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DE1569169A1 - Verfahren zur Herstellung von Kunststoffgegenstaenden mit Perlglanz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststoffgegenstaenden mit Perlglanz

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Publication number
DE1569169A1
DE1569169A1 DE19641569169 DE1569169A DE1569169A1 DE 1569169 A1 DE1569169 A1 DE 1569169A1 DE 19641569169 DE19641569169 DE 19641569169 DE 1569169 A DE1569169 A DE 1569169A DE 1569169 A1 DE1569169 A1 DE 1569169A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
paste
pearlescent
microns
pearly
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641569169
Other languages
English (en)
Inventor
Gutman Ira H
Jules Pinsky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Co
Original Assignee
Monsanto Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Co filed Critical Monsanto Co
Publication of DE1569169A1 publication Critical patent/DE1569169A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • C08J3/2053Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the additives only being premixed with a liquid phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/18Oxygen-containing compounds, e.g. metal carbonyls
    • C08K3/24Acids; Salts thereof
    • C08K3/26Carbonates; Bicarbonates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K7/00Use of ingredients characterised by shape
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2323/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers
    • C08J2323/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers not modified by chemical after treatment

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststoffgegenständen mit Perlglanz.
  • Die Erfindung betri£"ft ein Verfahren zur Herstellung von formbaren Massen zur Erzeugung von glänzenden Kunststoffgegenständen mit perlartigem Glanz, bei dem Material mit perlartigem Glanz in zähe und hochschmelzende Kunststoff hoher Dichte wie Polypropylen und Polyäthylen eingearbeitet wird.
  • Es ißt bekannt, daß das Einverleiben oder Dispergieren verschiedener Materialien in Form kleiner Kristalle oder Flocken in Kunststoffe, wie beispielsweise Polyäthylen geringer Dichte, ein glänzendes, perlartiges Aussehen an Flaschen oder anderen, daraus hergestellten Gegenständen hervorruft. Dieses Mittel iet bisher häufig angewandt worden, um das normalerweise dunkle und oft rauhe Aussehen dieser Produkte zu verbessern. Bisher wurde das Einarbeiten dieser Perlglanz erzeugenden Pigmente in den Kunststoff im allgemeinen in der gleichen Weise, wie bei anderen festen Pigmenten oder Farben vorgenommen. Das heißt, zuerst wird eine Kunststoff-Grundbeschickung hergestellt, die mit dem gewünschten Pigment sehr stark beladen ist.
  • Bei einem derartigen typischen Verfahren wird das den Perlglanz erzeugende Pigment entweder als solcheß oder vorzugsweise als konzentrierte Paste oder Suspension in einem flüssigen Träger in einer Konzentration von etwa 50 bis 75 ß in einer Beschickung aus "natürlichen", unpigmentiertem Polyäthylen durch intensive mechanische Verarbeitung oder Kneten in einem Banbury-Xischer oder einer ähnlichen Vorrichtung vermischt. Hierauf wird die gebildete, stark beladene Grundmischung zu einem Pulver vermahlen und das so erhaltene pigmentierte Kunstharzpulver durch einen Extruder mit genügend zusätzlichem natürlichem Polyäthylen geschickt, um Kügelchen eines Kunstharz-Konzentrats herzustellen. Dieses enthält dann etwa 5 bis 10 % der den Perlglanz erzeugenden Feststoffe.
  • Anschließend wird das Konzentrat dann abermals durch einen Extruder zusammen mit weiterem gekörnten, natürlichem" Harz oder mit in geeigneter Weise gefärbten oder anderweitig gebundenen Harz geschickt, um ein Kunstharzpulver zu gewinnen, du die gewUnachte endgültige Farbe und andere Eigenschaften aufweist.
  • Natürlich wird das entstandene Kunstharzpulver noch anderen Extrusions- oder Schervorgängen in der Endstufe der Warmbehandlung unterworren, wobei es die gewünschte Kunststoffflasche oder einen anderen Gegenstand ergab. Diese bekannten Verfahren sehen mindestens drei aufeinander folgende Durchänge des Kunststoffes und des den Perlglanz erzeugenden Materials durch eine Mischungszone großer Scherung wie inen Banbury-Mischer, einen Extruder, eine Kautschukmühle einer einer Kombination derartiger Vorrichtungen vor.
