DE1570934A1 - Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Vinylhalogenid-Pfropfpolymeren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Vinylhalogenid-PfropfpolymerenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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Description
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Bayerisches Oberstes Landesgericht · Qberlandesgerichf- München · Landgerichte AAünchenji ßid/lQ 3 3 Zjt
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V.; 21.12.64· Telefon [0811]297194/297834
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Unser Zeichen, 4· 391 La/He
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Taa 14·. Oktober 1968 '
Monsanto Company, St. Louis, Missouri, USA '
Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Yinylhalogenid-■
" ■- ■ Kropf polymeren
Die Erfindung "betrifft Yinylhalogenidpolymere, insbesondere
Gemische von Polyvinylhalogeniden und Polyolefinen.
Weichmacherfreie Yinyichloridpolymere haben sich "bei
der Herstellung von starren Gegenständen mit guter chemischer
und Wärmefestigkeit als brauchbar erwiesen.. Biese starren Gegenstände
haben jedoch Fachteile hinsichtlich bestimmter physikalischer Eigenschaften, beispiels-weise der Biegsamkeit bei niedrigen Temperaturen und der Schlagfestigkeit. Durch den Zusatz von
Weichmachern konnte dieses Problem nur teilweise gelöst werden.
Beispielsweise ist es bekannt, Polyvinylchlorid und Polyäthylen,
welches ein ziemlich zähes, biegsames Polymer darstellt, mechanisch miteinander zu mischen, doch sind diese beiden Substanzen
im Gemisch unverträglich und ist das erhaltene Gemisch nicht genügend homogen. ■
Die Erfindung beruht auf der Feststelliuig, daß verbesserte
PfropTpolymergemische von Polyvinylhalogeniden und Polymeren
von Monoolefinen ohne Verwendung von Lösungsmitteln hergestellt
werden können.
909836/1379 bad original
2 -
Die Erfindung bezweckt daher vor allem die Schaffung von Vinylhalogenid-Polyolef in-Pfropfpolymer-Zusammens'etzu&gen mit
verbesserten physikalischen Eigenschaften. -_,.,
Ferner bezweckt die Erfindung die Schaffung von Vinyl .-halogenid-Polyolef
in-Pf ropf polymer-Zusammensetzungen, die verbesserte physikalische Eigenschaften haben und ohne Verwendung
von Lösungsmitteln hergestellt worden sind.
Ein weiterer Zweck besteht in der Schaffung von-Verfahren
und Mitteln zur Erzielung der vorhergehenden Gegenstände.
Weitere Zwecke gehen aus der nachstehenden Beschreibung
hervor.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung
von Polyolefin-Vinylhalogenid-Pfropfpolymeren vorgesehlagen,
bei dem das Polyolefin in der Wärme in dem aufzupfropfenden
Monomeren gelöst wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Polyolefin der allgemeinen JPormel C E„ , in der η eine
ganze Zahl von 2 - zf bedeutet, oder ein Äthylen-Propylen-,
Äthylen-Acryls/t-, iithylen-Vinylacetat oder Äthylen-Yinylchlorid-Mischpolyiiterisat
bei einer 'lemperatur über 80° 0 und
2 bei einem autogenen Druck von mehr als 14 kg/cm in einem
Vinylhalogenid-Monomeren auflöst und das Vinylhalogenid-Monomere
nach zur Polymerisation von Vinylhalogenid üblichen Verfahren polymerisiert.
