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DE1569372B1 - Stabilisieren von Vinylchloridpolymerisaten und chloriertem Polyaethylen - Google Patents

Stabilisieren von Vinylchloridpolymerisaten und chloriertem Polyaethylen

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DE1569372B1
DE1569372B1 DE19631569372D DE1569372DA DE1569372B1 DE 1569372 B1 DE1569372 B1 DE 1569372B1 DE 19631569372 D DE19631569372 D DE 19631569372D DE 1569372D A DE1569372D A DE 1569372DA DE 1569372 B1 DE1569372 B1 DE 1569372B1
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Germany
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yellow
minutes
heating
fatty acids
parts
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DE19631569372D
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English (en)
Inventor
Perry Norman L
Pollock Mark W
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ARGUS CHEM
Original Assignee
ARGUS CHEM
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Publication date
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Die Stabilisierung von Polyvinylchlorid unter Verwendung von Organozinnverbindungen wird in den USA.-Patentschriften 2 883 363, 2 872468, 2 870 182, 2 870 119, 2 914 506 und 2 801 258 beschrieben. Organozinnverbindungen bilden wegen ihrer ungewöhnlich guten Wärmestabilisierung ein Maß für die Wärmestabilität. Jedoch haben die Organozinnverbindungen den Nachteil, daß sie toxisch sind, und dies beschränkt ihre Verwendung auf Anwendungsgebiete, wo die Toxizität keine Rolle spielt. Überdies sind die meisten dieser Verbindungen Flüssigkeiten und daher von begrenzter Verwendbarkeit bei starren bzw. harten Vinylchloridpolymerisaten.
Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Gemisches aus
A. 25 bis 40 Gewichtsprozent eines Magnesiumsalzes von Benzoesäure und/oder von eßbaren Fetten und Ölen stammenden Fettsäuren,
B. 25 bis 40 Gewichtsprozent eines Zinksalzes von Benzoesäure und/oder von eßbaren Fetten und Ölen stammenden Fettsäuren,
C. 20 bis 50 Gewichtsprozent eines nichttoxischen mehrwertigen Alkohols
zum Stabilisieren von Vinylchloridpolymerisaten, nachchloriertem Polyvinylchlorid und chloriertem Polyäthylen.
Da die zu verwendende Stabilisatorkombination ein festes Gemisch darstellt, ist die Stabilisierung ohne Verschlechterung irgendeiner der anderen Eigenschaften der Polymerisate erzielbar. Die zu verwendenden Stabilisatorgemische sind bei hohen Temperaturen, z. B. 1900C, wie sie bei der Verarbeitung von Hart-PVC erforderlich sind, d. h. bei 45 Minuten und länger stabil.
Die erfindungsgemäß zu verwendende Stabilisator-Zusammensetzung ist weit wirksamer als irgendeiner der Bestandteile allein oder zusammen mit einem zweiten Bestandteil, was zeigt, daß die Kombination aller drei Bestandteile, d. h. des Magnesium- und Zinksalzes und des mehrwertigen Alkohols, eine synergistische Wirkung ergibt.
Kombinationen beispielsweise .eines Magnesiumsalzes und eines mehrwertigen Alkohols, eines Zinksalzes und eines mehrwertigen Alkohols und eines Magnesium- und eines Zinksalzes sind bei den erhöhten Verarbeitungstemperaturen, d.h. etwa 19O0C und darüber, die bei der Verarbeitung von starren Polymerisaten benötigt werden, nicht genügend wirksam-, um als Stabilisatoren verwendet zu werden. Außerdem ergibt die erfindungsgemäße synergistische Kombination bessere Ergebnisse bei niedrigeren Temperaturen als die einzelnen Bestandteile. Kombinationen von Zinkstearat oder Magnesiumstearat und mehrwertigen Alkoholen sind der USA.-Patentschrift 2 711 401 zu entnehmen.
Beispiele für von eßbaren Fetten und Ölen abgeleiteten Fettsäuren sind die gemischten Fettsäuren, die von Talg, Schmalz, Sardinenöl, Olivenöl, Kokosnußöl, Baumwollsamenöl, Sojaöl, Maisöl oder Erdnußöl stammen. Die Öle, aus welchen die Fettsäuren stammen, können gewünschtenfalls hydriert sein. Auch destillierte, fraktionierte Fettsäuren oder Gemische von Fettsäuren, die von solchen Fetten und Ölen stammen, sind brauchbar.
