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DE1572142C - Lichtempfindliches Gemisch - Google Patents

Lichtempfindliches Gemisch

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Publication number
DE1572142C
DE1572142C DE1572142C DE 1572142 C DE1572142 C DE 1572142C DE 1572142 C DE1572142 C DE 1572142C
Authority
DE
Germany
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image
photosensitive
seconds
exposed
component
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
James Salvatore North Plainfield Somerset NJ Marchese (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein neues lichtempfindliches . sulfonsäuren, insbesondere Perfiuoralkansulfonsäuren Gemisch aus einem sensibilisierbaren Metallsalz, einem oder ß-Hydroperfluoralkansulfonsäuren, von Deca-Sensibilisator für das Metallsalz, einem Wasserstoff- hydrodecaborsäuren oder von substituierten Dodecadonator und gegebenenfalls einem Bindemittel. hydrododecarborsäuren aufgeführt» die zufrieden-Das übliche fotografische Verfahren zur Gewinnung 5 stellend als Komponente (a) verwendet werden können, von Abzügen von Originalen ermöglicht zwar die Her- Die Komponente (b) ist ein durch Licht reduzierstellung hochwertiger Reproduktionen. Nachteilig ist bares Keton, ζ. B. ein Chinon, ein a-Diketon oder daran, daß diese Arbeitsweise zeitraubend und teuer. eine durch Licht spaltbare Verbindung, wie Benzist, da verschiedene Stufen der fotografischen Ver- pinacolon oder ein mehrfach chloriertes Biphenyl oder arbeitung erforderlich sind, z. B. das Belichten, Ent- ίο Bromnaphthalin, das bei Bestrahlung Halogenwasserwickeln, Fixieren, Wässern und Trocknen. Es sind stoff freigibt.
schnellere Verfahren der Bildreproduktion, z. B. die Eine bevorzugte Klasse von Sensibilisatoren [Kom-Thermographie und die elektrostatische Bildproduk- ponente (b)] bilden die substituierten oder unsubstition, entwickelt worden, aber diese Verfahren eignen tuierten mehrkernigen Chinone, d. h. Verbindungen, sich mehr zum Kopieren von einfachen Bildern, z. B. 15 mit zwei ringgebundenen Carbonylgruppen, die an gedruckten Texten oder Strichzeichnungen. Mit diesen. ringgebundene Kohlenstoffatome in einem konjugier-Verfahren können allgemein keine Abzüge hergestellt ten carbocyclischen Ringsystem gebunden sind. Gewerden, die sich der hohen Qualität von Abzügen, die eignete Verbindungen dieser Art sind: 9,10-Anthrachinach dem üblichen nassen fotografischen Verfahren nonjl-Chloranthrachinon^-Chloranthrachinon^-Mehergestellt wurden, auch nur annähern. Ferner er- 20 thylanthrachinon, 2-ÄthyIanthrachinon, 2-t-Butylanfordern die schnellen Trockenverfahren häufig korn- thrachinon, Octamethylanthrachinon, 1,4-Nyphthoplizierte und teure Einrichtungen, und die Licht- chinon, 9,10-Phenanthrenchinon, 1,2-Benzanthrachiempfindlichkeit der bei diesen Verfahren verwendeten non, 2,3-Benzanthrenchinon, 1,2-Benzanthrachinon, Materialien ist verhältnismäßig gering. 2,3-Benzarithrachinon, 2-Methyl-l,4-naphthochinon, Aufgabe der Erfindung ist, ein lichtempfindliches 25 2,3-Dichlornaphthochinon, 1,4-Dimethylanthrachinon, Gemisch von besonders guter Lichtempfindlichkeit 2,3-Diphenylanthrachinon, das Natriumsalz von Anzu liefern, das sich auf trockenem Wege über Be- thrachinon-oc-sulfonsäure, S-Chlor^-methylanthrachilichtung und Wärmeentwicklung zu Bildern von hoher non, Retenchinon, Thymochinon, 7,8,9,10-Tetrahydro-Auflösung und hohem Kontrast verarbeiten läßt. naphthacenchinon und 1,2,3,4-Tetrahydrobenz(a)an-Die Erfindung geht aus von einem lichtempfindlichen 3° thracen-7,12-dion. Weitere Fotosensibilisatoren, die Gemisch aus einem sensibilisierbaren Metallsalz, ebenfalls geeignet sind, obwohl sie bereits bei Temperaeinem Sensibilisator für das Metallsalz, einem Wasser- türen von 850C thermisch aktiv sein können, sind in Stoffdonator und gegebenenfalls einem Bindemittel. der USA.-Patentschrifi 2 760 863 beschrieben. Hierzu Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch - gehören vicinale Ketaldonylverbindungen, z.B. Di-
35 acetylbenzil, a-Ketaldonylalkohole, Acyloinäther, z. B.
a) als Metallsalz Benzoinmethyl- und -äthyläther, a-kohlenwasserstoff-
ein Silber-, Quecksilber- oder Kupfersalz . substituierte aromatische Acyloine einschließlich a-Me-
einer Sulfonsäure, insbesondere einer Fluoralkan- thylbenzoin, a-AUylbenzoin und a-Phenylbenzoin.
sulfonsäure, Der Fotosensibilisator kann auch ein durch Licht.
■ einer gegebenenfalls substituierten Decahydro- 40 reduzierbarer Farbstoff in Gegenwart eines milden
decaborsäure oder einer gegebenenfalls substi- Reduktionsmittels sein, dessen Reduktionspotential
tuierten Dodecahydrodecaborsäure, geringer ist als zur Reduktion des Farbstoffs oder des
(b) als Sensibilisator Salzes (a) in Abwesenheit aktinischer Strahlung erfor-
eine Carbonylverbindung derlich. Geeignete lichtreduzierbare Farbstoffe sind in
eine fotolytisch Halogenwasserstoff abspaltende 45 der USA.-Patentschrift 2 875 047 genannt.
Verbindung oder Die Verblndung (c), der Wasserstoffdonator, kann
einen fotoreduzierbaren Farbstoff, dürc} das organische polymere Bindemittel (d) gestellt
werden. Der Wasserstoffdonator kann auch eine ge-
(c). als Wasserstoffdonator : sonderte Verbindung sein, z. B. Diäthylenglykol und
einen gegebenenfalls polymeren Alkohol, 50 dessen Monomethyläther, oder Diessigsäureester, ein
ein gegebenenfalls polymeres Acetal und/oder Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 400 bis 6000
eine Polyoxymethylenverbindung ocier Tetraäthylenmalondialdehydacetal.