Pfropfpolymere von Polyäthylen und Polyvinylchlorid sind
bereits in der Weise hegestellt worden, daß das Polyäthylen vor der Reaktion in verschiedenen Lösungsmitteln gelöst wurde,
wie es beispielsweise in der USA-Pafeentschrift Nr. 2 9^? 719
beschrieben ist. Das Pfropfgemisch ist zwar dem mechanisch
hergestellten Gemisch überlegen, doch ist die Verwendung von Lösungsmitteln allgemein unzweckmäßig, weil sie die Pfropfausbeute
herabsetzen und die physikalischen Eigenschaften des
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.::■- - 3 - 157093A
Produkts beeinträchtigen»,
Die USA-Patentschrift 3 047 534 befaßt sich gleichfalls
mit einem Verfahren zur Herstellung von Pfropf-Gopolymeren, bei ■ welchem-das Grundpolymere in einem polymerisierbar en,
äthylenungesättigten Monomeren aufgelöst wird. Dieses Ver-■
fahren zielt jedoch auf die Verwendung einer bestimmten
Kombination von Suspendierungsmitfceln ab, mit deren Hilfe die
Pfropf-Polymerisation in einem zweistufigen Suspensions-Verfahren
vorgenommen wird. Als Grundpolymeres gelangen eine Reihe von Dien-Kautsehuk-Polymerisaten zur Verwendung. Die
von der Erfindung vorgeschlagene Kombination von Vinylhalogenid
als Pfropf-Monomere η und Polyolefinen der Formel
C H2 (η gleich 2-4) oder Äthylen-Propylen-, Äthylen-Acrylat-,
Äthylen-Vinylacetat- oder Äthylen-Vinylchlorid-Mischpolymerisat
als GrundpolymereA kann dieser Patentschrift
nicht entnommen *»erden.
Auch aus der deutsehen Patentschrift 1 Ο65 618 ist ein
Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Vinylchlorid-Pf
ropf polymeren "bekennt. S1Ur dieses Verfahren ist es gemäß
dem Hauptanspruch aber wesentlich, das als Grundpolymer es ein Polymerisat aus-C -Mor- olefinen verwendet wird, das
Hydroperoxydgruppen enthäi* . Zwar xiird nach der Beschreibung die Verwendung von nicht·peroxydierten Grundpolymeren
für das Aufpfropfen des Vinylchlorid-Polymerisats nicht ausgeschlossen; es wird jedoch darauf hingewiesen,
daß bei Verwendung von nur wenig peroxydierten Polyolefinen
mit niedrigem Holekulargexiicht ein wesentlicher Teil des
eingeführten Polyolefins unverändert bleiben kann und dann
nicht an des Polyvinylchlorid gebunden wird. Damit wird dem Fachmann angeraten, vor der Pfropf-Polymerisation das Grund-,
polymere zu peroxydieren, wenn er technisch vertretbare Ergebnisse erzielen -will.. Gerade von dieser Lehre weicht die
OBiQlNAL 909836/1379
157Q934
Erfindung ab: sie schlägt vor, übliches, unverändertes,
nicht peroxydiertes Polyolefin in dem Vinylchlorid-Monomeren
aufzulösen und - in zusätzlicher Abweichung von. der
Lehre der genannten deutschen Patentschrift - die Auflösung nicht unter Raumbedingungen, sondern bei einer Temperatur
über 80° C und einem Druck von mehr als 14 kg/cm vorzunehmen. Die erfindungsgemäße Arbeitsweise spart nicht nur
eine aufwendige und unübliche Peroxydation ein; sie erleichtert drrüber hinaus die Pfropf-Polymerisation, für
welche die bekannten Polymerisations-Techniken angewandt werden können. Außerdem übertreffen die erfindungsgernäßen
Pfropfpolymeren auch in ihren Eigenschaften die. Produkte, die
nach dem Verfahren dieser Patentschrift hergestellt werden.
Erfindungsgemäß wird ein Pfropfpolymer hergestellt, indem
vor der Reaktion das Grundpolymere aus einem Polyolefin der allgemeinen Formel C H„ (n gleich 2-4) oder einem Mischpolymerisat
von Äthylen mit Propylen, Acrylat, Vinylacetat oder Vinylchlorid bei einer Temperatur über 80° C und einem auto-
2
genen Druck von mehr als 14 kg/cm <in dem Vinylhalogenid-Monomeren aufgelöst wird. Man erzielt auf diese Weise eine Pfropf-Reaktion, die sonst nicht stattfinden würde und die die Verwendung von billigen, leicht erhältlichen Polymerisaten ermöglicht. Um einen Abbau der Reaktionspartner zu vermeiden, soll die Temperatur jedoch nicht höher als 120° 0 sein.
genen Druck von mehr als 14 kg/cm <in dem Vinylhalogenid-Monomeren aufgelöst wird. Man erzielt auf diese Weise eine Pfropf-Reaktion, die sonst nicht stattfinden würde und die die Verwendung von billigen, leicht erhältlichen Polymerisaten ermöglicht. Um einen Abbau der Reaktionspartner zu vermeiden, soll die Temperatur jedoch nicht höher als 120° 0 sein.