  • Die beschriebene, herkömmliche Misch- und Verfahrensweise ist zum Vermischen gewähnlicher Pigmente und sogar Perlglanz erzeugender Kristalle in verhältnismäßig weichen und niedrigschmelzenden Thermoplasten, wie Polyäthylen geringer Dichte, Polystyrol und dergleichen recht befriedigend. Es hat aich Jedoch herausgestellt, daß diese bekannte Verfahrensweise enttäuschende Ergebnisse liefert, wenn Gegenstände mit Perlglanz hergestellt werden sollen, und zwar unter Verwendung von moderneren Thermoplasten, wie Zieglertschem Polyäthylen hoher Dichte oder Polypropylen, die sowohl ein beträchtlich höheres Molekulargewicht und einen höheren Schmelzpunkt als auch ein wesentlich geringeres Maß an Durchsichtigkeit als Polyäthylen niedriger Dichte aufweisen.
  • Insbesondere haben Versuche zur Herstellung von Gegenständen mit Perlglanz aus den neueren Kunststoffen gezeigt, daß wesentlich größere Konzentrationen an dem perlfarbigen Material bei den mehr opaken, hochschmelzenden Kunstharzen als bei Polyäthylen geringerer Dichte erforderlich sind.
  • Indes ist auch mit diesen größeren Konzentrationen der erhaltene Perlglanz merklich geringer als man zu erwarten hat.
  • Die Erfindung will den geschilderten Nachteilen abhelfen.
  • Insbesondere ist sie-dabei darauf gerichtet, bei dem Vermischen der Paste mit dem Kunststoff zu vermeiden, daß die in der Paste enthaltenen Kristalle des glanzgebenden Materials durch zu starken mechanischen Druck zum Teil zerstört werden. Erreicht wird dies dadurch, daß die Paste, die die Teilchen des Materials mit perlartigem Glanz mit einem Flächendurchmesser von 3 bis 70 Mikron, einer Dicke von 0,5 bis 5 Mikron, einem Verhältnis von Durchmesser zu Dicke von vorzugsweise mindestens 4 und in einer Menge von 30 bis 80 Gew. °, vorzugsweise 50 bis 65 Gew,-P enthält, dem Kunststoff, der in Form von EUgelchen einer durchschnittlichen Größe von 1,6 bis 6,4 mm vorliegt, zugesetzt und dann das entstandene Gemisch ohne Druck bei Temperaturen zwischen 5 bis 40°C langsam gerührt wird, bis die Kunststoffteilchen mit der Paste überzogenn sind.
  • Mach dem Verfahren der Erfindung werden die Pigmente mit perlartigem Glanz äußerst wirksam in die zähen Kunststoffe einverleibt und die Scherkräfte, denen das Material ausgesetzt ist, sehr gering gehalten. Ferner ist es von Vorteil, daß es bei dem Verfahren der Erfindung nur eines einzigen Durchgangs bedarf, anstatt von 3 oder mehreren mechanischen Bearbitungsgängen durch einen Extruder, wie es bisher nötig war. Das den Perlglanz erzeugende Material wird auf diese Weise in dem Kunstharz mit einem Minimum an mechanischen Brüchen oder Abreibungen und mit einem Minliui an thermischer Zersetzung dispergiert. Diese mechanische und thermische Zersetzung der den Perlglanz ererzeugenden Pigmentkristalle oder Lamellen war sehr ausgesprochen und tur die relative Unwirksamkeit verantwortlich, wenn die Pigmentkristalle in der üblichen Weise in ein zähes Kunstharz, beispielsweise Polyäthylen hoher Dichte, eingearbeitet wurden. Denn es wurde bei relativ hohen Verfahrenstemperaturen, wie sie zur Erzielung einer guten Dispersion des Pigments in einem solchen Kunststoff erforderlich waren, intensiv geknetet.
  • Als besonders geeigneter Stoff mit perlartigem Glanz hat sich basisches kristallines Bleikarbonat erwiesen, vornehmlich dann, wenn ein weißer Glanz erzeugt werden soll.
  • Weiter seien beispielsweise die folgenden Stoffs genannt, saures Ble iphosphat, saures Bleiarsenat, Zinkphosphat, Ble ipyropho sphat, Zinkammoniumphosphat, , Magnes immammoniumphosphat, Glimmer und dergleichen.