Für die Komponente (d), das filmbildende polymere
enthält. . organische Bindemittel, kommen geeignete Klassen
Die Komponente (a) ist vorzugsweise ein Silbersalz. 55 und spezielle Bindemittel aus der USA.-Patentschrift
Verschiedene Gemische von zwei oder mehr Silber- 3 060 023 in Frage. Nicht thermoplastische Bindemittel
salzen können verwendet werden. Besonders bevorzugt können durch Zusatz eines geeigneten Weichmachers,
wird ein Salz der Formel z. B. Dibutylphthalat oder Tricresylphosphat, thermo-
' plastisch gemacht werden. ·■ ■ .
CF3CHFCF2SO3Ag 60 Das polymere Bindemittel, der Bestandteil (d), muß
frei von labilem, covalentem Halogen und vorzugsweise
Die entsprechenden Hg- und Cu-Salze sind ebenfalls frei von basischen Gruppen sein. Bindemittel mit labi-
geeignet. Weitere geeignete Salze sind in den Bei- lern, covalentem Halogen, wie Säurechloride
spielen genannt, und die entsprechenden anderen Ag-,
Hg- und Cu-Salze können in der gleichen Weise ver- 65
wendet werden.
In der belgischen Patentschrift 663 200 ist eine
Reihe von Silbersalzen von stark fluorierten Alkan-
Benzylhalogenide oder andere aktive Gruppen, wie Dieses polymere Acetal kann gleichzeitig als Wasser-.
Stoffdonator, als wasserbildende Substanz und als Bindemittel fungieren. Im letzteren Fall muß das polymere Acetal starke zusammenhängende Folien auswürden im Dunkeln mit dem Silbersalz unter Bildung 5 bilden. Es kann die Acetalgruppen entweder als an eine von AgCl reagieren. ■ polymere Hauptkette angehängte Gruppen oder diese
Demgegenüber sind Mischpolymere von Vinylchlo- Gruppen ais Teil einer linearen Polymerkette enthalten, rid (covalentes Halogen) und Vinylacetat ganz brauch- Die Schicht enthält vorzugsweise Wasser oder ein
bar. wasserbildendes Material, jedoch kann als Wasser-
Da das filmbildende organische polymere Binde- io quelle das polymere Bindemittel oder auch Luft diemittel wahlweise verwendet wird, kann seine untere nen, wenn die Verarbeitung in einer Atmosphäre mit Konzentfationsgrenze Null betragen, während die hoher relativer Feuchtigkeit vorgenommen wird, obere Grenze bei etwa 95°/0 des Gesamtgewichts der Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
lichtempfindlichen Schicht (ausschließlich Lösungs- enthält das lichtempfindliche Gemisch 10 bis 30 Teile mittel) liegen kann. Ein Lösungsmittel ist normaler- 15 der Komponente (b) pro 100 Teile der Komponente (a). weise anwesend, wird jedoch gewöhnlich während der Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
Trocknung entfernt. Die Lösungsmittelmenge in der enthält das lichtempfindliche Gemisch 2 bis 200 Teile Schichtmasse hängt von der gewünschten Schichtdicke der Komponente (a) pro 100 Teile der Komponente ab, die zwischen beispielsweise 0,3 bis 30 μ für Kopier- (d).
materialien für Bürozwecke und beispielsweise 0,08 20 Der Bestandteil (c) muß in der 5fachen Gewichtsbis 6,4 mm bei dickeren Schichten für Reliefdruck- menge des Bestandteils (b) vorhanden sein, jedoch kann ;v, platten liegen kann, wie sie in der USA.-Patentschrift auch ein vielfacher Überschuß des Bestandteils (c) vor- YH 2 760 863 beschrieben sind. liegen.
Als polymere Bindemittel (d) eignen sich organische Als säureempfindliche-organische Materialien mit
Polymere· mit Molekulargewichten von mehr als 10000, 25 Bindemitteleigenschaften eignen sich außer den vordie harte, zusammenhängende dünne Folien zu bilden stehend genannten speziellen Materialien Polydioxovermögen und inert sind. Geeignete Polymere sind die lane und alle Polyoxymethylenverbindungen, die in der Alkylester yon Polyacryl- und Polymethacrylsäure, USA.-Patentschrift 2 993 025 aufgeführt sind. z.B. Polymethylmethacrylat, . Polyäthylmethacrylat Eine Reihe weiterer Materialien kann im lichtempfind-
und die entsprechenden Acrylate, Cellulosecarbon- 30 liehen Gemisch vorhanden sein, beispielsweise Besäureester und -äther, z. B. Celluloseacetat, Cellulose- schichtungshilfsstoffe, z. B. Polyäthylenoxyde, viskosipropionat, Celluloseacetatbutyrat, Methyl-, Äthyl- tätsverändernde Stoffe, z. B. Dibutylphthalat, SiIi- und Benzylcellulose, Polyvinylalkohol und seine Teil- ciumdioxyd oder Füllstoffe auf Cellulosebasis, färbende ester und Acetale. Bevorzugt werden thermoplastische Stoffe, z. B. Pigmente oder Farbstoffe, die im aktinipolymere Bindemittel, so daß ein fotografisches Auf- 35 sehen Bereich des Spektrums effektiv durchlässig sind. Zeichnungsmaterial mit dem lichtempfindlichen Ge- Das Verfahren zur Erzeugung eines Bildes wird
misch beim Verfahren der thermischen Bildübertra- durchgeführt, indem man erstens ein fotografisches gung nicht erforderlich ist, ist es auch möglich, nicht- Aufzeichnungsmaterial, das eine lichtempfindliche thermoplastische polymere Bindemittel, z. B. Polyvinyl- Schicht aufweist, die die vorstehend beschriebenen alkohol, zu verwenden. Wie.in einem der Beispiele ver- 4° Komponenten (a), (b), (c), (d) und gegebenenfalls die anschaulicht, kann ein brauchbares fotografisches Auf- erwähnten weiteren Zusätze enthält, unter Bildung Zeichnungsmaterial aus dem lichtempfindlichen Ge- eines farbigen Bildes in dieser Schicht bildmäßig mit misch ohne jegliches Bindemittel hergestellt werden, aktinischer Strahlung (vorzugsweise Strahlung, in der besonders, wenn das lichtempfindliche Gemisch auf Wellenlänge im Ultraviolettbereich und sichtbaren einen porösen Schichtträger, wie Papier, aufgebracht 45 Bereich des Spektrums überwiegen) belichtet und zweiwird. In diesem Fall kann der Schichtträger selbst als tens die belichtete Schicht zur trockenen Entwicklung Bindemittel angesehen werden. eines metallhaltigen Bildes gleichmäßig auf eine Tem-