Die Erfindung schlägt weiter vor, die heiße Lösung des Grundpolymeren im Vinylhalogenid-Monomeren in Wasser einzutragen;
der Zusatz zu Wasser soll möglichst bald nach Bildung der Lösung erfolgen. Wenn die Temperatur der Losung etwas
sinkt, kann ein Teil des Polymers einen sehr feinen Niederschlag bilden. Durch diese Niederschlagsbildung werden die Ergebnisse
nicht wesentlich beeinträchtigt, sofern keine beträchtliche Zusammenballung erfolgt. Wenn die Polycer-Mono-
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mer-Losung in das Wasser gespritzt wird, bildet sich eine
feine Dispersion des. Grundpolymeren und Monomeren, was zu optimalen irmwandlungsgeschwindigkeiten und Ausbeuten führt.
Im Rahmen der Erfindung können die üblichen Emulsions- .
oder Suspensionsverfahren angewendet werden. Der Katalysator
und das Suspensionsmittel können dem Wasser vor oder nach der Einführung der Polymer-Monomer-Lösung zugesetzt werden. Allgemein sind jedoch der Katalysator und das Suspensionsmittel
vorzugsweise in dem Wasser vorhanden, bevor die heiße Lösung
eingeführt wird. Fach der Einführung der Lösung in das Wasser
erfolgt die Polymerisation nach normalen Polymerisationsverfahren:,
beispielsweise nach Beispiel I .
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird das
erhaltene Suspensionsgemisch bei Temperaturen zwischen 35 und
75° 0 bewegt, bis die Polymerisation im wesentlichen vollständig durchgeführt ist. Das übrige Monomer wird dann abziehen gelassen und das Harz durch Schleudern und Trocknen
gewonnen. Die geschätzte Ausbeute beträgt allgemein über 90%.
In densrfindungsgemäß hergestellten Pfropfgemischen sind
1 - 75 Gewichtsprozent des Grundpolymers mit 25 - 99 Gewichtsprozent
eines Vinylhalogenid-Monomers pfropfpolymerisiert.
Vorzugsweise sind 5 - 55 Gewichtsprozent des Grundpolymers
mit 95 - ^5 Gewichtsprozent eines Vinylhalogenid-Monomers
pfropfpolynierisiert. Dabei umfaßt der Begriff "Polymer" sowohl Homo- als auch Go- und Interpolymere. Als Grundpolymer
dienen entweder ein Polyolefin der allgemeinen Formel CnHon/
in der η eine ganze Zahl von 2-4- bedeutet, die also Äthylen,
Propylen, Butylen und dessen Isomere umfaßt, oder ein Misch- polymerisat
aus Äthylen mit Acrylat, Vinylacetat, Vinylchlorid oder Propylen, ' ' , ■ .
Wach einem anderen Vorschlag der Erfindung können zusammen
mit dem Vinylhalogenid-Monomeren auch andere Monomere
verwendet werden.» In einem solchen J?all' soll jedoch das
909836/1379 · ^' " 'bad ORfGINAL*
• 4ft
Vinylhaogenid-Monomer mindestens 70 % der Gesamtmenge des
Monomeren ausmachen. Diese anderen Monomere sind äthylenungesättigte Monomere, die mit den Vinylhalogenid-Monameren polymerisierbar sind. Beispielsweise können Vinylidenehlorid,
Vinylester von organischen Säuren, Acrylnitril, Methacrylate,
Maleate, Fumarate und andere ungesättigte organische Verbindungen als Monomere mitverwendet werden.
