DE1570932A1 - Verfahren zur Herstellung eines Vorpolymerisats von Hexamethylendiaminadipat aus einer waessrigen Vorlaeufersalz-Loesung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Vorpolymerisats von Hexamethylendiaminadipat aus einer waessrigen Vorlaeufersalz-LoesungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von Polyamid, welches ausgezeichnete film- und faserbildende Eigenschaften aufweist„ Insbesondere bezieht
sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung von
polymerem Hexamethylendiaminadipat aus einer wässerigen Vorläufersalz-Lösung,
Polymeres Hexamethylendiaminadipat kann nach einem diskontinuierlichen Verfahren oder nach einem Verfahren,
das kontinuierliche Arbeitsweise zulässt, hergestellt werden. Bei dem diskontinuierlichen Verfahren sind die Nach-
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teile naturbedingt. Ein diskontinuierliches Verfahren ist
intermittierend, so daß es nicht leicht zu großen Produktionen führt. Bei dem derzeitig angewendeten kontinuierlichen
Verfahren ist es sehr schwierig, ein Polymerisat mit Textilqualität zu erhalten. D.h. bei diskontinuierlichen
Verfahren wird ein Polymerisat relativ hoher Qualität auf Kosten eines hohen ProduktXonsausmaßes erhalten, während
im Falle der derzeitig angewendeten kontinuierlichen Polymerisationsverfahren im wesentlichen das Gegenteil zutrifft.
Bei diesen gewöhnlichen Arbeitsweisen wird ein Polymerisat in genügend hohem Ausmaß erzeugt, es wird jedoch kein Polymerisat
von verhältnismäßig hoher Textilqualität, wie es bei diskontinuierlichen Verfahren erzielbar ist, erzeugt.
Eines der Hauptprobleme bei den meisten kontinuierlichen Polymerisationsarbeitsweisen zur Herstellung von polymerem
Hexamethylendxamxnadxpat ist die wirksame Entfernung von Lösungswasser und Reaktionswasser aus dem polymerisierenden
Material. Ein zweites Problem ist der Polymerisatabbau bei hohen Produktionsausmaßen, Bei den gewöhnlichen
Arbeitsweisen bedingt die Erzielung einer sehr hohen Geschwindigkeit meistens die Anwendung hoher Temperaturen,
die zum Abbau des Polymerisats führen.
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Außerordentlich wichtig ist die Änfärbbarkeit des
polymeren Hexamethylendiaminadipats von Textilqualität, Bei Verwendung von sauren oder basischen Farbstoffen wird
durch Zugabe eines Oberschusses einer komplementären, salzbildenden
Base oder Säure die Farbtiefe erhöht. Wenn jedoch der Basenüberschuß zu groß ist, ist eine große Zahl von
Spinndüsentropfen das unerwünschte Ergebnis, Außerdem ist
es bei einem diskontinuierlichen Verfahren außerordentlich schwierig, Ansatz um Ansatz die gleiche Farbtiefe in dem
polymerem Hexamethylendiaminadipat zu reproduzieren.
Ein Zweck der Erfindung ist daher die Schaffung eines
Verfahrens zur kontinuierlichen Polymerisation von Hexamethylendiaminadipat aus einem wässerigen Vorläufersalz.
Ein anderer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines
Verfahrens mit hoher Produktionsgeschwindigkeit für die
kontinuierliche Produktion von polymerem Hexamethylendiaminadipat aus einem wässerigen Vorlaufersdz, wobei verhältnismäßig
niedrige, d.h. nicht abbauende Temperaturen angewendet werden.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung
eines Verfahrens, bei welchem die polymerem Hexamethylendiaminadioat
innewohnenden Merkmale, wie Höhe der Anfärbbarkeit,
im wesentlichen geregelt sind.
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Weitere Zwecke der Erfindung sind aus dernachstehenden
Beschreibung ersichtlich.