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung enthält peratur zwischen 60 und 2000C, vorzugsweise zwischen das lichtempfindliche Gemisch noch Wasser, ein Hy- 100 und 1700C, erhitzt. Die Erhitzungsdauer kann · drat oder eine dehydratisierbare Hydroxyverbindung. 50 einige Sekunden bis 5 Minuten oder mehr betragen,
Als Hydrat hat sich besonders Pinacolhydrat be- wobei kürzere Belichtungszeiten höhere Temperaturen währt. Wasser kann durch die säurekatalysierte De- erfordern und umgekehrt. Ebenso können mit verhydratisierung von Hydroxyverbindungen, z. B. Pina- stärkter Belichtung in der Stufe (1) die Erhitzungsdauer col, oder aus einem Material, das einer anderen Auf- und/oder die Temperatur, auf die erhitzt wird, redugabe dient, gebildet werden, z. B. aus einem Polyvinyl- 55 ziert werden. Die Stufen (1) und (2) können zu einer acetal, wenn dieses nicht vollständig acetalisiert ist. einzigen Stufe kombiniert werden, wenn dieStrahlungs-
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung quelle gleichzeitig erhebliche Wärme erzeugt, wie beienthält das lichtempfindliche Gemisch ein polymeres spielsweise ein Kohlelichtbogen. Wahlweise kann eine Acetal mit intralinearen Einheiten der. Formel ' Stufe (3) angeschlossen werden, in der das entwickelte
60 Bild fixiert oder stabilisiert wird, z.! B. durch (a) vollständiges Auswaschen der unbelichteten Bildflächen oder (b) thermische übertragung der unbelichteten
\^ ^- Bildflächen auf ein gesondertes Bildempfangsmaterial
CH mit anschließender erneuter Belichtung und/oder er-
I 65 neutem Erhitzen des übertragenen Bildes. Zur Stabi
le lisierung des Bildes können noch weitere Methoden angewendet werden, z. B. teilweises Auswaschen mit worin R für H oder CH;, — CH., -CH2 ■— steht. einem Lösungsmittel, das das Metallsalz (a) und/oder
den Fotosensibilisator (b) entfernt, oder durch die Bestäubungs- oder Abstreifmethoden, die in den USA.-Patentschriften 3 060 024 und 3 060 025 beschrieben sind. ·
Bei der Stabilisation des Bildes nach Verfahren, wie Auswaschen oder thermische Übertragung, kann das Verfahren durch Wahl des Bindemittels so gelenkt werden, daß entweder ein Positivbild oder ein Negativbild erhalten wird. Beispielsweise kann ein polymeres Acetal, in dem die Acetalgruppen an eine Polymerhauptkette angehängt sind, bildmäßig so vernetzt werden, daß die unbelichteten Flächen durch Auswaschen oder durch thermische Übertragung entfernbar sind. • Andererseits kann ein lineares polymeres Acetal bildmäßig so depolymerisiert werden, daß es in den belichteten Flächen durch Auswaschen oder thermische Übertragung entfernbar wird.
Durch das erfindungsgemäße lichtempfindliche Gemisch wird ein fotografisches Aufzeichnungsmaterial erreicht, das einfach in der Anwendung ist und das sehr gute Ergebnisse liefert. Die Bildqualität, die üblicherweise durch umständliche Verarbeitung (Naßverarbeitung) erzielt wird, wird hier durch eine einfache, trocken durchgeführte Verarbeitung erhalten, die Iediglich aus der Belichtung und der Wärmeentwicklung besteht. Das Bild hat sehr feines Korn, hohe Auflösung, hohen Kontrast und einen weiten Dichtebereich. Eine einfache Fixierung kann wahlweise vorgenommen werden, obwohl die entwickelten Bilder annehmbar stabil sind, so lange sie keiner übermäßigen Wärme ausgesetzt werden. Das System weist insofern Vielseitigkeit auf, als das entwickelte Bild so, wie es zuerst entwickelt wird, gebraucht werden kann, auf einen gesonderten Schichtträger durch thermische Übertragung übergeführt oder einer Auswaschbehandlung unterworfen werden kann, durch die die bildfreien Flächen ganz oder teilweise physikalisch entfernt werden. Durch thermische Übertragung können sowohl Positiv- als auch Negativbilder erhalten werden. Dieses thermische Entwicklungssystem hat eine potentiell hohe Lichtempfindlichkeit und kann Bilder mit optischen Durchlässigkeitsdichten von mehr als 4,0 auf schleierfreiem Hintergrund erzeugen.
Da das entwickelte Bild sehr feinkörnig ist und eine sehr hohe Auflösung hat, eignet es sich besonders zur Mikrofilmreproduktion. Die Lichtempfindlichkeit der erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Gemische ist mehr als ausreichend für jedes beliebige Kopierverfahren, z. B. Kontaktkopieren oder Vergrößerungskopieren. Selbst Kameraempfindlichkeit wurde mit Belichtungen von etwa 5 Sekunden bei /4 bei entsprechender Beleuchtung nachgewiesen, und das System hat potentielle Fähigkeiten zu erheblich höherer Empfindlichkeit.
Die vorstehend beschriebenen lichtempfindlichen Gemische können auf die verschiedensten Arten von Schichtträgern, z.B. Platten, Filme. Folien, Bahnen und Bogen, einschließlich der speziellen Trägermaterialien unter Anwendung der Auftrags-, Beschichtungs- und Kalendrierverfahren, die in den obengenannten Patentschriften beschrieben sind, aufgebracht werden. Ähnliche Schichten können mit oder ohne Lösungsmittel der vorstehend beschriebenen Art und/oder anderer Art hergestellt werden. Weichmacher einschließ-■ lieh Dibutylphthalat und Tricresylphosphat können verwendet werden. Die Vielseitigkeit der lichtempfindliehen Gemische ist ein entschiedener Vorteil der Erlimiting.