In der Tabelle I sind verschieden zusammengesetzte Pfropfgemische angegeben, die durch Veränderung des Verhältnisses
zwischen dem Grundpolymeren "bzw. Polyäthylen und dem Vinylchlorid-Monomeren erhalten werden können. Diese Ergebnisse
wurden wie nachstehend beschrieben durch die Extraktion des Pfropfgemisches nach dem Soxhlet-Verfahren mit einem
Azeotrop von !Tetrahydrofuran und 4,3 % Wasser und die anschließende Extraktion mit Oktan erhalten, das ein gutes
Lösungsmittel für das Polyäthylen, aber nicht für den gepfropften leil ist.
| Tabelle | Ausgangsmaterialien | I | gepfropfter !Peil |
,5 ,9 Λ |
| Verhältnis von Polyäthylen zu Vinylchrorid |
18 42 31 |
|||
| 25 : 75 50 : 50 75 : 25 |
Zusammensetzung des Pfropf gemisches |
|||
| % Polyvinyl- ?aPoly- % Chlorid äthylen |
||||
| 65,9 17,6 24,6 32,5 10,0 58,6 |
||||
Zur Erzielung eines optimalen physikalischen Gemisches bzw. eines Gemisches mit besser verträglichen Bestandteilen soll
der gepfropfte 'l'eil des Pfropfgemisches vorzugsweise ebenso
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^-: \v 157093A
— ι —
groß oder ,größer sein als der Anteil des Polymeren .Infolgedessen ist gepfropftes Material, das mit einem Polymer-Vinylchlorid-lfe-haltnis
von 75 : 25 hergestelfc wurde, hinsichtlich
der.Verträglichkeit seiner Bestandteile oder seiner Schlagfestigkeit
zum physikalischen oder mechanischen Mischen mit anderen Interpolieren, die normalerweise mit dem Polymeren
unverträglich sind, weniger gut geeignet als ein Material mit
einem Verhältnis von 50:50, Die Tabelle I zeigt, daß der Anteil des Polyäthylens zu dem gepfropften Material in dem
Pfropf gemisch beträchtlich zunimmt, wenn der Polyäthylenanteil
in den Ausgangsmaterialien beträchtlich über 50 % liegt. Wie vorstehend angedeutet wurde, kann der Polymeranteil in den
Ausgangsmaterialien zwischen Ί und 75 % betragen. Vorzugsweise
betragt er jedoch 5-55 %.
Das erfindungsgemäß erhaltene Pfropfpolymermaterial kann
auch,wie die Erfindung ferner vorschlägt, mit anderen aus
äthylenungesättigten Monomeren hergestellten Polymermaterialien physikalisch vermischt werden. Dabei können die in den Beispielen
XI-XlV angegebenen Materialien sowie Styrol-Acrylnitril,
Methyl-Styrol-Acrylnitril-, Methylstyrol-Styrol-
< Acrylnitril-, Butadien-Acrylnitril-Interpolymere verwendet werden, die gewöhnlich mit den Polymeren der beschriebenen Art J
unverträglich sind. Der optimale Anteil des gepfropften Materials„ in dem Gemisch hängt in hohem Maße von dem Anteil
des Grrundpolymeren in dem Pfropf gemisch ab. Das heißt, daß '
bei s irrendem Grundpolymer gehalt die Homogenität des Gemisches
und daher auch die Schlagfestigkeit herabgesetzt wird.
Durch das physikalische Mischen des Pfropfgemisches mit
Materialien wie beispielsweise dem Polyvinylchlorid-Homopolymer
kenn man gute, starre Gemische erzielen, in denen der PoIyolefinanteil
in dem schließlich erhaltenen, physikalischen Gemisch ,zwischen 1 und Λ5 ja oder vorzugsweise zwischen 5 und
BAD OFHQJNAL. 909836/1379
15 % beträgt. Zur Erzielung eines guten halbstarren Gemisches
soll der Polyolefinanteil in dem schließlich: erhaltenen physikalischen
Gemisch in dem Bereich von I5-25 % liegen.
