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DE1568C - Kombinirte Flecht- und Spitzen-Klöppel-Maschine - Google Patents

Kombinirte Flecht- und Spitzen-Klöppel-Maschine

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Publication number
DE1568C
DE1568C DE1568DA DE1568DA DE1568C DE 1568 C DE1568 C DE 1568C DE 1568D A DE1568D A DE 1568DA DE 1568D A DE1568D A DE 1568DA DE 1568 C DE1568 C DE 1568C
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DE
Germany
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coils
plate
plates
main
bobbin
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Expired - Lifetime
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DE1568DA
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English (en)
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W Hedtmann und A Henkels
Original Assignee
W Hedtmann und A Henkels
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Filing date
Publication of DE1568C publication Critical patent/DE1568C/de
Application filed by W Hedtmann und A Henkels filed Critical W Hedtmann und A Henkels
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14Spool carriers
    • D04C3/18Spool carriers for vertical spools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

1S77.
25.
WILHELM HEDTMANX & ALIiIiRT HENKELS ix LANCERI-ELD,
KkKis I1a<;kx.
Combinirte Flecht- und Spitzen-Klöppel-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1S77 ab. Längste Dauer: 26. April 1S92.
Wie mannigfach die verschiedenen Arbeiten und Waaren auch auf den ersten Augenblick erscheinen, welche bis jetzt auf den sogenannten Flechtmaschinen, Riemen- oder Cordelgängen, seit langer Zeit erzeugt werden und welche besonders unter dem Namen s Banner Artikel·:; in der ganzen Welt bekannt und geschätzt sind, so ist es dennoch nicht möglich gewesen, die soliden und geschmackvollen Klöppelarbeiten auf solchen Maschinen herzustellen. Es liefern die bisherigen Riemengänge (Flechtmaschinen) immer nur eine bestimmte Gattung Arbeit, welche mit dem Namen der »Flechtung'< bezeichnet werden kann, und so sehr man sich auch immer angestrengt hat, dieselben derartig umzuwandeln und zu verbessern, dafs man auf einer einzigen solchen Maschine die verschiedensten Muster, und zwar nicht nur in Flechtarbeit, sondern auch in Klöppelarbeit herzustellen im Stande wäre, ist dies dennoch bis jetzt noch nicht gelungen. Bei der Arbeit des Flechtens liegen nämlich die einzelnen Fäden parallel oder gekreuzt nebeneinander, indem einzelne Fäden bald unter bald über den anderen hinweglaufen. Die Klöppeiarbeit dagegen unterscheidet sich im wesentlichen dadurch von der Flechtarbeit, dafs sie eine combinirte Arbeit des Flechtens und Dreheris ist. Bei der Klöppelarbeit wird nämlich je eine Anzahl von Fäden, nachdem sie eine gewisse Anzahl mal nach der einen Richtung (z. B. nach links) mit einander verflochten wurden, dann entweder unter sich oder mit anderen in der entgegengesetzten Richtung (z. B. nach rechts) zusammen verdreht, so dafs das vorhergegangene in der einen Richtung (z. B. nach links) geflochtene Stück Flechtarbeit durch diese entgegengesetzte (hier rechts) Drehung eben fest verbunden bezw. abgeschlossen wird, worauf dann das abwechselnde Spiel des links Flechtens mit denselben Fäden oder in Combination mit anderen von neuem beginnt u. s. w.
Aufserdem ist es bis jetzt noch nicht möglich gewesen, auf einer Flechtmaschine einzelne Theile der Arbeit verschieden lang zu arbeiten, um dadurch beliebige Bogen und Löcher zu erzeugen, weil alle Spulen ihren Lauf behalten müssen, während man beim Klöppeln die duftige, durchsichtige Arbeit gerade dadurch f-rzeugt, dafs man Theile der Arbeit weiter führt, während die Arbeit anderer ruht, und dann die verschieden langen Theile wieder verbindet, wodurch eben die durchlöcherte, llgurirte Arbeit erzeugt wird. — Die bis jetzt von Hand gelieferten Klöppelarbeiten sind in allen Mustern eine derartige Combination von Flechtung und Drehung, dafs stets Gruppen von je zwei Fäden entweder mit einander kreuzen oder zwei Fäden zum Abschlufs der Kreuzung in sich selbst gedreht werden. — Fs ist klar, dafs man ebensogut derartige Arbeiten mit drei- und mehrfädigen Gruppen auf dieselbe Weise durch Flechtung und Drehung herstellen kann. — Die Anwendung von drei- und mehrfädigen Gruppen ist mit Hand bis jetzt wegen der zu grofsen Anhäufung der Klöpj)cl und anderer Schwierigkeiten nicht geschehen.