  • Wenn die den Perlglanz erzeugenden Pigmentkristalle in einem durchscheinenden oder durchsichtigen Grundstoff einverleibt und in parallelen Schichten in verschiedenen Tiefen orientiert werden, wird gleichzeitig Licht in einer gegebenen Richtung von einer Vielzahl von Oberflächen reflektiert, wodurch die Art von Glanz entsteht, die als perlartig bezeichnet wird. Da die Intensität der Reflexion an einer Grenze zwischen zwei durchsichtigen Substanzen von der Differenz ihrer Brechungsindizes abhängt, ist es erwünscht, daß der Brechungsindex der den Perlglanz erzeugenden Kristalle vom Brechungsindex des Kunstharzes, in das dies eingebettet werden, mindestens um etwa 0,2 verschieden ist. Da die Polyolefin1wnstharze, auf die sich diese Erfindung hauptsächlich bezieht, Brechungsindizes im Bereich von etwa 1,50 bis 1,60 aufweisen, sollen die verwendeten perlmutterartigen Kristalle Indizes über 1,70 und vorzugsweise zwischen 1,80 und 00 besitzen. Die Kristalle des basischen Bleikarbonats, die einen Brechungsindex zwischen etwa 1,90 und 2,10 haben, sind wegen ihrer ausgezeichneten mechanischen und kristallinen Eigenschaften und ihrer verhältnismäßig guten thermischen Stabilität besonders wirksam.
  • Bei DurchfUhrung des Verfahrens der Erfindung werden die den Perlglanz erzeugenden Kristalle zuerst zu einer konzentrierten Paste durch Dispergieren in einem geeigneten, klaren, lichtdurchlässigen, flüssigen Träger verarbeitet, der zumindest in kleinen Anteilen mit dem Kunststoff verträglich ist, mit dem er vereinigt wird. Der Träger ist eine ölige Flüssigkeit, die frei fließt und bei Raumtemperatur im wesentlichen nicht flüchtig ist, d.h. eine mit einem Siedepunkt oberhalb 2000C und vorzugsweise oberhalb von 3000C. Der ölige Träger, der die kleinen Kristalle des den Perlglanz erzeugenden Materials überzieht, hindert diese - Agglomerieren, verringrt das Brechen und erleichtert die einheitliche Verteilung der Kristalle auf der Oberfläche des Harzpulvers in der anfänglichen Überzugsstufe und deren parallele Orientierung bei der Dispersimon im Kunstharz Geeignete Beispiele für derartige Träger stoffe sind C4 bis C12-Alkylester von Säuren wie Phosphor säure, Phthalsäure und Säuren der Oxalaurereihe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen pro MolekUl, wie Aipinlure oder Se bac insäure. Dioctylphthalat, Dibutylphthalat und deren zahlreiche Mischungen haben sich als besonders nützlich erwiesen. Hochraffinierte weiße Mineralöle kannen gleichfalls verwendet werden. Geringe Mengen relativ flüchtiger Flüssigkeiten wie Wasser oder Butylacetat können im Träger zur Modifizierungseiner Viskosität oder flir andere Zwecke vorliegen.
  • Das Verfahren der Erfindung ist, wie bereits erwähnt, besonders bedeutsam bei zähen, hochschmelzenden Kunststoffen, insbesondere Polypropylen und Polyäthylenharzen hoher Dichte, d.h. Polyäthylen mit einer Dichte von etwa 0,945 einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 40 000 bis 200 000 oder höher, d.h. 50 000 bis 100 000, und einem kristallinen Schmelzpunkt von etwa 135°C oder höher.
  • Das bei der Durchführung des Verfahrens verwendete Kunstharzpulver kann unpigmentiert oder auch mit einem Farbstoff, zum Beispiel Vltramarinblau, Phthalocyaninblau, Chromoxyd, Cadmiumrot, Cadmiumgelb, Benzidingelb, Phthalocyaningrün gefärbt werden. Anstelle eines Kunstharzpulvers, dessen Teilchen alle die gleiche Farbe haben, kann man auch zur Erzielung besonderer Farbeffekte verschieden gefärbte Kunststoffpulver verwenden.