Als nichttoxische mehrwertige Alkohole können beliebige aliphatische Verbindungen mit zumindest zwei und vorzugsweise nicht mehr als zehn Hydroxylgruppen verwendet werden. Besonders bevorzugte mehrwertige Alkohole sind Mannit, Sorbit und Glycerin. Auch Pentaerythrit hat sich als in den erfindungsgemäßen Stabilisatorzusammensetzungen wirksam erwiesen.
Das Stabilisatorgemisch wird im allgemeinen in einer Menge von etwa 2 bis 6%> bezogen auf das Gewicht des Polymerisates, verwendet. Eine ausreichende Beständigkeit gegen Verschlechterung durch
ίο Wärme kann bei Verwendung von nur kleinen Mengen der Stabilisatorzusammensetzung, z. B. etwa 0,25 Gewichtsprozent des Polymerisates, erzielt werden. Je mehr Stabilisator verwendet wird, desto besser ist die Beständigkeit gegen eine Schädigung durch Hitze.
Mengen über etwa 10% sind im allgemeinen unnötig. Wenn weichgemachte Polymerisate stabilisiert werden sollen, wird weniger Stabilisator benötigt, und es müssen gewöhnlich nicht mehr als etwa 3% des Polymerisatgewichtes verwendet werden.
Die Stabilisierungswirkung der erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatorzusammensetzungen kann durch die Zugabe von geringen Mengen nichttoxischer Antioxydantien verbessert werden. Wenn solche Antioxydantien verwendet werden, sollten sie in Mengen von nicht mehr als etwa 0,5% der Polymerisatmasse eingesetzt werden. Es kann jedes bekannte Antioxydans verwendet werden, vorausgesetzt, daß es in den angewendeten Mengen nichttoxisch ist. Typische Beispiele für Antioxydantien sind 2,6-Ditert. - butyl -A- methylphenol, 2 - tert. - Butyl-4 - methoxyphenol, 3 - tert. - Butyl -A- methoxyphenol, n-Propylgallat, n-Dodecylgallat, Dilaurylthiodipropionat und Nordihydroguajaksäure.
Die folgenden Antioxydantien erscheinen ebenfalls in kleinen Mengen nichttoxisch: 4,4'-Methylen-bis-(2,6 - di - tert. - butylphenol), 4,4 - Thio - bis-(2-tert.-butyl - 5 - methylphenol), 4,4' - Butyliden - bis-(2-tert.-butyl - 5 - methylphenol)j 1,1,3 - Tris - (3 - tert. - butyl-4 - hydroxy - 6 - methylphenyl) - butan, 2,2'-Methylenbis - [4 - methyl - 6 - (I' - methylcyclohexyl) - phenol]- und 2,2'-Methylen-bis-(4-nonylphenol).
Unter Vinylchloridpolymerisaten werden solche verstanden, die zumindest teilweise aus der sich wiederholenden Gruppe
— CH-C —
I I
α χ
gebildet sind und einen Chlorgehalt von mehr als 40% haben. In dieser Gruppe können die Reste X jeweils Wasserstoff oder Chlor bedeuten. Bei Vinylchloridhomopolymeren bedeutet jeder der Reste X Wasserstoff. Daher umfaßt der Ausdruck nicht nur Vinylchloridhomopolymerisate, sondern die nachchlorierten Polyvinylchloride sowie Copolymerisate von Vinylchlorid in einem größeren Mengenanteil und anderen copolymerisierbaren Monomeren in einem kleineren Mengenanteil, wie Copolymerisate von Vinylchlorid und Vinylacetat, Copolymerisate von Vinylchlorid mit Malein- oder Fumarsäure oder -estern und Copolymerisate von Vinylchlorid mit Styrol. Die Erfindung ist auch auf Gemische von Polyvinylchlorid in einem größeren Mengenanteil mit einem kleineren Mengenanteil anderer Polymerisate, wie chloriertem Polyäthylen oder einem
Copolymerisat von Acrylnitril, Butadien und Styrol, anwendbar.
Die Herstellung der stabilisierten Polymerisatmasse kann leicht nach üblichen Verfahren erfolgen. Das gewählte Stabilisatorsystem wird gewöhnlich mit dem '5 zu stabilisierenden Polymerisat unter Verwendung von beispielsweise Kunststoffmischwalzwerken bei einer Temperatur, bei welcher die Mischung fließfähig ist und ein gründliches Mischen erleichtert wird, gemischt, wobei das Stabilisatorsystem mit dem Polymerisat auf einem Zweiwalzenmischer bei etwa 150 bis etwa 2050C eine zur Bildung eines homogenen Felles ausreichende Zeit gemischt wird. Der gegebenenfalls verwendete Weichmacher kann mit dem Stabilisator eingebracht werden. Gewöhnlich reicht 5minutiges Walzen aus. Nachdem die Masse gleichförmig ist, wird sie auf übliche Weise zu einem Fell oder zu Bahnmaterial geformt.