Mit dem vorliegenden System von Maschinen, wie es in Fig. 5 der beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, läfst sich jedoch dieses dreifädige Klöppeln bequem arbeiten, ja es läfst sich dies System auf Klöppelarbciten von Fädengruppirungen beliebiger Anzahl ausdehnen. Die neue Maschine, Avelche Gegenstand des vorliegenden Patentes ist, kann die verschiedensten Flechtmuster sowohl mit der verschiedensten Anzahl von Fäden, als auch die verschiedensten Klöppelmuster gleich allen nut Hand geklöppelten Spitzenmustern herstellen, wozu man nur nöthig hat, an diesen Maschinen gewisse Combinationen und Veränderungen anzubringen, welche den einzelnen Spulen den zur Erzielung des betreffenden Musters erforderlichen Weg vorschreiben.
Bekanntlich laufen bei den gewöhnlichen Flechtmaschinen (Riemengängen) die Spulen in einer .Schlangenlinie, die in einer eisernen Platte ausgeschnitten ist, und bilden durch wiederholtes Kreuzen in diesen Schlangenlinien das Gellecht. — Die Bewegung der Spulen in diesen Linien geschieht durch sogenannte Flügelräder, welche durch .Ulf derselben Axe sitzende gewöhnliche Stirnkämme in drehende Bewegung versetzt werden. — Die sich sämmtlich bewegenden
Flügelräder, deren Flügel sich an einer Stelle etwas überdecken, nehmen zwischen ihren Flügeln den Fufs der Spule auf und führen dann mit Hülfe der ausgeschnittenen Schlangenlinien und ihrer drehenden Bewegung sich gegenseitig die Spulen zu, so dafs sie in den ausgeschnittenen Curven laufen und sich dort verschiedenartig kreuzen, um so das Flechtwerk zu Stande zu bringen. Die Anzahl der Flügel auf den Rädern ist verschieden, man hat drei-,, vier-, fünf-, sechs- und mehrflügelige Räder angewendet und zwar auf ein- und derselben Maschine, theils Räder von derselben, theils von verschiedener Flügelanzahl. — Immer aber konnte sich nicht zwischen je zwei Flügeln eine Spule befinden, sondern jedes Flügelrad nahm nur eine beschränkte, kleinere Anzahl von Spulen auf, als es Flügel hatte und man hat auf den einzelnen Maschinen, trotz der vielen zu Gebote stehenden Flügelöffnungen, stets nur eine verhältnifsmäfsig geringe Anzahl von Spulen anwenden können. Es hat dies seinen Grund darin, dafs, sowie man von dem regelmäfsigen Laufe, dem ganz glatten Flechtwerk, absehend, die Spulen einen etwas verwickeiteren -Gang durcheinander laufen lassen und zu einem figurirten Flechtwerk übergehen wolke, sehr leicht viele Spulen an einer oder der anderen Kreuzungsstelle der Curven aneinander geriethen, d. h. dafs an einer solchen Kreuzungsstelle zwei Spulen in dasselbe Loch zwischen je zwei Flügel des einen und den gegenüberstehenden des anderen Flügelrades zu stehen kommen, was eben nicht sein darf, da der Platz nicht vorhanden.
Dieses sogenannte Verlaufen der Spulen ist dem Fabrikanten neuer Flechtmaschinen ein grofses Hindernifs beim Construiren neuer Gänge mit neuen Combinationen von Flügelrädern, von Spulenstellungen, von Kreuzungscurven etc., zur Erzeugung neuer Flechtmuster u. dergl.
Da mit dem einfachen Rundlaufen der Spulen auf schlangenförmig sich kreuzende Curven sehr wenige Combinationen bezw. Figurirungen des Flechtwerkes sich herstellen lassen, so hat man natürlich sehr bald nach Mitteln gesucht, die Spulen bisweilen einen anderen Weg gehen zu lassen, so z. B. hin und wieder eine Spule nicht auf einen Teller umkehren, sondern gerade aus auf eine andere gehen zu lassen. Hierzu bediente man sich verschiedener Hilfsmittel, wie /.. B. des sogenannten Volkenborn'schen Drehtellers, der sogenannten französischen Zeiger etc. — Alle diese Hilfsmittel zur Veränderung des Spulenlaufes während des (langes der Maschine werden fast immer durch die Spulen in Bewegung gesetzt, sei es durch den Fufs derselben oder eine an der Spule angebrachte Knagge etc., jedoch immer so, dafs die eine Spule diesen Mechanismus in Bewegung setzt und dadurch der folgenden Spule ihren Weg bestimmt. Aus der ganzen Anlage dieses Hülfsmittels sieht man, dafs dasselbe nur in beschränktem Mafsstabe anzuwenden möglich ist, und dafs, wie der Gang einmal eingerichtet und den Spulen in dem-{ selben ihr bestimmter Lauf vorgeschrieben ist, dieser Spuleniauf in dem Gange stets regelmäfsig gleich bleiben mn fs und sich nie ändern kann, j und zwar, dafs diese regelmäfsige Wiederkehr j desselben Spulenlaufes, welche man Rapport nennt, in den bisherigen Maschinen stets eine ! sehr begrenzte, kurze ist und nur zu sehr ge- : ringen Variationen Raum bietet.