Allgemein werden die Zwecke der Erfindung bei einem Verfahren erzielt, bei welchem man eine wässerige Lösung
von Hexamethylendiaminadipatsalz in Rrm einer Mehrzahl von dünnen ringförmigen Filmen durch eine Verdampfungszone
mit überatmosphärischen Bedingungen fließen läßt. Diese Zone wird gewöhnlich bei 195 - 2400C und einem Druck von
6,33 - 9,14 at (90-130 psi) betrieben. Der Durchfluß durch,
diese Zone dauert gewöhnlich 1-10 Minuten, In dieser Zone wird nahezu das gesamte Lösungswasser verdampft. Das sich
ergebende im wesentlichen nicht wässerige geschmolzene Salz* fließt dann während 1-15 Minuten durch eine zweite,-das
Vorpolymerisat bildende Zone, Diese zweite Zone hat im wesentlichen denselben überatmosphärischen Druck, der in der
ersten Zone erhalten wird, und befindet sich auf einer Temperatur von 25O-3OO°C, In dieser zweiten Zone wird ein
Vorpolymerisat mit einer relativen Viskosität von weniger als 20, jedoch gewöhnlich mehr als 3 relativen Viskositätseinheiten erzeugt. Nach dem Austritt aus der das Vorpolymerisat
bildenden Zone wird das Vorpolymerisat verhältnismäßig niedriger Viskosität zu einer Polymerisatfertigstellungszone oder Endpolymerisationszone geleitet, um
polymeres Hexamethylendiaminadipat mit film- und faser- . bildenden Eigenschaften zu erzeugen.
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Die Figur stellt eine schematisch gezeichnete Säule
und ein Fließdiagramm dar, welche allgemein die wesentlichen Merkmale der Verfahren gemäß der Erfindung veranschaulichen,
'
Die relative Viskcatät, wie sie hier verwendet wird,
ist das Verhältnis der absoluten Viskosität (in Centipoise) einer Lösung von Polyamid (Nylon) in 90 %iger Ameisensäure
(90 % Ameisensäure und 10 % Wasser) bei 250C zu der aboluten
Viskosität (in Centipoise) der '90 %igen Ameisensäure allein bei 250C.
Das Vorpolymerisat ist polymeres Hexamethylendiaminadipat
mit einer relativen Viskosität unterhalb etwa 20 relativen Viskositätseinheiten, ·
Gemäß der Zeichnung wird eine wässerige Lösung von ·
Hexamethylendiaminadipat durch eine Leitung 10 einem Vorerhitzfer 12 zugeführt, Diese Lösung hat gewöhnlich eine
Konzentration von 50 Gew,% Hexamethylendiaminadipat. Dies
ist jedoch eine übliche Konzentration. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann zur Polymerisation von Lösungen mit
verschiedenen Salzkonzentrationen, beispielsweise 40-60 Gew.%, verwendet werden. Ein Wärmemediurc, wie Wasserdampf
oder Dowtherm, wird dem Vorerhitzer 12 durch eine Leitung
11 zugeführt und daraus durch eine Leitung 13 abgezogen.
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Die auf die bevorzugte Temperatur, gewöhnlich 100-1900C
vorerhitzte Beschickung wird einer Säule 14 durch eine Leitung 15 zugeführt. Die Beschickung in der Leitung 15 tritt
unmittelbar oberhalb eines Prall- oder Leitbleches 16 ein, durch welches der Strom verteilt wird. Das Prallblech 16
leitet den Strom abwärts, jedoch nicht direkt in die Rohre 20, Da sich eine Ansammlung von Beschickung rund
um die öffnungen der Rohre 20 bildet, bilden deren Oberlaufkanten
oder Dämme über den Rohreingängen einen ringförmigen Film von herabfließender Lösung innerhalb der
Rohre 20, Ein fließfähiges Wärmemedium wird der Außenseite der Rohre 20 mittels einer Leitung 17 zugeführt und durch
eine Leitung 19 abgezogen. Dieses Wärmemedium hat einen Wärmeinhalt, der ausaeicht, um eine Verdampfungszone 18 auf
195-2400C zu halten. Als Wärmequelle können Wasserdampf,
ein Wärmemedium, wie Dowtherm oder deren Äquivalente verwendet werden.
Während die wäßrige Salzlösung durch die Verdampfungszone 18;geleitet wird, werden das Lösungswasser und Hexamethylendiamin
rasch verdampft. Dampf wird von der Oberfläche des dünnen flüssigen Filmes in den Raum in der Mitte
der Rohre 20 abgegeben. Diese Drfämpfe steigen dann zu
einer Rektifikationszone 30 auf, wodurch Rückfluß eine gewisse Diaminkonzentration in dem System aufrecht erhalten
wird.