Die folgenden Beispiele erläutern bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel 1
Eine Reihe von Polymerisatmassen wurden hergestellt, die jeweils 150 Teile mit Stabilisatoren, wie in Tabelle I angegeben, auf einem Zweiwalzenmischer bis zu 1910C gemischtes Vinylchloridhomopolymerisat enthielten. Jede Probe wurde dann in zwei Teile geteilt; ein Teil wurde jeweils bei 177°C und der zweite Teil bei 191° C in einem Luftofen erhitzt, Die Verfärbung wurde festgestellt und ist in Tabelle I angegeben.
Tabelle I
Stabilisatorzusammensetzung
Magne-
sium-
benzoat
Zinksalze
von
Talgfettsauren
Gewichtsteile
Mannit
Wärmeverfärbung bei 1770C (Minuten Erhitzungsdauer)
0 30 60
weiß dunkel schwarz
braun
gelb gelb gelb
braun
orange rot dunkel
rot
gelb gelb gelb
braun
orange rot braun
weiß gelb gelb
Wärmeverfärbung bei 191° C
(Minuten Erhitzungsdauer)
15
45
60
3,0
1,5
1,5
3,0
1,5
1,5
1,5
1,5
1,5
1,5
1,5
schwarz schwarz
dunkelbraun schwarz
schwarz gelb weiß
gelbbraun
orange
gelbbraun
orange
weiß
schwarz schwarz schwarz
gelb gelb schwarz
dunkel dunkel schwarz
rot rot
gelb ver schwarz
kohlt
dunkel schwarz schwarz
rot
gelb gelb gelb
schwarz schwarz schwarz schwarz schwarz verkohlt
Die in Tabelle I angegebenen Ergebnisse zeigen eindeutig, daß bei Zusatz von Magnesiumbenzoat und Mannit zu Polyvinylchlorid (Proben C und E) eine sofortige Verfärbung nach Erhitzen auftritt, so daß nach nur 15 Minuten Erhitzungsdauer bei 1910C die Masse eine dunkelrote Farbe annimmt. Die gleiche dunkelrote Farbe (braun bei der Probe E) wird nach nur 60minutigem Erhitzen bei 177° C beobachtet. Wenn die Zinksalze von Talgfettsäursn und Mannit in einer Vinylchloridpolymerisatmasse verwendet werden (Proben B und D), wird die Masse nach 45minutigem Erhitzen bei 191° C (30 Minuten für Probe D) oder 120minutigem Erhitzen bei 177° C schwarz. Im Gegensatz dazu bleibt die Masse bei Verwendung der erfindungsgemäßen Stabilisatorkombination (Probe F) bei gemeinsamer Verwendung von Magnesiumbenzoat, Zinksalzen von Talgfettsäuren und Mannit als Stabilisatorkombination nach 45minutigem Erhitzen bei 191° C und 120minutigem Erhitzen bei 177 0C gelb und transparent. Dies zeigt die synergistische Art der Kombination, da die Stabilisatorkombination bei Verwendung aller drei Bestandteile, eines Magnesiumsalzes, eines Zinksalzes und eines mehrwertigen Alkohols, eine erhebliche und bessere Stabilisierungswirkung ergab, als Zusammensetzungen, die nur zwei dieser Bestandteile enthielten.
Beispiel 2
Eine Serie von Massen wurden wie im Beispiel 1 unter Verwendung eines Copolymerisates von 96%
65 Vinylchlorid und 4% Vinylacetat hergestellt. Mit den erfindungsgemäßen Dreikomponentensystemen wurden ähnliche Vorteile erzielt.
Beispiel 3
Eine Serie von Massen wurde wie im Beispiel 1 hergestellt, wobei Glycerin an Stelle von Mannit verwendet wurde. Mit den Dreikomponentensystemen wurden ähnliche Vorteile erzielt.