Die Herstellung einer gröfseren Anzahl er- ; weiterter Rapporte, welche im Laufe dabei veränderlich sind, ist mit den bisherigen Systemen durchaus unmöglich.
Seit lange ist es bekannt, dafs, wenn man die Anzahl der Rapporte und ihre Ausdehnung möglichst erweitern könnte, es überhaupt möglich wäre, der Spule willkürlich ihren Gang vorzuschreiben, so dafs man beliebige Theile der Arbeit länger oder kürzer arbeiten kann, man schliefslich dahin gelangen könnte, auf einer Maschine jedwedes Muster zu erzeugen, mit so vielen Spulen, als Fäden in dem Muster enthalten sind. — Gelingt es nun noch gleichzeitig, aufser der Flechtimg auch willkürlich mit gewissen Spulen beliebig eine Drehung zu vollziehen, welche die vorhergegangene Flechtung verbindet, so würde man genau dasjenige erzielen, was jetzt auf sehr theure und langwierige Weise mit der Hand durch die sogenannte Spitzenklöppelarbeit erzeugt zu werden pflegt.
Dies wird durch die vorliegende Maschine vollständig und praktisch derartig erreicht, dafs man auf der einen Maschine so viele Muster von Spitzenarbeit erzeugen kann, als überhaupt mit einer so grofsen Anzahl von Fäden, als Spulen auf der Maschine zu verwenden möglich ist.
Die Hülfsmittel, deren sich der Erfinder im vorliegenden Falle bedient hat, um zu diesem Resultat zu gelangen, sind folgende:
ι. Die Anwendung einer Art Weiche an jeder Kreuzungsstelle der Gangcurven für die Spulen. Diese Weichen geben je nach ihrer Stellung jeder durchgehenden Spule verschiedene Direction und zwar steht es im Belieben, die Spule entweder den Kreuzweg gehen, oder wenn dies nicht sein soll, sie auf ihrem Teller" selbst sich rund drehen zu lassen u je nachdem es das Muster verlangt.
2. Die Anwendung eines je nach Muster leicht veränderlichen Rapportapparates, durch welchen die unter ι erwähnten Weichen gestellt werden, wie es für das Muster nöthig ist. Weiche und Rapportapparat sind also, wie aus obigem ersichtlich, zwei in Verbindung mit einander wirkende Organismen, und zwar ist diese Wirkung derartig, dafs die Spule bezw. der Spulenfufs, durch den Rapportapparat veranlafst, sich selbst die Weiche öffnet und dicht hinter sich nach dem Durchgang wieder schliefst, so dafs man es bei der nächstfolgenden Spule wieder in der Hand hat, die Weiche zu benutzen oder unbenutzt zu lassen.
3. Die Anwendung von sogenannten Nebentellern innerhalb oder aufserhalb (oder beides) des Curvenkranzes, um eine oder die andere
Spule, welche durch eine Veränderung des rcgelmäfsigen Weges in Gefahr geräth, mit einer : anderen Spule zusammenzustofsen, so lange auf ' einem der Nebenteller laufen zu lassen ohne seine ganze drehende AVirkung, oder um eine ' falsche Drehung wieder aufzulösen, bis sie wieder j ihre verhältnifsmäfsige richtige Stellung im Vergleich zu den anderen Spulen einnehmen kann und die Gefahr des Verlaufens vermieden ist. Diese Nebenteller sind die Regulatoren des ganzen Ganges, sie bilden den Ort, wo man eine Spule aufheben kann, um sie zu einer bestimmten Zeit wieder zu verwenden, man kann auf ihnen die Spulen aufser Wirkung auf das Geflecht setzen, obgleich dieselben, wie ja nöthig, dauernd im Gange bleiben, kurz, man ■■ kann sie stets benutzen, wenn man eine Spule aus dem Wege räumen will, die einem an der j betreffenden Stelle nicht pafst, um sie dann an ; einer anderen Stelle in Bereitschaft zu haben, ! wenn sie gebraucht wird. Aufserdem dienen | sie, wie spatel· durch die Erklärung eines Bei- ! Spielmusters erläutert wird, die Drehung mehrerer ■ Spulen, welche man gegen seinen Willen hat machen müssen, weil man die Spulen nicht \ stille stellen konnte, wieder aufzuheben, die ge- '. thane falsche Arbeit wieder ungeschehen zu i machen und deshalb sind sie mit einer der ; wichtigsten Theile des neuen Ganges; denn : ohne diese Nebenteller würde man den Lauf ! der Spulen nicht willkürlich in der Hand haben, weil bei jeder geringsten Veränderung des regelmäfsigen .Spulenlaufes die Gefahr des Verlaufens der Spulen unvermeidlich wäre, wenn man nicht gleichzeitig dafür ein Hülfsmittel hätte, um eine oder die andere der Spulen durch Hinsenden auf eine Art Nebengeleise so lange zu verzögern, dafssie eben nicht mit einer anderen verlaufen kann.