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Ein im wesentlichen nicht wässeriges geschmolzenes
Salz tritt von Boden der Verdampfungszone 18 aus und fällt
auf ein Prallblech 22. Das Prallblech 22 übt die gleiche
Funktion wie das Prallblech 16 aus, es verhindert den direk-
ten Fluß des fließfähigen Mediums in Rohre 26 und trägt zur
Bildung von dünnen flüssigen Filmen von geschmolzenem Salz darin bei. Eine Vorpolymerisat bildende Zone 2Λ wird auf
die gleiche Weise wie die Verdampfungszone 18 erhitzt, d.h. unter Verwendung von Wasserdampf, einem Wärmemedium wie
Dowtherm od.dgl·, welcher durch eine Leitung 25 eintritt und
durch eine Leitung 27 abgezogen wird. Beim Leiten durch die
Vorpolymerisat bildende Zone 24 werden Wasserdampf (vaporous
water) und Hexamethylendiamin abgegeben, wenn die Polymerisationsreaktion fortschreitet. Diese Dämpfe steigen sobald
sie abgegeben sind, durch die Mitte der Rohre 26 und durch die Rohre 20 in die Verdampfungszone 18, bis sie in eine
Rektifikationszone 30 eintreten. Diese Dämpfe treten
natürlich zusätzlich zu denjenigen, die sich in der Verdampfungszone
18 ergeben auf. Der Dampf fließt durch eine
Leitung 32 zu ei'nem Kondensator oddr Kühler 33, in/welchem
er verflüssigt wird. Zum Wärmeaustausch fließt Wasser durch
eine Leitung 34 in den Kühler 33 und tritt durch eine Leitung
35 aus, Ein Teil des Stromes wird durch eine Leitung
36 als Rüojt-fluß der Rektifikationshone 30 wieder zugeführt,
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während eine Flüssigkeit, die im wesentlichen aus Wasser besteht, durch einen Leitung 37 abgezogen wird. Wie vorstehend
erwähnt, dient der Rückfluß der Überprüfung des
Hexamethylendiamingehaltes,
Das in der Zone 21 gebildete Vorpolymerisat gelangt in
eine Sammelzone 28, Von hier fließt es durch eine Leitung 29 zu einer Polymerisat-Fertigstellungseinheit, in welcher
ein Polymerisat mit ausgezeichneten film- und faserbildenden Eigenschaften erzeugt wird.
Ein Beispiel einer Probe des nach dem Verfahren gemäß der Er-findung gebildeten Vorpolymerisats hat ein Molekulargewicht
von etwa 1500, einen Schmelzpunkt vonnahe 257°C und eine Viskosität von 6 relativen Viskositätseinheiten,
Die Rektifikationssäule gemäß der Zeichnung ist als eine Plattensäule dargestellt, es ist jedoch er-sichtlich,
daß jede andere Rektifikationssäule, welche die gleiche Funktion erfüllt, verwendet werden kann.
Das Verdampfen in der Verdampfungszone 18 dauert 1-10
Minuten, gewöhnlich 2-3 Minuten, um ein geschmolzenes im wesentlichen nicht wässeriges Salz herzustellen. Dieses
Salz kann Wasser (aqueous water), welches darin verbleibt,
enthalten, jedoch erfordert diese Arbeitsweise, eine höhere Wärmefzufuhr zur Vorpolymerisat bildenden Zone und wird
gewöhnlich nicht bevorzugt.
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Die das Vorpolymerisat bildende Zone 24 benötigt das
Vorhandensein eines Wärmemediums, welches einen ausreichenden Wärmeinhalt besitzt, um eine Temperatur im Bereich von
250 - 3000C, vorzugsweise 275-285°C zu-ergeben.. Zur Bildung
des Vorpolymerisats ist, in Abhängigkeit vom erwünschten
Polymerisationsausmaß, eine Verweilzeit von 1-15 Minuten
in der Vorpolymerisationszone nötig. Zur Herstellung eines bevorzugten Vorpolymerisats sind gewöhnlich 4-6 Minuten erf-orderlich.
