglieh vorgeschlagenen Behandlungslösung dadurch beseitigt, daß die Silberfällungskeime und/oder die Stoffe, die Silberfällungskeime bilden können, wieder der Bildempfangsschicht einverleibt wurden und daß
die Entwicklersubstanzen sowohl dem Aufzeichnungsais auch dem Bildempfangsmaterial zugesetzt wurden. Als Behandlungsflüssigkeit wird dabei lediglich ein sogenannter Aktivator verwendet.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 132 798 ist es bekannt, einer Vorbeschichtung des Bildempfangsmaterials Stannochlorid zuzusetzen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dabei ist aber, zwecks Erzielung eines schwarzen Bildes, die gleichzeitige Verwendung von Wismutnitrat erforderlich.
Nach der deutschen Auslegeschrift 1 024 357 wird bei einem Silbersalzdiffusionsverfahren nach der Bildübertragung ein Waschvorgang in einer Lösung vorgenommen, die Zinnchlorid enthält. Diese Nachbehandlung soll eine beständige Stabilität des Bildes herbeiführen.
Für die Bildherstellung auf einem unbeschichteten Bildempfangsmaterial ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei welchem ein mit einer wasserdurchlässigen Schicht beschichtetes, Entwicklersubstanzen enthaltendes Bildaufzeichnungsmaterial nach der bildgemäßen Belichtung mit einer von Silberfällungskeimen und Entwicklersubstanzen freien, alka-
'·,) lischen Lösung zu entwickeln und in Kontakt mit einem unbeschichteten Bildempfangsmaterialblatt zu bringen ist, welches in einer separaten, Silberfällungskeime — insbesondere Edelmetallkeime — enthaltenden wäßrigen Lösung imprägniert wurde. Dieses Silbersalzdiffusionsverfahren liefert dem bekannten Silbersalzdiffusionsverfahren, das mit beschichteten Bildempfangsmaterialien arbeitet, vergleichbare Kopienqualitäten auf einem unbeschichteten Materialblatt, wobei die dabei verwendeten Behandlungslösungen — sowohl für die Entwicklung des Aufzeichnungsmaterials als auch für die Empfangsblattimprägnierung — bezüglich der Haltbarkeit keinen Einschränkungen mehr unterliegen. Bei der Durchführung des Verfahrens, insbesondere bei der Erstellung diesbezüglicher Geräte, ergibt sich ein gewisser Aufwand dadurch, daß eine Verschleppung auch geringster Mengen einer der Behandlungslösungen in die andere Behandlungslösung verhindert werden muß, da sonst die Haltbarkeit der Behandlungslösung herabgesetzt wird.
j Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses
bereits vorgeschlagene Verfahren zu verbessern und die Unverträglichkeit beider Behandlungslösungen zu beseitigen, wobei auch die Anwendung einfacherer Geräte ermöglicht werden soll.
Die Lösung der Aufgabe geht von einem Silbersalzdiffusionsverfahren aus, bei dem ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, welches auf der Silberhalogenidemulsionsschicht als Deckschicht eine wasderdurchlässige Schicht aufweist, belichtet und nach Befeuchtung mit einer Entwicklerflüssigkeit an ein unbeschichtetes Bildempfangsmaterial, das vorher
: mit einer Behandlungslösung befeuchtet wurde, angepreßt wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß als Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial eine saure wäßrige Lösung oder gegebenenfalls eine alkalische Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, die jeweils amphoteres Aluminium(III)- oder Zinn(II)-salz enthält.
Die amphoteren Eigenschaften dieser Substanzen ermöglichen, daß sowohl im alkalischen als auch im sauren Bereich Verbindungen gebildet werden können, die Silbersalze zu reduzieren vermögen und als Silberfällungskeime wirken.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß auch bei Verwendung verschiedener Behandlungslösungen bzw: -flüssigkeiten für die Entwicklung in der Silberhalogenidemulsionsschicht bzw. für die Befeuchtung des Bildempfangsmaterials deren vorzügliche Haltbarkeit nicht beeinträchtigt wird, wenn eine gewisse Menge einer Flüssigkeit bei der Durchführung des Verfahrens in das Bad der anderen Flüssigkeit mitgenommen wird. ' "
Bei diesem Verfahren wird das Bildempfangsmaterial erst bei der Verfahrensdurchführung zur Bildherstellung mit einer wäßrigen alkalischen oder sauren Lösung benetzt. Damit können nicht nur einfache und billige Materialien verwendet werden, sondern insbesondere Blätter, beispielsweise aus Papier, die zunächst für andere Zwecke bedruckt worden sein können. Zusätzlich gelingt dies mit einer Behandlungslösung, die im Vergleich zu bisher vorgeschlagenen Edelmetallsalzlösungen verhältnismäßig billig ist.
Die Verträglichkeit der verwendeten Entwicklerflüssigkeiten bzw. Behandlungslösungen ermöglicht darüber hinaus in einer vorteilhaften Ausgestaltung, daß das belichtete Aufzeichnungsmaterial und das Bildempfangsmaterial mit der gleichen Behandlungslösung befeuchtet werden können.