Beispiel4
Eine Stabilisatorzusammensetzung wurde hergestellt, die aus 1,5 Teilen Mannit, 1,5 Teilen Magnesiumsalzen von Talgfettsäuren und 1,5 Teilen Zinksalzen von Talgfettsäuren bestand. Diese Stabilisatorzusammensetzung wurde dann mit 150 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid auf einem Zweiwalzenmischer gemischt. Die Masse wurde dann in zwei Teile geteilt, ein Teil wurde in einem Luftofen bei 177° C und der andere in einem Luftofen bei 1910C gehalten. Die festgestellte Färbung ist in der nachfolgenden Tabelle II angegeben.
Tabelle II
Wärmeverfärbung bei 1770C
Anfänglich blaßgelb
Nach 30minutigem Erhitzen gelb
Nach 60minutigem Erhitzen gelb
Nach 120minutigem Erhitzen gelb
Wärmeverfärbung bei 191° C
Anfänglich blaßgelb
Nach 15minutigem Erhitzen gelb
Nach 3Öminutigem Erhitzen gelb
Nach 45minutigem Erhitzen ..... gelb
Beispiel 5
Das Verfahren des Beispiels 4 wurde unter Verwendung einer Stabilisatorzusammensetzung aus 1,5 Teilen Sorbit, 1,5 Teilen Magnesiumbenzoat und 1,5 Teilen Zinksalzen von Talgfettsäuren wiederholt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der anschließenden Tabelle III wiedergegeben.
Tabelle III Wärmeverfärbung bei 177°C
Anfänglich weiß
Nach 30minutigem Erhitzen gelb
Nach 60minutigem Erhitzen gelb
Nach 120minutigem Erhitzen .... gelb
Wärmeverfärbung bei 191 ° C
~ Anfänglich ...; weiß
Nach 15minutigem Erhitzen gelb
* Nach 30minutigem Erhitzen gelb
.. Nach 45minutigem Erhitzen gelb
Die Ergebnisse der Beispiele 4 und 5 zeigen, daß auch andere Stabilisatorzusammensetzungen, die in den Erfindungsbereich fallen, zur Stabilisierung bei etwa 190° C für zumindest 45 Minuten und zur Stabilisierung bei 177° C für zumindest 2 Stunden zufriedenstellend sind.
Beispiel 6
Beispiel 5 wurde unter Verwendung von Pentaerythrit als mehrwertiger Alkohol wiederholt. Es wurden äquivalente Ergebnisse erhalten. Daher ist Pentaerythrit den anderen nichttoxischen mehrwertigen Alkoholen gleichwertig.
Beispiel7
Es wurden drei Stabilisatorzusammensetzungen hergestellt. Jede enthielt 1,5 Teile Mannit, 1,5 Teile Magnesiumbenzoat und 1,5 Teile Zinksalze von Talgfettsäuren. 0,15 Teile eines in den verwendeten Mengenanteilen nichttoxischen Antioxydans wurden zu jeder der Stabilisatorzusammensetzungen zugefügt. Jede Stabilisatorzusammensetzung wurde dann mit 150 Gewichtsteilen eines Vinylchloridhomopolymerisats in einem Zweiwalzenmischer gemischt. Das in jedem Fall verwendete Antioxydans und die beim Erhitzen der Polymerisatmasse in einem Luftofen bei 1770C und 1910C erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle IV angegeben. Die Proben A und F aus Tabelle I sind ebenfalls zum Vergleich in die Tabelle IV aufgenommen.
Antioxydans Tabelle 0 30 60 120 IV 15 Wärmeverfärbung bei 191° C irriitzungsdauer) 60 75
Wärmeverfärbung bei 177° C weiß gilb gelb gelb gdb (Minuten ] 45 gelb ver
's 2,6-Di-tert.-butyl- (Minuten Erhitzungsdauer) 30 gelb kohlt
4-methylphenol weiß gelb gelb gelb 0 gelb gelb gelb ver
G 4,4'-Methylen- weiß gelb kohlt
bis-(2,6-di-tert-
butylphenol
4,4'-Thiobis-
weiß gelb gelb gelb gelb gelb gelb schwarz
H (2-tert.-butyl- weiß gelb
5-methylphenol) gelb
J Kontrollversuch weiß dunkel schwarz schwarz weiß schwarz schwarz schwarz
(kein Stabilisator braun schwarz
und kein Anti schwarz
A oxydans) weiß
keines weiß gelb gelb gelb gelb ver schwarz
gelb kohlt
gelb
F weiß
Aus den obigen Werten ist zu ersehen, daß die Verwendung einer kleinen Menge Antioxydans die Stabilisierungswirkung der Kombination erhöht, wodurch die Gebrauchsdauer des Polymerisates bei 191° C um zumindest 15 Minuten vergrößert wird, ' was bei vielen Verarbeitungsbedingungen ein wichtiges Merkmal darstellt. Die Prüftempsratur von 177° C war nicht scharf genug, um die synergistische Wirkung, die das Antioxydans auf die Stabilisatorzusammensetzung ausübt, zu zeigen.