Die Polymerisation kann durch Wärme, Bestrahlung und Polymerisationskatalysatoren
beschleunigt werden. Als brauchbare Katalysatoren haben sich monomerlösliche organische Peroxyde
erwiesen, beispielsweise Benzoylperoxyd, Lauroylperoxyd, 2,4—
Dichlorbenzoylperoxyd, Acetylperoxyd, Acetylbenzoylperoxyd,
andere unsymmetrische Peroxyde, tert.Buty!hydroperoxid, Alkylpercarbonate,
Perborate, Azoverbindungen, sowie Gemische derselben. Die Menge des Katalysators ist im allgemeinen von der
Wirksamkeit des Katalysators bei der Polymerisationstemperatur und von der Menge des Monomers und des Verdünnungsmittels abhängig.
Die Polymerisation kann ferner vorteilhaft in Anwesenheit von Kettenreglersubstanzen durchgeführt werden. Zu diesen
gehören beispielsweise chlorierte Kohlenwasserstoffe, Alkohole,
Aldehyde usw. Ihre Anwesenheit setzt jedoch die Pfropfwirkung herab. Als Suspensionsmittel können im Rahmen der Erfindung
hydrophile, makromolekulare, natürliche oder synthetische Kolloide und nichtionische oder ionische synthetische Substanzen,
sowie Gemische derselben verwendet werden. Eine Emulsionspolymerisation kann unter Verwendung von wasserlöslichen
Katalysatoren, beispielsweise von Wasserstoffperoxyd
oder Ammoniumpersulfat und von Dispersionsmitteln, wie Natriumlaurylsulfat
durchgeführt werden.
Gegebenenfalls können die Polyblend-Gemische auch Zusatzstoffe,
wie Stabilisatoren, Füllstoffe, färbende Stoffe, Verarbeitungshilfsmittel,
Schmiermittel, Weichmacher usw. enthalter Zu den Verarbeitungshilfsmitteln und Weichmachern, die in den
Polyblendgemischen enthalten sein können, gehören z.B. Methylmethacrylatpolymere,
Styrol-Acrylnitril-Oopolymere, Styrol-Methylmethacrylat-Oopolymere,
Epoxyd-Komponenten, gechlorte
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fc t > -Κ *
Paraffine usw.
Die nachstehenden Ausführungsbeispiele dienen zur Erläuterung
der Erfindung, die jedoch nicht auf diese Beispiele
'eingeschränkt ist. Sofern nichts anderes gesagt ist, werden
Mengen auf Gewichtsgrundlage angegeben.
3 Teile Polyäthylen und 27 Teile Vinylchlorid-lüonomer werden
in einen Autoklaven eingebracht, der mit einem Dampfmantel,
einem Rührer und einem am Boden angeordneten Austritt versehen
ist..Der Autoklav wird geschlossen und der Inhalt auf eine
Temperatur von 80° C und einen autogenen Druck von etwa
2 ·■
15,8 kg/cm gebracht. Diese Bedingungen werden während eines
Zeitraums von einer halben Stunde bzw. bis zur Auflösung des
Polyäthylens -in dem. Monomer aufrechterhalten. Dann wird der
am Boden angeordnete Austritt geöffnet, so daß die Lösung von Polyäthylen.in dem Monomer in.ein Reaktionsgefäß gespritzt
wird, das 48 Teile Wasser, 0,1O Teile Methycel(Oxypropylmethylcellulose
mit einer Gelierungstemperatur von mindestens 65°) und 0,075 Teile Lauroylperoxyd enthält und dessen Inhalt
gerührt-wird./Die so, erhaltene Dispersion wird etwa 15-16
Stunden lang bei etwa 5O0 C gerührt. Nach diesem Zeitraum wird
das nicht umgesetzte-Monomer abziehen gelassen. Es zeigt sich, daß mehr.als 93 % des Monomers in ein Polymer umgewandelt
wurden. Dieses Harz wird filtriert und getrocknet. - .