Nach Vorausschickung dieser allgemeinen Erläuterungen über die wesentlich neuen Principien der neuen Klöppelmaschinen und ihrer Verschiedenheit, den alten ' Flechtmaschinen gegenüber, zur genauen Beschreibung zweier bestimmten, nach dem neuen System ausgeführten Maschinen übergehend, wobei im Voraus bemerkt wird, dafs dies nur die Beschreibung von Beispielsmaschinen ist und dafs die Maschinen in Bezug auf ihre Gröfse, die Anzahl der ange- I wendeten Teller und deren Flügelzahl sich sehr verschiedenartig gestalten kann, so stellen die beiliegenden Zeichnungen folgendes dar:
Fig. ι und 2 die Anordnung einer Maschine ! für zweifädige Klöppelarbeit und zwar Fig. ia Oberansicht der Platte, in welcher der Gang ausgeschnitten ist, Fig. i1' Oberansicht nach Hin- ■ wegnähme der Oberplatte (Flügelradansicht), '. Fig. ic Oberansicht nach Hinwegnahme der Flügelräder und theihveiser Hinwegnahme der Unter- ; platte. Fig. 2 Seitenansicht der Maschine, theilweise im Schnitt CD von Fig. 1. Fig. 3 Schnitt durch-die Weiche. Fig. 4 Schnitt AB in Fig. 1. Fig. 5 die Anordnung einer Maschine für dreifädige Klöppelarbeit und zwar: Fig. 5·1 Oberansicht der Platte, in welcher der Gang ausgeschnitten ist, Fig. 5'' Oberansieht nach Hinwegnahme der Obciplnllc (Tlügelradansicht), Fig. yl Überansicht nach I Iinwegnahme der Flügelräder und theilweiser Hinwegnahme der Unlerplatte. Fig. 5 Schema nebst Spulenstellung für ein zweifädiges Muster.
Die Basis des Systems bilden eine beliebige Anzahl in einem Kreise peripherisch angeordneter Hauptteller, welche bei der zweifädigen Klöppelarbeit sechs Flügel, bei der dreifädi.ren neun Flügel, bei vieifadiger zwölf Flügel u. s. w. enthalten. — Die Spulen stehen auf diesen Haupttellern immer gleichmäfsig drei Flügel von einander entfernt, d.h. je mit einem Zwischenraum von zwei Flügeln, so dafs auf dem sechsflügeligen Teller zwei Spulen, dem l.eunflügeligen drei Spulen stehen würden u. s. w. Diese sechsflügeligen, bezw. neunflügeligen, zwölfflüge'igen etc. Hauptteller sind jedoch nicht direct miteinander verbunden, sondern jedesmal durch einen vierflügeligen Zwischenteller von einander getrennt und zwar sind diese Zwischenteller deshalb viertiügelig, weil dann (vorausgesetzt die Spulen auf zwei benachbarten Haupttellern, welche sich kreuzen sollen, nehmen dieselbe relative Stellung ein) beim Kreuzen der Spulen durcheinander bezw. Uebergehen derselben von einem Hauptteller auf den anderen, jede S[HiIe des einen Haupttellers vor der nächstfolgenden reciproken Spule des anderen Haupttellers kommen mufs. Bezeichnen wir z. B. bei einem neunflügeligen Gange die drei Spulen des einen Haupttellers mit mx W1 m3, die anderen mit ;/, //., n3, so mufs beim Kreuzen die Spule //, dicht vor Spule w. zu stehen kommen und umgekehrt W1 vor /1.,, wodurch dann >ni und //, eine Kreuzung gebildet haben. Diese Stellung kan.. nur dann erreicht werden, wenn die kreuzende Spule beim Nebengang von einem Hauptteller zum anderen nicht den Weg von drei Flügeln, sondern den von zwei Flügeln macht. Da dieser Weg ein Halbkreis ist, so mufs das entsprechende Flügelrad ein Viernügler sein.