Ein Beispiel für eine Polymerisatfertigstellungseinrichtung in welcher die Polymerisation des Vorpolymerisats
vervollständigt wird, ist eine die bei 28O°C und Atmosphärendruck
betrieben wird. Die Fertigstellungseinrichtung muß • etwa 30 Minuten auf dieser Temperatur und auf diesem
Druck gehalten werden. Es ist zu bemerken, daß dies nicht
die einzige Art der Fertigstellung ist, Fertigstellungseinrichtungen, welche andere Bedingungen anwenden, sind völlig
geeignet» ·
Der Druck in der Säule 14 kann aischen Atmosphärendruck
und 17,5 atü (250 psig) liegen. Jedoch erwächst bei
Anwendung.von atmosphärischem Druck und einem COOH/NH«
Endgruppenverhältnis nahe eins (1) ein ungeklärtes Problem. Das bei diesem Druck polymerisierte Vorpolymerisat bildet
ein ausserordentlich viskoses Polymerisat, welches nur in
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außerordentlich langsamem Ausmaß fließt, obwohl die relative Viskosität verhältnsimäßig niedrig ist. Es hat fast
die Konsistenz eines Feststoffes. Zur Herstellung eines wie vorher beschriebenen Vorpolymerisats, d.h. von 3-20 relativen
Viskositätseinheiten ist die Anwendung hoher Drücke aforderlich, Zweckmäßigerweise soll das System zur Herstellung
eines geeigneten Vorpolymerisats bei Drücken zwiechen 6,33-9,IU atti C9O-13O psig) betrieben werden.
Überraschenderweise ist gefunden worden, daß die PoIymerisatfertigstellungsge,schwindigkeit
weitgehend durch die Bedingungen bei der Vorpolymerisationsarbeitsweise d.h. Temperatur, Druck und Rückflußverhältnis, bestimmt
werden kann. Das Rückflußverhältris bestimmt weitgehend das
Verhältnis von sauren und basischen Endgruppen in dem Polymerisat, Sobald das Verhältnis von COOH/NH» Endgruppen in
dem Vorpolymerisat eins (1) von jeder Seite erreicht, steigt die Polymerisatf ertigstellungsgeschwindigkeit/ einen .beachtlichen
Grad an. Beispielsweise wird bei einem COOH/NH
2 Endgruppenverhältnis von 1,15 ein Vorpolymerisat mit einer
Viskosität von 9,14 relativen Viskositätseinheiten in 40
Minuten zu einem Polymerisat mit einer Viskosität von 133 relativen Viskositätseinheiten fertiggestellt. Dieses selbe
Vorpolymerisat wird in nur 10 Minuten zu einem Polymerisat mit einer Viskosität von 105 relativen Viskositäts-
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einheiten fertiggestellt. Die in den' beiden Beispielen
angewendeten FertLgstellungsbedingungen waren die allgemein
. als. normal betrachteten, d.h. atmosphärischer Druck, langsames Rühren und 28O°C,
Das meiste nach diesen gewöhnlichen Arbeitsweisen hergestellte Vorpolymerisat hat ein C00H/NH2 Endgruppenverhältnis
von 1,2 zu 1,6. Bei dem Verfahren gemäß der Er-findung
liegt der Arbeitsbereich bei einem C00H/NH2 Endgruppenverhältnis
von 0,5 bis 2,0.. Daher kann man das Verfahren
so ausführen, daß ein ,Vorpolymerisat erzeugt wird, welches
in sehr hohem Ausmaß fertiggestellt wird, Außerdem kann
ohne Zugabe von sauren oder basischen Zusatzstoffen ein
Polymerisat hergestellt werden, bei welchem eine basische oder eine saure Endgruppe dominiert. So kann die Farbhöhe
sowohl für saure als auch für basische Farbstoffe durch
geeignete Auswahl der Verfahrensbedingüngen anstatt durch die Verwendung von Zusatzstoffen geregelt werden.
