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DE1569536A1 - Verfahren zur Herstellung stabiler,waessriger,weichmacherfreier Polyvinylacetal-Dispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stabiler,waessriger,weichmacherfreier Polyvinylacetal-Dispersionen

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Publication number
DE1569536A1
DE1569536A1 DE19621569536 DE1569536A DE1569536A1 DE 1569536 A1 DE1569536 A1 DE 1569536A1 DE 19621569536 DE19621569536 DE 19621569536 DE 1569536 A DE1569536 A DE 1569536A DE 1569536 A1 DE1569536 A1 DE 1569536A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plasticizer
production
aqueous
dispersions
stable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19621569536
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Joseph Heckmaier
Dr Alois Stoll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Publication of DE1569536A1 publication Critical patent/DE1569536A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/05Alcohols; Metal alcoholates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung stabiler, wäßriger, weichmacherfreier Polyrvinylacetal-Dispersionen Weichmacherfreie, wäßrige Polyvinylacetal-Dispersionen werden heute in der Technik vielfach zum Beschichten von Textilien, für heißsiegelfähige Papier-, Holz- oder Metallverklebungen, ferner zur Herstellung von'£ransportschulzüberziigen für leicht rostende @aschinen und Werkzeuge eingesetzt. Bei all diesen Anwendungen ist die Abwesenheit von Lösungsmitteln und leicht machern meist erwünscht und sowohl technisch als auch wirtschaftlich von Vorteil.
  • Für die Herstellung weichmacherfreier, wäßriger Polyvinylacetal-Dispersionen sind bereits verschiedene Verfahren bekannt. So kann beispielsweise ungetrocknetes Polyvinylbutyral mit etwa 40 Gew.% Wassergehalt bzw. getrocknetes Polyvinylbutyral nach Zusatz von etwa 10 - 12 Gew.% 1llasser, 5 Gew. Natriumoleat und etwq 10 Gew.% eines aliphatischen Monocarbonsäureesters als Dispergierhilfsmittel im Kneter unter Aufheizen auf etwa 100° plastifiziert und schließlich durch langsamen Wasserzulauf die harz-in-Wasser-Phase erreicht werden.
  • Bei einen anderen bekannten Verfahren führt der Zusatz von acyclischen Chlorkohlenwasserstoffen als Lösungsvermittler des Systems Polyvinylbutyral/anionaktiver Emulgator bei sonst ähnlicher Verfahrensweise, wie oben beschrieben, ebenfalls zul Disnersion. Die nach den genannten Verfahren erhältlichen Polyvinylbutyral-Dispersionen ergeben jedoch beim Trocknen an der Luft nur kreidige, unverfilmte Auftrocknungen, so daß diese Dispersionen nur für Kaschierungen und dgl. in Betracht kommen, dagegen nicht fr Einsatzgebiete, die eine echte Filmbildung voraussetzen.
  • Nach einen weiteren Verfahren werden Polyvinylacetale mit Aldehydlzomponenten von 8 C-Atomen an aufwärts bzw. Polyvinylacetale aus Lischpolymerisaten von Vinylestern L1it ungesättigten aliphatischen Lono- und Dicarbonsäuren mit anionaktiven Emulgatoren im 1300 heißen Kneter plestifiziert und in üblicher Weise dispergiert. Zwar weisen diese Dispersionen gute Verfilmung auf, doch sind in der Praxis die Schwierigkeiten der herstellung dieser speziellen Polvyinylacetaltypen hinlänglich bekannt. Darüberhinaus sind diese Acetale mit höheren Aldehydkomponenten wegen der hohen Preise der Aldehyde erheblich teurer als die handelsüblichen Polyvinylformale und -butyrale.
  • Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man auf einfache Weise weichmacherfreie Polyvinylacetal-Dispersionen erhält, wenn man Polyvinylacetale mit Aldehydkomponenten von 6 C-Atomen an aufwärts mit einer: anionaktiven Emulgator bei Raumtemperatur, d.h. im ungeheizten Kneter mischt, durch Zugabe von aliphutischen Alkoholen die Mischung homogen plastifiziert und durch langsamen Wasserzulauf die Masse disnergiert.
  • Diese Arbeitsweise beseitigt das auf einem Irrtun beruhende Vorurteil der Technik, wonach Alkohole au; Polrvinylaeetal-Dispersionen und Polyvinylacetal-Emulgatorlösungen fallend wirken.
  • Es hat sich im Gegenteil unerwarteterweise gezeigt, daß bein erfingun @sgemäßen Verfahren die Acetale auf kalten Wege ohne Kneterheizung in Icürzester Zeit homogen angeteigt werden können und die Pllaseninversion anschließend durch Wassereintrag glatt verläuft. Die so erhaltenen Dispersionen sind über Monate lagerfähig und zeigen keine Absitzneigung. Darüberhinaus trocknen diese weichmacherfreien Dispersionen ohne irgendwelche Nachbehandlung bei Raumtemperatur zu klaren Pilmen auf, die ausgezeichnete mechanische Eigenschaften aufweisen.
  • Werden an Stelle des erfindungsgemäßen Zusatzes von aliphatischen Alkoholen liphatische Estcr oder Acetale genommen, so mißlingt schon die Plastifizierung er in Betracht gezogenen Acetale im ungeheizten IEneter.
  • Andererseits gelint es nicht, Polyvinylacetale mit weniger als 6 C-Atomcn in der Aldehydkomponente unc' technisch noch sinnvollen Mengen Emulgator durch Zusatz von aliphatischen Alkoholen oder Gemischen von alinhatischen Alkoholen und Estern kalt zu dispergieren.