Es ist klar, dafs, da die Drehung und Flechtung stets in entgegengesetzter Richtung erfolgen mufs, um eine richtige K'öppelarbeit zu liefern, der (iang so eingerichtet werden mufs, dafs stets die drehenden Flügelräder entgegengesetzt arbeiten, als die flechtenden. Bei der vorliegenden Maschine nun drehen sich deshalb die Hauptteller nach rechts, die Zwischenteile!' nach links und man hat immer so zu arbeiten, dafs stets die Drohung auf dem Hauptteller, die Flechtung aber durch die Zwischenteller bewirkt wird. Man sieht, dafs die Spulen auf einem solchen durch Hauptgang und Zwischenteller, wie oben beschrieben, bestehenden Gange sowohl über die Zwischenteller kreuzen, als auch auf den Hauplteücrn sich drehen können, wenn man der Spule entweder den Weg über den Zwischenteller zum Nachbar-HaupUeller behufs Kreuzung anweisen, oder wenn sie sich nur auI dem Hauptteller umdrehen sollen, diesen Kreuzungswi'g versperren kann.
f C) b
Dies geschieht, wie oben erwähnt, durch die sogenannten Weichen, welche an der Berührungsstelle von je zwei Tellern angebracht sind.
Zum besseren Verständnifs auf die Beschreibung des in Fig ι und 2 dargestellten zweifadigen Klöppelganges mit sechsflügeligen Haupttellern übergehend, wird bemerkt, dafs die Oberansicht des Rnpportapparatcs R, Fig. 1, nicht vollständig gezeichnet ist, sondern dafs die ersten vier Rapportscheiben in Oberansicht, die nächsten vier im Horizontalschnitt durch ihre Axe und die übrigen nur durch Mittellinien angedeutet sind.
Von den Zugstangen, welche den Rapportapparat mit dem Gang verbinden, sind der Deutlichkeit halber nur drei zu einer Weiche bezw. Rapportscheibe gehörige angegeben. Die Rapportscheiben können je nach den Verhältnissen verschieden grofo genommen werden, und sind die Rapportstifte natürlich leicht auswechselbar. — Der auf Pig. 1 beispielsweise dargestellte zweifädige Klöppelgang hat zwölf sechsflügelige Hauptteller <?, a., bis a,.,. Zwischen diesen liegen die zwölf Zwischenteller (.ierßügelig) />, />-, Λ, bis />, 2, und zwischen je einem Haupt- und Zwischenteller die zugehörige Weiche, ζ. Β zwischen a, und />, die Weiche at /·,, zwischen <7- und l'-, die Weiche </D bh etc Der Lauf der 'Spulen durch den Gang ist immer den Spitzen der W eichen entgegengesetzt. Diese Weichen sind, wie aus der Detaiizeichnung Fig. 3 ersichtlich, eine Art drehbarer Zungen, welche mit ihrer Spitze in die Kreuzungspunkte der Gänge hineinreichen und sich nun entweder an den einen oder anderen der beiden anstofsenden Teller anlegen und den Weg öffnen oder verschliefsen, je nachdem die Spule zu laufen hat. Das üeflnen der Weichen geschieht mit Hülfe des oben erwähnten Rapportapparates R durch die Spule selbst, so dafs sich also jede Spule ihren Weg nach Bedarf öffnet und dann nach dem Durchgang wieder zuzieht. — Es stöfst nämlich eine dicht oberhalb des Spulenfiifses an der Feder jeder Spule angebrachte Nase c, Fig. 2, an die über der Oberplattc befindlichen 48 Hebel /if-, bis/"l8, deren Axcn, durch Ober- und Unterplatte hindurchgehend, unten zweite Hebel r/, ψ.. bis (fu tragen. — Diese Hebel ψ stehen durch eine Zugstange in Verbindung mit der Auslösung I'] bis /''is am Rapportapparat R.
Der Rapportappar.it R besteht aus einer Anzahl Sperrräder /\ bis ?-.,s, für jede Weiche eines, welche in den Ständern S1 bis 5is leicht herausnehmbar und drehbar eingehängt sind. — Diese Sperrräder r, je nach Bedarf des Musters gröfser oder kleiner, haben eigenthiünlich geformte, zahnförmige Ausschnitte, in welche die schon oben erwähnte Auslösung /''eingreift. Dieselbe bestellt aus dem zweiarmigen Hebel g nebst dem verstellbaren Sperrkegel γ, welcher in die Ausschnitte der Sperrräder/-genau pafst. Sobald nun die Sperrkegel durch Anstofsen der Nase c an den Hebel / und Inbetriebsetzung der Auslösung F aus den Sperrrädern r entfernt werden, können dieselben sich frei drehen. — Dies geschieht bei jedem Vorbeipassiren der Spule vor der Weiche jedesmal um einen Zahn. Sobald nämlich die Scheibe r ausgelöst ist, trifft der Spulenstift / gegen den unterhalb der Oberplatte befindlichen Hebel /<·, bis .,„, dessen Axe unten die Hebel χ, bis 4i. trägt; dieser zieht dann ebenfalls durch eine Zugstange an dem Schlitten /, bis .is, dessen Klinke A1 bis iH, in die Sperrrad-Höhlungen eingreifend, das Rad 1m1 einen Zahn vorbewegt und dann durch eine herumgewundene Spiralfeder wieder zurück gezogen wird.