Wenn das Polymerisat durch Zugabe eines Überschusses vor
Hexamethylendiamin basisch gemacht ist, um dadurch die Tiefe des sauren'Farbstoffes des Polymerisats zu erhöhen,
sind das Ergebnis übermäßige Spinndüsentropfen, Überraschenderweise
hat ein tief färbendes Polymerisat, welches nach
dem Verfahren gemäß der Erfindung ohne Verwendung von Zusatzstoffen
hergestellt wurde, nicht das Problem der über-
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mäßigen Spinndüsentropfenbildung. Der Rückfluß regelt, in- ·
dem man den partiellen Dampfdruck von Hexamethylendiamin auf bestimmten Höhen hält, primär das Verhältnis cfer Endgruppen
in dem Vorpolymerisat und dem sich ergebenden Polymerisat, wodurch die Farbtiefe in dem sich ergebenden Polymerisat
geregelt wird. Wenn Hexamethylendiamin abgezogen wird, nimmt die Polymerisatfertigstellungsgeschwindigkeit
ab und die Tiefe an saurem Farbstoff nimmt ab. Dies setzt natürlich voraus, daß das COOH/NH^-Endgruppenverhältnis
größer als eine (1) ist. Wenn das Verhältnis von CQOHANH2 >Endgruppen
beispielsweise 0,5 beträgt und die Konzentration an Hexamethylendiamin herabgesetzt wird, dann steigt die
Polymerisatfertigstellungsgeschwindigkeit an, bis ein maximales Ausmaß bei einem C00H/NH2-Verhältnis von eins (1)
erreicht ist,während die Tiefe des sauren Farbstoffes abnimmt.
Wenn das Verhältnis größer als eins (1) wird, nimmt die Tiefe des basischen Farbstoffes zu. Außerhalb gewisser
Grenzen, d.h. bei C0OH/NH2 Endgruppenverhältnissen von
etwa 0,6 bis 1,6, erreichen die Polymerisatfertigstellungsgeschwindigkeiten
so niedrige Werte, daß das Verfahren unwirtschaftlich wird.
Bei gewöhnlichen Polymerisat-fertigstellungseinheiten (Finishern) bildet sich nach einer ausgedehnten Gebrauchsdauer am Boden "Gel", Bei einem Vorpolymerisat, welches
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Scf
nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt ist,
wird dieses Problem im wesentlichen beseitigt. Nach ausgedehnter
Verwendung wurde bei visueller Prüfung einer auseinandergenommenen
Fertigstellungseinrichtung, welche zur Herstellung von Endpolymerisat aus dem Vorpolymerisat gemäß
der Erfindung verwendet wurde, eine kaum sichtbare Menge an "Gel" bemerkt.
Das Polyamidsalz (Nylonsalz), welches nach dem Verfahren gemäß der Erfindung polymerisiert wird, kann als einen
integralen Teil Zusatzstoffe, wie Titandioxyd od,dgl,, enthalten.
-
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Beispiels
näher veranschaulicht,
9,07 kg je Stunde (20 pounds) Beschickung werden in ^
den Wärmeaustauscher 12 eingebracht, Diese Beschickung besteht aus einer wässerigen Lösung von Hexamethylendiaminadipat
von 50 6ew,%, Durch Wasserdampf von 2000C wird die
Beschickung vor dem Eintritt in die Säule unmittelbar über
der Scheidewand 16 auf 175°C erhitzt, Die Beschickung gelangt dann zum Eingang der Verdampfungszone 18, in welcher
die Temperatur 1870C beträgt. Der Zone 18 wird durch Wasserdampf
von 1920C Wärme zugeführt. Nach dem Durchgang durch
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die Zone 18 gelangt das im wesentlichen geschmolzene Salz zu der Vorpolymerisat bildenden Zone 24, deren Temperatur
am Eingang 242°C beträgt. Dieser Zone wird durch ein Wärmemedium, wie Dowtherm, mit einer Temperatur von 283°C Wärme
zugeführt. Das Vorpolymerisat tritt am Boden von Zone 24,
wo die Temperatur 28O°C und der Druck 9,14 atü (130 spig) beträgt, aus. Dieses mit einer Geschwindigkeit von 4,54 kg
(10 pounds) je Stunde austretende Vorpolymerisat hat eine relative Viskosität von 8,34, einen Schmelzpunkt von 255°C,
206 χ 10"6 COOH Äquivalente je Million g Polymerisat und 200 χ 10~ NH2 Äquivalente je Million g Polymerisat.