  • In der Regel ist bei dem Verfahren der Erfindung das Kunstharzpulver in 0,5 bis 5 Minuten, vornehmlich in 1 bis 3 Minuten mit der Paste überzogen. Ein guter Überzug des Kunstharzpulvers mit der Paste kann beispielsweise durch langsames Verrühren entsprechender Mengen des Kunstharzpulvers und des pastösen Zusatzes in einem offenen Eimer mit einem hölzernen oder aus Kunststoff bestehenden RUhrlöffel erzielt werden» wenn man mit der Hand rührt oder den Löffel durch eine geolgnete, lch langsam drehende Vorrichtung drehen läßt. Weiter kann eine geeignete Mischung durch teilweises Füllen einer Mischtrommel mit dem Kunststoffpulver und dem pastösen Zusatz und anschließendem Umwälzen der Mischung in der Trommel erhalten werden. Ferner eignet sich gut ein Bandmischer. Bekanntlich ist ein derartiger Mischer ein Behälter mit einer motorgetriebenen, senkrechten Welle, die durch die Mitte des Behälters läuft.
  • Um deren gesamte länge ist ein Streifen oder ein Band spiralförmig gewickelt und in gleicher Entfernung von der Wellenmitte befestigt. wenn die Materialien, einschließlich der Zusätze durch die öffnung in den Behälter eingefüllt werden, wird eine gründliche Mischung erzielt. Die fertige Mischung wird durch eine Öffnung entnommen.
  • Zum Mischen wird du pastöse Gemisch gewogen und in geeigneter Menge auf du Kunstharzpulver getropft, mit dem es vermischt werden soll. Beispielsweise kann eine abgewogene Menge der Perlglanzpaste in eine Trommel getropft werden, die zum Teil mit einer bekannten Menge des Kunstharzpulvers gefüllt ist, worauf die Trommel geschlossen und etwa 2 Minuten gedreht wird. Bin übermäßiges Mischen verringert unnötigerweise die Kristallgröße des den Perlglanz erzeugenden Materials. Bei Verarbeitung einer solchen Masse ergeben sich dann Kunststoffgegenstände mit einem weniger ausgesprochenen Glanz als demjenigen, der erzielt werden kann, wenn die Mischzeit möglichst klein gehalten wird. Zur Vermeldung einer schädlichen Verkleinerung der Partikel des Perlglanzmaterials bei einer Homogenisierung der errindungsgemäßen Masse läßt man vorteilhaft die Trommel oder eine andere Mischvorrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 U/min sich drehen. Natürlich wird die gUnstigste Mischgeschwindigkeit etwas von der verwendeten Vorrichtung abhängen, befriedigende Mischergebnisse können Jedoch leicht durch vorher vorgenormene Versuchsläufe bestimmt werden.
  • Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte Masse, deren Kunststoffteilchen einen dünnen Film des Perlglanzzusatzes aufweisen, kann einer der üblichen Vorrichtung zur Warmverformung, z.B. einer Spritzgussmasohine, unmittelbar zugefhhrt werden.
  • Es ist zweckmäßig, um den gewunachten Perlglanzeffekt der Kunststoffgegenstände aüs der erfindungsgemäßen Masse zu erhalten, die den Perlglanz erzeugenden Kristalle in einer Konzentration von etwa 0,1 bis etwa 5 %, vorzugsweise von etwa 0,3 bis etwa 2 «, auf den Kunststoff bezogen, zu verwenden. So können beispielsweise beim Arbeiten mit einer Paste, die 60 ß Perlglanzkristalle und 40 % flüssigen Träger enthält, ausgezeichnete Ergebnisse erhalten werden, in dem ein Teil dieser Paste mit etwa 30 bis 200 Teilen des Kunststoffpulvers oder mit einer trockenen Mischung aus Kunststoffpulver und Farbkonzentrat-Kunststoffpulver vermischt werden.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend im einzelnen beschrieben.
  • Beispiel Eine Perlglanz erzeugende Paste (nachstehend als "Paste A" bezeichnet) wird in folgender Weise hergestellt: 6 Teile kristallines basisches Bleikarbonat und 4 Teile eines flüssigen Trägers aus gleichen Teilen Dibutylphthalat und Dioctylphthalat wurden in einem Glasbecher mit einer Umdrehungszahl von etwa 100 Umdrehungen sanft unter Verwendung eines hölzernen Spateis oder eines kleinen, flachen Holzlöffels als R2hren verrührt. Das verwendete Blelkarbonat hatte im wesentlichen die Form von hexagonalen Plättchen, die einen durchschnittlichen Flächendurchemsser von etwa 7 bis 8 Mikron aufwiesen.