Die in den Beispielen durch die allgemeine Formel Ag2B12U12
charakterisierte Verbindung stellt ein Salz einer substituierten Dodecahydrododecaborsäure dar, worin die Wasserstoffatome durch Chloratome ersetzt sind. Die Salzherstellung ist in der deutschen Patentschrift 1 292 638 beschrieben. Die Strukturformel findet sich auf S. 91 und 94 der Zeitschrift »Chemical & Engineering NeWs«, Mai 1966, in der Arbeit von M u e 11 e rt i e s <& K η ο t h.
Die nachstehenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
Beispiell 15
Eine lichtempfindliche Bindemittellösung wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
OTo1^ Losung m einem Gemisch von 40 Gewichtsteilen Äthanol und 60 Ge-
U°Jl 1JJ g
WPhenanthrenchinon q,13 g
Dl0xan 4,U ml
* Polyvinylformal vom Molekulargewicht 16 000 bis 20 000, 1Ji;*0*" 7>°J°'l 9-° (ausgedrückt als »/„ Polyvinylalkohol), Acetatgehalt 9,5 bis 13,0 (ausgedruckt als »/«Polyvinylacetat), Formalgehalt 80 (ausgedrückt als »/„ Polyvinylformal), spezifisches Gewicht 1,229.
** /3-Hydroperfluoralkansulfonsäuren werden hergestellt durch Zusatz vo" Natriumbisulfit zu Perfluorolefinen in Gegenwart eines Puffers, wie Borax. Siehe beispielsweise K o s h a r und Mitarbeiter, J. Am. Chem. Soc, 75, S. 4595 (1953). Die Salze können aus den Säuren nach üblichen Methoden der Neutralisation mit einer Base oder durch doppelte Zersetzung hergestellt werden.
Die Lösung wurde auf verschiedene Schichtträgerfolien einschließlich Polyäthylenterephthalat (das mit Harzzwischenschicht versehene Trägermaterial, das im Beispiel 4 der USA.-Patentschrift 2 779 684 beschrieben ist), Papier und Aluminium aufgetragen und an der Luft trocknen gelassen. Die lichtempfindliche Schicht wurde 5 Sekunden aus einem Abstand von 31,5 cm durch ein fotografisches Negativ eines gdruckten Textes mit einer hochintensiven Fotolampe belichtet. Durch /" späteres Erhitzen der Schicht auf 1500C in weniger als 1 Minute wurde die Trockenentwicklung eines schwar-, zen Bildes vorgenommen. In ähnlicher Weise wurde eine Kopie unter Verwendung eines fotografischen Halbtonnegativs erhalten. Durch Aufkopieren eines fotografischen Stufenkeils mit 21 Stufen mit kontinuierlichen Tonwerten und einem ungefähren Dichtebereich von 0,25 bis 3,05 war es möglich, wenigstens fünf Stufen herauszulesen.
Das Fixieren zur Herstellung stabiler Bilder wurde (mit ebenso guten Ergebnissen) durch Wässern und durch Herauslösen der unbelichteten Flächen mit Dioxan vorgenommen.
Bei anderen Versuchen wurde festgestellt, daß die Menge des Silbersalzes in der vorstehend beschriebenen Masse mit guten Ergebnissen, jedoch mit etwas geringeren optischen Durchlässigkeitsdichten, auf 0,1 g verringert werden konnte.
B e 1 s ρ 1 e 1 2
Der im Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß an Stelle von 9,10-Phenanthrcnchinon andere Chinonverbindungen einschließlich 1,4-Naphthochinon, 1,2-Naphlhochinon,
2-Methyl-l,4-naphthochinon, Retenchinon, Anthrachinon, 2-Methylanthrachinon, 2-Äthylanthrachinon, 2-t-Butylanthrachinon, 2,6-Pyrenchinon, 3-Nitro-1,2-naphthochinon, Thymochinon und Bianthron als •Fotosensibilisatoren verwendet wurden. Ähnliche Ergebnisse wurden auch erhalten, wenn an Stelle von Chinonen andere Fotosensibilisatoren, z. B. Furil (ein a-Diketon), und durch Licht spaltbare Verbindungen, wie Benzpinacolon, und ein Gemisch von verschiedenen mehrfach chlorierten Bisphenylverbindungen mit durchschnittlich etwa 3 Chloratomen pro Molekül verwendet wurden. Brechungsindex 1,627 bis 1,629 bei 200C, Dichte 1,38 (kg/1 bei 250C), Siedepunkt 325 bis 366°C (760 mm Hg), Stockpunkt -190C (ASTM D-97). , . ·■· ' ·
1 B e i s ρ i e 1 3
Der im Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde im wesentlichen wiederholt mit der Ausnahme, daß
(CF3CHFCF2SO3^Cu, (CF3CHFCF2SO3)2 Hg,
Y-SO3AG und ein Gemisch aus gleichen Gewichtsteilen
(CF3CHFCF2SO3)2Cu und CF3CHFCF2SO3Ag
an Stelle von CF3CHFCF2SO3Ag verwendet wurden. Ähnliche Ergebnisse wurden mit jedem dieser einzeln verwendeten Metallsalze erhalten, während das Metallsalzgemisch besonders vorteilhaft war, da mit ihm die für das Silbersalz charakteristische hohe Empfindlichkeit zusammen mit der durch das Kupfersalz bewirkten Vernetzung des als Bindemittel dienenden Polyvinylformals in den belichteten Flächen erzielt wurde. Diese Vernetzung ermöglichte eine wirksamere Fixierung oder Stabilisierung.
.■•■Beispiel 4
Der im Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde im wesentlichen wiederholt mit der Ausnahme, daß 0,5 g Pinacolhydrat zugesetzt und die Wärmeentwicklung bei niedrigeren Temperaturen von beispielsweise 70 bis 90' C wirksam war.
·■■■'.■· ' B e i s ρ i e 1 5
Eine lichtempfindliche Lösung wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
20°/oige Lösung von Polyrnethylmethacry-
; lat* (Bindemittel) und Methyläthylketon .
(Lösungsmittel) 10,0 g
CF3CHFCF2SO3Ag ................... 0,5 g
Pinacolhydrat 0,5 g
Tetraäthylmalondialdehydacetal 0,5g.
1,4-Naphthochinon 0,1 g
*· Niedrigmolekulares Polymerisat einer Grenzviskosität von 0,20, ermittelt für eine Lösung von 0,25 g Polymerisat in 50 ml Chloroform bei 2O0C.