  • Als Alkohlokomponente sind vorzugsweise die wasserköslichen linearen oder verzweigten aliphetischen Allcohole mit 1 bis 4 C -Atomen, wie Bethanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, primäres und sekundäres Butanol sowie primäres und tertiäres Isobutanol, geeignet. Der Aldehydbestandteil der verwendeten Polyvinylacetale kann unverzweigt oder verzweigt sein; vorzugsweise geeignet sind n-Hexanal, n-Heptanal und Octanal sowie Dibutyl-und Diisoamylformal, Dipropyl - und Dibutylacetal, Diäthylpropional, Dimethyl-, 2-Athyl - und Diäthylbutanal sowie 2-Äthylhexanal. Der Acetalisierungsgrad liegt bei den Polyvinylacetalen in der Regel zwischen 65 und 80, vorzugsweise zwischen 70 und 75 Gew.%. Der Acetatgehalt ist eta 1 bis lo, vorzugsweise zwischen 2 und 3 Gew.%, der Rest Polyvinylalkohol. Anwendbar sind auch Polyvinylacetale, die in bekannter T,ise aus Mischpolymerisaten von Vinylestern, inshesondere Vi @lacet@t mit ungesättigten aliphtischen Lono- oder Dicarbonsäuren, wie Crotonsaure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itakonsaure oder licrylsäure, gewonnen sind.
  • Als anionaktive Emulg@toren benutzt man erfindungsgemäß, -- ausser den Seifen höherer Fettsäuren und normalen, dehydrierten, hydrierten und disproportionierten harzsäuren, z.B. Natriumlaurat, -stearat und -oleat, Ammoniumstearat und Diäthanolammoniumoleat, -- Alkalisalze der bekannten oberfl@cheaktiven Sulfonierungsprodukte und Schwefelsäureester, nie Alkylsulfonate, z.B. hatriumdodecyl- und Kaliumcetylsulfonat; Alkylsulfate, z.B. Natriumdodccyl- und -oleylsulfat; Sulfonate höherer Fettalkoholäther, z.B. C17H33CC2H4SO3Na, und entsprechende Sulfate, z.B. C17H13OC2H4OS3Na; Sulfonate von Alkylestern höherer Fettsäuren, z.B. C17H33COOC2H4SO3Na; Sulfonate von Glykolestern höherer Fettsäuren, z.B. C 17H33COOC2H4OSO3Na; Sulfonate alkylsubstituierter Amide höherer Fettsäuren, z. B. C17H33CONHC2H4SO3Na (auch ITCH3 statt NH); Alkylarylsulfonate, z.B. Natriumdodecylbenzolsulfonat und -isopropylnaphthalinsulfonat; hydroaromatische @ulfonate, z.B.
  • Natriumtetrahydronaphthalinsulfonat; Alkylsulfosuccinate, z.B. Natriumdioctylsulfosuccinat; Arylsulfonat-Formaldehyd-Kondensationsprodukte, z.B. des Naphthalinsulfonats; Alkylbenzolsulfosäure oder deren Natriumsalz, Polyäthylenglykoläthersulfonat (bekannt als Handelsprodukt "Genapol IRO") u. dgl. mehr.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht vergleichweise zu den bereits bekannten ein wesentlich rascheres Arbeiten, weil die Aufheiz- und Kühlphase entfällt. Ferner können die benutzten kneter ohne Dampfinstallation sein, so daß die technischen Voraussetzungen für eine Produktion sich einfacher gentalten.
  • Hervorgehoben sei, daß der erhebliche Wasserzusatz, wie er üblicherweise sonst vor der Plastifizierung erfolgt, erfindungsgemäß nicht erforderlich ist. Der Wassergehalt von 0,5 - 3 !.'der Polyvinylacetale des Handels is in der Regel für eine glatte Dispergierung ausreichend.
  • Von den in Betracht gezogenen aliphatischen Alkoholen genügen in der Regel Zusätze von 3 - 10, vorzugsweise 5 Gew.%, bezogen auf Polyvinylacetal. Infolge der entstehen-en Reibungswärme beim Knetvorgang verdunstet der alkoholische Zusatz im Verlauf der Dispergierung, so dsL3 die fertige Dispersion praktisch lUsungsmittelfrei anfällt.
  • DLe Dispersion ist mit Wasser beliebig verdünnbar; auch lassen sich Weichmacher, Füllstoffe und Schutzkolloide, falls erwünscht, ohne Schwierigkeit zusetzen.
  • Beispiel 1: 75 Gew.Tle. Polyvinylcapronacetal mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 2 %, werden in einem ungeheizten Gummikneter mit 7,5 Gew.Tln. Natriumoleat gemischt und nach Zusatz von 2,5 Gew.Tln. Äthanol plastifiziert. -In die bereits nach Wenigen Minuten homogene Lasse wird nun solange langsam Wasser einem tragen, bis die Phaseninversion erreicht ist. Der Kneterinhalt ist dann von teigartiger Konsistenz und läßt sich jetzt durch rascheren Wasserzulauf leicht au9 den gewünschten Festgehalt einstellen.
  • Nach zweimonatiger Lagerung zeigt die Dispersion ein Entmischen. Ein daraus gegossener und bei Raumtemperatur getrockneter Film ist völlig klar und biegeelastisch. Bei einer Folienstärke von 0,31 mm beträgt die Zugfestigkeit 336 -366 kg/qcm und die Reißdehnung rd. ioo do. Auf eine Platte verdüst, trocknet die Dispersion sehr rasch zu einem leicht abziehbaren Film.
  • Beispiel 2: 6o Gew.Tle. Polyvinyläthylbutyracetal, auf etvia 1 jd Wassergehalt getrocknet, werden zusammen wit 4 Gew. Tln. Äthanol und 6 Gew. Tln. Natriumoleat, vie im Beispiel 1 beschrieben, dispergiert. Ein aus dieser Dispersion bei Raumtemperatur getrockneter, klarer Film hat eine Zugef@tig@eit von 353 kg/qem sowie eine Reißdehnung von 226 %. Seine Rechanische Festigkeit wird auch nach 24-stündiger lagerung in Wasser bei 200 und nachfolgender Trocknung praktische nicht beeinträchtigt. Die Dispersion einet sich gut zum Appretieren von Geweben und Beschichten von Folien nach dem Heißsiegelverfahren.
  • Beispiel 3: 300 Gew. Tle. Polyvinylcapronacetal mit etwa 1,5 d Wassergehalt werden nach Zusatz von 15 Gew. Tln. Polyäthylenglykoläthersulfonat und 12 Gew. Tln. Methanol unter gleichen 3edingungen wie in Beispiel 1 disnere, iert.
  • Nach stärkerer Verdünnung läßt sich die rein weiße Dispersion leicht verdiisen und ergibt schnelltrocknende, klare Überzüge, die als zeitlich begrenzter Korrosionsschutz für Metalle dienen können.