Die Sperrräder r tragen nun die Stifte m, stofsen gegen die verstellbaren Winkelhebel *, bis ,.π und ziehen durch die Verbindung derselben durch Zugstangen mit den Hebeln ο an den Weichenaxen die Weiche auf, welche nach dem Durchpassiren der Spule durch Gegentreffen des Spulenstiftes gegen die Daumen /, bis is \vieder zugezogen werden. Zur Sicherung der ausschlagenden Bewegung der Weichen sind die Theile rr, bis is und S1 bis ^ angeordnet, deren Wirkungsweise aus der Zeichnung klar ersichtlich ist.
Es ist klar, dafs die leicht einzusetzenden und wieder zu entfernenden Stifte m nur an derjenigen Stelle der betreffenden Rapportscheibe angebracht sind, wo die Weiche geöffnet und die Spule auf den anderen Teller übergehen soll. Befindet sich in dem Augenblick, wo die Spule die Weiche erreicht, kein Stift an der zugehörigen Rapportscheibe, so wird die Weiche einfach nicht geöffnet, und die Spule mufs, auf demselben Teller bleibend, rund laufen. — λΥίε bereits oben erwähnt, müssen die Spulen auf den Hauptteüern beim Anfange jeder Operation in einem bestimmten, gegenseitigen, localen Verhältnifs stehen, damit sie richtig arbeiten. Ebenso muis nach Vollendung jeder Operation dieses gegenseitige locale Verhältnifs, w-enn es sich durch Uebergang über den Vierflügler geändert hat, während andere Spulen sich nur auf den Haupttellern drehen, wieder hergestellt werden. Wenn nämlich die Spulen zweier benachbarter Hauptte'ier über die zwischenliegenden Vierilüg! er kreuzen, so haben sie, um von der Stellung auf dem einen Hauptteller in dieselbe auf den anderen zu gelangen, acht Flügellängen zurückgelegt. — Die Spulen auf einem dritten Teller jedoch, welche sich blos drehten und in dieser Zeit ebenfalls acht Flügel zurückgelegt haben, sind dann also dadurch um zwei Flügellangen aus dem gegenseitigen localen Verhältnifs heraus weiter gerückt. —· Ehe man nun eine Operation mit diesen Spulen beginnen kann, mufs dieser Fehler corrigirt werden. Zu diesem Zwecke sind die zweiflügeligen Nebenteller r, bis ,., angeordnet. Läfst man die drehenden Spulen, während die anderen kreuzen, jedesmal noch über den Zweiflügler gehen, so werden j dieselben nach vollbrachter Drehung um zwei j Fliigellängen zurückgesetzt und der Fehler corrii girt. Dies Uebergchen auf den Zweiflügler ge-
J 6" 6 P,
schieht natürlich durch die dazu gehörigen Weichen und den Rapportapparat. Da man die Flügellänge eines zweiflügeligen Flügelrades nicht so klein machen kann, ai.-; beim sechsflügeligcn, so hat man sie hier doppelt so grofs gemacht, mufs dann alier das zweiflügelige Rad noch einmal so schnell laufen lassen. — Dies geschieht durch die in Fig. ic dargestellte Kammradübersetzung, welche an sich ein bekanntes mechanisches Hülfsmittel bildet. — Da es oft vor- I kommen kann, dafs man, um das betreffende Ende kürzer zu machen, während die anderen arbeiten, die Spulen eines oder mehrerer Haupt- j teller gar nicht arbeiten lassen will, dieselben aber sich doch drehen müssen, so läfst man I dieselben zuerst auf dem einen Hauptteller eine j Drehung nach rechts machen und hebt diese | Rechtsdrehung dann durch Ueberführung der | Spulen auf den (bezw. die) ringsherum angeordneten Nebenteller dl d., bis d, 2 von gleicher Flügelzahl (die wie der Hauptteller wieder links drehen) wieder auf oder umgekehrt und vernichtet die Correction.
Der in Fig. 5 dargestellte Apparat für dreifädige Klöppelarbeit unterscheidet sich von dem vorigen dadurch, dafs die Hauptteller neunflügelig sind und ebenso auch die Nebenteller d' bis ''. Die Spulen stehen auf den neunflügeligen Haupttellern ebenfalls so, dafs zwischen je zwei Spulen zwei leere Flügelöffnungen sich befinden, so dafs also alle drei Spulen gleich weit von einander auf dem Hauptteller stehen.
Die Arbeit geht dann hier mit drei Faden vor sich, wie auf der in Fig. 1 und 2 dargestellten Maschine mit zwei Fäden, und sind weitere L'nterschiede in der Maschine nicht enthalten.