Hierdurch kann das Verfahren mit einem Bad durchgeführt werden, ohne daß die Haltbarkeit der so gebildeten Behandlungslösung wesentlich eingeschränkt wird bzw. die Qualität der hergestellten Kopien beeinträchtigt wird. Dafür sind bereits auf dem Markt befindliche, für die Durchführung des klassischen Silbersalzdiffusionsverfahrens vorgesehene Geräte verwendbar.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung wird eine Entwicklerflüssigkeit verwendet, welche in einem Ansatz 1000 ml Wasser, 75 g Natriumphosphat, 40 g Natriumsulfit, sikk., 10 g Natriumthiosulfat, sikk. und wenigstens etwa 100 ml l%iger Lösung der amphoteren Substanz enthält.
Für die Behandlungslösung hat sich besonders die Verwendung einer wenigstens etwa 0,1% igen sauren Lösung von Zinn(II)-chlorid als vorteilhaft erwiesen.
Gemäß einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung werden während des Verfahrensablaufs die amphotere Substanz in Form eines Konzentrats der Salze oder ihrer Lösungen oder insbesondere als metallisches Zinn zugeführt. Hierdurch ist eine ein-
fache Aktivierung ohne Erneuerung der Behandlungslösungen möglich.
Es ist weiterhin unschädlich,, von Anfang an genügende Mengen der amphoteren Substanz, insbesondere des metallischen Zinns, zuzusetzen, wodurch ohne eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit die Ausnutzbarkeitsgrenze der Lösung wesentlich erhöht wird. Weiterhin können dieser Behandlungslösung auch weitere Substanzen zugesetzt werden, die die Durchführung des Diffusionsverfahrens günstig beeinflussen, wie z. B. Bildtonverbesserer oder Stoffe zur Verhinderung der Vergilbung.
Für die Durchführung des Verfahrens können dem Bildaufzeichnungsmaterial auch in der fotografischen Praxis bekannte Entwicklersubstanzen oder Kombinationen solcher Substanzen sowie Bildtonverbesserer und sonstige, die Durchführung des Silbersalzdiffusionsverfahrens begünstigende Stoffe zugesetzt sein.
Eine geeignete Entwicklerflüssigkeit enthält in der einfachsten Form:
1000 ml Wasser,
75 g Natriumphosphat,
40 g Natriumsulfit, sikk., 10 g Natriumthiosulfat, sikk.
Dieser Lösung können weitere Substanzen zugesetzt sein, die den Bildton verbessern, die Entwicklungsgeschwindigkeit regulieren oder sonstige, die Durchführung der Silbersalzdiffusion begünstigende Substanzen, wie z. B. l-Phenyl-5-mercaptotetrazol öder Kaliumbromid. Derartige Entwicklerflüssigkeiten sind im Handel erhältlich.
Beispiell
Ein Aufzeichnungsmaterial für das Silbersalzdiffusionsverfahren wird bildgemäß belichtet und nach der Entwicklung in der dafür vorgesehenen Entwicklerflüssigkeit· mit einem Bildempfangsmaterial aus unbeschichtetem Papier in Kontakt gebracht; welches in einem separaten Bad folgender Zusammensetzung befeuchtet wurde:
1000 ml der vorstehend genannten Entwickler-
flüssigkeit,
100 ml l%ige wäßrige Zinn(II)-chloridlösung, 10 ml l%ige wäßrige Natriumhydroxydlösung.
B e i s ρ i e 1. 2, >.
Verfahren nach Beispiel 1, jedoch mit einer Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial folgender Zusammensetzung:
1000 ml der vorstehend genannten Entwicklerflüssigkeit,
100 ml r/oige Zinn(H)-chloridlösung, 10 ml l%ige Natriumhydroxydlösung, 2,5 g Ascorbinsäure,
0,5 g Hydrochinon,
1,0 g metallisches Zinn, pulv.
40
Beispiel 3
45
Verfahren nach Beispiel 1, nur mit einer Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial folgender Zusammensetzung: , .
1000 ml Wasser,
5 g Aluminiumchlorid (AlCl3), 0,5 g Ätznatron (NaOH), 0,5 g Kaliumbromid (KBr).
Dieses Beispiel zeigt als amphotere Substanz AlCl3.
Beispiel4
Verfahren nach Beispiel 1, jedoch mit einer Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial aus einer sauren Lösung von Zinn(II)-chlorid folgender Zusammensetzung:
1000 ml Wasser, 2,5 g SnCl2-2 H2 O,
2,0 g NaOH,
5 ml konz. HCl.
Beispiel 5
Verfahren nach Beispiel 4, jedoch unter Verwendung einer Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial folgender Zusammensetzung:
1000 ml Wasser,
2,5 g Zinn(II)-chlorid,
1,0 g Ascorbinsäure,
0,2 g Hydrochinon,
0,5 g Kaliumbromid.
