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DE1569087C - Verfahren zur Herstellung gasdurch lassiger Folien oder Überzüge aus stick stoffhaltigen hochmolekularen Isocyanurat gruppenhaltigen Produkten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gasdurch lassiger Folien oder Überzüge aus stick stoffhaltigen hochmolekularen Isocyanurat gruppenhaltigen Produkten

Info

Publication number
DE1569087C
DE1569087C DE19641569087 DE1569087A DE1569087C DE 1569087 C DE1569087 C DE 1569087C DE 19641569087 DE19641569087 DE 19641569087 DE 1569087 A DE1569087 A DE 1569087A DE 1569087 C DE1569087 C DE 1569087C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixture
fibers
layers
water
isocyanate groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19641569087
Other languages
English (en)
Other versions
DE1569087A1 (de
DE1569087B2 (de
Inventor
Dieter Dr 6200 Wiesba den Porrmann Herbert Dr 6272 Königs hofen Seifried Walter Dr 6202 Wies baden Biebrich Meyreis Hans Werner 4200 Oberhausen Sterkrade Kaempgen
Original Assignee
KaUe AG, 6202 Wiesbaden Biebnch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KaUe AG, 6202 Wiesbaden Biebnch filed Critical KaUe AG, 6202 Wiesbaden Biebnch
Publication of DE1569087A1 publication Critical patent/DE1569087A1/de
Publication of DE1569087B2 publication Critical patent/DE1569087B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1569087C publication Critical patent/DE1569087C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die erfindungsgemäß zuzusetzenden Fasern oder faserartigen Materialien können für sich oder in Mischung miteinander in Mengen bis zu 20%, vorzugsweise 3 bis 8%, bezogen auf den gesamten Ansatz, angewendet werden.
Beispiel 1
Man stellt eine Mischung her aus
g eines Voraddukts, das aus Polypropylenglykol vom Molekulargewicht 2000 und 2 Mol Diphenylmethan-4,4-diisocyanat erhalten wurde, mit einem Zusatz von 2% Triäthylamin,
g Dimethylformamid, getrocknet und frisch destilliert,
g einer 50%igen Lösung von Diphenylmethan-
4,4'-diisocyanat in Dimethylformamid,
2,5 g getrocknetem Weichholzmehl.
Nach 20 Minuten Standzeit, wenn die Konsistenz des Ansatzes pastenartig geworden ist, wird er nochmals gut durchmischt und sofort auf ein Gewebe, das auf eine auf 60° C erwärmte Unterlage gespannt ist, S aufgetragen. Nach etwa 10 Minuten Reaktionszeit wird die Schicht gewässert und bei erhöhter Temperatur getrocknet. Das Produkt ist weich und »griffig« und hat eine gute Abriebfestigkeit sowie eine Luftdurchlässigkeit von 30 l/dm2/24 h bei einer Druckdifferenz von 250 cm W. S.
Beispiel 2
Man verwendet die gleiche Mischung wie im Beispiel 1, ersetzt den Holzmehlzusatz durch 3 g Cellulosepulver und fügt noch
2 g 1 mm Polyäthylenglykolterephthalatfasern und
3 g Pigmenttiefschwarz extra (CI. 50 440)
hinzu. Die Verarbeitung des Ansatzes geschieht analog Beispiel 1.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von gasdurchlässigen, wasserundurchlässigen Folien oder Überzügen aus stickstoffhaltigen hochmolekularen vernetzten Produkten, die zu einem wesentlichen Anteil Isocyanuratgruppen enthalten und aus einem oder mehreren organischen Di- oder Polyisocyanaten, deren Isocyanatgruppen direkte an einen oder an verschiedene aromatische Kerne gebunden sind, in Gegenwart von Ν,Ν-Dialkylformamid, an dessen N-Atom wenigstens eine Methyl- oder Methylengruppe gebunden ist, und in Anwesenheit von Katalysatoren gebildet werden, indem man die polymerisierende Mischung in einer oder in mehreren Schichten auf eine Unterlage aufbringt, die Schichten mit Wasser behandelt, die Schichten nach Entfernen des Dialkylformamids trocknet und gegebenenfalls zur Herstellung von Folien von der Unterlage abzieht, die aufgebrachte weiterpolymerisierende Schicht innerhalb eines Zeitbereiches, in dem die Anzahl der noch nicht reagierten freien Isocyanatgruppen zwischen 0,1 und 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Mischung, beträgt und innerhalb dessen die Mischung auf eine Viskosität im Bereich zwischen 3 · 103 und 1 · 10e cP angestiegen ist, mit Wasser behandelt nach Patent 1569 081, dadurch gekennzeichnet, daß man dem noch nicht ausreagierten Reaktionsgemisch natürliche oder synthetische Fasern oder faserartige Materialien organischer oder anorganischer Herkunft einschließlich solcher mit Fibrillenstruktur, zusetzt, das erhaltene Gemisch auf die Unterlage aufbringt und in an sich bekannter Weise weiterbehandelt.