Beispiel 8
Eine Stabilisatorzusammensetzung wurde durch Vermischen von 5 Teilen Mannit, 2,5 Teilen Magnesiumbenzoat, 4 Teilen Zinksalzen von Talgfettsäuren und 0,4 Teilen 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol hergestellt 4,65 Teile dieser Stabilisatorzusammensetzung wurden dann mit 150 Gewichtsteilen eines Vinylchloridhomopolymerisates auf einem Zweiwalzenmischer gemischt, und die erhaltene Polymerisatmasse wurde in einem Luftofen bei 191° C erhitzt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle V wiedergegeben.
Tabelle V
Anfänglich
Nach 15minutigem Erhitzen
Nach 30minutigem Erhitzen
Nach 45minutigem Erhitzen
Nach oOminutigem Erhitzen
Nach 75minutigem Erhitzen
weiß
gelb
gelb
gelb
gelb
schmutziggelb
Die Verwendung dieser Stabilisatormasse in Polyvinylchlorid ergab daher eine gute Beständigkeit gegen Schädigung durch Hitze bei 1910C für zumindest 1 Stunde.
Beispiel 9
Das Verfahren von Beispiel 8 wurde unter Verwendung von Zinkbenzoat an Stelle von Zinktalgfettsäuresalzen und von Magnesiumsalzen von Kokosnußfettsäuren an Stelle von Magnesiumbenzoat wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erzielt.
Beispiel 10
Das Verfahren von Beispiel 8 wurde unter Verwendung von Magnesiumsalzen von Maisölfettsäuren als Magnesiumsalz und von Zinksalzen von Maisölfettsäuren als Zinksalze wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erzielt.
Beispiel 11
Eine Stabilisatorkombination wurde unter Verwendung von 3 Teilen Magnesiumbenzoat, 5 Teilen Zinksalzen von Talgfettsäuren, 4 Teilen Mannit und 0,4 Teilen 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol hergestellt. 2 Teile dieser Stabilisatorkombination wurden dann mit 100 Teilen Vinylchloridhomopolymerisat, das mit 45 Teilen Dioctylphthalat und 5 Teilen epoxydiertem Sojaöl weichgemacht ist, gemischt. Es wurde eine gute Stabilisierung für 2stündiges Erhitzen bei 177° C erzielt.
Beispiel 12
Das Verfahren von Beispiel 8 wurde wiederholt, wobei Zinksalze von hydrierter Erdnußölfettsäure an Stelle der Talgfettsäuresalze verwendet wurden. Eine Polyvinylchloridmasse, die diese Stabilisatorzusammensetzung enthielt, blieb nach 45minutigem Erhitzen bei 1910C gelb.
Beispiel 13
Das Verfahren von Beispiel 12 wurde unter Verwendung von Fettsäuren aus hydriertem Baumwollsamenöl an Stelle der Fettsäuren von hydriertem Erdnußöl wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erzielt.
Beispiel 14
Drei Stabilisatorzusammensetzungen wurden hergestellt. Jede enthielt 1,5 Teile Mannit, 1,5 Teile Magnesiumbenzoat und 1,5 Teile Zinksalze von Talgfettsäuren. 0,15 Teile 2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol, das in den verwendeten Mengen nichttoxisch ist, wurden dann mit jeder der Stabilisatorzusammensetzungen gemischt. Jede Stabilisatorzusammensetzung wurde mit 127,5 Gewichtsteilen eines Vinylchloridhomopolymerisats und 22,5 Teilen von jedem der in Tabelle VI angegebenen Verschnittharze gemischt. Es wurde ein Zweiwalzenmischer bei 177° C verwendet. Die nach Erhitzen der Polymerisatmasse in einem Luftofen bei 177°C und bei 191°C erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle VI angegeben.