Wie bereits erwähnt, kann dieses System ebensogut ai.ch mit zwölf, fünfzehn, achtzehn etc. Flügeln auf den Haupttellern und den dazu gehörigen Nebentellern d construirt werden, ohne dafs sonstige Veränderungen nöthig wären. — Je gröfser die Fädenzahl, um so breiter und dichter wird eben die Arbeit, es ist also noch die Frage, ob es sich lohnen würde, mehr als drei Fäden auf jedem Hauptteller anzuwenden.
Wir gehen nun über zur Beschreibung der Spulenstellungen für ein Beispiel eines zweifädiger. Musters auf acht in Fig. 1 bis 8 dargestellten Schematas. Jedes Schema zeigt die Spulensteliungen um drei Flügellängen gegenüber dem vorhergehenden Schema vorgerückt.
Schema I, Fig. 4, zeigt die Anfangsstellung der Spulen in 12 Farben. — Der Teller />,., wird nicht in Gebrauch genommen und ist der Gang dort offen.
Die Spulen sind folgendermaafsen bezeichnet:
Auf Hauptteller «, stehen Spule roth 1 und roth 2,
a., - - dunkelgrün 1 und dunkelgrün 2,
<73 - - grau ι und grau 2,
ι7Λ - - hellbraun 1 und hellbraun 2,
i75 - - hellblau 1 und hellblau 2,
a0 - hellgrün 1 und hellgrün 2,
a- - - violett ι und violett 2,
as - dunkelblau 1 und dunkelblau 2
a,j - - dunkelbraun 1 und dunkelbrai
ai0 - - orange 1 und orange 2,
O11 - - rosa 1 und rosa 2,
<7,., - gelb ι und gelb 2.
Auf Schema II beginnt die Kreuzung zwischen grün und roth, hellbraun und grau, hellgrün und hellblau, dunkelblau und violett, dunkelbraun und orange, gelb und rosa, d. h. so, dafs die auf den mit geraden Ziffern bezeichneten Tellern stehenden Spulen nach links, die auf den ungeraden dagegen nach rechts gehen.
Schema III zeigt dann die Spulen fernere drei Flügellängen vorgerückt und ist nun die Kreuzung vollendet. — Jetzt machen sämmtliche gleichfarbige Spulen eine halbe Drehung, um die oben vollendete Kreuzung abzuschliefsen und zwar wird diese Drehung auf dem Hauptteller ausgeführt, auf welchem die Spulen sich nach der Kreuzung befinden, nur die grünen und rosafarbenen müssen als augenblicklich Kanten bildende zu gleicher Zeit einen später anzuführenden Umgang machen.
Bei der in Schema IV dargestellten, um drei Flügel längen weiter vorgerückten SpulensteJAung beginnt die Kreuzung zwischen den SpulpfÄ röth und hellbraun, grau und hellgrün, hellblau und dunkelblau, violett und orange, dunkelblau und gelb.
Diese Kreuzung geschieht so, .dafs die Spulen der mit geraden Ziffern bezeichneten Teller nach rechts, die Spulen der mit ungeraden Ziffern bezeichneten Teller nach links vorschreiten. — Die grünen und rosafarbenen machen die Kreuzung nicht mit.
Schema V zeigt die Spulen um fernere drei Fliigellängen vorgerückt, und Schema VI abermals um drei Flügellängen und so die oben begonnene Kreuzung vollendet.
Da alle Spulen, aufser der grünen und rosafarbenen, über, die vier Flügelräder gekreuzt haben, so hätten sie gegen letztere zwei Flügellängen mehr gemacht, wären also um zwei Flügellängen in ihrem gegenseitigen localen Verhältnis zu den grünen und rosafarbenen zurück und müfsten letztere ebenfalls um zwei Flügellängen zurückgesetzt werden. Dies geschieht aber schon eher, als die übrigen Spulen die Drehung und Kreuzung ausführen, indem man
dieselben sofort nach ausgeführter erster Kreuzung über die zweiflügeligen Nebenteller durch Oeffnen der Weichen 3 und 46 gehen läfst, wie dies in Schema VII angegeben ist. — Nun sollen aber die grünen und rosafarbenen als Kanten bildende Spulen kürzer arbeiten, als die anderen, was dadurch erreicht wird, dafs man dieselben an der zweiten Kreuzung nicht mit theilnehmen läfst. — Aber auch die erste halbe Drehung ist bei denselben noch zum Ueberflufs ausgeführt. Es handelt sich darum, diese halbe Drehung wieder aufzulösen, was dadurch erreicht wird, dafs man Spule grün 1 und Spule rosa 1 über die sechsflügeligen Nebentellcr J1 und /Z12 durch Oeffnen der Weichen 2 und 47 paSsiren läfst, während .die Spulen grün 2 und rosa 2 ihren AVeg auf den Haupttellern Ci1 und a,., fortsetzen, und so vor die Spulen grün 1 und rosa ι zu stehen kommen, also die halbe Drehung wieder aufgelöst haben. — Dieser Vorgang ist in Schema IV und Schema V ersichtlich. — Schema VI zeigt die Spulen nach vollendeter zweiter Kreuzung und halber Drehung, welche letztere sämmtliche Spulen, also auch die grünen und rosafarbenen, ausgeführt haben.