Beispiel II ■ - ".-
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise und
unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt, wobei
,jedoch das in Beispiel I verwendete Polyäthylen durch
3 Teile Polypropylen ersetzt wird. Mehr als 90 % des Monomers
werden, in ein Polymer umgewandelt. . : . -;
909 8 36/1379 .-
-ίο- 157093 Λ
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise
und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt, wobei jedoch das in Beispiel I verwendete Polyäthylen
durch 3 Teile eines Äthylen-Acrylat-Copolymers mit einem
Polymerverhältnis von 80 : 20 ersetzt wird. Mehr als 90 % des Monomers werden in ein Polymer umgewandelt.
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt,
wobei jedoch.das in Beispiel I verwendete Polyäthylen
durch 3 Teile eines Äthylen-Vinylacetat-Oopolymers mit einem
Polymerverhältnis von 60 : 40 ersetzt wird, Mehr als 9C%
des Monomers werden in ein Polymer umgewandelt.
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt
, wobei jedoch das in Beispiel I verwendete Polyäthylen durch 3 Teile eines Äthylen-Vinylacetat-Oopolymers mit einem
Polymerverhältnis von 40:60 ersetzt wird. Mehr als 90 %. des Monomers werden in ein Polymer umgewandelt.
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt,
wobei jedoch das in Beispiel I verwendete Polyäthylen
durch 3 Teile eines Äthylen-Propylen-Copolymers mit.einem.,
Gehalt von 60 % Äthylen ersetzt wird. Mehr als 90 % des
Monomers werden in ein Polymer, umgewandelt*
90 9836/137 9
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise
-und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt, wobei jedoch anstelle der im Beispiel I verwendeten
3 Teile" 9 Teile Polyäthylen verwendet werden. Mehr als 90 %
des Monomers_werden in ein Polymer umgewandelt.
Das Verfahren des Beispiels I wird mit derselben Arbeitsweise und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt,
wobei jedoch anstelle der im Beispiel I verwendeten 3 Teile
13,3 Teile Polyäthylen verwendet werden. Mehr als 90 % des
Monomers werden in ein Polymer umgewandelt.
Das Verfahren des Beispiels I wii'd mit derselben Arbeitsweise
und unter Verwendung derselben Bestandteile wiederholt, wobei jedoch anstelle der im Beispiel I verwendeten ν
3 Teile 27 Teile Polyäthylen verwendet werden. Mehr als 90 %
des Monomers werden in ein Polymer umgexirandelt.
Beispiel X . .
100 Teile des nach Beispiel I erhaltenen Harzes werden mit
2,5 Teilen Cädmiumlaurat und 0,5 Teil Dibutylzinnlaurylmercaptid
als Stabilisatoren bei 149° C auf einem Walzenmischer
gemischt. Dem gewalzten Blatt zu verschiedenen Zeiten entnommene Teile werden zu 3*2 mm starken Plättchen verformt,
die zu Prüflingen abgelängt werden. Die Prüflinge für die Zug-
und Wäimebeständigkeitsprüfungen sind 127 nun lang, 13 mm breit
und 3«2 mm stark. Die Prüflinge für die Schlagfestigkeitsprüfungen sind 64 mm lang, 13 mm breit und 3,2 mm stark. Zu
ORIGINAL
909 8 36/1.3 7 9
Vergleichszwecken wird ein physikalisches oder mechanisch
hergestelltes Gemisch von Polyvinylchlorid-Homopolymer und Polyäthylen in äquivalenten Anteilen ebenfalls im Walzenmischer
hergestellt. Bei der Prüfung nach ASTM werden die in der Tabelle II angegebenen Ergebnisse erhalten:
| Tabelle II | |
| Pfropf- | |
| gemisch | |
| Izod-Schlagfestigkeit | |
| (mkg/cm) | |
| Mischwalzzeit 5 min. | 0,28. |
| I5 min. | 0,83 |