Diese Lösung wurde auf einen 0,05-mm-Trägerfilm aus Polyäthylenterephthalat aufgetragen und an der Luft trocknen gelassen. Durch Belichtung der lichtempfindlichen Schicht mit aktinischer Strahlung auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise und anschließendes Erhitzen der belichteten Schicht auf 120°C wurde die Trockenentwicklung eines sichtbaren Bildes vorgenommen.
Eine ähnliche Lösung wurde ohne das als Bindemittel dienende Polymethylmethacrylat unter Ver
Wendung einer geringen Menge von Methyläthylketon. als Lösungsmittel hergestellt. Die Lösung wurde auf poröses Papier als Trägermaterial aufgetragen, belichtet und durch Wärme entwickelt, wobei ein ähnliches Bild erhalten wurde.
, ■ _ ■ , ,,. Beispiele : /
Der im Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde im
; wesentlichen~~wiederholt mit der Ausnahme, daß an ίο Stelle des dort als Bindemittel verwendeten Polyvinylformals andere polymere Acetale, z.B. verschiedene im Handel erhältliche Polyvinylbutyral, verwendet wurden. Hierzu gehören ein Polyvinylbutyralpolymeres mit einem Molekulargewicht von 45000 bis 55000, einem Hydroylgehalt von 9,0 bis 13,0 (ausgedrückt in Prozent Polyvinylalkohol), einem Acetatgehalt von 0 bis 2,5 (ausgedrückt in Prozent Polyvinylacetat), einem Butyralgehalt von 88 (ausgedrückt in Prozent Polyvinylbutyral) und einem spezifischen. Gewicht von
1,083. Ähnliche Ergebnisse wie im Beispiel 1 wurden erhalten.
Beispiel 7
Ein lichtempfindliches Gemisch wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Butylbenzylphthalat (inerter Weichmacher) 0,4 g
Phenanthrenchinon 0,06 g
Tri-n-heptylamin (1 mg/ml inAcetonlösung) (zugesetzt zur Kontrastverbesserung· bei dem durch refiektografische Belichtung
erhaltenen Bild) 10 ml
CF3CHFCF2SO3Ag 0,06 g
Aceton 1 ml
Polyvinylbutyral (im Beispiel 6 beschrieben) 1,33 g
Dieses Gemisch wurde mit einer auf 0,15 mm eingestellten Rakel auf einen 0,03-mm-PoIyäthylenterephthalatfilm aufgetragen und über Nacht getrocknet. Auf die getrocknete Schicht wurde reflckto- grafisch (durch den Schichtträger) eine anliegende Auflösungstafel aufgenommen,r;die. mit schwarzer Druckfarbe auf weißes Papier gedruckt war. Für die Aufnahme wurde eine 500-W-Wolframfadenlampe (Reflektor-Fotoflutlichtlampe) aus einem Abstand von 15,2 cm bei einer Belichtungsdauer von 5 Sekunden verwendet. Nach der Belichtung wurde das Material einige Sekunden auf einer heißen, flachen Eisenfläche erhitzt (170 bis 18O0C), wodurch in den exponierten Flächen ein schwarzes Bild entwickelt wurde. Das Bild wurde durch thermische Übertragung der unbelichteten Flächen auf ein aufnehmendes Papierblatt stabilisiert. Die übertragenen Flächen wurden entweder durch Erhitzen des Papiers oder durch Belichten und Erhitzen in eine schwarze Aufzeichnung umge-
wandelt. · , ..
Beispiels
Eine lichtempfindliche Schiehünasse wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Phenathrcnchinon :....... 0,04 g
CFaCHl-1CF2SO3Ag ...' 0,H) g
Polyvinylformal* 1.0 g
Aceton 11,0 ml
* Produkt dor Handelsbezeichnung »I:ormvar 7.7(K ein Hai/ mil einem Molekulargewicht \on 21 000 (Durchschnittswert), Hydioxylgehalt 5 bis 7 (ausgedrückt in "/„ Polyvinylalkohol). Acetatgehalt 40 bis 50 (ausgedrückt in "/„ Polyvinylacetat), spezifisches (iewicht 1,2.
Die Masse wurde auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise auf das Trägermaterial . geschichtet und getrocknet und zur reflektographischen Aufnahme eines Strichbildes unter Verwendung einer runden Weißlicht-Fluoreszenzröhre von 32 W, 60 Hz und 1 A durch ein durchscheinendes Blatt bei einer Belichtungsdauer von 10 Sekunden und 10,2 cm Abstand verwendet. Das Material wurde dann über eine Walze geführt, die eine Temperatur von 150 bis 155°C hatte, wodurch das latente Bild thermisch zu einem braunschwarzen Bild gegen einen hellgelben Hintergrund entwickelt wurde. Die gelbe Hintergrundfarbe wurde später durch eine Gesamtbelichtung von 2 Minuten durch die im Beispiel 7 beschriebene Fotoflutlichtlampe aus einem Abstand von 31,5 cm entfernt. Die Farbe war auf nicht umgesetztes Phenanthrenchinon zurückzuführen.
B ei s ρ i e 1 9
Eine lichtempfindliche Beschichtungsmasse wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Phenanthrenchinon 0,05 g
Ag2B12Cl12 (Silbersalz einer substituierten Dodekahydrododekaborsäure, deren Wasserstoffatome durch Chloratome ersetzt sind) 0,3 g
Polyvinylformal (im Beispiel 8 verwendetes Produkt) :...... 1,0 g
Aceton .. 10,0 ml
Die Beschichtungsmasse wurde auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise aufgetragen und getrocknet und durch ein fotografisches Negativ 30 Sekunden aus einem Abstand von 2,54 cm mit einer leuchtstoffhaltigen Quecksilberdampflampe belichtet, die eine Strahlung hauptsächlich von 3600 bis 4200 Ä abgab.