Claims (1)

  1. r « t e n t a n s p r u c h Verfahren zur Herstellung stabiler, wäßriger, weichmacherfreier Polyvinylacetaldispersionen, deren Auftrocknung bei Raumtemperatur zusammenhängende, klare Filme ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß Mischungen von Polyvinylacetalen mit aliphatischen Aldehydkomponenten von mindestens 6 C-Atomen und einem anionktiven @mulgator nach Zugabe von 3 - 12, vorzugsweise 5 - 7 Gew. % eines Alkanols bei Raumtemperatur plastifiziert und die homogene Lasse anschließend durch langsamen Wasserzulauf und fortwährendes Kneten dispergiert.
DE19621569536 1962-11-23 1962-11-23 Verfahren zur Herstellung stabiler,waessriger,weichmacherfreier Polyvinylacetal-Dispersionen Pending DE1569536A1 (de)

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DE19621569536 Pending DE1569536A1 (de) 1962-11-23 1962-11-23 Verfahren zur Herstellung stabiler,waessriger,weichmacherfreier Polyvinylacetal-Dispersionen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19640731A1 (de) * 1996-10-02 1998-04-16 Clariant Gmbh Wäßrige Polyvinylacetal-Dispersionen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19640731A1 (de) * 1996-10-02 1998-04-16 Clariant Gmbh Wäßrige Polyvinylacetal-Dispersionen
US6121349A (en) * 1996-10-02 2000-09-19 Clariant Gmbh Aqueous polyvinyl acetal dispersions

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