| 25 min. | 0,28 |
Mechanisch hergestelltes Gemisch
0,21
0,15 0,18
Wärmebeständigkeit,
Grenztemperatur, C 67 68,5
Zugfestigkeit,kg/cm
JFließgrenze , 429 351
Bruchgrenze 421 345
Dehnung, %
Bei der Extraktion des Pfropfgemisches und des mechanisch
hergestellten Gemisch.es nach dem Soxhlet-Yerfahren mit einem
Azeotrop von Tetrahydrofuran und 4,3 % Wasser erwiesen sich 10,5 # des durch Mischwalzen hergestellten Gemisches als unlöslich. Das Pfropfgemisch war zu 16,0 % unlöslich. Vorversuche zeigen, daß in diesem Lösungsmittel das Pclyvinylchlorid-Homopolymer allein vollkommen löslich und das Polyäthylen
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allein zu etwa 95,4- % unlöslich, ist. Von dem durch Mischwalzen
hergestellten Gemisch, konnte - daher das Polyvinylchlorld-Homopolymer
im wesentlichen Vollständig- extrahiert werden,:
während" in dem Pf Topf gemisch ein "beträchtlicher Teil des Polyvinylchlorids
an dem Polyäthylen angelagert und daher unlöslich war. Durch die1 Extraktion dieser Gemische mit Oktan, das ein
gutes Lösungsmittel für Polyäthylen, aber kein Lösungsmittel für das Polyvinylchlorid-Homopolymer ist, wurde "bestätigt,"
daß das Pfropfen stattgefunden hatte. Bei dieser Extraktion
"wurden von dem durch Mischwalzen hergestellten Gemisch 8,6 %
und von dem Pfropfgemisch nur 3,0 % in dem Oktan gelöst. Das
zeigt, daß ein Φeil des Polyäthylens durch die Anlagerung von
Polyvinylchloridgliedern unlöslich geworden war.
Beispsl XI
Mit der Im Beispiel I angegebenen Arbeitsweise wird ein Pfropfgemisch
hergestellt, wobei jedoch anstelle von 3 Teilen 9: Teile
Polyäthylen, verwendet werden. 55 Teilen des Pfropfgemisches
werden 45 Teile Polyvinylchloridharz (spezifische Viskosität 0,380) und 1,5 Teile Dibutylzlnnmaleat als Stabilisator bei
I650 G physikalisch beigemischt. Hach der Verarbeitung im Walzenmischer
während eines Zeitraumes von I5. Minuten hatte die
so erhaltene Zusammensetzung gute physikalische Eigenschaften.
der Arbeitsweise des Beispiels I und unter Verwendung
derselben Bestandteile, wird ein Pfropfgemisch hergestellt.
30 Teilen dieses Pfropf gemisches werden 7.0 Teile Polyvinylchloridharz (spezifische Viskosität 0,500 ) und 1,7 Teile Barium
laurat bei I650 G physikalisch beigemischt. Nach der Verarbeitung
im Walzenmischer während eines Zeitraumes von I5
Minuten hatte die so erhaltene Zusammensetzung gute physikalische Eigenschaften. ■ . - - . -
90 98 36/137 9 6ADORiGiNAL
Mit der Arbeitsweise des Beispiels YII und unter Verwendung
derselben Bestandteile wird ein Pfropfgemisch hergestellt. 40 Teilen dieses Pfropfgemisches werden 6o Teile
Polyvinylidenchloridharz (spezifische Viskosität 0,40) und 2,0 Teile Zinnoleat bei 170° G physikalisch beigemischt.
Nach der Verarbeitung im Walzenmischer während eines Zeitraumes von Λ1) Hinuten hatte die so erhaltene Zusammensetzting
gute physikalische Eigenschaften. ■ .
Mit der Arbeitsweise"des Beispiels VII und unter Verwendung
derselben Bestandteile wird ein Pfropfgemisch hergestellt. 40 Teilen dieses Pfropfgemisches werden 60
Teile eines Harzeopolymers von 85 Teilen Vinylchlorid und
15 Teilen Vinylacetat (spezifische Viskosität 0,30) und
2,2 Teile Calcium/Zink-Stearat bei 160° 0 physikalisch
beigemischt. Nach der Verarbeitung im Walzenmischer während eines Zeitraums von I5 Minuten hatte die so erhaltene
Zusammensetzung gute physikalische Eigenschaften.