Das belichtete Material wurde thermisch entwickelt, indem es 30 Sekunden in Berührung' mit einer flachen Eisenfläche bei einer Temperatur von 140 bis 1450C gehalten wurde, wodurch ein schwarzbraunes Bild erzeugt wurde. Γη einer ähnlichen Schichtmässe wurde das einzelne Silbersalz durch ein Gemisch von nur je 0,05 g der Verbindung Ag2B12Cl12 und der gemäß Beispiel 1 verwendeten Verbindung CFaCHFCF2SO3Ag ersetzt. Bei einer Belichtungsdauer von 5 Sekunden und unter ähnlichen Entwicklungsbedingungen wurde ein schwarzes Bild erhalten. ■
; ·,;. Be i s pi e 1 10
Eine lichtempfindliche Schichtmasse wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt und auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise aufgetragen und getrocknet: ■ "." '
Phenanthrenchinon '.".'. .1.- 0,04 g
CF3CHFCF2SO11Ag 0,09g
Polyvinylformal (gemäß Beispiel 8 verwendetes Produkt) :......... 1,0 g
Aceton ... 11,0 ml
Der getrockente Film wurde bildmäßig durch ein fotografisches Negativ 10 Sekunden aus einem Abstand von 15,2 cm mit der im Beispiel 7 beschriebenen FOtoflutlichtlampe belichtet, mit einer dünnen Paraffinwachsschicht überzogen und dann thermisch zu einem braunschwarzen Bild entwickelt, indem er über eine auf 1500C vorgewärmte heiße Walze geführt wurde. Ein Vergleichsmaterial ohne Wachsüberzug entwickelte ein ähnliches dunkelbraunes Bild. Wenn Wasser auf die Oberfläche des wachsbeschichteten entwickelten Bildes der für die Aufnahme verwendeten . Lichtquelle etwa -1 Minute ausgesetzt wurden, bildeten sich gelbe Hintergrundflecken in den ■ bildfreien Flächen des Vergleichsmaterials,'aber nicht auf. dem .' wachsbeschichteten Material. Da Wasser den Alterungsprozeß beschleunigt, wurde auf diese Weise veranschaulicht, daß der Wachsüberzug zu ver-.. ' besserter Bildstabilität beitrug. Eine ähnliche Verbesserung der Stabilität wurde erzielt, wenn der Wachsüberzug vor der Aufnahme aufgebracht wurde.
B e i sρ ie I 11
Eine lichtempfindliche Schichtmasse wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
1,4-Naphthochinon 0,08 g
Aceton 5,0 ml
CF3CHFCF2SO3Ag 0,3 g
Ag2B12Cl12 (s. Beispiel 9) 0,5 g
(CFgCHFCFaSO^Ba* 0,2 g
Polyvinylformal (gleiches Produkt wie im
Beispiel 8) 0,7 g
* Siehe Fußnote im Beispiel 1 betreffend Herstellung.
Die Masse wurde auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise aufgetragen und getrocknet. Die erhaltene Schicht wurde gegen eine Verstärkungsbleifolie gelegt und 1 Minute mit einem Philips-Röntgenspektrograph, der bei 50 kV/35 mA arbeitete, durch eine Bleischablone bestrahlt. Ein blasses sichtbares Bild wurde nach der Bestrahlung beobachtet und zu einem dunklen, braunschwarzen Bild verstärkt, indem es etwa 45 Sekunden durch Kontakt mit einer flachen Eisenfläche
35. bei einer Temperatur von 145°C thermisch entwickelt wurde. . ·..·■■■> .. · ·
Beispiel 12
Eine lichtempfindliche Schichtmasse wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt und auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise aufgetragen und getrocknet: '■"■.■
Methylenblau (C. I. Basischblau 9) ...... 0,005 g
N-Phenylglycin : 0,050 g
CF3CHFCF2SO3Ag ... 0,15 g ·
Polyvinylformal wie im Beispiel! (Lösung von 15 Gewichtsprozent in einem Gemisch aus 40 Gewichtsteilen Äthanol und 60 Gewichtsteilen Toluol) ....... 7,5g
■ ■. ■■- .
Dieser getrocknete Film, der ein Initiatorsystem aus
einem fotoreduzierbaren Farbstoff plus Reduktionsmittel enthielt, wurde bildmäßig durch ein fotografisches Negativ 15 Sekunden aus einem Abstand von 31,5 cm mit der im Beispiel 7 beschriebenen Fotoflutlichtlampe belichtet. Er wurde dann thermisch entwickelt, indem er 1 Minute mit einer flachen Aluminiumfläche bei einer Temperatur von 12O0C in Berührung gehalten wurde. Ein dunkelbraunes Bild wurde erzeugt, das anschließend durch Waschen in ; Aceton zur Entfernung des Farbstoffs stabilisiert (»fixiert«) wurde. Die Stabilisierung bewirkte auch eine Verringerung der Hintergrundflecken ohne wesentliche Beeinträchtigung des Bildes.
Ähnliche Ergebnisse können erhalten werden, wenn äquivalente Mengen Safraninblau B/N-Phenylglycin, Proflavin/N-Phenylglycin und Acrifiavin/N-Phenylglycin an Stelle von Methylenblau verwendet werden.
Gute Bilder können unter Verwendung der im Beispiel 29 genannten Lampe und unter den dort angegebenen Heizbedingungen erzeugt werden.
Beispiel 13
Eine lichtempfindliche Masse wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt und mit einer auf 0,15 mm eingestellten Rakel auf einen 0,05-mm-Polyäthylenterephthalatfilm geschichtet:. ■
10°/0ige wäßrige Lösung von Polyvinylalkohol (niedrige Viskosität, zu etwa
' 88 °/0 hydrolysiert) 10,0 g
Kaliumphenanthrenchinon-3-sulfonat 0,05 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,10 g
Diäthylphosphonacetaldehyddiäthylacetal 0,30 g
Die Schicht, die im Dunkeln 3 Stunden getrocknet wurde, wurde 10 Sekunden mit der im Beispiel 9 beschriebenen Lampe durch ein fotografisches Negativ bildmäßig belichtet. Durch thermische Entwicklung bei 140° C für eine Dauer von 5 Sekunden wurde ein hellbraunes Bild in den belichteten Flächen erhalten.
B e i spiel 14
Eine lichtempfindliche Schichtmasse wurde aus der folgenden Lösung hergestellt und auf die im Beispiel 13 beschriebene Weise aufgetragen:
Phenanthrenchinon 0,05 g
Diäthylphosphonacetaldehyddiäthylacetal 0,50 g
Polymethylmethacrylat* 1,0 g
CF3CHFCF2SO3Ag : 0,10g
Aceton 7,0 ml
* Hochmolekulares Harz mit Grenzviskosität 1,20 ,ermittelt für eine Lösung von 0,25 g Polymerisat in 50 ml Chloroform bei 200C.