Schema VII und VIII zeigen die nun folgende Kreuzung, welche wieder in der Weise vor sich geht, dafs sämmtliche Spulen der mit ungeraden Ziffern bezeichneten Teller nach rechts, der mit geraden nach links vorschreiten, worauf der Rapport vollendet und die Anfangsstellung der Spuien behufs Beginn eines neuen Rapportes hergestellt ist. Das so entstehende Muster zeigt Fig. 9 mit den den Spulen entsprechenden Farben durchgeführt. — Bei χ χ beginnend, finden wir die erst beschriebene Kreuzung, bei y y die dann vollführte halbe Drehung, an welcher die grünen und rosa Fäden nicht theilgenommen. — Bei ζ ζ finden wir die zweite Kreuzung, an der ebenfalls die rosa'und grünen Fäden nicht theilnehmen, bei y, j, die zweite halbe Drehung, welche alle Fäden paarweise vollführen und bei .τ, .τ, die letzte Kreuzung, welche mit allen Fäden durchgeführt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anordnung eines Flecht- und Klöppelmaschinenganges, bestehend aus einer Reihe von in der Zeichnung mit α bezeichneten Haupttellern, deren Flügelanzahl durch drei theilbar, mindestens gleich sechs ist und auf welchen soviel Spulen gleich weit von einander entfernt stehen, als die Flügelanzahl dieser Hauptteller durch die Zahl 3 theilbar ist. Diese Hauptteller sind untereinander durch eine gleiche Anzahl vierflügeliger, oben mit b bezeichneter Zwischenteller verbunden, von denen einer unbenutzt bleibt, wenn keine geschlossene Cordel, sondern nur ein breiter Streifen geflochten bezw. geklöppelt werden soll, so und zu dem Zwecke, wie oben beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
    An diesem unter 1 erläuterten Gange die Anordnung und Anwendung der oben mit c bezeichneten zweiflügeligen Nebenteller, zum Ausgleich der durch Uebergehen der Spule von einem Hauptteller α über einen Zwischenteller b auf den benachbarten Hauptteller entstandene Veränderung des gegenseitigen localen Verhältnisses, im Vergleich zu den übrigen Spulen, welche während dieser Zeit sich auf dem Hauptteller nur drehten bezw. zur Correctur des in der gegenseitigen Stellung aller Spulen während einer Operation ent- / standenen Fehlers, um den Uebergang zu einer neuen Operation zu ermöglichen, so und zu dem Zwecke, wie oben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
    Bei diesem Gange die Anwendung der oben mit d bezeichneten Nebenteller von gleicher Flügelanzahl, wie die Hauptteller a, jedoch in entgegengesetzter Richtung drehend, um die auf einem Hauptteller erzeugte falsche Drehung von Spulen durch Uebergang auf den dazu gehörigen Nebenteller und der entgegengesetzten Drehung auf demselben wieder aufzuheben, überhaupt auch um Spulen, welche während einer gewissen Zeit nicht arbeiten sollen, sich dort aufzuheben und ■ drehen, ohne sie mitarbeiten zu lassen, so und zu dem Zwecke, wie oben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist. Die Anwendung und Anordnung der oben beschriebenen Weichen zwischen je zwei Tellern, um den Uebergang der Spulen von einem Teller auf den Nachbarteller je nach Bedarf zu ermöglichen oder abzusperren und zwar lenkbar und bewegbar durch die vorbei oder durchpassirenden Spulen selbst, mit " Hülfe eines willkürlich je nach Bedarf des Musters veränderlichen Rapportapparates, so und zu dem Zwecke, wie oben erläutert und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist. I Die Anordnung und Anwendung des oben beschriebenen, je nach Bedarf des anzufertigenden Musters veränderlichen Rapportapparates R mit den dazu gehörigen auswechselbaren Stiften m und den übrigen zur , Bewegung der Scheiben und Weichen angewendeten und oben beschriebenen Drehaxen, Hebeln, Zugstangen, Sperrklinken etc., zur willkürlichen Bewegung der unter 4 erwähnten Weichen und zur willkürlichen Bestimmung des Spulenlaufes, wie oben erläutert und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
    Die, durch die unter 1 bis 5 erwähnten Hülfsmittel, ermöglichte willkürliche Direction des Spulenlaufes durch den ganzen Gang, hehufs Erzeugung der verschiedenartigsten Flecht- oder Klöppelmuster auf einer und derselben Maschine, so wie oben erläutert und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
    Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
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