Die Reatktifikationszone 30 hat eine Kopftemperatur von
178°C und einen Kopfdruck von 9,14 atü (130 psig). Es wird ein als Kopfprodukt abgehender Strom 32 mit einem Strömungsausmaß von 9,07 kg (20 pounds) je Stunde erzeugt. Das Kopfprodukt
in Leitung 32 wird durch einen mit Wasser gekühlten Kühler kondensiert. Die Hälfte des Stromes 32 wird unter
Rückfluß gehalten, während die andere als Produkt durch die Leitung 37 entfernt wird.
Der Rückfluß in Leitung 36 hat eine Temperatur von 53°C, dieselbe wie das Produkt in Leitung 37, Das Produkt
besteht nahezu vollständig aus Wasser mit 0,07 Gew.% Feststoffen, 0,22 Gew,% Hexamethylendiamin und 2 Teilen je
Million Teilen Ammoniak (NH3),
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Es ist ersichtlich, daß das Verfahren gemäß der Erfindung
viele Vorteile bietet. Ohne Verwendung von Zusatzstoffen
wird ein hochwertiges tieffärbendes Polymerisat hergestellt. Das Verfahren verläuft sehr schnells gewöhnlich
werden weniger als 10 Minuten zur Herstelung des Vorpolymerisats
gebraucht. Bei dem Verfahren werden keine sich bewegenden Teile verwendet, wodurch ein kostspieliger mechanischer
Ausfallrahezu ausgeschaltet wird. Das Verfahren
ist kontinuierlich und weist alle kontinuierlichen Verfahrer,
innewohnenden Vorteile, wie geringeren Arbeitsaufwand usw.
auf, „ ■
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Claims (9)
- Patentansprüche« 1, Verfahren zur Herstellung eines Vorpolymerisats vonHexamethylendiaminadipat aus einer wässerigen Vorläufersalz-Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß man.a) die wässerige Salzl&ung in einer Mehrzahl von dünnen, ringförmigen Filmen 1-10· Minuten lang bei 19&-240°C durch eine erste Zone fließen läßt, welche überatmosphärischen Druck und Verdampfungsbedingungen aufweist, wodurch nahezu das gesamte Wasser der Lösung entfernt wird,b) das im wesentlichen nicht wässerige Salz von Stufe a) in einer Mehrzahl von dünnen, ringförmigen Filmen 1-15 Minuten lang bei 2 5O-3OO°C durch eine zweite Vorpolymerisat bildende Zone, welche überatmosphärischen Druck aufweist, fließen läßt, wodurch ein Vorpolymerisat mit einer Viskosität zwischen 3 und 20 relativen Viskositätseinheiten erzeugt wird,c) das entwickelte Wasser und Hexamethylendiamin in einer Rektifikationszone, welche unmittelbar in der Nähe und in Verbindung mit der Verdampfungszone von Stufe a) und der Vorpolymerisat bildenden Zone von Stufe b-) angeordnet ist, rektifiziert, wodurch die Konzentration an Hexamethylendiamin, sowohl in der Verdampf ungs- als auch in ·. der Vorpolymerisat bildenden Zone geregelt wird.9 09886/U57
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorpolymerisat einer erhitzten Polymerisatfertigstellungszone (Endpolymerisationszone). zugeführt wird, um das Vorpolymerisat weiter zu polymerem Hexamethylendiaminadipat von film- und faserbildenden Eigenschaften zu polymerisieren,
- 3, Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Salzlösung unter im wesentlichen nicht-verdampfenden Bedingungen auf 1OQ-190°C erhitzt wird* -. : ".-.- - ,": ■ ".. .-'■"' -■;.";■■: '.
- ■--- $ *·- :V«r£ahren nach Einern derAnsprüche ,l^S ^ dadurch^ U iV gekehn?eiohnet| daß der Druck in der;y&rdamp^ng^asoihj?, "dfiBr^Γ VbrpolymeriSiat bildenden Zone" und der Rektitfikationsssone^ '-r'i~ etwa 6,3 - .17,6 at^ (90*250 psig) insbesondere 6^3-9,2. (90^130 psig), beträgt. .
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5# dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur in der Verdampfungszone etwa 205°C und in der Vorpolymerisat bildenden Zone etwa 275 -285OC beträgt.
- 6, Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Vorläufersalz-LÖsung eine Konzentration von 40-60 %, bezogen auf das Gewicht der Lösung, aufweist.
- ' ; - ■ BAD
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Applications Claiming Priority (1)
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