Das Material wurde 30 Sekunden durch ein fotografisches Negativ mit der im Beispiel 9 beschriebenen Lampe aus einem Abstand von 2,54 cm belichtet und etwa 15 Sekunden auf einer Walze, die auf 1400C erhitzt war, thermisch entwickelt. Hierbei wurde eine graubraune Aufzeichnung in den belichteten Flächen erhalten.
B e i s ρ i e 1 15
Eine lichtempfindliche Masse wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt und auf die im Beispiel 13 beschriebene Weise aufgetragen:
Phenanthrenchinon ...... 0,05 g
Benzoinmethyläther 1,10 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,10 g
Polyvinylformal gemäß Beispiel 8 1,0 g
Aceton .·. 12,0 g
Die Schicht wurde bildmäßig 5 Sekunden aus einem Abstand von 2,54 cm mit der :m Beispiel 9 beschriebenen Lampe belichtet und 10 Sekunden durch Kontakt auf 1400C erhitzt. Die Schicht wurde dann gegen ein Papierblatt gelegt und zwischen zwei sich berührende Walzen durchgeführt, von denen eine auf 1400C erhitzt war. Die austretenden Blätter wurden schnell voneinander getrennt. Eine braunschwarze Aufzeichnung der belichteten Flächen blieb auf dem Polyäthylenterephthalatfilm zurück, und die gelbgetönten, unbelichten Flächen wurden auf das Papierblatt übertragen. Die übertragenen Flächen wurden entweder durch Erhitzen des Papiers oder durch Belichten und Erhitzen auf eine braunschwarze Farbe verdunkelt.
Beispiel 16
Eine lichtempfindliche Masse wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt und auf die im Beispiel 15 beschriebene Weise aufgetragen:
Phenanthrenchinon 0,05 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,10g
Celluloseacetat (Acetylgehalt 39,4 °/0)
(ASTM-Viskosität 45) ' 1,0 g
Diäthylphosphonacetaldehyddiäthylacetal 0,30 g
Aceton 8,0 ml
Das Material wurde 30 Sekunden aus einem Abstand von 2,54 cm mit der im Beispiel 9 beschriebenen Lampe bildmäßig belichtet und anschließend 10 Sekunden bei 1400C thermisch entwickelt. Hierbei wurde ein braunes Bild in der belichteten Fläche erhalten. Die thermische Übertragung der unbelichteten Flächen wurde vorgenommen, indem die bildmäßig belichtete Fläche gegen ein Blatt Papier gelegt, ein auf 145° C erhitztes flaches Eisen über den Schichtträger aus PoIyäthylenterephthalat geführt wurde und die beiden Blätter unmittelbar darauf getrennt wurden. Die übertragene Fläche wurde nachgedunkelt, indem sie etwa 1 Minute auf 155°C erhitzt wurde.
Beispiel 17
Eine lichtempfindliche Lösung wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt: Im Beispiel 1 beschriebene Polyvinylformal-
lösung 15 g
Phenanthrenchinon ! 0,13 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,3 g
(CF3CHFCF2SO3)2Cu 0,1 g
Dioxan . .. 4,0 ml
Das Gemisch wurde auf die im Beispiel 7 beschriebene Weise aufgetragen und getrocknet. Die Schicht wurde in einer 35-mm-Kamera mit Linse /—2 15 Sekunden auf die im Beispiel I beschriebene Weise mit zwei Fotolampen belichtet, die ein weißes, schwarz bedrucktes Papierblatt von 21,6 · 27,9 cm gleichmäßig beleuchteten. Nach der Belichtung wurde das Material auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise thermisch entwickelt. Ein schwarzes Bild, das den weißen Flächen des bedruckten Papiers entsprach, wurde erhalten.
- ■ '_ ■ . .■;■.■·,'....■".
Beispiel 18
Mit einer auf 0,15 mm eingestellten Rakel wurde ein Gemisch der folgenden Zusammensetzung auf 0,05-mm-Polyäthylenterephthalatfüme geschichtet:
Phenanthrenchinon . ... 0,1 g -
CF3CHFCF2SO3Ag 0,3 g
Copolymeres von Melhylvinyläther und Maleinsäureanhydrid, spezifische Viskosität 2,6 bis 3,5 (hochmolekularer Typ) .. 1,7 g Aceton :. 13,3 g
Die getrocknete Schicht wurde 30 Sekunden aus einem Abstand von 31,5 cm mit einer Wolframfaden- <>5 lampe belichtet. Ein graubraunes Negativbild, dessen Hintergrund etwas fleckig war, wurde erhalten, wenn das Material 10 Sekunden mit einer Platte auf 160°C erhitzt wurde.
Beispiel 19
Mit einer auf 0,15 mm eingestellten Rakel wurde eine lichtempfindliche Schicht der folgenden Zusammensetzung auf 0,05-mm-PoIyäthylenterephthälatfilm aufgebracht: · :■ ' :
Phenanthrenchinon ..... .......... 0,08 g
Polyäthylenglykol, mittleresMolgewicht400 0,20 g Pinacolhydrat ........................ ■, 0,2 g
CF3CHFCF2SO3Ag .:....; 0,1 g
Polymethylmethacrylat von Beispiel 14 ... 0,96 g Aceton .' 10 ml
Nach dem Trocknen wurde die Schicht 10 Sekunden mit der im Beispiel 9 genannten Lampe belichtet und einige Sekunden auf 1500C erhitzt. In den belichteten. Flächen wurden gelbe Bilder erzeugt. _
Ähnliche farbige Bilder wurden erhalten, wenn Dibutylphthalat als Weichmacher der vorstehend genannten Schichtmasse zugesetzt wurde.