Verschnittharz Tabelle 0 30 weiß hell 60 120 VI Wärmeverfärbung bei 191° C 15 Minuten Erhitzungsdauer) 45 60 I 75
U Wärmeverfärbung bei 177° C weiß gelb orange gelb dunkel ( gelb 30 gelb gelb schwarz
O (Acrylnitril-Buta- (Minuten Erhitzungsdauer) gelb gelb
dien-Styrol-Poly- 0
K merisat) hell hell weiß hell hell ver ver
(Pfropfcopoly- weiß blaßgelb orange orange orange hell orange kohlt kohlt
merisat von Bu orange
L tadien mit Meth weiß
acrylsäuremethyl
ester) blaßgelb blaßgelb gelb schwarz schwarz
(chloriertes Poly blaßgelb! blaßgelb
äthylen, 38%
M Chlor) weiß
Aus den obigen Werten ist zu ersehen, daß die erfindungsgemäßen Stabilisatorzusammensetzungen ebenso wirksam bei Polyvinylchloridmischungen wie bei dem Homopolymerisat allein bei 177°C und 1910C sind.
Beispiel 15
Das Verfahren von Beispiel 14 wurde unter Verwendung eines nachchlorierten Polyvinylchlorids als Polymerisat und Einmischen der Stabilisatorkombination in das Polymerisat bei 193 0C wiederholt.
Wärmeverfärbung bei 191° C
Anfänglich
Nach 15minutigem Erhitzen .
Nach 30minutigem Erhitzen .
Nach 45minutigem Erhitzen .
Nach 120minutigem Erhitzen
.. gelbbraun
,. dunkelgelbbraun
.. dunkelgelbbraun
.. dunkelgelbbraun
.. dunkelgelbbraun
Tabelle VII
Wärmeverfärbung bei 177°C
Anfänglich
Nach 30minutigem Erhitzen .
Nach 60minutigem Erhitzen .
Nach 120minutigem Erhitzen
.. gelbbraun
.. gelbbraun
.. dunkelgelbbraun
. dunkelgelbbraun
65 Dieses Beispiel zeigt, daß die erfindungsgemäßen Stabilisatorzusammensetzungen bei nachchloriertem Polyvinylchlorid zufriedenstellende Stabilisierung ergeben.
Beispiel 16
Das Verfahren von Beispiel 12 wurde unter Verwendung von Olivenölfettsäuren an Stelle von Erdnußölfettsäuren wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erhalten.
109514/381
Beispiel 17
Das Verfahren von Beispiel 12 wurde unter Verwendung von Schmalzfettsäuren an Stelle von Erdnußölfettsäuren wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erhalten.
Beispiel 18
Das Verfahren von Beispiel 12 wurde unter Verwendung von Sardinenölfettsäuren an Stelle von Erdnußölfettsäuren wiederholt. Es wurden gleichwertige Ergebnisse erhalten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verwendung eines Gemisches aus
A. 25 bis 40 Gewichtsprozent eines Magnesium-
salzes von Benzoesäure und/oder von eßbaren Fetten und Ölen stammenden Fettsäuren,
B. 25 bis 40 Gewichtsprozent eines Zinksalzes von Benzoesäure und/oder von eßbaren Fetten und Ölen stammenden Fettsäuren,
C. 20 bis 50 Gewichtsprozent eines nichttoxischen, mehrwertigen Alkohols
zum Stabilisieren von Vmylchloridpolymerisaten, nachchloriertem Polyvinylchlorid und chloriertem Polyäthylen.
2. Ausbildung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verwendende Stabilisatorgemisch zusätzlich ein nichttoxisches Antioxydans enthält.
DE19631569372D 1962-07-23 1963-07-10 Stabilisieren von Vinylchloridpolymerisaten und chloriertem Polyaethylen Pending DE1569372B1 (de)

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AT (1) AT250025B (de)
BE (1) BE635264A (de)
CH (1) CH433726A (de)
DE (1) DE1569372B1 (de)
ES (1) ES289596A1 (de)
GB (1) GB985615A (de)
NL (2) NL295565A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0551684A1 (de) * 1990-07-09 1993-07-21 Sumitomo Chemical Company, Limited Vinylchloridharzzusammensetzung und Artikel mit matt glänzender Oberfläche

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1283493A (fr) * 1960-03-15 1962-02-02 Argus Chem Compostions stabilisées de chlorure de polyvinyle destinées à l'emballage des denrées alimentaires

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Publication number Publication date
NL128715C (de)
NL295565A (de)
BE635264A (de)
ES289596A1 (es) 1963-12-01
AT250025B (de) 1966-10-25
CH433726A (de) 1967-04-15
GB985615A (en) 1965-03-10

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