  • Ein Kunststoffpulver (nachstehend als"Pulver B" bezeichnet) wurde durch Trockenmischen von 240 Teilen Polyäthylenpulvers hoher Dichte und 10 Teilen eines Farbkonzentrat-Kunststoffpulvers aus Polyäthylen hoher Dichte mit etwa 48 ß blauer Farbe ("Monastral Blau BT449D") hergestellt, bis eine im wesentlichen einheitliche Mischung erhalten war. Die durchschnittliche Teilchengröße der zwei Pulver betrug 3,2 mm. Ein Teil der Paste A wurde dann in einen Eimer gegeben, der 45 Teile des Pulvers B enthielt, wobei die Paste auf das Pulver in der Nähe der Mitte des Eimers getropft wurde. Die gewünschte Menge an Paste wurde mittels einer kalibrierten Dosiervorrichtung zugegeben. In einer derartigen Vorrichtung bewegt sich die abzumessende Flüssigkeit oder Paste beim Aufwärtsbewegen eines handbetätigten Griffes in einen Pumpenzylinder und' wird von der DUse beim Abwärtsdrücken nach unten entleert, wobei das gewünschte Volumen mittels einer einstellbaren Anschlagvorrichtung, die die Hublänge des Kolbens regelt, genau vorbestimmt werden kann. Die Paste im Lager- oder Fülltrichter soll von Zeit zu Zeit sanft gerührt werden, wenn die Verteilungsvorrichtung längere Zeit benutzt wird, damit die Pigmentkristalle einheitlich im flüssigen Träger verteilt bleiben. Wenn dies nicht geschieht, sedimentieren die Teilchen des Perlglanz erzeugenden Materials.
  • Nach dem Zutropfen der Paste in den Eimer, der das Kunstharzpulver enthielt, wurde der Inhalt sanft mit einem von Hand bewegten flachen Holziöffel zwei Minuten gerührt, um die Paste im wesentlichen glatt auf den Kunstharzteilchen zu verteilen.
  • Die aus der so erhaltenen Masse auf einer Spritzgussmaschine hergestellten Kunststoffflaschen hatten ein äußerst glänzendes Aussehen. Die durchschnittliche Kristall größe des Perlglanz gebenden Materials in den Flaschen betrug 2 bis 4 Mikron.
  • Verg1eichsbeisiel In einem Vergleichs-Durchlauf wurden die Paste A und das Pulver B in den gleichen Verhältnissen wie vorher vermischt, wobei Jedoch die Ubliche Reihenfolge der einzelnen Stufen bei der Extrusion angewandt wurden, indem zuerst eine Grundbeschickung mit 3 ß des Perlglanzpigmentes, dann ein Konzentrat mit 1 1/2 ß des Perlglanzpigmentes und schließlich das in gewUnochter Weise gefärbte Material fur den Spritzguss hergestellt wurde. Die durchschnittliche Kristallgröße in den aus dieser Masse hergestellten Flaschen betrug nur 1 bis 2 Mikron; die Flaschen wiesen daher einen deutlich geringeren weichen Ton und ein weniger glänzendes Aussehen auf.

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer formbaren Masse zur Erzeugung von Kunststoffgegenständen mit perlartigem Glanz durch Mischen von Polyäthylen oder Polypropylen hoher Dichte mit einem Material mit perlartigem Glanz in Form einer Paste, in deren nicht flüchtiger, öliger Flüssigkeit als Träger feste Teilchen mit Abmessungen in der Größenordnung von Mikronen aufgeschlämmt sind, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Paste, die die Teilchen des Materials mit perlartigem Glanz mit einem Flehendurchmesser von 3 bis 70 Mikron, einer Dicke von 0,5 bis 5 Mikron, einem Verhältnis von Durchmesser zu Dicke von vorzugsweise mindestens 4 und in einer Menge von 30 bis 80 Gew.-*, vorzugsweise 50 bis õ5 Gew.-* enthält, dem Kunststoff, der in Form von Kügelchen einer durchschnittlichen Größe von 1,6 bis 6,4 mm vorliegt, zugesetzt und dann das entstandene Gemisch ohne Druck bei Temperaturen zwischen 5 bis 400C langsam gerührt wird, bis die Kunststoffteilchen mit der Paste überzogen sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Material mit perlartigem Glanz basisches Bleikarbonat in Kristallform ist.
DE19641569169 1963-11-22 1964-11-20 Verfahren zur Herstellung von Kunststoffgegenstaenden mit Perlglanz Pending DE1569169A1 (de)

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