Beispiel 20
Mit einer Rakel wurde ein Gemisch der folgenden Zusammensetzung auf 0,05-mm-Polyäthylenterephthalatiilm aufgetragen:
Phenanthrenchinon 0,1 g
CF3CHFCF2SO3Ag .,.. 0,2 g
Copolymeres von 90 Molprozent Vinylchlorid und 10 Molprozent Vinylacetat, G renzviskositätO.80 (ASTM), spezifisches
Gewicht 1,36 1,7 g
Aceton ...:... 13,3 g
Die getrocknete Schicht wurde 30 Sekunden aus einem Abstand von 31,5 cm mit der im Beispiel 18 genannten Lampe belichtet. Ein rotbraunes Negativbild wurde erhalten, wenn mit einer Platte 10 Sekunden auf 160° C erhitzt wurde. ; ■
Bei s ρ iel 21
Eine lichtempfindliche Schicht wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Phenanthrenchinon ...... 0,08 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,2g
wasserlösliche Stärke .". 0,8 g
Pinacolhydrat 0,2 g
Aceton '.:.''... .1OmI
Der trockene Film wurde 20 Sekunden auf die im Beispiel 9 beschriebene Weise belichtet und bildete braunschwarze'Bilder in den belichteten Bereichen, wenn er auf 160°C erhitzt wurde. -
Wenn die Stärke in der vorstehend genannten Schichtmasse durch 0.8 g Saccharose ersetzt wurde, entstanden durch Belichtung für eine Dauer von 10 Sekunden und thermische Entwicklung bei 13O0C braunschwarze Bilder in den belichteten Bereichen.
Wenn die Stärke durch 0,8 g n-Ribose ersetzt wurde, entstanden durch Belichtung für eine Dauer von 14 Sekunden und thermische Entwicklung bei 160"C braunschwarze Bilder in den belichteten Bereichen. Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten, wenn die Stärke durch 0,8 g Sorbit ersetzt wurde.
Beispiel 22 . ; ' '
Eine lichtempfindliche Schicht wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt: -
Phenanthrenchinon i.................. 0,08 g
CF3CHFCF2SO3Ag .......,-.......:,:.: 0,2 g Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht
ίο Saccharoseoctäacetat ... 0,5 g
Pinacolhydrat . 0,2 g
~ Polymethylmethacrylat von Beispiel 14 .. 0,96g
Aceton 10 ml
Durch Belichtung für 10 Sekunden mit der in Beispiel 9 genannten Lampe und durch Erhitzen auf 15O0C wurden in den belichteten Bereichen braunschwarze Bilder erhalten. .,.·■■
B e i s ρ i e 1 23
Filme wurden hergestellt, indem Lösungen der folgenden Zusammensetzung mit einer auf 0,15 mm eingestellten Rakel auf 0,05-mm-Polyäthylenterephthalatfilm geschichtet wurden:
Keton-Fotoinitiator, der als Keton Benzophenon, p-Hydroxybenzophenon, p-Aminobenzophenon, Acetophenon bzw. p-
Hydroxyacetophenon enthält 0,10 g
Silberfiuorsulfonat CF3CHFCF3SO2Ag .. 0,20 g Lösung von 15 Gewichtsprozent Polyvinylformal gemäß Beispiel 8 in Aceton .... 7,5 g
Die 'getrockneten Filme wurden durch ein fotografisches Negativ mit aktinischer Bestrahlung unter Verwendung eines Kohlelichtbogens bei voller Intensität oder mit acht Blitzen (Dauer je 1I500 Sekunde) einer Xenon-Fotoblitzlampe bei 2,54 cm oder durch eine Kopierlampe belichtet. In den belichteten Flächen wurde ein schwarzes Bild erhalten, wenn. 5 Sekunden bei 16O0C thermisch entwickelt wurde. Durch Zusatz von 0,5 g Pinacolhydrat wurde die Bildformung erleichtert.~ , Γ
B e i s ρ i e 1 24
Eine lichtempfindliche Schicht der folgenden Zusammensetzung wurde auf eine dünne Glasplatte aufgebracht:
1,4-Naphthochinon .......'..'.......... 0,08 g
Halbester von Bernsteinsäureanhydrid und Polyäthylenglykolmonomethyläther, MoIe-
kulargewicht 750 .............·.....'.. 0,3 g
CH3CHFCF2SO3Ag .......... .>:....... 0,1 g
Polymethylmethacrylat vom Beispiel 14 .. 1,0 g
Das Material wurde V500 Sekunde mit einem Elektronenblitz einer Leistung von 200 Wattsekunden belichtet. Nach der Belichtung wurde die Platte kurzzeitig in eine Äthanol-Wasser-Lösung (gleiche Raumteile) getaucht und auf etwa 275 bis 3000C erhitzt.
Während dieser Zeit wurde das Polymethylmethacrylat in den unbelichteten Flächen durch Depolymerisation und Verflüchtigung entfernt, wobei ein graues Bild in den belichteten Bereichen zurückblieb.
Beispiel 25
Eine lichtempfindliche Lösung, hergestellt aus
Phenanthrenchinon 0,08 g
CF3CHFCF2SO3Ag 0,15 g
Diäthylphosphonacetaldehyddiäthylacetal 9 ml
wurde auf ein dünnes Blatt aus Asbestpapier gegossen und einziehen gelassen. Durch bildmäßige Belichtung für 20 Sekunden unter Verwendung der im Beispiel 9 beschriebenen Lampe wurde ein gelbbraunes Bild erhalten, das nachdunkelte, wenn es kurz auf 16O0C erhitzt wurde.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Lichtempfindliches Gemisch aus einem sensibilisierbaren Metallsalz, einem Sensibilisator für das Metallsalz, einem Wasserstoffdonator und gegebenenfalls einem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es
(a) als Metallsalz
ein Silber-, Quecksilber- oder Kupfersalz einer Sulfonsäure, insbesondere einer Fluoralkansulfonsäure,
einer gegebenenfalls substituierten Decahydrodecaborsäure oder einer gegebenenfalls substituierten Dodecahydrodecaborsäure,
(b) als Sensibilisator
eine Carbonylverbindung,
eine fotolytisch Halogenwasserstoff abspaltende Verbindung oder
einen fotoreduzierbaren Farbstoff,
(c) als Wasserstoffdonator
einen gegebenenfalls polymeren Alkohol,
ein gegebenenfalls polymeres Acetal und/oder eine Polyoxymethylenverbindung
enthält.
2. Lichtempfindliches Gemisch nach Anspruch 1. gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Wasser, einem Hydrat oder an einer dehydratisierbaren Hydroxyverbindung.
3. Lichtempfindliches Gemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polymere Acetal intralineare Einheiten der Struktur
enthält, in der R Wasserstoff oder CH3CH2CH2 — ist.
4. Lichtempfindliches Gemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es 10 bis 30 Teile der Komponente (b) pro 100 Teile der Komponente (a) enthält.
5. Lichtempfindliches Gemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es 2 bis 200 Teile der Komponente (a) pro 100 Teile der Komponente (d) enthält.

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