    Das Hauptpatent 1 569 081 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gasdurchlässigen, wasserundurchlässigen Folien oder Überzügen aus stickstoffhaltigen hochmolekularen vernetzten Produkten, die zu einem wesentlichen Anteil Isocyanuratgruppen enthalten und aus einem oder mehreren organischen Di- oder Polyisocyanaten, deren Isocyanatgruppen direkt an einen oder an verschiedene aromatischen Kerne gebunden sind, in Gegenwart von Ν,Ν-Dialkylformamid, an dessen N-Atom wenigstens eine Methyloder Methylengruppe gebunden ist, und in Anwesenheit von Katalysatoren gebildet werden, indem man die polymerisierende Mischung in einer oder in mehreren Schichten auf eine Unterlage aufbringt, die Schichten mit Wasser behandelt, die Schichten nach Entfernen des Dialkylformamids trocknet und gegebenenfalls zur Herstellung von Folien von der Unterlage abzieht, dadurch gekennzeichnet, daß man die aufgebrachte weiterpolymerisierende Schicht innerhalb eines Zeitbereiches, in dem die Anzahl der noch nicht reagierten freien Isocyanatgruppen zwischen 0,1 und 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Mischung, beträgt und innerhalb dessen die Mischung auf eine Viskosität im Bereich zwischen · 103 und 1 · 10* cP angestiegen ist, mit Wasser behandelt.
    Das Verfahren nach der Erfindung stellt eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung von gasdurchlässigen, wasserundurchlässigen Folien oder Überzügen aus stickstoffhaltigen hochmolekularen vernetzten Produkten dar, die zu einem wesentlichen Anteil Isocyanatgruppen enthalten und aus einem oder mehreren organischen Di- oder Polyisocyanaten, deren Isocyanatgruppen direkt an einen oder an verschiedene aromatische Kerne gebunden sind, in Gegenwart von Ν,Ν-Dialkylformamid, an dessen N-Atom wenigstens eine Methyl- oder Methylengruppe gebunden ist, und in Anwesenheit von' Katalysatoren gebildet werden, indem man die polymerisierende Mischung in einer oder in mehreren Schichten auf eine Unterlage aufbringt, die Schichten mit Wasser behandelt,, die Schichten nach Entfernen des Dialkylformamids trocknet und gegebenenfalls zur Herstellung von Folien von der Unterlage abzieht, die aufgebrachte weiterpolymerisierende Schicht innerhalb eines Zeitbereiches, in dem die Anzahl der noch nicht reagierten freien Isocyanatgruppen zwischen 0,1 und 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Mischung, beträgt und innerhalb dessen die Mischung auf eine Viskosität im Bereich zwischen 3 · 103 und 1 · 10e cP angestiegen ist, mit Wasser behandelt nach Patentanmeldung P 15 69 081.0, dadurch gekennzeichnet, daß man dem noch nicht ausreagierten Reaktionsgemisch natürliche oder synthetische Fasern oder faserartige Materialien organischer oder anorganischer Herkunft, besonders solche mit Fibrillenstruktur, zusetzt, das erhaltene Gemisch auf die Unterlage aufbringt und in an sich bekannter Weise weiterbehandelt.
    Durch den erfindungsgemäßen Zusatz von Fasern bzw. faserartigen Materials wird die Keimbildung der Blasen und Poren sowie die Steuerbarkeit und Gleichmäßigkeit der Porenbildung ganz wesentlich verbessert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auch dickere Schichten in Stärken bis zu mehreren Millimetern mit guter Gasdurchlässigkeit in einem Strich hergestellt werden können. Außerdem ist das zur Anwendung kommende Gemisch in kürzerer Zeit und relativ unabhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der Luft verarbeitungsfähig.
    Die erfindungsgemäß zu verwendenden Fasern aus natürlichem Material können vor allem aus nativer oder regenerierter Cellulose bestehen. Auch Fasern aus chemisch veränderter Cellulose, z. B. Celluloseester, können verwendet werden. Als Synthesefasern kommen besonders Polyesterfasern, z. B. Fasern aus Polyäthylenglykolterephthalat, und/oder Polyamidfasern, z. B. Fasern aus Polycaprolactam bzw. PoIytexamethylendiaminadipat, vorzugsweise mit einem Titer unter 5 den, in Betracht. In manchen Fällen kann auch der Zusatz anorganischer Fasern, wie z. B. Glasfasern, von Vorteil sein. Die zuzusetzenden Fasern können erfindungsgemäß eine Länge von 1 bis 15 mm haben.
    Als natürliche faserartige Materialien kommen solche pflanzlicher und tierischer Herkunft, vor allem Holzmehl von Weichhölzern, vorzugsweise solches, das mit Kunstharzsn imprägniert ist, gemahlene Zellstoffe und zerfasertes Leder in Betracht. Als faserartiges Material synthetischer Herkunft können z. B. Kunstlederabfälle in Form des bei der Verarbeitung entstehenden Abriebs oder zerfasertes Kunstleder angewendet werden. Für spezielle Zwecke kann auch anorganisches faserartiges Material, wie z. B. Asbest, zugesetzt werden.
DE19641569087 1964-07-03 1964-07-03 Verfahren zur Herstellung gasdurch lassiger Folien oder Überzüge aus stick stoffhaltigen hochmolekularen Isocyanurat gruppenhaltigen Produkten Expired DE1569087C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK0052576 1964-04-04
DEK0053383 1964-07-03
DEK0053383 1964-07-03

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1569087A1 DE1569087A1 (de) 1970-04-16
DE1569087B2 DE1569087B2 (de) 1973-01-25
DE1569087C true DE1569087C (de) 1973-08-30

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