Beispielo
Bildherstellung wie beschrieben in den Beispielen 1 bis 5. Nachdem man eine erste positive Kopie erhalten hat, wird das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial erneut mit Behandlungslösung befeuchtet und gegen ein ebenfalls mit der für das Bildempfangsmaterial vorgesehenen Behandlungslösung befeuchtetes Bildempfangsblatt angedrückt. Man erhält so zwei positive Kopien von einem belichteten, lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial.
B e i s ρ i e 1 7
Bildherstellung wie in den Beispielen 1 bis 5.
Nach der Herstellung einer ersten positiven Kopie kann die Rückseite des Bildempfangsmaterials zusammen mit einem neuen, bildgemäß belichteten Aufzeichnungsmaterial den bekannten Verfahrensschriften unterworfen werden. Man erhält auf diese Weise eine doppelseitige positive Kopie auf dem Empfangsblatt.
Beispiel 8
Verfahren nach Beispiel 1, jedoch unter Verwendung einer Behandlungslösung folgender Zusammensetzung für das Bildempfangsblatt:
1000 ml Wasser,
20 ml l%ige Lösung von Hexachloro-
platin(IV)-säure in Wasser,
1,0 g Natriumchlorid, sikk.,
10 ml l%ige Lösung von Tetrachloro-
gold(III)-säure in Wasser,
0,5 g Natriumhydroxyd,
0,5 g Zinndichlorid.
Zweckmäßig wird bei einer Geräteausführung mit Bädern Vorsorge getroffen, daß unter den Leitbahnen für die Materialien Kammern verbleiben, die den beim Kopieren entstehenden Niederschlag verbrauchter Substanzen aufnehmen können.
Die Behandlungslösungen nach den Beispielen 1 bis 5 können nach Verbrauch der Reaktionsstoffe durch Zuführung neuen Reaktionsstoffkonzentrats — sei es in Form der Salze oder ihrer Lösungen oder auch als metallisches Zinn als Folie oder gepulvert — wieder aktiviert werden.
Zur näheren Erläuterung der mit nur einem Bad arbeitenden Ausführung werden folgende Beispiele gegeben:
Beispiel 9
Ein Aufzeichnungsmaterial für das Silbersalzdiffusionsverfahren wird bildgemäß belichtet und nach der Entwicklung in einem für die Durchführung des Silbersalzdiffusionsverfahrens vorgesehenen Gerät mit einer Entwicklerflüssigkeit entwickelt und mit einem in der gleichen Behandlungslösung befeuch-
teten, unbeschichteten Bildempfangsblatt in Kontakt gebracht.
Die für die Durchführung dieses Verfahrens vorgesehene Einband-Behandlungslösung hat folgende Zusammensetzung:
1000 ml der vorstehend angegebenen Entwicklerflüssigkeit,
100 ml l%ige Zinn(II)-chloridlösung,
10 ml l%ige Natriumhydroxydlösung,
25 ml Glycerin.
Nach einer Kontaktzeit, die für den Ablauf der Silbersalzdiffusionsübertragung ausreichend ist, werden beide Materialien getrennt, und man erhält auf dem unbeschichteten Bildempfangsmaterial eine positive Kopie des Originals von ausgezeichneter Qualität.
Beispiel 10
Verfahren nach Beispiel 9, jedoch unter Verwendung einer Behandlungslösung folgender Zusammensetzung :
1000 ml der vorstehend angegebenen Ent
wicklerflüssigkeit,
100 ml l%ige Zinn(II)-chloridlösung,
10 ml l%ige Natriumhydroxydlösung,
5 era Ascorbinsäure,
1 era Hydrochinon,
10 ml Glycerin,
1 g Zinn, pulv.
Der Ausdruck »Material« bezieht auch blattförmiges Material ein.
909

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Silbersalzdiffusionsverfahren, bei dem ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, welches auf der Silberhalogenidemulsionsschicht als Deckschicht eine wasserdurchlässige Schicht aufweist, belichtet und nach Befeuchtung mit einer Entwicklerflüssigkeit an ein unbeschichtetes Bildempfangsmaterial, das vorher mit einer Behandlungslösung befeuchtet wurde, angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Behandlungslösung für das Bildempfangsmaterial eine saure wäßrige Lösung oder gegebenenfalls eine alkalische Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, die jeweils amphoteres Aluminium(III)- oder Zinn(II)-salz enthalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das belichtete Aufzeichnungsmaterial und das Bildempfangsmaterial mit der gleichen Behandlungslösung befeuchtet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, welche in einem Ansatz 1000 ml Wasser, 75 g Natriumphosphat, 40 g Natriumsulfit, sikk., 10 g Natriumthiosulfat, sikk. und wenigstens etwa 100 ml l%iger Lösung der amphoteren Substanz enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine wenigstens etwa 0,l%ige saure Lösung von Zinn(II)-chlorid als Behandlungslösung verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verfahrenablaufs die amphotere Substanz in Form eines Konzentrats der Salze oder ihrer Lösungen oder insbesondere als metallisches Zinn zugeführt werden.

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