Die erfindungsgemäßen Produkte sind starre oder halbstarre Gemische, die sich zur Herstellung von starren oder
halbstarren Platten, Rohren und Formkörpern mit einer optimalen Kombination von hohen Schlag- und Zugfestigkeitswerten
verarbeiten lassen. Ferner zeichnen sich die erfindungsgemäßen Produkte durch gate Fließeigenschaften
bei relativ niedrigen Verarbeitungstemperaturen, hohe Wärmebeständigkeit und ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber
Chemikalien und Lösungsmitteln aus. Infolge der zuletzt genannten Eigenschaften sowie der hohen Beständigkeit
gegenüber Ultraviolettstrahlung eignen sich die erfindungsgemäßen
Produkte ausgezeichnet für viele Ver-
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_ 15 _ Τ57Ό934
Wendungen im Freien, beispielsweise als gewellte und flache
Dachplatten, Wandverkleidungen usw. Proben der Massen, die
nach. Walzzeiten von* 5, 10 und 25 Minuten einem Walzenmischer
entnommen wurden, zeigten bei ihrer Prüfung, daß auch bei relativ langerYerarbeitungszeit im Walzenmischer kein
thermischer Abbau bzw. eine "Verfärbung erfolgt. Diese Stoffe
können durch Kalandrieren, im Spritzguß, durch Strangpressen
und auf andere Weise zu starren Platten, Rohren, tragenden Bauelementen, Drahtummantelungen, Flaschen usw. verarbeitet
und gegebenenfalls z.B. mit Asbestfasern verstärkt werden.
Es versteht sich, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens
zahlreiche Abänderungen der vorstehend angegebenen Verfahren und Produkte möglich sind.
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Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Vinylhalogenid-Pfropfpolymeren,
wobei das Polyolefin in der Warme in dem aufzupfropfenden Monomeren gelöst wird, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Polyolefin der allgemeinen Formel C H2 , in der η eine ganze Zahl von 2-4 bedeutet, oder ein
Äthylen-Propylen-, Äthylen-Acrylat-, Äthylen-Vinylacetat-
oder Äthylen-Vinylchlorid-Mischpolymerisat bei einer Temperatur über 80° O und bei einem autogenen Druck von
mehr als 14 kg/cm^ in einem Vinylhalogenid-Monomeren auflöst
und das Vinylhalogenid-Monomere nach zur Polymerisation
von Vinylhalogenid üblichen Verfahren polymerisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung des Polymeren in dem Vinylhalogenid-Monomeren
Wasser zusetzt und danach polymerisiert.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 2 , dadurch gekennzeichnet, daß man das Vinylhalogenid-Monomere bei einer
Temperatur von 35 - 75° C unter ständiger Bewegung der Dispersion praktisch auspolymerisiert.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 3 » dadurch gekennzeichnet,
daß man 1-75, vorzugsweise 5-55 Gewichtsprozent des Polymeren in 25 - 99* vorzugsweise 45 - 95 Gewichtsprozent
des Vinylhalogenid-Monomeren auflöst.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 4 , dadurch gekennzeichnet, daß das aufzupfropfende Monomere zu mindestens
70 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomeren, aus
Vinylhalogenid und zum restlichen Teil aus anderen, unge-
909836/1379
sättigten, .mit Vinylhalogenid polymerisierbaren Monomeren
besteht. .
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 5 , dadurch gekennzeichnet,
daß man dem Pfropfgemisch Polymerisate zusetzt,
die auch aus anderen, äthylenungesättigten Monomeren hergestellt
und gegebenenfalls gewöhnlich mit dem Polymeren
nicht verträglich sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, daß
man- Vinylchlörid-Homopolymerisat zusetzt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 6 -'7 ,dadurch gekennzeichnet,
daß der Anteil des Polymeren 1-25 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gesamtgewicht, beträgt.
9 098 36/1 3 7 9 B/^ ORiGiNAL
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